Unleashing God's Truth, One Verse at a Time

Die Art von Anbetung, die Gott sich wünscht, Teil 2 (German)

Ausgewählte Schriftstellen

Code: de90-355

Ich möchte, dass ihr eure Bibeln jetzt bitte wieder bei einem Text aufschlagt, der als Ausgangspunkt für unsere Diskussion über Anbetung dient. Wir werden über Gott wohlgefällige, wahre geistliche Anbetung reden und darüber, was Anbetung wirklich ist.

Ich erinnere mich noch an meine Anfangszeit in der Grace Church, als ich etwas tat, was in jener Zeit recht selten war. Ich predigte eine ganze Stunde lang, Sonntagmorgen und Sonntagabend, manchmal sogar länger. Es gibt einige Predigten im Archiv, die eine Stunde und dreißig Minuten, manche vielleicht sogar eine Stunde und fünfundvierzig Minuten lang waren. Und ich erinnere mich noch, wie jemand mir eine Frage stellte, die mehrfach aufgeworfen wurde, aber ich erinnere mich noch an ein spezielles Gespräch, in dem jemand zu mir sagte: „Bei so langen Predigten, die so viel Zeit in Anspruch nehmen, und so viel Verkündigung, wie viel kann deine Gemeinde wirklich anbeten?“
Nun, die Antwort darauf lautet, dem Fragenden eine Gegenfrage zu stellen: „Mit so wenig Zeit für die Verkündigung, wie ist es deiner Gemeinde möglich, anzubeten?“ Denn Anbetung ist nicht eine Frage der Zeit, sondern eine Frage des Inhaltes. Dem Lied eine weitere Strophe oder fünf weitere Strophen hinzuzufügen oder diese Strophen ständig zu wiederholen oder mehr Lieder hinzuzufügen steigert nicht unbedingt die Anbetung. Musik bereichert nicht unbedingt die Anbetung. Anbetung wird bereichert durch das, was der Anbetende weiß. Anbetung ist eine geistliche Erfahrung. Sie ist keine emotionale Erfahrung, die Emotionen folgen. Aber wir beten an, wenn wir den Herrn preisen, das ist eine Form, gemeinschaftliche Anbetung. Und unser Lobpreis wird durch Offenbarung beeinflusst. Wahrheit beeinflusst und steigert dadurch die Anbetung.

Die Frage lautet also nicht, wie man anbeten kann, wenn so viel Zeit der Predigt gewidmet wird, sondern vielmehr, wie man anbeten kann, wenn so wenige Zeit der Predigt gewidmet wird. Unser Text spricht dieses Problem an. In Johannes 4,21 sagte Jesus zu der Frau am Brunnen: „Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen.“ Darin liegt der Kern der wahren Anbetung im Vergleich zur falschen Anbetung. Falsche Anbetung ist eine emotionale Einbindung ohne Kenntnis. Wahre Anbetung beruht auf Erkenntnis.

Weiterhin heißt es: „Denn das Heil kommt aus den Juden. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden“, ja, im Geist, mit dem ganzen Ausdruck der menschlichen Gefühle. Aber auch in Wahrheit, „denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Die Samariter beteten im Geist an, aber ohne jede Wahrheit. Man könnte sagen, die Juden beteten in Wahrheit an, aber ohne den Geist. Aber der Vater sucht solche, die ihn mit uneingeschränktem Lobpreis sowie mit sachkundigem Verstand anbeten.

Gott anzubeten ist die Reaktion auf die Erkenntnis, wer er ist und was er getan hat. Je mehr ihr über Gott und seine Offenbarung wisst, umso fundierter ist eure Anbetung. Das lateinische Wort für Anbetung, adoratio, bedeutet eigentlich eine direkte und verehrungsvolle Ansprache Gottes oder einer Gottheit. Im Angelsächsischen bedeutet dieses Wort, jemanden Wert zuzuschreiben. Anbetung bedeutet einfach, Gott das zuzuschreiben, von dem wir wissen, dass es wahr über ihn ist. Und wenn euer Verständnis von Gott beschränkt ist, dann ist eure Fähigkeit beschränkt, ihm Wert zuzuschreiben. Wenn euer Verständnis über das Wesen Gottes gründlich und umfassend ist, seid ihr fähig, ihm seinen vollen Wert zuzugestehen, so wie dieser offenbart wurde.

Wir wollen solche Anbeter sein, umfassend informiert, damit das, was wir im Lobpreis mit unseren Emotionen ausdrücken, eine Reaktion auf ein umfassendes Verständnis des Gottes ist, den wir anbeten, ein Verständnis dessen, wer er ist und was er getan hat. Deshalb kehren wir zu der Frage zurück, wie man mit so wenig Inhalt anbeten kann. Heutzutage wird viel über Anbetung geredet und die Betonung liegt dabei auf Anbetung, die in vielen Fällen Predigten und Theologie ersetzt hat … und so ist Anbetung ein uninformierter Ausdruck geworden, während er stattdessen ein voll informierter Ausdruck sein sollte.

Nun, Anbetung ist grundlegend. Ich möchte mit ein paar einleitenden Gedanken einen kurzen Überblick über das geben, was wir letzte Woche gesagt haben. Wir haben mit der Bedeutung von Anbetung begonnen … der Bedeutung von Anbetung oder die Priorität der Anbetung. Und vier Gründe, Anbetung als Priorität zu betrachten. Erstens ist die Schrift voller Anbetung. Man könnte auch sagen, dass die Menschen der Schrift Anbeter sind. Die Kinder Gottes zeichnen sich von Anfang bis Ende durch Anbetung aus. Und Gott trägt dieser Anbetung Rechnung, indem er sie in seine Heilsabsichten und in seine Bündnisse integriert. Die Zehn Gebote beginnen mit einer wahren Verehrung und Anbetung von Gott allein, und keinem anderen Gott. Das größte Gebot, was nur ein anderer Ausdruck für das erste Gebot ist, also keinen anderen Gott zu haben und nur den wahren Gott anzubeten, besagt: „Liebe den HERRN, deinen Gott, mit all deinem Herzen, all deiner Seele, mit all deinem Denken und mit all deiner Kraft.“ Das bedeutet, unsere ganzen Sinne auf die Realität zu konzentrieren, wer Gott ist, und ihn dafür zu lieben, wer er ist.

Mitten in Israel stand eine Stiftshütte und die war der Ort, wo Gott im Allerheiligsten wohnte, und die Stiftshütte war der Mittelpunkt des Lebens in Israel. Die Stämme wurden um die Stiftshütte herum angeordnet, drei auf jeder der vier Seiten, sodass das Leben sich auf die Stiftshütte konzentrierte, weil Gott der Mittelpunkt sein sollte, die Anbetung sollte der Mittelpunkt ihres Lebens sein. Als der Tempel gebaut wurde, wurde er zum Mittelpunkt des Lebens in Israel. Alle Dinge waren auf den Tempel ausgerichtet. Das Alte Testament zeichnet sich also durch Anbetung aus.

Und wenn ihr die Geschichte Israels verfolgt, sogar noch vor Abraham und Israel, seht ihr, wie die Patriarchen Altäre errichteten … Abraham errichtete Altäre, wo immer er hinreiste, und betete Gott ebenso an, wie Noah das getan hatte und andere vor ihm, selbst Abel, der Gott in 1. Mose auf wohlgefällige Weise auf einem Altar angebetet hatte. Die Anbetung dominiert das Alte Testament. Sie hat auch eine zentrale Stellung im Neuen Testament. In Römer 12 werden wir aufgefordert, Gott geistliche Anbetung darzubringen, die Gott wohlgefällig ist. In 1. Petrus 2,5 sollen wir geistliche Opfer darbringen, die Gott wiederum wohlgefällig sind.

Würden wir das Alte Testament studieren und den Verlauf darin beobachten, so würden wir sehen, dass das Volk Gottes immer dann gesegnet wurde, wenn es Gott auf ihm wohlgefällige Weise anbetete, und dass sie bestraft wurden, wenn sie das nicht taten. Dasselbe würde auf das Neue Testament zutreffen, wo Gott die erlöste Gemeinde bildet, eine Gruppe wahrer Anbeter, die deshalb seinen Segen empfangen. Wenn ihr die Zukunft im Himmel betrachtet, so zeichnet dieser sich durch Anbetung aus. Die besten flüchtigen Ausblicke auf den Himmel, die sich in Offenbarung 4 und 5 finden, definieren Anbetung als beherrschendes Merkmal unseres zukünftigen Lebens.

Die Schrift ist also voller Anbetung, von 1. Mose ganz bis zum Buch der Offenbarung. Zweitens berührt Anbetung alle Bereiche unseres Lebens ... Anbetung berührt alle Bereiche unseres Lebens. Anbetung ist eine Lebensweise. Sie ist keine Erfahrung, die man einmal pro Woche macht, sondern eine Lebensweise. Und wir müssen das richtig machen. Ich habe euch letzte Woche einige inakzeptable Formen der Anbetung genannt, die Anbetung falscher Götter zum Beispiel. Die Anbetung des wahren Gottes auf falsche Weise ist auch inakzeptabel. Die Anbetung des wahren Gottes auf selbsternannte Weise ist inakzeptabel. Und die Anbetung des wahren Gottes mit einer falschen Einstellung ist ebenfalls inakzeptabel. Und weil unsere Ansicht Gottes unser Leben beherrscht und unser ganzes Leben berührt, müssen wir Gott auf ihm wohlgefällige Weise anbeten.

Wir haben uns Beispiele von Personen angesehen, die falsche Götter angebetet haben. Wir haben uns Beispiele von Personen angesehen, die den wahren Gott in einer falschen Form angebetet haben … wie in 2. Mose 32, als das Volk Israel ein Abbild Gottes in Gestalt eines goldenen Kalbes machte. Wir haben Illustrationen der Anbetung des wahren Gottes auf selbsternannte Weise gesehen, wenn Menschen denken, sie können Gott auf jede beliebige Weise anbeten, wie Kain zum Beispiel, der die Frucht des Bodens darbrachte, während die Anweisungen deutlich besagten, es musste ein Opfer dargebracht werden, oder Nadab und Abihu oder Ussa oder Saul. Wir haben auch Illustrationen der Anbetung des wahren Gottes mit einer falschen Einstellung angesehen. Wir haben Maleachi betrachtet und die falsche Einstellung des Volkes Israel bei seiner Anbetung gesehen.

Das hat uns dazu gebracht, ein wenig über Gott wohlgefällige Anbetung zu reden. Wir müssen all jene Dinge vermeiden und das bedeutet, Gott wohlgefällige Anbetung ist eine Anbetung des wahren Gottes in der Form, in der er existiert, also als Geist, in der Weise, die er für seine Anbetung von uns verlangt, und mit der richtigen Einstellung. Das macht uns zu wahren Anbetern. Und das wird zum beherrschenden Element unseres Lebens. Vor allen anderen Dingen sind wir Anbeter. Unsere Herzen fließen kontinuierlich über, fließen über mit dem Ausdruck unserer Anbetung Gottes.

Wann genau fängt das an? Wenn wir sagen, es ist eine Lebensweise, für wen ist es eine Lebensweise? Und die Antwort darauf lautet, für diejenigen, die erlöst wurden … für diejenigen, die erneuert wurden … für diejenigen, die wiedergeboren wurden … für diejenigen, die bekehrt wurden, gerechtfertigt wurden, welchen Heilsbegriff ihr auch immer benutzen wollt. Gott wohlgefällige Anbetung findet nur im Herzen desjenigen statt, der verwandelt wurde. Unsere Errettung verleiht uns die Fähigkeit, Gott anzubeten. Das bedeutet, ohne Erlösung kann niemand Gott anbeten. Die Leute denken vielleicht, sie beten Gott an, aber sie tun es nicht. Die Juden, die darüber reden, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs anzubeten, beten ihn nicht wirklich an, weil es keinen Zugang zur Anbetung Gottes gibt, es gibt keine Gott wohlgefällige Anbetung, die ihm dargeboten werden kann, außer durch den Glauben an Jesus Christus.

Ich erinnere mich noch, als ich vor ein paar Jahren mit einigen russischen Pastoren über Allah sprach und sie standen, schon seit vielen Jahren, unter dem Eindruck, dass Allah nur ein anderer Name für Gott sei und dass die Muslime den wahren Gott anbeteten. Sie beten nicht den wahren Gott an. Man kann den wahren Gott nicht anbeten, wenn man nicht zuvor durch den Glauben an Jesus Christus erlöst wurde. Gott wohlgefällige Anbetung ist jenen vorbehalten, die errettet sind, den Erlösten, Gerechtfertigten und Erneuerten. An diesem Punkt beginnt die Fähigkeit, anzubeten. Wir sind die wahren Anbeter, der ganze Rest ist falsche Anbetung des wahren Gottes. Es gibt Anbetung falscher Götter und die falsche Anbetung des wahren Gottes. Die Errettung gibt uns dann also auch die Gelegenheit und das Privileg und die Verantwortung und die Pflicht der wahren Anbetung.

Wovon genau reden wir hier, wenn wir sagen, dass „Anbetung alle Bereiche des Lebens berührt?“ Nun, für uns, die wir erlöst wurden, könnte quasi alles, was wir tun und was als rechtschaffen bezeichnet werden könnte, als eine Form der Anbetung bezeichnet werden. Und ich habe das kurz erwähnt, aber ich möchte mich etwas eingehender damit beschäftigen. Schlagt doch bitte mit mir ein paar Bibelstellen auf …Römer 14,18. In Römer 14 hat der Apostel Paulus darüber gesprochen, wie wir andere Gläubige behandeln. In Vers 13 heißt es, wir stellen einem Bruder weder ein Anstoß noch ein Ärgernis in den Weg. Wir tun nichts, das einem anderen Gläubigen Schaden zufügen wird. Und weiter unten in Vers 18 schreibt Paulus: „[...] wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig.“

Vergesst nicht, dass dieser kleine Ausdruck, „Gott wohlgefällig“, sehr oft mit Anbetung verbunden ist, wie in Römer 12 und 1. Petrus 2. Hier findet sich also eine Form der Anbetung, die Gott wohlgefällig ist, und zwar die Art und Weise, wie ihr andere Christen behandelt, indem ihr nie versucht, andere Christen zu veranlassen, in Sünde zu verfallen. Das bedeutet, einen gottesfürchtigen Einfluss auf Andere zu haben wird zu einer Form der Anbetung, die Gott wohlgefällig ist.

In Römer 15,16 sagt Paulus, dass ihm Gnade von Gott gegeben wurde, ein Diener Jesu Christi für die Heiden zu sein, der priesterlich dient am Evangelium Gottes, damit das Opfer der Heiden wohlannehmbar werde, geheiligt durch den Heiligen Geist. Paulus sagt, wenn ich das Evangelium verkünde und die Menschen darauf reagieren und glauben und diese Menschen dann Gott als Opfer dargeboten werden, ist das Gott wohlgefällig. Hier ist also eine weitere Form der Anbetung, nämlich jemanden zur Erkenntnis Christi zu führen, denn ihr habt das Privileg, diese Person Gott quasi als wohlgefälliges Opfer darzubringen.

Anbetung ist nicht nur gemeinsamer Lobpreis. Anbetung umfasst auch, wie wir andere Gläubige behandeln, und das Evangelium zu Nichtgläubigen zu bringen, die darauf reagieren. In Epheser 5 befassen wir uns ein bisschen allgemeiner mit dem Konzept der Anbetung. Paulus spricht in Vers 8 darüber, dass wir im Licht wandeln sollen, „wandelt als Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes besteht nämlich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf.“ Im Licht zu wandeln ist dem Herrn wohlgefällig. Im Licht zu wandeln ist annehmbar für den Herrn. Im Licht zu wandeln, also Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit, ist eine Gott wohlgefällige Form der Anbetung. Ihr könnt auch hier wieder sehen, wie unser Umgang mit anderen Gläubigen alle Bereiche des Lebens berührt, ebenso wie unser Umgang mit Nichtgläubigen sowie unser Engagement für Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

In Philipper 1,9 betet Paulus, „daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und allem Urteilsvermögen, damit ihr prüfen könnt, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und ohne Anstoß seid bis auf den Tag des Christus.“ Und dann Folgendes: „Erfüllt mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus [gewirkt] werden zur Ehre und zum Lob Gottes.“ Hier geht es um persönliche Gerechtigkeit, um ein Leben, das in überströmender Liebe gelebt wird, in echter Erkenntnis und demzufolge mit Urteilsvermögen, die Dinge billigend, die herausragend sind, aufrichtig, tadellos, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit zum Lob und zur Ehre Gottes. Persönliche Heiligkeit ist Gott wohlgefällige Anbetung. Persönliche Gerechtigkeit ist eine Form der Anbetung.

In 1. Timotheus 2,3 lesen wir: „Denn dies ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter.“ Bitte beachtet, dass jeder dieser Bibelabschnitte den Gedanken enthält, Gott wohlgefällig zu sein oder Gott angenehm zu sein. Und worüber redet er hier? Vers 1: „So ermahne ich euch nun, daß man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen, für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit.“ Und es ist nicht nur ein Gott wohlgefälliges Opfer oder ein angenehmer Ausdruck der Anbetung, für die Errettung anderer Menschen zu beten, einschließlich aller, die über uns stehen, sondern auch ein ruhiges und stilles Leben in aller Gottesfurcht und Ehrbarkeit zu führen. Das ist gut und angenehm vor Gott, unserem Retter. Es ist Gott wichtig, wie wir in der Gesellschaft leben, auf tugendhafte und gottesfürchtige Weise, für die Errettung derjenigen in unserem Umfeld und derjenigen, die für uns verantwortlich sind, betend. Auch das ist Gott wohlgefällige Anbetung.

In 1. Timotheus 5,3 heißt es: „Ehre die Witwen, die wirklich Witwen sind, echte Witwen. Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so sollten diese zuerst lernen, am eigenen Haus gottesfürchtig zu handeln und den Eltern Empfangenes zu vergelten; denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott.“

Was für eine interessante Aussage. Die Fürsorge für Witwen ist eine Gott wohlgefällige Form der Anbetung. Wenn eine Witwe Kinder oder Enkelkinder hat, ist es eine Gott wohlgefällige Form der Anbetung, sich um diese Witwe zu kümmern.

In 1. Petrus 2,20 heißt es in der Mitte des Verses: „Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott“, oder „ist das Gott wohlgefällig.“

All dies sind Formen der Anbetung und sie erfüllen unser Leben … wie wir andere Gläubige behandeln, ist ein Ausdruck unserer Anbetung Gottes. Es gibt eine Art, sie zu behandeln, die zu Gott wohlgefälliger Anbetung wird. Verlorene Seelen durch die Verkündigung des Evangeliums zu gewinnen, ist eine Art, Gott geistliche Opfer darzubringen. Im Licht zu wandeln, also in Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit, ist Gott wohlgefällige Anbetung. Persönliche Heiligkeit ist Gott wohlgefällige Anbetung. Gebet für die Verlorenen und eine gottesfürchtige Lebensweise sind Gott wohlgefällige Anbetung. Die Fürsorge für Witwen ist eine Gott wohlgefällige Anbetung. Leiden für Gerechtigkeit ist Gott wohlgefällige Anbetung.

Wenn ich also sage, dass Anbetung alle Bereiche unseres Lebens berührt, bedeutet es genau das. All diese Dinge drücken etwas gegenüber Gott aus, was eine ihm wohlgefällige Form der Anbetung ist. Aber wir wollen speziell über die Aspekte des Lobpreises als Gott wohlgefällige Anbetung sprechen. Schlagt bitte für einen Moment Hebräer 13 auf.

Wie ich gerade erläutert habe, ist dies nicht die einzige Art der Anbetung, sondern nur eine von vielen. Es ist Teil der Palette von Anbetungsformen. Es ist Teil des Spektrums von Anbetungsformen. Aber es nicht alles, was es gibt. Es ist jedoch die dominante Form, Anbetung auszudrücken. Selbst wenn kein Gläubiger in der Nähe ist, selbst wenn kein Ungläubiger in der Nähe ist, kann ich Gott immer noch Lobpreis darbringen. Das ist der endlose Ausdruck der Anbetung zu jeder Zeit und an jedem Ort, unter allen Umständen, von allen Kindern Gottes. Hebräer 13,15: „Durch ihn“, das ist Jesus Christus, durch ihn, der das Opfer dargebracht hat, um Anbetung möglich zu machen, durch ihn also, „laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Wohlzutun und mitzuteilen“, und zwar die Dinge, über die wir gerade geredet haben, „vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl!“ Ihm gefallen alle Formen der Anbetung, alle Formen der Anbetung. „Laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.“

Gott wünscht sich, dass wir unsere Anbetung für ihn die ganze Zeit zum Ausdruck bringen ... die ganze Zeit. Lobreis und Anbetung, sowohl persönlich als auch in der Versammlung von Gottes Kindern.

Die Bedeutung der Anbetung. Unser erster Punkt, sie dominiert die Schrift von 1. Mose bis zum Buch der Offenbarung. Zweitens berührt sie alle Bereiche unseres Lebens. Sie ist die Art und Weise, wie wir unser Leben führen. Drittens wird die Bedeutung der Anbetung darin deutlich, dass Anbetung das Hauptthema in der Heilsgeschichte ist. Und das baut auf dem auf, was wir bereits gesagt haben. Es ist das Hauptthema in der Heilsgeschichte. Das bedeutet, wir werden mit dem Ziel erlöst, Anbeter zu sein. Nehemia 9,6: „Das Heer des Himmels betet dich an.“ Das ist es, was alle heiligen Engel in Herrlichkeit tun.
Als Gott Adam und Eva schuf und sie im Garten Eden platzierte, waren sie dort als Ausdruck seiner Schöpfungsmacht, damit sie ihn anbeten. Sie entschieden sich jedoch, sich von ihm abzuwenden und etwas Anderes anzubeten. Im Falle von Eva war es die Schlange, die sie anbetete, das heißt, sie vertraute der Schlange ihr Schicksal an als jemandem, der aufrichtiger mit ihr war als Gott. Und Adam, so könnte man vermutlich sagen, betete in gewissem Sinne Eva an, weil er ihr in die Sünde folgte. Und deshalb ordnete Gott die Erlösung an, die er sofort nach dem Sündenfall demonstrierte, indem er ein Tier tötete, das Fell nahm und den Sünder zudeckte. Er würde ihre Sünde zudecken. Es gab die Möglichkeit, die Sünde zuzudecken. Es gab auch die Verheißung, dass einer kommen würde, der den Kopf der Schlange zertreten würde, der Satan für seine bösen Werke vernichten würde, ein für alle Mal. Damit begann die Heilsgeschichte und die Heilsgeschichte besteht darin, dass Gott Anbeter wiedergewinnt.

Der Sündenfall trat ein, als Adam und Eva sich entschieden, Gott nicht anzubeten. Die erste Zwietracht zwischen den Menschen war die zwischen Kain und Abel und es war eine ernste Zwietracht, in der Kain Abel tötete; soviel Feindschaft gab es in dieser Beziehung. Und all diese Feindschaft lässt sich unmittelbar auf die Frage der Anbetung zurückführen. Kains Anbetung war Gott nicht wohlgefällig, sein Opfer wurde abgelehnt. Abels Anbetung war Gott wohlgefällig, sein Opfer wurde angenommen, und es war die Frage von wohlgefälligen und nicht wohlgefälligen Opfern, die zu diesem Mord führte.

Wenn man die Geschichte des Heilsplans im Zeitalter der Patriarchen verfolgt, wird man sehen, dass Gott sich den Patriarchen immer wieder zeigte. Und wie ich bereits früher sagte, baute Abraham immer wieder einen Altar, an dem er Gott anbetete, wie auch andere Patriarchen es taten. Und wenn die Patriarchen Gott ordnungsgemäß anbeteten, wurden sie gesegnet. Und wenn sie es nicht taten, wurden sie bestraft. Als Gott dann aus den Lenden Abrahams das Volk Israel hervorbrachte, wurde dieses gesegnet, solange es Gott auf ihm wohlgefällige Weise anbetete; wenn sie das nicht taten, wurden sie bestraft. Das Volk Israel zog in die Wüste, nachdem es 400 Jahren Gefangenschaft in Ägypten entkommen war. Als sie in die Wüste kamen, formten sie das goldene Kalb und verstießen damit gegen Gottes Anweisung zur Anbetung. Sie wurden zu 40 Jahren des Umherwanderns und Todes in der Wüste verurteilt, ohne je in das Gelobte Land einzuziehen. Selbst Moses konnte nie in das Gelobte Land einziehen, weil er sich geweigert hatte, Gott so anzubeten, wie Gott es vorgeschrieben hatte. Und er beging eine Handlung, die ein klarer Verstoß gegen Gottes Anweisung war. Man betet Gott durch Gehorsam an. Moses verstieß dagegen und zog nie in das Gelobte Land ein.

Als Israel in das Land einzog, nachdem die ältere Generation gestorben war, wurde es jedesmal gesegnet, wenn es Gott anbetete, wenn es Gott ihm wohlgefällige Anbetung darbrachte. Dafür gibt es natürlich Illustrationen; lasst mich euch vielleicht einfach eine geben, die mir in den Sinn kommt, und zwar 1. Chronik 29. „Und David sprach zu der ganzen Gemeinde: ‚Nun lobt den HERRN, euren Gott’ und die ganze Gemeinde lobte den HERRN, den Gott ihrer Väter; und sie neigten sich und warfen sich nieder vor dem HERRN und vor dem König. Und sie opferten dem HERRN Schlachtopfer; und am folgenden Morgen opferten sie dem HERRN Brandopfer, 1.000 Widder, 1.000 Lämmer, samt ihren Trankopfern, dazu Schlachtopfer in Menge für ganz Israel. Und an jenem Tag aßen und tranken sie vor dem HERRN mit großer Freude; und sie machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweitenmal zum König und salbten ihn dem HERRN zum Fürsten und Zadok zum Priester. So saß Salomo auf dem Thron des HERRN als König anstelle seines Vaters David. Und der hatte Gedeihen; und ganz Israel war ihm gehorsam. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Söhne des Königs David unterwarfen sich dem König Salomo. Und der HERR machte Salomo überaus groß vor ganz Israel und verlieh seinem Königtum eine Herrlichkeit, wie sie vor ihm kein König über Israel gehabt hatte.“

Alles ging gut, wenn sie Gott wahre Huldigung und Anbetung darbrachten. Und wenn sie es nicht taten, wurden sie, wie ihr sehr gut wisst, streng bestraft. Das war ein Teil dessen, was Stephanus in seinem Zeugnis in Apostelgeschichte 7,41 sagte, als er die Geschichte des Volkes Israel rezitierte. Er erinnerte sie daran, dass sie ein Kalb gemacht und dem Götzen ein Opfer dargebracht hatten und sich an den Werken ihrer Hände freuten. „Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so daß sie dem Heer des Himmels dienten, wie im Buch der Propheten geschrieben steht: ‚Habt ihr etwa mir Schlachtopfer und [Speis]opfer dargebracht [während der] 40 Jahre in der Wüste, Haus Israel? Ihr habt die Hütte des Moloch und das Sternbild eures Gottes Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Und ich werde euch wegführen über Babylon hinaus.’“

Sie brachten Götzen in das Land und beteten diese Götzen an. Und wir alle kennen die Geschichte des Königreichs, des vereinten Reichs und des geteilten Reichs, und die Götzenanbetung, die sie beherrschte und zur Gefangenschaft in Babylon führte. Die Anbetung Israels war zu jenem Zeitpunkt verdorben und es gab immer einen Überrest, es gab lautere Anbeter. Aber das Volk fiel vom Glauben ab und verharrte in diesem Zustand, selbst bis zur Zeit von Jesus. Am Ende des alttestamentarischen Zeitalters gab es eine große Erweckung, auf die in Esra und Nehemia hingewiesen wird. Aber die Geschichte Israels war größtenteils die Geschichte eines Volkes, das in der Gott wohlgefälligen Anbetung versagt hatte. Und Jesus kam und begann seinen Dienst. Das Erste, was er im Johannesevangelium tat, war, in den Tempel zu gehen und diesen zu läutern. Er war verdorben. Er wurde von Korruption beherrscht. Und Jesus verlangte nach wahren Anbetern. Am Ende seines Dienstes tat er dasselbe noch einmal, er läuterte diesen korrupten Ort und verlangte nach wahren Anbetern. Jene, die wahrhaftig anbeteten, wurden immer gesegnet, während diejenigen, die das nicht taten, immer dem Gericht unterlagen.

Als die Gemeinde entstand, entstand sie als Versammlung wahrer Anbeter, die zusammen anbeten, wie wir in Philipper 3,3 gesehen haben, die den Herrn Jesus Christus durch die Kraft des Heiligen Geistes anbeten. Die Schrift wird also von Anbetung beherrscht. Das Leben wird von Anbetung dominiert und die Heilsgeschichte wird von dem Aufruf nach wahrer Anbetung dominiert. Und die Szenen im Himmel sind immer in der Zukunft. Geht einmal zum Buch der Offenbarung, Kapitel 4, 5, 11, 14, 15, 19 und 22; die Szenen im Himmel sind immer Szenen der Anbetung.

Es gibt noch eine Sache zu sagen, wenn sie auch sicherlich nicht erwähnt werden muss, aber Anbetung wird uns geboten. Sie beherrscht nicht nur die Schrift, sie beherrscht nicht nur das Leben, sie beherrscht nicht nur die Heilsgeschichte, sondern sie ist ein Gebot. In Matthäus 4,10 rezitiert Jesus dieses Gebot. Hier wird er, wie ihr euch sicherlich erinnert, in Versuchung geführt und zitiert unter der Versuchung durch Satan aus 5. Mose. Matthäus 4,10: „Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.’“

Anbetung ist ein Gebot.

Geht jetzt bitte für einen Moment zurück zu unserem Text in Johannes Kapitel 4. Wir sehen hier den Kern dieses Gebots, und ich kann euch eine Menge andere Schriftstellen dazu zeigen, aber momentan geht es um Vers 24: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten“, hier ist der Schlüsselbegriff, „müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Es ist ein Muss, weil es ein Gebot ist.

Wenn wir schon gerade hier sind, erinnert ihr euch an die Szene in Johannes 4? Erinnert ihr euch, was hier geschieht? Jesus spricht zu einer samaritischen Hure, einer Frau, die milde gesagt ein sehr schäbiges Leben gehabt hat. Sie hatte eine Handvoll Ehemänner. Sie praktizierte das, was man heutzutage als „serielle Monogamie“ bezeichnen würde. Aber da ist noch mehr, denn sie lebt nun in einem Zustand des Ehebruchs bzw. der Unzucht, weil sie mit einem Mann zusammenlebt, der nicht ihr Ehemann ist. Jesus spricht hier nicht zu einer reifen Gläubigen, sondern zu einer sehr unmoralischen Frau. Er spricht nicht zu irgendeinem Heiligen aus dem Alten Testament oder zu einem Theologen, sondern, aus jüdischer Perspektive, zu einer Hure gemischter Abstammung. Er evangelisiert jemanden, der in der Gesellschaft ganz unten stand, gehasst wegen ihrer Mischlingsabstammung, wegen ihres Lebens als Hure noch mehr gehasst von denjenigen, die sich an irgendeinen moralischen Standard hielten; Jesus evangelisiert diese Frau, indem er sie dazu aufruft, eine wahre Anbeterin zu werden. Er verlangt Anbetung von ihr, weil Gott von ihr Anbetung verlangt.

Das bedeutet es, errettet zu sein. Es bedeutet, ein Anbeter zu werden. Das ist der Kern der Evangelisation. Es geht nicht nur darum, dass wir Menschen suchen, damit wir sie dazu aufrufen können, Anbeter zu sein, sondern, wie wir am Ende von Vers 23 lesen: „Der Vater sucht [solche] Anbeter.“ Das ist eine göttliche Aufgabe. Ich höre das nicht in den zeitgenössischen Evangelisationsmethoden. Ich höre viele Dinge nicht, die charakteristisch für die Verkündigung des Evangeliums, für biblische Evangelisation sind. Ich höre nicht, dass Menschen aufgefordert werden, Sklaven von Jesus Christus zu werden. Ich höre keine Betonung auf der Abkehr von Sünde und dem Bekenntnis von Jesus als Herrn, von Selbstverleugnung, darauf, sein Kreuz aufzunehmen und Jesus in völligem Gehorsam zu folgen. Und ich höre den Aufruf nicht, jemand zu werden, der von der Anbetung Gottes, des wahren Gottes und des Herrn Jesus Christus, erfüllt ist. Der Vater sucht Anbeter. Wenn wir also ausziehen, um unsere Freunde und Familie zu evangelisieren oder Menschen, die uns begegnen, rufen wir sie dazu auf, Anbeter des wahren Gottes zu werden, die den wahren Gott auf die wahre Weise anbeten. Der Vater sucht übrigens auf wirksame und effektive Weise wahre Anbeter, damit jemand, wenn er gläubig wird, sofort ein Anbeter wird. Wahre Gläubige beten Gott an. Wahre Gläubige beten Christus an.

In 2. Korinther 4,15 sagt Paulus: „Denn es geschieht alles um euretwillen“; hier spricht er von seiner Verkündigung des Evangeliums Christi und der Auferstehung Christi. Er sagt: „Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende Gnade durch die Vielen den Dank überfließen lasse zur Ehre Gottes.“ Das ist Anbetung. Wenn jemand wahrhaftig bekehrt ist, strömt sein Herz buchstäblich über vor Dankbarkeit gegenüber Gott, und das äußert sich in Lobpreis für seine Herrlichkeit.

Gott wohlgefällige Anbetung ist also nicht irgendein zusätzliches Element der christlichen Erfahrung, sie macht das Christsein aus. Es ist nicht möglich, Christ zu sein, ohne gleichzeitig ein wahrer Anbeter zu sein. Der Vater strebt wirksam, effektiv und heilbringend danach, Anbeter zu schaffen, deren Leidenschaft darin besteht, ihn anzubeten, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus.

Deshalb glaube ich, dass wir wahre Gläubige nicht dazu auffordern müssen, hierherzukommen und anzubeten, hierherzukommen und den Herrn zu preisen, hierherzukommen und Lobeslieder zu seiner Herrlichkeit und Ehre zu singen. Das ist der wahrste Ausdruck ihres verwandelten Wesens. Und wo das nicht existiert, haben wir jedes Recht, die Behauptung einer Transformation anzuzweifeln. Anbetung ist dem Gläubigen eine Freude. Sie ist dem Christen eine Freude. Sie wurde durch Gottes Werk in unserem Herzen erzeugt.

Wenn ihr also zu Christus kommt, verleugnet ihr nicht nur euch selbst, werdet gehorsam, bekennt Jesus als euren Herrn und euch selbst als seinen Sklaven, sondern ihr werdet auch zu einem bereitwilligen, eifrigen, frohen Anbeter. Deshalb liebt ihr es, zu singen. Deshalb liebt ihr es, zu dienen. Deshalb liebt ihr es, auszuziehen, deshalb liebt ihr es, euch um Mitmenschen zu kümmern. Deshalb ist es euch wichtig, wie ihr einen anderen Gläubigen behandelt. Deshalb sind euch Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Tugend und Wahrheit wichtig, weil all diese Dinge ein übernatürlicher Beweis der neuen Schöpfung sind. Das ist die Frucht des Werkes, das Gott in euren Herzen bewirkt hat. Und das ist erst der Anfang, Leute, denn wir werden diese Anbetung für alle Ewigkeit praktizieren.

Nun, das ist quasi eine Einführung zur Frage, warum Anbetung wichtig ist. Lasst uns für einen Moment zu Kapitel 4 zurückkehren und den Schauplatz betrachten. Wir werden uns nur kurz damit beschäftigen, aber ich möchte wenigstens einen weiteren Punkt heute Abend vorbringen und hoffe, dieser Text wird dazu dienen, beim Nachdenken über Anbetung einige falsche Auffassungen zu beseitigen und sie mit wahren Auffassungen zu ersetzen.

Die Szene beginnt in Vers 4, wo Jesus Samaria durchqueren musste. Er musste, weil er einen göttlichen Auftrag hatte. Vers 5: „Da kommt er in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich so an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: ‚Gib mir zu trinken.’ Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: ‚Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin?’ (Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern.)“

Ein wenig Hintergrund. Das Königreich Israel war gespalten, wie ihr wisst, in das nördliche Königreich, das als Israel bekannt war, und das südliche Königreich, das als Judäa bekannt war. Das südliche Königreich, Judäa, das aus Judäa bestand, dem Stamm Judäa und Benjamin, wurde erst von 597 bis 586 v. Chr. in Gefangenschaft geführt, das nördliche Königreich hingegen schon lange vorher, bereits 722 v. Chr. Das nördliche Königreich, Israel, wurde von Sargon gefangen genommen. Die meisten Leute wurden vertrieben und als Gefangene nach Assyrien gebracht sowie in viele andere Orte, Städte der Meder. Ihr könnt das in 2. Könige 17 nachlesen.

Die Eroberer des nördlichen Königreichs, die Assyrier, waren zufrieden damit, die Leute von sehr niedriger Stellung im Land zu lassen. Sie führten also die Besten als Sklaven oder zum Verkauf an Dritte weg und ließen die Leute der niedrigsten gesellschaftlichen Stellung zurück. Die Armen blieben also im Land und das Land wurde nach und nach von Heiden unterwandert, die aus anderen Ländern kamen. Sie schlossen Mischehen mit den restlichen Juden im Land. Sie wurden „Samariter“ genannt, nach der Hauptstadt Samaria. So wurden sie zu einem gemischtrassigen Volk mit einer ebenfalls gemischten Religion. Elemente des Judaismus wurden mit den verschiedenen Formen des Heidentums vermischt, und führten so zu dieser Art samaritischer Religion, welche vorherrscht, als unser Herr diese Frau trifft.

Später, als die Juden aus der Gefangenschaft zurückkehrten und das südliche Königreich wieder aufbauten, wollten die Samariter von den Juden akzeptiert werden. Sie wollten die Genehmigung, wieder in das Land einzuziehen und Umgang mit den Juden zu haben. Aber diese Genehmigung wurde ihnen verwehrt.

Vielleicht erinnert ihr euch, dass der Überrest, als er aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrte, mit dem Wiederaufbau des Tempels begann. Die enteigneten und verachteten Samariter und ihre Verbündeten versuchten, die Arbeit zu stoppen. Erinnert ihr euch daran? Esra schreibt darüber. Der Grund dafür lag darin, dass den Samaritern die Erlaubnis verweigert worden war, gemeinsam mit den Juden am Wiederaufbau zusammenzuarbeiten. Sie wollten Akzeptanz, aber die wurde ihnen verweigert, und so versuchten sie, die Arbeit zu stoppen. Sie hatten gesagt: „Wir wollen mit euch bauen, denn wir wollen euren Gott suchen, gleich wie ihr.“ Und die Antwort der Juden lautete: „Es geziemt sich nicht, daß ihr und wir miteinander das Haus unseres Gottes bauen.“ Verschwindet.

Diese unverhohlene Weigerung verschärfte die Feindschaft zwischen den Samaritern und den Juden und so gingen sie zurück nach Samaria und zu einem eigenen Berg namens Garizim und errichteten dort ihren eigenen Tempel. Und dieser Tempel stand bis 128 v. Chr., als er von Johannes Hyrkan zerstört wurde, einem Anführer der Makkabäer. Selbst nach der Zerstörung des Tempels setzten die Samariter ihre Anbetung auf diesem Hügel fort, wo ihr Tempel einst gestanden hatte. Und manche tun das auch heute noch.

Sie akzeptieren nur den Pentateuch, historisch, und nicht den Rest des Alten Testaments. Zu dem Zeitpunkt, als das Zeitalter unseres Herrn Jesus Christus anbricht, sind die Samariter verhasste und verachtete Menschen. Wenn Juden nach Norden reisen müssen, gehen sie buchstäblich um Samaria herum und durch den Jordan und auf einem anderen Weg entlang, was sehr viel umständlicher war, um die Reise durch Samaria zu vermeiden. Aber Jesus geht durch Samaria, weil er eine „Verabredung“ mit dieser Frau hat. Das ist der Schlüssel zum Verständnis dieses Abschnittes und deshalb sagt sie: „Warum sprichst du zu mir, da ich doch eine samaritische Frau bin und du ein Jude und die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern?“

Dann offenbart Christus ihr, wer er ist. In Vers 10 heißt es: „Jesus antwortete und sprach zu ihr: ‚Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht «Gib mir zu trinken!», so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.“ Weißt du nicht, liebe Frau, dass ich genau der bin, nach dem du und dein Volk euch in all den Jahrhunderten eurer Entfremdung gesehnt habt? Ich bin derjenige, den ihr so sehnlichst erkennen wolltet, der Gott, den ihr kennen wolltet, was euch verweigert worden war. Ich bin derjenige, der dir das lebendige Wasser geben kann.

„Die Frau spricht zu ihm: ‚Herr, du hast ja keinen Eimer, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser? Bist du größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Söhnen und seinem Vieh?’ Jesus antwortete und sprach zu ihr: ‚Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.’ Die Frau spricht zu ihm: ‚Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht dürste und nicht hierher kommen muß, um zu schöpfen!’ Jesus spricht zu ihr: ‚Geh hin, rufe deinen Mann und komm her!’ Die Frau antwortete und sprach: ‚Ich haben keinen Mann.’ Jesus spricht zu ihr: ‚Du hast recht gesagt «Ich habe keinen Mann!» Denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Du hast die Wahrheit gesprochen.’ Die Frau spricht zu ihm: ‚Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist!’“

Sie leugnet seine Bemerkungen über ihr unmoralisches Leben nicht. Sie nennt ihn sogar einen Propheten, jemanden, der für Gott spricht und Geheimnisse aufdecken konnte. Sie gibt ihre Schuld zu. In Vers 29 sagt sie sogar zu Anderen: „Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ob dieser nicht der Christus ist?“ Sie weiß, dass dies der lang ersehnte Messias sein könnte.
Beachtet jetzt bitte Folgendes. Dies ist eine Offenbarung Christi gegenüber jemandem, der nicht einmal sucht, eine Offenbarung Christi gegenüber jemandem, der nicht ein erwachter Sünder ist. Er macht sie ihrer Sünde bewusst und offenbart sich ihr quasi aus heiterem Himmel. Sie reagiert mit der dringlichsten aller Fragen. Diese steht in Vers 20 und leitet die Diskussion über Anbetung ein: „Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten soll.“

In Wirklichkeit ist das eine Frage, obwohl sie nicht in Gestalt einer Frage ist. Die Frage lautet, wo sollen wir anbeten? Wenn du ein Prophet bist, und das musst du sein, weil du mir gerade all die Dinge gesagt hast, die du niemals über mich wissen könntest, wenn du also ein Prophet bist und für Gott sprichst, Herr, dann beantworte doch bitte eine Frage für mich: „Wo beten wir an?“

Versteht ihr, dass die nicht informierte, unwissende Hure in ihrem Kopf von der Annahme ausgeht, dass wahre Religion eine Frage der Anbetung ist? Ich meine, das ist das Erste, was wir von ihr hören. Das ist ihre erste Frage. Die erste Frage von ihr lautet nicht: „Was wirst du für mich tun? Kannst du meine Probleme lösen? Kannst du mein Leben besser machen? Kannst du mich glücklicher und erfolgreicher machen?“ Es gibt eine dringliche, alles umspannende, durchdringende Frage, die lautet: „Wo beten wir an?“ Alle Religionen gehen von der Annahme aus, dass man die Gottheit anbetet. Wie können wir das je aus dem Auge verlieren? Das ist es, was wir tun; wir rufen Menschen dazu auf, Anbeter zu sein, selbst jene, die unwissend sind, wissen das. Sie bekommt Gewissensbisse. Es trifft sie bis in ihre Seele. Sie bestätigt ihre Sünde. Und jetzt will sie die Dinge richtigstellen. Sie will sich Gott nähern. Aber wo? Wie?

Und jetzt kommt die Antwort, die so überaus wichtig ist. Die Antwort lautet, es geht nicht um den Ort, sondern um die Person. Jesus sprach zu der Frau: „Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet …“

Moment mal. Seine Antwort lautet: „Keiner der beiden Orte.“ Weder noch. „Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen.“ Ihr habt die Offenbarung nicht, wir haben sie. Denn das Heil kommt aus den Juden. Denn wir waren schon immer die Quelle der errettenden Wahrheit über Gott. Wir waren schon immer die Fundgrube göttlicher Offenbarung, ihr nicht. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden. Und so müssen wir laut Vers 24 anbeten.

Er sagt hier also zu ihr, es geht nicht um einen Ort, sondern um eine Person. Es ist nicht hier auf dem Berg Garizim und nicht einmal in Jerusalem. Und sehr bald wird die Stunde kommen, wenn sogar Jerusalem als Ort der Anbetung verschwinden wird. Damit bezieht er sich höchstwahrscheinlich auf die Zerstörung von Jerusalem in 70 n. Chr.

Jesus lenkt ihr Augenmerk also vom Ort auf die Person. Dieser Text konzentriert sich auf den zweiten Hauptpunkt, den ich euch nennen wollte … das Objekt der Anbetung, das Objekt der Anbetung. Und Vers 21 besagt einfach: „Ihr werdet den Vater anbeten.“ Vers 23: „Wahre Anbeter werden den Vater anbeten.“ Und am Ende des Verses: „Denn der Vater sucht solche Anbeter.“ Vers 24: „Die ihn anbeten.“ Die Frage ist nicht wo, sondern wer.
Und ich glaube, das verstehen wir. Aber für diese Leute … für diese Frau … für die religiöse Welt … ist das eine enorme Aussage. Wir beten einen Gott an, der ein Geist ist. Vers 24: „Gott ist Geist.“ Buchstäblich Geist, der Gott, der Gott, der ein herrlicher Geist ist. Hier geht es um das Wesen Gottes. Damit steigen wir in die Theologie im engeren Sinne ein.

Ihr sagt jetzt: „Nun, worum geht es hier?“ Es geht darum, dass wir hier eine Welt voller Götzen haben, von denen jeder seinen ordnungsgemäßen Platz hatte und die alle eine physische Gestalt hatten. Wir beten keine Gestalt an einem Ort an. Wir beten einen Gott an, der ein Geist ist, nicht eine Gestalt. Und Jesus sagte: „Ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, daß ich es habe.“ Wir beten den immateriellen göttlichen Vater an, den Gott, der Geist ist, grenzenlos, ewig, unveränderlich in seinem Wesen. Er kann nicht in einer Gestalt, in irgendeiner materiellen Form, erfasst werden.

In Jeremia 23,23 heißt es: „’Bin ich denn nur Gott in der Nähe’, spricht der HERR, ‚und nicht auch Gott in der Ferne? Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, daß ich ihn nicht sehe?’, spricht der HERR.“ Und jetzt hört gut zu. „’Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?’, spricht der HERR.“ Jesus sagt zu dieser Frau: „Du betest nicht jemanden an, der irgendwo ist.“

In Jesaja Kapitel 40 heißt es: „Und das ist die grundlegende Realität über Gott, dass er Geist ist.“ Und in Jesaja 40,18: „Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Ebenbild wollt ihr ihm an die Seite stellen? Das Götzenbild? Das hat der Künstler gegossen, und der Goldschmied überzieht es mit Gold und lötet silberne Kettchen daran. Wer aber zu arm ist, wählt als Weihegeschenk ein Holz, das nicht fault, und sucht sich einen Schnitzer, der ein Götzenbild herstellen kann, das nicht wackelt. Wißt ihr es nicht? Hört ihr es nicht? Ist es euch nicht von Anfang an verkündigt worden? Habt ihr nicht Einsicht erlangt in die Grundlegung der Erde? Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront und vor dem ihre Bewohner wie Heuschrecken sind; der den Himmel ausbreitet wie einen Schleier und ihn ausspannt wie ein Zelt zum Wohnen; der die Fürsten zunichte macht, die Richter der Erde in Nichtigkeit verwandelt - kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesät, kaum hat ihr Stamm in der Erde Wurzeln getrieben, da haucht er sie an, und sie verdorren, und ein Sturmwind trägt sie wie Stoppeln hinweg. Mit wem wollt ihr mich denn vergleichen, dem ich gleich sein soll?’ spricht der Heilige. Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der ihr Heer abgezählt herausführt, er ruft sie alle mit Namen. So groß ist seine Macht und so stark ist er, daß nicht eines vermißt wird.“

Wir reden hier nicht von einem Gott, der sich auf Gold oder Holz oder Metall reduzieren lässt. Wir reden von einem Gott, der weit darüber hinausgeht.

In Jesaja 44 heißt es in Vers 18, nach einer Diskussion über die Dummheit, einen Gott aus Holz zu machen, über diejenigen, die das tun: „Sie erkennen und verstehen es nicht, denn er hat ihre Augen verklebt, daß sie nicht sehen, und ihre Herzen, daß sie nichts verstehen.“ Und in Vers 19 lesen wir, dass sie vor einem Holzklotz niederfallen und sich von Asche ernähren. Sie zeichnen sich durch ein betrogenes Herz aus.

Vers 24: „So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleib an gebildet hat: Ich bin der HERR, der alles vollbringt - ich habe die Himmel ausgespannt, ich allein.“ Das ist der große übernatürliche Gott. Gott ist kein Götze und will nicht mit einem Götzen verglichen werden.

In 1. Samuel 5, glaube ich, findet sich einer der interessantesten Momente in der Geschichte Israels. Die Philister nahmen die Lade Gottes, die nicht ein Götzenabbild Gottes war, sondern einfach ein Behältnis, in dem einige wichtige Erinnerungsstücke an die Geschichte Israels lagen, als Erinnerung an Gottes Treue. Aber die Philister sahen sie lediglich als Israels Gott an. Und die Philister, die Krieg mit Israel führten, stahlen die Lade Gottes und brachten sie nach Asdod. Sie nahmen die Lade Gottes, brachten sie in das Haus von Dagon und stellen sie neben Dagon.

Nun, Dagon, der Fischgott, stand natürlich in Beziehung zur Liebe der Philister für das Meer.
Jetzt hatten sie also Israels Gott, nahmen ihn einfach und stellten ihn zusammen mit Dagon in den Tempel. Das war der Ort der Götter und deshalb stellten sie die Lade dorthin.

Gott reagierte nicht wohlwollend auf diesen Vergleich. Als die Asdoditer am folgenden Morgen früh aufstanden, war Dagon auf seinem Angesicht auf die Erde vor die Lade des Herrn gefallen. Das Gespräch drehte sich darum, wer Dagon umgestoßen hatte. Und so nahmen sie Dagon und richteten ihn wieder auf.

„Als sie aber am folgenden Morgen früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde, vor der Lade des HERRN; aber der Kopf Dagons und seine beiden Hände [lagen] abgehauen auf der Schwelle, nur [der Rumpf] Dagons war von ihm übriggeblieben.“ Auf diese übernatürliche Weise gab Gott ihnen zu verstehen: „Hebt dieses Ding nicht noch einmal auf.“

Vers 5 ist sicherlich logisch. „Darum treten die Priester Dagons und alle, die in den Tempel Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis zu diesem Tag.“ Die Anbetung Dagons nahm drastisch ab. Es gefällt Gott nie, mit einem Götzen verglichen zu werden. Anbetung findet nicht an einem Ort statt, nicht auf diesem Berg und auch nicht in Jerusalem, weil Gott nicht auf einen Ort beschränkt ist. Gott ist Geist.

Tempel? Natürlich. Das waren Symbole, nicht Repräsentationen Gottes. Die Lade war keine Repräsentation Gottes, sie war ein Symbol von Gottes Gegenwart. Der Tempel war ein Symbol von Gottes Gegenwart und Macht, der Ort, zu dem die Menschen gehen, sich versammeln und Gott auf eine Weise anbeten konnten, die er als ihm wohlgefällig festgelegt hatte. Nur unwissende Juden beschränkten Gott auf den Tempel. Selbst die Syrer beschränkten den Gott Israels nicht auf den Tempel. Die Syrer nannten den Gott Israels den Gott der Hügel. Sie wussten, dass er nicht auf dieses Bauwerk beschränkt war. Ihre Götter waren, ihrer Meinung nach, die Götter der Täler. Manche dachte, ihre Götter seien die Götter der Haine. Aber selbst unwissende Syrer wussten, dass der Tempel nicht an dem Ort war, auf den Gott beschränkt war, sondern nur der Ort, an dem Gott repräsentiert war. Und die weisen Juden wussten das gewiss, wenn die Syrer es wussten. Gott war nicht auf einen Ort beschränkt. Er ist ein Ort. Er ist jeder Ort. Es gibt keinen Ort ohne Gott. Gott ist immer an jedem Ort.

Apostelgeschichte 17,28: „In ihm leben, weben und sind wir.“ Sein Wesen erfüllt allen Raum und alle Zeit, alle Ewigkeit und alle Unendlichkeit. Er mag sich zwar durch eine Handlung ausdrücken, an einem spezifischen Ort, zu einer spezifischen Zeit, aber er ist grenzenlos. Deshalb hat es im Christentum nie einen Tempel gegeben.

Ihr sagt jetzt vielleicht: „Nun, ich bin früher in die Temple Baptist Church gegangen.“ Ich weiß, das ist ein schrecklicher Name für eine Gemeinde, „Tempel“. Dies ist kein Tempel, dies ist nicht das Haus Gottes, ihr seid das Haus Gottes.
Wenn es also um Anbetung geht, geht es uns um die Bedeutung der Anbetung und um das Objekt der Anbetung und dieses Objekt der Anbetung ist der grenzenlose, übernatürliche, ewige Gott, der Geist ist. Ihr könnt das alleine in der Schrift weiterverfolgen und werdet an sehr vielen Stellen Hinweise auf Gottes Grenzenlosigkeit, Ewigkeit und Wesen als Geist finden. Es ist deutlich, dass wahre Gläubige das immer verstanden haben. Wir beten den Gott an, der ein Geist ist, sodass wir nie auf einen Ort beschränkt sind.

Aber es gibt noch mehr. Wir haben nicht nur einen Gott, der Geist ist, sondern einen Gott, dessen wahres Wesen offenbart wird. Er ist seinem Wesen nach Geist, aber welche Attribute machen sein Wesen aus? Wir müssen auch hier sehr genau sein. Manche Leute denken, das Alte Testament war böse, von Zorn erfüllt, feindlich und boshaft. Nein, derselbe Gott des Alten Testaments ist der Gott des Neuen Testaments; es gibt nur einen wahren Gott. Anbetung ist dem einen wahren Gott vorbehalten, jenem ewigen Geist, der in Bezug auf sein Wesen als Geist definiert ist und in Bezug auf seine Attribute durch all diese herrlichen Eigenschaften, die uns in der Schrift offenbart werden. Die dominanteste dieser Eigenschaft ist seine Heiligkeit und hier werden wir beim nächsten Mal weitermachen.

[Gebet]




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