Unleashing God's Truth, One Verse at a Time

Gottes Modell für Eltern, Teil 1 (German)

Epheser 6:4

Code: de1950A

Heute Abend werden wir bei unserer Betrachtung, was das Wort Gottes über die Familie zu sagen hat, zur Verantwortung der Eltern kommen. Schlagt in eurer Bibel bitte Epheser 6, Vers 4 auf. Als der Apostel Paulus, inspiriert vom Heiligen Geist, Anweisungen zur Erziehung gibt, braucht er erstaunlicherweise nur einen Satz … nur einen kurzen Vers. Epheser 6,4: „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“

Hier steht ein Negativ und ein Positiv. Das Negativ – reizt eure Kinder nicht zum Zorn, was offensichtlich bedeutet, ihr sollt sie liebevoll behandeln, sie auf eine Weise behandeln, die eure Liebe für sie bekräftigt, damit sie nicht feindselig werden. Das Positiv – zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.

Was ist Kindererziehung? Ganz einfach gesagt: eure Kinder so zu lieben, dass sie nicht wütend auf euch sind, und sie so zu erziehen, dass sie den Herrn kennen. Man könnte denken, es gäbe ein ganzes Buch über die Kindererziehung oder ein ganzes Kapitel darüber, aber es gibt nur einen einzigen Vers, weil die Aufgabe so klar umrissen ist.

Die Anweisung „reizt eure Kinder nicht zum Zorn“ muss verstanden werden, und wir werden versuchen, das in den kommenden Wochen zu tun, und die Anweisung „zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ muss ebenfalls verstanden werden, und auch hier werden wir versuchen, einige Teile davon zu verstehen. Aber ist es nicht wunderbar, dass die ganze Verantwortung sich auf eine einzige Aussage reduzieren lässt?

Trotz der Einfachheit dieser Anweisung scheint mir, dass Eltern heutzutage irgendwie Angst vor dieser Aussicht haben. Sie empfinden die Zeit, in der wir leben, die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, als Herausforderung. Und manche von ihnen betrachten Kindererziehung als Furcht einflößende Verantwortung. Und in einem gewissen Ausmaß ist das eine ernste und anspruchsvolle Aufgabe, aber nicht aus den Gründen, die die meisten Menschen vermuten. Wenn ihr Menschen einfach zum Thema Kinder befragen würdet, würden sie euch vielleicht antworten, dass sie einen gewissen Widerwillen verspüren, Kinder zu bekommen, weil das teuer ist. Man braucht ein größeres Haus und ein größeres Auto/größere Autos. Man braucht viel zusätzliche Kleidung und Nahrung und muss ihre Krankenversicherung und ihr Studium bezahlen. Sie würden vielleicht sagen, dass Kinder auch viel Zeit beanspruchen. Wenn jemand persönliche Ziele oder Wünsche oder persönliche Pläne hat, geraten persönliche Interessen im Vergleich zu den Bedürfnissen der Kinder quasi ins Hintertreffen. Sie stellen sehr hohe Anforderungen. Und auch wenn wir denken, dass die Anforderungen nur im Kleinkindalter besonders hoch sind, stellen wir fest, wenn unsere Kinder älter werden, dass die Anforderungen und Bedürfnisse nicht weniger werden, sondern mehr und komplexer.

Manche Menschen würden sagen, Kindererziehung ist eine Herausforderung, weil wir uns so sehr auf die Aktivitäten der Kinder konzentrieren müssen. Mit anderen Worten gibt es so viele Dinge, an denen sie beteiligt sein wollen, dass wir unsere Zeit und Energie darauf verwenden, endlos Chauffeur zu spielen, um all ihre Bedürfnisse zu erfüllen, und je mehr Kinder man hat, umso komplizierter wird es.

Ich nehme an, das sind die oberflächlichen Dinge, die eine gewisse Herausforderung bei der Kindererziehung darstellen. Der wahre Grund dafür, dass Kindererziehung so schwierig ist, die wahre Herausforderung, die vor uns liegt – und wir als Christen wissen das -, läuft auf zwei Komponenten hinaus. Ich denke, die müssen wir verstehen, wenn wir unsere Kinder so lieben wollen, dass sie nicht zornig auf uns sind, sondern unsere Liebe vielmehr erwidern, und wenn wir sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn aufziehen wollen. Wenn wir das tun wollen, müssen wir verstehen, dass die Schwierigkeiten in Wirklichkeit auf zwei Ebenen angesiedelt sind, oder in zwei Bereichen. Und wir können sie auf eine externe und eine interne Komponente reduzieren. Extern bedeutet dabei einfach der Druck seitens der Gesellschaft und der Kultur, die uns umgibt. Intern ist der Druck des Wesens unseres Kindes.

Kindererziehung ist nicht schwierig, weil sie teuer ist. Sie ist nicht schwierig, weil sie zeitaufwendig ist. Sie ist nicht schwierig, weil sie euch von euren persönlichen Plänen ablenkt. Sie ist nicht schwierig, weil es so kompliziert wird, all diese Bedürfnisse zu erfüllen. Sie ist wirklich schwierig, weil es so starken Druck von der Gesellschaft um uns herum gibt und noch stärkeren Druck, der dem Wesen der Kinder entspringt. Und bis wir das verstehen, werden wir nicht verstehen, worum es bei der Kindererziehung wirklich geht.

Es gibt einige Thematiken, die die Bibel nicht anspricht. Sie spricht keine Fragen des gesunden Menschenverstandes an, praktische Dinge, persönliche Vorlieben, wie ihr eure Kinder erziehen solltet und auf welche Weise man ein Kind gebären und erziehen kann und all das. Die Schrift sagt nicht wirklich viel darüber aus, außer – wie ich euch bereits in einer früheren Botschaft gesagt habe -, dass ihr euer Kind körperlich züchtigen sollt, wenn es dem Wort Gottes nicht gehorsam ist. Wir haben euch also bereits gesagt, dass eure Verantwortung darin besteht, sie das Wort Gottes zu lehren, und sie an diesem Maßstab zu messen. Und wenn sie das Wort Gottes nicht befolgen oder eure Autorität, wenn ihr Gottes Wort in ihrem Leben anwendet, dann züchtigt ihr sie körperlich.

Aber ihr müsst die zwei größten Herausforderungen verstehen, und ich möchte euch helfen, sie heute Abend zu verstehen, wenn das möglich ist. Erstens möchte ich über die externe Herausforderung sprechen, und damit meine ich die Kultur um uns herum. Ehrlich gesagt ist das Leben nicht mehr einfach. Es konzentriert sich nicht mehr auf unser Zuhause. Es dreht sich nicht mehr um die Familie als enge Einheit, die nur am Rande von außen beeinflusst wird, die von der Außenwelt beeinflusst wird. Das trifft nicht mehr zu. Es gab eine Zeit, da traf das noch zu. Es gab eine Zeit, wenn jemand, der auf einem Bauernhof aufwuchs, im Grunde genommen sein ganzes Leben dort verbrachte. Man frühstückte mit der Familie, ging wahrscheinlich in eine kleine Schule die Straße entlang, zusammen mit allen Nachbarn, und wurde von einer Lehrkraft oder zwei aus der Nachbarschaft unterrichtet. Man ging wieder nach Hause, arbeitete auf dem Hof, saß abends im Haus und wurde im Prinzip durch diese Familienbeziehung im Leben unterwiesen. Und dieses Heim unterlag nur geringfügigen Einflüssen von der Außenwelt. Und das traf lange Zeit zu.

Selbst in Familien, die in mehr städtischen Gebieten lebten, kam der Einfluss immer noch primär von ihrem Zuhause und ihrer Familie. Eltern, Gemeinden und Schulen hatten gemeinsame Maßstäbe, die für die Erziehung und Aufzucht von Kindern festgelegt wurden. Und die im Prinzip einem Weg sorgfältig vorgegebener Steigerungen des Lernens und des Kontakts mit der Realität folgte, welche dem Alter des Kindes und seiner Fähigkeit, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, angemessen war.

Mit anderen Worten gab es Geheimnisse, die den Kindern unbekannt waren. Und es war sehr wichtig bei der Kindererziehung, diese Geheimnisse zu angemessenen Zeiten zu lüften, damit sie nicht mit Dingen bombardiert wurden, auf die sie weder intellektuell noch emotional angemessen reagieren konnten. Mit anderen Worten könnte man sagen, der Kontakt der Kinder mit der Außenwelt wurde kontrolliert. Und die Familie, die Gemeinde und die Schule und damit die örtliche Gemeinde trugen dafür die Verantwortung.

All das ist jetzt verschwunden, in dem Phänomen, das Neil Postman, Autor und Professor an der New York University auf dem Gebiet der Kommunikation, als Das Verschwinden der Kindheit bezeichnet hat, ein Buch, das ursprünglich 1970 veröffentlich und 1994 neu aufgelegt wurde. In diesem Buch hilft er uns, zu verstehen, was um uns herum geschieht.

Die Kindheit, wie wir sie kennen, verschwindet bzw. ist bereits fast verschwunden. Die These, die Postman aufstellt – und meiner Meinung nach auf sehr fähige Weise – ist, dass die Kindheit als einzigartige Phase menschlicher Entwicklung im Schwinden begriffen ist. Er baut übrigens auf einer These auf, die inzwischen seit etlichen Jahren untersucht wird und zu der es bereits eine Reihe von Büchern gibt; es ist ein heiß diskutiertes Thema in akademischen Kreisen.

Ich möchte euch sagen, warum er und andere glauben, dass die Kindheit im Schwinden begriffen ist und wie sich das äußert. Erstens trugen Kinder früher andere Kleider. Jetzt ist ihre Kleidung der der Erwachsenen so ähnlich wie möglich. Und während das kein Problem an sich ist, reflektiert es doch das Problem. Kinder verlangen jetzt, dem Kleiderstil ihrer Eltern so weit wie möglich angepasst zu sein.

Spiele in der Kindheit. Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern und daran, dass wir Spiele erfunden haben. Manchmal haben wir etwas gespielt, von dem noch nie jemand etwas gehört hatte. Aber ich erinnere mich auch an Spiele wie Verstecken und diverse Spiele, für die wir unsere eigenen Regeln erfanden und mit allem spielten, was wir finden konnten. Typische Kinderspiele. Wer in Philadelphia oder Baltimore oder einer Stadt im Osten aufwuchs, hat wahrscheinlich „Stepball“ gespielt, ein Kinderspiel, das wir erfunden haben.

Das Beste daran war, dass es ohne Beaufsichtigung durch Erwachsene gespielt wurde. Es gab nicht einmal Erwachsene in der Nähe. Und das war in Ordnung. Es gab keine Uniformen. Es gab keine Schiedsrichter oder Geräte oder Zuschauer. Und wisst ihr was? Es gab keine unrealistischen Erwartungen. Und wir haben diese Spiele einfach aus Spaß gespielt, und zwar stundenlang.

Wo sind die Kinderspiele heutzutage? Die Kinder heutzutage spielen Kopien von Spielen für Erwachsene, wie Little League Baseball – 6-Jährige, die alle auf den richtigen Positionen stehen und versuchen, ein Spiel zu spielen, das für sie unmöglich ist, absolut unmöglich. Kinder-Football, Kinder-Basketball, Kinder-Fußball und Kinderversionen von was auch immer, alles von vorne bis hinten von Erwachsenen überwacht. Überall sind Erwachsene, die das Feld bevölkern, die Wege zur Base und alles Andere. Viele ausgeklüngelte Geräte, besondere Felder, Schiedsrichter, viele Zuschauer und den Kindern ist das Spiel vollkommen egal. Das Spiel dient größtenteils nicht dazu, dass die Kinder Spaß haben oder ihre kindliche Vorstellungskraft ausleben ... hört jetzt gut zu ..., sondern dazu, dass prahlerische Eltern sich einen Namen machen. Es dient nicht zum Spaß der Kinder, sondern für den guten Ruf der Eltern, die systematisch die ganze Vorstellungskraft des Kindes und fast den ganzen Spaß ausgemerzt haben.

Und dann gibt es da noch das Verhalten und die Sprache und die Einstellungen und Begierden und in all diesen Dingen gibt es kaum Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen. Kinder sprechen nicht wie Kinder, sie sprechen wie Erwachsene. Ihre Einstellung ist wie die von Erwachsenen. Ihr Vokabular ist das von Erwachsenen. Heutzutage fordern viele Leute gleiche Rechte für Kinder, weil sie im Grunde genommen kleine und leichtgewichtige Erwachsene sind.

In der Vergangenheit waren wir davon überzeugt, dass Kinder geschützt werden müssen. Sie mussten durch eine Reihe von aufeinanderfolgenden Entwicklungschancen herangebildet werden und in der Schule nannten wir das Klassenstufe. Erinnert ihr euch daran? Was man in diesen Klassenstufen lernte, waren all jene Kategorien, die im Einklang mit euren Fähigkeiten auf der jeweiligen Entwicklungsstufe festgelegt und darauf zugeschnitten waren. Die Informationen, die ihr erhalten habt, waren sorgfältig für euch aufbereitet und in vorgegebenen Maßen dosiert, während das Kind zu einem unabhängigen Individuum wurde.

Und um es mit den Worten von Neil Postman zu sagen: „Die Bewahrung der Kindheit hängt von den Grundsätzen kontrollierter Informationen und sequenziellen Lernens ab.“ Auf diese Weise war ein Kind wirklich ein Kind, weil Kinder nur bestimmte Dinge wussten. Und es gab Geheimnisse im Leben, die ein Kind noch nicht kannte.

Bis eine große Erfindung auf der Bildfläche erschien – die Elektronik. Vor diesem Zeitpunkt konnten Eltern und Lehrer entscheiden, was die Kinder hörten und sahen und zu welchem Zeitpunkt in ihrer Entwicklung sie es hörten und sahen. Aber dann kam die Elektronik und damit die Medien … das erste Mal in der Geschichte der Menschheit. Und aufgrund der Elektronik wurden Druckereien errichtet und Bücher und Zeitschriften traten in Erscheinung, dann das Radio, dann Schallplatten, dann Kassetten, dann CDs und Videokassetten, Kameras, Reklametafeln, Kinos und insbesondere das Fernsehen – all das sind Formen moderner Medien, die direkt durch die Elektronik hervorgerufen wurden. Heutzutage können wir uns ein Leben ohne Elektronik nicht einmal vorstellen.

Wozu führt das? Das führt zu Kindern, die all diesen Dingen in unkontrolliertem Maße ausgesetzt sind … die allem zu sehr ausgesetzt sind, ohne Rücksicht auf irgendwelche Pläne oder Abfolgen. Plötzlich können eure Kinder zuhause nicht mehr nur das erfahren, was ihr ihnen sagt und was ihre Lehrer ihnen sagen, sie können den Fernseher einschalten und jederzeit auf jedem Niveau mit Informationen zu jedem beliebigen Thema bombardiert werden. Heutzutage personifizieren Computer und das Internet für jeden, der Zugriff darauf hat, das Beste und das Schlimmste der Welt. Und die ganze Sequenz des Bildungssystems, die ganze Hierarchie des Bildungssystems ist unter dem Gewicht des Videos kollabiert.

Das Fernsehen ist in seiner Zugänglichkeit undifferenziert. Das bedeutet, das Fernsehen unterscheidet nicht zwischen Kindern und Erwachsenen, überhaupt nicht. Und das Fernsehen hat einen gewaltigen Einfluss auf Kinder. Ihr wärt vielleicht überrascht, wenn ihr wüsstet, dass drei Millionen Kinder an jedem Abend des Jahres zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr fernsehen, 2,1 Millionen zwischen 23.30 Uhr und 00.00 Uhr, 1,1 Millionen zwischen 00.00 Uhr und 01.00 Uhr und um die 750.000 Kinder zwischen 01.00 Uhr und 01.30 Uhr. Das ist angeblich die Zeit, wo die meisten Fernsehsendungen für Erwachsene ausgestrahlt werden.

Neil Postman sagt: „Wir könnten schlussfolgern, dass das Fernsehen die Grenze zwischen Kindheit und Erwachsenenalter auf drei Weisen untergräbt … die alle mit seiner undifferenzierten Zugänglichkeit zu tun haben. Erstens, weil es keine Anweisung erfordert, um seine Form zu verstehen.“ Das ist leicht, man drückt einfach eine Taste und schaut es sich an. „Zweitens, weil es keine komplizierten Anforderungen an den Verstand oder das Verhalten stellt. Und drittens, weil es sein Publikum nicht aufspaltet.“

Postman sagt: „Das Fernsehen birgt keine Geheimnisse. Deshalb kann es etwas wie eine Kindheit nicht geben.“ Die Kindheit dreht sich um Geheimnisse, darum, bestimmte Dinge nicht zu wissen. Unschuld ist das Niveau der Unschuld oder Ahnungslosigkeit, das wir für ein Kind festsetzen, sicherlich keine moralische Unschuld, aber Unschuld in Bezug auf Probleme des Lebens geht in diesem Umfeld vollkommen verloren. Eine Gruppe – und ich denke, ihr würdet das verstehen – eine Gruppe, irgendeine Gruppe, wird im Großen und Ganzen durch die Exklusivität der Informationen, über die ihre Mitglieder verfügen, definiert.

Was meinen wir damit? Nun, wenn jeder das wüsste, was Anwälte wissen, dann gäbe es keine Anwälte. Nun, wenn jeder das wüsste, was Ärzte wissen, dann gäbe es keine Ärzte. Nun, wenn jeder das wüsste, was Prediger wissen, dann gäbe es keine Prediger. Und wenn Kinder wissen, was Erwachsene wissen, dann gibt es keine Kinder.

Sie sind also zu sehr Dingen ausgesetzt, die ihr Verstand und ihre Emotionen nicht bewältigen können. Demzufolge werden sie zu gewaltigen Versuchungen gedrängt, die sie nicht in der Lage sind, zu bewältigen. Und unter dem Ansturm dieser korrupten Welt mit ihren falschen Vorstellungen, ihren falschen Begierden, ihren falschen Worten, Taten und Einstellungen können Kinder für Eltern und die Gesellschaft zu ernsten Problemen werden. Sie werden ständig Dingen ausgesetzt, für die sie emotional, moralisch, gesellschaftlich oder geistig noch nicht reif genug sind. Und sie haben weder die Selbstbeherrschung noch die Selbstbeschränkung, Probleme zu bewältigen, die sich aus diesen Informationen ergeben.

Es gibt einen allmählichen Verfall des Schamgefühls und einen allmählichen Verlust aller Selbstbeherrschung. Auch hierzu sagt Neil Postman wieder: „Indem sie Zugang zur ehemals verborgenen Frucht erwachsener Informationen haben, werden sie aus dem Garten der Kindheit vertrieben.“

Und wenn ihr euch die Kultur anseht, seht ihr das. Die ganze Kultur bewegt sich auf Homogenität in Stil, Kleidung, Sprache und Nahrung zu. Ich erinnere mich noch, als die Werbung von McDonalds auf Kinder zugeschnitten war. Jetzt nicht mehr. Kleidung, Nahrung, Sprache, Stil, Spiele, alles homogen. Das Ergebnis ist leider tragisch. Das Ergebnis sind Kinder, die nicht in der Lage sind, angemessen mit den Informationen, denen sie ausgesetzt sind, umzugehen. Und sie sind Gedanken und Einstellungen, Begierden und Verhaltensweisen ausgesetzt, mit denen sie einfach nicht umgehen können. Sie werden zu potenziell ernsten gesellschaftlichen Problemen zuhause, in der Schule und in der Gesellschaft. Und ich werde euch das durch einfache Statistiken zeigen. 1950 begingen 215 Mal so viele Erwachsene wie Kinder schwere Straftaten. Wenn ich hier von Kindern spreche, meine ich solche unter 14 Jahren, laut dieser Studie. Ich rede hier von schwerwiegenden Straftaten wie Mord, Vergewaltigung, schwere Körperverletzung und bewaffnetem Raubüberfall.

Okay, 1950 begingen 215 Mal so viele Erwachsene wie Kinder derartige Straftaten. Übrigens interessiert es euch vielleicht, dass 1950 im gesamten Jahr 170 Kinder in den Vereinigten Staaten von Amerika für schwere Straftaten verhaftet wurden … 170. Das war ein Prozentsatz von 0,0004 Prozent der Straftaten; Kinder begingen keine Straftaten.

Das hat sich verändert. Wie wollt ihr ein Kind in einer Welt ungezügelter Erwachsener zügeln, wenn Kinder alles wissen, was Erwachsene wissen? Zwischen 1950 und 1960 kam das Fernsehen, die elektronischen Medien entwickelten ihren Einfluss, die Dinge begannen, sich auszuweiten und die Welt wurde zugänglich. Es schien eine unschuldige Zeit zu sein, aber hier ist eine interessante Statistik. Im Jahr 1960 lag die Anzahl der schweren Straftaten, die von Erwachsenen begangen wurden, nur noch achtmal höher als die von Kindern. Innerhalb von zehn Jahren änderte das Verhältnis sich von 215:1 zu 8:1.

1980 lag die Rate bei 5:1.

Zwischen 1950 und 1980 gab es also einen Anstieg von elftausend Prozent in Straftaten, die von Kindern unter 14 Jahren begangen wurden. Und das bezieht sich auf schwere Straftaten; bei geringeren Straftaten lag der Anstieg bei achttausenddreihundert Prozent. Straftaten werden nicht mehr nur von Erwachsenen begangen. Aber das trifft auch auf alle anderen Dinge zu.

Wenn man sagen könnte, dass Amerika in einer Flutwelle von Verbrechen untergeht, so wurde diese Welle überwiegend von unseren Kindern erzeugt. Straftaten werden nicht mehr ausschließlich von Erwachsenen begangen, sondern von Kindern. Fast jeden Tag lesen wir in den Zeitungen über Verhaftungen von Kindern, die ebenso wie die Tennisspieler in Wimbledon immer jünger werden.

In New York City versuchte ein neunjähriger Junge, eine Bank zu überfallen. In Westchester County, New York, warf die Polizei im Juli 1981 vier Jungs die sexuelle Nötigung eines siebenjährigen Mädchens vor. Die mutmaßlichen Vergewaltiger waren ein 13-Jähriger, zwei 11-Jährige und ein 9-Jähriger; letzterer war die jüngste Person, die im Westchester County je wegen schwerer Vergewaltigung angeklagt wurde.

10-13-Jährige sind in einem noch nie dagewesenen Ausmaß an Straftaten beteiligt, die in der Regel von Erwachsenen begangen werden. Die Häufigkeit schwerer Straftaten hat die Jugendstrafgesetze sogar bis an ihre Grenzen gebracht. Das erste amerikanische Jugendgericht wurde 1899 im Staat Illinois gegründet und das Konzept des Jugendgerichts, das 1899 etabliert wurde, könnte noch vor Ablauf dieses Jahrzehnts ein Ende finden, weil der Gesetzgeber überall in den Vereinigten Staaten von Amerika eiligst versucht, Strafgesetze zu reformieren, damit Kinder, die Straftaten begehen, genauso wie Erwachsene behandelt werden.

In Kalifornien hat eine Gruppe, die vom Generalstaatsanwalt gebildet wurde, die Empfehlung ausgesprochen, Jugendliche, die für vorsätzlichen Mord verurteilt wurden, ins Gefängnis zu stecken, statt in die Jugendanstalt in Kalifornien, wo sie in der Vergangenheit immer untergebracht wurden. Eine weitere Empfehlung lautete, gewalttätige Straftäter als Erwachsene vor Gericht zu stellen.

In Vermont hat die Verhaftung von zwei Jugendlichen in Verbindung mit der Vergewaltigung, Folter und Tötung eines 12-jährigen Mädchen den Gesetzgeber des Bundesstaates veranlasst, eine Verschärfung aller Jugendstrafgesetze vorzuschlagen. In New York können Kinder zwischen 13 und 15 Jahren, die schwerer Straftaten angeklagt sind, jetzt vor Gerichte für Erwachsene gestellt werden und, im Falle einer Verurteilung, eine Gefängnisstrafe in voller Länge erhalten. Die Gefängnisse werden mit diesen jungen Leuten bevölkert sein.

In Florida, Louisiana, New Jersey, South Carolina und Tennesse wurden die Gesetze geändert, um eine Verlegung von Kindern zwischen 13 und 15 Jahren in Kriminalgerichte für Erwachsene zu vereinfachen, wenn die Straftat schwerwiegend genug ist. In Illinois, New Mexico, Oregon und Utah wurde die Privatsphäre, die normalerweise für Prozesse von Jugendlichen gilt, aufgehoben und Zeitungsreporter sind inzwischen regelmäßig bei allen Prozessen anwesend. Sie werden wie Erwachsene behandelt, weil sie wie Erwachsene handeln.

Diese beispiellose Veränderung sowohl in der Häufigkeit als auch Brutalität von Straftaten, die von Kindern begangen werden, deuten darauf hin, dass das Konzept der Kindheit uns rapide entgleitet. Unsere Kinder leben in einer Gesellschaft, in der weder der psychologische noch der gesellschaftliche Kontext die Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern betonen. In dem Ausmaß, in dem die Welt der Erwachsenen sich auf jede erdenkliche Weise den Kindern öffnet, werden sie zwangsweise die kriminellen Aktivitäten der Erwachsenen nachahmen. Nicht nur kriminelle Aktivitäten von Erwachsenen, sondern auch unmoralisches Verhalten von Erwachsenen. Und eine der Folgen davon ist, dass es einen Anstieg in Schwangerschaften bei Jugendlichen gegeben hat, das wissen wir alle. Geburten durch Teenager nehmen ständig zu, besonders in der Altersgruppe 13 bis 17. Jedes Jahr bringen Millionen von Teenagern uneheliche Kinder zur Welt. Gelegentlich lesen wir, dass 12- und 13-Jährige Kinder bekommen.

Alkohol, Drogen – Kinder konsumieren diese Dinge offensichtlich in großem Ausmaß. Die Statistiken sind überwältigend, ich werde nicht alle durcharbeiten. Ihr kennt sie.

Wir haben hier also ein gewaltiges Problem. Wir stehen vor einer Generation von Kindern, die allen Dingen im Übermaß ausgesetzt sind, die wie Erwachsene behandelt werden müssen, weil sie dieselben Informationen haben wie Erwachsene. Eltern versuchen nicht mehr, ihre Kinder unter Kontrolle zu bringen, sondern wurden vielmehr darauf gedrillt, ihre Kinder nicht körperlich zu züchtigen. Ihr dürft euer Kind unter keinen Umständen körperlich züchtigen. Und wenn irgendetwas mit euerem Kind nicht stimmt, müsst ihr verstehen, wo das Problem liegt. Das Problem ist nicht Sünde, sondern mangelndes Selbstbewusstsein. Ihr müsst also dazu beitragen, ihr Selbstbewusstsein aufzubauen.

Diese gewaltige Herausforderung, die Eltern von außen auferlegt wird, wird durch eine noch gewaltigere Herausforderung verschärft, die von innen kommt. Lasst uns zu der internen Herausforderung übergehen.

Was ich damit meine? Nun, Kinder mögen ignorant sein, wenn sie auf die Welt kommen, sie mögen naiv sein, sie mögen unerfahren und süß sein, aber sie sind nicht unschuldig in Bezug auf Böses. Die einfachste Art, das auszudrücken, wäre vielleicht, zu sagen, dass der Samen jeder bekannten Sünde tief im Herzen eines jeden Kindes gepflanzt ist. Der Samen jeder bekannten Sünde ist tief im Herzen eines jeden Kindes eingepflanzt. Hört mir jetzt gut zu, weil das sehr wichtig ist. Die Wahrheit lautet nicht, dass unsere Kinder vielleicht verkorkst werden, wenn irgendetwas nicht so läuft, wie es sollte. Unsere Kinder sind bereits schwer verkorkst, wenn sie auf die Welt kommen. Es ist nicht so, dass unsere Kinder geistlich und moralisch vom rechten Weg abkommen könnten, wenn die Dinge nicht nach unseren Wünschen laufen, sondern vielmehr so … hört mir gut zu ..., dass die Veranlagung, geistlich und moralisch auf Abwege zu geraten, zu sündigen, in ihrem Wesen verwurzelt ist. Und diese Veranlagung ist es, was sie treibt.

Sie kommen nicht auf die Welt und streben nach Gott und seiner Gerechtigkeit. Sie kommen auf die Welt und streben danach, ihre eigenen sündhaften Begierden zu erfüllen. Alles, was für die tragische Ernte erforderlich ist, ist einfach, dass man es Kindern gestattet, ihren schlimmsten Begierden Ausdruck zu verleihen. Wir reden ständig von Massenmördern und es gibt ständig Berichte über sie im Fernsehen. Wir reden über Pädophile, das schreckliche Verbrechen des sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltiger, homosexuelle Perversionen, lebenslanges, chronisches kriminelles Verhalten und die Menschen fragen ständig: Was ist diesen Leuten widerfahren, als sie klein waren? Was haben ihre Eltern ihnen angetan? Sie müssen in einem Umfeld aufgewachsen sein, in dem sie Missbrauch erlebt haben. Sie müssen sich in einer Situation befunden haben, wo sie missbraucht und misshandelt wurden. Die Frage wird immer wieder gestellt. „Was haben ihre Eltern ihnen angetan?“

Ich möchte euch etwas sagen. Massenmörder, Pädophile, Vergewaltiger, Perverse, lebenslange Kriminelle sind nicht das Produkt dessen, was ihre Eltern ihnen angetan haben, sie sind das Produkt dessen, was ihre Eltern nicht getan haben. Wenn ihr herumrennt und versucht, irgendein traumatisches Erlebnis im Leben eines Jeffrey Dahmer zu finden, als er ein Kind war, werdet ihr das vielleicht nicht finden. Wie erklärt man sich einen homosexuellen, mordenden Kannibalen? Was haben sie ihm angetan? Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, was haben sie nicht gemacht? Denn die Bibel sagt: „Torheit steckt dem Knaben im Herzen, aber die Rute der Zucht wird sie ihm austreiben.“

Seht ihr, in diesem Fall haben sie einfach uneingeschränkt ihrem sündhaften Verlangen nachgegeben. Das ist beängstigend, Leute, denn wenn Menschen diese kleinen Halunken in die Welt setzen, so süß sie auch sein mögen, und sich in keiner Weise verpflichtet führen, sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn zu erziehen oder die Rute einzusetzen, gestatten sie es den Kindern einfach, ihrer Verderbtheit uneingeschränkten Ausdruck zu verleihen und das wird sie zu katastrophalen Erwachsenen, vielleicht auch katastrophalen Kindern machen. Es ist nicht so, als ob Massenmörder und pädophile Kindesmörder durch ihre Eltern dazu gemacht wurden ... wisst ihr, dass viele von ihnen keinem Einfluss durch ihre Eltern ausgesetzt waren, dass viele von ihnen Pflegekinder waren?

Seht ihr, das Problem ist, dass sie zu dem wurden, was potenziell bei ihrer Geburt in ihnen steckte, weil man sie nie unterwiesen und in ihre Schranken gewiesen hat. Und, noch wichtiger, weil sie sich nie bekehrt haben.

Ich möchte euch nur ein paar Psalmen vorlesen, weil ich denke, dass sie wichtige Kriterien für unser Verständnis sind. In Psalm 58, Vers 4, heißt es: „Die Gottlosen sind abtrünnig von Mutterleib an, die Lügner gehen auf dem Irrweg von Geburt an. Ihr Gift ist wie Schlangengift.“ Hoppla … sie sind kleine Schlangen. „Otterngift ist unter ihren Lippen, sie sind verdorben, wenn sie aus der Gebärmutter kommen, sie sind von Geburt an Lügner.“ Das nennt sich völlige Verderbtheit, falls ihr nach einer theologischen Kategorie dafür sucht.

In Psalm 51,7 sagt David: „Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“ Damit meint er nicht, dass er ein uneheliches Kind war, das war er nicht. Er meinte, dass er vom Moment seiner Empfängnis bis zu seiner Geburt schlecht war. Ich möchte euch etwas sagen. Die völlige Verderbtheit eures Kindes zu verstehen ist eine wichtige praktische Grundlage für eure Kindeserziehung. Man kann verderbte Menschen in gewissem Maße unter Kontrolle bringen, indem man sie Moral lehrt und sie auf korrekte Weise bestraft, auf liebevolle Weise, aber dennoch streng. Ihr könnt eure Kinder unter Kontrolle bringen, aber letztendlich wollt ihr sehen, dass sie von der Dunkelheit ins Licht wechseln, nicht wahr? Ihr wollt sehen, dass ihre Herzen verwandelt werden, damit sie nicht mehr die Sünde lieben, sondern die Gerechtigkeit. Statt ihren bösen Begierden uneingeschränkten Ausdruck zu verleihen, werden sie dann das zum Ausdruck bringen wollen, was Gott ehrt.

All diese psychologischen Analysen all dieser Kriminellen, bei denen versucht wird, herauszufinden, was jemand ihnen angetan hat, erfassen nicht, worum es wirklich geht. Es geht nicht darum, was ihnen jemand angetan hat, sondern darum, was jemand nicht getan hat. Niemand hat sich mit ihnen auseinandergesetzt. Niemand hat sie mit ihrer Bosheit konfrontiert. Niemand hat ihnen den göttlichen Maßstab gezeigt. Niemand hat sie unter Androhung von körperlicher Züchtigung, natürlich auf eine liebevolle und bekräftigende Weise, zur Einhaltung dieses göttlichen Maßstabs angehalten. Und vor allen Dingen hat niemand sie zur Kenntnis Gottes durch Jesus Christus geführt, damit sie eine übernatürliche Kraft gehabt hätten, die sie im Zaum hält.

In praktischer Hinsicht ist es in Wirklichkeit recht unbedeutend, was ihr mit euren Kindern tut. Welchen kleinen Plan ihr für sie aufstellt oder auch nicht, darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass ihr eure gefallenen, sündhaften Kinder zur verwandelnden Gnade Jesu Christi führt. Darum geht es. Ich weiß, dass ihr diesen Gedanken hasst, und auch ich hasse ihn, wenn ich an meine kostbaren Kinder und Enkelkinder denke, aber Gott hat uns keine heiligen kleinen Engel gegeben, die wir mit Samthandschuhen anfassen sollen, damit sie nicht auf Abwege geraten. Sie sind keine heiligen kleinen Engel, die mit Samthandschuhen angefasst werden sollen, damit sie nicht verdorben werden, sie sind verdorbene kleine Sünder, die zu Heiligen gemacht werden müssen.

Wenn ihr damit Probleme habt, erkennt einfach an, dass eure Kinder eine Miniausgabe von euch sind.

Die Welt erkennt diese Katastrophe. Und die Welt sagt: „Was sollen wir tun? Wir haben dieses enorme Problem mit diesen Kindern, sie sind außer Kontrolle. Sie sind zornig, nicht wahr? Meine Güte, wir haben eine zornige Generation. Hört euch nur ihre Musik an. Seht euch ihre Filme an. Rache, Zorn, Brutalität, Feindseligkeit.“ Und auf wen sind sie am zornigsten? Auf ihre Eltern, die sie frustriert haben, genau die Sache, die Eltern laut Epheser 6,4 nicht tun sollen und die sie bitter und zornig gemacht hat.


Was wird die Welt tun? Nun, alle Psychologen sind zusammengekommen und haben eine Lösung entwickelt. Eine Lösung direkt aus der Hölle … die Lösung ist mangelndes Selbstwertgefühl. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet funktioniert das wunderbar. Die Menschen werden kommen und sich von euch anhören, wie wunderbar sie in Wirklichkeit sind. Ihr verdient viel Geld daran. Sie sagen, das Problem liegt darin begründet, dass sie keine echte Selbstachtung haben, sie sind nicht wirklich stolz auf sich selbst und sie müssen sich selbst als gute, großmütige, wunderbare Menschen sehen. Sie müssen sich selbst lieben.


Also nimmt man all diese jungen Leute und sagt: „Ihr müsst euch nur selbst lieben, so wie ihr seid, ihr müsst euch so akzeptieren, wie ihr seid und euch in eurer Haut wohlfühlen.“ Und ihr facht das Feuer einfach weiter an, denn alles, was sie bereits wollen, ist, ihren eigenen Willen und ihren Weg durchzusetzen, nicht wahr? Und ihr sagt ihnen einfach, dass dieses Verhalten gerechtfertigt ist.

Der Newhouse News Service versandte kürzlich einen Artikel an abonnierende Zeitungen. Der Titel lautete: „Erinnerung an Kalifornien … Selbstwertgefühl aufgeben.“ Interessanter Artikel. Darin stand Folgendes: „Es war modern, diese Probleme geringer Selbstachtung zuzuschieben und davon auszugehen, dass Menschen, die sich selbst nicht mögen, nicht genügend Anreiz haben, um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Aber das ist falsch“, sagt ein Psychologe und Professor und Autor, der Jahre damit verbracht hat, die Entscheidungen zu untersuchen, die Menschen treffen, „das Problem ist viel einfacher“, sagt er, „es ist eine Frage der Selbstbeherrschung.“ Er sagt, das Problem ist, dass sie nicht wissen, wie man Selbstbeherrschung übt.

Jetzt kommt er der Realität schon ziemlich nah, nicht wahr? Das Problem ist nicht, dass sie mehr Selbstachtung brauchen, sondern mehr Selbstbeherrschung. Dieser Autor und einige andere, die Druck auf den Bundesstaat Kalifornien ausüben, sind zu der Schlussfolgerung gelangt, dass „die Entwicklung von Selbstbeherrschung mehr Gutes für Menschen tun wird als alles andere und dazu beitragen wird, sie vor Schwierigkeiten zu bewahren.“ Das ist ganz offensichtlich, oder?

Wenn ihr Selbstbeherrschung habt, werdet ihr euch beherrschen und nicht außer Kontrolle sein. Dieser Psychologe und Professor sagt also: „Wenn wir Selbstachtung streichen und durch Selbstbeherrschung ersetzen, wären Kinder besser dran und die Gesellschaft im Allgemeinen wäre besser dran.“

Dem stimme ich zu. Ich stimme zu. Aber sie prangern die Tatsache an, dass man uns allen gesagt hat, wir müssten ihr Selbstwertgefühl steigern, ihnen helfen, sich in ihrer Haut wohlzufühlen. In diesem Artikel steht Folgendes, was ich sehr interessant finde: „Beim Durchblättern einer angesagten Elternzeitschrift werdet ihr zum Beispiel lesen: ‚Wir müssen mit uns selbst zufrieden sein, bevor wir fähig sind, unseren Kindern wirklich etwas zu geben.‘“ Oh, die Eltern müssen also auch wirklich an ihrem Stolz arbeiten. Und dann sagt er: „Das ist einer der eingängigsten philosophischen Stilfiguren der Selbstachtungsbewegung, Ichbezogenheit als Uneigennützigkeit.“

Das kommt in der Hymne von Whitney Houston auf besonders populäre Weise zum Ausdruck – ihr wusstet nicht, dass Whitney Houston eine Hymne hatte, oder? Aber das hat sie. Ihr habt sie sicherlich schon gehört, „The greatest love of all“ (~Die größte Liebe von allen). Kennt ihr den Text? „Jeder sucht nach einem Helden, Menschen brauchen jemanden, zu dem sie aufschauen können, ich habe nie jemanden gefunden, der meine Bedürfnisse gestillt hat [...], deshalb habe ich gelernt, mich auf mich selbst zu verlassen [...], die größte Liebe von allen ist leicht zu erreichen, zu lernen, sich selbst zu lieben, das ist die größte Liebe von allen.“ Das ist die Nationalhymne der Selbstachtung.

Dieses Lied erreichte übrigens Doppel-Platin-Status, falls euch das interessiert. Es wurde zu einem zentralen Bestandteil der Shows in der Superbowl-Halbzeit, bei opulenten Veranstaltungen der Olympischen Spiele und es ist ein Lied zum Mitsingen in Schulversammlungen.

Infolge dieser Betonung auf Selbstwertgefühl muss man jedem Kind nachgeben, denn jedes Kind hat ein Recht darauf, sich auszudrücken, damit es sich in seiner Haut wohlfühlt. Und das eskaliert nur das Verhalten, das bereits außer Kontrolle ist.

Wisst ihr, wie die Schulen sich dem anpassen? Das ist faszinierend. Sie haben ihre Maßstäbe außer Kraft gesetzt … stellt euch das einmal vor … Noten abgeschafft und bei Beurteilungen objektive Tatsachen durch subjektive Gefühle ersetzt. Ich werde euch eine Illustration geben. Im öffentlichen Schulsystem wird eine neue Technik eingesetzt, die sich „fantasievolle Rechtschreibung“ nennt. Ich habe das jahrelang getan, aber niemand hat das kreative Genie darin gesehen. Es wird „fantasievolle Rechtschreibung“ genannt und hat sich weit verbreitet, es ist sehr beliebt geworden. Und dieses System gestattet es Schülern, Wörter auf jede Weise zu buchstabieren, die ihnen richtig erscheint. Denn das Wichtigste ist, dass sie sich gut fühlen. Ihr zieht also eine Generation von Leuten groß, die auf Selbstverwirklichung, Selbstachtung und Sich-in-seiner-Haut-wohlfühlen ausgerichtet sind … und ihr denkt, das wird kriminelles Verhalten beheben?

Stellt euch einmal eine Szene in einem Gerichtssaal vor. Der Angeklagte sagt: „Es tut mir leid, Euer Ehren, ich habe einfach … ich habe einfach zu sehr in Gedanken gelebt, es war, als ob mein Verstand mich am Hals gepackt hätte und ich einfach nicht richtig fühlen konnte.“ Ich sage euch, Selbstachtung kann dieses kleine Monster nicht unter Kontrolle bringen, sie facht das Feuer nur noch mehr an, weil sie die Sünde der Hochmut nährt.

Worin liegt also die Lösung? Zurück zu Epheser 6 und der Antwort: „Und ihr Väter“, und hier spricht er eigentlich sowohl Väter als auch Mütter an, „reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“

Lasst uns jetzt von vorne anfangen. Was müssen wir tun, um das zu verändern? Zum einen gibt es die äußere Welt, die sie beeinflusst, und diese innere Korruption, die ungezügelt zugelassen wird, und beide kollidieren mit tragischen Folgen miteinander. Und was ist eure Aufgabe? Eure Aufgabe besteht darin, dieses kleine Wesen im Gesetz Gottes zu unterrichten und sie zur Kenntnis von Jesus Christus zu führen, nicht wahr? Ihr seid ein Evangelist in eurem eigenen Heim, ihr seid vor allen Dingen ein Evangelist.

Es sind im Großen und Ganzen nicht die Dinge, die ihr euren Kindern antut, die sie auf Abwege geraten lassen, sondern die Dinge, die ihr nicht tut. Was sollt ihr also tun? Erstens müssen Kinder wissen, dass sie Sünder sind. Sie müssen ohne jeden Zweifel wissen, wie tief diese Sünde in ihrem Wesen verankert ist. Sie müssen darin unterrichtet werden, dass sie Impulse verspüren werden, die falsch und unrechtmäßig sind, die Gott entehren und symbolisch sind für die Tatsache, dass sie von Gott entfremdet sind. Und wir müssen ihnen die Folgen dieser Sünde klar vor Augen führen. Wenn ich davon rede, meine ich die Verwirkung des Segens, Schwierigkeiten im Leben, Tod und ewige Hölle … Kinder müssen das wissen. Kinder müssen mit der Wahrheit der Sünde, der Wahrheit des Todes und der Wahrheit der Hölle evangelisiert werden. Wenn ihr das Evangelium verkündet, jedes Mal, wenn ihr irgendjemandem das Evangelium verkündet, muss es mindestens 75 Prozent Gesetz und Gericht enthalten und 25 Prozent Gnade und Vergebung, nicht wahr? Denn ihr könnt nicht Gnade und Vergebung verkünden, wenn die Menschen das Gesetz und Gericht nicht verstehen. Eure Kinder müssen das verstehen, sie müssen sehr viel mehr wissen als „Jesus will dein Freund sein“.

Sie müssen Gottes Gesetz kennen. Sie müssen wissen, dass sie dagegen verstoßen haben, dass sie alleine nicht in der Lage sind, dieses Gesetz einzuhalten, um Gott zu gefallen. Sie können es äußerlich einhalten, weil ihr das erzwingt, aber ihr Herz muss verwandelt werden, da sie ansonsten sterben und im ewigen Feuer zugrunde gehen. Die Evangelisation von Kindern unterscheidet sich in keiner Weise von der Evangelisation aller anderen Menschen.

Eines der Dinge, für die ich in meinem Leben so dankbar bin, ist, dass ich das Privileg hatte, meine Kinder zu meinen Füßen zu haben, während ich Erwachsenen predigte. Sie verstehen, dass das Evangelium, dass ich jedem gepredigt habe, auch das Evangelium ist, das für sie gilt. Wenn ich über Gesetz und Gericht gepredigt habe, haben sie das gehört. Wenn ich über die Hölle gepredigt habe, haben sie das gehört. Wenn ich über Gnade gepredigt habe, haben sie das gehört. Es gibt keine andere Botschaft für sie. Es gibt keine weiche Verkaufstaktik für Kinder.

Jonathan Edwards sagte, wann immer er Kindern predigte, suchte er sich dazu vorzugsweise das Thema der Hölle aus, denn: „Es ist leichter, ein Kind in Angst und Schrecken zu versetzen als einen Erwachsenen, indem man ihm schreckliche Dinge vor Augen führt.“

Kinder sollten Angst vor der ewigen Strafe haben, nicht wahr? Das ist eine erschreckende Realität. Kinder sind empfänglicher für diese Schrecken und auch empfänglicher für die einnehmenden Herrlichkeiten des Himmels. Das solltet ihr nicht auslassen. Sie sind empfänglicher für die Wahrheit und empfänglicher für Irrtümer, nicht wahr? Euer kleines Kind macht sich auf den Weg in die Schule und glaubt größtenteils alles, was ihm irgendeine Autorität erzählt. Solange sie noch Kinder sind, ist es ebenso leicht, sie zur Wahrheit zu führen, wie sie auf Abwege zu führen.

Eure Kinder müssen wissen, dass Gott jeden Tag zornig auf die Bösen ist, und das schließt sie mit ein. Er ist zornig mit ihnen. Er ist zornig auf ihre Sünde. Er ist zornig auf ihre Sünde und wird sie in der Hölle bestrafen, wenn ihnen nicht durch ihren Glauben an Jesus Christus vergeben wird. Das müssen sie begreifen. Sie müssen auch begreifen, dass ihre Sünden, wenn sie ihr Vertrauen in Jesus Christus setzen, vergeben werden und sie keine Angst haben müssen, sondern in Hoffnung und in der Freude des Himmels leben können. Die erste Aufgabe von Eltern besteht also darin, das ewige Heil ihrer Kinder energisch zu verfolgen.

Ich möchte an dieser Stelle einige Dinge zusammenfassen. Vergesst nicht, dass eure Kinder das heilbringende Evangelium nicht kennen, ihr müsst es ihnen erzählen. Sie sind sündhaft und kennen keine Furcht vor den Konsequenzen ihrer Sünde. Die haben sie nicht. Ihr könnt das verstärken durch Konsequenzen, die ihr ihnen auferlegt, wenn sie gegen das Gesetz Gottes verstoßen, und die ihr in eurer Familie auf sie anwendet. Eure Kinder sind egoistisch und selbstbezogen und hochmütig. Es verlangt sie nach weltlichen Gelüsten. Sie sind leichtfertig und gedankenlos in Bezug auf ernste Angelegenheiten. Sie werden von der Welt um sie herum beeinflusst und werden in großem Maße von bösen Freunden beeinflusst. Sie können den Segen des Heils nicht verstehen. Sie können die Freuden der Bekehrung nicht verstehen, wenn sie sie nicht in eurem Leben sehen.

Kinder zu Gott zu führen ist also eine kolossale Aufgabe, aber eine spannende. Sollten wir die Dinge vereinfachen? Sollten wir die Botschaft verkürzen, wenn wir Kindern das Evangelium beibringen? Es gibt keinen biblischen Grund, das zu tun. Ihr solltet Terminologie verwenden, die sie verstehen können. Ihr solltet klar und sehr geduldig sein, während ihr die Botschaft kommuniziert. Ihr solltet sie nicht in einer Fülle von Floskeln ersticken. Ihr solltet sie nicht unter dem Gewicht irgendeines gewichtigen, komplizierten Arguments erdrücken.

Aber wenn die Schrift sich dazu äußert, wie man seine Kinder evangelisiert und sie unterrichtet, liegt die Betonung auf Gründlichkeit. Woher ich das habe? Hört euch einmal 5. Mose 6,6-7 an: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“

Mit anderen Worten sollt ihr sie einfach ständig in der Wahrheit über Gott unterweisen und über das Gericht, über Gnade und Vergebung und Errettung … wenn ihr aufsteht, euch hinsetzt, euch niederlegt und unterwegs seid. Gründlich … ihr müsst nicht verwirrend und kompliziert sein, aber ihr solltet auch nicht zu simpel sein.

Kinder können erst errettet werden, wenn sie alt genug sind, um das Evangelium deutlich zu verstehen und es mit wahrem Glauben anzunehmen. Aber ihr fangt an, sie zu unterweisen, sobald ihr könnt, und Gott weiß, wann das Herz eines Kindes so weit ist. Die Leute fragen mich immer: „In welchem Alter?“ Das ist bei jedem Kind anders und je nach Umständen anders. Aber Kinder müssen reif genug sein, um Sünde und Gerechtigkeit zu verstehen, um Buße und Glauben zu verstehen, um Strafe zu verstehen. Sie müssen alt genug sein, um die Ernsthaftigkeit ihrer Sünde zu verstehen, das Wesen von Gottes heiligem Maßstab. In welchem Alter? Das variiert von Kind zu Kind. Aber am Anfang fangt ihr einfach damit an, sie immer wieder zu unterweisen und während sie dieses Verständnis entwickeln, wird Gott sein Werk tun, wenn sie zu diesem Punkt des Verständnisses kommen.

Ich nenne das gerne „Schritte in Richtung Gott.“ Und jedes Mal, wenn eure Kinder einen Schritt in Richtung Gott tun und sagen „Mama oder Papa … ich will Jesus in mein Herz bitten“, bekräftigt ihr das. Ihr bekräftigt das. Gott weiß, wenn das zu echtem Glauben erblüht. Ihr bekräftigt jeden dieser Schritte.

Verweichlicht den Teil der Botschaft, der sich unangenehm anhört, nicht. Redet über die Hölle und das Gericht, redet über das Blut Christi, redet über das Kreuz und Sühne für Sünden. Schwächt die Anforderungen für ein Bekenntnis zu Christus oder die Kapitulation vor seiner Herrschaft nicht ab. Sie müssen das alles wissen.

Ich werde damit abschließen, was wir ihnen konkret sagen sollen. Welche Art von aufeinanderfolgenden Informationen gebe ich ihnen? Ich möchte euch eine kurze Gliederung geben, die ihr benutzen könnt. Wenn ihr eine eigene Ausgabe davon haben möchtet, könnt ihr sie in meinem Buch Faith Works finden.

Erstens, lehrt sie Gottes Heiligkeit … lehrt sie Gottes Heiligkeit. Lehrt sie, Gott zu fürchten, dass Gott ein heiliger Gott ist, der nichts Böses ansehen kann, dass Gott ohne Sünde ist, ohne Fehler, dass Gott nie etwas Falsches tut, etwas Falsches sagt oder etwas Falsches denkt. Gott ist vollkommen heilig. Fangt damit an. Fangt nicht mit „Gott liebt dich und will dein Freund sein“ an. Fangt mit Gottes heiligem Maßstab an, „Denn ich bin der HERR, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig“, 3. Mose 11,44-45, fangt hiermit an. Fangt mit Josua 24,19 an: „Ihr könnt dem HERRN nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifersüchtiger Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht dulden wird.“ Oder 1. Samuel 2,2: „Niemand ist heilig wie der HERR.“ Oder 1. Samuel 6,20: „Wer kann bestehen vor dem HERRN, diesem heiligen Gott?“ Oder 1. Petrus 1,16: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ Beginnt mit der Heiligkeit des Herrn. Zeigt ihnen, dass Gott absolut heilig ist und einen absolut heiligen Maßstab festgelegt hat. Matthäus 5,48: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ Und fragt sie, ob sie vollkommen sind, wie Gott? Sie wissen, dass sie es nicht sind.

Weil Gott heilig ist; sagt ihnen, dass Gott die Sünde hasst. Gott hasst Sünde. 2. Mose 20,5: „Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen.“ Sagt ihnen, dass Gott zornig ist auf Sünder. Er hasst Sünden. Und sagt ihnen, dass Sünder nie in der Lage sein werden, vor Gott zu bestehen. Psalm 1,5: „Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht.“

Gott hat also einen heiligen Maßstab, damit beginnt ihr. Zweitens, zeigt ihnen ihre eigene Sünde. Zeigt ihnen ihre Sünde, damit sie verstehen, dass sie diesen göttlichen Maßstab verfehlt haben. Sagt ihnen, dass das Evangelium ein Heilmittel für die Sünde ist, dass die ganze Betonung der guten Nachricht darauf liegt, dass es sich um eine Botschaft der Vergebung für einen Menschen handelt, der andernfalls verdammt wäre und für immer in der Hölle schmoren würde. Sagt ihnen, dass Gott ihnen Vergebung gewährt. Zeigt ihnen das in eurem Umgang mit ihnen, indem ihr einen Maßstab festlegt und sie auf diesen Maßstab verpflichtet, indem ihr nachsichtig handelt, wenn sie Kummer und Buße demonstrieren.

Erlösung bringt viele Begleiterscheinungen mit sich, aber die wichtigste davon ist die Vergebung der Sünden. Ihr solltet ihnen also ihre Sünde zeigen. Ihr fragt: „Wie tue ich das?“ Nun, ihr könnt über spezifische Sünden reden, schlechte Einstellungen, Worte, Lügen, Nichterfüllung von Pflichten, die ihnen auferlegt worden waren, mangelnden Respekt oder dem Ansehen ihrer Eltern zu schaden. Aber darüber hinaus solltet ihr über die Tatsache reden, dass alles in ihrem Leben, egal, wie gut sie zu sein versuchen, nicht an den perfekten Maßstab heranreicht und deshalb sind sie Sünder bis in ihr Innerstes und laufen Gefahr, in der Hölle zu landen.

Sagt ihnen, dass sie nicht alleine sind, dass jeder in derselben Situation ist, damit sie nicht denken, dass ihr sie einfach übel behandelt und sie damit absondert von einer Welt netter Menschen, während sie selbst das nicht sind. Sagt ihnen, dass alle sich in derselben Situation befinden. Sagt ihnen, dass es eine Zeit gab, als ihr auch in derselben Situation wart. Dass ihr, bevor ihr euch zu Jesus Christus bekehrt habt und Vergebung für eure Sünden empfangen habt, in genau derselben Situation wart, in der sie jetzt sind.

Seht ihr, Jesus sagte in Markus 2,17: „Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“ Sie müssen wissen, dass sie Sünder sind, aber sie müssen auch wissen, dass Jesus gekommen ist, um sie zu rufen. Und erinnert sie daran, dass jeder im selben Boot sitzt. Erklärt ihnen Römer 3,10-18: „Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt.“

Und jetzt habt ihr ihnen ihre Sünde gezeigt. Ihr habt ihnen gesagt, dass Gott diese Sünde hasst. Und ihr habt ihnen gesagt, dass jeder in derselben Situation ist. Jetzt müsst ihr ihnen sagen, dass sie nichts tun können, um sich ihre Errettung zu verdienen. Das ist wichtig. Sie können nichts tun, um sich ihre Errettung zu verdienen. Sagt ihnen, dass sie sich in einer ernsten Lage befinden, aus der sie sich alleine nicht lösen können. Eure Sünden haben Gott gekränkt, ihr könnt euch nicht selbst vergeben. Er muss euch vergeben.

Jesaja 64,5 ist ein guter Vers: „Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid.“ Mit anderen Worten, das beste Resultat, das wir hervorbringen können, ist Schmutz. Erwähnt Römer 3,20 ihnen gegenüber: „Weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann“; in Galater 2,16 steht das gleiche.

Mit anderen Worten, sagt ihnen, dass Sünder, wie alle anderen Menschen es auch sind, nichts tun können, um sich ihre Errettung zu verdienen, denn sie werden wahrscheinlich sagen: „Gut, ich werde versuchen, mich zu bessern.“ Das reicht einfach nicht. Erinnert sie daran, dass sie sich in einem hilflosen Zustand befinden … hilflos. Sie können sich nicht selbst helfen.

Das ist der Punkt, an den ihr sie bringen wollt. Sich Gottes heiligen Maßstabs bewusst, ihrer Sünden bewusst und hilflos als Sünder vor einem heiligen Gott. Und der dritte wichtige Punkt, nachdem ihr ihnen von Gottes Heiligkeit erzählt und ihnen ihre Sünde gezeigt habt, ist, sie in Christus zu unterweisen und darin, was er getan hat … sie in Christus und seinem Werk zu unterweisen. Das ist ganz offensichtlich, erzählt ihnen die gute Nachricht. Erzählt ihnen die Geschichte von Jesus. Sagt ihnen, dass er ein ewiger Gott ist. Sagt ihnen, dass das Wort Fleisch wurde und unter uns weilte, dass Gott Menschengestalt annahm und auf die Welt niederkam, dass Gott so liebevoll ist, dass er bestrebt war, eben die Sünder zu retten, die von ihm entfremdet waren. Ja, sagt ihnen, dass Jesus der ewige Gott ist, sagt ihnen, dass Jesus Herr über alle ist. Erzählt ihnen von Offenbarung 17,14, dass er der Herr der Herren und der König der Könige ist. Erzählt ihnen von Philipper 2,9-11, dass Gott ihn über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen hat, der über allen Namen ist, den Namen „Herr“, und dass bei diesem Namen jedes Knie sich beugen sollte und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters. Erzählt ihnen von Apostelgeschichte 10,36, wo es heißt, dass er Herr über alle ist. Sagt ihnen, dass dieser ewige Gott, der Herr über alle ist, Mensch wurde, wie in Philipper 2,6-7 beschrieben. Sagt ihnen, dass er auf die Welt kam und Menschengestalt annahm. Sagt ihnen, dass er ein reines und sündloses Leben geführt hat. Hebräer 4,15: „[Einer], der in allem versucht worden ist […], doch ohne Sünde.“ 1. Petrus 2,22: „Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden“; 1. Johannes 3,5: „In ihm ist keine Sünde.“ Sagt ihnen, dass der ewige Gott, der Herr über alle ist, Mensch wurde und absolut sündenlos war. Und sagt ihnen dann, dass er zum Opfer für unsere Sünden wurde.

Ich liebe 2. Korinther 5,21: „Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Gottes würden.“ Sagt ihnen, dass Jesus zum Opfer für uns wurde, dass er Gottes Zorn auf sich genommen hat. Sagt ihnen, dass er sein Blut vergossen hat und als Sühneopfer für unsere Sünde starb. Und dass sein Tod am Kreuz Sündern einen Weg zur Errettung eröffnete. Erklärt ihnen, dass er starb, weil er unsere Sünde auf sich geladen hatte.

Und dann erzählt ihnen von der Auferstehung. Erzählt ihnen, dass er um unserer Übertretungen willen dahingegeben wurde und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt wurde, Römer 4,25. Sagt ihnen, dass er aus dem Grab auferstanden ist, um zu zeigen, dass er tatsächlich für unsere Sünden bezahlt hatte und die Gerechtigkeit Gottes befriedigt hatte, dass er die Sünde, den Tod und Satan besiegte. Erzählt ihnen die Geschichte von Jesus. Nicht nur die kleinen Geschichten, seine Gleichnisse oder seine Begegnungen mit Menschen, erzählt ihnen die zentrale Geschichte.

Und als Viertes, erzählt ihnen, was Gott von ihnen als Reaktion erwartet. Und was ist das? Kurz gesagt bußfertiger Glaube. Buße zu tun und Jesus als Herrn und Erretter zu vertrauen. Erzählt ihnen von Apostelgeschichte 17,30: „Jetzt aber gebietet er [Gott] allen Menschen überall, Buße zu tun.“ Tut Buße und bekehrt euch zu Gott, heißt es in Apostelgeschichte 26,20. Sagt ihnen, sie sollen sich von ihrer Sünde abwenden und Gott bitten, ihnen durch Christus zu vergeben. Sagt ihnen, sie sollen auf Jesus vertrauen, glauben, dass er für sie gestorben ist und sie retten wird. Apostelgeschichte 16,31: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden.“ Haltet sie dazu an, ihr Vertrauen in Christus zu setzen. Sagt ihnen, sie sollen den Herrn suchen, solange er zu finden ist, und es nicht aufzuschieben. Fleht sie an, sich auf diese Weise mit Gott zu versöhnen.

Ihr fragt: „Wie früh soll ich das tun?“ Früh. Sie werden positiv reagieren, wenn das in einem liebevollen Umfeld geschieht. Fahrt einfach immer fort, das zu tun; nur Gott weiß, wann das zu ihrem Glauben wird und nicht nur euer Glaube, der für sie akzeptabel ist. Kinder zur Errettung zu führen ist nicht anders, als Erwachsene zur Errettung zu führen … nicht anders. Dasselbe Evangelium, aber das Herz von Kindern ist sanfter, begieriger, empfänglicher, weil es nicht angefüllt und vollgestopft ist mit jahrlangem Egoismus, Weltlichkeit und kultivierten Begierden. Was für ein gewaltiges Privileg ihr habt, eure Kinder zu Christus zu führen.

Hier ist ein Brief eines Vaters aus dem 19. Jahrhundert an seine Kinder. „Meine lieben Kindern, nie habe ich einen wahrhaft feierlicheren oder interessanteren Moment erlebt als den, in dem mein erstgeborenes Kind in meine Arme gelegt wurde und ich das Gefühl hatte, ein Vater zu sein. In diesem Moment entstand eine neue Freude in meinem Herz, die seither mit jedem Tag stärker geworden ist. Ich habe gen Himmel geschaut und über meinem Baby die Fürbitte Abrahams für seinen Sohn gesprochen. ‚Ach, daß Ismael vor dir leben möchte.‘ Ich erkannte in diesem hilflosen kleinen Wesen, das so spät in unsere Welt gekommen war, ein Geschöpf, das für die Ewigkeit geboren wurde und das, wenn die Sonne erlischt, entweder im Himmel schweben oder in der Hölle sinken würde. Ich kehrte in mein Kämmerchen zurück zur privaten Anbetung und widmete das Kind feierlich dem Gott, der mir dieses kostbare Leben geschenkt hatte. Und ich betete aufrichtig, dass er, egal, welches Schicksal ihn auf dieser Welt ereilen würde, Teilhaber der wahren Herrlichkeit und ein Mitbürger der Heiligen in ewiger Herrlichkeit sein würde.“

Der Vater fährt fort. „In den Tagen eurer Kindheit habe ich euch zusammen mit eurer Mutter beobachtet, mit all der Zärtlichkeit elterlicher Liebe. Wir haben euch angelächelt, als ihr geschlafen habt. Wir haben euretwegen geweint, als ihr euch hin- und hergeworfen habt in fiebriger Unruhe und voller Schmerzen. Wir haben uns als Zuschauer bei euren kindlichen Sportveranstaltungen gefreut. Wir haben voller Freude die Entwicklung eurer intellektuellen Fähigkeiten mit angesehen und oft mit gewissem Stolz den Belobigungen zugehört, die auf euch ausgesprochen wurden. Aber inmitten von alldem hat uns eine große Besorgnis erfasst, von der uns nichts jemals ablenken könnte und die nichts lindern könnte, und das war eine tiefsitzende Angst um euer geistliches Wohlbefinden, ja für eure Errettung. Ihr könnt nicht anzweifeln, meine Kinder, dass eure Eltern euch lieben. In all euren Erinnerungen haben wir ein Zeugnis dafür, wir haben, wie ihr wisst, alles getan, um euer geistliches Wohlbefinden zu fördern und, sofern das mit diesem Ziel vereinbar war, auch eure Gelüste. Wir haben euch nie eine Freude versagt, die wir euch im Rahmen unserer Pflichten und Fähigkeiten gewähren konnten. Und wenn wir euch zu irgendeinem Zeitpunkt streng zurechtgewiesen haben, war auch das eine intime Art der Liebe. Wir haben keine Kosten für eure Bildung gescheut. Kurz gesagt, Liebe und intensive Liebe, die ihr euch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausreichend vorstellen könnt, war die geheime Quelle all unseres Verhaltens euch gegenüber. Und als stärkster Beweis und reinste Bemühung unserer Liebe möchten wir, dass ihr Teilhaber unserer Heiligkeit seid. Haben wir diese Sorge nicht gehegt? Wir würden das Gefühl verspüren, dass wir bei allen anderen Ausdrucksformen der Rücksichtnahme eine grausame und unnatürliche Rolle gespielt hätten.“

Damit meint er mit anderen Worten, wenn wir dieses Gefühl nicht verspüren würden, hätten wir das Gefühl, grausam zu sein.

„Aufrichtige Liebe begehrt und bemüht sich für das Objekt, auf das sie gerichtet ist, um den größten Nutzen, zu dem es fähig ist. Und da ihr die Fähigkeit habt, Gott zu dienen, euch an ihm zu erfreuen und ihn zu verherrlichen, wie können wir euch wirklich lieben, wenn wir nicht diese höchste und heiligste Auszeichnung für euch begehren? Wenn wir nicht alle Gebete, Wünsche und Bemühungen auf eure persönliche Errettung konzentrieren würden, hätten wir das Gefühl, dass unsere Liebe sich in Lappalien erschöpft hat und sich von Objekten gewaltiger, unendlicher, ewiger Konsequenzen entfernt hat.“

Er schreibt: „Fast jedes Elternteil hat irgendein Objekt, das er sich mehr als alles andere für seine Kinder wünscht. Unser höchstes Ziel für euch ist es, dass ihr, egal, in welcher Situation ihr euch befindet, diese mit der Schönheit der Heiligkeit zieren möget und die damit verbundenen Pflichten unter dem Einfluss christlicher Grundsätze ausüben mögt. So sehr wir euch auch Achtbarkeit im Leben wünschen, würden wir euch lieber in der finstersten, sogar niedrigsten Situation, sehen, vorausgesetzt, ihr wärt Teilhaber der wahren Heiligkeit, als euch auf der höchsten Spitze der Ruhmeshalle zu sehen, das Objekt universeller Bewunderung, wenn es euren Herzen gleichzeitig an der Furcht des Herrn mangelte.“

Er fährt weiter fort: „Wir haben für eure Errettung unaufhörlich zu Gott gebetet. Sobald ihr der Vernunft zugänglich wart, haben wir euren Verstand mit religiöser Unterweisung erleuchtet. Ihr könnt euch nicht einmal an die Zeit erinnern, als diese Bemühungen begannen. Haben wir euch nicht unterwiesen und gewarnt und ermahnt und ermutigt, als wir euch den schmalen Pfad, der zum ewigen Leben führt, aufgedeckt haben? Wie könnten wir es ertragen, zu sehen, dass unsere Kinder einen anderen Weg wählen als den der Weisheit und einen anderen Weg als den des Lebens? Wie könnten wir den Anblick ertragen, dass ihr auf dem breiten Weg entlanggeht, der zur Zerstörung führt, und mit der breiten Masse lauft, um Böses zu tun? O Gott, verstecke uns vor diesem traurigen Anblick im Grab, und bevor diese Zeit kommt, bette uns zur Ruhe, hole uns hier weg, bevor wir das je mit ansehen müssen. Wie würde es unsere letzten Momente verbittern und unser Sterbebett mit Dornen spicken, euch unbekehrt auf der Erde zurückzulassen, uns ins Grab zu folgen, aber nicht in den Himmel. Oder, sofern ihr vor uns sterben solltet, wie könnten wir an diesem schrecklichen Beobachtungsposten stehen, ohne einen Funken Hoffnung zur Aufmunterung unseres tief unglücklichen Geistes? Wie könnten wir diesen schrecklichen Gedanken ertragen, dass ihr im nächsten Moment, nachdem ihr unserer gütigen Liebe entschwunden wart, Qualen erleiden würdet, die kein Ende und keine Milderung kennen.“

So endet sein Brief. Die größte Aufgabe, die ihr als Verwalter eurer Kinder habt, ist zu arbeiten, zu beten und sie zur Kenntnis Christi zu führen. Die Kontrolle eurer Kinder ist kein eigenständiges Ziel; vielmehr geht es darum, sie zu Christus zu führen. Dann wird der Heilige Geist sie im Inneren verwandeln, und das wird den Druck der Welt und den Antrieb durch die Verderbtheit neutralisieren. Bei der Errettung werden sie durch das Werk des Geistes unter Kontrolle gebracht.




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