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Gottes Modell für Ehemänner, Teil 2 (German)

Epheser 5:25-33 March 03, 1996 de1947

Heute Abend werden wir zu unserer Betrachtung von Gottes Modell für Ehemänner zurückkehren. Und wir reden hier von Gottes Konzept für die Ehe und Familie und ich möchte euch nur alle wissen lassen, dass wir noch nicht fertig sind. Wir werden noch über Kindererziehung reden, wir werden über die Verantwortung von Kindern reden und wir werden sogar etwas Zeit haben, das Thema Ehelosigkeit zu diskutieren und wie das zu Gottes perfektem Plan passt. Wir werden die Themen Scheidung und Wiederheirat diskutieren. Und bevor wir abschließen, werden wir noch einige sehr, sehr wichtige Themen besprechen.

Aber für heute wenden wir uns der zweiten Botschaft über die Schriftstellen zu, die sich mit dem Ehemann befassen. Schlagt in euren Bibeln bitte Epheser Kapitel 5 auf … Epheser Kapitel 5. Ab Vers 25 finden wir dort Anweisungen für Ehemänner. Heute Abend werden wir uns mit diesem spezifischen Text befassen.

Aber zu Beginn möchte ich mich den tragischen Auswirkungen der Frauenbewegung zuwenden, über die so viel geschrieben und geredet wurde. Sie hat sich negativ auf Ehen ausgewirkt, sie hat Familien zerstört und sie hat einzelne Frauen zerstört. Sie hat Chaos auf gesellschaftlicher und moralischer Ebene angerichtet. Und es ist richtig, dass wir dafür sorgen, dass die Menschen die tragischen Auswirkungen des Feminismus begreifen. Das haben wir in dieser Serie bereits vor einigen Wochen getan. Der Feminismus ist eindeutig ein sündhafter, satanischer Angriff auf Gottes Konzept für das Glück und das Wohlergehen der Menschheit.

Aber wenn wir darüber reden, was in der weiblichen Linie schief gelaufen ist, wenn wir darüber reden, was an den Zielen der Frauenrechtlerinnen falsch ist, was bei den Frauen im Argen liegt, dürfen wir auch die Fehler der Männer nicht ignorieren ... ihr Versagen, Gott zu folgen und ihrer Verantwortung so, wie Gott sie bestimmt hat, gerecht zu werden. Auch sie haben ihre Männlichkeit verdreht, die Rolle verdreht, die Gott für sie vorgesehen hat. Das steht außer Frage.

Wenn die Dinge in einer Sportmannschaft zum Beispiel schief laufen, wird der Trainer oft gefeuert. Er ist der Leiter und für den Erfolg verantwortlich. Wenn die Gewinne in einem Unternehmen stark zurückgehen, werden der Präsident und Geschäftsführer ersetzt. Wenn die Dinge in einer Gemeinde nicht gut laufen, sucht der Vorstand sich einen neuen Pastor. Das ist das Wesen der Leitung. Wenn die Dinge nicht gut laufen, geht man damit zum Leiter. Der Leiter trägt letztendlich die Verantwortung für Erfolg und Versagen.

Und wir sehen das überall in unserer Gesellschaft. Und im Heim liegt die Verantwortung ganz gewiss beim Ehemann und Vater. Und wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie es sollten, könnte der Hauptteil der Verantwortung vielleicht in den Händen des Leiters, des Vaters, liegen. Der Mann ist, aufgrund von Gottes Bestimmung und Gottes Willen, welche unmissverständlich in der Schrift ausgedrückt werden, das Haupt des Haushalts, er ist der Leiter, er ist derjenige, der für den Erfolg einer Ehe, den Erfolg der Familie und das Wohlergehen aller Beteiligten verantwortlich ist. Egal, was wir also über die Frauenbewegung sagen müssen und sagen, was wir über den Feminismus und dessen Ziele sagen müssen und sagen, was wir über die Angriffe Satans auf die ordnungsgemäße Rolle einer Frau sagen, dürfen wir ebenfalls die Frage der Verantwortungslosigkeit von Männern nicht ignorieren, das Thema der Befreiung von Männern, das am Ende vielleicht noch verheerender ist. Es scheint mir, als ob der Feminismus es in einer Welt, in der die Männer ihre Verantwortung deutlich verstehen, sehr viel schwerer hätte, zu überleben, geschweige denn, um sich zu greifen.

Und wir stellen uns heute die Frage, über die wir alle nachdenken: „Wo sind die starken Ehemänner? Wo sind die loyalen, liebevollen, die Führung übernehmenden Ehemänner und Väter? Wo sind jene Männer, die das Rückgrat, das solide Gerüst sind, auf dem wir eine Ehe und eine Familie und eine Gesellschaft aufbauen können?“ Die Männer haben ihre eigenen Pläne entwickelt, ihre eigenen Ziele, sie verfolgen ihre eigenen Errungenschaften, leben größtenteils in Welten, in denen sie von ihrer Familie vollkommen isoliert sind, außerhalb des Heims, nach persönlichen Zielen strebend, in ihrer eigenen Geschäftswelt aktiv und zu Hause überwiegend passiv. In ihrer Welt sind sie aggressiv, Macher, Problemlöser, erfinden immer neue Wege, Geld zu machen, streben eine Beförderung, Prestige und Respekt von den Fremden in ihrer anderen Welt an. Sie werden von dem Wunsch nach Erfolg angetrieben. Und zu Hause erscheinen sie größtenteils passiv, gleichgültig und pflichtvergessen.

Ein Blick auf die historisch-soziologische Erklärung dafür würde uns zu einem Zitat eines Autors führen, der uns diesen Einblick gewährt. „Eine Reihe historischer Ereignisse, die mit der Industriellen Revolution begannen und sich über die Suche nach amerikanischer Unabhängigkeit und die zweite große Erweckung erstreckt und schließlich im viktorianischen Zeitalter gipfelt, hat unter dem Strich dazu geführt, dass amerikanische Männer sich von der wahren Rolle der Vaterschaft und moralischer Führung in unserem Land gelöst haben. Der amerikanische Mann, einst der allgegenwärtige Führer der eng verbundenen Kolonialfamilie, verließ seine Familie, um in einer Fabrik zu arbeiten, und für die materialistischen Verlockungen, die die industrielle Revolution mit sich brachte. Die meisten und die aktivsten Mitglieder der Gemeinde, die Männer, die in der Regel in der Kolonialzeit auf dem Marktplatz über Theologie diskutierten, fanden sich stattdessen im Wirtshaus, wo sie über Geschäftspraktiken diskutierten. Die Väter, die hart arbeiteten, um ihren Kindern gemeinschaftliche Werte beizubringen, gaben ihren Kindern ein Vorbild für uneingeschränkte, individuelle Konkurrenz. Männer, die ihren Kindern Respekt und Gehorsam für göttliche Autorität beibrachten, handelten plötzlich, als sei Unabhängigkeit eine nationale Tugend. Männer, die sich einst aktiv an der Erziehung ihrer Söhne beteiligt hatten, gaben diese Verantwortung an ein öffentliches Schulsystem ab, das von Lehrerinnen und weiblichen Lernmustern dominiert wurde. Amerikanische Männer, einst die Vorreiter des gesellschaftlichen Fortschritts, betrachteten gesellschaftliche Reformen und wohltätige Organisationen plötzlich als Frauenarbeit und wurden mit der Zeit selbst zum Gegenstand dieser gesellschaftlichen Reform, wie das bei Bewegungen wie der Women’s Christian Temperance Union (~Abstinenzbewegung christlicher Frauen) der Fall war.“

Im Verlauf von 150 Jahren, von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, wandten amerikanische Männer sich von ihrer gottgegebenen Verantwortung für moralische und geistliche Leitung zu Hause, in den Schulen und in den Sonntagsschulen der Nation ab. Wie Soziologe Leonard Feukes(?) anmerkte: „Die Grundlage für das vaterlose Zuhause des 20. Jahrhunderts war geschaffen. Ende des 19. Jahrhunderts war es erstmals gesellschaftlich und moralisch akzeptabel, dass Männer sich nicht aktiv in ihre Familien einbringen.“

Was wir hier haben, ist ein Vermächtnis der industriellen Revolution und was diese in einer materialistischen Welt hervorbrachte; was wir hier haben, ist das Verschwinden des amerikanischen Ehemannes und Vaters. Und all das für anfangs edle Ziele – ein besseres Leben. Aber der Vater verließ das Heim und begann, eine Welt zu hegen und zu pflegen, die vollkommen unabhängig von seiner Familie ist, eine Welt, von der seine eigene Familie nur sehr wenig weiß. Das hat subtile und weniger subtile, radikale und verheerende Veränderungen mit sich gebracht.

Diese Art von Veränderung wird in einem recht typischen Brief von einer Frau dargestellt. Hört euch diesen Brief einmal an. „Die Kinder sind im Bett. Heute Abend läuft nichts im Fernsehen. Ich habe meinen Mann gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn ich den Fernseher ausschalte. Er grunzt. Während ich zum Fernseher gehe, überschlagen meine Gedanken sich. Vielleicht würden wir heute endlich einmal reden – ich meine, ein Gespräch führen, das aus mehr als meiner üblichen Frage und seiner genuschelten einsilbigen Antwort besteht oder, um genauer zu sein, aus überhaupt keiner Antwort. Vielleicht darf ich hier einwenden, dass das etwas ist, was er auf der Arbeit nicht tun darf, wenn er die Karriereleiter erklimmen will.“

Sie fährt fort. „Stille, ich lebe in einer Welt mit ständigen Geräuschen, aber zwischen ihm und mir herrscht Schweigen. Bitte, Gott, lass sich ihn mir öffnen. Wieder einmal mache ich, zum tausendsten Mal, den ersten Schritt, mein Herz rast, wie kann ich es diesmal ausdrücken? Was kann ich sagen, um die Tür zu öffnen, damit wir einfach reden? Ich brauche keine tiefschürfenden, bedeutsamen Gespräche, nur einfach irgendetwas.“

„Während ich anfange zu reden“, fährt sie fort, „steht er auf und geht ins Schlafzimmer. Die Tür schließt sich hinter ihm, der Lichtschein unter der Tür erlischt, ebenso wie meine Hoffnung.

Ich sitze alleine auf dem Sofa. Mein Herz fängt an zu schmerzen. Ich bin es leid, alleine zu sein. Heh, ich bin verheiratet, schon seit Jahren. Warum sitze ich alleine herum? Die Trauer verwandelt sich langsam, dann werde ich, mit zunehmendem Eifer, wütend. Ich bin wütend. Ich habe es satt, mit einem Jammerlappen, einem Weichei, einem Feigling zusammenzuleben. Weißt du, er hat Angst vor mir. Feindselig, sagst du? Na, und ob. Ich habe es satt, in einer Welt passiver Männer zu leben.“

Sie setzt den Brief fort: „Meine beiden Söhne machen gerne Sport. Sie sind ziemlich gut. Sie könnten sehr viel besser sein, wenn ihr Vater ein wenig seiner kostbaren Zeit darauf verwenden würde, Fangen mit ihnen zu üben. Es tut mir leid, aber einmal im Jahr beim Gemeindepicknick Fangen zu üben, wird aus den Jungen keine großartigen Ballspieler machen. Aber Papa hat zu viel um die Ohren, er arbeitet, er ist im Fitnessstudio, er ist mit seinem Geländewagen unterwegs, er bastelt am Auto, er spielt Golf, er ist müde oder er guckt einen Film. Wer übt also Fangen mit den Jungs? Ich. Mein Mann sagt: ‚Du solltest keinen Männersport machen.‘ Wer tut es aber stattdessen? Er sagt, er würde es tun, aber das tut er nicht. Vergiss nicht, er ist viel zu beschäftigt mit sich selbst, mit dem, was er tun möchte. Deshalb müssen meine armen Söhne zweitklassig sein im Sport. Sie hätten gut sein können, wirklich gut.

Meine Tochter ist ein Teenager. Sie mag Jungs und wird von ihnen beachtet. Sie schenken ihr Aufmerksamkeit. Sie reagiert darauf. Ich weiß, was kommen wird. Ich versuche, mit ihr zu reden, aber ich bin nicht diejenige, die sie will; sie will Papa. Ja, Papa. Wenn er sie einfach umarmen würde, sie beachten würde, einfach ein wenig mit ihr reden würde, dann würde sie diese Jungs nicht so sehr brauchen. Aber nein. Also holt sie sich die Aufmerksamkeit und Liebe an anderer Stelle und es gibt nichts, das ich wirklich tun kann. Eine Mutter allein reicht nicht, Kinder brauchen einen Vater und nicht nur einen Körper, eine passive, schweigende Präsenz.“

Und hier kommt das Schlimmste. „Der Vater meines Mannes hat dasselbe mit ihm gemacht. Hat ihn nicht umarmt, ist nirgends mit ihm hingegangen, geschweige denn seine Baseball-Spiele anzuschauen. Und er hasst seinen Vater. Jetzt tut mein Mann genau dasselbe.“

Sie sagt noch einige Worte und beendet den Brief. Das Bild, das sie hier beschreibt, ist zwar ein sehr individuelles, aber es ist durchaus nicht unüblich, oder? Es fühlt sich einfach an, wie die Art von Dingen, die wir alle kennen oder die Frauen erlebt haben.

Und wir können das Problem bei den Männern soziologisch und historisch erklären und ich habe versucht, euch einen gewissen Einblick darin zu verschaffen.

Wir können es durch die industrielle Revolution erklären und die Tatsache, dass wir im Prinzip eine Welt außerhalb des Heims geschaffen haben und keine große Wahl haben, als dorthin zu gehen und in dieser Welt zu leben.

Wir können diese Dinge soziologisch erklären, aber das ist in Wirklichkeit nur eine Kraft, nur ein Druck, nur ein Ort der Versuchung, das ist nicht wirklich die Erklärung.

Die Erklärung für den Zusammenbruch der männlichen Führung ist die Tatsache, dass die Männer nicht mehr das Wort Gottes befolgen. In unserer Gesellschaft wissen die meisten Männer in Wirklichkeit nicht, was es besagt, und wenn sie es herausfinden, sind sie nicht daran interessiert, es zu befolgen. Es gibt so viele passive und gleichgültige und schwache Männer zu Hause, die in der Welt da draußen stark und aggressiv sind. Aber wenn es um ihre Familien geht, haben sie ihre Verantwortung an ihre Frauen übergeben, haben sie ihren Charakter und eigentlich ihre Männlichkeit aufgegeben. Und sie haben ihre Führung aufgegeben. Deshalb entspricht ihre Ehe nicht dem Ideal, ebenso wenig wie die Familie. Und deshalb kann man nur Chaos erwarten.

Und wo können wir beginnen? Wo können wir die Scherben kitten? Für christliche Männer denke ich, wir müssen hier beginnen. Um ein Mann zu sein, der Gottes Vorstellungen entspricht, müsst ihr eure Verantwortung für das physische, emotionale und geistliche Wohlergehen eurer Frau und eurer Familie begreifen und in den Griff bekommen. Damit beginnt ihr. Moralische und geistliche Leiterschaft, ebenso wie emotionale und physische Sicherheit, Kraft und Schutz, lebenslange Versorgung und Unterstützung - das ist es, worum es bei männlicher Leiterschaft geht. Es ist nicht etwas Mystisches, sondern etwas sehr Praktisches. Und wenn wir die Männer je wieder dazu bewegen wollen, die Führung zu übernehmen, dann muss das zu Hause beginnen. Es wird beginnen, wenn Männer, christliche Männer, ihre gottgegebene Verantwortung für das physische, emotionale und geistliche Wohlergehen ihrer Ehefrauen und Familien übernehmen. Das ist weitaus wichtiger als irgendein Erfolg in eurer Karriere, erst recht, wenn es darum geht, ein gutes Zeugnis ablegen zu können; es ist weitaus wichtiger, dass ihr die einzigartige Rolle, die ihr als Mann habt, zu allererst zu Hause ausdrückt.

Damit kehren wir zu unserem Text zurück. Wenn wir von Männern reden, die vom Geist erfüllt sind, wenn wir von Männern reden, die gottesfürchtige Männer in ihrem eigenen Heim sind, beginnen wir in Vers 25 mit den Worten: „Ihr Männer, liebt eure Frauen.“ Das ist der Anfang. Das ist der Ausgangspunkt. Vers 28: „Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber.“

In Kolosser Kapitel 3 wird in Vers 19 hinzugefügt: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!“ Liebt sie, ohne dass sich Enttäuschung, Frustration oder Verbitterung damit vermischen. Das Schlüsselwort hier lautet „liebt“, es wird in den Versen 25 bis 33 sechsmal verwendet. Und diese erste Aussage enthält die Verantwortung der Männer auf dieser Welt … ihre Frauen zu lieben.

Wenn weiter nichts gesagt würde, könnten wir in tausend verschiedene Richtungen driften und versuchen, herauszufinden, was das bedeutet. Ich sehe, wie in unserer Gesellschaft endlose Lieder darüber geschrieben werden, was Liebe ist, während die Menschen versuchen, das herauszufinden. Letztendlich wird es immer als Gefühl dargestellt. In der Regel wird Liebe als Gefühl dargestellt, die zu irrationalem Verhalten führt. Sie kommt und geht, mit Höhen und Tiefen, mal stärker und mal schwächer. Die Liedermacher kämpfen mit Millionen von Texten, um herauszufinden, was Liebe ist. Wir müssen nicht darum kämpfen, es steht genau in dieser Textstelle. „Ihr Männer, liebt eure Frauen“, und dann macht der Apostel Paulus sehr deutlich, wie diese Liebe aussehen soll. Bitte achtet auf Vers 25: „Gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat.“

Die Liebe Christi für die Gemeinde ist das Vorbild dafür, wie ein Ehemann seine Frau lieben soll. Die Liebe Christi für die Gemeinde stellt das Vorbild dar.

Ich möchte euch noch einmal an 1. Petrus 3,7 erinnern. Schlagt das noch einmal kurz auf. Ich möchte diesen Text mit einbeziehen, weil er so tiefgründig ist. 1. Petrus 3,7 enthält ein Gebot für die Ehemänner: „Ihr Männer sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden.“ Das beschreibt eine Dimension der Liebe, die überaus wichtig ist. Eure Liebe bedeutet, verständnisvoll mit eurer Frau zusammenzuleben. Versteht sie, das bedeutet, seid rücksichtsvoll, herrscht nicht auf grobe Weise über sie; barmherziges, respektvolles Verständnis. Ihr sollt Gottes Plan und Ziel für die Ehe verstehen. Ihr sollt die Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte und Frustrationen eurer Frau verstehen. Ihr sollt ihre Schwächen und ihre Stärken verstehen. Und ihr sollt verstehen, wie ihr Gott wohlgefallen könnt, indem ihr sie als Christin ehrt, als gemeinsame Erbin der Gnade des Lebens. Und wenn ihr das tut, erwartet euch eine große Belohnung, denn dann werden eure Gebete nicht verhindert.

Diese Liebe beinhaltet also Verständnis, alles über sie zu verstehen, sie rücksichtsvoll zu behandeln, sie in ihrer Schwäche zu stärken und sie anzuleiten. Aber für die näheren Details dieser Liebe kehren wir zu Epheser Kapitel 5 zurück. Paulus sagt zuerst, dass es eine aufopferungsvolle Liebe ist. Betrachtet das einmal in Vers 25: „Gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt hat, und sich selbst für sie hingegeben hat. “ Es ist eine Liebe, die keine Tyrannei kennt, sondern nur Opfer. Es ist eine Liebe, die sich nicht selbst erhebt, sondern die sich demütigt, wie wir anhand der großen Selbstaufopferung Jesu Christi für unwürdige Sünder gesehen haben, die seine auserwählte Braut waren. So wird also der Maßstab für diese Liebe der Ehemänner angesetzt. Selbst wenn diese Liebe nicht verdient ist, wird sie überschwänglich und aufopferungsvoll gewährt.

Zweitens haben wir letztes Mal gesehen, dass es eine reinigende Liebe ist. Vers 26 und 27: Christus hat die Gemeinde genug geliebt, „damit er sie reinige“, Vers 26, „nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.“ Ihr sollt eure Frau so lieben, dass ihr dazu beitragt, sie gottesfürchtig zu machen. Es ist eine Liebe, die Opfer bringt. Es ist eine Liebe, die reinigt. Mit anderen Worten ist es eine geistlich erhebende Liebe, es ist eine geistlich nutzbringende Liebe. Sie hat die Wirkung, die Ehefrau heiliger zu machen, sie zu dem Punkt zu bringen, wo ihr sie in ihrer ganzen Schönheit strahlen lasst. Die Schönheit einer Frau ist nicht äußerlich, sondern innerlich. Es ist ihre Herrlichkeit, die durch sie scheint, das Werk Gottes in ihrem Herzen. Der Mensch blickt auf das Äußere, Gott blickt in das Herz. Die Bibel sagt: „Frauen, sorgt euch nicht darum, euer Äußeres zu schmücken, schmückt stattdessen euer Herz.“ Männer, es ist eure Verantwortung, euch aufzuopfern, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Es ist eure Verantwortung, sie zu stetig zunehmender Tugend zu führen. Euer Ziel besteht darin, euer eigenes Leben für sie aufzugeben und sie zu Gottesfurcht und zur Tugend zu führen, damit sie heilig und makellos sei - so, wie Christus seine Gemeinde leiten will.

Drittens ist es eine fürsorgliche Liebe. Es ist eine fürsorgliche Liebe. Vers 28: „Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.“

Was bedeutet es, seine Frau so zu lieben wie den eigenen Leib? Nun, das ist ein ganz einfaches Konzept. Wir kümmern uns um unseren eigenen Körper, wir pflegen ihn. Wenn unser Körper krank ist, legen wir ihn ins Bett, damit er sich erholen kann. Wenn er hungrig ist, füttern wir ihn. Wenn er durstig ist, geben wir ihm etwas zu trinken. Wenn er ungepflegt ist, reinigen wir ihn. Wir kümmern uns darum … mit Nahrung, Kleidung, Trost, was auch immer. Und das ist der Kern dieser Sache. Hier geht es darum, die Aufmerksamkeit auf Bedürfnisse zu lenken, die gestillt werden müssen, sich darum zu kümmern, dass jedes Bedürfnis mit großem Eifer, mit Schnelligkeit und großer Hingabe erfüllt wird. Wir werden dazu aufgerufen, unsere Frauen mit derselben Fürsorge zu behandeln, die wir uns selbst angedeihen lassen.

Achtet bitte einmal auf den Vergleich in Vers 31, der ist sehr wichtig. „Deshalb“, dieses Zitat geht offensichtlich auf 1. Mose Kapitel 2 zurück, „deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Ich führe das nur jetzt an dieser Stelle an, weil ich hier das auf einen einzigen Punkt reduzieren möchte.

Als ihr geheiratet habt, wurdet ihr eins … ihr wurdet eins. In gewissem Sinne seid ihr also ein Leib. Und wenn er in Vers 28 sagt „Ihr sollt eure eigenen Frauen lieben wie euren eigenen Leib“, dann solltet ihr daran denken, dass ihr bei eurer Eheschließung zu einem Leib wurdet. Und wenn ihre Bedürfnisse gestillt werden, so werden auch eure Bedürfnisse gestillt. Wenn ihre Bedürfnisse nicht gestillt werden, glaubt mir, so werden auch eure Bedürfnisse nicht gestillt werden. Ihr erweist ihr dieselbe Fürsorge wie euch selbst. Ihr kümmert euch um sie, als sei sie ihr selbst, denn ihr seid in unzertrennlicher Einheit eins. Stimmt das nicht? Als ihr geheiratet habt, wurdet ihr ein Fleisch. Wenn ihr wahres Glück in eurer Ehe anstrebt, kümmert euch um eure Frau und all ihre Bedürfnisse mit derselben Hingabe, die ihr euch selbst erweist, denn ihr seid unzertrennlich.

In unserer Küche hängt ein kleines Schild. Ich weiß nicht, wer es uns geschenkt hat. Es ist eine gute Erinnerung. Darauf steht: „Wenn Mama nicht glücklich ist, ist niemand glücklich.“ Und ich sage euch etwas hier und jetzt: Das trifft auf euch zu. Wenn ihr ein glücklicher Ehemann sein wollt, braucht ihr eine glückliche Ehefrau, nicht wahr? Wenn ihr ein erfüllter Ehemann sein wollt, braucht ihr eine erfüllte Ehefrau. Wenn ihr wahres Glück in eurer Ehe wollt, behandelt sie so, wie ihr euch selbst behandelt. Ihr könntet das sogar ein wenig ausschmücken und Folgendes sagen: Da sie Christin ist, denkt daran, dass sie nicht nur eins mit euch ist, sondern auch eins mit Christus. Seid vorsichtig, wie ihr sie behandelt.

Denkt an Matthäus 18. Wer aber einen von den Kleinen, die an mich glauben, zur Sünde verführt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. Wenn ihr eure Ehefrau zur Sünde verleitet, wäre es besser für euch, ihr wärt tot. Ihr führt sie zur Heiligkeit.

In demselben achtzehnten Kapitel sagt Jesus, ihr sollt diese Kleinen in meinem Namen aufnehmen, dann nehmt ihr mich auf. Ihr sollt sie nicht verachten, sie nicht respektlos behandeln, ihr sollt über sie wachen und sie beschützen … das ist sogar eine gesteigerte Verantwortung.

Männer, in der Ehe ist sie eins mit euch. Im Heil ist sie eins mit Christus. Deshalb seid ihr gemeinsam mit ihm verbunden. Er kommt durch sie zu euch. Wie ihr sie behandelt, spiegelt wieder, wie ihr Jesus behandelt. Wenn ihr eure Frau nicht auf fürsorgliche Weise liebt, dann wisst ihr nicht, wie ihr euch richtig um euch selbst kümmern solltet, denn dann wird es euch schlecht gehen. Ihr werdet unglücklich sein. In Vers 28 sollen wir also unsere Frauen wie unseren eigenen Leib lieben. Und genauso liebt Christus seine Gemeinde. Am Ende von Vers 29 heißt es: „… gleichwie der Herr die Gemeinde.“ In Vers 29 heißt es: „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es“, und sie ist euer Fleisch, ihr seid ein Fleisch, deshalb müsst ihr euch um sie kümmern wie um euch selbst. So sorgt Christus für seine Gemeinde. Er stillt die Bedürfnisse seiner Gemeinde.

In Johannes 14, 13-14 lesen wir Folgendes: „Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen“, sagte Jesus, „das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.“ Hier sagt der Herr Jesus zu seinen Anhängern: „Ich werde eure Bedürfnisse stillen.“ Das wird in anderen Worten in Philipper 4,19 wiederholt: „Mein Gott aber wird allen euren Mangel ausfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.“ Gott wird all eure Bedürfnisse durch Jesus Christus stillen. Gott sagt: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes […], so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Er stillt all unsere Bedürfnisse, nicht all unsere Wünsche, aber all unsere Bedürfnisse. Männer, wir sind die Ernährer, wir sind die Beschützer, wir sind die Bewahrer, wir sind die Ressourcen für unsere Frauen und Familien und das ist unsere Verantwortung. Und wenn ihre Bedürfnisse gestillt werden und wir für sie sorgen, wie wir das für uns selbst tun würden, dann haben wir die Art von Beziehung, die Gott sich wünscht.

Lasst uns wieder zu Epheser 5,29 gehen, den wir kurz kommentiert haben. Ich möchte noch ein wenig näher darauf eingehen. Paulus sagt „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt“, und es ist nicht normal, sich selbst zu hassen. Es ist normal, für sich selbst zu sorgen. Man kümmert sich mit großer Sorge und Sorgfalt um sich selbst. Und genauso sollt ihr euch um eure Frau kümmern. Niemand hasst sein eigenes Fleisch, ihr nährt es und pflegt es, wie auch Christus das mit der Gemeinde tut.

Wenn ihr also wollt, dass eure Ehe gesegnet ist, kümmert ihr euch um eure Frau. Wenn ihr wisst, dass sie ein Bedürfnis hat, versucht ihr, es zu stillen. Wenn ihr wisst, dass sie ein geheimes Verlangen in ihrem Herzen hat und das durchaus vernünftig ist und zu ihrer Tugendhaftigkeit und ihrem Wohlergehen und ihrem Glück und ihrer Fähigkeit, ihre Rolle zu erfüllen, beitragen wird, dann tut ihr alles, was in eurer Macht steht, um dieses Bedürfnis zu stillen. Wenn ein Mann seine Frau nur als Köchin, Waschfrau, Babysitter und Sexpartner betrachtet, dann stimmt etwas ganz und gar nicht. Wenn er sie zur Ernährerin der Familie macht, stimmt etwas ganz und gar nicht. Sie ist ein von Gott gegebener Schatz, der versorgt, gehegt und gepflegt werden soll; sie soll euch eine liebende Helferin sein, euer Bedürfnis nach Gemeinschaft stillen, um euer physisches Verlangen zu stillen, um Liebe und Partnerschaft und Freundschaft zu gewähren und Kinder in einen Haushalt hineinzugebären.

Bitte achtet auf die beiden Worte „nährt und pflegt“ in Vers 29. „Nähren“ bedeutet füttern, ektrepho, es ist ein Wort, dass hauptsächlich in der Aufzucht von Kindern verwendet wird. Es wird in Kapitel 6, Vers 4, verwendet, wo es heißt: „Zieht sie auf …“. Wir denken darüber nach, unsere Kinder aufzuziehen, unsere Kinder zu nähren, zu füttern, für ihre Entwicklung zu sorgen, sie zu fördern, aber denken wir in Bezug auf unsere Frauen daran? Ich glaube, die meisten Männer lassen diese Verantwortung einfach außer Acht, sie betrachten die Frau als für die Kinder verantwortlich und stürmen hinaus in ihre eigene Welt. Wir sind dafür verantwortlich, sie zu nähren, damit sie in ihrer wunderbaren Rolle die Kinder effektiv nähren kann, so wie sie die Gelegenheit dazu bekommen hat.

Und das Wort „pflegen“ ist ein wunderbares Wort und bedeutet buchstäblich „mit Körperwärme erwärmen“. Es wird manchmal mit „schmelzen“ übersetzt. Es bedeutet, weichzumachen. Es wird für eine Vogelmutter verwendet, die alle kleinen Vogelbabys versammelt und sie behaglich und warm unter ihren Federn verbirgt. Es bedeutet, ein Nest zu bieten, Wärme, Sicherheit, sie zu einem sanftmütigen und stillen Geist zu erweichen, sie zu unterstützen, für sie zu sorgen. Ich sage euch, in der Welt, in der wir heutzutage leben, in der Frauen dazu erzogen werden, hart und unabhängig zu sein, ist das eine ziemliche Herausforderung. Es erfordert einen großen Mann, ein gewaltiges Maß an geistlicher Führung, um eine Frau zu erweichen, um eine Frau zu erwärmen, um sie zu einem sanftmütigen und stillen Geist zu schmelzen, um ihr ein Nest und Sicherheit und Stärke und Wärme zu bieten. Sie ist nicht die Nährende. Sie ist nicht die Ernährerin. Das ist eure Aufgabe. Das ist die Verantwortung des Mannes.

Und wenn ein Mann das nicht tut, so hat er, laut 1. Timotheus 5,8, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. In der gesamten Schrift ist der Mann immer der Ernährer, ebenso, wie Christus der Ernährer für seine Gemeinde ist. Das ist der Schlüssel. Wir bringen nichts dar. Die Gemeinde bringt nichts dar. Wir empfangen einfach die Vorsorge, den Schutz, die Bewahrung und die Fürsorge Christi, sein Hegen und Pflegen. Sie kommen zu uns. Das ist, in gewisser Weise, sehr einseitig. Männer, das sollen wir in unserem Heim darbringen.

Ihr sagt jetzt: „Nun, ich müsste meine Karriere opfern, um das zu tun.“ Dann opfert sie. Vielleicht könnt ihr die Karriereleiter nicht so schnell und hoch erklimmen, wie ihr das gerne tätet, aber letzten Endes werdet ihr durch den Segen zu Hause so reich belohnt werden, dass es jedes Opfer wert sein wird. Christus gibt uns alles, um uns zu nähren, zu erwärmen und uns Sicherheit zu bieten.

Denkt einmal kurz an den Fluch in 1. Mose 3 zurück. Die Frau wurde verflucht, unter Schmerzen zu gebären. Erinnert ihr euch noch an den Fluch des Mannes? Er wurde dazu verflucht, mühsam den Lebensunterhalt zu verdienen. Erinnert ihr euch daran?

Der Mann sündigte und der Boden wurde verflucht und er sollte seine Frau und Familie im Schweiße seines Angesichts ernähren. Das war der Fluch, dass der Boden seine Frucht nicht bereitwillig oder leicht hervorbringen würde. Der Mann sollte künftig schwer arbeiten müssen, um Nahrung zu ernten. Und die Frau sollte Schmerzen bei der Geburt erleben und mit ihrem Wunsch kämpfen müssen, die Führung und die Kontrolle zu übernehmen, statt sich unterzuordnen. Ich finde das faszinierend, denn der Fluch war direkt auf die spezifische Verantwortung, die Gott dem Mann und der Frau gab, zugeschnitten. Die spezifische Verantwortung des Mannes bestand darin, der Ernährer zu sein, und genau dort traf der Fluch ihn, denn es sollte schwierig werden, die Familie zu ernähren. Und die Verantwortung der Frau bestand darin, Kinder zu bekommen und sich unterzuordnen, und sie wurde genau in diesem Bereich verflucht, durch Schmerzen bei der Geburt und ihrem Kampf gegen die Unterordnung. Es ist nicht leicht, und ich behaupte nicht, es sei leicht. Es ist sogar so schwer, dass es, meiner Meinung nach, nur durch die Kraft von Gottes Geist und durch ein verwandeltes Leben möglich ist. Der Ehemann soll sich also um seine Frau kümmern, wie Christus sich um die Gemeinde kümmert.

Vers 30: „Denn wir sind Glieder seines Leibes.“ Er tut es, weil wir eins mit ihm sind. Wir müssen das mit unseren Frauen tun, weil wir eins mit ihnen sind. Darum geht es. Wir sind der Leib Jesu und sie ist unser Leib. So wie Christus, der eins mit seiner Gemeinde ist und für seine Gemeinde sorgt, so sorgt der Ehemann, der eins mit seiner Frau ist, für seine Frau. Denn wer dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm, heißt es in 1. Korinther 6,17. Wer dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. Und er sorgt für uns, weil wir eins mit ihm sind. Und dieses Bild beschreibt, wie wir für unsere Frauen sorgen sollen, weil sie eins mit uns sind.

Ich möchte euch etwas sagen. Leute, die dagegen verstoßen … Männer, wenn ihr das nicht tut, begeht in Wirklichkeit sogar eine Art Selbstmord, denn sobald ihr einmal mit dieser Frau verheiratet seid, seid ihr ein Fleisch. Und wenn diese Ehe zerstört wird, wird etwas in euch zerstört. Es ist verzeihlich, aber es ist irreparabel. Die Gnade Gottes ist erstaunlich. Sie bringt volle Vergebung für unsere Fehler. Aber die Scherben können nicht unbedingt wieder gekittet werden. Die Narben werden immer da sein. Männer, euer Vorbild dafür, wie ihr eure Frauen lieben sollt, ist also die Liebe Christi für seine Gemeinde. Wie liebt Christus seine Gemeinde? Indem er sein Leben für sie hingab, indem er nach ihrer Heiligkeit strebt und indem er für sie sorgt, damit all ihre Bedürfnisse gestillt werden. Es ist eine aufopferungsvolle, reinigende und fürsorgliche Liebe.

Viertens ist es eine unzerbrechliche Liebe … es ist eine unzerbrechliche Liebe. Vers 31: „Deshalb“, und hier folgt ein Zitat aus 1. Mose 2,24, das von unserem Herrn auch in Matthäus 19,5 zitiert wird, hier folgt ein Zitat aus 1. Mose, das war die ursprüngliche Absicht Gottes, vor dem Fall, „deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.“ Hier kommen ein Mann und eine Frau zusammen, sie verlassen ihre Familien, sie schaffen eine neue Verbindung mit einer einzigartigen Identität, sie werden ein Fleisch.

Was bedeutet “ein Fleisch“? Das bezieht sich primär auf die sexuelle Vereinigung, weil daraus der deutlichste Beweis hervorgeht, dass die beiden eins geworden sind, wenn nämlich ein Kind geboren wird, dass die Gene beider Eltern in sich trägt. Dieses Kind ist das wahre Sinnbild der Einheit in der physischen Vereinigung.

In 1. Korinther 6,16 sagt Paulus: „Oder wißt ihr nicht, daß, wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist?“ Ach, diese Einheit bezieht sich also auf die sexuelle Vereinigung? Das ist richtig. Im selben Vers, in 1. Korinther 6,16, heißt es dann: „‚Denn es werden‘, heißt es, ‚die zwei ein Fleisch sein.‘“ In der physischen Beziehung werdet ihr ein Fleisch. Dort teilt ihr euer Leben miteinander. Wenn der Mann und die Frau ihr Leben in dieser intimen physischen Beziehung miteinander teilen, das ist ein Fleisch. Selbst ein Mann, der mit einer Hure schläft, wird ein Fleisch mit ihr. Es ist nicht irgendeine mystische eheliche Gemeinschaft, es ist nicht irgendeine geistlich-emotionale Vereinigung, es ist eine Vereinigung, die zuallererst auf physischer Ebene stattfindet. Es geht darüber hinaus. Sie umfasst alles in unserem Leben und Emotionen sind daran sicherlich beteiligt. Sie wird einzigartig und persönlich, aber sie beginnt mit dieser physischen Beziehung.

In Epheser sehen wir also wieder, wie Gottes Plan ursprünglich im 1. Buch Mose aussah. Ein Mann und eine Frau verlassen jeweils ihre Familie und kommen zusammen, sie hängen einander an und gehen eine physische Vereinigung ein. Sie werden ein Fleisch. Und sie hängen einander an. Diese Einheit ist intim, einzigartig und persönlich. Diese Einheit ist besonders. Die Identität des Einzelnen geht verloren. Habt ihr das verstanden? Die Identität des Einzelnen geht verloren. Ihr werdet wirklich zu einem neuen Menschen, vermischt mit eurem Lebenspartner. „Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ Deshalb hasst Gott Scheidung, weil Scheidung diese unzertrennliche, unteilbare Beziehung zertrennt.

Bitte achtet einmal auf das Wort „verlassen“ in Vers 31. Das ist ein sehr intensives Wort, es ist ein weiteres Verb mit einer Präposition davor, kataleipo, es bedeutet „hinter sich lassen“, „aufgeben“, buchstäblich „weggehen“. Und wir müssen jungen Paaren, die begonnen haben, einander anzuhängen, aber vergessen haben, die Eltern zu verlassen, oft einschlägigen Rat dazu geben, und das ist sehr hilfreich. Das Wort „anhängen“, proskollao, bedeutet „an etwas festkleben“. Ihr kommt zusammen, um aneinander festzukleben, eine Einheit durch physische Vereinigung, die eine Einheit der Gedanken, Ziele, des Herzens und der Gefühle beinhaltet. Und ihr geht diese engste, großartigste, intimste, persönlichste Beziehung ein.

Ich finde es erschreckend, wie viele Bücher darüber geschrieben werden, wie man seine physische Beziehung am besten ausdrückt. Irgendwo sollten doch genügend Informationen im Umlauf gewesen sein, und wenn nicht, könnt ihr gewiss recht schnell herausfinden, was auf der physischen Ebene geschehen sollte.

Und wenn ihr all diese Dinge unverhohlen zur Schau stellt, degradiert ihr sie. Die wunderbare Schönheit der Intimität gehört in das Ehebett. Hebräer 13,4 ist so wunderbar. Dort heißt es: „Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt.“ Ihr könnt das auch als Indikativ übersetzen, das Ehebett ist unbefleckt, aber Gott wird die Unzüchtigen und Ehebrecher richten. Es gibt etwas Wunderbares in Bezug auf das Ehebett, auf diese Vereinigung, etwas Persönliches und Intimes und Privates und Großartiges, wenn zwei Menschen in einer Beziehung zusammenkommen, die an und für sich Gottes perfekte und private und besondere Vereinigung ist, die sie miteinander teilen. Es ist eine unzertrennliche Vereinigung. Deshalb verurteilt die Bibel Scheidung. Deshalb heißt es in Maleachi: „‚Denn ich hasse die Ehescheidung‘, spricht der HERR.“ Maleachi 2,16: „‚Denn ich hasse die Ehescheidung‘, spricht der HERR.“ Gott hasst alles, das diese Vereinigung auflöst.

Und was ist es, das diese Vereinigung angreift? Sünde. Gewiss. Ihr sagt: „Nun, ich will meine Ehe zusammenhalten, aber es ist so schwer, mit ihm zusammenzuleben, mit diesem Mann.“ Oder ein Mann könnte sagen: „Ich würde meine Ehe auch gerne zusammenhalten, aber ich weiß nicht, ob ich mit dieser Frau leben kann.“ Ich habe sogar Männer gehabt, die zu mir gekommen sind - nicht nur ein paar, sondern recht viele -, und die gesagt haben: „Was würde geschehen, wenn ich mich ohne einen biblischen Grund von meiner Frau scheiden lassen würde?“ Nun, meine Antwort lautete immer: „Ich weiß es nicht. Ich weiß, dass du direkt gegen die Schrift verstößt und ich weiß, dass Gott das nicht segnen wird. Und man kann davon ausgehen, dass Gott dich dafür züchtigen wird, und zwar ernsthaft.“ Und ich habe erlebt, dass Männer immer wieder zu mir gesagt haben: „Ok, ich nehme das Risiko auf mich. Ich würde mich lieber der Zucht Gottes unterstellen, als mit dieser Frau zu leben.“ Das sagen sie wirklich.

Wisst ihr, was mir das sagt? Sie haben einen Punkt erreicht, an dem sie in ihrem eigenen Leben so sündhaft sind, dass sie selbst Schuld tragen und diese Frau vor den Kopf gestoßen haben, oder vielleicht haben sie vielmehr verlernt, wie man vergibt. Wisst ihr, was geschieht? Es braucht nicht viel, um zu diesem Punkt zu kommen, nur ein ständiges Verhaltensmuster von Unversöhnlichkeit, das immer mehr zunimmt … es nimmt einfach immer mehr zu.

Wie viele Male vergibt der Herr euch? Den ganzen Tag, jeden Tag? Und seine Liebe ist unveränderlich und seine Liebe schwankt niemals und ihr seid immer noch seine auserwählte Braut und er wird euch immer noch zur Herrlichkeit führen. Wie viele Male sollen wir einander vergeben? Petrus stellte diese Frage in Matthäus 18, nicht wahr? Wie viele Male soll ich vergeben? Siebenmal? Jesus sagte „siebzig Mal sieben … siebzig Mal sieben“.

Ihr sollt eure Frau also mit einer aufopferungsvollen Liebe lieben. Ihr sollt eure Frau also mit einer reinigenden Liebe lieben. Ihr liebt eure Frau mit einer fürsorglichen Liebe, die sie nährt und pflegt. Ihr liebt eure Frau mit einer unzerbrechlichen Liebe, die einfach immer weiter vergibt und vergibt und vergibt. Kann ein Mann seine Frau ablegen? Ich kann diese Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Kann Christus seine Gemeinde ablegen?

Und an diesem Punkt wäre es angemessen, junge Menschen zu warnen. Trefft eure Wahl sorgfältig, sie ist fürs Leben. Trefft eure Wahl weise, sie ist fürs Leben. Ihr sagt jetzt: „Mann, das macht mich nervös.“ Das sollte es auch. Ihr sagt: „Nun, wo liegt der Schlüssel zu einer weisen Entscheidung?“ Das ist ganz einfach. Ihr müsst vom Geist erfüllt sein und auf gottesfürchtige Weise wandeln, damit euere Gedanken im Einklang mit dem Willen Gottes sind. Deshalb fragen wir junge Paare, die heiraten wollen und zu Gesprächen zur Vorbereitung auf die Ehe kommen, als Allererstes, ob sie eine physische Beziehung haben. Denn wenn das der Fall ist, dann befinden sie sich in einem sündhaften Zustand und Menschen in einem sündhaften Zustand können den Willen Gottes nicht feststellen, nicht wahr? Ihr müsst euch also absondern und ein gottesfürchtiges Leben führen, damit ihr die Gedankengänge des Geistes verstehen könnt und der Wille Gottes durch euer Leben ausgedrückt werden kann, dann werdet ihr es wissen. Ich sage jungen Menschen immer: „Macht euch keine Sorgen darum, den richtigen Partner zu finden, sorgt dafür, dass ihr der richtige Mensch seid.“ Und wenn ihr der richtige Mensch seid, dann wird der Partner, den Gott für euch vorgesehen hat, euch erkennen.

Wonach solltet ihr also Ausschau halten? Ich möchte euch einige Vorschläge machen. Das ist für diejenigen unter euch, die nicht verheiratet sind und wissen, dass die Ehe fürs Leben ist. Erstens, sucht euch jemanden, der einen guten Ruf hat. In Sprüche 22,1 heißt es: „Ein guter Name ist wertvoller als großer Reichtum.“ Findet etwas über den Ruf dieses Menschen heraus, denn ein guter Name ist wertvoller als großer Reichtum. Versucht, ein Bekehrungsprojekt zu vermeiden und wartet, bis der Geist Gottes das getan hat. Heh, wir sind schließlich alle Bekehrungsprojekte, oder? Aber lasst den Geist Gottes das tun, bevor ihr bei Null beginnt. Bei einer Ehe geht es nicht darum, dass ihr sie zu Christus führen könnt. Ich glaube, das ist es, was ich hier sagen will.

Zweitens: „Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden.“ Sucht euch eine Frau, die den Herrn von Herzen anbetet. Achtet auf ihren Ruf und auf ein anbetendes Herz, hört auf ihre Worte, denn „wovon das Herz voll ist“, was?, „davon redet der Mund“. Wie sehen die Gespräche aus?

Ihr könnt gucken, was sie für Freunde hat. Mit welchen Menschen umgibt sie sich? Oberflächliche Menschen, tiefgründige Menschen, gottesfürchtige Menschen? In 1. Korinther 15,33 heißt es: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“

Und achtet auf ihre Kleidung. Ihr sagt jetzt: „Wirklich?“ Definitiv. Achtet auf ihre Kleidung, denn gottesfürchtige Frauen sind weniger um den äußerlichen Schmuck ihres Leibes besorgt als ihren innerlichen Schmuck. Und wenn sie Aufmerksamkeit auf sich lenken, dann lenken sie sie auf ihre Tugendhaftigkeit. Nun, genug dazu jetzt.

Die Art der Liebe in unserem Text ist aufopferungsvoll, reinigend, fürsorglich und unzerbrechlich. Lasst uns über das Motiv reden. Was sollte uns motivieren, so zu lieben? Vers 32: „Dieses Geheimnis ist groß; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde.“

Warum sollte ich diese Frau auf diese Weise lieben? Warum sollte ich sie aufopfernd lieben, warum sollte ich sie in dem Ausmaß lieben, dass ich sie zur Heiligkeit führe, dass ich für sie sorge? Warum sollte ich mich zu einer unzertrennlichen Liebe verpflichten, die bedeutet, dass ich ihr unermüdlich vergebe und nie verbittert werde?

Das Motiv: die Heiligkeit der Ehe. Darum geht es. Weil die Ehe heilig ist. Die Ehe ist nicht nur eine Ehe, sie ist ein Geheimnis. Eine Ehe unter Christen ist ein Bild von Christus und seiner Gemeinde. Das Geheimnis ist groß. Und ihr müsst die Ehe mit Ehrfurcht und Respekt behandeln, denn die Ehe ist ein heiliges Symbol der Beziehung Christi zu seiner Gemeinde.

Und dann noch ein letztes Wort. Vers 33 enthält einen Rückblick auf alles. „Doch auch ihr – jeder von euch liebe seine Frau so wie sich selbst; die Frau aber erweise dem Mann Ehrfurcht.“

Es ist nicht so schwer, das zu verstehen. Aber ihr könnt dieser Anforderung nicht gerecht werden, wenn ihr nicht vom Geist erfüllt seid, und dazu müsst ihr in unserem Text ganz zurückgehen, nicht wahr, ganz zurück zu Vers 18, vom Geist erfüllt, ein Herz, das von Lobgesängen und Freude erfüllt ist, für alles dankbar, bereit, sich unterzuordnen. Seht ihr, wenn der Geist Gottes die Kontrolle hat, kann das geschehen. Die Verpflichtung von zwei Menschen, sich vom Heiligen Geist lenken zu lassen, erfüllt von Anbetung und Dankbarkeit, die sich ganz und gar der Unterordnung untereinander in demütiger Liebe widmen … ich sage euch, das bringt Romantik in eine Beziehung, das lässt Frühlingsgefühle in der Ehe erwachen und bewahrt sie.

Viele Ehen zerbrechen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Habt ihr das bemerkt? Viele Ehen. Ich glaube, ich habe mich früher auch gefragt, wie das Eheleben wohl wäre, wenn man nicht ständig den Kindern hinterherläuft, wenn das ganze eigene Leben sich nicht scheinbar auf die Kinder konzentriert. Wisst ihr, in den ersten Jahren geht es nur um Kontrolle, ihr müsst die Kinder einfach in den Griff bekommen. Gehorsam, sie in einer Reihe aufstellen, ihnen helfen, denken und handeln zu lernen und wie man reagiert und sich unterordnet und gehorsam ist, und daran müsst ihr hart arbeiten. Dann gehen sie in die Schule und es folgen Hausaufgaben für viele Jahre. Und ihr konzentriert euch auf die Hausaufgaben, jeden Abend Arbeiten und Fragen wie: „Papa, könntest du mir das bitte erklären? Könntest du mir helfen, das zu zeichnen? Ich verstehe das nicht.“ Oder: „Papa, ich habe hierfür eine schlechte Note bekommen, könntest du mit dem Lehrer reden? Ich verstehe das nicht.“ Und euer Leben ist einfach auf all diese Dinge konzentriert.

Und dann gibt es Baseball für die Kleinen. Und dann Fußballspiele oder was auch immer. Und dann American-Football-Spiele und Baseballspiele, wisst ihr, und Klavierunterricht und dann müsst ihr irgendwo hingehen und Kleidung für all diese Kinder kaufen. Und so geht es immer weiter. Wisst ihr, euer ganzes Leben konzentriert sich darauf.

Und dann kommt das Alter, in dem sie Freunde haben. Und die kommen zu euch nach Hause. Und jetzt müsst ihr all diese Freunde unter die Lupe nehmen und sagen: „Weißt du, ich glaub nicht, dass dieser Freund einen wirklich guten Einfluss auf dich hat.“ Die Energie, die ihr allein braucht, um all diese Dinge zu koordinieren, ganz abgesehen vom ständigen Hin- und Herchauffieren der Kinder ... Euer ganzes Leben dreht sich um all diese Kinder.

Und dann kommen sie in ein Alter, in dem sie beginnen, über ernste Beziehungen nachzudenken. Und dann wird es wirklich ernst. Ich sage euch, meine Jungs waren ziemlich gut vorbereitet, als sie den Punkt erreichten, wo ihre Entscheidung bevorstand. Wisst ihr, woher sie wussten, wonach sie entscheiden sollten? Nun, sie liebten ihre Mutter und sie war quasi der Maßstab. Aber bei den Mädchen war ich protektionistisch. Das gebe ich zu. Wisst ihr, ihr verbringt euer ganzes Leben damit, eure Tochter zu beschützen. Richtig? Sie einfach zu beschützen, sie zu beschützen. Und dann heiratet sie eines Tages einfach irgendeinen Typen und ihr sagt einfach: „Hier.“ Und ich musste nicht nur das sagen, ich musste sie zu Mann und Frau erklären. Ich meine, das ist ein ziemlich traumatischer Moment.

Und dann konzentriert sich euer Leben nur darauf und ihr wollt sie einfach an den richtigen Punkt bringen und den richtigen Partner für sie finden. Und ihr wollt ihnen helfen, während sie diesen ganzen Prozess durchlaufen, und sie zum richtigen Studium lenken und ihnen durch die Schule helfen. Und plötzlich sind sie weg. Und ich habe erlebt, wie selbst bei einigen scheinbar prächtigen Dienern des Herrn, sogar solche im Dienst, zu diesem Zeitpunkt plötzlich ihr ganzes Leben vor ihnen zusammenbrach. In Wirklichkeit sollte die Zeit, wenn die Kinder aus dem Haus sind, eure zweiten Flitterwochen sein. Ihr solltet einander ansehen und sagen: „Meine Güte, wir haben so lange darauf gewartet.“ Ich muss euch sagen, in unserem Haus ist das die beste Zeit. Wisst ihr was? Wir würden ... wir fanden es in Ordnung, als sie auszogen, aber wisst ihr, was geschehen ist? Sie sind zurück. Nur sind sie diesmal mit winzig kleinen Kindern zurück und wir sagen, mit den berühmten Worten von Yogi Berra: „Es ist schon wieder wie ein Déjà-Vu“. Wisst ihr, was ich meine?

Man bringt soviel Zeit und Energie auf … in unserer komplexen Welt ist sind die Dinge so vielseitig, dass bei all diesen Aktivitäten unserer Kinder eine gewisse Ausgeschlossenheit eintritt. Wir fahren sie hierhin und dorthin, zu allen möglichen Dingen. Das geschieht nicht alles im Familienverbund, nicht wahr? Der Vater ist hier, ein Kind ist dort, das andere da, noch ein weiteres dort und alle sind zerstreut. Frühstücken wir zusammen? Vielleicht. Essen wir Abendbrot zusammen? Kaum. In alle Winde zerstreut. Alle diese gewaltige Energie, die sich auf so viele Dinge erstreckt, und wenn all das vorbei ist, sind ein Ehemann und eine Ehefrau miteinander konfrontiert und müssen sehen, ob da noch irgendetwas übrig ist. Und es kann … es kann die allerbeste Zeit sein. So hat Gott es vorhergesehen.

Wenn ihr kein Tagebuch über alle Verstöße geführt habt, wenn es eine solche Liste nicht gibt, wenn ihr ebenso gut darin seid, Sünden und Fehler zu vergeben, wie Gott darin ist, euch eure zu vergeben, wenn ihr eine aufopferungsvolle Liebe für eure Ehefrau gehegt und gepflegt habt, eine reinigende Liebe, eine fürsorgliche Liebe und eine unzertrennliche Liebe, dann werdet ihr belohnt werden, dann wird sie belohnt werden. Es kann und sollte die allerbeste Zeit sein.

Es ist traurig, wenn es bergab geht, nicht wahr? Ich habe einen alten Artikel aus der Saturday Evening Post gelesen, der den Titel trug „Die sieben Phasen der Erkältung in einer Ehe.“

Stufe eins, das erste Ehejahr: „Schatz, ich mache mir Sorgen um dich, du schniefst und man weiß nie, was daraus wird. Ich bringe dich heute ins Krankenhaus, um dich rundum durchecken zu lassen und damit du dich erholen kannst. Ich weiß, dass das Krankenhausessen scheußlich ist, deshalb werde ich dir Essen bringen lassen. Und ich habe bereits alle Vorkehrungen mit dem Chef getroffen.“

Zweites Jahr: „Hör mal, Schatz, dein Husten hört sich nicht gut an. Ich habe Dr. Miller angerufen, damit er schnell rüberkommt. Jetzt sei bitte ein gutes Mädchen und leg dich ins Bett, okay?“

Drittes Jahr: „Vielleicht solltest du dich lieber hinlegen, Schatz. Nichts tut besser als ein wenig Ruhe, wenn man sich nicht gut fühlt. Hast du Suppe?“

Viertes Jahr: „Schau mal, Liebes, sei vernünftig. Nachdem du die Kinder gefüttert und das Geschirr abgewaschen hast, solltest du dich besser hinlegen.“

Fünftes Jahr: „Warum nimmst du nicht ein paar Aspirin?“

Sechstes Jahr: „Meine Güte, hör auf zu niesen, ich fang mir noch eine Lungenentzündung ein.“

Siebtes Jahr: „Weißt du, wenn du nur gurgeln würdest, würdest du nicht hier sitzen, und wie ein Seehund bellen.“

Nun, muss es so sein? Nicht nach Gottes Plan. Billy Sunday sagte: „Männer, versucht einmal, eure Frauen zu loben, selbst wenn ihnen das Angst einjagt.“

Es geht nicht um Wert. Darum geht es bei Christus nicht. Er ist sanft, empfindsam und versöhnlich uns gegenüber. Wir reden von einem göttlichen Ideal und es ist nicht zu spät für uns, egal, in welchem Zustand unsere Ehe sich befindet. Und Männer, es fängt bei euch an, wenn ihr eure Frau so liebt, wie Christus seine Gemeinde liebte und liebt. Das ist der Ausgangspunkt, um eure Ehe wieder zu kitten. Und das wird geschehen, wenn ihr in eurem geistlichen Leben wieder anfangt, dorthin zurückzukehren, wo ihr sein müsst. Merzt den Müll in eurem Leben aus, kehrt zum Wort Gottes zurück, führt wieder ein gehorsames Leben. Konzentriert euch auf die Dinge, die zählen – Christus und dann die kleine Familie, die Gott euch als Teil seines Reiches, das ihr zu Jüngern machen sollt, gegeben hat. Und setzt euer ganzes Herz dort ein und seht zu, wie Gott das belohnt. Lasst uns beten.