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Zurück zu den Grundlagen: Schlüssel zu geistlichem Wachstum: Einleitung (German)

Ausgewählte Schriftstellen July 01, 1986 de1385

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Wir haben das Privileg, heute eine Studie über geistliches Wachstum zu beginnen, wie im Wort Gottes beschreiben. Ehrlich gesagt gibt es, meiner Meinung nach, nichts Wichtigeres für einen Gläubigen als sein geistliches Wachstum. Ich möchte mit zwei kurzen Schriftstellen beginnen, die sehr wichtig sind, damit wir das im richtigen Licht sehen. In 2. Petrus 3,18 (das ist der letzte Vers in der zweiten Epistel von Petrus) steht Folgendes: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.“ Die Zusammenfassung von allem, was Petrus in dieser großartigen Epistel zu sagen hat, ist, dass wir in Gnade wachsen. Wenn wir jetzt fast zum Anfang seiner ersten Epistel zurückgehen, sagte er dort in Kapitel 2,2: „Seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst.“

Petrus beginnt und endet seine überaus praktische Epistel also in gewissem Sinne mit einem Gebot an uns, zu wachsen. Geistliches Wachstum ist grundlegend für das Leben eines Gläubigen, ebenso wie physisches Wachstum grundlegend für das Leben eines leiblichen Menschen ist. Und Gott gebietet uns, zu wachsen. Es gibt wirklich nichts Tragischeres als einen verkümmerten Gläubigen, als einen Christen, der lange Zeit in seiner geistlichen Erfahrung verbracht hat, ohne reif zu warden. Und wir alle haben schon mal Kinder gesehen, die in ihrer Entwicklung hinterherhinken. Und es ist wirklich eine traurige Tragödie, wenn wir jemanden sehen, der schon lange lebt, aber nie wirklich physisch or seelisch oder emotional oder sozial gewachsen ist. Und es ist noch viel ernster, wenn wir Leuten begegnen, die den Namen Christi seit vielen Jahren anrufen, aber nie geistlich gewachsen sind. Deshalb wollen wir uns in unserer Studie in unseren gemeinsamen Versammlungen mit dem Thema geistliches Wachstum, oder wie man in Gnade wächst, befassen und was das für einen Gläubigen bedeutet.

Ich möchte jetzt gleich zu Anfang mit euch über einige Konzepte reden, die uns als Ausgangsbasis helfen werden. Erstens hat geistliches Wachstum nichts mit unserer Stellung in Christus zu tun. Damit meine ich, dass man in die Rolle des Christen im Gegensatz zum Nicht-Christen nicht hineinwächst. Christ zu werden ist ein Wunder, dass innerhalb eines einzigen Moments geschieht. Die Wiedergeburt ist eine plötzliche Sache, die in eurem Leben geschieht, wenn ihr im Moment eures Glaubens an ihn von Gott in den Leib Christi aufgenommen werdet. Das ist kein Prozess; es ist ein fantastisches Abenteuer, das innerhalb eines Moments geschieht. Die Präsentation des Evangeliums mag vielleicht ein Prozess sein, aber der tatsächliche Punkt der Errettung ist ein Wunder, durch das ihr vom Tod zum Leben übergeht, vom Reich der Finsternis zum Reich des Sohnes von Gottes Liebe, sagt der Apostel Paulus.  Geistliches Wachstum ist also keine Frage eurer Stellung in Christus. Ihr werdet im Moment eures Glaubens zu einem Teil von Christus. Und an jenem Punkt, so sagt der Apostel Paulus zu den Korinthern: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung.“ Ihr werdet sofort eine neue Schöpfung. Paulus sagt in Kapitel 2,10 zu den Kolossern: „Ihr seid zur Fülle gebracht in ihm“, das bezieht sich auf eure Stellung in Christus. Petrus sagt auch, wenn ihr gläubig werdet, habt ihr alles, „was zum Leben und [zum Wandeln] in Gottesfurcht dient“, 2. Petrus 1,3.  Wenn ihr also gläubig werdet, werdet ihr ein Teil von Christus, Christus hält in euch Einzug, ihr erhaltet jeden geistlichen Segen in den himmlischen Regionen, ihr habt alles, was ihr zum Leben und zum Wandeln in Gottesfurcht braucht und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm. In Bezug auf eure Stellung in Christus ist alles klar. Geistliches Wachstum ist also keine Frage eurer Stellung in Christus.

Zweitens ist geistliches Wachstum keine Frage von Gottes Gunst oder Gottes Liebe. Manchmal hört man Eltern sagen: „Wenn du XYZ tust, hab ich dich lieb.“ Gott würde das nie sagen. Gott liebt uns, egal was wir tun. Laut Römer 5 liebte Gott uns, als wir Sünder waren, als wir Feinde waren, als wir von ihm entfremdet waren, bevor wir überhaupt zu Christus gekommen sind. Und wenn ihr gläubig werdet, liebt Gott euch immer noch unermesslich, denn es gibt keine Maße und keine Grade oder keinen allmählichen Anstieg in der Liebe Gottes. Gott liebt alle Menschen voll und ganz und gleichermaßen, selbst die Nicht-Erretteten, so erstaunlich das auch sein mag. Wenn ihr also gläubig werdet, liebt Gott euch aus ganzem Herzen als ein Mitglied seiner Familie. Es geht also nicht darum, mehr von Gottes Liebe zu verdienen. Ihr wachst nicht in die Gunst Gottes hinein. Das ist eine augenblickliche Sache, die zum Zeitpunkt der Errettung geschieht.

Drittens hat geistliches Wachstum nichts mit Zeit zu tun. Wir haben zuerst gesagt, dass es keine Frage unserer Stellung in Christus ist; zweitens, dass es nicht darum geht, von Gott geliebt zu werden. Und drittens ist es keine Frage der Zeit. Es gibt Leute, die schon seit Langem errettet sind und sehr wenig gewachsen sind. Zeit sollte schon ein gewisser Faktor bei unserem Wachstum sein, denn wenn wir über einen langen Zeitraum wachsen, werden wir reifer sein als jemand, der erst seit kurzer Zeit wächst. Aber es ist nicht die Zeit an sich, es ist unser Bekenntnis zu den Prinzipien des Wachstums, das den Unterschied macht. Wir messen geistliche Reife nicht am Kalender.

Viertens ist geistliche Reife nicht nur eine Frage von Wissen. Ich denke, manchmal setzen wir geistliche Reife mit dem gleich, was wir wissen, aber das ist nicht wirklich der Schlüssel. Denn um Wissen allein geht es hier nicht; es geht vielmehr darum, was man mit diesem Wissen macht. Die Bibel sagt sogar, dass Wissen dazu tendiert, sich aufzublähen. Und Hochmut ist ein Zustand. Und wenn ein Gläubiger in solch einen Zustand verfällt, wird geistliches Wachstum sofort gehemmt. Faktisches Wissen lässt sich nicht mit geistlicher Reife gleichsetzen. Nur wenn diese Fakten uns dem Ebenbild Christi gleichmachen, steht unser Wissen in Beziehung zu unserem Wachstum. Und dann gibt es noch etwas zu bedenken. Geistliches Wachstum hat nichts mit Aktivität zu tun. Manche Leute denken, wenn sie in einer Gemeinde waren und dort sehr aktiv waren und sehr proaktiv und in einem Ausschuss oder Vorstand oder im Chor gesungen haben, was auch immer, dass sie sich dann sicher sind, sie seien dadurch geistlich gewachsen. Schließlich sind sie schon ewig lange in der Gemeinde und irgendetwas davon muss doch durch Osmose auf sie abgefärbt haben. Wenn ihr nur genug tut, müsst ihr geistlich sein. Hört mir gut zu. Niemand war in der Religion geschäftiger als die Pharisäer und niemand war weiter von der Wahrheit entfernt. In Matthäus 7 sagte Jesus: „Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‘Herr, haben wir nicht […] viele Wundertaten vollbracht?’ Und dann werde ich ihnen bezeugen: ‚Ich habe euch nie gekannt.‘“

Hört mir gut zu. Umtriebigkeit qualifiziert euch nicht einmal für die Errettung, geschweige denn geistliches Wachstum. Und dann noch ein letzter einleitender Gedanke. Geistliches Wachstum hat nichts mit Wohlstand zu tun.  Ich fand es sehr interessant, festzustellen, dass viele Leute ihre wirtschaftliche Situation mit der Gunst Gottes gleichsetzen. Wenn sie viel haben, denken sie, Gott habe sie gesegnet, weil sie so wunderbare Christen sind. Nun, Gott mag euch gesegnet haben, aber das ist nicht zwangsweise ein Hinweis darauf, dass ihr geistlich reif seid. Setzt also eure guten Umstände nicht mit Gottes Absegnung eurer geistlichen Reife gleich.

Wenn geistliches Wachstum also nichts von diesen Dingen ist, nicht eine Frage eurer Stellung in Christus, nicht eine Frage von Gottes Liebe für euch, nicht eine Frage der Zeit und nicht eine Frage des Wohlstands, was genau ist geistliches Wachstum dann? Ich möchte euch eine ganz klare Definition davon geben, die wir im Verlauf unserer Studie erweitern werden. Geistliches Wachstum ist keine mystische, sentimentale, anbetungsvolle, psychologische Sache. Es ist nicht die Folge von irgendeinem schlauen Geheimnis oder einer Formel, die man leicht auf das Leben anwenden kann und die die Zukunft garantiert. Geistliches Wachstum kann am besten durch folgende Aussage auf den Punkt gebracht werden: Es ist die Ausrichtung meiner Gewohnheiten auf meine Stellung in Christus. Meine Stellung in Christus ist vollkommen, ich habe in ihm die Fülle erreicht, ich habe alles, was zum Leben und zum Wandeln in Gottesfurcht nötig ist, ich habe jeden geistlichen Segen in den himmlischen Regionen. Jetzt geht es darum, Fortschritte in meinem praktischen Leben zu machen, sodass ich ein Leben führe, das meiner Stellung in Christus entspricht.

Ich erinnere mich noch, Bobby Richardson mal sagen zu hören, dass er in seiner Yankee Baseball-Uniform ungefähr 50 Prozent besser spielte als er es zu irgendeiner anderen Zeit in seinem Leben getan hatte. Sein Status als Yankee brachte irgendwie das beste aus ihm heraus. Ich weiß noch, dass Football-Trainer zu mir gesagt haben: „MacArthur, wir verlangen eine Sache von dir, spiel auf deiner Position. Verlasse nie deine Position.“ Und dasselbe gilt im geistlichen Sinne. Ihr habt eine Definition dafür, wer ihr seid, durch Christus, der in euch wohnt. Und Gott sagt, werdet diesem Maßstab gerecht. Werdet in der Praxis das, was ihr in eurer Stellung seid.

Nun, sehr einfach ausgedrückt möchte ich, dass ihr dieses Prinzip versteht. Es gibt einen Schlüssel, der uns wirklich hilft, geistliches Wachstum zu verstehen und zu erfahren; es gibt einen Schlüssel, der das alles entschlüsselt. In 2. Petrus 3,18 wurde das schon ganz subtil eingeführt, denn dort heißt es: „Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!“ Und dann geht es wie folgt weiter: „Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.“ Ich finde es interessant, dass Wachstum in Gnade damit gleichgesetzt wird, Gott Ehre zu geben. Das ist sehr wichtig für unser Verständnis. Ich möchte, dass ihr das versteht. Die Vorstellung vom Wachstum in Gnade ist an die Verherrlichung Gottes geknüpft. Und ehrlich gesagt, Leute, wenn ihr diesen Punkt versteht, seid ihr auf dem besten Weg, diesen Prozess der Reife zu verstehen. Der Schlüssel zu jeglichem geistlichen Wachstum besteht darin, was es bedeutet, Gott zu verherrlichen oder ihm die Ehre zu geben. Das ist der Schlüssel.

Ich möchte euch das zeigen, in einem kurzen Streifzug durch die Geschichte heute. Erstens, behaltet im Hinterkopf, dass das größte Thema des Universums die Ehre Gottes ist. Gott zu verherrlichen, ihm die Ehre zu erweisen, ist der locus cruces, ist die unabdingbare Voraussetzung, ist der Höhepunkt, es ist der Gipfel von Gottes Offenbarung. Das Konzept der Verherrlichung Gottes ist der Grund für unsere Existenz. Der alte Katechismus, der Katechismus der Puritaner aus dem 17. Jahrhundert, besagte: „Was ist das höchste Ziel des Menschen? Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen.“  Ja, das stimmt. Das ist sogar nicht nur das höchste Ziel des Menschen, sondern das höchste Ziel von allem. Nehmt zum Beispiel einmal den Makrokosmos, das Universum. In Psalm 19 heißt es: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes.“ Das gewaltige All existiert also, um Gott zu verherrlichen. Wenn ihr zu Jesaja 43, 20 geht, seht ihr, wie Jesaja dort sagt: „Die Tiere des Feldes werden mich preisen.“ Gott wird also sowohl von dem gewaltigen Universum als auch von einem einfachen Tier des Feldes verherrlicht. Das geschaffene Universum – also alles Mineralische, wenn ihr wollt – und die Tiere und alles andere, das geschaffen wurde, soll Gott also Ehre erweisen. In Lukas Kapitel 2 sehen wir die Engel, die bei der Geburt Christi erscheinen und was sagen sie? „Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe.“ Das gesamte geschaffene Universum soll Gott also verherrlichen. Wenn sich in der Geschichte alles gelöst hat und wir zum Buch der Offenbarung kommen und der Höhepunkt der Geschichte bevorsteht und Gott sein Volk erlöst und kurz davor steht, sein herrliches, ewiges Reich zu errichten, gibt es ein großartiges Lied, und das lautet: „Ehre sei Gott, Ehre sei dem Lamm“, denn das ist es, wofür alles gemacht wurde. David lag ganz richtig, als er in Psalm 16,8 sagte: „Ich habe den Herrn allezeit vor Augen […] Darum freut sich mein Herz.“ Mit anderen Worten, in allem, was ich tue, konzentriere ich mich auf die Herrlichkeit Gottes und er macht mich froh.

Das ist der Austausch, den Gott mit dem Menschen vorhat: Du verherrlichst mich und ich gebe dir Freude. „Ich habe den Herrn [in seiner Herrlichkeit] allezeit vor Augen. […] Darum freut sich mein Herz.“ Aus diesem Grund existieren wir. Deshalb sagt die Bibel immer wieder: „Gebt Gott die Ehre.“ Deshalb heißt es in 1. Chronik, Kapitel 16, immer wieder: „Gebt Gott die Ehre, gebt Gott die Ehre.“ Die Psalmen fordern uns immer wieder auf, Gott die Ehre zu geben. Und die Engel forderten uns nach Christi Geburt auf, Gott die Ehre zu geben. Was immer ihr tut, tut alles zur Ehre Gottes. In Epheser 3 heißt es, dass Gott in der Gemeinde verherrlicht werden möge. Im Buch der Offenbarung: Ehre sei dem Lamm, Ehre sei Gott. Auch hier seht ihr wieder die Segnung: „Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.“ Das ist der ständige Tenor der Schrift. In 1. Timotheus 1,17 findet sich ein gutes Wort, Kapitel 1,17: „Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ Wieder derselbe Tenor; der ultimative Grund für unsere Existenz ist die Verherrlichung Gottes.

Hört mir jetzt gut zu. Wenn wir zu Gottes Ehre leben, durchlaufen wir den Prozess geistlicher Reife. Wenn wir Gott verherrlichen, beginnen wir zu wachsen. Ich möchte euch das jetzt anhand von 2. Korinther 3,18 zeigen – ein gewaltiger Text im Neuen Testament; 2. Korinther 3,18. Achtet jetzt bitte auf Folgendes: Hier geht es natürlich um Gläubige: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht …“ Es geht hier also um den Schleier, der über den Gläubigen unter dem alten System lag, den Schleier des Gesetzes, den Schleier, den das Neue Testament durch seine wunderbare Offenbarung entfernt - mit unverhüllten Angesicht sind die Dinge nicht länger vor uns verborgen. Wir müssen nicht mehr wie die Propheten suchen, um zu verstehen, was sie schrieben; der Schleier wurde abgenommen. „Wir schauen an wie in einem Spiegel.“ Mit anderen Worten richten wir unseren Fokus auf klares Glas, und was sehen wir? Wir sehen „die Herrlichkeit des Herrn.“ Achtet jetzt einmal auf Folgendes: Was geschieht, wenn wir uns mit unverhülltem Angesicht – der Schleier wird im Neuen Testament abgenommen – auf die Herrlichkeit des Herrn konzentrieren und das Neue Testament und dessen großartige Wahrheiten verstehen? „[Wir] werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“

Hört mir jetzt gut zu. Die Kraft hinter dem geistlichen Wachstum ist der Heilige Geist. Es ist der Heilige Geist, der unser Wachstum aktiviert. Es ist der Heilige Geist, der Leben verleiht, und Leben ist Wachstum. Der Heilige Geist durchströmt uns also mit seiner Kraft und lässt uns dadurch wachsen und dem Ebenbild Christi gleich werden, von einer Ebene der Herrlichkeit zur nächsten und zur nächsten. Aber es gibt eine Bedingung: Wir müssen dabei auf die Herrlichkeit des Herrn konzentriert sein. Hört mir jetzt gut zu, während ich das zusammenfasse. Während wir uns auf die Herrlichkeit Gottes konzentrieren, aktiviert der Geist Gottes den Prozess des geistlichen Wachstums. Es geht also darum, dass ihr euch auf Gottes Herrlichkeit konzentrieren müsst, um geistlich zu wachsen. Macht euch keine Sorgen darum, was der Heilige Geist tut; manche Leute konzentrieren sich zu sehr auf den Heiligen Geist. Und konzentriert euch nicht auf das, was ihr tut und werdet dabei introspektiv und analytisch. Konzentriert euch auf die Herrlichkeit des Herrn. Das ist der Tenor. Das ist der ultimative Grund, weshalb wir leben. Und das ist der Schlüssel, der Hauptschlüssel, zum geistlichen Wachstum.

Nur um euch zu zeigen, wie wichtig das ist, möchte ich, dass ihr seht, dass die ultmative Verdammnis des Menschen in der Geschichte dadurch bedingt ist, dass er Gott nicht die Ehre gibt. Schlagt einmal Römer 1,21 auf, Römer 1,21. Ihr erinnert euch sicherlich, dass der Apostel Paulus die menschliche Rasse für ihre Abtrünnigkeit von der Wahrheit anklagt. Und in Römer 1,21 sagt er, hier liegt das grundlegende Problem mit den Menschen. „Dennoch obgleich sie Gott erkannten ...“ Lasst uns hier einen Moment innehalten. Was meinst du mit „Sie erkannten Gott?“ Meinst du, die gesamte Zivilisation und alle Menschen kannten Gott? Ja, das taten sie. In Vers 19 heißt es: „Weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist.“ Sie erkannten Gott aufgrund ihres Gewissens. In Vers 20 geht es weiter: „Denn sein unsichtbares Wesen […] wird seit Erschaffung der Welt […] wahrgenommen.“ Sie erkannten Gott durch die Schöpfung. Der Mensch kannte Gott also sowohl von innen heraus, als auch äußerlich. Aber „obgleich sie Gott erkannten“, auf diese Weise, „haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt“. Hier ist die grundlegende Anklage gegen die menschliche Rasse. Sie haben es versäumt, Gott die Ehre zu geben. Stattdessen lesen wir in Vers 23: „Und sie haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht.“ Mit anderen Worten erfanden sie götzendienerische menschliche Religionssysteme. Ich möchte, dass ihr auf Folgendes achtet. Der Mensch hat sich von dem Konzept der Ehre Gottes abgewandt; er hat sich davon abgewandt. Als er das tat, schnitt er sich selbst vom geistlichen Leben und geistlichen Wachstum ab. Und deshalb ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte des Verfalls, nicht wahr? Es ist eine Geschichte des Niedergangs. Es ist ein Zerfall. Der Mensch kann nicht aufsteigen, er kann nicht wachsen, weil er sich weigert, Gott zu verherrlichen, und Gott zu verherrlichen ist die einzige Triebkraft im geistlichen Wachstum.

Ich möchte euch jetzt ganz kurz und knapp etwas über die Geschichte der Bibel erzählen. Jemand hat einmal gesagt, wenn ihr das begreift und behaltet, habt ihr es auf den Punkt gebracht. Wie auch immer. Ich möchte, dass ihr seht, dass Gott in der gesamten Geschichte versucht hat, primär eine einzige Sache zu tun. In der gesamten Menschheitsgeschichte hat Gott danach gestrebt, den Menschen dazu zu bringen, Gottes Herrlichkeit zu sehen, den Sündenfall quasi rückgängig zu machen, und die Realität von Genesis 1 herbeizuführen; dass der Mensch sich nicht von der Herrlichkeit Gottes abwendet, sondern sich ihr zuwendet. In der gesamten Geschichte der Bibel wollte Gott von jeher, dass der Mensch Gottes Herrlichkeit sieht.

Ich möchte euch das auf sehr einfache Weise zeigen. Ihr braucht diese Stellen nicht aufzuschlagen, weil wir sie ziemlich schnell abarbeiten werden. Ihr erinnert euch sicherlich an 1. Mose 3,8, wo Adam und Eva spazieren gingen und mit Gott wandelten und sprachen, als der Tag kühl war. Die großartige Realität des Gartens von Eden vor dem Sündenfall war, dass Adam und Eva in Gottes Gegenwart lebten. Die Hebräer besaßen ein Wort dafür. Sie hatten ein Wort, das „Gegenwart“ bedeutet, ein Wort, das „wohnen“ oder „verweilen“ bedeutet, und dieses Wort war Shekinah. Adam und Eva lebten also mit der Shekinah Gottes, der Shekniah-Herrlichkeit. Gott ist ein Geist, nicht wahr? Johannes 4,24. Gott hatte also keinen Leib im Garten. Wie manifestierte Gott sich? Nun, ich glaube, Gott manifestierte sich in Form einer glühenden, herrlichen Shekinah-Herrlichkeit von Licht, ein fast weißglühendes und dennoch strahlend leuchtendes Licht. Ich glaube, Gott erschien auf diese Weise, weil wir ihn so an anderen Stellen der Schrift in Erscheinung treten sehen. Es gab also dieses Glühen, diese Repräsentation von Gottes unendlicher und ewiger Herrlichkeit, die bei Adam und Eva im Garten wohnte, und sie hatten Gemeinschaft mit Gott. Aber sobald sie sündigten – Kapitel 3,24 – heißt es, sie wurden aus dem Garten ausgestoßen. Sie wurden von Gottes Herrlichkeit abgeschnitten, von der Shekinah-Herrlichkeit Gottes. Und ein Engel wurde am Eingang zum Garten postiert, mit einem Schwert, um ihnen künftigen Zugang zu verwehren. Genau darum geht es. Der gefallene Mensch konnte die Herrlichkeit Gottes nicht erleben. Der gefallene Mensch kann nicht in Gottes Gegenwart leben. Der gefallene Mensch kann Gott nicht verherrlichen, kann sich nicht mit Gott in dessen Herrlichkeit identifizieren. Und deshalb wurden sie abgeschnitten, und das war die Tragödie der Menschheitsgeschichte.

Von da an versuchte Gott, die Menschen dazu zu bringen, seine Herrlichkeit zu sehen. Und das tut er heute noch. Aber lasst uns sehen, wie er das früher tat. Schlagt einmal 2. Mose Kapitel 33 auf. Hier sehen wir ein Volk, die Israeliten, das von einem großen Mann geführt wird – von Moses. Sie sind an einem kritischen Punkt in ihrem Leben angekommen, sie haben Ägypten verlassen und befinden sich auf dem Weg zum Gelobten Land. Wenn es irgendetwas gibt, dass sie nach Gottes Wunsch glauben und wissen sollen, so ist es, dass er ein Gott von großer Herrlichkeit ist. Er will, dass sie seine Herrlichkeit sehen. Er will quasi wieder den Zustand vor dem Sündenfall herstellen und er will, dass sie wieder in seiner Gegenwart sind und ihn für den anerkennen, der er ist. In 2. Mose 33,12 redet Gott mit Moses. Und Gott sagt effektiv zu Moses: „Moses, führe mein Volk an, nimm mein Volk und sei von jetzt an sein Anführer.“ Er hatte diesen Auftrag schon einmal erhalten, aber hier wird er noch einmal wiederholt. Und Moses ist furchtsam und hat Angst vor seiner eigenen Unfähigkeit; deshalb sagt er in Kapitel 33,12: „Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf, aber du läßt micht nicht wissen, wen du mit mir senden willst.“ Gott, du gibst mir einen großen Auftrag, und du sagst mir nicht einmal, wer mir dabei helfen wird. Ich meine, das ist ein bisschen viel für einen Einzigen. Und manche Leute schätzen, dass es vielleicht an die 2.000.000 Menschen gab. In Vers 13 sagt er: „Wenn ich nun Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so laß mich doch deine Wege wissen und dich erkennen.“ Mit anderen Worten: „Gott, ich spüre, dass du da draußen bist und ich glaube, aber gib mir einen Beweis, dass du bei dieser sehr schwierigen Aufgabe bei mir sein wirst.“ In Vers 14 sagt Gott: „Mein Angesicht.“ (rev. ELB 1993). „Mein Angesicht“, Leute, das ist das Wort, das wir in 1. Mose gesehen haben. „Mein Angesicht wird mitgehen.“ Was meinst du damit? Was ist dein Angesicht? Nun, für Moses war das klar. In Vers 18 sagt er: „... So laß mich doch deine [nicht Gegenwart, sondern] Herrlichkeit sehen!“ Die Gegenwart Gottes war seine offenkundige Herrlichkeit. Und Gott sagt: „Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des HERRN vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“

Seht ihr, wie Gott hier quasi sagt: „Okay, du wirst meine Güte sehen, du wirst meinen Namen sehen, der die Verkörperung all meiner Attribute ist, du wirst meine Gnade sehen und du wirst meine Barmherzigkeit sehen.“ Was ist die Herrlichkeit Gottes? Die Verkörperung all seiner Attribute in einer strahlenden Repräsentation von Licht. Ich verstehe das nicht alles, ich sage euch nur, was die Bibel anscheinend dazu sagt. Gott hat seine Attribute auf ein helles Licht reduziert, und er sagt: „Moses, ich werde es dir zeigen.“ In dem Rest dieses kleinen Abschnitts stellt er Moses in einen Felsspalt, wie wir in Vers 22 sehen: „Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felskluft und will dich mit meiner Hand solange bedecken, bis ich vorübergegangen bin. Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir her sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden.“ Niemand könnte jemals die volle Herrlichkeit Gottes sehen und leben, nicht wahr? Deshalb sagt Gott: „Ich werde dir nur einen kleinen Blick auf meinen Nachglanz gewähren, das ist alles, aber du wirst meine Herrlichkeit sehen.“ Und er hat sie gesehen. Wisst ihr, was daraufhin geschah? Sie war überall in seinem Gesicht, sie war überall, er leuchtete wie eine Glühbirne. Und er kam vom Berg hinab zu dem Volk Israel, das dort unten wartete, und sie waren schockiert. Hier war Moses, erleuchtet, wie eine glühende Glühbirne, mit der Herrlichkeit Gottes auf seinem Gesicht.

Und wisst ihr was? Gott benutzte Moses, um zu sagen: „Leute, ihr Leute Israels, werdet ihr meine Herrlichkeit sehen?“ Und dann, als die Herrlichkeit langsam auf seinem Gesicht verblasste, so sagt es uns der Apostel Paulus in 2. Korinther 3, lief er wieder den Berg hoch, ließ sich Gottes Herrlichkeit dort wieder ins Antlitz scheinen und lief den Berg wieder hinunter. Und schließlich trug er einen Schleier über seinem Gesicht, damit sie nicht sehen konnte, wie die Herrlichkeit verblasste. Aber Gott sagt wieder zu den Menschen: „Werdet ihr meine Herrlichkeit sehen?“ Und erinnert ihr euch, was geschah, als eben dieses Volk in der Wüste umherwanderte? Bei Tag wurden sie von einer weißen Wolke geleitet und bei Nacht durch eine Feuersäule. Wisst ihr, was das war? Das war nichts anderes als die Herrlichkeit Gottes. Gott erleuchtete das Gesicht von Moses mit seiner Herrlichkeit; er erhellte den Himmel bei Tag und bei Nacht mit seiner Herrlichkeit und sagte quasi: „Schaut auf meine Herrlichkeit, schaut auf meine Herrlichkeit, die Fülle von allem, was ich bin, der Fülle meiner Attribute und gleißendes Licht.“ Das Traurige daran ist, dass sie zwar die Herrlichkeit auf dem Gesicht von Moses gesehen hatten, aber dennoch raunten, sich beschwerten und ungehorsam waren. Obwohl sie die Herrlichkeit jeden Tag und jede Nacht sahen, als diese sie durch die Wüste führte, waren sie so ungläubig und so treulos, dass die ganze Generation in der Wüste starb. Und Gott hatte gesagt „Schaut auf meine Herrlichkeit“, und wieder einmal hatte der Mensch ihm den Rücken gekehrt.

Schaut euch einmal 2. Mose Kapitel 40 an. Nächstes Mal werden wir sehen, dass Gott seine Herrlichkeit direkt vor dem Angesicht der Menschen platzierte. Ihr werdet am Ende von 2. Mose 40, 34 bemerken, dass die Stiftshütte gebaut worden war. Und nachdem die Stiftshütte gebaut worden war, hieß es: „Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.“ Hört jetzt gut zu. Die Stiftshütte war ein Ort der Anbetung und die Stämme hatten alle einen Platz um die Stiftshütte herum und alle Stämme waren quasi kreisförmig um die Stifsthütte herum angeordnet, allesamt mit Blick auf die Stiftshütte. Und inmitten der Stifshütte war die Herrlichkeit Gottes und all diese Menschen mussten sich darauf konzentrieren. Sie sahen es nach Abschluss der Stiftshütte, wie die Herrlichkeit Gottes darauf herabkam, und die Herrlichkeit Gottes blieb in der Stiftshütte, solange sie ihr Lager aufgeschlagen hatten. Und wenn die Herrlichkeit Gottes sich erhob und in den Himmel zog, wurde sie zu jener Wolke und jener Säule, der sie folgten. Und wenn Gott wollte, dass sie anhielten, kam die Herrlichkeit und bliebt in der Stiftshütte. Und hier sehen wir es wieder. Wenn sie im Lager zusammenkamen, konzentrierten sie sich auf die Herrlichkeit Gottes. Und so offenbarte Gott seine Herrlichkeit auf dem Antlitz eines Menschen, im Himmel und mitten in der Stiftshütte. Aber in jedem Fall murrten sie und waren ungehorsam und beschwerten sich und klagten und erwiesen Gott nie wirklich die Ehre, die ihm gebührte.

Schließlich zogen sie in das Gelobte Land ein und Gott sagte: „Ich möchte, dass ihr einen Tempel baut.“ Lasst uns zusammen 1. Könige Kapitel 8 betrachten und sehen, was geschah. Der Tempel wurde gebaut und was geschah daraufhin? In Vers 10 heißt es: „Und es geschah, als die Priester aus dem Heilgen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus der HERRN, so daß die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus der HERRN.“ Hört mir jetzt gut zu. Gott hatte seine Herrlichkeit auf dem Antlitz eines Menschen erscheinen lassen, Gott hatte seine Herrlichkeit im Himmel erscheinen lassen, Gott hat seine Herrlichkeit in einem Zelt erscheinen lassen und jetzt lässt Gott seine Herrlichkeit in einem Tempel erscheinen, einem prächtigen Gebäude, das seinesgleichen auf der Welt sucht und von Salomo gebaut wurde. Gott sagt wieder zu den Leuten im Land: „Schaut auf meine Herrlichkeit, konzentriert euch auf meine Herrlichkeit, seht, wer ich bin und erweist mir die gebührende Ehrfucht und Anbetung.“

Aber wisst ihr, was geschah? Ein wenig später begegnet ihr dem Propheten Hesekiel und wir wollen dort für einen Moment in Kapitel 8 nachlesen. Hesekiel hatte eine Vision des Tempels, und was sah er? Was ist mit diesem Ort, wo Gottes Herrlichkeit residiert? Was ist mit diesem Ort, in dem die Bundeslade aufbewahrt wird, über der die Herrlichkeit Gottes im Allerheiligsten steht? Was ist damit? In Vers 7 sagt er in der Vision: „Und er führte mich zum Eingang des Vorhofs; und ich schaute, und siehe, da war ein Loch in der Wand. Da sprach er zu mir: ‚Menschensohn, durchbrich doch die Wand!‘ Als ich nun die Wand durchbrach, siehe, da war eine Tür. Und er sprach zu mir: ‚Geh hinein und sieh die schlimmen Greuel, die sie hier verüben!‘ Da ging ich hinein und schaute, und sehe, da waren allerlei Bildnisse von Gewürm und greulichem Getier, auch allerlei Götzen des Hauses Israel ringsum an die Wand gezeichnet.“ Wisst ihr, was geschah? Sie verwandelten Gottes Tempel in einen Ort der Götzenanbetung. Sie taten genau das, was in Römer 1 beschrieben wird. Statt Gott anzubeten und ihm Ehre zu erweisen, verwandelten sie Gottes Herrlichkeit in Gewürm, Tiere, verderbliche Dinge und so weiter. Und in Vers 11 geht es um Menschen, die den Platz der Priester an sich rissen. In Vers 16 geht es um Sonnenanbetung und in Vers 14 um die Anbetung von Baal oder Tammuz. Mit anderen Worten sagt Hesekiel hier, dass sie den Tempel in einen Ort der Götzenanbetung verwandelt haben. Und noch einmal hatte Gott gesagt „Hier ist meine Herrlichkeit, nicht auf dem Antlitz eines Menschen, nicht im Himmel, nicht in einer Stiftshütte, sondern in einem Tempel“, und sie hatten sich geweigert, seine Herrlichkeit zu sehen.  Wenn ihr diesen Teil weiter verfolgt bis Kapitel 10, erscheint auf dem Tempel der Schriftzug ichabod, das bedeutet, „Die Herrlichkeit ist davongegangen“. Und man sieht, wie Gottes Herrlichkeit über den Tempel hinaufsteigt, hinaus über das Tor, in den Himmel, über einen Berg, und schließlich verschwindet. Und Gott sagt: „Wenn ihr mir keine Ehre erweist, werde ich euch die Gelegenheit dazu nehmen.“

Ihr wisst, dass Gott ziemlich geduldig gewesen ist, er zeigte seine Herrlichkeit im Garten, er zeigte seine Herrlichkeit in der Wüste, er zeigte seine Herrlichkeit im Land Kanaan. Jedes Mal weigerten sie sich als Nation, ihm Ehre zu erweisen. Aber er war noch nicht fertig. Es gab noch eine Gelegenheit. Lasst uns gemeinsam Johannes 1,14 betrachten. Das ist ein fantastischer Text und Johannes schreibt hier über Jesus Christus und ich möchte, dass ihr versteht, wie Johannes Christus sieht. In Johannes 1,14 heißt es: „Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ [Hört jetzt gut zu]. „Und wir sahen seine Herrlichkeit“, [was für eine Herrlichkeit ist das?], „eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater.“

Wisst ihr, wer Jesus war? Jesus war die Herrlichkeit Gottes in Menschengestalt. Er war die Verkörperung von Shekinah. Und wenn ihr einmal Lukas Kapitel 9 lesen solltet, werdet ihr feststellen, dass Jesus auf einen Berg stieg, der sich „Berg der Verklärung“ nennt, sein Fleisch ablegte und dann heißt es: „Sie [sahen] ihn in seiner Herrlichkeit.“ Er zeigte ihnen, wer er wirklich war. Und ein letztes Mal sagte unser gnädiger Gott zur Menschheit: „Hier ist meine Herrlichkeit; werdet ihr mir Ehre erweisen?“ Nicht im Garten, nicht auf dem Antlitz eines Menschen, nicht im Himmel, nicht in der Stiftshütte, nicht in einem Gebäude, sondern in Jesus Christus wurde seine Herrlichkeit offenbart. Und was sagte die Welt? Wir werden diesen Menschen nicht über uns herrschen lassen, er kommt vom Teufel, dem Prinz der Dämonen, Beelzebub, kreuzigt ihn. Und wieder wandten sie Gottes Herrlichkeit den Rücken zu – was für eine Tragödie. Aber es wird ein Tag kommen, wenn der Mensch diese Option nicht haben wird. Denn Jesus Christus wird wiederkehren und in Matthäus 24,30 heißt es, dass er mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen wird. Und dann wird es keine Optionen mehr geben. Und schließlich wird Jesus verherrlicht werden und dann wird die gesamte Schöpfung „Ehre sei dem Lamm, Ehre sei Gott“ singen. Letzten Endes wird ihm die ihm gebührende Ehre erwiesen werden.

Ich habe versucht, euch zu zeigen, dass Gott in der Vergangenheit versucht hat, die Menschen dazu zu bringen, dass sie seine Herrlichkeit sehen. In der Zukunft wird er seine Herrlichkeit auf eine Weise zur Schau stellen, die den Menschen wirklich keine Wahl lässt. Aber wie steht es mit der Gegenwart? Wie steht es mit der Gegenwart? Welche Bedeutung hat Gottes Herrlichkeit hier und jetzt? Das ist es, worüber wir reden wollen. In Epheser 3, 19-21 - das ich vorhin schon zitiert habe - sagt er, wir sollen bis zur ganzen Fülle Gottes erfüllt werden. Ihr sollt in der Lage sein, weit über die Maßen mehr zu tun, als ihr bitten oder verstehen könnt. Warum? „Ihm sei die Ehre in der Gemeinde.“

Jetzt hört mir gut zu. Im Alten Testament war das in einem Gebäude, in einer Stiftshütte, auf dem Antlitz eines Menschen, im Himmel und im Garten. In der Zukunft wird die Herrlichkeit Gottes in der Wiederkehr Christi zur Schau gestellt. Aber hier und jetzt wird die Herrlichkeit Gottes, wenn sie zur Schau gestellt wird, in der Gemeinde zur Schau gestellt. Deshalb sagt Paulus zu den Kolossern: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.“ Deshalb sagt Paulus zu den Korinthern in 2. Korinther 4,6: „Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen“, Achtung, „damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.“ Wenn die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi zu sehen sein soll, muss sie durch uns leuchten. Und deshalb besteht die größte Berufung eines Gläubigen darin, Gott zu verherrlichen. Die größte Berufung eines Gläubigen besteht nach dem, was Paulus zu Titus sagte, darin „der Lehre Gottes […] in jeder Hinsicht Ehre [zu] machen.“ Die größte Berufung, die wir haben können, besteht darin, die Herrlichkeit Christi durch uns leuchten zu lassen. In 2. Korinther 4,6 lesen wir: Deshalb hat Gott uns in diesem Zeitalter dazu berufen, seine Herrlichkeit zu offenbaren. Wenn die Welt sie jemals sehen soll, ist Christus in uns die Hoffnung darauf, dass jene Herrlichkeit für sie sichtbar gemacht wird, und der Schlüssel zu unserem geistlichen Wachstum.

Ich möchte noch eine andere Sache an diesem Punkt betonen, und dann reicht’s. Das ist Gott so wichtig, dass es nichts Wichtigeres gibt, das ist die wichtigste Sache. Sie ist unverzichtbar. In Jesaja 48,11 sagt er: „Und ich will meine Ehre keinem anderen geben.“ Ich werde meine Ehre für mich selbst behalten, denn aus diesem Grund existiert alles, um mir Ehre zu erweisen.

Wenn ein Mensch Gott keine Ehre erweist, sträubt er sich gegen die Absicht des Universums und geht auf Kollisionskurs mit Gott – das ist sehr ernst. Ich möchte euch zeigen, wie ich das sage. Jeremia Kapitel 13 – und wir sind immer noch dabei, dieses Konzept einzuführen, bevor wir uns den praktischen Schlüsseln zu geistlichem Wachstum zuwenden. Aber in Jeremia 13,11 findet sich ein sehr interessanter Text. Jeremia nutzt eine kleine Dramatisierung, um seinen Standpunkt über die Herrlichkeit Gottes zu vertreten. Am Ende von Vers 11 geht es um die Herrlichkeit Gottes. Und Jeremia macht sich große Sorgen um die Herrlichkeit Gottes. In Vers 15 - und wir werden nur diese beiden Verse ansehen - sagt er deshalb: „Hört und gebt acht!“ Hört zu, Leute. „Seid nicht überheblich; denn der HERR redet! Gebt dem HERRN, eurem Gott, die Ehre.“

Hochmut ist etwas, was der Verherrlichung Gottes immer im Weg steht. Der Mensch versucht sich selbst zu verherrlichen; deshalb kann er nicht frei sein, um Gott die Ehre zu geben. Deshalb sagt Jeremia: „Schaut, gebt Gott die Ehre. Seid nicht hochmütig, gebt Gott die Ehre.“ Und dann sagt er Folgendes: „Bevor er es finster werden läßt und bevor eure Füße sich an düsteren Bergen stoßen! Ihr werdet auf Licht hoffen, aber er wird es zu Todesschatten machen und in dichte Dunkelheit verwandeln …“ Nun, das ist ziemlich starker Tobak. Er sagt hier: „Entweder erweist ihr Gott die Ehre oder Gott wird eine Finsternis über euch bringen, ihr werdet stolpern und sterben.“ Jeremia ist nicht wirklich glücklich darüber; Gott auch nicht. In Vers 17 heißt es: „Wenn ihr aber nicht hören wollt, so wird meine Seele im Verborgenen weinen wegen eures Hochmuts; mein Auge wird unaufhörlich weinen und in Tränen zerfließen.“ Es zerbricht Gott das Herz – und damit das Herz seines Propheten -, wenn die Menschen Gott nicht die Ehre erweisen, weil sie sich damit dem Gericht aussetzen. Ich möchte eure Aufmerksamkeit auf Daniel Kapitel 4 lenken; da findet sich dasselbe Thema. Daniel Kapitel 4,30; da finden wir Nebukadnezar, der der Meinung war, er hätte schon den Gipfel seiner Karriere erreicht und es gäbe niemanden, der  ihm das Wasser reichen könne, nicht nur in Babylon, sondern auch anderswo. Er hatte einige großartige Dinge erreicht und sagt in Vers 27„Ist das nicht das große Babylon, das ich mir erbaut habe?“ Wie wunderbar bin ich doch, wie majestätisch, wie mächtig, seht nur, was ich getan habe – das sagt er hier. Und in Vers 28hießt es: „Noch war das Wort im Mund des Königs, da erklang eine Stimme vom Himmel herab: ‚Dir wird gesagt, König Nebukadnezar: Das Königreich ist von dir genommen.‘“ Ich hab‘ die Nase voll von dir. Du bist zu weit gegangen und du kannst nicht mit Gott konkurrieren. Du hast es quasi wie Ussija gehabt, von dem die Bibel sagt: „Als er aber stark geworden war, überhob sich sein Herz.“ Und dann gab Gott ihm Lepra und auf diese Weise starb er. Was tat Gott, um Nebukadnezar klar zu machen, worum es geht? Das Wort kam: „Und man wird dich von den Menschen verstoßen, und du sollst dich bei den Tieren des Feldes aufhalten; mit Gras wird man dich füttern wie die Ochsen [...] bis du erkennst, daß der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen.“ Bis du lernst, wer wirklich auf dem Thron sitzt, wirst du wie ein Tier leben, und so geschah es. In Vers 30 heißt es: „Im selben Augenblick erfüllte sich das Wort an Nebukadnezar: Er wurde von den Menschen ausgestoßen, fraß Gras wie ein Ochse, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so lang wurde wie Adlerfedern und seine Nägel wie Vogelkrallen.“ Er wurde zu einem rasenden Verrückten in der Wildnis. Und schließlich: „Aber nach Verlauf der Zeit hob ich, Nebkuadnezar, meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt.“ Er erkannte endlich, dass man entweder Gott Ehre erweist oder von Gott gestraft wird. In Apostelgeschichte 12 findet sich eine letzte Illustration dieses Punktes: Es gab einen Mann namens Herodes, einer der Herode, die um die Zeit von Christi Geburt herum herrschten. Und es heißt, dass Herodes einen Festtag verkünden ließ. Herodes lebte in Caesarea, an der Küste, direkt westlich von Jerusalem. Er entschied sich, einen Herodes-Tag abzuhalten. Also setzte er den Tag fest und „zog […] ein königliches Gewand an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede.“ Er trug wirklich dick auf. „Die Volksmenge aber rief ihm zu“,  hört jetzt gut zu, ‚Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen.‘“ Ist er nicht fantastisch? Fabelhaft, o Herodes, es gibt niemanden wie dich. „Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er verschied, von Würmern zerfressen.“

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das ein recht trübes Ende des Herodes-Tages war. Das war schließlich nicht ganz das, was er im Sinn gehabt hatte, von Würmern zerfressen zu werden, oder? Der Grund dafür war, dass er Gott nicht die Ehre gab. Leute, das ist sehr grundlegend. Entweder gebt ihr Gott die Ehre oder ihr zahlt den Preis dafür. Die Generation, die es versäumte, die Herrlichkeit Gottes im Antlitz von Moses zu sehen, die Generation, die es versäumte, die Herrlichkeit Gottes im Himmel zu sehen, die Generation, die es versäumte, die Herrlichkeit Gottes in der Stifsthütte zu sehen, starb in der Wüste. Die Generation, die es versäumte, die Herrlichkeit Gottes im Tempel zu sehen, starb ebenfalls und wurde abgesondert. Die Generation, die es versäumte, die Herrlichkeit Gottes in Jesus Christus zu sehen, wird vom Segen Gottes abgesondert. Die Generation, die die Herrlichkeit Gottes nicht erkennt, bevor er in strahlender, endgültiger Herrlichkeit kommt, wird eine Ewigkeit ohne Christus und ohne Gott erleben. Das ist eine sehr ernsthafte Sache, denn wenn ihr es versäumt, Gott die Ehre zu geben, so heißt es in Römer 1, überlässt euch Gott einer „unwürdigen Gesinnung“. Und das ist eine dem Untergang geweihte Existenz. Gott die Ehre zu geben ist von elementarer Bedeutung.

Wir sind gehalten, Gott zu verherrlichen – weil es uns geboten wird und wegen der Konsequenzen, wenn wir es nicht tun. Und wenn wir das tun, wenn wir uns in diesem Zeitalter darauf konzentrieren, Gott zu verherrlichen, werden wir in das Ebenbild Christi verwandelt, von einer Ebene der Herrlichkeit zur nächsten. Das ist der Prozess des geistlichen Wachstums. Es gibt noch einen anderen Text, den ich euch für unsere Einleitung vorstellen möchte. Danach werden wird uns einigen spezifischen Schlüsseln für geistliches Wachstum zuwenden. 1. Johannes 2, Verse 12 bis 14; das ist ein überaus wichtiger Text. Hier seht ihr die drei Ebenen des geistlichen Wachstums, und die solltet ihr verstehen. Unser Herr spricht sogar von allen drei ähnlich. Es gibt den Samen, dann das Korn und dann die volle Ähre – drei Ebenen der Reife aus einer landwirtschaftlichen Analogie. Hier sehen wir sie anhand einer Analogie des menschlichen Wachstums. „Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.“ Hier fasst er alle Gläubigen und einen Begriff zusammen – „Kinder“, Nachwuchs. Das Wort, das hier im Griechischen für „Kinder“ verwendet wird, bezeichnet einfach jeden, der von jemand anderem geboren wurde; es hat nichts mit Alter zu tun. Dieser Begriff könnte sich auf einen 85-Jährigen beziehen. Er ist das Kind von jemandem. Das hat nichts mit Kindheit zu tun. Aber dann geht er zu anderen Begriffen über.

Er teilt die Gesamtheit der Söhne Gottes in drei Kategorien auf. Vers 13: „Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, ihr Krinder“, [und hier verwendet er ein ganz anderes Wort, das „Babies“ bedeutet], „weil ihr den Vater erkannt habt.“ In Vers 14 wiederholt er dann eine ähnliche Aussage: „Ich habe euch geschrieben, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang ist. Ich habe euch geschrieben, ihr jungen Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.“ Ihr seht hier also drei Ebenen des geistlichen Wachstums. Kinder, junge Männer und Väter. Was ist ein Kind im geistlichen Sinne? In Vers 13 heißt es: „Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.“ Was ist das Erste, was ein Kind erkennt? Eltern, es erkennt die Eltern, Ma-ma, P—pa; leider ist es meistens erst einmal „Ma-ma“ und erst sechs Monate später „Pa-pa“. Aber nichtsdestotrotz beginnt alles mit dem Erkennen der Eltern. Kinder erkennen, dass sie ein Kind Gottes sind. Das ist so ungefähr alles, eine Art geistliches Goo-goo, Pa-pa, Ma-ma. „Jesus liebt mich ganz gewiss, denn die Bibel sagt mir dies.“ Und weiter geht es nicht. Dann gibt es eine zweite Ebene des geistlichen Wachstums: „Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt.“ Wer ist der Böse? Poneros, Satan selbst. Wie überwindet man Satan? Vers 14: „Weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.“

Achtet jetzt bitte einmal auf Folgendes. Ein kleines Kind trägt das Wort Gottes nicht umfassend in sich, es kennt nur die Grundlagen. Demzufolge sind sie Kinder im Sinne von Epheser 4: „... Unmündige [...], hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre.“ Mit anderen Worten, sie kennen Gott einfach, sie kennen Jesus einfach, aber sie kennen die Schrift nicht sehr gut. Deshalb sagen wir immer: „Was ist das Erste, das ihr tun müsst, wenn ihr jemanden zu Christus führt? Ihr müsst ihn im Wort verankern, damit er nicht hin- und hergeworfen wird durch falsche Lehre.“ Ein junger Mensch im geistlichen Sinne ist jemand, der fest im Wort verankert ist und den Bösen überwunden hat. In welchem Sinne überwindet er den Bösen? Satan ist ein Lügner, Satan erscheint als Engel des Lichts und ist ein Meister falscher Religion. Ein junger Mensch im geistlichen Sinne kennt das Wort und ist nicht mehr ein Opfer falscher Religion. Ich kenne auch den Unterschied in meinem eigenen Leben zwischen einem kleinen Kind im geistlichen Sinne und einem jungen Mann. Als ich geistlich gesehen ein kleines Kind war, konnte ich nicht wirklich zwischen wahr und falsch unterscheiden. Ich war voller Euphorie und liebte den Herrn überschwänglich, verstand aber nicht wirklich viel Theologie und wurde leicht zum Opfer der Launen oder Spinnereien anderer. Aber dann kam eine Zeit, als ich Theologie verstand, als ich das Wort Gottes kannte, und mich nicht mehr durch falsche Lehre einwickeln ließ; sie machte mich nur wütend. Ich habe Jüngerschaftstraining mit Menschen in solchen Situtation gemacht und wenn sie, geistlich gesehen, zu einem jungen Menschen werden, wollen sie ausziehen und die Sekten bekämpfen und die Welt ins Lot bringen.

Aber es gibt noch eine höhere Ebene des geistlichen Wachstums als diese. Er sagt, am Anfang von Vers 13 und 14: „Ich schreibe euch“, oder „ich habe euch geschrieben, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist.“ Hört mir jetzt gut zu. Es ist eine Sache, zu wissen, dass ihr zur Familie Gottes gehört, es ist eine andere Sache, das Wort Gottes zu kennen, aber es ist noch eine andere Sache, Gott auf sehr persönliche und eingehende Weise zu kennen. Es ist eine Sache, das Buch zu kennen, es ist eine andere Sache, den Gott hinter dem Buch zu kennen. Es ist eine Sache, die Seite zu verstehen, es ist eine andere Sache, den Herzschlag desjenigen zu kennen, der sie geschrieben hat.

Geistliches Wachstum beginnt also damit, zu wissen, dass ihr ein Christ seid, geht dann über die Kenntnis von Gottes Wort und kommt schließlich an dem Punkt an, wo ihr Gott in seiner ganzen Fülle erkennt. Der einzige Weg, Gott wirklich zu kennen, besteht darin, euer Leben damit zu verbringen, euch auf seine Herrlichkeit zu konzentrieren. Das ist die Sache, die euch auf die dritte Ebene des geistlichen Wachstums hochzieht. Das wird also zum Fokus des Lebens eines Gläubigen, und wenn der Gläubige darauf sein Augenmerk richtet, auf die Verherrlichung Gottes, die Fülle seiner Person zu verstehen, die Fülle seiner Herrlichkeit zu verstehen und sie zu bestaunen, wirkt das wie ein Magnet und zieht ihn an, über den Punkt hinaus, wo er nur weiß, zu wem er gehört, zu dem Punkt, wo er weiß, was er glaubt, und schließlich, an wen er glaubt - Gott persönlich. Und das wird der Antrieb und Tenor sämtlicher geistlichen Reife. Wisst ihr, Paulus drückte es einfach folgendermaßen aus: „Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.“ Er schuf sogar uns für sich, damit wir ihn in seiner Fülle erkennen mögen. In Römer 11,36 heißt es: „Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.“

Ich möchte unsere erste Lektion mit Folgendem beenden. Wenn ihr euch auf die Herrlichkeit Gottes konzentriert und seine Herrlichkeit seht und beginnt, ihm die Ehre zu geben, die ihm gebührt, werdet ihr unmerklich feststellen, dass ihr, wenn ihr in diesem Fokus aufgeht, in sein Ebenbild verwandelt werdet, von einer Ebene der Herrlichkeit zu der nächsten. Und das ist geistliches Wachstum. In unserer nächsten Studie werden wir betrachten, wie genau man die Schlüssel ansetzt und dreht, um sich auf die Herrlichkeit Gottes so zu konzentriereten, dass das zu geistlichem Wachstum führt.


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