Unleashing God's Truth, One Verse at a Time

Geboren zur Heiligkeit (German)

Jakobus 1,18

Code: de59-8

Ich möchte euch zur Fortsetzung unserer Serie über den Jakobusbrief begrüßen. Nehmt bitte eure Bibeln und schlagt sie bei Jakobus auf. Wir haben so viel vor uns in dieser großartigen Epistel. Aber heute Abend werden wir innehalten, um uns kurz mit Vers 18 zu befassen. Normalerweise würden wir zu einem anderen Abschnitt gehen, der in Vers 19 beginnt, weil wir Vers 18 letztes Mal erwähnt haben, aber ich möchte einen Moment innehalten und unser Verständnis von Jakobus 1,18 erweitern, weil das so ein fantastischer Vers ist. Das ist ein Vers, der wirklich auf sehr einfache Weise die Bedeutung der Wiedergeburt, die Bedeutung der Errettung ausdrückt.

Als wir heute früh unseren Empfang für Besucher hatten, die das erste Mal hier sind, fand ich es sehr interessant, eine nette junge Frau aus Japan kennenzulernen, die ein wenig Englisch versteht, Umgangssprache, und heute früh bekannte, dass es ihr sehr schwer fiel, mir bei meiner Predigt zu folgen. Und das hat mir etwas zu Bewusstsein gebracht: nicht so sehr die Tatsache, dass die Worte, die ich sage, als solche nicht verständlich sind, sondern die Tatsache, dass man, je länger man Christ ist und je mehr man mit dem Christentum und dem Wort Gottes involviert ist, wahrscheinlich umso mehr evangelikale Sprache entwickelt. Und jemand, der dazustößt und nur umgangssprachliches Englisch versteht, wird es sehr schwierig finden, zu verstehen, was man sagt.

Das ist auch eine gute Erinnerung, dass wir gelegentlich zu der schlichten Realität dessen zurückkehren müssen, was das Evangelium eigentlich ist. Und genau das wollen wir heute Abend tun. Lasst uns gemeinsam Jakobus Kapitel 1, Vers 18 betrachten. Dort steht Folgendes: „Nach seinem Willen“, hier spricht Jakobus vom Vater, Gott dem Vater, den er in Vers 17 erwähnt hatte, „nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ Ein einfacher Vers, aber einer, in dem die ganze Tiefgründigkeit der Wiedergeburt enthalten ist.

Das Alte Testament besagt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.“ Petrus sagt in seiner Epistel: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ Um vor das Angesicht Gottes zu treten, muss der Mensch heilig sein, von der Sünde zur Gerechtigkeit abgesondert.

Die Menschen sind aber nicht heilig. Das ist offensichtlich. Sie sind nicht gerecht. Das heißt, sie sind sündhaft. Sie denken nicht richtig, reden nicht richtig, handeln nicht richtig, tun nicht das Richtige. Sie nehmen Gott nicht korrekt wahr. Sie nehmen sich selbst nicht korrekt wahr. Sie nehmen Gottes Wahrheit, Gottes Offenbarung oder Gottes Gesetz oder Gottes Willen nicht korrekt wahr. Aber obwohl die Menschen nicht heilig sind und vor Gott nicht gerechtfertigt sind, nehmen sie größtenteils nicht wahr, dass sie nicht heilig sind. Sie verstehen nicht, dass sie nicht gerecht sind. Sie stimmen der Diagnose der Schrift, dass sie sündhaft sind, nicht bereitwillig zu.

Die Menschen sind nicht heilig. Schlimmer noch, sie erkennen weder, dass sie Heiligkeit brauchen, noch, in vielen Fällen, dass es ihnen daran mangelt. Und wenn sie erkennen, dass sie nicht heilig sind, geben sie in der Regel jemand Anders die Schuld an dieser Tatsache. Und das haben wir letztes Mal diskutiert, als wir dieses unglaubliche Kapitel betrachtet haben. In der Regel schieben die Menschen die Verantwortung für ihre eigene Sündhaftigkeit indirekt auf Gott. Und als wir uns mit Versen 13 bis 18 befasst haben, sahen wir, dass wir niemandem außer uns selbst die Schuld an unserer eigenen Sündhaftigkeit geben können. Wir können definitiv nicht Gott die Schuld geben und sagen: „Nun, Gott hat uns geschaffen, Gott hat Gesetze gemacht, die man unmöglich einhalten kann. Gott hat es zugelassen, dass ich durch mein Umfeld so geworden bin, wie ich bin. Gott hat mich in Umstände versetzt, die mir solche Einschränkungen auferlegt haben, dass ich mein Verhalten einfach nicht kontrollieren kann“ etc. etc. Aber Jakobus sagt uns, dass Gott keinen Anteil an unserer Sündhaftigkeit haben kann, weder direkt noch indirekt.

Die Menschen müssen also heilig sein, um eine Beziehung mit Gott zu haben. Sie sind nicht heilig. Die meisten von ihnen erkennen nicht einmal, dass sie nicht heilig sind. Und wenn sie erkennen, dass sie sündigen, geben sie in der Regel jemand Anders die Schuld daran und dieser Andere, sehr vage gesprochen, ist der Gott, der sie in die Umstände versetzt hat, in denen sie sich befinden, der ihnen die Impulse gab, die er ihnen gab, und sie wollen sich vor der Verantwortung drücken.

Deshalb sagt Jakobus in Versen 13 bis 18, ihr könnt niemandem außer euch selbst die Schuld für eure Sünde geben. In Vers 13 sagt er, das Wesen des Bösen beweise das. „Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand.“ Ihr könnt Gott nicht die Schuld am Bösen geben, denn Gott und das Böse schließen sich gegenseitig aus.

Und dann, in Vers 14, das Wesen des Menschen. Jakobus sagt, der Mensch hat sein eigenes Problem. Der Mensch wird versucht, wenn er durch seine eigene Begierde gereizt und gelockt wird. Das Problem steckt im Menschen. Es steckt in seiner Sündhaftigkeit, seiner Gefallenheit.

Dann spricht er über das Wesen der Begierde in Versen 15 und 16. Wenn die Begierde empfängt, gebiert sie die Sünde. Die Sünde, wenn sie endlich geboren wird, bringt jedoch nichts weiter als den Tod hervor. Wir dürfen das nicht falsch verstehen. Mit anderen Worten müsst ihr begreifen, dass das die Realität der Sünde ist. Es ist also nicht Gott, weil Gott und das Böse nicht miteinander kompatibel sind. Das Problem liegt im Wesen des Menschen. Und in Bezug auf das Wesen des Menschen liegt das Problem in seinem bösen Verlangen, seiner Begierde, seiner Leidenschaft für das Falsche.

In Vers 17 kehrt Jakobus dann zur Diskussion des Wesens Gottes zurück und sagt: „Von Gott kommt jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk. Und das verändert sich nie und darauf wird nie ein Schatten geworfen.“ Ihr könnt also Gott nicht die Schuld daran geben, denn es entspricht seinem Wesen, nur Gutes zu geben, nur gute Dinge kommen von Gott. Jakobus sagt also, wir können Gott nicht die Schuld für unsere Sünde geben - das Wesen des Bösen, das Wesen des Menschen, das Wesen der Begierde und das Wesen Gottes schließen das aus.

In Vers 18 fasst Jakobus sein Argument quasi zusammen, indem er sagt: „Das Wesen der Wiedergeburt selbst oder der Bekehrung oder Errettung zeigt uns, dass Gott uns nicht zur Sünde verführt.“ In Vers 18 heißt es: „Nach seinem Willen“, mit anderen Worten war es Gottes Wille, dass er „uns gezeugt [hat] durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ Der Zweck der Wiedergeburt bestand also darin, Leben zu gebären, uns zu schaffen, um Gutes zu tun, nicht Böses, um uns als Teil einer neuen Schöpfung Macht über die Sünde zu geben. Gott ist also in keiner Weise an unserer eigenen Sündhaftigkeit beteiligt. Er kann nicht mit Bösem vermischt werden. Das Problem steckt im Menschen. Im Menschen ist das Problem an seine Begierde gekoppelt. Das Wesen Gottes ist so, dass er nur gute Gaben gibt. Und wenn Gott euer Leben berührt, dient das dazu, Leben hervorzubringen, nicht den Tod, Gerechtigkeit hervorzubringen, nicht Sünde, eine neue Schöpfung hervorzubringen, nicht das alte Geschöpf weiter tätig sein zu lassen.

All diese Dinge, mit denen wir uns letztes Mal beschäftigt haben, deuten auf die Tatsache hin, dass Gott weder direkt noch indirekt die Quelle der Sünde sein kann. Gott verführt Menschen nicht zur Sünde und kann es auch nicht. In diesem Licht haben wir Vers 18 betrachtet. Aber dieser Vers ist so tiefgründig, weil er diese Angelegenheit der Wiedergeburt, der Zeugung eines Menschen, der Erneuerung eines Menschen diskutierte und eine eingehendere Betrachtung verlangt. Und das wollen wir heute Abend tun. In Vers 18 stellt Jakobus uns das Thema der Wiedergeburt vor, indem er es mit einem Punkt aus dem Kontext verbindet. Und dieser Punkt ist das, was ich euch gerade gesagt habe, er verwendet die Wiedergeburt als eine Methode um euch zu zeigen, dass Gott die Menschen nicht zur Sünde verführt, sondern sie stattdessen dazu anführt, Geschöpfe einer neuen Art zu sein, ihm gleich. Er führt sie aus der Sünde heraus in ein neues Leben. Und das würde nicht zu dem Gedanken passen, dass er uns zur Sünde verführen würde. Er schafft uns neu, weg von der Sünde, nicht in die Sünde hinein.

Aber ich möchte bei der Auseinandersetzung mit diesem Vers, dass ihr ihn auch ohne seinen Kontext, nur auf sich gestellt, betrachtet, weil er so viel über die Wiedergeburt enthält. Die gesamte Lehre der Erneuerung oder Wiedergeburt verdient unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Vergesst bitte nicht, was ich vorhin gesagt habe und was wir in dem Text festgestellt haben, dass der Mensch nämlich voller Begierden steckt, und diese Sünde hervorbringen und Sünde wiederum zum Tod führt. Es stimmt, dass niemand je eine Beziehung zu Gott haben wird, wenn er nicht heilig ist, niemand wird Gott je wirklich kennen, niemand wird je in Gottes ewige Gegenwart eintreten, wenn er nicht heilig ist. Und dennoch ist der Mensch unheilig und sündhaft und alles in seinem Wesen bringt Begierde und Böses hervor.

Um euch ein besseres Verständnis davon zu vermitteln, schaut euch einmal Römer 3 an … ein sehr bekannter Text für Studenten der Bibel, aber einer, der im Lichte dieses speziellen Punktes untersucht werden muss. Am Ende von Vers 9 sagt er: „Juden und Griechen sind alle unter der Sünde.“ Sie alle unterliegen buchstäblich der Herrschaft der Sünde, sie alle werden von der Sünde kontrolliert. Und dann fährt er fort, das Ausmaß zu beschreiben, indem er einige Stellen aus dem Alten Testament zitiert; er sagt: „Wie geschrieben steht: ‚Es ist keiner gerecht, auch nicht einer.’“ Es gibt seit der Erbsünde von Adam nicht einen einzigen Menschen, der auf dieser Welt geschaffen wurde und gerecht ist. Einen Menschen also, der gerecht vor Gott ist, der gerechte Dinge tut, der dem Willen Gottes von sich aus gehorsam ist. Es ist keiner gerecht, auch nicht einer.

Es gibt niemanden, der begreift … das bedeutet, es gibt niemanden, der wirklich versteht, was Gott verlangt, und der vollkommen fähig ist, das zu verstehen und es auszuführen. Es gibt nicht einmal einen einzigen Menschen, der Gott sucht. Die Menschen neigen dazu, nach der Sünde zu streben. Die Menschen lieben … was? … die Finsternis, wie wir in Johannes 3 lesen, weil ihre Werke böse sind. Sie alle sind vom Weg abgewichen. Sie sind alle von dem Pfad abgewichen, den Gott für die Gerechtigkeit vorherbestimmt hat. Sie sind vollkommen unnütz geworden. Das griechische Wort dafür hat mit saurer Milch zu tun, die für nichts gut ist. Sie sind vollkommen nutzlos. Und es gibt niemanden, der Gutes tut, nicht einen Einzigen.

Und dann beschreibt er das Wesen ihrer Bosheit. „Ihre Kehle ist ein offenes Grab.“ Sie stinkt wie eine Leiche, deren Geruch aus einem Grab austritt. „Mit ihren Zungen betrügen sie. Otterngift ist unter ihren Lippen.“ Ein Mensch wird im Wesentlichen durch seine Gespräche und seinen Mund offenbart. Der hässliche, böse, entehrte, tote Zustand seines sündhaften Wesens kommt aus seinem Mund. „Ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.“

Hier haben wir die Definition eines sündhaften Menschen. Ein Mensch ohne Gott. Und laut Römer 3,18 untersteht die ganze Welt dem, jeder Mund wird verstopft und alle Welt ist vor Gott schuldig. In Vers 20 sagt er, dass sie unmöglich durch ihr Fleisch von Gott gerechtfertigt werden können, indem sie einige Regeln einhalten, indem sie Gesetze einhalten, auch wenn es das Gesetz Gottes ist. Das Gesetz bringt einfach die Kenntnis der Sünde hervor, es bringt keine Gerechtigkeit hervor. Römer 3 zeigt uns hier also die Definition eines Menschen in seinem sündhaften Zustand.

Betrachtet einmal Epheser 2. Dort heißt es in Vers 1: „Auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden“, und hier stellen wir fest, dass der Mensch wieder als tot charakterisiert wird, der Gestank einer Leiche. Und charakteristisch für diesen toten Zustand ist, dass es ein Zustand des Todes in Übertretungen und Sünden ist. Mit nur zwei Worten werden die Breite und das Ausmaß der Sündhaftigkeit des Menschen offenbart. Es heißt: Er wandelt „nach dem Lauf dieser Welt.“ Mit anderen Worten wird sein tägliches Verhalten durch das böse System diktiert. Derjenige, der sein Leben kontrolliert, ist der „Fürst, der in der Luft herrscht, der Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt“ - das sind Namen für Satan. Vers 3: Er wirkt in den Begierden des Fleisches, er erfüllt die Begierden des Fleisches und der Gedanken und ist von Natur aus ein Kind des Zorns. Das bedeutet, er wird gerichtet werden, er ist ein Objekt von Gottes Gericht.

Das alles ist sehr grundlegend. Damit der Mensch eine richtige Beziehung zu Gott haben kann, muss er heilig sein. Der Mensch ist nicht heilig. Der Mensch erkennt nicht, dass er nicht heilig ist. Und manchmal, wenn er doch erkennt, dass er nicht heilig und sündhaft ist, tendiert er dazu, Gott die Schuld an seinen Umständen zu geben, die Verantwortung von sich zu schieben, und dadurch unterliegt er weiter den Fesseln der Sünde und ist von Gott abgeschnitten.

Jetzt stellt sich folgende Frage: Was werdet ihr tun, um diesem Menschen zu helfen? Was werdet ihr tun, um diese Situation zu verändern? Was braucht dieser Mann? Äußerliche Veränderungen sind nicht genug. Er kann nicht durch irgendeinen Entschluss, den er selbst fasst, entscheiden, dass er das Gesetz Gottes befolgen wird, und sich dadurch aus eigener Kraft aus diesem toten Zustand befreien. Er kann sich nicht selbst neues Leben geben. Er muss neu geschaffen werden. Er braucht ein neues Herz, einen neuen inneren Menschen, ein neues Lebensprinzip, er muss wiedergeboren werden. Er muss von vorne beginnen und anders daraus hervorgehen, als ob er, um mit den Worten von Nikodemus zu sprechen, wieder in die Gebärmutter seiner Mutter zurückkriechen und mit einem anderen Charakter ganz von vorne beginnen könnte. Da Heiligkeit die absolute Bedingung ist, um in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen zu werden, kann der sündhafte Mensch in seinem gefallenen, toten Zustand nie diese Gemeinschaft haben und Gott wird das korrupte Ich dieses Menschen nie akzeptieren, deshalb braucht der Mensch ein neues Leben. Er braucht ein nagelneues Leben.

Wenn wir also vom Evangelium oder der Wiedergeburt reden, reden wir nicht davon, etwas hinzuzufügen. Wir reden nicht davon, einer Sau eine Schleife anzuhängen. Wir reden nicht davon, einem alten Mann neue Kleider anzuziehen. Wir reden hier von einer kompletten Verwandlung. Eine Beziehung mit Gott einzugehen, verlangt einen völlig neuen Menschen. Ihr müsst umkehren und von vorne beginnen und noch einmal in ein neues Leben hineingeboren werden.

Die Schrift bestätigt das. Es ist nicht einmal neu im Neuen Testament. Es war Teil der Verheißung und Erwartung des Alten Testaments. Jeremia sagt zum Beispiel, dass das Herz des Menschen überaus trügerisch und bösartig ist. Und er sagt: „Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln“. Kann er, nur indem er es sich wünscht und sich dazu entschließt, die Farbe seiner dunklen Haut verändern? Und dann sagt Jeremia: „Kann der Leopard seine Flecken verwandeln?“ Die Antwort lautet ganz offensichtlich Nein. „Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Böses zu tun.“ Ihr könnt euer Leben ebenso wenig ändern. Also braucht ihr eine Verwandlung. Das ist es, was in Jeremia 13,23 steht. Und in Kapitel 31 kommt die wunderbare Verheißung dieser Verwandlung. Jeremia 31,31: „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloß an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen“ usw. Er sagt in Vers 33: Ich schließe einen neuen Bund. „Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Ich werde in ihr Innerstes vordringen und sie von innen verändern. Sie können es nicht alleine tun, also muss es für sie getan werden.

Der Mensch muss sich tief im Innersten verändern. Der natürliche Mensch, also der nicht wiedergeboren Mensch, kennt Gott nicht; der sündhafte Mensch, der nicht erlöste Mensch, der nicht errettete Mensch „nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist“, wie wir in 1. Korinther 2,14 lesen. Er kann es nicht annehmen, er ist tot. Und ein Leichnam reagiert auf gar nichts.

Was braucht er also? Er braucht eine Wiedergeburt. Er braucht neues Leben. Ich habe euch gerade aus Epheser 2,1-3 vorgelesen, dass die Menschen in ihren Übertretungen und Sünden tot sind, den Begierden des Fleisches und Geistes folgen, sich der Führung Satans, des Fürsten, der in der Luft herrscht, unterwerfen. Sie sind Kinder des Zorns. Aber es heißt im selben Kapitel in Vers 5, selbst wenn wir durch unsere Übertretungen tot waren, hat Christus uns lebendig gemacht und uns auferweckt. Hier finden wir den Gedanken einer Auferstehung von den Toten, von neuem Leben, einer neuen Geburt. In Römer 6 heißt es, wenn ihr euren Glauben in Christus setzt, sterbt ihr und werdet auferweckt, um … und hier wird ein wunderbarer Ausdruck verwendet … „in einem neuen“, … was? …, „Leben [zu] wandeln.“ Das ist es, was jeder Mensch braucht, ein neues Leben. Das alte Leben muss komplett abgelegt werden und durch ein neues Leben ersetzt werden. In Epheser 4,24 heißt es: „Ihr habt den neuen Menschen angezogen“, hört gut zu, „der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Wenn ihr errettet werdet, zieht ihr einen neuen Menschen an, eine neue Person - nicht neue Kleider, eine neue Person. Es ist eine erneute Schöpfung.

Die beste und anschaulichste Illustration dessen findet sich in der wunderbaren Begegnung zwischen Jesus und Nikodemus. Schlagt also bitte Johannes 3 auf und lasst uns das kurz betrachten und uns diese wunderbare Geschichte in Erinnerung rufen. „Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern“, das waren die hoch geschätzten religiösen Lehrer. Er mag ebenso bekannt gewesen sein wie jeder andere Lehrer, denn in Vers 10 sagt Jesus: „Du bist“, und verwendet dann den bestimmten Artikel, „der Lehrer Israels und verstehst das nicht?“ Hier ist also ein Mann, der vielleicht öffentlich als „der Lehrer“ in Israel anerkannt wird, von recht hohem Rang, ein Pharisäer, gut mit dem Gesetz vertraut. Er nähert sich Jesus und sagt: „Wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist.“ Er ist ein Mann, der sehr geachtet wird. Hier ist ein Mann, der seine eigene Berufung erkennt, aber jemanden erkennt, der in seinem Verständnis noch deutlich über ihm steht.

Also kommt er zu Jesus. Und er sagt in Vers 2: „Wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, daß Gott mit ihm ist.“ Und er sagt nie, was ihm auf dem Herzen liegt. Er stellt keine Frage, aber Jesus weiß, was ihm auf dem Herzen liegt. „Jesus antwortete und sprach zu ihm“, das ist eine interessante Aussage, denn er hatte nichts gefragt, er hatte nur gesagt: „Du bist ein Lehrer“ und sagte dann noch: „Du kommst von Gott, das wissen wir.“ Aber Jesus beantworte die Frage in seinem Herzen und sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Und er wusste, dass die Frage, die Nikodemus unter den Nägeln brannte, lautete: Wie komme ich ins Reich Gottes? Hier war ein Mann, der der Lehrer Israels war, ein Pharisäer, der in religiöser Hinsicht überaus bewandert war, und dennoch war er nicht wirklich in das Reich Gottes gelangt. Wie wusste er das? Weil es nichts in ihm gab, um das zu bekräftigen.

Also kommt er zu Jesus und in seinem Herzen fragt er sich, was er tun muss, um ins Reich Gottes zu gelangen. Die logische Schlussfolgerung wäre: „Ich bin sehr religiös, ich studiere das Gesetz. Ich versuche, nach dem Kodex des Alten Testaments zu leben. Ich bin ein sehr moralischer Mensch. Ich bin ein Mensch, dem man vertraut. Ich bin ein Mensch, den man respektiert. Was muss ich meinem Leben hinzufügen, um in das Reich Gottes zu gelangen?“ Und Jesus sagte, du musst gar nichts tun, du fängst ganz von vorne an. Du setzt einfach all dem hier ein Ende und fängst bei der Geburt an. Du musst wiedergeboren werden. Und Nikodemus sagt zu ihm: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?“ Er fragt hier nicht nach den physischen Aspekten. Nein, er sagt nicht, wie kann ich physisch zurückgehen und wiedergeboren werden; er weiß, wovon Jesus spricht. Er nimmt einfach dieselbe verhüllte Sprache auf, die parabolische Sprache der Mishal, die Art von Sprache, die sie verwendeten, und er verwendet dieselbe Metapher, dieselben Redewendungen, die Jesus verwendet, und er sagt: „Wie kann jemand, der so viele Jahre Erfahrung in einer Religion hat, der seit so vielen Jahren einem Kodex folgt, der seit so vielen Jahren ein Pharisäer und Rabbiner und Lehrer des Gesetzes ist, je zurückgehen und all das aufgeben und von vorne anfangen?“ Das ist es, was er hier sagt.

Wenn ihr je Zeugnis vor einem orthodoxen Juden abgelegt habt, werdet ihr diese Denkweise verstehen. Wie kann ich dieses lebenslange Streben nach Religion aufgeben und von vorne anfangen? Das war es, was Nikodemus im Sinn hatte. „Er kann doch nicht zum zweitenmal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden?“ An diesem Punkt witzelt er. Er sagt das erneut, gemäß der Analogie, die Jesus verwendet. Wie kann ich geistlich wiedergeboren werden? Er weiß, dass Jesus geistlich spricht. Wie kann ich das bewerkstelligen? Wie kann das geschehen? Und Jesus sagt zu ihm: Das kannst du nicht. Das ist nicht möglich, Nikodemus. „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht“, … was? …, „in das Reich Gottes eingehen.“ Er sagt, das ist einfach unmöglich. Es muss durch Wasser und den Geist geschehen. Es muss durch eine Macht und ein Mittel außerhalb von dir geschehen … außerhalb von dir. Und diese Macht ist das Wasser und der Geist.

Worauf bezieht sich das? Das ist das Wasser der Errettung. Ich glaube, wenn ihr für einen Moment zu Hesekiel 36 zurückgeht, werdet ihr das sehen. Jesus spricht auf sehr vertraute Weise zu Nikodemus. Er kannte das Alte Testament. Er kannte die Verheißung aus Hesekiel 36, Vers 25: „Ich will reines Wasser über euch sprengen.“ Wer ist „ich“? Gott. Das ist eine souveräne Handlung und „Ihr werdet rein sein; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.“

Er sagt hier Folgendes zu Nikodemus: Erstens musst du souverän von Gott gereinigt werden. Zweitens kommt das durch den Heiligen Geist. Du brauchst eine souveräne Errettung, die von außerhalb kommt. So, wie Hesekiel es prophezeite, reines Wasser, um euch von eurer Unreinheit zu reinigen. Als Paulus an Titus schreibt, spricht er über die Waschung mit Wasser durch das Wort, das Bad der Wiedergeburt. Und in Vers 26 heißt es: „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben“, und dann kommt Folgendes: „Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, daß ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“ Wenn Jesus also zu Nikodemus sagt, du musst durch Wasser und den Geist geboren werden, um in das Reich Gottes zu gelangen, führt er Nikodemus direkt zu Hesekiel 36 zurück und sagt: „Du weißt, was der Prophet gesagt hat, du brauchst eine souveräne Reinigung, die von Gott kommt, von außen, und sein Heiliger Geist muss in deinem Herzen eingepflanzt werden, um dir ein neues Leben und ein neues Herz und eine neue Motivation zu geben.“

Warum? Johannes 3, Vers 6: Wenn du versuchen würdest, es alleine zu tun, „Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist“, … was? … „Fleisch“; du reproduzierst nur mehr von dir selbst, aber das, „was aus dem Geist geboren ist, das ist“, … was? …, „Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir gesagt habe: ‚Ihr müsst von neuem geboren werden!’“ Wundere dich nicht. Dann sagt er: „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“

Wisst ihr, was er hier sagt? Er sagt, ich kann dir nicht sagen, wie oder wann der Heilige Geist das tut, aber es ist ein souveräner Akt des Heiligen Geistes. Das lässt sich nicht planen. Man kann das nicht einmal kommen oder gehen sehen. Aber der Geist Gottes erscheint dort, wo er will, und bringt denen die Wiedergeburt, denen er sie bringen will, als souveräner Gott, mithilfe des Geistes, durch die Waschung mit dem Wort beim Bad der Wiedergeburt, er reinigt das Herz und pflanzt diesen Geist in einem Menschen. Was du brauchst, Nikodemus, ist ein neues Leben, und das ist ein souveräner Akt Gottes.

Genau das steht auch in Jeremia in Kapitel 24, Vers 7, wo Gott sprach: „Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen“, ein neues Wesen, ein neues Herz, ein neues Leben. Und in 2. Korinther 5,17 lesen wir: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.“

Ich sage hier also, dass eine Wiedergeburt von grundlegender Bedeutung ist. Das ist Errettung. Es ist Gott, der souverän von oben zu einem Sünder herabkommt und diesen Sünder durch seine Gnade reinigt und seinen Geist in diesem Sünder pflanzt, sodass die Reinigung dieses Sünders die Beziehung zu Gott regelt und die Einpflanzung des Geistes für seine Macht sorgt, um gemäß dem Willen Gottes zu leben. Und das ist der Zweck der Wiedergeburt.

Ich werde jetzt vier Fragen zu unserem Vers, Jakobus 1,18, stellen. Lasst uns dahin zurückgehen. Das war die Einleitung. Jakobus 1,18, ich möchte euch vier Fragen zur Wiedergeburt stellen, sehr einfache Fragen. Es wird nicht lange dauern, sie zu beantworten.

Erste Frage: Was ist das? Wir haben gerade gesagt, dass der Mensch Gott nicht kennen kann, wenn er nicht heilig ist, und der Mensch ist nicht heilig. Der Mensch erkennt seine Unheiligkeit nicht, und wenn er es tut, tendiert er dazu, Gott die Schuld zu geben. Wie wird er je aus diesem Dilemma herauskommen? Entweder gibt er Gott die Schuld daran oder er erkennt es nicht. Wie wird er sich je ändern? Ihr sagt jetzt: „Nun, irgendjemand bringt ihm höhere Maßstäbe, bessere Moral, ein Gesetz, dass er einhalten soll, und dann macht er es von alleine.“ Nein. „Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist“, … was? ..., „Fleisch“. Hier muss also Folgendes geschehen. Er braucht die göttliche Intervention eines souveränen Gottes, der durch seinen Geist kommt, die Sünde wegwäscht, ein neues Leben in ihm pflanzt, ihm seinen Geist gibt, um dieses neue Leben zum Gehorsam zu aktivieren. Das ist ein souveräner Akt. Das ist wirkliche Wiedergeburt.

Aber lasst uns zu diesem Vers gehen und die vier Fragen betrachten. Erste Frage: Was ist das? Was ist das Wesen der Wiedergeburt? Ich habe das bereits angedeutet. In Grunde genommen haben wir bereits einen großen Teil abgedeckt, außer diesem Ausdruck: „Nach seinem Willen hat er uns gezeugt.“ Das ist das Wesen der Wiedergeburt. Es ist Gott, der uns hervorbringt, der uns als neue Geschöpfe gebiert. Ihr seid nicht dieselben. Ihr seid neue Geschöpfe. Es ist übrigens dasselbe Verb, genau dasselbe, das in Vers 15 verwendet wurde. Wenn Gott empfängt, gebiert er Wiedergeburt, gebiert er neues Leben, es ist genau dasselbe Verb. Es steht in einer aoristischen[1] Zeitform, blickt also auf das Ereignis der Errettung zurück, als wir durch den göttlichen Vater geboren wurden und neues Leben als Kinder Gottes erhielten.

Wenn ihr eine technische Definition von „er hat uns gezeugt“ wollt, ist hier eine, die ich ausgezeichnet finde. Sie stammt von dem Theologen Berkhof und ist viele Jahre alt, drückt aber wirklich aus, worum es geht. „Wiedergeburt ist jener Akt Gottes, durch den das Prinzip neuen Lebens im Menschen eingepflanzt wird und die beherrschende Veranlagung seiner Seele geheiligt wird.“ Das ist eine großartige Definition. „Wiedergeburt ist jener Akt Gottes, durch den das Prinzip neuen Lebens im Menschen eingepflanzt und die beherrschende Veranlagung seiner Seele geheiligt wird.“ Das ist eine komplette Verwandlung. Das hört sich gar nicht wie Römer 3 an, oder? Oder wie Epheser 2,1-3. Petrus sagt sogar, wir werden der göttlichen Natur teilhaftig werden. Gott gibt uns sein eigenes Leben; sein eigenes Ich, sein eigener gerechter Charakter, seine eigene Heiligkeit werden in uns eingepflanzt. Das ist einfach ein überwältigender Gedanke.

Als Christen sind wir dieser göttlichen Natur teilhaftig, 2. Petrus 1,4. Wir sind Teilhaber der göttlichen Natur. Wir haben noch nicht alles empfangen, das das beinhaltet, aber das Prinzip des neuen Lebens ist bereits in uns eingepflanzt. Das geschieht in einem einzigen Moment, es ist kein Prozess. Es ist ein Ereignis. Es ist eine Handlung, durch die Gott euch neu schafft. Es ist ein geheimes Werk. Es ist nicht wahrnehmbar. Deshalb können wir, um mit den Worten von Jesus zu sprechen, den Weizen nicht vom Unkraut unterscheiden, weil dieser spezifische Akt nicht wahrnehmbar ist. Er macht sich nur durch seine Auswirkungen bemerkbar. Wir können nicht sehen, wie Gott jemanden erneuert, das ist ein göttliches Wunder, das jedem menschlichen Auge verborgen bleibt. Aber es pflanzt in diesem Menschen ein Prinzip des neuen Lebens und eine Veranlagung, die ihn dazu befähigt und motiviert, das Gesetz Gottes einzuhalten. Wunderbar. Es überwindet den toten Zustand der Sünde und der Tödlichkeit der Sünde. Wir unterliegen nicht mehr der Sünde, sagt Paulus in Römer 6, und die Sünde herrscht nicht mehr über uns, wir folgen jetzt bereitwillig und eifrig einem neuen Herrn. Jesus sagte in Johannes 10: „Ich bin gekommen, damit sie das“, … was? …, „Leben haben.“ Was brauchen tote Menschen am meisten? Leben. Und deshalb kommt er, um uns neues Leben zu geben.

Was also ist Wiedergeburt? Was ist es? Er hat uns gezeugt. Was bedeutet das? Er hat uns neues Leben gegeben, eine völlige Verwandlung des inneren Menschen. Zweite Frage: Wer tut das? Nun, ich habe euch das schon durch Johannes Kapitel 3 gesagt. Wer tut das? Geht einmal zu Vers 18 zurück. „Nach seinem Willen hat er uns gezeugt.“ „Er“, also Gott der Vater, der in Vers 17 erwähnt wurde, ist die Quelle von jeder guten Gabe und jedem vollkommenen Geschenk. „Nach seinem Willen“ steht auch im Griechischen am Anfang des Verses und verleiht dieser Aussage damit Nachdruck; das zeigt, dass der souveräne Wille Gottes die Wurzel dieses neuen Lebens ist. Anders wäre es nicht möglich, denn wie soll ein toter Mensch sich selbst Leben spenden? Unmöglich. Die Quelle neuen Lebens ist Gott … Gott. Es ist die Barmherzigkeit des Spenders, nicht der Wunsch des Empfängers. Dieser Wunsch des Empfängers wird durch die Barmherzigkeit des Spenders ausgelöst.

Es ist also ganz und gar die Entscheidung und das Werk des allmächtigen Gottes. Wenn ich errettet bin und ihr errettet seid, wem gebührt all die Ehre dafür? Gott. Wir preisen ihn.

Geht einmal zu Johannes 1,12 zurück, ich möchte noch ein wenig näher auf diesen Gedanken eingehen. Ihr sagt jetzt: „Einen Moment mal. Habe ich Christus nicht aufgenommen? Habe ich nicht an ihn geglaubt?“ Natürlich habt ihr das getan. Ihr habt die Hand ausgestreckt, ihn aufgenommen und an ihn geglaubt. Betrachtet einmal Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht“ oder die Autorität, „Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Ihr erwidert: „Das ist richtig. Ich habe geglaubt und ich habe ihn aufgenommen. Habe ich das nicht getan? Habe ich das nicht eingeleitet?“ Schaut euch einmal Vers 13 an: „Die nicht aus dem Blut“, … er spricht hier nicht von menschlicher Geburt …, „noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus“, ... was? …, „Gott geboren sind.“ Ihr habt an ihn geglaubt und ihn aufgenommen, weil es wessen Wille war? Gottes. Das ist eine souveräne Sache. Ja, ihr glaubt an ihn. Ja, ihr habt ihn aufgenommen. Hinter all dem steckte aber der souveräne, entscheidende, barmherzige Wille Gottes.

Kein Kind ist je auf die Welt gekommen, menschlich gesprochen, weil es geboren werden wollte. In Ordnung? Die Geburt eines Kindes ist einzig und allein die Entscheidung der Eltern, nicht des ungeborenen Kindes. Geistliche Geburt verläuft analog dazu. Sie ist die Entscheidung des souveränen, göttlichen Vaters. Jesus sagte: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß der Vater“, … was? …, „ihn zieht … es sei denn, daß der Vater ihn zieht.“ Und sogar unser Glaube, den wir praktizieren, wird uns barmherzig von Gott gewährt.

Unsere bewusste Erfahrung der Bekehrung, die bewusste Erfahrung, bei der wir unser Leben Jesus Christus widmen, an seinen Tod und seine Auferstehung glauben, unsere Herzen öffnen, um ihn aufzunehmen, das Evangelium glauben, all das ist eine Folge von Gottes souveränem Willen. Meine Lieben, wenn ihr innehaltet und überlegt, dass ihr errettet wurdet, weil Gott vor Anbeginn der Zeit vorherbestimmt hat, euch zu erretten, so ist das eine wunderbare Sache. Gott in seiner Barmherzigkeit und Liebe bestimmte vorher, dass er eine ewige, enge Liebesbeziehung mit euch haben wird, denn das war sein Wille. Wunderbar. Johannes drückt es folgendermaßen aus: „Wir lieben ihn, weil er“, … was? …, „uns zuerst geliebt hat.“ Ein Kind bezeugt einem menschlichen Elternteil Liebe als Reaktion auf elterliche Liebe und Fürsorge und das Leben, dass sie diesem Kind geschenkt haben. Und weil Gott entschieden hat, uns zu erretten, weil Gott entschieden hat, uns neues Leben zu geben und ein heiliges Wesen, ist es laut Jakobus völlig unmöglich, dass er uns je zur Sünde verleiten könnte. Seht ihr, wie vollkommen unvereinbar das ist? Was für ein faszinierender Gedanke.

Er erwählte uns aus, um uns mit seiner Liebe zu überhäufen, um uns neues Leben zu geben, damit wir auf immer Gemeinschaft mit ihm haben können, und er sehnt sich danach, dass wir in seiner Gegenwart sind. Und wenn wir vor sein Angesicht treten, wird er uns seinem Sohn gleichmachen und ewigen Segen über uns ausgießen, für immer und ewig. Kein Wunder, dass Johannes in 1. Johannes 3 sagt: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen!“ Ihm fällt nicht einmal ein Adjektiv ein. Das ist absolut unbeschreiblich. Er sagt einfach: „Welch eine Liebe …“ Ihm ist nicht einmal ein Adjektiv eingefallen, um diese Art von vorherbestimmter, souveräner freier Entscheidung, uns zu lieben, zu beschreiben.

Lasst uns jetzt noch einmal auf Jakobus 1,18 zurückblicken, nur noch ein weiterer Gedanke über diesen spezifischen Punkt ... wenn es heißt „Nach seinem Willen“, wird hier im Griechischen das Wort bouletheis verwendet, ein aoristisches Partizip. Es ist nicht nur ein Wunsch, sondern ein aktiver Wille der Erfüllung. Es ist nicht so, dass Gott sich das einfach wünscht, er wünscht sich, dass wir errettet werden, es ist sein Wille in dem Ausmaß, dass es tatsächlich geschieht. Darf ich euch etwas sagen, dass theologisch gesehen sehr tiefschürfend ist? Das ist das, was man als Gottes produktiven Willen bezeichnen würde. Das bedeutet, wenn er es entscheidet, geschieht es. Es ist kein Wunsch. Ihr könntet euch etwas wünschen … „Ich möchte … oh wie wünsche ich mir, dass dies geschehen würde …“, und trotzdem mag das in keinem Zusammenhang mit dem stehen, was geschehen wird. Oder ihr könntet sagen: „Ich entscheide, dass das geschehen soll“, weil es in eurer Macht steht, das herbeizuführen. Das ist es, was sich hinter diesem Wort hier verbirgt. Gottes Wunsch führt das Ziel dieses Wunsches herbei.

Was also ist Wiedergeburt? Es ist unsere Erneuerung durch Gott. Wer tut das? Gott tut das durch seine souveräne Macht und wir reagieren auf diese souveräne Barmherzigkeit. Dritte Frage, okay? Wir haben nach Was und Wer gefragt, hier kommt die dritte Frage: Wie geschieht das? Wie geschieht das? Nun, ihr sagt jetzt: „Nun, reicht Gott einfach von oben herab und dann ist man plötzlich errettet? Polt Gott uns einfach um? Wie geschieht das?“ Nun, lasst uns noch einmal zu dem Vers zurückgehen. Vers 18: „Nach seinem Willen hat er uns gezeugt“, … hier kommt’s …, „durch das Wort der Wahrheit … durch das Wort der Wahrheit.“ Oder buchstäblich, durch „der Wahrheit Wort … durch der Wahrheit Wort.“ Das bedeutet das Wort Gottes, die Schrift. Seht ihr, Gott erneuert uns und wäscht uns und reinigt uns und gibt uns einen neuen inneren Menschen und pflanzt den Heiligen Geist in uns durch die Macht seines ... was? ... seines Wortes … seines Wortes. Die Menschen werden durch die Macht des Wortes wiedergeboren. Wenn ihr das Wort nicht hört, hört ihr die errettende Botschaft nicht.

In 1. Thessalonicher 2,13 lobt Paulus die Thessalonicher für ihre Reaktion auf die Verkündigung von Gottes Wort. Er sagt: „Darum danken wir auch Gott unablässig, daß ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort“, … hört jetzt gut zu …, „das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.“ Es ist das Wort, das in einem gläubigen Herzen wirksam ist. Gott handelt auf souveräne Weise, um uns zu erlösen, ein Mensch reagiert auf Kontakt mit dem Wort, indem er daran glaubt, und es kommt zur Errettung. Gottes Wille der Errettung wird also durch das Verständnis von Gottes Wort, in Kombination mit Glauben, im Herzen eines Menschen verankert, und es kommt zur Wiedergeburt dieses Menschen. Wie geschieht das? Das geschieht durch das Wort Gottes. Und ich möchte euch noch einmal an Titus 3,5 erinnern: „Nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten“, wir erlangen weder Errettung noch neues Leben, indem wir etwas tun, indem wir versuchen, Gott im Fleisch gehorsam zu sein, „sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit“, … seht jetzt gut hin …, „- errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes.“ Das sind dieselben beiden Dinge, die Waschung mit dem Wasser des Wortes und die Einpflanzung des Heiligen Geistes. Das ist das souveräne Werk Gottes. Es geht hier also um das Wort der Wahrheit.

Ich möchte diesen Ausdruck noch ein wenig ausführen, „das Wort der Wahrheit“ oder „der Wahrheit Wort“. Diese spezifische Bezeichnung wird im Neuen Testament mehrmals verwendet. Ihr braucht die Stellen nicht aufzuschlagen, ich werde sie euch nur kurz nennen. In 2. Korinther 6,7 heißt es: „Im Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes“ usw. In Kolosser 1,5 heißt es: „ […] von der ihr zuvor gehört habt“, … hört hier gut zu …, „durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums.“ Das Wort der Wahrheit des Evangeliums, und hier bezieht sich das „Wort der Wahrheit“ spezifisch auf das Evangelium. Übrigens wird auch in 2. Timotheus 2,15 das Wort der Wahrheit erwähnt, das Wort der Wahrheit recht teilen.

Das Wort der Wahrheit ist also im Allgemeinen das Wort Gottes. Es ist das, was Gott uns bringt, um uns ein Verständnis seiner Offenbarung von sich selbst zu vermitteln. Spezifisch betrachtet könnten wir es, auf der Grundlage von Kolosser 1,5, das Wort der Wahrheit des Evangeliums nennen. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf kehren wir zu Jakobus zurück und können einfach sagen, dass wir nicht schief lägen, wenn wir sagen, wir werden durch das Wort der Wahrheit wiedergeboren, nicht nur durch Gottes allgemeine Offenbarung, sondern, wie in Kolosser 1,5, auch durch seine spezifische Offenbarung des Evangliums. Ihr fragt jetzt: „Was ist das Evangelium?“ Die gute Botschaft, dass Jesus kam, starb und auferstanden ist. Menschen werden also errettet, wenn Gott souverän beginnt, sie erneut zu zeugen, ihnen ein neues Wesen zu geben, ihre Sünde wegzuwaschen und seinen Heiligen Geist in ihnen zu pflanzen. Er bringt ihnen ein Verständnis von alldem durch die Kenntnis des Evangeliums, das ihnen verkündet oder ausgehändigt wird, und in Kombination mit Glauben führt dies zur Wiedergeburt.

Erinnert ihr euch noch an Römer 10,14? Ich greife hier nur einige Schriftstellen auf, die mir in den Sinn kommen und in denen ich einen Bezug hierzu sehe, während wir uns dem Ende nähern. „Wie sollen sie aber den anrufen, an sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?“ Und dann lesen wir: „Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden“, usw. Geht es hier darum, dass wir Prediger sein müssen; darum, wie Menschen die Botschaft hören sollen, wenn sie keinen Prediger haben? Wie können wir jemanden aussenden, wenn es niemanden gibt? Die Menschen müssen einen Prediger haben. Mit den Worten von Jesaja: „Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkünden“. Wie wichtig es ist, das zu verkünden. Warum? Wegen Vers 17: „Demnach kommt der Glaube, indem wir eine Rede über Christus hören.“ Das ist die korrekte griechische Wiedergabe von 10,17. Glaube kommt, indem wir das Evangelium Jesu Christi hören, Römer 10,17.

Gott errettet also souverän, indem er in ein Leben Einzug hält und dieses Leben neu schafft, aber das geschieht, wenn ein Mensch kommt, um das Evangelium zu hören und zu verstehen und es ist mit Glaube mischt. Und das führt zur Wiedergeburt. Was ist es? Das ist die völlige Verwandlung. Wer tut das? Gott tut das durch seinen eigenen, souveränen Willen. Wie geschieht das? Indem wir das Evangelium Jesu Christi hören und glauben, dass er am Kreuz starb und auferstanden ist. Das kommt durch das offenbarte Wort Gottes.

Eine weitere Schriftstelle in dieser Hinsicht ist 1. Petrus 1: „Denn ihr seid wiedergeboren“, und hier kommt eine Definition des Mittels, „denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem“, er spricht hier nicht von menschlicher Geburt, „sondern von unvergänglichem Samen“, … hier kommt’s …, „durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt.“ Durch das Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. Für Fleisch kann es keine Wiedergeburt im Fleisch geben, denn „alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen.“ Das Fleisch kann nichts Dauerhaftes produzieren: „Aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit“, … hört jetzt gut zu …, „Das aber ist das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist.“ Und er sagt wieder, ihr werdet durch das Wort wiedergeboren und das Wort, durch das ihr wiedergeboren werdet, ist das Evangelium, und das Evangelium ist die Geschichte von Jesu Tod und Auferstehung. Gott entscheidet sich also souverän, zu erretten, kommt herab, reinigt das Herz, pflanzt seinen Geist ein, aber um das zu tun, muss das Herz das Evangelium als klar verkündigt verstehen. Und dieses Verständnis, zusammen mit Glauben, führt zu neuem Leben … neuem Leben. Wenn sich irgendetwas in uns ändern soll, muss Gott das tun. Aber wir müssen ebenfalls auf das Evangelium reagieren.

Das lässt eine Frage offen, eine Frage … warum geschieht das? Warum? Was macht Gott sich die Mühe? Wir wissen was, wir wissen wer, wir wissen wie, aber warum? Worin besteht der Zweck unserer Erneuerung? Seht einmal auf das Ende von Vers 18, das ist wunderbar. „Damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ Meine Güte, was für eine Aussage. Wir könnten uns damit wirklich ins Zeug legen. Die Folgen davon sind gewaltig … „damit wir“, das ist ein eis mit dem Verb „sein“, das ist ein Finalsatz, mit dem Zweck, eine neue Art von Schöpfung hervorzubringen. Das ist es, was Gott will. Er will eine neue Art von Schöpfung. Und wir sind die Erstlinge dieser Schöpfung. Das ist großartig.

Nun, was sind Erstlinge? Wenn wir Zeit hätten, und wir werden uns die Zeit dafür nicht nehmen, könnten wir das Alte Testament studieren; notiert euch 2. Mose 23,19, 3. Mose 23, 5. Mose 18 und 5. Mose 26, dort findet ihr Informationen über Erstlinge. Als ihr die Samen für eine Ernte gesät habt, sagte Gott: „Ich will eure Erstlinge.“ „Erstlinge“ hatte zweierlei Bedeutung: Ich will den ersten in der Rangfolge und ich will das Beste. Wenn ihr diese Ernte einbringt, bringt mir etwas davon. Ich will die ersten Früchte, die ihr erntet, und das wird beweisen, das ihr euren Glauben auslebt, denn wenn ihr die ersten Früchte nehmt … Bauern tendieren dazu, die ersten Früchte ihrer Ernte zu nehmen und einzulagern, falls nichts mehr kommt. Bringt mir also die ersten und die besten Früchte. Das sind die Erstlinge. Die ersten Früchte einer vollen Ernte, die später kommen wird. Und genau das bedeutet es hier. Er sagt, ich will, dass ihr … und das ist aufregend ... die Ersten und die Besten seid, Vorreiter einer ganzen Ernte, die später kommen wird. Das ist wunderbar.

Hört mir jetzt aufmerksam zu. Ist euch klar, Leute, dass die Welt nicht so weiter existieren wird, wie sie momentan ist? Wisst ihr das? Wisst ihr, dass wir auf eine völlige Verwandlung der Welt, wie wir sie kennen, zusteuern? Wisst ihr, dass all das hier auf der Erde verbrennen wird? Und die Bibel sagt uns, dass der Herr diese Erde nach seinem Ermessen neu schaffen wird. Er wird eine neue Schöpfung hervorbringen, alles wird wiedergeboren, alles, Männer und Frauen und Boden und Hügel und Täler und Wasser und Gras und Pflanzen und Tiere, einfach alles. Er wird sogar einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Eine völlig neue Schöpfung erwartet uns und wir sind nur der erste Beweis dafür. Wie Paulus in Römer 8 sagt: „Die Welt weiß noch nicht einmal, was wir sein werden, weil wir immer noch in unserem Fleisch verhüllt sind und auf die Offenbarung der Söhne Gottes warten; dann wird allen deutlich werden, was wir wirklich sind.“ Das ist irgendwie spannend, zu wissen, was ich in dieser Hinsicht bin. Als Christ bin ich, und auch ihr, ein Vorläufer dessen, was noch kommen wird. Wir sind nur der erste Ausblick auf diese neue Schöpfung. Unglaublich.

Wir gehören Gott und er schafft uns neu als Symbole, als Beispiele, als Illustrationen seiner künftigen neuen Schöpfung. Wollt ihr wissen, wie die Zukunft sein wird? Ich werde euch sagen, wie sie sein wird. Sie wird sein wie wir. Völlig neu im Inneren. Sie wird sein wie wir, nachdem wir auch äußerlich völlig erneuert werden. Aber wir sind nur die Erstlinge. Was ist das? Die Erstlinge waren die Verheißung der vollen Ernte … die Verheißung der vollen Ernte. Und wir sind die Erstlinge. Was für ein Gedanke. Gott sagt, ich will euch zu meinem besonderen Eigentum machen, ich will, dass ihr zu mir gehört, dass ihr Symbole der völlig neuen Schöpfung seid, die noch kommen wird. Ist euch bewusst, dass wir heute Abend hier in der kleinen Grace Community Church sind, in dieser kleinen Ansammlung von Ziegelsteinen, und dass die Welt keine Vorstellung davon hat, was wir sind, aber dass wir einfach Erstlinge einer unglaublichen neuen Schöpfung sind, bei der Gott den ganzen Himmel und die ganze Erde neu schafft? Wir sind nur die Erstlinge.

In Römer 8 heißt es, die ganze Schöpfung seufzt mit und wartet auf ihre Wiedergeburt. Auch wir rufen nach der Wiedergeburt, nicht der unserer Seele -- die hatten wir bereits --, sondern die unserer ... was? ... Körper, an denen das Fleisch hängt. Das neue Leben, das wir in Christus haben, ist ein Vorgeschmack auf die künftige Herrlichkeit, wenn das ganze Universum neu geschaffen werden wird. Was für ein wunderbares Privileg wir haben.

Was ist Wiedergeburt? Er ist eine Neuschöpfung, die uns von Innen heraus völlig neu macht. Wer tut das? Gott tut das auf souveräne Weise. Wann geschieht das? Oder wie geschieht das? Es geschieht, wenn wir mit gläubigen Herzen die Worte des Evangeliums hören und dann vermischt Gott unseren Glauben mit seiner souveränen Macht und verwandelt uns. Und warum tut er? Weil wir uns in der Welt als lebendige Vorbilder dessen, worauf die Welt bei der erneuten Schöpfung durch Gott zusteuert, auszeichnen sollen.

Um die Dinge wieder in den Kontext von Jakobus zu bringen. Wenn mir jetzt noch jemand versucht zu sagen, dass Gott will, dass wir sündigen, dann sage ich euch, dass ihr nicht alle Tassen im Schrank habt. Gott will definitiv nicht, dass ihr sündigt. Er hat definitiv keine Freude an eurer Sünde. Er hat euch geschaffen, damit ihr ein Abbild einer sündenlosen Gesellschaft seid. Das ist es, was Gott will. Wenn ihr also sündigt, gebt nicht ihm die Schuld daran. Sucht die Schuld da, wo sie hingehört, bei eurem eigenen Fleisch, und sehnt den Tag herbei, wenn euer Fleisch erlöst wird. Das bedeutet es, wiedergeboren zu werden. Und es gibt viel, wofür wir Gott preisen können. Lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.



[1] Drückt eine momentane oder punktuelle Handlung aus




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