Unleashing God's Truth, One Verse at a Time

Die Anatomie der Gemeinde: Die inneren Organe, Teil 3 (German)

Ausgewählte Schriftstellen

Code: de2027

Nun, wie ihr wisst, wenn ihr in den letzten Wochen bei uns wart, haben wir versucht, mit euch eine kurze Serie durchzuarbeiten, die ein Intermezzo zu unserer Betrachtung des Matthäusevangeliums darstellt und den Titel „Die Anatomie einer Gemeinde“ trägt. Wir wollen uns damit einfach wieder auf unsere Grundlagen besinnen. Wenn eine Gemeinde wächst, tut sie das oftmals wie der Schiefe Turm von Pisa. Sie beginnt einfach, eine Schieflage in die eine oder andere Richtung anzunehmen; und manchmal müssen wir einfach das Lot anlegen und uns vergewissern, dass wir korrekt auf unsere Grundlagen ausgerichtet sind. Das ist es, was wir versucht haben, in dieser kurzen Serie zu tun - zurückzublicken und ein wenig Archäologie zu betreiben, unser Fundament freizulegen und herauszufinden, was uns am Anfang geprägt hat, was es ist, zu dem wir uns wirklich bekennen.

Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Gemeinde das sein sollte, was Christus von ihr erwartet. Das ist meine große Leidenschaft. Ich wurde diese Woche von einem Herrn befragt, der der Herausgeber einer Zeitschrift ist, die von den Navigators veröffentlicht wird und sich Discipleship (Jüngerschaft) nennt. Es ist eine wunderbare Zeitschrift und er fragte mich, was mein wahres Bestreben für die Gemeinde sei. Ich antwortete: „Mein Wunsch für die Gemeinde ist, dass sie das sein möge, was Christus für sie vorgesehen hat.“ Das ist die Leidenschaft, die unsere Ältesten und Mitarbeiter bewegt und auch euch, wie ich weiß.

Damit wir also nicht vom richtigen Weg abweichen und wieder zu Dingen zurückkehren, die wir vergessen haben, und um Dinge zu bekräftigen, an die wir gedacht haben, kehren wir zu einigen grundlegenden Elementen der Anatomie einer Gemeinde zurück. Wie sieht Gottes Plan für die Gemeinde aus?

Vor einigen Jahren, als ich Ekklesiologie, die Lehre der Gemeinde, an der theologischen Hochschule von Talbot lehrte, ließ ich die Studenten ein Buch namens God’s Forgetful Pilgrims (~ Gottes vergessliche Pilger) lesen. Das ist ein interessantes kleines Buch, das von dem Engländer Michael Griffiths geschrieben wurde. In diesem Buch sagt er, neben vielen anderen hilfreichen Dingen, Folgendes, das mir in Erinnerung geblieben ist. „Die Christen insgesamt scheinen an einer merkwürdigen Amnesie zu leiden. Ein großer Teil der Leute, die eine Gemeinde besuchen, haben vergessen, worum es dabei eigentlich geht. Sie besuchen jede Woche Gottesdienste in einem besonderen Gebäude und durchlaufen ihre altehrwürdige Routine, denken jedoch kaum darüber nach, wozu sie diese Dinge tun. Die Bibel spricht von der Braut Christi, aber die moderne Gemeinde scheint eher Aschenputtel in Lumpen zu sein, hässlich in der Asche verborgen … sie hat vergessen, dass sie sich zu einer wunderschönen Dame entwickeln sollte.“

Er hat in vielerlei Hinsicht recht. Die Gemeinde, wie wir sie grob gesehen in Amerika betrachten, die die Braut Christi sein sollte, ist in gewisser Weise Aschenputtel in Lumpen … und wir müssen die nicht verhandelbaren, die unverzichtbaren Elemente der Gemeinde bekräftigen. Wir müssen zu dem zurückkehren, zu dem Gott uns bestimmt hat, und das versuchen wir, mit dieser kurzen Serie hier zu tun. Einfach wieder eine Verbindung zu den wichtigsten Prinzipien herstellen, nach denen die Gemeinde handeln muss …

Wir wollen nicht in eine Situation geraten, wo wir einer Fehleinschätzung unterliegen. Mit anderen Worten eine Situation, in der wir die Gemeinde anhand der falschen Bedingungen, der falschen Grundsätze bewerten. Gene Getz weist in seinem Buch The Measure of a Church (~ Der Maßstab einer Gemeinde) darauf hin, dass dies häufig geschieht. Er schreibt folgende Dinge. „Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine aktive Gemeinde. Sie bewerten Fortschritt anhand der Treffen, die jede Woche abgehalten werden, und der Anzahl von verschiedenen Programmen, die laufen … Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine wachsende Gemeinde. Solange neue Leute kommen und bleiben, ist dies ihrer Meinung nach eine reifende Gemeinde. Solange die Anzahl der Gemeindemitarbeiter zunimmt, ist ihrer Meinung nach alles gut. Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine gebende Gemeinde. So lange die Leute Geld spenden für das kontinuierliche Programm der Gemeinde und ihre vielen Unternehmungen unterstützen, ist es ihrer Meinung nach eine reifende Gemeinde. Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine Gemeinde, die Seelen gewinnt. Sie sagen, das sei ein klarer Beweis, wenn Menschen andere mitbringen; wenn wir regelmäßige Glaubensbekenntnisse und regelmäßige Taufen nachweisen können, haben wir definitiv eine neutestamentarische Gemeinde … Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine missionsorientierte Gemeinde, eine Gemeinde, die Missionen auf der ganzen Welt unterstützt und einen großen Prozentsatz ihres Gesamtbudgets zur weltweiten Evangelisation einsetzt … Manche Leute sagen, eine reife Gemeinde ist eine Gemeinde, in der alles problemlos abläuft, in der alles Organisatorische geregelt abläuft. Sie ist eine fein justierte Maschine mit Stellenbeschreibungen, 8-Stunden-Tagen, Kaffeepausen und Lochkarten. Jeder tut das, wofür er eingestellt wurde, rechtzeitig und effizient …

Wieder andere sagen, eine reife Gemeinde ist eine vom Geist erfüllte Gemeinde. Das ist eine Gemeinde, die enthusiastisch und dynamisch ist, mit vielen Emotionen und Erregung. Jeder dort weiß, was seine Gaben sind, und setzt sie regelmäßig ein ... und schließlich sagen manche Leute, das ultimative Zeichen der Reife sei eine große Gemeinde mit Tausenden, die jeden Sonntag zur Sonntagsschule und in die Gemeinde kommen. Für sie ist der Ausdruck der Reife eine große Anzahl bezahlter Mitarbeiter, Unmengen von Bussen, die Kinder abholen, zahlreiche Programme oder Fernseh-/Radiodienste, eine christliche Schule, eine christliche Universität und theologische Hochschule und, ach ja, eine Druckmaschine, um eigene Literatur zu erstellen ... Leider glauben manche Leute wirklich, dass die Dinge, die ich aufgeführt habe, tatsächlich biblische Zeichen der Reife sind.“

Nun, diese Dinge an sich sind nicht verkehrt. Es gibt nichts auszusetzen an aktiven, wachsenden, spendenfreudigen, Seelen-gewinnenden, missionsorientierten, reibungslos laufenden, vom Geist erfüllten, großen Gemeinden … aber ihr könntet all das sein und eine Sekte sein. Ihr könntet all das sein und eine Sekte sein. Das ist nicht das Herz einer Gemeinde. Das ist nicht das, was im Inneren steckt. Deshalb treten wir einen Schritt zurück vom Fleisch zur Anatomie, die hinter den Kulissen steckt. Zu dem, was innen drin steckt … wie ich euch vor einigen Wochen sagte, wollen Pastoren, die zu uns kommen, häufig alles über die externen Dinge wissen, aber wir wollen ihnen von diesen internen Dingen erzählen. Darum geht es in Wirklichkeit. Wir reden nicht über Aktivitäten; wir reden im Prinzip über Einstellungen. Einstellungen. Der „Lebenssaft“ der in der Gemeinde fließt. Das ist von zentraler Bedeutung. Das ist von zentraler Bedeutung.

Als Erstes haben wir über das Skelett gesprochen, nicht wahr? Wir haben darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass wir die nicht verhandelbaren Grundstrukturen der Gemeinde bekräftigt haben. Dinge wie eine hohe Sicht Gottes, die absolute Priorität der Schrift, Klarheit der biblischen Lehre, persönliche Heiligung und geistliche Autorität. Wir haben gesagt, dass dies nicht verhandelbare Konzepte sind, die der Gemeinde eine Grundstruktur verleihen. Die müssen wir haben.

Und dann haben wir gesagt, nachdem wir das Skelett errichtet haben, muss die Gemeinde gewisse innere Organe haben. Das bedeutet, so wie ein Körper durchströmt wird von Organen, die sein Leben ausmachen, so muss eine Gemeinde von gewissen inneren Organen durchströmt werden. Das sind Einstellungen; und seht ihr, das ist es, worauf wir wirklich aus sind. Wir wollen keine mechanische Gemeinde. Wir wollenkeine externe Routine, kein Ritual und keine Show, damit wir nicht von Gott dasselbe hören müssen, was das Volk Israel durch den Propheten Amos hörte, der sagte: „Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! Wenn ihr mir auch Brandopfer und Speiseopfer darbringt, so habe ich doch kein Wohlgefallen daran, und das Dankopfer von euren Mastkälbern schaue ich gar nicht an. Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören! Es soll aber das Recht einherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom.“

Und Hosea sah dieselbe Wahrheit. Er sagte: „Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist [so flüchtig] wie eine Morgenwolke, ja wie der Tau, der früh vergeht. Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, daß deine Gerichte seien wie ein Licht, das aufgeht. Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteskenntnis mehr als an Brandopfern.“

Oder die Worte von Jesaja: „’Was soll mir die Menge eurer Schlachtopfer?’ spricht der Herr. Ich bin der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber überdrüssig, und am Blut der Jungstiere, Lämmer und Böcke habe ich keinen Gefallen. Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen - wer verlangt dies von euch, daß ihr meine Vorhöfe zertretet? Bringt nicht mehr vergebliches Speisopfer! Räucherwerk ist mir ein Greuel! Neumond und Sabbat, Versammlungen halten: Frevel verbunden mit Festgedränge ertrage ich nicht! Eure Neumonde und Festzeiten haßt meine Seele; sie sind mir zur Last geworden; ich bin es müde, sie zu ertragen. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht.“

Mit anderen Worten, Israel hatte sich der rein äußerlichen Religion ohne die richtige Einstellung schuldig gemacht; und genau damit befassen wir uns. Ich glaube wirklich, dass das Herz und die Seele des Dienstes darin bestehen, die Grundstrukturen zu errichten und danach Zeit darauf zu verwenden, die richtige Einstellung in den Menschen hervorzurufen. Das ist es, was die Gemeinde zu einer wunderschönen Dame macht. Das ist es, was die Gemeinde aufbaut, bis sie das Maß der vollen Größe des Jesus Christus erreicht.

Wir haben uns bereits mit etlichen dieser inneren Einstellungen befasst. Wir haben über Gehorsam, Demut, Liebe, Einheit, Dienst, Freude, Frieden und Dankbarkeit gesprochen. Heute früh möchte ich drei weitere betrachten; damit werden wir noch nicht am Ende sein, aber ich möchte diese drei betrachten, sie sind mir sehr wichtig. Das hier ist Nummer 9 auf meiner Liste. Ich weiß nicht, wie ihr rechnet, aber das hier ist eine sehr grundlegende Einstellung. Ich möchte sie Selbstdisziplin nennen. Selbstdisziplin.

Selbstdisziplin; ach, wie wichtig ist es, dass wir als Christen die Notwendigkeit begreifen, uns einem göttlichen Maßstab anzupassen, ein diszipliniertes Leben zu führen. Wisst ihr, was Selbstdisziplin ist? Nein zur Sünde zu sagen. Nein zur Sünde zu sagen. Ja zu Gutem oder zur Gerechtigkeit zu sagen. Das ist keine allzu komplizierte Definition und dennoch erfasst sie die Wahrheit. Das disziplinierte Leben versteht das Gesetz Gottes und sagt Nein zu allem außerhalb der Grenzen jenes Maßstabs.

Ich möchte euch das kurz veranschaulichen. Schlagt eure Bibeln bitte bei 1. Korinther 9, Vers 24 auf. Paulus wählt hier eine Metapher, die uns in unserer sportbetonten Gesellschaft sehr vertraut ist. Es ist die Metapher eines Wettlaufs, etwas, das wir alle verstehen. In Vers 24 sagt er: „Wißt ihr nicht, daß die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen …“ Das heißt, in einem Wettlauf laufen alle Beteiligten mit. Das ist ziemlich klar. „… aber nur einer den Preis erlangt?“ In einem Wettlauf läuft jeder um einen Preis. Man läuft also, um etwas zu erhalten.

Man muss laufen, um den Preis zu gewinnen. Das ist der Grund, warum ihr den Lauf mitmacht. Wir, als Gläubige, sind also quasi zu einem Wettlauf berufen; diese Metapher wird an mehreren Stellen in der Schrift verwendet. Wir rennen in einem Wettlauf, nicht nur hier, sondern auch an anderen Stellen in Gottes Wort, wo uns dasselbe Bild präsentiert wird. Und während wir in diesem Wettlauf rennen, denken wir daran, dass wir laufen, um zu gewinnen. Nun, was ist nötig, um dieses Ziel zu erreichen? Vers 25 hilft uns bei der Antwort. „Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem.“

Was bedeutet das? Selbstdisziplin. Das ist Selbstdisziplin. Er hat sich selbst im Griff; und das ist die Essenz des Einsatzes für den Sieg. Ich meine, ein Sportler, der 15 kg Übergewicht hat oder an Muskelschwund leidet, kann schließlich keinen Wettlauf antreten, um ihn zu gewinnen. Das erfordert ganz offensichtlich gewaltige Disziplin …

Wenn wir an die vielen Stunden denken, die Sportler jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr investieren, um den Sieg zu erringen, ist das überwältigend. In einem Jahr werden die Olympischen Spiele 1984 in unserer Stadt bereits vorbei sein und wir werden durch die Medien alle Wunder der sportlichen Anstrengungen gesehen haben. Und die gewaltige Selbstdisziplin derjenigen, die mit Gold-, Silber und Bronzemedaillen abreisen werden.

Sportliche Siege auf Weltklasseniveau erfordern einen unglaublichen Preis. Es ist nicht unüblich für solche Sportler, fünf bis zehn Jahre ihres Lebens oder sogar mehr sechs bis acht Stunden am Tag zu trainieren. Das ist unglaubliches Engagement. Sie treiben sich buchstäblich an, bis sie keinen Schmerz mehr spüren. Sie wissen, was das ist. Wir reden von neuem Aufschwung. Sie wissen, was es bedeutet, darüber hinauszugehen. Sie wissen, was es bedeutet, über die Schmerzgrenze hinauszugehen; es heißt sogar, dass es eine Euphorie jenseits der Schmerzgrenze gibt, die nur Sportler erfahren können. Ich habe selbst genug Sport getrieben, um etwas von dieser Euphorie erlebt zu haben. Man redet von einem Hochgefühl … es gibt ein unglaubliches Gefühl der Freiheit … ein unglaubliches Gefühl der Energie, das sich jenseits der Schmerzgrenze einstellt.

Es ist schwer, das jemandem zu erklären, der bei einem sportlichen Wettkampf nie diesen Preis gezahlt hat; aber Paulus sagt: „Schau, ich bin in einem Wettlauf“, und er spricht hier von einem geistlichen Wettlauf und sagt: „In diesem Wettlauf weiß ich, dass ich gewinnen will, und um zu gewinnen, muss ich mich selbst in den Griff bekommen.“ Deshalb sagt er in Vers 26 weiter: „So laufe ich nun nicht aufs Ungewisse.“ Mit anderen Worten: „Ich weiß wirklich, wohin ich laufe. Ich bleibe in der richtigen Bahn.“ Es ähnelt den Worten von Paulus an Timotheus in 2. Timotheus 2 sehr, wo er sagt, jemand, der sich an Wettkämpfen beteiligt, weiß, dass er nach den Regeln kämpfen muss - das ist das Wort nominas -, um den Siegeskranz zu empfangen. Er muss innerhalb des Gesetzes bleiben. Er muss innerhalb der Grenzen bleiben. Er muss auf dem richtigen Weg bleiben. Er darf die Linie nicht überschreiten. Er darf nicht außerhalb des Kreises sein. Er darf nicht außerhalb der Grenzen sein. Er darf die Bahn nicht verlassen.

Mit anderen Worten, was immer die Regeln dieser Veranstaltung verlangen, er muss sie einhalten, wenn er siegen will; und genau das sagt Paulus hier. „Ich will gewinnen, also werde ich mein Bestes geben.“ Und das Verb, das er hier für das Streben nach Beherrschung verwendet, beinhaltet Selbstdisziplin, Aufopferung und große Anstrengung und das geschieht durch Selbstdisziplin und umfasst den Gedanken des Einhaltens von Regeln. Und dann, in Vers 27, kommt alles zusammen, wenn er sagt: „Ich bezwinge meinem Leib buchstäblich, ich halte ihn buchstäblich unter Kontrolle. Ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde.“

Mit anderen Worten, ich will nicht sündigen und den geistlichen Sieg aufs Spiel setzen, ebenso wenig, wie ein Sportler sich gegen seinen Körper und sein Training versündigen und den physischen Sieg aufs Spiel setzen will; und all diese Athleten investieren unglaublich viel Energie, unglaublich viele Mühen.

Letzten Montag habe ich mich mit den Miami Dolphins (ein Football-Team) unterhalten und sie eine Bibellektion gelehrt und ich ging mit ihnen dorthin, wo ich jetzt mit euch hingehen möchte, nämlich zu Epheser Kapitel 6. Sie waren mehr oder weniger bereit, ihre Spielausrüstung anzuziehen, um nach draußen zu gehen und - wie sich herausstellte - gegen die Raiders zu verlieren. Manche hatten sich bereits die Knöchel und Beine umwickelt und sie waren bereit, in den Kampf zu ziehen. Ich nutzte die Gelegenheit, um mit ihnen über die Tatsache zu reden, dass sie Jahre ihres Lebens und unglaublich viele Stunden, viel Energie und Zeit darauf verwendet hatten, den Gipfel ihrer Leistungsfähigkeit zu erreichen. Und dass sie auf dem Gipfel dieser Leistungsfähigkeit dann losziehen, ihre Spielausrüstung anlegen und nach draußen gehen würden, um zu kämpfen und dadurch eine vergängliche Krone zu erlangen, wie Paulus in 1. Korinther 9 sagte. Sie tun es, um eine vergängliche Krone zu gewinnen.

Aber ich deutete an, dass es einen anderen, sehr viel wichtigeren Kampf gab, als diesen, einen geistlichen Kampf für eine unvergängliche Krone, für ein ewiges Erbe, das uns in einer Herrlichkeit erwartet, die nie vergehen wird; dass dieser Kampf sehr viel wichtiger war, als jegliches Football-Spiel ihres Lebens, und dass es für diesen Kampf eine Rüstung gab­, die sehr viel wichtiger war als Schulterpolster und Brustpolster und Armpolster und Helme und Hüftpolster und all das andere Zeug, das man trägt. Das war eine andere Art der Rüstung. Eine lebenswichtige Rüstung, wenn sie den Sieg im geistlichen Kampf erringen wollen. Und ich machte sie mit Epheser 6, Vers 11 vertraut: „Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels.“

Ihr müsst eure Waffenrüstung tragen. Ich sagte zu ihnen. „Ihr werdet ebenso wenig dort hinausgehen und gegen die L.A. Raiders in euren kurzen Sporthosen kämpfen, wie ihr unvorbereitet gegen den Feind eurer Seelen kämpfen solltet.“ Vers 12 besagt: „Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen Regionen.“ Wir befinden uns in einem Kampf und dieser Kampf findet nicht wirklich mit anderen Menschen statt. Die Menschen sind nur Schachfiguren und Spielbälle in der unsichtbaren Welt der Dämonen. Der wahre Kampf findet mit den Dämonen statt. Ich weiß das sehr gut.

Ich werde nie den Kampf mit einem von Dämonen besessenen Mädchen an einem Abend vergessen. Jerry Mitchell und ich gaben nicht auf, als sie um sich trat und schrie und Möbel durch das Zimmer warf; und ich werde nie vergessen, wie ich das Zimmer betrat und sie sagen hörte: „Schafft ihn raus. Jeder außer ihm. Nicht ihn. Lasst ihn nicht rein.“ Und die Stimme, die da ertönte, war nicht ihre, und ich erkannte, dass die Dämonen wussten, wer ich bin. Das ist eine erschreckende Sache. Als sie zu sagen begann: „Nicht ihn. Nicht ihn.“ Meine menschliche Reaktion war … okay, ich geh dann mal. Dann erkannte ich allmählich, wenn sie mich kannten und mich nicht mochten, musste ich auf der richtigen Seite stehen; und durch Gottes Kraft blieb ich standhaft in dieser Situation. Wir verbrachten viele anstrengende Stunden dort, bis Gott, in seiner Gnade, durch ihr Sündenbekenntnis einschritt und sie läuterte. Aber von diesem Zeitpunkt an habe ich nie irgendwelche Zweifel gehabt, wo der wahre Kampf stattfindet. Ich weiß, wo der wahre Kampf stattfindet. Es ist ein ernsthafter, unsichtbarer Kampf auf geistlicher Ebene; und wie ich bereits sagte, sind die Menschen Schachfiguren und Spielbälle in den Händen der Dämonen. Wir müssen begreifen, wie ernst dieser Kampf ist, der in Wirklichkeit gegen Christus und alle, die ihm angehören, geführt wird.

Also müssen wir die Waffenrüstung anlegen, wie es heißt, damit wir fest stehen können. Wir müssen auf diese Anstrengung vorbereitet sein. Ich möchte euch nur auf zwei Elemente in Vers 14 hinweisen. Erstens müssen unsere „Lenden umgürtet [sein] mit Wahrheit“. Ein römischer Soldat hätte es nie in Erwägung gezogen, in den Kampf zu ziehen und sich auf einen tödlichen Nahkampf einzulassen, wenn seine Tunika einfach als zusammengeraffter Stoff herumflatterte. Er hätte sich sehr verwundbar gemacht. Man hätte ihn sehr leicht an seiner Tunika herabziehen können oder sie hätten ihm in die Quere kommen und so seinen Tod herbeiführen können. Deshalb legte er einen Gurt an und zog alles fest und raffte es zusammen, damit definitiv nichts lose wäre, sondern gut an seinem Leib festgezogen.

Und der Apostel sagt: „Das ist der Gurt oder Gürtel der Wahrhaftigkeit oder Aufrichtigkeit.“ Er redet hier in Wirklichkeit von Hingabe. Er redet von Selbstdisziplin. Er redet davon, dass derjenige, der in den Kampf zieht, dies ernsthaft tut, sich zusammenreißt, alle losen Enden festzieht. Keine Späße darüber macht. Ich meine, man tut, was getan werden muss, und ich glaube wirklich an diesen Aspekt der Selbstdisziplin - dass wir als Christen uns zusammenreißen müssen. Wir müssen anfangen, zu sagen: „Hier ist ein schmaler Weg und hier ist der Weg, auf dem wir nach Gottes Willen wandeln sollen, und hier werden wir wandeln.“ Und es ist nicht leicht, denn überall auf dem Weg rufen uns Stimmen zu … um uns abzulenken; und wenn wir Vergnügen mehr lieben als Gott, wenn wir Selbstzufriedenheit mehr lieben als Gott - zu irgendeinem Zeitpunkt - dann sind wir vom Weg abgekommen und haben keine Selbstdisziplin geübt und sind der Sünde verfallen.

Und deshalb sagt der Apostel Paulus: „Das ist ein Kampf und ihr solltet ihn besser ernst nehmen und eure Tunika hochziehen, sie fest schnallen, als Akt des wahren Einsatzes für den Sieg.“ Und dann fährt er fort, über das Anlegen des Brustpanzers der Gerechtigkeit zu sprechen. Ein römischer Soldat trug einen Panzer über seiner Brust, um seine lebenswichtigen Organe zu schützen. Wenn er den nicht hätte, wäre er offensichtlich sehr verletzlich, weil ein Pfeil seine Brust treffen könnte oder er tödlich von einem Messer getroffen werden könnte. Er wollte seine Waffenrüstung und diese Waffenrüstung ist Gerechtigkeit oder Heiligkeit, das Richtige tun, Selbstdisziplin im Angesicht von Gottes Gesetz; andernfalls sind wir verletzlich.

Wir befinden uns in einem Wettlauf und wir brauchen Disziplin, um zu gewinnen und wir müssen ein reines Leben führen, das sich durch Gehorsam gegenüber Gottes Willen auszeichnet. Das ist es, wozu Paulus uns auffordert. In 2. Korinther 7,1 sagt er es auf andere Weise. Er sagt: „Weil wir nun diese Verheißungen haben“, - das ist so, als würde er sagen: „Gott hat uns so viel gegeben, meine Lieben, Gott hat uns so viel gegeben, dass ihr meine Söhne und Töchter sein sollt“, sagt Gott der Allmächtige in Kapitel 6, Vers 18. Ich meine, all das gehört uns als Söhne und Töchter Gottes. „Weil ihr nun all diese Dinge habt, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von der Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht.“

Lasst uns den Gurt anlegen, lasst uns den Brustpanzer anlegen, lasst uns den Wettlauf bestreiten, um diese Sache zu gewinnen. Lasst uns die Regeln einhalten und innerhalb der Grenzen bleiben. Lasst uns aus ganzem Herzen unser Bestes versuchen. Ich trauere, wenn ich undisziplinierte Christen sehe. Ich trauere, wenn ich Christen sehe, bei denen es so viele Lecks in ihrem Leben gibt. Es gibt zwar eine Linie des Gehorsams, aber sie stehen immer daneben. Sie verstehen sie. Sie ist ihnen nur nicht wichtig genug.

Paulus sagt es am Ende von Philipper, im letzten Kapitel, Kapitel 4, Vers 8, auf noch eine andere Weise. „Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist“, … was? …, „darauf seid bedacht.“ Hört mir gut zu, Leute. Bei eurer Selbstdisziplin geht es darum, worauf ihr euere Gedanken konzentriert, worauf ihr euren Verstand ausrichtet, worauf ihr eure Gedanken ausrichtet; denn so, wie ein Mann in seinem Herzen ist, so …was? … so ist er; und ein reines und selbstdiszipliniertes Leben entsteht durch ein Leben, das vom Wort Gottes durchdrungen ist.

Seht ihr, der Grund dafür, warum wir euch unterweisen und euch das Wort Gottes geben, ist der, damit es in euren Köpfen steckt; und wenn ihr mit Versuchungen konfrontiert werdet, kann der Geist Gottes euch zu diesem Wort zurückbringen, das in euch verankert ist. Der Grund dafür, dass ihr die Schrift lesen und darüber meditieren sollt, ist, damit das Wort in euren Herzen wohnen möge, und dann, wie David sagt: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.“ Und deshalb müssen eure Gedanken durch das Wort Gottes kontrolliert werden. „Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen“, heißt es in Kolosser 3.

Das also ist die Quelle der Selbstdisziplin. Dann verlangt es eine Verpflichtung eurerseits und das bereitet mir Sorgen. Ich mache mir Sorgen, dass es unter den heutigen Christen einen Mangel an Disziplin gibt. Gott hat seinen Maßstab nicht verändert. Gott hat den schmalen Weg oder die schmale Pforte nicht verändert. Das hat sich überhaupt nicht geändert. Gottes Gesetz ist nicht freizügiger geworden, als es zu dem Zeitpunkt war, zu dem es von Gott erteilt wurde; und der Maßstab des Gehorsams ist derselbe; aber Christen tendierten dazu, es selbst freizügiger zu gestalten und eine künstliche Toleranz zu schaffen … und wir haben den Sirenen der Welt gelauscht, die uns von unserem Weg weglocken. Tragisch …

Diesen Monat … Anfang dieses Monats hatte ich die Gelegenheit, nach Oregon zu fahren. Ich nahm Chris Mueller, unseren Junior-Pastor, mit, und wir fuhren hin, um dort in den Wäldern zu 3.000 Männern zu sprechen. Wir hatten eine großartige Zeit. Von Gott gesegnet. Einige Männer bekannten sich zu Christus. Andere wurden in ihrem Glauben und zu mehr Hingabe ermutigt. Drei wunderbare Tage und Chris und ich sprachen dort über viele Dinge. Er erzählte mir einige Dinge, die ich äußerst verblüffend fand … bei der Arbeit mit Schülern in der Mittelstufe könnte uns das helfen, zu identifizieren, wo wir wirklich in unserer christlichen Gesellschaft stehen.

Er führte diesen Sommer zum Beispiel eine kurze Umfrage in einem Ferienlager für Mittelstufenschüler durch. Er befragte 54 Mittelstufenschüler und stellte fest, dass neun dieser 54 nie einen Film mit gewalttätigem und sexuellem Inhalt (Altersklasse 17+) gesehen hatte; 45 dagegen schon. Er befragte Jungen aus der 7. Klasse und von diesen 35 Siebtklässlern hatten 25 derartige Filme gesehen. Das sind 12- oder 13-Jährige. Sechsundzwanzig hatten in mehr oder minder großem Ausmaß Pornozeitschriften gelesen und 24 dieser 35 Jungen besuchen christliche Schulen … Er fuhr fort, mir zu erzählen, wie viele von ihnen zu Hause Kabelfernsehen haben, wo sie Abscheulichkeiten sehen, die in großen Mengen auf den Filmkanälen gesendet werden, und den ganzen restlichen Müll, der damit einhergeht.

Das erschütterte mich zutiefst. Das erschütterte mich sehr. Ich möchte euch etwas sagen. Man kann einen Siebtklässler nicht Filmen mit Sex und Gewalt aussetzen, die ab 17 freigegeben sind, ohne, dass das absolut verheerende Auswirkungen auf sein oder ihr Leben hat. Ein Siebtklässler kann damit unmöglich zurechtkommen, ohne dass dies negative Auswirkungen hätte. Man kann sich keine 6m großen nackten Menschen angucken, ohne sich an dieses Bild zu erinnern; und wenn ihr eure Köpfe so sehr im Sand vergrabt, dass ihr der Meinung seid, euer Kind in dieser Altersgruppe könnte damit umgehen, dann habt ihr unrecht. Dann braucht ihr Hilfe. Wenn ihr einem Mittelstufenschüler gestattet, zu einem Film voller Sex und Gewalt zu gehen, der erst ab 17 freigegeben ist, dann tragt ihr zu deren Sünde bei. Dann stopft ihr ihren Kopf mit Dingen voll, die sie nicht bewältigen können. Wenn ihr ihnen gestattet, zu Hause zu sitzen und Abscheulichkeiten im Kabelfernsehen zu betrachten, dann solltet ihr später nicht schockiert sein, wenn sie kein Interesse an Gottes Dingen haben … und sagt nicht: „Aber wir haben ihn doch immer mit in die Gemeinde genommen.“

Es ist verheerend. Ich möchte euch noch etwas sagen. Wenn ihr zu solchen Kinofilmen geht, tragt ihr zu eurer eigenen Sündhaftigkeit bei. Ihr sagt: „Aber es ist Kunst.“ Nein, das ist keine Kunst. Es ist Müll, schlicht und einfach Müll. Ihr sagt: „Aber es hat einen gewissen gesellschaftlichen Wert. Es ist schließlich ein Kommentar über unsere Kultur.“ Na klar; meint ihr, so wird es nicht beworben werden? Wie sonst können sie gute, moralische Menschen anlocken und dazu beitragen, euren Verstand zu zerstören? Im Leben eines Christen gibt es keinen Platz für Obszönitäten, selbst, wenn sie aus einem Film stammen, der ab 6 oder 12 freigegeben ist; ganz abgesehen von der Nacktheit, die in diesen abscheulichen Filmen mit der Klassifizierung „R“ (ab 17) zu sehen ist. Und wenn ihr geht, wisst ihr, warum ihr dort hingeht? Ihr geht dorthin, weil ihr so auf die Welt hereingefallen seid, dass ihr ein Opfer seid, nicht nur ein Opfer der Dinge, die ihr seht, wenn ihr dort sitzt, sondern auch ein Opfer ihrer Werbetechnik, die euch in erster Instanz dorthin gebracht hat.

Ich bin vehement in dieser Hinsicht, weil mir das sehr am Herzen liegt. Wir können nicht erwarten, gottesfürchtige Einstellungen in Menschen zu fördern, die sich riesige und unaufhörliche Bilder von Müll ansehen oder die schmutzige, verdorbene Zeitschriften durchblättern. Das ist einfach unmöglich. Ich … wir können das nicht bekämpfen. Eltern, ihr müsst Vorbilder sein. Ihr sagt: „Nun, ich lasse meine Kinder nie alleine gehen. Ich gehe mit ihnen zusammen.“ Gott helfe euch, wenn ihr das tut …

Ihr sagt: „Aber ich weiß doch nicht, was er tut.“ Das ist das Schlimmste von allem. Das solltet ihr besser wissen, denn dieses kleine Leben ist etwas, das ihr für Gott verwaltet und Jesus gab euch dieses kleine Leben. Wenn ihr zulasst, dass dieses Leben mit Müll zugeschüttet wird, werdet ihr dafür Rechenschaft ablegen müssen … bedenkt nur einmal, dass 45 von 54 Mittelstufenschülern in einem Kinofilm voller Sex und Gewalt waren, der erst ab 17 freigegeben war. Das ist schockierend ...

Ihr sagt: „Aber ich kann doch nicht ändern, was mein Kind tut.“ Ohhhhh, das solltet ihr aber schleunigst, und ihr solltet euch hüten, je in einen dieser Filme zu gehen. Ihr solltet euch hüten, zu einem dieser vermeintlich guten Filme zu gehen, der Gotteslästerung oder Obszönitäten enthält. Das trägt nur dazu bei, die Maßstäbe herabzusetzen und anzugreifen, die Maßstäbe anzugreifen. Dasselbe trifft auf Musik zu. Sie greift die Maßstäbe einfach immer wieder an, bis unsere unbeugsame Hingabe an die Reinheit schließlich erschüttert wird; und all das geschieht im Unterbewusstsein. Ich bin nicht bereit, mich dem auszusetzen, denn ich will Gottes Sicht der Dinge bewahren, nicht die der Welt.

Und in gewissem Sinne müsst ihr euch selbst isolieren. Ihr sagt: „Aber du weißt ja nicht, was vor sich geht.“ Das stimmt und es ist mir egal. Ich habe eine gute Vorstellung davon, was vor sich geht. Ich bin noch nie in einem Film mit sexuellem und gewalttätigem Inhalt gewesen und habe nicht die Absicht, einen anzusehen. Ich habe nicht einmal die Absicht, zu einem bedingt jugendfreien Film oder irgendeinem anderen zu gehen. Für mich sind es entweder unschuldige Kinderfilme (wie Little Bo Peep) oder gar nichts, wisst ihr … ich habe kein Interesse daran, meinen Verstand dem Schmutz dieser Welt auszusetzen. Warum sollte ich das tun? Es bekümmert mein Herz, zu denken, dass kleine Kinder … ich meine, das hilft einem Kind nicht. Es hilft einem Jugendlichen nicht. Es hilft einem Teenager nicht, der versucht, sich mit all den Kämpfen im Leben auseinanderzusetzen und Vorstellungen über Sex und seine Identität zu entwickeln, wenn er solchem Zeug ausgesetzt ist ...

Und ich rede nicht von irgendwelchem Legalismus, Leute. Ich rede über Sünde, einfach hässliche Sünde. Gibt es etwas Schlimmeres, das die Welt tun könnte, als Abscheulichkeiten vor jungen Augen ablaufen zu lassen? Genau das geschieht zurzeit. Sie sind überall damit beschäftigt. Die heutige Zeit erfordert diszipliniertes Leben, meine Lieben. Die heutige Zeit erfordert diszipliniertes Leben. Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, ein Opfer zu sein, und sich nicht länger vom Weg weglocken zu lassen durch die Sirenen, die rufen: „Komm hier rüber. Komm hier rüber. Wir werden dich glücklich machen. Wir werden dir Freude bereiten.“ … Dafür ist kein Platz.

Ich sage euch noch etwas. Wenn ihr zu diesen Filmen geht, dann ist es mir egal, wie oft ihr in der Gemeinde seid, dann habt ihr euer Leben nicht vollkommen so hingegeben, wie Gott das verlangt. Das habt ihr nicht. In jenem Moment habt ihr euch aufgegeben und den disziplinierten Pfad des Gehorsams verlassen; und wenn ihr das in euren kleinen Köpfen ablehnt, dann zeigt das mir oder euch, dass ihr euch in einem Kampf befindet und dabei seid, ihn zu verlieren. Ihr seid dabei, ihn zu verlieren. Es ist nicht einmal eine Frage dessen, wie schlimm es steht, denn wir sollen nicht an Dinge denken, die nicht schlimm sind, sondern an Dinge, die was sind? Die gut sind.

Nun, ich möchte euch eine zweite Einstellung präsentieren, über die ich heute früh reden möchte. Das ist die Einstellung der Verantwortung. Verantwortung … für diesen Punkt möchte ich kurz noch einmal zu den Grundlagen zurückkehren. Es ist notwendig, dass wir die Gemeinde lehren, dass sie im Rahmen einer Verantwortung existieren muss. Mit anderen Worten, wir sind alle füreinander verantwortlich. Wir sollten vor allem anderen umeinander besorgt sein, nicht um die Farbe des Teppichs oder der Tapete oder darum, wie dieses oder jenes Programm läuft oder ob uns dies oder jenes gefällt. Wir sollten uns um das Wohlergehen der Anderen kümmern.

Schlagt für einen Moment Matthäus 7 auf. Ich möchte sehen, ob ich euch nicht in Erinnerung rufen kann, worauf Verantwortung oder Rechenschaftspflicht sich bezieht. Ich möchte nur zwei Verse in Matthäus 7 erwähnen, Verse 3 und 4. Dort heißt es: „Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders …“ Du sorgst dich um den Splitter im Auge deines Bruders. Worauf bezieht sich das? Nun, es bezieht sich auf irgendeine Sünde, irgendeinen Fehltritt, etwas Falsches; das sollte uns ein Anliegen sein; aber hier steht: „Warum ist dir das wichtig, aber du siehst den dicken Balken in deinem eigenen Auge nicht?“ … Vers 4: „Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Halt, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen!’ - und siehe, der große Balken ist in deinem Auge?’“ Hier wird eine Hyperbel eingesetzt. Es ist eine Verspottung … wenn es ein Zeichentrickfilm wäre, würden wir lachen. Es ist albern, aber er sagt hier Folgendes: „Sieh, wie kannst du das tun, was du für deinen Bruder tun musst, wenn dein eigenes Leben nicht im Reinen ist?“

Das weist auf eine sehr wichtige Sache hin. Wir tragen gegenseitige Verantwortung dafür, uns um die Balken oder Splitter in den Augen Anderer und unseren eigenen zu kümmern. Wir sind dafür verantwortlich, uns mit Sünde in Anderen auseinanderzusetzen, aber bevor wir das tun können, müssen wir was tun? Uns unserer eigenen Sünde annehmen. Ich halte Verantwortung in der Gemeinde für eine sehr wichtige Sache. Ich glaube, dass wir alle füreinander verantwortlich sind, aber bevor ich für dich verantwortlich sein kann, muss ich mit mir selbst im Reinen sein; und dann hat Verantwortung einen umgekehrten Effekt. Wenn ich erkenne, dass ich dafür verantwortlich bin, mich um dich zu kümmern, dann muss ich dafür sorgen, dass bei mir alles in Ordnung ist.

Nun, wie könnte das praktisch aussehen? Ihr kennt jemanden, der nicht mehr in die Gemeinde kommt. Denkt nur einmal lange genug darüber nach und es fällt euch wahrscheinlich jemand ein. Ihr kennt jemanden, der eine Weile kam und jetzt nicht mehr kommt. Ihr seid dafür verantwortlich, zu dieser Person zu gehen und zu sagen: „Du kommst nicht mehr in die Gemeinde. Du musst Gemeinschaft mit Gottes Kindern haben. Du musst dich weniger dem Geldverdienen verschreiben - dem Fluch des Anhäufens von irdischen Schätzen - und mehr der Gemeinschaft mit Gottes Kindern.“ Ihr sagt: „Wer bin ich denn, das zu tun? Ich habe selbst Probleme.“ Darum geht es. Nehmt euch der Probleme in eurem eigenen Leben an und beseitigt den Balken aus eurem Auge. Und dann geht und tut das. Deshalb sage ich, Verantwortung ist eine selbstläuternde Realität, seht ihr? In dem Maße, in dem mir das Wohlergehen anderer Menschen wichtig wird, muss ich mich, als Nebenprodukt, mit mir selbst beschäftigen, weil ich mich nicht mit dir befassen kann, bevor ich mich nicht meiner eigenen Probleme angenommen habe.

In Galater 6 heißt es: „Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr“, …was?..., „geistlich seid, einem solchen […] wieder zurecht.“ Wenn jemand also im Ungehorsam wandelt, braucht es jemanden, der in Gehorsam wandelt, um ihm zu helfen. Bevor ihr also jemandem helfen könnt, müsst ihr euch selbst helfen. So lange Menschen Beziehungen eingehen, in denen sie Verantwortung übernehmen, hat das einen selbstläuternden Effekt. Zeigt mir eine Gemeinde, wo die Menschen nicht gelehrt werden, sich um andere zu kümmern, die in Sünde verfallen, wo sie nicht gelehrt werden, andere wiederherzustellen, und ich zeige euch eine Gemeinde, wo die Menschen auch nicht mit ihren eigenen Sünden konfrontiert werden … und sie können sie umso leichter verstecken. Es muss Verantwortung geben; und wenn ich für euch verantwortlich bin, bin ich für mich selbst verantwortlich … das ist überaus wichtig. Notwendig.

Lasst uns jetzt zu Matthäus 18 gehen und betrachten, wie das in der Praxis aussieht. Wenn ich mich des großen Balkens in meinem Auge angenommen habe, wie gehe ich dann mit dir um und mit eventuellen Sünden von dir? Erinnert ihr euch, dass wir uns vor mehreren Monaten mit Matthäus 18, Vers 15, befasst haben? Dort steht: „Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen.“ Wenn er sündigt, geht ihr also zu ihm hin. So sollte es sein. Eine Gemeinde muss derartige Verantwortung übernehmen. Wenn ihr zum Beispiel jemanden kennt, der ein Geschäft hat, und wisst, dass er etwas Unrechtes tut. Er behandelt seine Angestellten nicht richtig. Er behandelt seine Partner nicht richtig. Er ist unehrlich in seinen Geschäften. Als Kind Gottes seid ihr vor Gott verpflichtet, zu dieser Person zu gehen, die Christ ist, und zu sagen: „Du versündigst dich.“ Und ihr tut es liebevoll, aber ihr müsst reagieren …

Ihr sagt: „Ich kann das nicht. Ich habe meine eigenen …“ Dann nehmt euch eurer Probleme an und beseitigt sie. Ihr sagt: „Aber das wird lange dauern.“ Nein, es dauert nur so lange wie ein Gebet des Bekenntnisses; und mit reinem Herzen und einem liebenden Geist geht ihr dann zu dieser Person und konfrontiert sie mit dieser Sünde. Wenn ihr jemanden kennt, der seinem Ehepartner gegenüber Unrecht tut oder Eltern, die ihren Kindern nicht so treu sind, wie sie es sein sollten, oder Kindern, die sich ihren Eltern gegenüber nicht so verhalten, wie sie es sollten, wenn ihr jemanden kennt, der auf irgendeine Weise in der Gemeinde ausschert, ist es eure Verantwortung, liebevoll zu dieser Person zu gehen; und wie ihr seht, ist das eine selbstläuternde Angelegenheit.

Bevor ich gehen kann, werde ich selbst geläutert. Zweitens, wenn wir alle beginnen, das zu tun, dann wird jeder sein eigenes Leben in Augenschein nehmen und sagen: „Ach du meine Güte, ich möchte sicher gehen, dass in meinem Leben alles in Ordnung ist.“ In einer Gemeinde muss es wirklich Verantwortung geben. Das ist unverzichtbar. Es ist egal, wer ihr seid. Ich meine, in Galater 2 ging Paulus zu Petrus und „widerstand … ihm ins Angesicht“, wie es in Versen 11 bis 14 heißt, „denn er war im Unrecht“, und er klagte ihn öffentlich an. Ich sage öffentlich, weil das wirklich so in der Bibel steht ... und jeder wusste Bescheid. Niemand ist davon ausgenommen, aber Älteste oder jene, die wirklich hohe Ämter bekleiden, werden vor allen Anderen zurechtgewiesen, damit unter den Anderen Furcht herrschen möge.

Diese Woche erhielt ich einen Brief. Jemand machte mich auf einen Fehltritt in meinem eigenen Leben aufmerksam, eine verantwortungslose Handlung in meinem eigenen Leben und etwas, das ich hätte tun sollen, aber nicht tat; diese Person machte mich darauf aufmerksam. Ich schrieb zurück, bat um Vergebung und dankte dieser Person dafür, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hatte. Seht ihr, ich will das ebenso wissen wie ihr; aber wenn ihr es mir nicht sagt, dann helft ihr mir nicht, denn dann mache ich dieselben Fehler immer wieder. Ich tappe immer wieder in dieselbe Falle, bis ihr mich damit konfrontiert. Es muss derartige Verantwortung in der Gemeinde geben. Ich rede hier von Verantwortung auf einer Ebene, auf der das wirklich zählt, auf der Ebene eines reinen Lebens.

Ehemänner, ihr müsst eure Frauen zur Verantwortung ziehen. Ehefrauen, ihr müsst eure Männer zur Verantwortung ziehen. Es ist nicht richtig, wenn ihr ihre Sündhaftigkeit duldet. Sie sollten liebevoll damit konfrontiert werden … liebevoll. Also geht ihr zu ihnen hin. „Aber was ist, wenn sie nicht auf mich hören?“ Nun, Vers 16 sagt, nimmt zwei Personen mit, eine oder zwei Personen. Und wenn sie dann immer noch nicht hören, sagt es der ganzen Gemeinde. Und was geschieht, wenn ihr es der ganzen Gemeinde sagt? Die ganze Gemeinde geht zu ihnen. Beim letzten Abendmahl erwähnten wir die Namen von drei Personen, die sich versündigt haben; und wir haben es der ganzen Gemeinde gesagt. Ich frage mich, wie viele von uns eine Karte oder einen Brief geschrieben haben, vielleicht das Gemeindebüro angerufen haben, um die Adresse zu erfragen, damit wir diesen Leuten ein Wort aus der Bibel schicken können, um sie zu ermutigen, diese Sünde aufzugeben. Das ist unsere Verantwortung, unsere Rechenschaftspflicht; und sie hält die Gemeinde rein. Das ist eine selbstläuternde Sache.

Ich erinnere mich noch, als wir uns anfangs dazu verpflichteten, dies zu tun, als wir zur Grace Church kamen. Ein paar Pastoren sagten zu mir: „Du wirst die Gemeinde ruinieren, MacArthur.“ Das ist mein erstes Pastorenamt und sie sagten: „Du hast keine Ahnung, was du tust. Du kannst nicht einfach in eine Gemeinde gehen und so etwas tun - jeden nach den Sünden der anderen Ausschau halten lassen. Das kannst du nicht tun. Du wirst die Gemeinde ruinieren.“ Ich sagte: „Nun, wir werden es tun, weil die Bibel das so sagt. Dann werden wir Gott entscheiden lassen, was mit der Gemeinde geschieht.“ Meine Aufgabe liegt nicht darin, zu versuchen, die Gemeinde aufzubauen. Christus sagte, er werde die Gemeinde bauen. Ich werde nicht in Konkurrenz zu ihm treten. Das ist nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe besteht darin, alles in meiner Macht stehende zu tun, damit die Menschen in der Gemeinde verstehen, was das Wort Gottes sagt, und es in ihrem Leben umsetzen. Dann werden wir sehen, wohin Gott die Gemeinde führt.

Und in diesen ersten Jahren hatte ich eine wunderbare Illustration. Eine Ehefrau rief mich an. Sie sagte: „Mein Mann hat mich gerade verlassen. Er ist gegangen, um mit einer anderen Frau zusammenzuwohnen.“ Ich sagte: „Weißt du, wie diese Frau heißt?“ „Ja, sie … er ist bei ihr. Er wird jetzt bei ihr wohnen. Er hat sein Heim und seine Kinder verlassen.“ Ich sagte: „Wie heißt sie?“ Sie sagte mir den Namen, also suchte ich im Telefonbuch danach, fand die Nummer, rief an und er ging an den Apparat. Ich sagte: „Hier ist John aus der Gemeinde“, und das war ein Schock. Ich meine, ein echter Schock, und ich sagte … ich sagte ihm, ich riefe im Namen Christi an, um ihn zum Gehorsam aufzufordern. Er solle diesen Ort verlassen, bevor er eine Sünde gegen den Herrn und seine Frau und seine Gemeinde begeht, und er solle nach Hause gehen. Kurze Zeit später sagte er, er würde gehen. Und seine Frau rief mich an und sagte, er sei da. Am nächsten Sonntag, als er mich sah, umarmte er mich und sagte: „Danke, ich wollte nicht da sein. Ich war in Versuchung. Ich dachte, es würde niemanden kümmern.“

Seht ihr, es hat ihn überhaupt nicht entfremdet. Es hat ihn zurückgebracht, denn das ist es, was wir brauchen. Seht ihr, für einen Christen ist das nicht, was wir tun wollen. Das ist etwas, was wir nicht tun wollen, nicht wahr? „Die Dinge, die ich tun will“, sagt Paulus, „tue ich nicht. Die Dinge, die ich nicht tun will, tue ich.“ Das ist das Fleisch. Bei Verantwortung geht es also nicht darum, die Privatsphäre eines Menschen zu verletzen. Es geht darum, ihnen in ihrem Kampf gegen ihre eigene Sündhaftigkeit zu helfen. Seht ihr? Das sollte unser Anliegen sein.

Verantwortung. Deshalb kommen wir zum Tisch des Herrn, wisst ihr, um unser Leben in die richtigen Bahnen zu lenken, um die Balken aus unseren Augen zu entfernen, damit wir anderen Menschen helfen können, damit wir einander in Liebe wiederherstellen können, damit wir einander zu Liebe und guten Werken herausfordern können. Es läuft auf die „einanders“ in der Schrift hinaus. Ich meine, ermahnt ihr einander, weist ihr einander zurecht, korrigiert ihr einander, betet ihr füreinander, liebt ihr einander, unterweist ihr einander, baut ihr einander auf, rügt ihr einander? All diese „einanders“. Sie finden sich überall. Füreinander beten. Das ist das Leben der Gemeinde. Das ist das Zeug, das die Gemeinde durchströmt, seht ihr?

Eine letzte, sehr kurze Sache. Ihr könnt euch mit dieser Sache nicht ohne die nächste befassen, und das ist Vergebung. Die Gemeinde kann nicht überleben, wenn es keine Vergebung gibt. Das ist eine weitere notwendige Einstellung, weil wir menschlich sind und weil wir versagen. So sind die Dinge einfach. Das trifft auf mich und jeden anderen zu … wir werden versagen. Aber wenn ihr nicht vergeben könnt und insbesondere nicht dem vergeben könnt, der euch im Stich lässt oder sich gegen euch versündigt, dann habt ihr ein Krebsgeschwür in euch und dann gibt es ein Krebsgeschwür im Leib Christi.

Geht einmal kurz zu Matthäus 6 zurück. Ich werde euch kurz das Gebet der Jünger in Vers 12 ins Gedächtnis rufen: „Und vergib uns unsere Schulden“, und jede begangene Sünde ist eine Schuld, die wir Gott schulden und die nur durch das vollkommene Opfer Christi getilgt werden konnte. „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.“ Mit anderen Worten, Gott vergibt uns, so wie wir anderen vergeben. Wenn ihr anderen Menschen ihre Übertretungen vergebt, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben; aber wenn ihr euren Mitmenschen nicht ihre Übertretungen vergebt, wird auch euer Vater euch eure Übertretungen nicht vergeben.

Mit anderen Worten, wenn ihr nicht vergebt, wird Gott das auch nicht tun. Hier geht es übrigens nicht um erlösende, ewige Vergebung. Hier geht es um elterliche, irdische Vergebung. Erlösende, ewige Vergebung haben wir bereits durch Christus erhalten; aber jene elterliche, irdische Vergebung für das Hier und Jetzt, die die ungehinderte, reine und gesegnete Gemeinschaft ermöglicht, erfahren wir nur dann, wenn wir Anderen vergeben. Wenn ihr also irgendjemandem nicht vergebt, egal, was er getan hat, wenn ihr ihm nicht vergebt, habt ihr ein Krebsgeschwür in euch. Ich glaube, dass ein unversöhnliches Herz der Grund für sehr viele Tragödien ist. Ich glaube sogar, dass der Körper sich die Krankheiten der Seele einfängt; und dass es viele Menschen gibt, die an echtem Krebs gestorben sind, weil sie einen so unversöhnlichen Geist hatten.

Ich handle oder rede hier nicht von einem klinischen Standpunkt. Ich weiß nur, dass der Körper sich Krankheiten der Seele einfängt; und Schuld ist die Schlimmste aller Krankheiten; und ein unversöhnliches Herz bringt überaus bittere Gefühle hervor, ebenso wie Schuld das tut.

Wenn ihr also tägliche Vergebung von unserem Herrn erfahrt, um die klare und süße und reine Gemeinschaft zu erleben, die er sich für uns in diesem Leben wünscht, dann liegt das daran, dass ihr ebenfalls Anderen vergebt. Und wer sind wir schließlich, um nicht zu vergeben, nicht wahr? Wer seid ihr, um nicht zu vergeben? Erinnert ihr euch an das Gleichnis des Mannes in Matthäus 18, der 10.000 Talente schuldig war und zu seinem Herrn kam und sagte: „Ich habe das Geld nicht. Ich habe nicht, um meine Schulden zu bezahlen“, und der Mann sagte: „Ich vergebe dir alles“, und dann zog er aus und suchte einen Mann, der ihm 18 Euro schuldete, würgte ihn und warf ihn ins Gefängnis: „Bleib hier, bis du mich bezahlt hast.“ Und unser Herr sagte hier: „Wer bist du, dem eine unschätzbare, unbezahlbare Schuld vergeben wurde, dass du einem Anderen nicht vergibst, der dir 18 Euro schuldet?“

In Epheser 4,32 heißt es: „Seid aber gegeneinander freundlich und barmherzig und vergebt einander, gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“ Hört mir zu. Wir sollten einander vergeben, weil uns vergeben wurde. Uns wurde so viel vergeben, können wir so wenig vergeben? Oh, die Gemeinde muss mit versöhnlichen Menschen angefüllt sein, denn wir werden versagen, Leute. Wirklich. Ich meine, ich werde Dinge tun, die manche Leute irritieren werden; und Leute werden Dinge tun, die einander irritieren werden. Ihr werdet ein Problem haben, vielleicht mit jemandem in der Gemeinde oder irgendetwas. Aber wenn ihr vergeben könnt, seid ihr davon frei. Ihr seid frei von der Knechtschaft jener Bitterkeit, und ihr seid frei, Vergebung zu erfahren und den Segen Gottes zu kennen. Aber wenn ihr ein unversöhnliches Herz habt, habt ihr Bitterkeit, und wer braucht das?

Vergebung, solch eine wunderbare Sache. Also Selbstdisziplin in meinen eigenen Leben, Verantwortung für Andere, und wenn sie sündigen, will ich da sein, um sie aufzurichten, und ich will ihnen auch vergeben, selbst wenn sie sich gegen mich versündigt haben. Selbst gegen mich. Und wenn ihr eine Gemeinde habt, die nicht vergibt, dann habt ihr riesige Probleme. Riesige Probleme.

Übrigens, nur demütige Menschen vergeben, erinnert ihr euch daran? Nur demütige Menschen … die nicht so hochmütig sind, zu sagen: „Du hast mir das angetan. Niemand tut mir so etwas an.“ Sondern die von ihrem hohen Ross herunterkommen und sagen: „He, du bist mir wichtiger als ich mir selbst, und ich will dich auf versöhnliche Weise lieben.“

Nun, nächstes Mal gibt es mehr. Lasst uns beten.





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