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Im Geist Wandeln, Teil 2 (German)

Galater 5:19-21 July 07, 1974 de1669

Wir setzen heute Abend unsere Serie im Galaterbrief fort und ich möchte eure Aufmerksamkeit für unser Studium auf Kapitel 5 lenken. Heute folgt der zweite Teil über den Wandel im Geist. Galater Kapitel 5 – wir werden uns mit dem Thema „Wandeln im Geist“ und den Versen 16-25 befassen. Der Abschnitt, mit dem wir uns in Galater 5 befassen, ist der primäre Text in der Schrift zum Thema „Wandeln im Geist“; das ist natürlich ein sehr grundlegendes Konzept für das Leben eines Christen. In Galater 5 erhalten wir eine Einfühung in das Konzept des Wandeln im Geist – aber nicht des Wandelns an sich. Denn der Gedanke des Wandelns im christlichen Lebens wird im Neuen Testament häufig diskutiert.

Mir fiel auf, dass Ralph sich, als er sein Zeugnis ablegte, auf seinen Wandel als Christ bezog und wir reden allgemein über unseren Wandel als Christ. Denn das ist im Neuen Testament ein sehr geläufiger Ausdruck. Das Wort „Wandel“ oder „wandeln“ wird für den praktischen Alltag eines Gläubigen verwendet. Wenn ihr ein zeitgenössisches Synonym für „Wandel“ sucht, könntet ihr „Lebensweise“ dafür verwenden. Die Lebensweise eines Gläubigen. Der Wandel des Gläubigen, sein Alltag. Als ich begann, darüber nachzudenken und mich näher mit diesem ganzen Thema auseinanderzusetzen, sprang mir das Wort „Wandelt“ am Anfang von Vers 16 ins Auge. Und ich entschied mich, dieses Wort im gesamten Neuen Testament zu verfolgen und zu sehen, ob ich eine Art Minitheologie über das Wandeln entwickeln kann. Eine Theologie über Richtlinien zum Wandeln – was bedeutet es, wenn man über den christlichen Wandel spricht? Dabei habe ich einige sehr interessante Dinge herausgefunden, die sehr grundlegend und sehr wichtig sind.

Zu allererst, und das werden wir mehrere Male sehen - das eine Einfühung und vielleicht kommen wir nie darüber hinaus, aber macht euch darüber keine Sorgen - zunächst einmal enthält das Konzept des Wandelns einige allgemeine Gebote in der Bibel, und zwar im Neuen Testament. Und ich sage „allgemein“, weil sie uns einfach ermahnen, zu wandeln. In 1. Thessalonicher 2,12 heißt es in der Bibel zum Beispiel: „Daß ihr so wandeln sollt, wie es Gottes würdig ist, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft.“

Das ist eine allgemeine Aussage, dass ihr Gottes würdig wandeln sollt, der euch berufen hat. In Kolosser 1,10 heißt es: „Damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid.“ Auch hier seht ihr wieder dieses allgemeine Konzept des würdigen Wandels. Oder in Epheser 4,1, womit ihr vielleicht vertrauter seid: „So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid.“ Drei Mal fordert der Heilige Geist uns auf, unserer Berufung würdig zu wandeln. Das bedeutet einfach, dass eure Handlungen euerer Stellung entsprechen sollten. Wenn ihr eine neue Schöpfung in Christus seid, wenn ihr auf einzigartige Weise für Gott abgesondert seid, wenn ihr heilig seid, wenn ihr rundum erneuert wurdet, dann solltet ihr auch entsprechend handeln. Wandelt also würdig, das bedeutet, wandelt im Einklang mit dem, was bzw. wer ihr seid. Wenn jemand ein König ist, erwarten wir von ihm, dass er sich wie ein König benimmt. Wenn jemand ein Würdenträger ist, erwarten wir von ihm, dass er sich wie ein Würdenträger benimmt. Das ist derselbe Gedanke.

Ihr solltet euch auf eine bestimmte Weise verhalten, weil ihr eine bestimmte Person seid - wandelt also würdig. Es gibt also allgemeine Gebote, dass der Alltag eines Gläubigen und seine Lebensweise seiner Stellung so gut wie möglich in der Kraft des Heiligen Geistes entsprechen sollten. Zweitens gibt es, ergänzend zu einigen allgemeinen Geboten, einige sehr spezifische Gebote über unseren Wandel. Da geht es darum, was wir spezifisch tun sollen. Während ihr noch in Epheser 4 seid, lasst uns einen Moment dort verweilen. Betrachtet noch einmal Vers 1.

Er sagt dort „wandelt würdig“. Nun, was bedeuetet das? Ich möchte euch an dieser Stelle eine kurze Theologie des Wandelns geben. Wenn ihr einen Stift habt, könnt ihr das notieren. Hier ist eine kurze Theologie des christlichen Wandels. Erstens, wandelt in Demut. Wandelt in Demut. Unsere Lebensweise wird durch Demut gekennzeichnet, Vers 1: „Indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt.“ Das bedeutet, ihr werdet nicht wütend auf andere Leute. Ihr duldet sie liebevoll. „Und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“ Es gibt nur eine Sache, die Einheit hervorbringt, und das ist Liebe; und es gibt nur eine Sache, die Liebe hervorbringt, und das ist Demut. Das haben wir immer wieder gesehen.

Ein würdiger Wandel ist also ein Wandel in Demut. Wandelt in Demut. Zweitens, wandelt in Reinheit, wandelt in Reinheit. Wandelt nicht nur in Demut; das Neue Testament ermahnt den Gläubigen auch, in Reinheit zu wandeln oder ein reines Leben zu führen. In Römer 13,13 heißt es: „Laßt uns anständig wandeln wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid.“ Er redet über Reinheit. Wandelt in Reinheit. Wandelt in Reinheit.

Drittens bedeutet der christliche Wandel, zufrieden zu wandeln, in Zufriedenheit zu wandeln. Das ist sehr interessant und ich möchte das für euch illustrieren – das nachfolgende ist nur eine mögliche Illustration des Wandelns in Zufriedenheit, aber wir könnten auf viele Weisen illustrieren, dass ihr in jedem Zustand zufrieden sein sollt. Aber der Gedanke des Wandels ist sehr interessant, weil er in 1. Korinther 7,17 verwendet wird. Jeder von euch, der mal Schwierigkeiten in der Ehe hatte oder vor Kurzem geheiratet oder mal eine Eheberatung gemacht hat, ist wahrscheinlich irgendwann bei 1. Korinther 7 gelandet, denn dort geht es um die Ehe, den Gläubigen, die Ehe zwischen zwei Gläubigen, die Ehe zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen und unverheiratete Frauen und viele andere Dinge, die dort abgehandelt werden.

Aber in 1. Korinther 7,17 findet sich eine überaus interessante Aussage. „Doch wie Gott es jedem einzelnen zugeteilt hat, wie der Herr jeden einzelnen berufen hat, so wandle er!“ Und in diesem Abschnitt hat das direkten Bezug auf die eheliche Beziehung. Hier steht also, wenn ihr errettet werdet und euer Ehepartner nicht errettet ist, ist das kein Grund, die Ehe zu beenden. Stattdessen sollt ihr zufrieden sein und in dem Weg wandeln, zu dem Gott euch berufen hat, oder zufrieden sein damit, wie Gott euch behandelt hat. Wenn ihr mit einem Ungläubigen verheiratet seid und ihr errettet werdet, setzt ihr die Ehe mit diesem Ungläubigen fort. Ihr verstoßt nicht gegen diese Ehe auf geistlicher Ebene oder einer sogenannten geistlichen Ebene, denn das wäre ungeistlich.

Als Illustration sagt er also, seid zufrieden in dieser Verbindung, denn Gott hat sie euch beschert. Gott weiß, wenn er euch erlöst, dass ihr einen nicht erlösten Partner habt. Ihr sollt also in gewissem Sinne mit dem Zustand eurer Ehe/Familienstand zufrieden sein und das illustriert für mich den Gedanken des Wandels in Zufriedenheit. Und noch ein Punkt. Wir sollen im Glauben wandeln. Wir sollen im Glauben wandeln. In 2. Korinther 5,7 heißt es. „Denn wir wandeln im“, was, „Glauben und nicht“, was, „im Schauen.“ Der Gläubige soll also über die Dinge, die geschehen, nicht anhand dessen urteilen, was er sieht,  sondern vielmehr alle Dinge im Hinblick auf seinen Glauben an Gott beurteilen. Er sieht alle Dinge von der göttlichen Perspektive.

Er interpretiert alle Dinge aus der himmlischen Perspektive. Er sieht Gott wirken. Er kennt die Umstände. Wir sollen also im Glauben wandeln. Noch eine Sache über unseren Wandel – wir sollen in guten Werken wandeln. Wir sollen in guten Werken wandeln. Ich habe euch gerade Kolosser 1,10 vorgelesen; dort heißt es, unser Wandel soll „in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend“ sein. Aber Epheser 2,10 gibt uns vielleicht noch eine andere Perspektive. „Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ Die Lebensweise eines Christen beinhaltet also gute Werke.

Die Lebensweise eines Christen ist also Demut, Reinheit, Zufriedenheit, Glaube und gute Werke. Ich möchte euch noch einen interessanten Aspekt nennen. Schlagt in euren Bibeln bitte Epheser 4 auf, falls ihr nicht mehr dort seid, und zwar Vers 17. Dort werden wir den Text aufgreifen. In Epheser 4,17 sehen wir, dass Christen anders wandeln sollen. Wir sollen anders wandeln. Betrachtet einmal Vers 17. „Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln.“ In den besten Manuskripten taucht das Wort „übrigen“ nicht auf. Und das Wort ethnic für Nicht-Juden kann als „Heiden“ oder „Ungläubige“ oder „Nicht-Juden“ oder „Griechen“ oder jeden dieser Begriffe übersetzt werden. „Ihr [sollt] nicht mehr so wandeln […], wie die Heiden [...] in der Nichtigkeit ihres Sinnes.“

Ihr sollt also anders wandeln. Ihr sollt nicht so sein, wie das System. Ihr sollt nicht sein wie die Welt. Es ist ein anderer Wandel. Und er fährt fort, die beiden gegenüberzustellen. In diesem Abschnitt seht ihr den Kontrast zwischen dem alten und dem neuen Wandel. Ich möchte euch nur kurz zeigen, was ich meine. Am Ende von Vers 17 heißt es, der alte Wandel sei „in der Nichtigkeit ihres Sinnes“, egoistisch, Eitelkeit, Hochmut in ihren eigenen Gedanken. Der alte Wandel war egoistisch. Betrachtet einmal Vers 20. Der neue Wandel: „Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt.“ Christus hat euch nie Egoismus gelehrt. Es ist ein Wandel, der sich auf Christus konzentriert.

Der alte Wandel ist egoistisch, der neue ist auf Christus ausgerichtet. Zweitens ist der alte Wandel ignorant, schaut einmal auf Vers 18: „Deren Verstand verfinstert ist  und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung des Herzens.“ Der alte Wandel ist unwissend. Der neue Wandel ist in Erkenntnis. Schaut einmal auf Vers 21: „Wenn ihr wirklich auf ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid – wie es auch Wahrheit ist in Jesus …“ Hier ist Erkenntnis. Wir haben die Wahrheit gehört, die Wahrheit wurde uns gelehrt. Der alte Wandel ist also unwissend, der neue Wandel ist Erkenntnis.

Drittens ist der alte Wandel schamlos, Vers 19: „Die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben“, ihr Gewissen ist nicht mehr empfindsam, „sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier.“ Sie jagen Unreinheit nach, sie sind begierig danach. Schamlos. Der neue Wandel beinhaltet Sensibilität gegenüber der Sünde. Vers 22: „Daß ihr, was den früheren Wandel betrifft“, die frühere Lebensweise, „den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen der betrügerischen Begierden verderbte.“

Der neue Lebenswandel ist anders, er ist nicht schamlos. Er ist der Sünde gegenüber empfindsam. Denn der alte Wandel ist, viertens, ein verkommener Verstand. Es ist die Art von Verstand, die sich vollkommen dem Bösen hingibt, wie am Ende von Vers 19 - um „jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier.“ Es ist einfach weg. Es gibt keine Schranken mehr. Es gibt keine Grenzen. In Vers 23 ist das ein neuer Verstand. „Erneuert […] im Geist eurer Gesinnung.“ Der alte Wandel und der neue Wandel sind also vollkommen konträr. Wir wandeln anders.

Ich möchte euch in unserer Minitheologie über den Wandel noch ein Konzept vorstellen. Wir sollen abgesondert wandeln. Wir sollen abgesondert wandeln. Um das zu illustrieren, möchte ich eure Aufmerksamkeit auf 2. Thessalonicher 3,6 lenken. Hier reden wir nicht von Absonderung von der Welt. Wir reden von der Absonderung von anderen Christen. Wusstet ihr, dass es Zeiten gibt, wenn ihr euch von anderen Christen absondert? Ja, 2. Thessalonicher 3,6: „Wir gebieten euch aber, Brüder“, da ist keine Option. „Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch von jedem Bruder zurückzieht, der unordentlich wandelt und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat. Ihr wißt ja selbst, wie ihr uns nachahmen sollt; denn wir haben nicht unordentlich unter euch gelebt.“

In Vers 11 sagt er: „Wir hören nämlich, daß etliche von euch unordentlich wandeln und nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben.“ Das ist eine gute Illustration eines unordentlichen Schlendrians. Ihr sollt abgesondert von Christen wandeln, die in Sünde leben. Es ist ein abgesonderter Wandel. Ich möchte euch einen weiteren Aspekt nennen. Ihr sollt in Liebe wandeln. Seid ihr noch im Epheserbrief? Schlagt bitte Epheser 5,2 auf. Ihr sollt in Liebe wandeln, in der Lebensweise der Liebe. Das wird in Epheser 5,2 sehr deutlich. „Und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer [...] für Gott.“ Ihr fragt, welche Art von Liebe? Die Art von Liebe, die sich selbst opfert. Das ist die Art von Liebe, von der wir sprechen. Euer Wandel soll durch Aufopferung geprägt sein, nicht durch physische Liebe.

Das ist Vers 3: „Nicht Unzucht und Unreihneit und all das.“ So sieht die Welt die Liebe. Ihr sollt aufopferungsvoll lieben, wie Christus es getan hat. Schaut euch einmal Folgendes im selben Kapitel an. In Vers 8 heißt es, wir sollen im Licht wandeln. „Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!“ Wir sollen also im Licht und in der Liebe wandeln. Er ist aber noch nicht fertig. Betrachtet einmal Vers 15. Ihr sollt in Weisheit wandeln. „Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt.“ Das Wort bedeutet „genau oder „vorsichtig“ oder „präzise“, „bis ins kleinste Detail.“

Ihr sollt also sorgfältig wandeln, den christlichen Grundsätzen bis ins kleinste Detail folgen, „nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.“ Und dieselbe Ermahnung wird in Kolosser 4,5 wiederholt. Ihr sollt also in Liebe wandeln, im Licht und in Weisheit. Ich möchte euch noch einen Aspekt nennen. Ihr sollt in Wahrheit wandeln. Und hier kommen wir zu den Details des Studiums von Gottes Wort und die finden sich in der kurzen Epistel von 3. Johannes. Hört euch einmal diese wunderbare kurze Aussage an. Ich kann nachempfinden, wie es im Herzen von Johannes aussah und wie er sich fühlte, als er das schrieb. In 3. Johannes, wenige Seiten vor dem Buch der Offenbarung, heißt es in Vers 3: „Denn ich freute mich sehr, als Brüder kamen und von deiner Wahrhaftigkeit Zeugnis ablegten, wie du in der Wahrheit wandelst.“ Er freute sich, weil sie in der Wahrheit wandelten, und er drückt das in Vers 4 aus: „Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, daß meine Kinder in Wahrheit wandeln.“

Ich sage euch, wenn ihr ein Lehrer seid oder andere in der Schrift unterweist, könnt ihr das nachvollziehen, oder? Die größte Freude, die euch beschert wird, ist, herauszufinden, dass eure Kinder im Glauben in der Wahrheit wandeln. Die größte Enttäuschung ist, herauszufinden, dass sie es nicht tun. Wir sollen also in Wahrheit wandeln. Nun, wir finden hier also erst eine allgemeine und dann eine spezifischere Aussage über den christlichen Wandel oder die christliche Lebensweise.

Ihr sagt jetzt vielleicht: „Das ist ja alles schön und gut, das sind Gebote und Grundsätze und die stehen da und ich lese sie und sehe sie und vielleicht habe ich sie niedergeschrieben, aber wenn du so wie ich bist, ist es gut, Zugang zu einigen dieser Dinge zu bekommen. Es ist schön, zu sagen ‚Das ist gut‘, aber ich brauche etwas, das konkreter ist. Etwas, das mehr physisch ist, an dem ich mich festhalten und woran ich mich orientieren kann.“ Und wenn wir das brauchen, und der Heilige Geist muss das gewusst haben, dann könnt ihr mit mir Philipper Kapitel 3 aufschlagen und Vers 16 betrachten.

Und in Philipper 3,16 heißt es: „Doch wozu wir auch gelangt sein mögen, laßt uns nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.“ Er sagt hier, wir sollten gemäß dem wandeln, was wir gelernt haben. Wir haben diese grundlegenden Wahrheiten gelernt. Alles, was ich euch gerade erzählt habe, habe ich euch bereits in der Vergangenheit im Detail gelehrt, deshalb sind wir nicht weiter darauf eingegangen. Ihr müsst jetzt also nach diesem Vorbild wandeln. Falls ihr Hilfe braucht, findet ihr die in Vers 17. „Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt.“

Paulus sagt hier, ihr könnt euren Wandel an meinem Wandel ausrichten. Und ihr könnt auch diejenigen erkennen, die auf gottlose Weise wandeln, ihr Ende ist das Verderben, wie es in Vers 19 heißt. Paulus sagt also, hier sind konkrete Vorbilder für euch. Er ist eins. Es gibt geistliche Menschen. Es gibt Menschen Gottes, zur denen ihr als Vorbilder für ein gottesfürchtiges Leben aufschauen könnt. Wandelt also, und wandelt nach einem gottesfürchtigen Vorbild. Ihr sagt jetzt, das ist ja schön und gut. Dann soll ich also irgendwie wie Paulus sein. Das ist leicht.

Was ist der nächste Punkt? Nun, wenn das eurer Meinung nach schwierig ist, dann wartet erst mal ab, was als nächstes kommt. Das ist der Inbegriff und ich möchte den mit euch zusammen betrachten. In 1. Johannes 2,6 findet ihr die Zusammenfassung über den christlichen Wandel. Wenn das nicht zu euch spricht, dann ist Hopfen und Malz verloren. 1. Johannes 2,6: „Wer sagt, daß er in ihm bleibt“, haltet hier bitte inne. Jeder, der ein Christ ist, behauptet, dass er in Christus bleibt, nicht wahr? Das würden also alle von uns behaupten. Ich bleibe in Christus. Großartig. „Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie“, was, „jener gewandelt ist.“ Ihr dachtet, Paulus sei herausfordernd. Wer ist der Maßstab? Was ist Gottes größter Wunsch für den Christen? Dass seine Lebensweise der des Herrn Jesus Christus auf Erden entspricht. Wenn ihr behauptet, in ihm zu bleiben, dann solltet ihr so wandeln, wie er das getan hat.

Mit anderen Worten sollte eure Lebensweise der von Jesus Christus entsprechen. Ihr sagt: „Na wunderbar. Ich muss also nur genauso wie Jesus sein.“ Ja. Ja. Aber ich möchte euch etwas ermutigen. Ich möchte mich selbst etwas ermutigen. Ich denke, das wird euch Einblick in eine ganz neue Dimension gewähren. Der Vers findet sich in 2. Korinther 6,16. Ihr sagt, es sei unmöglich, wie Christus zu wandeln? Ihr könnt nicht wandeln wie Christus das getan hat? Da habt ihr Recht. Als Erstes müsst ihr das anerkennen.

Schaut euch einmal 2. Korinther 6,16 an. „Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein?“ Und jetzt hört euch Folgendes an: „Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: ‚Ich will in ihnen wohnen und‘“, was?,  „unter ihnen wandeln.‘“ Ist das nicht fantastisch? Natürlich könnt ihr nicht so wandeln. Also wohnt Gott in euch und wandelt in euch. Ihr müsst lediglich Schritt halten. So steht es hier. Das führt und zurück zu Galater 5 und zum Wandel in der Kraft des Geistes. Im Griechischen nennt dieser Fall sich der Instrumentalis. Wandelt im Geist/durch den Geist, nicht wie Henoch. In der Bibel steht, dass Henoch mit Gott wandelte. Das ist schön. Aber wir sollen das nicht tun. Wir wandeln nicht mit Gott. Es gibt ein Lied, das dazu passt. „Ich werde mit Gott wandeln.“ Das könnt ihr nicht. Ihr könnt nicht dorthingehen, wo Gott hingeht. Und wenn ihr das tätet, könntet ihr nicht zurückkehren.

Ihr könnt nicht mit Gott wandeln, aber im Neuen Bund wandelt Gott in euch. Wo auch immer ihr also seid, da ist auch er. Und er lebt die Christusähnlichkeit, die er sich wünscht, durch euch. Das ist eine fantastische Sache. Ihr sagt: „Puh, da fällt mir aber ein Stein vom Herzen. Schließlich hast du uns all diese allgemeinen Gebote gegeben, würdig zu wandeln, und all diese spezifischen Listen, und dann hast du mir gesagt, ich müsse wie Paulus sein und dann wie Jesus und jetzt sagst du, Gott wird in mir wandeln.“ Das ist der Schlüssel zum Neuen Testament. Der Kreis hat sich also geschlossen. Wir sind wieder direkt am Anfang.

Schlagt in euren Bibeln doch bitte Galater 5 auf; die Anordnung dort ist einfach. Dort heißt es: „Wandelt im Geist.“ Mit anderen Worten, haltet einfach Schritt mit Gott, der in euch wirkt. Ein einfaches Konzept. Der Geist des allmächtigen Gottes ist in uns. Er lebt und er wandelt und wir können würdig wandeln, indem wir in seiner Macht wandeln, indem wir unter seiner Führung wandeln. Wenn es in Galater 5 in der Bibel also heißt, wir sollen im Geist wandeln, bedeutet das jetzt vielleicht etwas mehr für euch als vor dieser kurzen Einleitung.

Passt jetzt gut auf. Alles wird dem Christen in seinem würdigen Wandel schließlich möglich, weil es der Geist Gottes ist, der in uns ist und jeden Schritt macht. Wir müssen lediglich in seiner Energie an seiner Seite bleiben. Geht in seiner Kraft an seiner Seite und er wird uns Christus gleichmachen. Ihr könnt legalistisch in der Ecke sitzen und grunzen und klagen, die Zähne zusammenbeißen und versuchen, wie Christus zu sein, und werdet es nie schaffen. Das hat Paulus versucht, uns durch den Galaterbrief zu vermitteln, nicht wahr? Dass ihr in eurem Leben durch Legalismus nicht die Gerechtigkeit bewirken könnt, die Gott verlangt. Durch Werke des Gesetzes.

Das Gesetz kann euch weder retten, noch bewahren oder heiligen. Der Geist Gottes rettet euch. Der Geist Gottes gibt euch Sicherheit durch sein Siegel. Und der Geist Gottes heiligt euch. Das geschieht nicht durch eure Werke. Ihr wurdet durch Gnade errettet, heißt es in Römer 5,1, und ihr steht weiterhin in Gnade. All das ist ein göttliches Werk. Ihr habt eure Errettung nicht von außen durch Werke erhalten. Ihr könnt sie nicht durch externe Werke bewahren. Ihr könnt nicht anhand von externen Werken des Gesetzes leben, wie die Judaisierer versuchten, es zu lehren. Ihr braucht nichts davon, weil ihr Gott habt, der in euch wohnt. Ihr braucht keine äußerlichen Rituale, wenn ihr den in euch wohnenden Gott habt, der in euch wandelt.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit jetzt wieder Galater 5 widmen, ist der unmittelbare Kontext die Reaktion von Paulus auf die Judaisierer. Und könnt ihr euch noch erinnern, was wir in diesem unmittelbaren Kontext gesagt haben? Paulus erschien auf der Bildfläche und sagte, Christen müssen nicht unter einem von externen Gesetzen geprägten System leben. Ein Christ muss sich nicht an dem Glauben festhalten, dass das, was er nach außen hin tut, in Wirklichkeit Gottes Segen bringt. Wisst ihr, das ist etwas, was man so oft im Bezug auf das sieht, was im Alten Testament als der „Zehnte“ bezeichnet wird. Wenn jemand seine zehn Prozent gibt, meint er, er hätte sich Gottes Segen erkauft.

Das ist lächerlich. Ich habe euch schon früher gesagt, dass wir nicht dem Gesetz unterstehen. Wenn ihr also Mühe mit dem Gesetz habt, dann gebt doch einfach neun Prozent oder elf Prozent, aber nicht zehn, denn das ist legalistisch. Denkt nicht, weil ihr zehn Prozent gegeben habt, ist Gott dort oben und sagt: „Nun, Joel hat ein Häkchen verdient. Er hat seine Aufgabe erledigt.“ Nein, manche von uns sollten 50% geben, andere vielleicht weniger. Darum geht es nicht. Es geht vielmehr darum, dass wir auf den Geist Gottes reagieren sollen, der uns von innen dazu motiviert, zu geben, statt uns nach unserem Kontostand zu richten. Aber das ist ein Bereich, in dem die Menschen oft sehr legalistisch sind.

Wir erwerben uns Gottes Gunst nicht. Wir wachsen nicht geistlich, indem wir einen externen Verhaltenskodex einhalten, sondern indem wir auf die Weisungen des Heiligen Geistes reagieren. In unserem Text tauchte Paulus auf und sagte, die externen Gesetze seien nicht mehr nötig und die Judaisierer reagierten darauf, indem sie sagten, wenn man das Gesetz entfernt, würde man damit das Einzige entfernen, das die Sünde in Schach hält. Ihrer Meinung nach war das Gesetz der Damm, der die Sünde davon abhielt, auszubrechen. Sie meinten, die Leute unter dem Gesetz, die die Strafe für das Gesetz kannten, würden vor Sünden zurückscheuen, weil sie die Strafe nicht wollten. Als Paulus also kam und Freiheit predigte, „Ihr seid frei in Christus, ihr habt diese großartige Freiheit, ihr braucht das Gesetz nicht mehr“, da fassten die Judaisierer sich an die Köpfe und sagten: „Moment mal, wenn du das tust und das Gesetz beseitigst, dann gibt es nichts, was die Sünde in Schach hält.“

Und das war der Punkt, an dem Paulus auftauchte und sagte: „Nein, das, was die Sünde in Schach hält, hat sich jetzt nach innen verlagert.“ Der Heilige Geist ist derjenige, der die Sünde in Schach hält. Und Er ist derjenige, der uns bzw. die Sünde zügelt. Er ist derjenige, der läutert. Er ist derjenige, der unser Gewissen wird. Er ist derjenige, der uns einschränkt. Er ist derjenige, der das gottesfürchtige Leben in uns reproduziert. Das Externe wird unwichtig, unbedeutend und unnötig. Und glaubt mir, der Heilige Geist wird sehr viel erfolgreicher darin sein, die Sünde in Schach zu halten, als es das Gesetz je war. Das Gesetz veranlasste die Menschen nur aus Angst zur Unterordnung. Lasst uns jetzt Vers 16 betrachten.

„Ich sage aber: Wandelt im Geist.“ … Im Griechischen gibt es keine Präposition, es ist einfach der Instrumentalis. „Wandelt durch den Geist.“ Wandelt in seiner Kraft. Es ist kein Fall von euch in ihm, sondern vielmehr was? Ihm in euch. Er ist in euch. „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ Das ist seine Antwort an die Judaisierer. Ihr braucht euch keine Sorgen über Sünde zu machen. Wenn der Gläubige einfach im Geist wandelt, braucht er die externen Gesetze nicht, denn der Geist wird die Sünde in Schach halten. Im Geist zu wandeln ist also grundlegend für die christliche Lebensweise. Gott wohnt in euch. Sein Geist wohnt in euch, und wie er sagte: „Ich werde in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln“, also wandelt Gott unter euch. Ihr müsst lediglich in ihm ruhen und Schritt halten. Es ist seine Kraft und seine Anleitung. Es geht nur darum, sich dem unterzuordnen.

Wenn wir uns jetzt der Diskussion in Versen 16-25 zuwenden, sehen wir vier Teile, die wir zusammenfassen könnten, um daraus wahrscheinlich den Kern der Botschaft in diesem Text abzuleiten. Das Gebot, der Konflikt, der Kontrast und die Eroberung – die ersten beiden haben wir letztes Mal betrachtet. Ich werde sie noch einmal kurz zusammenfassen. Erstens, das Gebot. Das Gebot wird in Vers 16 deutlich. „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“ „Wandeln“ impliziert, wie ich bereits gesagt habe, eine Lebensweise, täglichen Fortschritt, und auch Anstrengungen unsererseits. Der Begriff „im Geist“ impliziert Kraft und Anleitung durch Gott.

Wie wir schon letztes Mal gesagt haben, sind wir selbst aktiv daran beteiligt. Es ist der Heilige Geist, der in uns wandelt, aber auch wir müssen wandeln, denn sonst bräuchten wir dieses Gebot nicht. Ich möchte euch helfen, das besser zu verstehen. Ihr fragt mich, was ich mit „Wandelt im Geist“ meine? Schließlich ist der Heilige Geist nicht greifbar. Ich stimme euch zu. Viele Leute haben den Heiligen Geist irgendwie personifiziert oder das in Gestalt einer Taube versucht und das ist irgendwie zu der Identität geworden, die viele Leute im Hinterkopf haben, oder irgendein schwebender Klecks, der einer Taube ähnelt. Aber im Wesentlichen ist der Geist Gottes eine losgelöste Realität in dem Sinne, dass er keine persönliche Gestalt hat. Und da er keine persönliche Gestalt hat und kein irdisches Leben hatte, ist es irgendwie abstrakt, wenn wir sagen, wir wandeln im Geist. Ich denke, der Heilige Geist kommt unserer Denkweise entgegen, indem er im Neuen Testament wiederholt einen ganz deutlichen Vergleich anstellt.

Ich möchte euch dafür eine Illustration geben. Schlagt bitte einmal Epheser 5,18 auf: „Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll des Geistes.“ Okay? Im Griechischen heißt es buchstäblich „werdet kontinuierlich voll (des Geistes)“. Das ist eine kontinuierliche Sache. Werdet kontinuierlich voll (des Geistes). Das ist dasselbe, wie im Geist zu wandeln. Mit anderen Worten übergebt ihr dem Geist Gottes die Kontrolle über euer Leben und dieser durchdringt euch und trägt euch. Das Konzept, das sich hinter „voll werden“ verbirgt, ist eines, das an anderen Stellen für „segeln“ verwendet wird. Wo der Wind das Segel füllt und dieses sich bläht und das Schiff davonträgt. Lasst euch also vom Heiligen Geist in Bewegung versetzen. Lasst euch vom Heiligen Geist tragen. Öffnet euer Segel, das ist Unterordnung. Lasst euch vom Geist in seine Richtung und unter seiner Kraft tragen. Das ist dasselbe, wie im Geist zu wandeln, dasselbe Konzept, nur unterschiedliche Begriffe.

Aber achtet einmal auf Folgendes, um das wirklich zu verstehen. In Vers 19 seht ihr, was geschieht, wenn man vom Geist erfüllt ist. Dort heißt es: „Redet zueinander …“ „Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen.“ Eine Sache, die auf einen geistlich fokussierten Menschen zutrifft, ist, dass er glücklich ist, Freude empfindet, singt. Wenn er unmusikalisch ist, singt er für sich alleine. Und in Vers 20 findet sich noch eine Sache über einen vom Geist erfüllten Menschen - er gibt Dank. Dankbare Menschen sind immer Menschen, die vom Geist erfüllt sind. Und in Vers 21 sehen wir, dass ein vom Geist erfüllter Mensch sich unterordnet und dann geht Paulus ins Detail. Vom Geist erfüllte Ehefrauen ordnen sich ihren Ehemännern unter. Vom Geist erfüllte Ehemänner, Vers 25, lieben ihre Frauen. Und in Kapitel 6,1 sehen wir vom Geist erfüllte Kinder. Sie sind ihren Eltern gehorsam, und in Vers 4 sehen wir, dass vom Geist erfüllte Eltern ihre Kinder nicht zum Zorn reizen.

Anscheinend können einige von euch sich damit identifiziren. Und Sklaven, die vom Geist erfüllt sind, sind gehorsam, und Herren, die vom Geist erfüllt sind, sind gerecht – Vers 9. All das sind also Folgen des vom Geist erfüllten Lebens. Schaut euch jetzt einmal Kolosser 3,16 an. Dort werdet ihr etwas sehr interessantes sehen. Wenn ihr den Kolosserbrief und den Epheserbrief gelesen habt, wisst ihr, dass sie fast identisch sind, aber hört euch einmal Folgendes an. Es beginnt in Vers 16, mittendrin. Im Epheserbrief hieß es: „Redet zueinander“. Hier, in Kolosser 3,16, heißt es: „… in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt …“ Hier taucht das Konzept des Dankens wieder auf. In Vers 18 werden Ehefrauen aufgefordert, sich ihren Männern unterzuordnen. In Vers 19 sollen Ehemänner ihre Frauen lieben. In Vers 20 geht es um vom Geist erfüllte Kinder. In Vers 21 um vom Geist erfüllte Väter. In Vers 22 geht es um vom Geist erfüllte Sklaven und so weiter.

Und in Kapitel 4,1 geht es um Herren, oder Arbeitgeber. Sie sind alle wieder da. Dieselben Leute. Nun, ihr fragt, ob er jetzt wieder sagt, werdet voll des Geistes und dann … nein, nein, schaut euch einmal Vers 16 an, ganz am Anfang: „Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen“, dann wird all das geschehen. Schaut jetzt genau hin. Seht ihr dort eine Paralle? Was auch immer es bedeutet, voll des Geistes zu werden, ist dasselbe, wie das Wort des Christus reichlich in euch wohnen zu lassen, denn es führt zu denselben Ergebnissen.

Nun, ein vom Geist erfülltes Leben bedeutet also, das Wort Christi reichlich in euch wohnen zu lassen. Wisst ihr, das gibt mir einen Zugang zu dem vom Geist erfüllten Leben. Wisst ihr, was das ist? Mit dem Wort Christi so gesättigt zu sein, dass mich das ausfüllt, und das ist praktisch, nicht wahr? Wenn dann jemand fragt, wie man voll des Geistes wird, sage ich nicht „Nun, du ziehst lost und tust etwas geistliches …“, nein, ich sage vielmehr: „Nimm deine Bibel und studiere einfach immer wieder Christus, bis er dein Herz sättigt und durchdringt.“ Das ist ein vom Geist erfülltes Leben.

Ihr meint, ich verwechsle Christus mit dem Heiligen Geist? Wahrscheinlich. Aber ich verwechsle sie schon seit langer Zeit. Ich verwechsle auch Gott den Vater mit diesen beiden. Das sind die drei, die als die Dreieinigkeit bekannt sind. Sie sind alle eins. In Johannes 14,16 sagte Jesus sogar, wenn er weggehe, werde er einen anderen Beistand schicken. Und er hat hier das Wort allas verwendet; heteros bedeutet „eine andere Art“. Allas bedeutet „dieselbe Art“. Er sagte, er werde den Heiligen Geist schicken, der genau dasselbe Wesen hat wie er. Und der Heilige Geist wird der „Geist Christi“ genannt. Ein vom Geist erfülltes Leben zu führen ist also dasselbe – passt jetzt gut auf –, wie euch vom Wort Christi sättigen zu lassen, bis es reichlich in euch wohnt. Was bedeutet das? Bis es beginnt, eure Denkweise zu formen. Ich habe schon so oft gesagt, dass ich früher gerne gesündigt habe. Aber ich genieße es nicht mehr. Ich kann nicht einmal fünf Sekunden lang sündigen, ohne dass mir 15 Verse dazu einfallen.

Das ist die Wahrheit. Ich meine, ich habe so viele Bibelverse studiert, dass es einfach keinen Spaß mehr macht, zu sündigen. Ich bin schuldig, bevor ich die Sünde überhaupt begehe. Und das meine ich mit „durch die Dinge Christi gesättigt zu sein“ und das wird sich in eurem Leben auswirken, welches vom Heiligen Geist gelenkt wird. Wenn die Dinge Christi vorhanden sind und das die Dinge sind, die eure Gedanken kontrollieren, werdet ihr problemlos vom Geist getragen. Wenn euch das hilft, möchte ich noch Folgendes hinzufügen. Geht einmal zu Galater 5. Dort heißt es: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.“

Okay, jetzt schlagt einmal Kolosser 2,6-7 auf. Wenn ihr nicht umgeblättert habt, solltet ihr immer noch da sein. Das ist interessant. Hört euch das an. Kolosser 2,6: „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so“, was?, „wandelt auch in ihm.“ Ihr fragt mich, in wem ihr nun wandeln sollt? Im Geist oder im Herrn Jesus Christus? Genau davon rede ich ja. Das ist dieselbe Sache und wenn es euch hilft, zu verstehen, was „Wandeln im Geist“ bedeutet, so bedeutet es, ihr richtet eure Lebensweise nach Jesus Christus aus. So einfach ist das, meine Freunde. Ihr müsst lediglich eure Bibel aufschlagen und den Rest eures Lebens die Evangelien von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes lesen und dann werdet ihr in allen Einzelheiten sehen, wer bzw. was Jesus war.

Und wenn das Wort über Christus reichlich in euch wohnt, werdet ihr in ihm wandeln, da ihr im Heiligen Geist wandelt. Das ist also dieselbe Sache und ich mache nur darauf aufmerksam und verwende diese beiden Textstellen, damit ihr dieses Konzept begreift. Im Geist zu wandeln bedeutet, ein Leben zu führen, das christusähnlich, auf Christus ausgerichtet ist. Gesättigt mit Christus. Sich Christus bewusst sein. Euer ganzes Leben sollte auf Jesus Christus ausgerichtet sein.

Und glaubt mir, was ist das Werk des Geistes? Die Menschen zu wem zu führen? Christus – wenn ihr also wirklich im Geist wandelt, werdet ihr euch die ganze Zeit auf Christus konzentrieren. Ihr könnt also das ganze Konzept des Wandelns im Geist vereinfachen, indem ihr euch mit Christus sättigt. Das ist das Gebot, aber ich möchte noch schnell hinzufügen, dass es nicht einfach sein wird, das zu tun, weil es zweitens einen Konflikt gibt.

Sobald ihr beginnt, das zu tun, gibt es einen Feind, der kommen und auf euch einschlagen wird. Galater 5, geht bitte dorthin zurück. Wir betrachten jetzt Verse 17 und 18. Hier kommt der Konflikt. Wisst ihr, dass ist ähnlich wie in Römer 7, wo es um Konflikt geht. Aber seht ihr, sobald ihr beginnt, in der Kraft des Geistes zu wandeln, in seiner Energie, findet ihr in Vers 17 diese Aussage. „Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt.“ Ist das nicht interessant? Ihr habt alles geplant, wie ihr das tun wollt, und dann stellt ihr fest, dass ihr einen Feind habt. Ihr habt einen aggressiven Feind. Ihr meint, das sei wieder der Teufel? Nein, das ist nicht der Teufel. Ihr habt es nicht gelesen. Der Teufel hat euch nicht veranlasst, das zu tun. Es ist was? Das Fleisch. Das gute alte amerikanische Fleisch.

Wisst ihr, ich habe die Nase voll davon, dass jeder dem Teufel und den Dämonen die Schuld für alles zuschiebt. Das Fleisch, sarx, ist der Angriffspunkt, auf dem die Sünde landet. Es ist die schwache, hilflose, auf eigene Anstrengungen ausgerichtete, niedere Natur des Menschen. Es ist eine Neigung zur Sünde. Es ist der Landeplatz, an dem die Truppen landen, die Truppen der Versuchung, um das Land zu stürmen. Es ist der Punkt, an dem die Welt angreift und die Welt ist in ihrem System, natürlich, von Satan  erzeugt, deshalb gibt es hier einen direkten Bezug zu Satan, da dieser die Welt erzeugt und die Welt euch an eurem Fleisch angreift. Wir haben all das letztes Mal eingehend betrachtet. Wir werden das nicht wiederholen, aber das Fleisch ist der Teil der menschlichen Natur, der schwach und hilflos ist und der der Sünde einen Angriffspunkt bietet.

Und sobald wir herausfinden, dass es ein Gebot gibt, im Geist zu wandeln, gibt es einen Konflikt, und das Fleisch gelüstet oder kämpft gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch und der Kampf geht weiter. Das Fleisch kämpft gegen den Geist und der Geist kämpft gegen das Fleisch. Und hier sehen wir den Heiligen Geist. Wir sind also am Krieg beteiligt. Vers 18: „Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.“ Hier greift Paulus seine Hauptthese wieder auf. Alle Christen werden vom Heiligen Geist geleitet. Ist das wahr? Ist es wahr, dass alle Christen vom Heiligen Geist geleitet werden? Ja. In Römer 8,14 heißt es: „Denn alle, die durch den Geist geleitet werden, die sind“, was?, „Söhne Gottes.“ Alle Christen werden also vom Heiligen Geist geleitet. Ihr braucht nicht zu beten: „Heiliger Geist, führe mich“. Das ist überflüssig.

Aber nicht alle Christen folgen dem Heiligen Geist. Sie wandeln nicht im Geist, aber sie werden geführt. Alle Christen, die vom Heiligen Geist geführt werden, beweisen, dass sie nicht unter dem Gesetz sind. Ich möchte schnell hinzufügen, dass ihr braucht nicht… und das führt uns wieder zu einigen Dinge zurück, die wir studiert haben. Ihr braucht nicht das Gesetz und den Heiligen Geist, nicht wahr? Das Gesetz wird unnötig, wenn der Heilige Geist in uns Einzug hält. Wenn ihr in den letzten Wochen nicht da wart, versteht ihr das vielleicht nicht alles auf einmal, aber wenn ihr daran interessiert seid, könnt ihr euch die Kassetten besorgen und euch das Ganze anhören. Wenn ihr in euch den Heiligen Geist tragt, der die Sünde in Schach hält, als Energie Gottes, um ein gerechtes Leben zu führen, dann braucht ihr nicht noch etwas Externes, denn selbst im besten Fall wird das externe Gesetz weniger adäquat sein als der Heilige Geist, nicht wahr? Dadurch ist es also nutzlos.

Er sagt einfach Folgendes: Wenn ihr den Heiligen Geist in euch tragt, beweist das, dass ihr nicht mehr dem Gesetz untersteht, denn es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt. Diejenigen, die unter dem Gesetz sind, und diejenigen, die im Geist sind oder im Geist wandeln. Christen werden vom Heiligen Geist geleitet. Und demzufolge sind sie nicht unter dem Gesetz. Was sagt er uns damit? Nun, er könnte eine von drei Sachen sagen, zwei von drei Sachen oder alle drei dieser Dinge und ich weiß nicht, welche er sagt, aber ich werfe einfach alle drei in den Raum, die mir eingefallen sind. Erstens könnte er sagen, wenn du ein Christ bist - das heißt, wenn du vom Heiligen Geist geleitet wirst, bist du ein Christ -, dann bist du nicht unter dem Gesetz in dem Sinne, dass das Gesetz in deinem Leben präsent ist.

Mit anderen Worten, als Christ brauche ich das Gesetz nicht mehr. Ich brauche keine Liste von Regeln und Vorschriften und Ritualen. Ich brauche keine externen Gesetze. Warum? Wenn ich vom Heiligen Geist geleitet werden, ist das Gesetz auf lächerliche Weise überflüssig, es hat dann keinen Sinn. Es hat keinen Zweck. Ihr wisst doch, dass Paulus das in Römer 13 gesagt hat, oder? Er sagte im Prinzip: „Ich brauche all dieses ‚Du sollst nicht‘ nicht, denn das ganze Gesetz findet seine Erfüllung in der Liebe. Der Heilige Geist bringt eine neue Form von Liebe in mir hervor und erfüllt das Gesetz, sofern es sich auf meine Nächsten bezieht.“

Im Sinne des ersten Punktes, wenn wir Christen sind, die vom Heiligen Geist geführt werden, sind wir also nicht unter dem Gesetz im Sinne von dessen Präsenz. Wir brauchen das Gesetz nicht einmal oder das Ritual, die Routine, das externe, geschriebene Gesetz. Zweitens denke ich, sind wir im Hinblick auf die Macht des Gesetzes nicht unter dem Gesetz. Was ich damit meine? Ich meine, für einen Ungläubigen ist die einzige Sache, die die Sünde verhindern kann, das Gesetz, aber auf uns trifft das nicht mehr zu. Es ist sowieso ineffektiv, um die Sünde in Schach zu halten. Wisst ihr, das kann man sehen, denn jeder, der nicht errettet ist, lebt trotzdem unter Gottes Gesetz. Aber das Gesetz erfüllt seine Aufgabe nicht wirklich, weil es das Wesen des Menschen nicht verändert. Alles, was das Gesetz laut Römer 7 tut, ist, die Sünde bloßzulegen. Sie bricht aus, aber der Krieg tobt jetzt nicht zwischen euch und eurem Fleisch. Wisst ihr, wenn ihr unter dem Gesetz seid, kämpft ihr gegen euer Fleisch. Ich werde das nicht tun. Ich werde ein guter Mensch sein. Ich werde ethisch sein. Ich werde moralisch sein.

Und wisst ihr, das ist ein harter Kampf gegen euer Fleisch. Aber plötzlich, wenn ihr ein Christ werdet, kämpft ihr nicht mit eurem Fleisch gegen das Gesetz, sondern ihr bekämpft euer Fleisch gegen den Geist, und auf dieser Ebene ist ein Sieg möglich. Ihr seid also in gewissem Sinne nicht mehr unter der Macht des Gesetzes, sondern unter der Macht des Heiligen Geistes.

Drittens könnte er meiner Meinung nach gesagt haben, wenn ihr vom Heiligen Geist geleitet werdet, wenn ihr ein Christ seid, dann seid ihr nicht unter dem Gesetz im Sinne der Strafe des Gesetzes. Das Gesetz fordert den Tod, aber Christus ist für euch gestorben, er hat eure Strafe auf sich genommen, und deshalb trifft das Gesetz auf euch nicht zu. Er sagt also, obwohl noch eine Schlacht tobt, obwohl ein Krieg geführt wird und das Fleisch gegen den Geist gelüstet und der Geist gegen das Fleisch kämpft und ihr manchmal fallen und manchmal versagen und manchmal sündigen werdet, seid ihr dennoch nicht unter der  Macht des Gesetzes. Ihr braucht die Gegenwart des Gesetzes nicht und ihr untersteht ganz gewiss nicht der Strafe des Gesetzes, stimmt's?

Christus hat all das von uns genommen. Und solange ihr im Heiligen Geist ruht, werdet ihr letztendlich den Sieg davontragen. Wir werden also aufgefordert, im Geist zu wandeln. Dabei sind wir einem Konflikt ausgesetzt, aber selbst im Rahmen dieses Konflikts sind wir frei vom Gesetz. Und selbst wenn wir verlieren, ist das Gesetz für uns nicht von Belang. Die vom Gesetz vorgesehene Strafe war der Tod und diese Strafe wurde bereits getilgt. Bei der Abhandlung des Konflikts entwickelt Paulus die Konzepte des Fleisches und des Heiligen Geistes weiter und geht zum Kontrast über, Punkt Nummer drei.

Der Kontrast, Verse 19-25. Paulus präsentiert uns im Detail die Unterschiede in einem Leben, das im Geist wandelt, verglichen mit einem, das im Fleisch wandelt. Ich denke, der Grund dafür, dass er diesen Vergleich anstellt – und ihr könnt euch das selbst fragen und vesuchen, die Antwort zu finden -, aber ich denke, der Grund dafür ist, dass dieser Kontrast einer der größten Gründe für den Wandel im Geist ist. Wenn ich diese Verse lese und mir sage „Nun, wenn du das tust, was das Fleisch dir gebietet, führt das zu all diesen widerlichen Dinge in Versen 19 bis 21, aber wenn du im Geist wandelst, sind es all die wunderbaren Dinge in Versen 22 bis 23“, dann hilft mir das wirklich bei meiner Entscheidung, im Geist zu wandeln.

Er untermauert sein Argument für den Wandel im Geist, indem er zeigt, was jeder der beiden hervorbringt. Die Lebensweise des Fleisches und die Lebensweise des Geistes. Und die Judaisierer hätten dem ganz sicher ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit zollen sollen. Wenn sie bei ihrer Ankunft in Galatien das unter die Lupe genommen hätten, was sie sahen, dann hätten sie die Frucht des Geistes bereits gesehen und hätten erkannt, wie dumm es war, das Gesetz einzuführen, und nach der Einführung des Gesetzes hätten sie die Werke des Fleisches wieder gesehen und wenn sie auch nur das geringste Zartgefühl gehabt hätten, hätten sie erkannt, wie falsch sie lagen.

Okay, lasst uns zuerst im Rahmen dieses Kontrasts die Werke des Fleisches betrachten, Vers 19. Das könnt ihr in Ruhe betrachten, denn das ist es, war wir alle im Prinzip sind. Das ist es, was unser Fleisch hervorbringt. Und alles, was das Gesetz bewirkt, ist lediglich, Sünde zu entfachen, es entfacht lediglich Sünde. Vers 19: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches …“ Ich möchte hier noch anmerken, wenn wir „Werke des Fleisches“ sagen, ist damit nicht nur Sex gemeint. Oft verbinden wir das mit dem Ausdruck „Fleisch“, aber es ist noch mehr. Es ist ein viel breiteres Konzept.

Die Gelüste des Fleisches sind alle sündhaften Begierden des gefallenen Wesens des Menschen, alle. Und das ist keine erschöpfende Liste, sondern nur eine Auswahl, und das wissen wir, denn in der Mitte von Vers 21 heißt es „Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen“. Das ist wie „etc.“ – es gibt also noch mehr.  Aber hier ist die Liste von Paulus mit den typischen Produkten des Fleisches. Lasst mich euch das kurz vorlesen.

„Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen.“ Schöne Liste. Ja, durchaus. In Markus 7 sagte Jesus in Vers 20 etwas sehr wichtiges. Er sagte: „Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.“ Das ist die Erbsünde, Leute, das ist Verdorbenheit. „Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.  All dieses Böse kommt von innen heraus und veurunreinigt den Menschen.“ Wusstet ihr, dass es nicht nur euer Umfeld ist, das euch verkorkst? Ihr seid es, die euer Umfeld verkorkst.

Es gibt nur zwei Ansichten auf der Welt. Im Hinblick auf jede beliebige Lehre des Menschen gibt es nur zwei mögliche Ansichten. Im Hinblick auf absolut jede anthropologische Perspektive. Jede soziologische Perspektive nimmt einen von zwei Standpunkten ein. Entweder wird der Mensch durch ein verdorbenes Umfeld korrumpiert oder der Mensch korrumpiert sein Umfeld, weil er selbst verdorben ist – und das ist der biblische Standpunkt. Wenn ihr diesen Standpunkt einnehmt, wird das eure Betrachtung der Welt drastisch ändern, denn dann könnt ihr sehen, dass nichts, dass äußerlich getan wird, letztendlich Auswirkungen auf den Menschen haben wird.

Besserer Wohnungsbau, bessere Verkehrssyteme, bessere Jobs, ein höheres Einkommen, mehr Sozialleistungen, bessere medizinische Versorgung, all das wird den Menschen nicht im geringsten verändern, denn egal, wie sein Umfeld aussieht, er wird es immer verpatzen, weil sein Fleisch die niederträchtigen Dinge hervorbringt, die sein Umfeld negativ beeinflussen. Das war es, was Jesus gesagt hat. Übrigens, Paulus hat noch ein paar andere Listen zusammengestellt, falls ihr die lesen möchtet. Ihr findet sie in Römer 1,29-31 und 2. Korinther 12,20-21. Sie besagen im Prinzip das gleiche.

Ihr sagt: „Nun, er war zumindest beständig. Er hatte eine pessimistische Sichtweise. Er hat die Menschen definitiv negativ gesehen.“ Ja, das ist wahr, aber die Schriften einiger heidnischer Moralisten sind noch strenger als die von Paulus, aber wenn ihr die lest, werdet ihr feststellen, dass sie das nicht verstehen können, weil es ihrer Aussage nach unnatürlich ist. Paulus sagt, es ist natürlich, es ist natürlich. „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches …“ Das Wort „offenbar“ bedeutet, „offen“, „offensichtlich“, „wohlbekannt“. Paulus appelliert hier also an das Allgemeinwissen. Er sagt: „Hey, Leute, ihr wisst, was im Leben eines durchschnittlichen Menschen so vor sich geht. Das ist leicht vorherzusagen. Hier sind diese Dinge“, und dann führt er sie auf.

Nun, diese Liste ist in vier Teile aufgeteilt, vier Kategorien von Sünde - Sex, Religion, Beziehungen und Objekte. Sex, Religion und Beziehungen – das sind zwischenmenschliche Beziehungen – und Objekte, spezifische Objekte. Lasst uns zuerst die Liste der Dinge betrachten, die mit Sex zu tun haben. In den besten Manuskripten ist das Wort „Ehebruch“ nicht enthalten, also gehen wir einfach zu dem zweiten Wort auf der Liste, „Unzucht“. Das Wort „Unzucht“, das ist das erste, gehört in den Bereich Sex; im Griechischen lautet es porneia; wir leiten davon „Pornografie“ ab. Das bezieht sich auf jede Form von unerlaubtem Sex. Jegliche Sittenlosigkeit. Es gibt einige Diskussionen darüber, was der wahre Wortstamm von porneia ist. Es könnte pernimi sein. Und pernimi ist ein interessantes Wort. Es bezieht sich auf den entgeltlichen Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten.

Aber der Wortstamm,  der in porneia reflektiert wird, nahm schließlich die Bedeutung von sexuellen Lastern jeglicher Art an. Das ist das Werk des Fleisches. Wenn das Fleisch sich selbst überlassen wird, ist das die Konsequenz. Und dieses sehr offensichtliche Problem wird in der ganzen Schrift angesprochen. In 1. Korinther 5,1 „hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, daß nämlich einer die Frau seines Vaters hat!“ Beziehungen mit der Mutter oder Stiefmutter.

In 1. Korinther 6,13: „Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen“, aber Gott wird beide zerstören. Sie lebten dafür, zu essen. „Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.“ Vers 18: „Flieht die Unzucht.“ Und so geht es weiter in der Schrift, Kapitel 7, 1: „Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es ja gut für den Menschen, keine Frau zu berühren.“ Das ist ein guter Vers. Ihr sagt jetzt: „Du lieber Himmel.“ Der Grund dafür findet sich in Vers 2. Das verhindert Unzucht.

In 1. Thessalonicher 4,3 sagt die Bibel, dass unsere Heiligung Gottes Wille ist. Dass wir uns jeglicher sexuellen Sünde enthalten. Sehr deutlich. In Epheser 5,3 sagt die Schrift, wie wir schon vorhin gesagt haben, dass wir nichts mit Unzucht und ähnlichen Dingen zu tun haben sollen. Ein Christ soll sich von diesen Dingen abwenden, weil das die Werke des Fleisches sind. Und wir sehen das in unserer Welt, nicht wahr? Ja, das sehen wir wirklich.

Unglaubliche sexuelle Verhältnisse. Jim Harris zeigte mir kürzlich einen Artikel in der Times; es gibt jetzt eine neue Form von Therapie, die sich „Sexualtherapie“ nennt, was nichts anderes als ein psychologischer Begriff für Prostituion ist. Jetzt werden eure Probleme durch einen dieser Ersatztherapeuten gelöst, der zu euch kommt und sich wie eine Prostituierte benimmt, alles unter Anweisung bestimmter Ärzte und Psychologen und Psychiater und Psychoanalysten. Man müsste sie alle in eine Gummizelle einsperren. Ich bezweifle, dass auch nur einer von ihnen wüsste, wie er die anderen befreien könnte.

Zweitens ist es Unsauberkeit und das Wort bedeutet eigentlich „Unreinheit“. In anderen Schriften wird dieses Wort für Eiter verwendet, der aus einer verunreinigten Wunde austrat. Es ist diese Art von Unreinheit. Das griechische Wort lautet akatharsia, wir leiten davon „Katharsis“ ab; positiv verwendet bedeutet es also eine Reinigung oder Läuterung. Und katharos bedeutet buchstäblich „rein“. Es wird nicht wie heute verwendet, im Sinne von „sich die Hände waschen, bis sie sauber sind“, sondern in einem religiösem Kontext. Es ist ein religiöses Wort. Es wird verwendet, wenn es um die zeremonielle Reinheit eines Menschen geht, der loszog, um seinen Gott anzubeten. Mit anderen Worten, wenn ein Mensch katharos war, konnte er vor seinen Gott treten. In der Form akatharos oder akatharsia bedeutet das also ein beflecktes Leben eines Menschen, der so nicht vor Gott kommen konnte. Ein widerwärtiges Leben; ein Zustand, in dem man nicht vor Gott treten konnte.

Es ist ein breiter gefasster Begriff als nur „Unzucht“. Bei Unzucht geht es um die eigentliche Handlung. Unreinheit bezieht sich auf die innere Einstellung, die zu dieser Handlung geführt hat. Und diese sexuelle Liste enthält noch ein anderes interessantes Wort – Zügellosigkeit. Das ist ein sehr altmodisches Wort. Bei manchen von euch steht vielleicht „Ausschweifung“, aber das sagt euch auch nicht mehr. Es bedeutet einfach „ohne Zurückhaltung, ohne jegliche Zurückhaltung.“ Wisst ihr, ich denke, dieser Katalog könnte ganz gewisss in die Schlagzeilen unserer Zeitung aufgenommen werden und wäre überhaupt nicht untypisch. Aselgeia beinhaltet die Vorstellung, dass jemand in seiner Lust und Begierde so weit gegangen ist, dass es ihm vollkommen egal ist, was andere Leute denken.

Kürzlich habe ich die Nachrichten angeschaut und dabei notgedrungen den Bericht über die Versammlung der Prostituierten in San Francisco gesehen. Ihr Motto war „‘74 Das Jahr der Hure“. Ihr lacht vielleicht darüber, aber das ist dermaßen entartet und unglaublich … es gab Zeiten, da hätte man über so etwas nicht einmal geredet. Und jetzt ist es etwas, das man auf einem Transparent publik macht. Dasselbe ist natürlich gerade in Bezug auf Homosexualität geschehen. All diese Dinge werden in Bezug auf ihren absolut schamlosen Charakter durch das Wort „Zügellosigkeit“ oder aselgeia im Griechischen definiert.

Es ist das, was das Fleisch hervorbringt. Und das kennzeichnete das Zeitalter von Paulus und auch unser Zeitalter und da steht nicht viel darüber, dass sich das ändern wird, nicht wahr? Es hat sich nicht im geringsten verändert. Das ist der sexuelle Bereich. Ich möchte euch jetzt den religiösen Bereich zeigen. Der nächste kleine Katalog hat mit Religion zu tun. Ich möchte noch schnell Folgendes hinzufügen. Religion ist ebensosehr ein Werk des Fleisches wie Sex. Glaubt mir, das ist sie. Denn Religion basiert auf unseren eigenen Anstrengungen und das ist das Fleisch.

Wir haben im Galaterbrief gesagt, dass es nur zwei Arten von Religionen gibt. Die Religion der menschlichen Leistung und die Religion göttlicher Gnade, nicht wahr? Und wenn es nicht göttliche Gnade und das Christentum ist, dann ist es menschliche Leistung und das ist das Werk des Fleisches. Religion ist also ebensosehr ein Werk des Fleisches und in vielen Fällen heimtückischer als Sex. In dieser Liste heißt es in Vers 20: „Götzendienst und Zauberei.“ Götzendienst ist ziemlich offensichtlich. Das Wort bedeutet einfach „ein Abbild oder einen Gott anbeten“. Es bezieht sich auf jede falsche Religion.

Aber dann kommt das Wort „Zauberei“. Im Griechischen ist das pharmakeia, wovon wir „Pharmazie“ ableiten. Das war schon immer auf Drogen bezogen. Wisst ihr, Drogen waren schon immer mit falschen Religionen assoziiert. Drogen sind nichts neues. Die Leute denken, dass Drogen erst vor 25 Jahren auf der Bildfläche erschienen. Nein, nein. Drogen gibt es in der Menschheitsgeschichte schon seit hunderten von Jahren. Drogen wurden in den Praktiken heidnischer Religionen weitläufig verwendet. Heidnische Zaubereien, das waren okkulte Praktiken. Ihr habt von einigen der Dinge gelesen, die die Kanaaniter taten. Ihr habt von einigen der Dinge gelesen, die bei der Anbetung des Baal geschahen. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem, was ihr dort lest, und was ihr gelesen habt über die Teufelsanbetung heutzutage und einige der okkulten Dinge. Sie sind identisch, obwohl tausende von Jahren dazwischen liegen; es hat sich nichts verändert. Drogen, Sex und schwarze Magie, es ist alles dasselbe.

Wenn ihr zu Jesaja, Hesekiel und einigen der anderen Propheten zurückgeht, könnt ihr darüber lesen. Es war alles da. Selbst Aristoteles, Palebius, und die Septuaginta, die vor der Zeit Christi angefertigt wurde, verwendeten dieses Wort, pharmakeia, das sich auf Zauberei bezieht, weil Hexen immer Drogen verwenden. Drogen und Zauberei und schwarze Magie und falsche Religion gingen immer Hand in Hand. Lest einmal Offenbarung 9,21 in der Endzeit. Wenn ihr die ganze Religion Satans habt, wird es dort genauso sein. Hier wird wieder das Wort pharmakon verwendet, Drogen, Zauberei, Magie, Hexerei – es bedeutet all das. Und Drogen spielen heutzutage eine große Rolle dabei, satanische religiöse Erfahrungen zu stimulieren, die die Wahrheit vortäuschen.

Nun, Glaube an Magie ersetzt das Vertrauen in Gott und das ist Götzenanbetung und das ist das Fleisch. Was also tut das Fleisch? Bei unserem ersten Punkt, Sex, beschmutzt das Fleisch die Beziehung des Menschen zu sich selbst, durch sexuelle Sünde. Er beschmutzt sich selbst. In religiöser Sünde beschmutzt das Fleisch dann die Beziehung des Menschen zu Gott. Drittens beschmutzt es die Beziehung zu allen anderen Menschen. Schaut euch einmal in Vers 20 die Sünden zwischenmenschlicher Beziehungen an: „Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord.“ Der Mensch an sich ist beschmutzt. Seine Beziehung zu Gott ist beschmutzt und seine Beziehungen zu jedem anderen.

Hass ist das Gegenteil von Liebe, Feinschaft, Feindseligkeit. Und hier wird es im Plural verwendet - Feinschaft(en). Feinschaft, Streit – das Wort bedeutet „kämpfen“ oder „streiten“. Hass ist die Einstellung, Streit ist die Handlung. Ihr hasst, deshalb kämpft ihr. Hört sich an wie Jakobus. Dann kommt Eifersucht. Das ist der Zorn, der durch etwas ausgelöst wird, das jemand anders hat und das ihr wollt. Eifersucht zelos. Dann Zorn. Das griechische Wort dafür ist thumos. Es ist ein äußerlicher Ausbruch feindseliger Gefühle, ein unkontrolliertes Temperament. Und von den vier, die ich euch genannt habe – Feindschaft, Streit, Eifersucht und Zorn – sind der erste und dritte Punkt ein Hinweis auf die Motive, während der zweite und vierte auf die Folgen davon hinweisen.

Wo es Feindseligkeit gibt, wird es Streit geben – die Handlung, die aus Feindseligkeit hervorgeht. Wo es Eifersucht gibt, wird es Wutausbrüche geben. Zwischenmenschliche Beziehungen werden durch das Fleisch zerstört. Dann heißt es noch, es gibt Zwietracht. Wenn die Feindseligkeiten und der Streit und alle Ängste erst einmal geschürt sind, beginnen die Leute, Partei für jemanden zu ergreifen und dann schürt ihr fürchterliche Zwietracht. Und das sehen wir auf der ganzen Welt. Die Menschen organisieren sich, um für die eine Sache oder andere gegeneinander zu kämpfen. Dann wird „Parteiungen“ aufgeführt, das bedeutet Spaltungen. Dann Neid und schließlich Mord.

Manche würden Mord vielleicht von dieser Liste ausschließen, aber es ist dort enthalten und es ist der Höhepunkt. Zwischenmenschliche Beziehungen, das Fleisch, komplett zu eliminieren. Es zerstört die Beziehung eines Menschen zu sich selbst, zu Gott und zu anderen. Und dann kommt der Mensch nicht einmal mit Objekten zurecht, unser vierter Punkt. Der vierte kleine Bereich. Er kommt mit Objekten nicht zurecht. Trunkenheit und Zechgelage. Ihr gebt ihm ein wenig zu trinken, das ist nur ein Objekt, kann sich nicht einmal mit ihm streiten. Das Getränk steht einfach da. Es sagt nicht: „Probier mich, probier mich.“ Es steht einfach da. Aber das Fleisch kommt mit Objekten nicht klar, mit leblosen, toten Objekten. Trunkenheit und Gelage. „Gelage“ bezieht sich wahrscheinlich auf öffentliche Orgien.

Als wir im Libanon in Baalbek im Bekaa-Tal waren, besuchten wir die Stadt, wo die Anbetung des Baal begann. Als die Römer kamen, errichteten sie dort den Tempel des Jupiter und Bacchus. Wir haben den Tempel des Bacchus gesehen, der der Gott des Weines war; dort hielten sie wilde Orgien ab. Er steht noch immer da. Es ist erstaunlich, einfach dort zu stehen. Natürlich sind lauter kleine Weintrauben in die Fassade dieses Gebäude eingraviert. Sich bewusst zu machen, dass dort wilde Orgien im betrunkenen Zustand abgehalten wurden. Das war charakteristisch für das heidnische Leben. Das war nichts neues und glaubt mir, es unterscheidet sich nicht allzusehr von unserer heutigen Zeit.

Nun, das ist das Werk des Fleisches. Es ist das, was das Fleisch hervorbringt. Passt jetzt gut auf, was er sagt. In Vers 21 heißt es: „…wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe“, anscheinend hatte er ihnen das schon einmal erzählt, „daß die, welche solge Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.“ Es sind immer wieder Leute zu mir gekommen und haben mich gefragt, ob das bedeutet, wenn man diese Dinge tut, dass man dann sein Heil verliert. Nun, das ist eine gute Frage. Sie sollte beantwortet werden, denn dort steht, wer solche Dinge tut, wird das Reich Gottes nicht erben. Jemand, der sich betrinkt, wird nicht das Reich Gottes erben. Jemand, der wilde Parties feiert, wird nicht das Reich Gottes erben. Jemand, der Unzucht begeht, zornig ist, hasst etc. etc. etc.

Jemand, der eifersüchtig ist, der mordet, was auch immer. Hm, diejenigen, die diese Dinge tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Ich möchte euch ein kleinen Einblick geben. Das Wort für „tun“, im Griechischen ist es prasso, bedeutet „praktizieren.“ Es steht in einer Form, die wir im Griechischen als Durativ bezeichnen. Durative Handlungen drücken gewohnheitsmäßige Handlungen aus. Diejenigen, die solche Dinge gewohnheitsmäßig praktizieren. Und, meine Freunde, das weist auf den Charakter einer Person hin. Passt jetzt gut auf. Das Wort Gottes beurteilt den Charakter einer Person nicht anhand gelegentlicher, atypischer Handlungen, sondern anhand der gewohnheitsmäßigen Handlungen. Habt ihr das verstanden? Das Wort Gottes beurteilt den Charakter einer Person immer  anhand ihrer gewohnheitsmäßigen Handlungen, nicht anhand ihrer atypischen, gelegentlichen Handlungen. Die gewohnheitsmäßigen Handlungen verraten seinen wahren Charakter und diese Leute, die solche Handlungen gewohnheitsmäßig begehen, werden das Reich Gottes nicht erben, weil sie nicht Gottes Kinder sind.

Es mag andererseits zutreffen, dass manche Christen diese Dinge tun, aber wenn sie wahre Gläubige sind, würden diese Dinge zu den gelegentlichen, atypischen Dingen in ihrem Leben gehören. Ich halte es für wichtig, dass das Wort „tun“ unter Anleitung des Heiligen Geistes im Durativ steht, also im kontinuierlichen, gewohnheitsmäßigen Sinn. Der Gedanke von Gottes Reich beinhaltet vollständige Errettung, vollständiges Heil, alles, was dazugehört, jetzt und für immer.

Menschen, die solche Dinge gewohnheitsmäßig tun, deren Leben durch solche Dinge charakterisiert sind, sind keine Christen, denn die Bibel sagt, wenn ihr zum Christen werdet, ändern die Dinge sich. Vielleicht tut ihr diese Dinge gelegentlich und es entspricht nicht eurem normalen Verhalten, aber der Geist Gottes bewirkt die Veränderungen in eurem Leben, wenn ihr ein Christ seid. Die Kinder Gottes, die vom Geist geleitet werden, zeichnen sich durch die Frucht des Geistes aus.

Christen werden sündigen, ja. Aber der Pfad ihres Lebens wird anders sein und derartige Dinge werden die Ausnahme sein. Ihr kennt jemanden, der behauptet, Christ zu sein, solche Dinge aber nicht nur ab und zu tut? Dann bezweifle ich, dass er ein Christ ist, denn in einem Gläubigen wird das Fleisch in Schach gehalten und  in einem Ungläubigen wird die Sünde ungebrochen weiter praktiziert. Ich sage euch das, weil ihr vielleicht in diese Kategorie passt und diese Dinge euer Leben definieren, entweder durch tatsächliche Handlungen oder nur in Gedanken. Vielleicht sagt ihr: „Nun, ich habe noch nie Unzucht betrieben, ich denke nur ständig daran.“ Jesus sagte darüber: „Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen Ehebruch mit ihr begangen.“

Eure Taten werden letztendlich die Folge eurer niederträchtigen Gedanken sein - Markus 7. Wenn die Umstände passen, wird es geschehen. Die Handlung an sich macht euch nicht lasterhafter … denn der Gedanke hat euren Verstand schon erobert. Ich sage euch, wenn irgendeine dieser Sachen euch auszeichnet, und das Bestandteil eures Lebens ist, ein gewohnheitsmäßiger Teil eures Lebens ist, dann bin ich mir sicher, dass ihr Christus nicht kennt. Dann gehört ihr nicht zum Reich Christi.

Ihr werdet das Reich Christi nie erben – nicht, wenn das typisch für euer Leben ist, denn wenn ihr ein Christ seid, hält der Geist die Sünde in Schach. Er hält die Sünde in Schach. Kinder Gottes sind anders. Sie müssen anders sein, das ist die Definition. Nun, ich denke, wir werden hier aufhören. Nächstes Mal werden wir über die positiven Aspekte reden. Die Frucht des Geistes.

Lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.


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