Unleashing God's Truth, One Verse at a Time

Der Ursprung des Bösen (German)

1 Mose 3:1-7

Code: de90-235

Unsere Welt macht sich ganz gewiss viele Gedanken über die Frage des Ursprungs. Wir hören und lesen ständig etwas darüber. Fast jede Ausgabe der Zeitungen, jede Ausgabe der führenden Zeitschriften unseres Landes diskutiert die Frage des Ursprungs, wie die Dinge so wurden, wie sie sind, entweder in Bezug auf das physische Universum oder das geistliche Universum … in Bezug auf die menschliche Soziologie oder die menschliche Anatomie.

Um die Wahrheit über den Ursprung aller Dinge zu erfahren, müssen wir zur Bibel zurückkehren. Gott hat uns in 1. Mose die Geschichte des Ursprungs aller Dinge gegeben. 1. Mose 1 und 2 beschreibt den Ursprung des physischen Universums, wie wir es kennen. 1. Mose 3 ist der Ursprung des Bösen.

Schlagt in eurer Bibel bitte 1. Mose Kapitel 3 auf. Ich möchte euch diesen Abschnitt vorlesen, damit ihr ihn einfach im Hinterkopf habt. Nach sechs Tagen der Schöpfung ruhte Gott sich aus. Laut Kapitel 1, Vers 31, war alles, was er geschaffen hatte, sehr gut, und Gott ruhte sich aus. Er hatte ein perfektes Universum geschaffen. Aber wir leben in einem Universum, das alles Andere als perfekt ist. Und dafür gibt es einen Grund. Wenn ihr zu Kapitel 3 kommt, spielt sich etwas Dramatisches ab, und das ist der Grund dafür, warum die Welt so ist, wie sie ist.

„Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: ‚Sollte Gott wirklich gesagt haben, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?‘ Da sprach die Frau zur Schlange: ‚Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Eßt nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!‘ Da sprach die Schlange zu der Frau: ‚Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon eßt, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist!‘ Und die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und daß er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, daß sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.“

Die wahre Diagnose des Zustandes der Menschen lässt sich auf dieses Ereignis zurückführen. Gott, der Schöpfer des Universums, ist vollkommen gut und nur gut. Und seine ursprüngliche Schöpfung war vollkommen gut und nur gut. Die Güte seiner Schöpfung war eine Reflexion der Güte seines Wesens.

Ich möchte an dieser Stelle etwas philosophisch werden. Gott ist nicht der Autor des Bösen. Wenn Gott Böses geschaffen hätte, wäre Gott sowohl gut als auch böse. Und wenn Gott sowohl gut als auch böse wäre, gäbe es keine Hoffnung auf den ultimativen Sieg des Guten, den die Bibel verheißt. Wenn Gott selbst böse wäre, könnte er demzufolge nicht über das Böse triumphieren, sodass das Gute nicht triumphieren könnte. Wenn Gott die Quelle des Bösen wäre, müsste er selbst böse sein. Und wenn er selbst böse wäre, könnte es keine Grundlage für unser Heil geben, denn Gott könnte uns nicht von dem Bösen erretten, wenn das Böse Bestandteil seines eigenen Wesens wäre.

Die biblische Offenbarung der ursprünglichen Güte der Schöpfung schützt also die Güte Gottes. Und sie macht etwas Anderes, außerhalb von Gott, zur Quelle des Bösen. Nur, wenn die Quelle des Bösen außerhalb von Gott liegt, kann Gott das Böse besiegen und Sünder vom Bösen erretten.

Und nur so als Anmerkung hier: Evolution ist abhängig von Verfall und Tod, alles Auswirkungen oder Reflexionen des Bösen. Wenn Gott also irgendeine Art von Evolution eingesetzt hätte, um etwas zu schaffen, dann hat Gott das Böse hervorgebracht. Dann hat er Verfall und Tod geschaffen. Und wenn Gott irgendeine Art von Evolution benutzte, dann war seine Schöpfung nicht vollkommen gut, dann war sie nicht perfekt, als er sie schuf, und ist so, wie sie jetzt ist, wegen des Verfalls und Todes, die Gott bei seiner Schöpfung eingesetzt haben muss und die Beweise des Bösen sind; dann muss Gott selbst böse sein. Unser Gott ist nicht böse, Gott ist vollkommen gut und nur gut.

Die Frage lautet dann: Woher kommt das Böse? Und die Antwort lautet, dass wir unsere Kenntnisse nur aus der Bibel beziehen können. Es ist vollkommen nutzlos, darüber zu spekulieren. Niemand würde bestreiten, dass es Böses auf der Welt gibt. Jeder gibt das zu. Nicht jeder gibt zu, dass wir vollkommen verdorben sind und die Erbsünde in uns steckt. Nicht jeder gibt zu, dass wir böse und bis ins Innerste verachtungswürdig sind. Aber jeder gibt zu, dass es in mehr oder minder großem Ausmaß Böses auf der Welt gibt.

Und das Problem des Bösen auf der Welt hat wirklich die schlausten Köpfe der Geschichte beschäftigt. Wir würden gewiss zustimmen, dass es in unserem eigenen Land, in der Geschichte unseres eigenen Landes, nie ein größeres Genie gegeben hat als Albert Einstein. Nicht nur der größte Wissenschaftler dieses Jahrhunderts, sondern vielleicht das größte Genie, den es in der Moderne gegeben hat. Und für Albert Einstein, nur zur Veranschaulichung, für diesen großartigen Wissenschaftler mit diesem großartigen Verstand, bestand die schwierigste intellektuelle Barriere zum christlichen Glauben nicht in der Frage der Schöpfung der Welt durch Gott. Aus dem einfachen Grund, dass die Frage von Ursache und Wirkung für Einstein nicht schwer zu verstehen war. Er sah, dass das Universum eine Wirkung war, die eine Ursache haben musste. Er sah, dass das Universum einem Design folgt und einen Designer haben musste. Er sah, dass es geregelt war und von einem ordentlichen Verstand hervorgebracht worden sein musste. Und deshalb schlussfolgerte Einstein, dass ein Verstand hinter dem Universum stecken musste. Er lehnte den Gedanken ab, dass Materie einfach ziellos durch das All flog, bis sie sich irgendwann willkürlich zu dem Universum formte, das jetzt existiert. Wie er sagte: „Das Universum offenbart eine Intelligenz von solcher Überlegenheit, dass es jede menschliche Intelligenz in den Schatten stellt.“

Nein, Einstein war nicht verblüfft über Gott als Schöpfer. Was Einstein wirklich schachmatt setzte, war etwas sehr viel Schwierigeres als die Lehre der Schöpfung. Es war das Problem des Bösen und des Leidens. Er wusste, dass es einen Designer geben musste, er zermarterte sich den Kopf über den Charakter dieses Designers. Wie konnte Gott gut sein und dennoch zulassen, dass den Menschen all diese schrecklichen Dinge zustießen? Einstein konnte das Problem des Bösen und des Leidens nicht mit einem guten Gott in Einklang bringen, und so wandte er sich komplett von dem Gott der Bibel ab, dem Gott, an den zu glauben er im Judaismus aufgezogen worden war.

Worüber Einstein wirklich stolperte, war die Tatsache, dass er ein Determinist war. Das bedeutet, er betrachtete Menschen als komplizierte Maschinen. Er betrachtete sie als etwas, das einfach tat, wozu es durch natürliche, unwiderstehliche Kräfte getrieben wurde. Einstein schlussfolgerte sogar, dass Menschen wie Aufziehspielzeuge waren, man zog sie auf und sie tun das, wozu sie hergestellt wurden.

Wenn das so ist, schlussfolgerte er, dann kann es so etwas wie Moral nicht geben. Dann kann es kein Richtig oder Falsch geben. Dann kann es keine Sünde geben. Dann kann es keine Schuld geben. Wenn die Handlungen eines Menschen vorherbestimmt sind, wenn er einfach ein Aufziehspielzeug ist, der von einem kosmischen Verstand dazu aufgezogen wird, das zu tun, was ihm vorherbestimmt wurde, dann kann er vor Gott nicht für seine Handlungen verantwortlich sein. Dann ist er, so sagt Einstein, ebenso wenig für seine Handlungen verantwortlich, wie ein Stein dafür verantwortlich, wo er landet, nachdem jemand ihn geworfen hat.

Wer ist verantwortlich? Nun, Gott muss verantwortlich sein, schlussfolgerte Einstein. Aber wenn Gott verantwortlich ist, kann er kein guter Gott sein, denn ansonsten ist er verantwortlich für Böses. Und wenn Gott verantwortlich ist, der Gott des Judaismus oder der Gott des Christentums, dann veranlasst er uns, schlechte Dinge ebenso zu tun wie gute Dinge. Wenn Gott so war, sagte Einstein, dann würde er ständig über sich selbst als böse richten.

Nun, das konnte er nicht akzeptieren. Er konnte nicht akzeptieren, dass Gott sowohl gut als auch böse sein konnte. Und so entschied er, dass es überhaupt keinen persönlichen Gott gibt. Und er lehnte den Gott des Judaismus und den Gott des Christentums, den Gott der Bibel ab und schlussfolgerte, dass Gott als unpersönlicher, kosmischer Verstand existiert. Einfach eine rationale Macht, die der Welt ihre rationale Struktur gab. Diejenigen unter euch, die Philosophie studiert haben, würden schlussfolgern, dass er an den Gott von Spinoza glaubte. Und Einsteins Annahme, dass Menschen einfach Roboter waren, beruhte auf der Tatsache, dass ein unpersönlicher, rationaler Verstand jene Roboter schuf. Aber er konnte kein persönlicher Gott mit einem persönlichen Wesen sein.

Einstein hatte Unrecht. Und wie ich euch vor einigen Wochen sagte, als ich in einem anderen Zusammenhang über Einstein sprach, hat er es nie begriffen. Er kam nicht einmal zu dem Punkt, wo er Gott vollkommen als die Schöpfungsmacht begriff; deshalb war er nie zufrieden und starb, ohne je die wahre Macht des Universums identifiziert zu haben. Aber Einstein hatte Unrecht in Bezug auf Gott, Gott ist ein persönlicher Gott. Und Gott ist nicht verantwortlich für das Böse. Und das Problem Einsteins war, dass er nicht an seine eigenen Schriften glaubte, die Schriften des Judaismus.

Wenn es um den Ursprung des Bösen geht, haben wir verschiedene Möglichkeiten. Und das sind die landläufigen Möglichkeiten. Erstens könnt ihr Einsteins Option wählen, dass es eine kosmische Macht gibt, die wir nicht kennen können, die unpersönlich ist, eine Art rationale Macht dort draußen, ohne Persönlichkeit, ohne Beziehung, unfähig, eine Beziehung zu uns herzustellen, sondern eine kosmische, ewige Macht, eine rationale Macht, die alles in unserem Universum ins Leben rief. Ihr könnt diesen Standpunkt beziehen. Gott ist nicht persönlich, er kann niemanden kennen oder gekannt werden.

Oder ihr könnt den zweiten Standpunkt beziehen, dass Gott nicht einmal existiert. Das ist die Meinung des intellektuellen Atheisten, der sagt, es gäbe keine Kraft, keine Macht, keinen rationalen Verstand, sondern absolut nichts dort draußen. Und dass die Realität sich selbst schuf. Und da es keinen Gott gibt, gibt es in der Realität weder Böse noch Gut. Dies sind nur nebensächliche Unterscheidungen, die die Menschen erfinden, aber es gibt kein wahres Gut oder Böse.

Oder ihr könntet einen anderen Standpunkt beziehen. Ihr könntet sagen, dass es Leiden und Böses und den Tod nicht wirklich gibt. Gott ist gut und deshalb ist alles gut, wir denken nur, es sei nicht gut. Das heißt, das Böse ist eine Illusion, Leiden ist eine Illusion, der Tod ist eine Illusion.

Ihr sagt: „Wer um alles in der Welt glaubt das?“ Die Anhänger der Christlichen Wissenschaft glauben das. „Christliche Wissenschaft“, Leute, ist weder christlich noch wissenschaftlich. Das ist wie unsere Grape-Nut-Frühstücksflocken, habt ihr die je gegessen? Das enthält weder Trauben (Grapes) noch Nüsse (Nuts). Es ist ein irreführender Name. Übrigens, die Hindus sagen auch, das gesamte Universum sei eine Illusion. Ihr könnt also irgendeinen esoterischen, mystischen Standpunkt zur Realität des Bösen beziehen und mit diesen Leuten übereinstimmen.

Viertens könntet ihr sagen, Gott steht weit über Gut und Böse. Gott ist transzendent und lässt sich durch kein menschliches Konzept definieren. Das kommt Einsteins Perspektive sehr nahe, dass Gott sich nicht einmal oberflächlich mit diesen Sachen hier unten befasst, er steht weit darüber. Vielleicht der Gott der Deisten, er ist der Gott, der alles [wie Spielzeug] aufzieht, sich selbst aber nicht bewegt, der von allem unberührt bleibt.

Oder ihr könnt den Standpunkt beziehen, der sich heutzutage zunehmender Beliebtheit erfreut, dass Gott nämlich nur eingeschränkte Macht hat. Das ist eine neue Theologie, die sich sehr schnell entwickelt, und es ist schwer, sich das vorzustellen, aber das tut es im Rahmen des evangelikalen Christentums. Sie nennt sich „Prozesstheologie“. Das ist der Gedanke, dass Gott noch einen Prozess durchläuft. Dass Gott versucht, dorthin zu gelangen, wo er hin will, ebenso wie wir versuchen, zu unserem Ziel zu gelangen. Dass schlechte Dinge geschehen, weil Gott sie nicht stoppen kann. Das ist der Kampf von Rabbiner Kushner, der Wenn guten Menschen Böses widerfährt schrieb. Erinnert ihr euch an dieses berühmte Buch? Nun, der Gott von Rabbiner Kushner war ein Gott, der nicht dort angekommen war, wo er wirklich sein wollte, wie zum Beispiel, ein vollkommen guter und souveräner Gott zu seinund absolute Kontrolle über alles zu haben, aber er war noch nicht ganz angekommen, der Prozess war noch nicht abgeschlossen. Das hat sich jetzt bei den Evangelikalen eingeschlichen. Und inzwischen gibt es „evangelikale Gelehrte“, die diese Meinung über Gott vertreten, dass Gott nicht Bescheid weiß. Ich habe gerade Material gelesen, das von einer evangelischen Fachhochschule für Theologie veröffentlich wurde, von einem Mann, der behauptet, Gott weiß nicht, was in der Zukunft geschehen wird, und der Grund dafür sei, weil nichts geschehen ist und man nichts wissen kann. Er verstrickt sich in den Fantasien dieser Argumentationslinie.

Ihr glaubt also entweder, dass Gott nicht Gott ist, dass es dort draußen einfach eine kosmische Macht gibt. Ihr glaubt, dass Gott überhaupt nicht existiert und alles einfach „niemand x nichts = alles“ ist.Oder ihr glaubt, dass Leiden, Sünde und Tod nicht wirklich existieren und nur eine Illusion sind. Oder ihr glaubt, dass Gott über all dem steht, dass er nicht davon betroffen ist, und damit schützt ihr ihn vor der Verantwortung für das Böse. Oder ihr glaubt, dass Gott noch nicht fertig ist, und das ist die neue und beliebte Ansicht, dass Gott wirklich gute Absichten hat, aber nicht souverän genug ist, um dorthin zu gelangen, wo er sein möchte, so schnell, wie er dort ankommen möchte.
Ein weiterer Standpunkt, den ihr noch mit einstreuen könnt, ist einfach, dass Gott das Böse gemacht hat. Und es gibt Menschen, die das lehren. Ich habe diese Woche etwas darüber gelesen, dass Gott das Böse gemacht hat, dass er das Böse zu guten Zwecken geschaffen hat. Er wollte einige gute Dinge bezwecken und musste dafür Böses tun, deshalb schuf er das Böse zu guten Zwecken.

Nichts davon ist wahr. Nichts davon. Trotz dem, was Einstein dachte, ist Gott persönlich und relational und gut. Gott existiert, ebenso wie die Sünde und das Leiden und der Tod, und nur ein Narr sieht das als eine Illusion. Gott steht nicht über Gut und Böse. Er steht nicht so weit über den Dingen, dass er sich nicht des Guten und des Bösen bewusst ist und sich mit beidem befasst. Gott hat keine eingeschränkte Macht, sodass er nicht tun kann, was er will und Mühe hätte, wie der Rest von uns, irgendwo hinzukommen, wo er noch nicht angekommen ist. Und schließlich hat Gott nicht das Böse geschaffen.

Ich möchte es einfach für euch machen. Gott ist nicht verantwortlich für das Böse, seine Geschöpfe sind es. Gott ist nicht verantwortlich für das Böse, seine Geschöpfe sind es. Hört mir gut zu: Alles, was Gott schuf, war ...was?...sehr gut, alles. Das wird in der ganzen Schrift bestätigt. In Habakuk Kapitel 1: „Deine Augen sind so rein, daß sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen.“Habakuk Kapitel 1, Vers 13.

In 1. Korinther 14,33 lesen wir: „Gott ist nicht ein Gott der Unordnung.“Unordnung ist ein Produkt der Sünde.In 1. Johannes 1,5 lesen wir: „Gott [ist] Licht [...] und in ihm [ist] gar keine Finsternis.“In Jakobus 1,13 heißt es: „Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht auch niemand.“ In1. Johannes 2,16 steht: „Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater.“ In Psalm 5,5 heißt es: „Denn du bist nicht ein Gott, dem Gesetzlosigkeit gefällt; wer böse ist, darf nicht bei dir wohnen.“ Positiv ausgedrückt heißt es in Jesaja 6 übrigens, der Wechselgesang der Engel habe gelautet, dass Gott heilig, heilig, heilig ist.

Ihr gewinnt natürlich einen flüchtigen Eindruck davon, als Jesus auf die Welt kam, Gott in Menschengestalt. Er war heilig, harmlos, rein, abgesondert von Sündern. Gott ist nicht böse. Gott tut nichts Böses. Er kann nicht zu etwas Bösem verführt werden. Er führt niemanden in Versuchung, etwas Böses zu tun. Gott ist nicht verantwortlich für das Böse. Die Quelle des Bösen, die Quelle der Sünde, liegt außerhalb von Gott. Als Gott die Engel und die Menschen schuf, gab er ihnen Intelligenz. Er gab ihnen einen Verstand und Entscheidungsfreiheit. Und es gibt eine Abfolge. Ich habe diese Worte aus einem bestimmten Grund in dieser Reihenfolge genannt.

Intelligenz gab ihnen die Fähigkeit, Dinge zu verstehen. Der Verstand gab ihnen die Fähigkeit, dieses Verständnis zu verarbeiten im Hinblick auf ihr Verhalten und die Entscheidungsfreiheit gab ihnen die Möglichkeit, über dieses Verhalten zu entscheiden. Intelligenz, Verstand und Entscheidungsfreiheit ... das Fazit ist, mit dem, was sie wussten, und mit den Fähigkeiten, die sie hatten, um diese Informationen zu verarbeiten, würden sie eine Entscheidung fällen müssen, und ob sie nun Engel oder Menschen waren, hätten sie die Wahl, Gott entweder gehorsam oder ungehorsam zu sein. Hört mir gut zu. Gott ungehorsam zu sein bedeutete, etwas Böses zu beginnen. Das Böse ist nicht die Anwesenheit von etwas, es ist die Abwesenheit von Gerechtigkeit. Ihr könnt das Böse nicht schaffen, denn es existiert nicht als ein geschaffenes Gebilde. Es existiert nicht als geschaffene Realität. Das Böse ist negativ. Das Böse ist die Abwesenheit von Perfektion. Es ist die Abwesenheit von Heiligkeit. Es ist die Abwesenheit von Gerechtigkeit. Das Böse wurde erst zur Realität, als die Geschöpfe sich entschieden, ungehorsam zu sein. Das Böse wurde also erstmals durch den Fall der Engel hervorgerufen und dann als nächstes durch den Fall von Adam und Eva.

Stellt es euch nur einmal folgendermaßen vor. Das Böse ist nicht etwas Geschaffenes. Das Böse ist keine Substanz. Das Böse ist kein Gebilde. Das Böse ist kein Wesen. Das Böse ist keine Kraft. Das Böse ist kein schwebender Geist. Das Böse ist ein Mangel an moralischer Perfektion. Gott schuf absolute Perfektion.Wo immer es einen Mangel daran gibt, gibt es Sünde. Und die kann es im Wesen Gottes oder von irgendetwas, das Gott schafft, nicht geben.

Das Böse entsteht, wenn Gottes Geschöpfe nicht den Maßstab moralischer Perfektion erreichen. Lasst mich das noch einen Schritt weiterführen. Gott schuf das Böse nicht, er war nicht der Urheber des Bösen, er hat das Böse nicht gemacht. Aber hört mir aufmerksam zu, das ist sehr wichtig. Gott hat beschlossen, das Böse als Teil seines ewigen Planes zu nutzen, okay? Er wird keine Schuld daran tragen. Er hat es nicht ins Leben gerufen. Das wäre unmöglich, weil Gott gut ist, vollkommen gut und nur gut. Deshalb ist alles, was von ihm kommt, vollkommen gut und nur gut. Gott kann also nur Gutes hervorbringen. Und das Böse ist die Abwesenheit jenes Guten, welches eine Entscheidung ist, die aufgrund der Argumente getroffen wurde, die auf den Informationen beruhen, welche seinen Geschöpfen offenbart wurde.

Aber Gott war davon nicht überrascht. Gott beschloss sogar, dass das Böse Teil seines Planes sein würde. Er ist nicht der Schöpfer des Bösen und er ist nicht die Ursache des Bösen. Er hat das Böse im kosmischen Sinne nicht ins Leben gerufen und er hat es im persönlichen Sinne nicht ins Leben gerufen, noch wird er das tun. Er ist nicht die Ursache der Sünde an sich oder die Ursache der Sünde im Leben der Menschen. Aber er nutzt sie für seine Zwecke.

Und deshalb lesen wir in Jesaja 45,7 – schreibt euch das auf, das könnte euch wieder begegnen -: „Gott schafft Unheil.“Manche älteren Übersetzungen sagen, er schafft Böses … das ist eine wirklich schlechte Übersetzung und nicht wahr. Gott schafft Unheil. Wenn ihr den Kontext von Jesaja 45,7 lest, wird deutlich, dass es hier um das Gericht geht. Gott schafft nicht das Böse, sondern er richtet über das Böse und schafft dadurch Unheil, durch welches das Böse gerichtet wird.

Hört mir jetzt aufmerksam zu. Die Schrift, die von Gott geschrieben wurde, ordnet die Schuld und Verantwortung für alle Sünden immer den Geschöpfen zu, niemals Gott … niemals Gott. Leute, das ist alles, was wir wissen, okay? Ich bin mit euch so tief gegangen, wie ich konnte. Weiter geht es nicht. Das ist alles, was wir wissen. Darüber hinaus müssen wir uns an unseren Glauben halten.

Wir wissen einige Dinge. Wir wissen, dass Gott heilig ist, nicht wahr? Wir wissen, dass er zu heilig ist, um das Böse anzusehen, er kann Böses nicht dulden. Wir wissen, dass er keinen Menschen versucht oder von Menschen versucht wird. Wir wissen, dass er heilig, heilig, heilig ist. All diese Dinge sind wir durchgegangen. Nichts Böses wohnt bei ihm. Er ist nur Licht und keine Finsternis. Wir wissen das, wir glauben das. Gott schafft keine Unordnung. Er ist nicht die Quelle der Sünde. Wir wissen das, wir glauben das. Die Sünde entsteht, wenn der Maßstab der moralischen Perfektion nicht erfüllt wird und das ist eine Handlung, die auf dem Intellekt beruht, auf dem Verstand, es ist eine Entscheidung, die von seinen Geschöpfen getroffen wird.

Dann stellt sich die Frage, warum Gott die Sünde zulassen würde? Nun, darüber kann ich nur spekulieren. Es gibt keine spezifische Aussage, aber ich denke, man kann eine einigermaßen vertretbare Spekulation anstellen, über die ich nicht hinausgehen kann und auch keinen Sinn darin sehe, dies zu versuchen. Diese Spekulation lautet: Wozu hat die Entstehung der Sünde in der Welt geführt? Nun, ich würde sagen, sie hat zu drei Dingen geführt. Und ich glaube, das sind die drei Gründe, warum Gott das Böse zugelassen hat.

Erstens hat es zur Errettung der Sünder geführt, nicht wahr? Gott musste die Sünde zulassen, Gott musste die Sünde in seinem Plan verfügen, auch wenn er nie dessen Urheber war, damit er die Sünder retten könnte.

Nun, warum wollte Gott die Sünder retten? Um Attribute unter Beweis zu stellen, die andernfalls niemals offenkundig geworden wären, nicht wahr?
Wie soll Gott Güte demonstrieren, wenn es keine Sünder gibt? Wie soll Gott Barmherzigkeit demonstrieren, wenn es keine Sünder gibt? Das war ein Teil von Gottes Wesen, den Gott zu seiner eigenen Herrlichkeit in aller Ewigkeit demonstrieren wollte. Er wollte auch seine Liebe demonstrieren, eine Liebe, die so weitreichend ist, dass sie sogar seine eigenen Feinde erreicht, die ihn hassen. Wie soll er die demonstrieren, wenn er keine Feinde hat?

Gott lässt also das Böse zu, damit er Güte und Barmherzigkeit und Vergebung und Errettung demonstrieren kann. Zweitens lässt er das Böse zu, damit er seinen Zorn demonstrieren kann … damit er seinen Zorn demonstrieren kann und sein Gericht. Wie würde Gott je jenen Teil seines wahren und ewigen Wesens offenbaren, wenn es keine Gelegenheit gäbe, Sünder zu richten? Und so können wir nur auf die Heilsgeschichte blicken und die Errettung der Sünder sowie die Verurteilung der Sünder sehen, und das ist es, was sich abspielt, und letztendlich seht ihr einen Ort, der für die Verdammten vorbereitet ist und einen, der für die Erretteten vorbereitet ist, und ihr müsst schlussfolgern, dass Gottes ewiger Zweck darin bestand, manche zu retten und andere zu richten, damit er sowohl seine Güte als auch seinen Zorn unter Beweis stellen kann.

Und dann möchte ich hier einen dritten Gedanken einwerfen. Ich glaube, dass Gott die Sünde zuließ, damit er sie für immer zerstören kann. Solange seine Geschöpfe ein gewisses Maß an Freiheit haben, solange seine Geschöpfe über Intelligenz verfügen, wenn sie also Dinge erkennen und argumentieren können, wenn sie diese Kenntnis im Hinblick auf ihr Verhalten verarbeiten können, und wenn sie Entscheidungsfreiheit haben, also wählen können, was sie tun, solange sie diese Fähigkeit haben, besteht die Möglichkeit, dass sie dem Maßstab nicht gerecht werden, nicht wahr? Dass sie die falsche Entscheidung treffen. Nun, das ließ nicht lange auf sich warten. Wir wissen nicht, wie lange es dauerte, bevor Luzifer die falsche Entscheidung vor Gott traf. Wir wissen nicht, wie lange es im Garten Eden dauerte, bevor Adam und Eva die falsche Wahl trafen, aber auf jeden Fall, bevor sie Kinder hatten. Sie waren wahrscheinlich um die Hundert oder etwas älter, als sie die Kinder bekamen.

Es gibt also Entscheidungsfreiheit und das Potenzial einer falschen Entscheidung. Den Geschöpfen wird ein gewisses Maß an Freiheit gewährt, anhand dessen sie sich entscheiden können, Gott zu ehren oder ihn zu entehren. Solang diese Wahl besteht, gibt es die Realität, die potenzielle Realität des Bösen, wenn die falsche Entscheidung getroffen wird. Und ich glaube, wenn einmal eine falsche Wahl getroffen wurde, wird Gott aktiv und kann erstens seine Güte und Errettung demonstrieren; zweitens kann er im Gericht seinen Zorn demonstrieren; und drittens kann er schließlich das Böse zerstören. Es ist fast so, als ob Gott wollte, dass das Böse an die Oberfläche kommt, damit er es ausmerzen kann. Das wird geschehen, wenn die gesamte Heilsgeschichte abgeschlossen ist, wenn alle Erretteten errettet wurden und die Verlorenen in den Feuersee geworfen wurden, dann werden der Tod und die Hölle in den Feuersee geworfen. Was bedeutet das? Kein Tod mehr und keine Hölle mehr und kein Gericht mehr. Warum? Weil es keine Sünde mehr geben wird. Und wenn ihr in den Himmel kommt, gibt es dort nichts, das an eine sündhafte Welt erinnert, nicht wahr? Keinen Kummer mehr, keine Trauer mehr, keine Sünde mehr, kein Sterben mehr, keinen Tod mehr.

Deshalb denke ich, dass Gott das Böse in seinem Plan aus diesen drei Gründen verfügt hat, ohne es jedoch geschaffen zu haben – um Sünder zu retten, um Sünder zu richten und um das Böse ein für alle Mal auszumerzen. Es wurde immer verstärkt. Solange das Böse möglich war, würde es an die Oberfläche kommen müssen, damit Gott es ausmerzen konnte.

Hört mir jetzt gut zu. Hier ist eine zusammenfassende Erklärung, die einfach klingen mag, für die ich jedoch lange gebraucht habe, bis ich sie im Laufe der Jahre in meinem Kopf klar hatte, die ich in den letzten Jahren zwar verstanden habe, mit der ich als junger Mann aber viel gekämpft habe: Es gibt keine externe Ursache der Sünde, okay? Außerhalb des Geschöpfs. Es gibt keine Macht, die dort draußen herumschwebt und von Gott geschaffen wurde. Sünde ist die Abwesenheit von Perfektion.

Es gibt keine deterministische Ursache und Wirkung, also einen gewissen Fatalismus. Es ist einfach eine Frage der Wahl. Im Rahmen seiner Verfügung ließ Gott diese Entscheidungsfreiheit zu; er wusste, dass die Entscheidungen so getroffen werden würden, wie sie getroffen wurden, er plante das bei seiner Verfügung mit ein, um sowohl seine Güte als auch seinen Zorn zu demonstrieren und der Sünde ein für alle Mal ein Ende zu machen. Aber passt gut auf: Derjenige, der das Böse wählte, war immer die Quelle des Bösen. Im Fall von Luzifer war er anfänglich die Quelle des Bösen im Reich der Engel und, wie wir sehen werden, brachte er ein Drittel der Engel dazu, sich ihm anzuschließen. Da Engel sich nicht fortpflanzen, sündigte Luzifer nicht und vererbte diese Sünde, weil Engel nicht heiraten oder sich heiraten lassen, wie Jesus sagte. Sie pflanzen sich nicht fort. Sie wurden alle gleichzeitig geschaffen. Aber als Satan eine schlechte Wahl traf, schaffte er es, ein Drittel der restlichen Engel zu verführen … es gibt zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend. Ihr könnt all das multiplizieren und es kommen wahrscheinlich immer noch nicht genügend dabei heraus. Es gibt also doppelt soviel heilige Engel wie Dämonen, da ein Drittel fiel und zwei Drittel nicht. Aber sie fielen durch ihre eigene Entscheidung. Wir sehen diese Entscheidung, wenn wir zu den Propheten kommen.

Dasselbe geschah mit Adam und Eva, es hatte lediglich andere Auswirkungen. Bei den Engeln beging jeder seine eigene Sünde und niemand vererbte seine Sünde weiter, da Engel sich nicht fortpflanzen. Im Fall von Adam und Eva fiel die ganze Menschheit mit ihnen, als Adam und Eva die falsche Wahl trafen, weil wir alle den Lenden von Adam und Eva entstammen. Deshalb liegt die Quelle des Bösen außerhalb von Gott. Die Quelle des Bösen ist das Geschöpf.

Lasst uns jetzt zu 1. Mose Kapitel 3 zurückkehren. Wir können zumindest die ersten drei Worte abdecken, vielleicht zum Teil … nicht … dies sind große Themen … Schlange, großes Thema. „Aber die Schlange …“ Wir werden an diesem Punkt innehalten.

Nun, die Schlange … erinnert mich daran, als ich begann, Römer zu unterrichten. Ich begann Römer mit meiner ersten Botschaft und sagte: „Lasst uns den Text lesen.“ Das erste Wort in Römer lautet „Paulus“. Und ich sagte: „Okay, lasst uns hier innehalten.“ Und wir verbrachten eine recht lange Zeit damit, über Paulus zu reden. Nun, das hier ist wie damals. Wir können nicht einfach „Schlange“ lesen und weitermachen. Was ist diese Schlange? Was ist das?

Ihr befindet euch im Garten Eden, alles ist gut. Es gibt dort alle möglichen Geschöpfe, die von Gott geschaffen wurden. Es gibt die verschiedensten Tiere. Es gibt Vögel und Vieh. Und es gibt kriechende Tiere, also Tiere, die in Bodennähe laufen. Es bedeutet nicht, dass sie gleiten. Es bedeutet lediglich, dass sie sehr nah am Boden waren. Es könnten Tiere mit kurzen Beinen sein, wie ich bereits angedeutet habe. Es könnten Insekten usw. sein. Es gibt Tiere, die größer sind und jene, die sich im Himmel befinden, also die Vögel. Und dann gibt es die, die im Wasser sind. Und Gott hat all diese Kreaturen geschaffen.

Nun, hier begegnet uns eine Schlange, nachash auf Hebräisch. Und das ist ein Name für ein Reptil. Wir wissen nicht, wie dieses Reptil war. Ich denke, die meisten Menschen gehen davon aus, dass es sich um eine gleitende Schlange handelte. Man sieht kleine Bilder einer Schlange, die um einen Baum gewickelt ist oder von einem Ast herabhängt, was auch immer, die hinaufgleitet und quasi aufgestellt ist wie eine Kobra. Aber wir wissen nicht wirklich, ob das so stimmt. Später, in Kapitel 3, Vers 14, werdet ihr sehen, dass Teil des Fluchs über die Schlange darin bestand, dass sie auf dem Bauch kriechen und Staub essen soll. Wenn das also der Fluch ist, können wir annehmen, dass die Schlange zu dem Zeitpunkt, als sie erstmals im Garten Eden erschien, nicht auf dem Bauch kriecht und noch keinen Sand isst. Das war Teil des Fluchs. In gewissem Maße scheint es sich also um ein aufrechtes Tier zu handeln. Das Wort nachash im Hebräischen bezieht sich auf das Verb „zischen“, was mit dem Geräusch in Verbindung gebracht wird, das ein Reptil macht.

Es gibt ein weiteres Wort aus dem Alten Testament, das für Reptilien erwähnt wird, tannin, und die beiden werden synonym verwendet. Es gibt eine Stelle in 2. Mose 7, Verse 9-15, wo Moses mit den Magieren am Hof von Pharao interagiert, erinnert ihr euch? Und sie werfen ihre Stäbe nieder und diese werden zu tannin. Aber der Stab von Moses wird zu einer Schlange, die als nachash bezeichnet wird. Aus jenem Text können wir also schlussfolgern, dass sie synonym verwendet werden, obwohl tannin das Wort ist, das für Drachen oder Seemonster erscheint. Nachash ist eine Art Reptil, irgendein Reptil wie tannin. Es könnte eine Schlange sein. Nach dem Fluch und sogar nach der Flut wissen wir natürlich nicht, welche Gestalt Reptilien hatten, wir wissen nicht, welche Reptilien auf die Arche kamen und damit herunterkamen und welche Reptilien ausgemerzt wurden. Aber irgendeine Art von Reptil, irgendeine Art von Drachen, irgendeine Art von Schlange.

Wenn wir zum Neuen Testament kommen, wird Satan interessanterweise in Offenbarung 12 – womit wir uns später beschäftigen werden – in Vers 9 sowohl als Schlange als auch als Drachen bezeichnet. Im Hebräischen würde er also nachash und tannin genannt werden. Manchmal ist es also ein Drachen und manchmal eine Schlange. Wir müssen also schlussfolgern, dass wir nicht wissen, was es war. Es ist irgendeine Art von Reptildrachen, etwas, das wir vielleicht als Raptor bezeichnen könnten, wenn ihr wisst, was das bedeutet … eine dinosaurierartige Kreatur. Das ist wirklich alles, was wir über dieses Tier wissen.

Aber die Schlange wird mit anderen Tieren verglichen. Seht euch einmal Vers 1 an. „Sie war listiger als alle Tiere des Feldes.“ Das deutet darauf hin, dass dieses Tier zum Tierreich gehörte. Es handelte sich nicht um irgendeine einzigartige Schöpfung. Es handelt sich nicht um ein einzigartiges Tier. Es ist Teil dessen, was Gott in Kapitel 1, Verse 24 bis 28 geschaffen hatte, worauf er sich wieder in Kapitel 2, Verse 19 und 20 bezog, all die verschiedenen Tiere des Feldes, die Gott geschaffen hatte. Es ist eines davon. Es ist ein tatsächliches, physisches Tier. Es ist ein echtes Tier.

Aber es wäre kein Tier, das wir kennen würden, es ist ein Reptil, das noch nicht verflucht worden war. Was auch immer dieses Tier ist, es endete schließlich in einem Zustand, wo es nach dem Fluch auf dem Bauch kriechen und Staub essen musste. Irgendeine Art von sprechendem Reptil also … höher und anders, als wir uns eine Schlange vorstellen.

Hier handelt es sich nicht einfach um irgendein gewöhnliches Reptil, denn dieses hier spricht. Ich habe einen Kommentator gelesen, der sagte, es müsse eine Menge sprechende Tiere im Garten Eden gegeben haben. Und ich dachte „Wie bitte?“ Davon steht nichts in der Bibel. Er ließ sich ca. 3 Absätze lang darüber aus. Es steht nichts in der Bibel darüber. Er hatte irgendeinen Dr.-Doolittle-Komplex oder etwas Ähnliches. Die Bibel sagt nichts über sprechende Tiere. Er gab als Beispiel den Esel von Bileam an. Nun, wie steht es mit dem Esel von Bileam? Dieser Esel hatte noch nie ein Wort gesagt, bis Gott bei einer Gelegenheit durch ihn sprach. Nein, es gibt keine sprechenden Tiere im Garten Eden.Aber es gibt Wunder im Garten Eden und ich denke, Adam und Eva entdecken noch immer die Wunder und so scheint Eva … wir haben keine wirklichen Informationen darüber … nicht übermäßig schockiert zu sein, als dieses Reptil angelaufen kommt und ein Gespräch beginnt.

Aber diese Schlange hier ist anders, denn sie sagte zu der Frau: „Sollte Gott wirklich gesagt haben, daß ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“Dieses … dieses Tier kennt Gott.Dieses Tier hier hat eine Persönlichkeit. Dieses Tier hier spricht mit Intelligenz. Dieses Tier hier hat einen verschlagenen, heimtückischen, bösen Verstand. Ich sage euch, das hier ist keine Fabel; ich werde mir kurz eine Geschichte ausdenken, um zu veranschaulichen, wie die Sünde entstand. Das steht da nicht. Es ist keine Fabel. Dies ist keine Legende mit einer Moral, es gibt keine Moral. Und wenn es eine Fabel ist, wie verflucht man dann eine Fabel in Vers 14? Gott verfluchte die Schlange. Das ist keine Fabel. Es ist keine Legende. Es ist kein Gleichnis. Die Menschen sagen: „Es ist ein Gleichnis mit einer Moral.“ Was ist die Moral? Es gibt keine. Die jüdischen Rabbiner sagten, und ich habe etliche von ihnen gelesen, dass die Schlange nicht wirklich zu Eva sprach, sondern dass der Verfasser, Moses, eine Schlange als Symbol für die bösen Impulse verwendete, die sich in Evas Herz entwickelten. Wirklich … das ist also einfach eine symbolische Art, sich auf die Dinge zu beziehen, die in Evas Kopf vor sich gingen … wirklich. Warum hat Gott dann das Reptil verflucht? Und wo steht das? Warum können die Menschen die Bibel nicht einfach für das akzeptieren, was sie sagt? Sie war im Garten Eden und eines Tages kam ein Reptil zu ihr und sagte „Hallo“.

„Glaubst du wirklich, dass Gott gesagt hat, ihr dürft nicht von den Bäumen im Garten essen?“ Und er war so überzeugend, dass sie anscheinend nicht einmal zögerte, sondern sich sofort auf das Gespräch einließ und sagte: „Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen“, und schon steckten sie mitten in einem Gespräch.

Wisst ihr, was ich denke? Ich denke, genauso ist es geschehen. Und wenn es nicht so geschehen ist, dann können wir Gottes Wort nicht vertrauen. Aber kommt dann nicht an und sagt mir, ihr glaubt Gottes Wort, wenn ihr das nicht glaubt.

Diese Kreatur war nicht wie die anderen Kreaturen. Achtet noch einmal auf Vers 1: „Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte.“ Wir haben hier also ein Reptil. Wir reden hier nicht davon, dass Schlangen raffinierter sind als andere Tiere … nein, nein, nein. Schlangen sind nicht raffinierter als irgendwelche anderen Tiere. „Listig“ bedeutet subtil, schlau, intelligent, weise … ich glaube nicht, dass Schlangen besonders klug sind. Habt ihr je eine kluge Schlange getroffen? Ein kluges Reptil? Subtil, schlau? Sie sind ebenso wenig subtil oder schlau wie irgendein anderes Raubtier, irgendein anderes Tier, das Beute jagt.

Listig und schlau bezieht sich nicht auf den Charakter von Schlangen. Er vergleicht Schlangen nicht mit Kühen, zum Beispiel, oder Schlangen mit Löwen oder Schlangen mit irgendetwas Anderem. Er vergleicht dieses Reptil mit allen anderen Tieren und sagt, dass dieses weiser ist als alle anderen Tiere.

Schlangen sind tatsächlich wunderbare Geschöpfe. Ich meine, sie sind wirklich erstaunlich. Wenn ihr Sprüche 30, Verse 18 und 19 lest, seht ihr das Wunder einer Schlange auf einem Felsen. Aber hier handelt es sich um ein listiges, subtiles, heimtückisches, böses, verdorbenes einzelnes Tier, weil es von einer übermenschlichen Intelligenz benutzt wird, um Adam und Eva zu veranlassen, sich für das Böse zu entscheiden … eine Entscheidung, die diese Persönlichkeit bereits getroffen hatte. Und hört mir gut zu, diese Persönlichkeit in diesem Tier kannte die Auswirkungen der Entscheidung, die Adam und Eva treffen würden. Adam und Eva hatten keine Ahnung. Sie wussten nicht, was geschehen würde, als sie diese Entscheidung trafen.

Seht ihr, als Luzifer erstmals diese Entscheidung traf, tat er das, weil er sich sagte: „Ich will Gott gleich sein.“ Und er fand heraus, dass er Gott sofort so unähnlich wurde, wie das nur möglich ist. Gott ist heilig, Luzifer wurde verdorben. Und er sagt zu Eva: „Siehst du, der Grund dafür, warum Gott nicht will, dass du davon isst, ist, weil du dann so werden wirst wie Gott.“ Er führt sie durch dasselbe Szenarium, aber er weiß genau, welche Auswirkungen das haben wird. Er versteht die Aspekte der Fortpflanzung nicht, aber er versteht durchaus, dass sie, wenn sie sündigen, genau dasselbe erleben werden, was ihm widerfahren ist; der Wunsch, Gott gleich zu sein, wird zur Realität, Gott so unähnlich wie möglich zu sein, und Eva fand heraus, dass sie dachte, sie könnte Gott gleich sein, und endete in derselben Situation, Gott ebenso unähnlich zu sein, wie das nur möglich ist.

Das hier ist eine subtile Schlange. Das hier ist eine Schlange, die Gott hasst. Das hier ist eine Schlange, die verärgert ist über die Umstände, in denen sie sich befand, dieser Satan, dieser Drachen, diese Schlange. Er will diese wundersame neue Schöpfung für sich haben, er muss sie haben … Satan muss die Schöpfung von Adam und Eva betrachtet haben … das ist nicht etwas, was mir je zuvor begegnet ist. Engel pflanzen sich nicht fort, diese hier vermehren sich und bevölkern die Erde, füllen die Erde wieder auf, er wollte die Souveränität über diese wundersamen Geschöpfe. Wisst ihr, es ist erstaunlich, wenn wir in einen Zoo gehen, aber stellt euch nur einmal vor, wie Engel in den ersten Tagen durch den Garten Eden wandelten … was für wundersame Dinge Gott geschaffen hat. Und der heimtückische und verdorbene Satan und seine anderen Lakaien wollten all das herabziehen, in die Bosheit, und das führt zu diesem Szenarium.

Diese … diese Persönlichkeit hatte mehr natürliche Kenntnisse. Er kannte das Verbot. Er wusste, was Gott gesagt hatte … esst nicht von diesem Baum. Er behauptete, nicht nur zu wissen, was Gott gesagt hatte, sondern er behauptete auch … hört mir gut zu … mehr als Eva zu wissen. Er behauptet, mehr zu wissen als Eva. In Vers 4 sagte die Schlange zu der Frau: „Keineswegs werdet ihr sterben … ich weiß mehr als du, glaubst du, ihr werdet sterben? Nein, ich weiß mehr als du.“ Er behauptet, mehr zu wissen, als Eva weiß. Seine Gedanken sind moralisch verdorben. Schlangen haben keine moralischen Gedanken. Reptilien haben keine moralischen Gedanken, sie können keine moralischen Urteile fällen. Das hier ist eine Kreatur, die ihrem Ziel nach böse ist, böse und Gott feindlich gesinnt, böse und dem Menschen feindlich gesinnt. Und er bietet Eva die Verheißung von unvergleichlichem Segen an. Ich meine, was könnte besser sein, als Gott gleich zu sein? Aber er weiß, wenn man versucht, wie Gott zu sein, führt das zu Schande, Erniedrigung, Kummer und Verdammnis. Er weiß das bereits, weil er das selbst erfahren hat. Die Tatsache, dass er verflucht wurde, deutet darauf hin, dass er ein verantwortliches, moralisches Wesen war.

Nun, wer war diese Kreatur? Wer war das? Geht einmal ganz ans Ende der Bibel. Deshalb braucht ihr den ganzen Ratschluss Gottes, weil ihr sonst nicht wirklich eine eindeutige Identifikation von ihm bekommt. In 1. Mose 3 wird übrigens nichts über Satan gesagt. Also gehen wir ans Ende der Bibel, um herauszufinden, wer er ist. Das Buch der Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Offenbarung 12, 9, da steht viel, aber wir werden aus Zeitgründen einfach zu Vers 9 springen. Und dort findet ihr wieder diese beiden Begriffe, die quasi aus dem Hebräischen entliehen wurden, wo er im Alten Testament als nachash und tannin bezeichnet wird, was sowohl Schlange oder Reptil und Drachen bedeutet. Und in Vers 9 heißt es: „Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan.“

Hier ist die Bezeichnung also sehr deutlich. Wer ist diese Schlange? Wer ist dieser Drachen? Wer ist der ursprüngliche Alte, der die ganze Welt täuscht? Es ist niemand anders als der Teufel und Satan. Hier wird er eindeutig identifiziert.

Schlagt jetzt bitte Offenbarung 20, 2 auf. Eigentlich könnten wir mit Vers 1 beginnen. „Und ich sah einen Engel“, das ist der Engel des Tausendjährigen Reiches, nach Christi Wiederkehr und dem Gericht, das in Kapitel 19 beschrieben wird, „einen Engel, aus dem Himmel herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand.

Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist.“

Es ist also nicht wirklich problematisch, zu identifizieren, wer das ist, denn er wird ganz am Ende identifiziert, als es Zeit ist für Gott, die Führung zu übernehmen und Satans Machenschaften ein Ende zu setzen. Er ist eine Schlange oder der Drachen. Und ich denke, die Kombination der beiden Worte, die im Neuen Testament verwendet wird, zusammen mit den beiden hebräischen Worten, die mehr oder weniger synonym verwendet werden, weist darauf hin, dass es sich hier nicht nur um eine Schlange handelt, sondern um eine Art Reptil, das einerseits als Schlange und andererseits als Drachen bezeichnet werden könnte ... der Unterschied ist, dass wir bei einer Schlange an eine Kreatur ohne Beine denken und bei einem Drachen an eine Kreatur mit Beinen … irgendeine erstaunliche und wundersame Kreatur vielleicht, auf die wir in der geschaffenen Welt heutzutage keinerlei Hinweis haben.

Es gibt einen Kommentar im Neuen Testament, mit dem ich abschließen möchte, zwei Stellen, die 1. Mose 3 kommentieren. In 2. Korinther 11 gibt es eine weitere Verständnishilfe, wer diese Schlange ist. Und das bestätigt auch die Wahrheit dieser Schilderung. In 2. Korinther 11,3 sagt Paulus: „Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List […].“ Auch hier steckt derselbe Gedanke der List, hier sind wieder die Schlange und Eva.Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass dies eine Bekräftigung der Schilderung des Alten Testaments durch das Neue Testament ist. Noch einmal, das ist keine Legende, das ist keine Fabel, das ist kein Gleichnis, es ist ein wahrer Bericht. Die Schlange verführte Eva mit ihrer List. Und das bekräftigt und kommentiert einfach das, was wir in 1. Mose 3 sehen.

Es ist auch wahr in 1. Timotheus 2. Bitte lest einmal Verse 13 und 14. Dort wird das Muster dessen, was im Garten Eden geschah, durch das Neue Testament bestätigt. 1. Timotheus 2,13: „Adam wurde nicht verführt“, okay, vergesst nicht, dass es nicht Adam war, der verführt wurde; wer wurde verführt? Eva … sie war da, sie wurde verführt, und Adam sagte einfach „Okay, wenn du das tust, mache ich das auch“, und schloss sich ihr an. Es gab keine Verführung. Das bestätigt die Geschichte genauso, wie sie in 1. Mose erscheint.

Ist das wichtig? Natürlich ist das wichtig, denn schon die Tatsache, dass dies eine präzise historische Darstellung ist, unterstützt die Tatsache, dass der Mann das Haupt der Frau ist, denn eine Frau, die ohne die Autorität ihres Ehemannes unabhängig handelt, lässt sich einfacher verleiten. Und deshalb wurde Adam zuerst geschaffen und dann Eva. Es war nicht Adam, der verführt wurde, sondern die Frau, die verführt worden war, geriet in Übertretung. Das Neue Testament identifiziert für uns hier also sehr deutlich, wer die Schlange war und bestätigt diese Verführung durch den Teufel.

Was können wir sagen, um all dies zusammenzufassen? Die Person … die Persönlichkeit, um es so zu sagen, des Reptils wird in 1. Mose 3 nicht identifiziert. Aber wir können dies wissen, es steckt eine echte Persönlichkeit darin. Es steckt eine Persönlichkeit darin, die Gott feindlich gesinnt ist, die Gottes Wort infrage stellt und Gottes Charakter infrage stellt, die Gott anficht und sagt, Gott will nicht, dass ihr alles wisst, was er weiß, weil er im Prinzip egoistisch ist. Hier sehen wir also eine Persönlichkeit, eine heimtückische, verdorbene, böse, boshafte Persönlichkeit, die Gott feindlich gesinnt ist, die dem Menschen feindlich gesinnt ist, weil er die Menschheit in denselben erbärmlichen Zustand stürzen will, in dem er sich befindet. Er geht nicht zu Eva und sagt: „Was auch immer du tust, Eva, sei Gott nicht ungehorsam … was auch immer du tust, Eva, versuch nicht, wie Gott zu sein, ich bin ein lebender Beweis dafür, dass das eine schlechte Entscheidung ist.“

Es steckt nichts Derartiges in Satan. Er ist verdorben und heimtückisch vom Scheitel bis zur Sohle, innerlich und äußerlich, sofern diese Begriffe sich auf ein geistliches Wesen anwenden lassen. Er strebt nur nach dem Bösen. Und er hat es eilig, die Menschen zu zerstören. Er ist verführerisch. Er lügt. Er ist verdorben. Er ist ein Mörder. Er will den Tod nicht nur all jener Engel herbeiführen, die mit ihm gingen, sondern auch den Tod der ganzen Menschheit. So mächtig er auch ist, so verdorben er auch ist, so böse er auch ist, hört mir gut zu, so ist er doch Gottes souveräner Kontrolle unterworfen. Seine Verführung von Eva beinhaltet übrigens keinerlei Zwang auf seiner Seite. Er kann sie nicht dazu bringen, zu sündigen. Diese Macht hat er nicht.

Ich möchte euch etwas sagen, meine Lieben. Der Teufel kann euch nicht dazu bringen, zu sündigen. Hört ihr das? Er kann euch nicht dazu bringen, zu sündigen. Wenn ihr sündigt, tragt ihr die Verantwortung dafür. Er hat nicht die Macht, euch dazu zu bringen, zu sündigen. Er hatte nicht die Macht, Eva dazu zu bringen, zu sündigen. Sie sündigte aus freien Stücken. Und Adam und Eva tragen die uneingeschränkte Schuld für ihre Sünde. Er ist eine heimtückische Macht, aber er untersteht Gottes souveräner Kontrolle. Wir werden das sehen, wenn wir uns nächste Woche mit der Geschichte von Hiob befassen. Und seine … seine Macht hat ihre Grenzen. Gott gibt ihm einen gewissen Spielraum, über den er nicht hinausgehen darf. Und eines der Dinge, in denen er eingeschränkt ist, ist seine Macht.

Ihr könnt euch das folgendermaßen vorstellen. Er dachte, er könnte wie Gott sein. Aber wisst ihr was? Er ist nicht allwissend, er ist nicht allmächtig, er ist nicht allgegenwärtig. Und er ist nicht unveränderlich. Und er ist nicht souverän. Er ist überhaupt nicht wie Gott. Er ist Gott so vollkommen unähnlich, wie ein Geschöpf das nur sein kann. Er bekam nicht das, was er wollte. Und wie Martin Luther sagte: „Der Teufel ist der Teufel des Herrn.“ Er agiert im Rahmen der souveränen Ziele Gottes, um die Dinge zu erreichen, die Gott in seiner ewigen Entscheidung für die Errettung der Sünder, die Verdammung der Sünder und den ultimativen Sieg und die Zerstörung des Bösen vorherbestimmt hat.

Das primäre Wort für ihn, der primäre Name für ihn ist Satan … Satan. Er wird so in Offenbarung 12,9 genannt, wie ich euch gerade vorgelesen habe, und in Offenbarung 20,2, aber er wird auch im Alten Testament so genannt. Ja, genau. Dreimal wird er in drei Abschnitten „Satan“ genannt. Um euch eine kleine Vorschau auf nächste Woche zu geben, Satan ist ein Wort, das „Feind“ oder „Widersacher“ bedeutet. Er ist Gottes Feind und er ist der Feind des Menschen. Er könnte als „der Feind“ bezeichnet werden, mit einem bestimmten Artikel, „der Feind“. Und die ersten beiden Male wird er das. Das dritte Mal wird er in 1. Chronik 21 erwähnt. Dort wird er Feind genannt und „der Feind“ als Mittel, um ihn zu identifizieren, wird zu einem Eigennamen, er ist nicht mehr „der Feind“, er ist ein Feind namens Satan. Von da an ist er Satan. Er ist der Feind Gottes und der Feind der Menschen.

In 2. Korinther 2,11 lesen wir: „Seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt.“ Nächstes Mal werde ich euch also durch das Alte Testament führen und euch zeigen, wie Satan im Alten Testament dargestellt wird. Ich werde euch auch zeigen, wie er fiel, warum er fiel und wenn wir die Schlange erst einmal verstehen, werden wir besser verstehen, wie er sich Eva nähert und das wird uns bei unseren eigenen Kämpfen ebenfalls helfen. Okay, genug für heute. Lasst uns beten.




Available online at: http://www.gty.org/resources/sermons/de90-235
COPYRIGHT ©2014 Grace to You

You may reproduce this Grace to You content for non-commercial purposes in accordance with Grace to You's Copyright Policy (http://www.gty.org/connect/copyright).