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Gottes Modell für Eltern, Teil 2 (German)

Epheser 6:4 April 28, 1996 de1950B

Heute Abend fahren wir mit unserer Serie über die Familie fort und kommen allmählich zum Ende. Wenn wir dieses Thema in einigen Wochen wieder aufnehmen, werden wir allerdings ein wenig von der Familie abweichen und, wenn alles nach Plan verläuft, über Ehelosigkeit reden. Viele von euch haben mich darum gebeten, weil viele von euch alleinstehend sind. Wir haben vor einigen Monaten eine Umfrage gemacht und festgestellt, dass 75 Prozent unserer Gemeinde 35 und jünger ist und viele davon alleinstehend sind. Wir werden uns dann also damit beschäftigen, wie das zu Gottes Plan passt. Aber heute Abend werden wir uns mit der Kindererziehung beschäftigen.

Schlagt eure Bibel bitte in Epheser Kapitel 6 auf … Epheser Kapitel 6. Der Schlüsselvers, der uns hier im Neuen Testament Gottes Plan für die Kindererziehung verrät, ist Vers 4. Dort heißt es einfach: „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“

Dieser Vers enthält eine kolossale Aussage. Mit wenigen Worten wird wieder einmal ein riesiges Feld abgedeckt. Bücher, Abhandlungen, ganze Bände wurden über die Kindererziehung geschrieben, aber Gott hat das auf eine einzige Aussage reduziert. „Reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“

So sieht Gottes Modell für die Kindererziehung aus. Und bevor wir jetzt beginnen, möchte ich, dass wir uns etwas in Erinnerung rufen, das von Anfang an sehr wichtig ist. Als Gottes erlöste Kinder sind wir dazu berufen, einzigartig und anders zu sein. Wir sind dazu berufen, und von anderen abzusetzen. Wir sind dazu berufen, von der Welt abgesondert zu sein. Eigentlich deutet der ganze Epheserbrief auf die Realität hin, dass wir nicht wie der Rest der Welt leben sollen. Wir leben im Licht, nicht in der Finsternis. Wir leben in Weisheit, nicht in Torheit. Wir wandeln im Geist, nicht im Fleisch. Und wir sind einzigartig, weil wir Gott kennen, weil wir Gottes Wort haben, weil wir den Geist Gottes haben und weil Gott uns dazu berufen hat, auf einzigartige und andersartige Weise zu leben.

Das erstreckt sich sogar auf unsere Beziehungen in der Familie. Wir führen Beziehungen in unserer Familie nicht so, wie Nicht-Wiedergeborene das tun, wie die Welt das tut. Wir haben einen völlig anderen Plan und ein völlig anderes Vorbild.

In 3. Mose 18, wo Gott die Verhaltensmaßregeln für Israel festlegte, wies er auf die Realität dieser Einzigartigkeit hin. Er sagte Folgendes: „Ihr sollt nicht so handeln, wie man es im Land Ägypten tut, wo ihr gewohnt habt, und sollt auch nicht so handeln, wie man es im Land Kanaan tut, wohin ich euch führen will, und ihr sollt nicht nach ihren Satzungen wandeln. Nach meinen Rechtsbestimmungen sollt ihr handeln und meine Satzungen halten, daß ihr in ihnen wandelt.“ Mit anderen Worten: Ihr seid anders. Ihr handelt nicht so, wie die Welt es tut. Ihr führt euer Leben oder eure Beziehungen nicht so, wie die Welt es tut.

Später, im selben Kapitel von 3. Mose, sagt Gott weiterhin: „Ihr sollt euch durch all diese Dinge nicht verunreinigen. Denn durch das alles haben sich die Heiden verunreinigt, die ich vor euch her austreibe [...] So haltet denn meine Verordnungen, daß ihr keinen von den greulichen Gebräuchen übt, die man vor euch geübt hat, und euch nicht durch sie verunreinigt. Ich, der HERR, bin euer Gott.“ Ein Aufruf, anders zu sein. Ein Aufruf zur Unverwechselbarkeit.

Und Gott hat diesen Wunsch für seine Kinder in der gesamten Geschichte der Menschheit aufrechterhalten. Wir sind abgesondert. Die Maßstäbe, die Grundsätze, die Satzungen, die Gebote, anhand derer wir unser Leben vor Gott, in der Familie und vor der Welt führen sollen, sind einzigartig. Wir sind abgesondert. Wir sollen uns durch eine unbefleckte Einzigartigkeit ausweisen.

Wir sollen Grundsätzen folgen, die in keiner Weise durch menschliche Weisheit unterstützt werden oder durch menschliche Weisheit kultiviert oder definiert werden.

Wir sollen dem Druck der Welt nicht nachgeben. Wir sollen nicht auf die Diagnose der Welt hören, was mit Menschen oder Ehen oder Familien nicht in Ordnung sein könnte. Wir sollen uns dem Wort Gottes zuwenden. Wir sollen auf unverwechselbare Weise leben.

Und Gott sagt heutzutage nichts Anderes. Er sagt immer noch: „Macht es auf meine Art.“ Und soweit es die Rolle der Eltern angeht, wird auch die auf bewundernswerte Weise in diesem Vers zusammengefasst, den ich euch gerade vorgelesen habe, und darin besteht Gottes Modell. Es hört sich in keiner Weise wie moderne Psychologie an. Es hört sich in keiner Weise wie die Dinge an, die man uns über die Erziehung von Kindern erzählt hat, darüber, wie man ein Kind großziehen soll. Es hört sich in keiner Weise nach dem an, was die Welt derzeit sagt. Und das sollte es auch nicht, weil es von Gott kommt.

Wir haben bereits herausgefunden, dass das Modell für Ehemänner sich völlig von dem der Welt unterscheidet, das Modell für Ehefrauen ist völlig anders als das der Welt, das Modell für Kinder als Reaktion auf ihre Eltern ist anders und das gilt auch für Eltern in Bezug auf ihre Kinder. Dies ist keine Botschaft über weltliche Psychologie. Dies ist keine Botschaft über konventionelle Weisheit. Dies ist keine Botschaft über politische Korrektheit. Das ist das Wort Gottes.

Und als Erstes müssen wir damit beginnen, anzuerkennen, dass alle Kinder von Gott kommen. Gott gibt sie uns und hat uns dann ein Handbuch für ihre Erziehung gegeben. 1. Mose 4,1: „Und sie wurde schwanger“, das ist Eva, „und gebar den Kain. Und sie sprach: ‚Ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des HERRN.‘“ Eva wusste bereits ganz am Anfang, wer die Quelle ihrer Kinder war. Sie ließ Adam außen vor und ging direkt zu Gott. Im selben Kapitel heißt es in Vers 25: „Und Adam erkannte seine Frau nochmals; die gebar einen Sohn und nannte ihn Seth: ‚Denn Gott hat mir für Abel einen anderen Samen gesetzt.‘“ Das Alte Testament sagt, Kinder sind eine Gabe des Herrn. Sie sind Geschenke des Herrn, sie werden als Lobpreis für seine Herrlichkeit und als Segen für uns gegeben.

Aber wie oft werden Kinder zu Kummer und Leid, weil Gottes Modell für Eltern nicht richtig befolgt wird. Wenn wir diesen göttlichen Maßstab betrachten, sehen wir unsere Verantwortung und den Weg zur Freude und zum Segen im Leben der Kinder und in unserem eigenen Leben. Die Anweisung hier in Vers 4 wird eindeutig Eltern erteilt. Das Wort „Väter“ wird im Neuen Testament gelegentlich als „Eltern“ übersetzt. Wir können die Mutter an diesem spezifischen Punkt nicht ausschließen, wir müssen sie einschließen, weil sie der Führung ihres Mannes untersteht. Die Anweisung wird den Eltern erteilt, weil sie die Verantwortung tragen, die Herrschaft, die Leitung, die Aufsicht darüber, ihre Kinder an den Punkt zu bringen, an dem sie Gott ehren.

Der Maßstab, der hier festgelegt wird, ist nicht nur einzigartig in unserer Gesellschaft, sondern war auch zur Zeit von Paulus einzigartig. Nur zur Illustration, was in der Welt so üblich war, in der Paulus dies schrieb – es gab ein römisches Gesetz mit dem Namen patria potestas, das bedeutet buchstäblich „Macht des Vaters.“ Unter dem patria potestas hatte ein römischer Vater absolute Macht über seine Familie. Wie ich bereits heute früh angemerkt habe, war der Führungsstil bei den Heiden der einer dominanten Diktatur und das galt auch in der Familie. Ein Vater konnte seine Kinder zum Beispiel als Sklaven verkaufen. Ein Vater konnte sie in Ketten auf dem Feld arbeiten lassen, wenn ihm danach war, und es gibt Illustrationen davon in klassischer Literatur. Er konnte Selbstjustiz üben, um seine Kinder zu bestrafen. Und er konnte, nach römischem Gesetz, sogar seine eigenen Kinder hinrichten. Solange der Vater lebte, gab es keine Altersgrenze, es gab keine Grenze für das Ausmaß seiner Kontrolle. Wenn ein Kind geboren wurde, war es nicht unüblich, dass das Kind dem Vater zu Füßen gelegt wurde und wenn der Vater sich hinabbeugte, um das Kind aufzuheben, bedeutete das, dass er das Kind anerkannte und es leben durfte. Wenn er sich abwandte und wegging, wurde das Kind auf die Straße geworfen, um zu sterben oder von jemandem aufgelesen zu werden und als Prostituierte oder Sklave erzogen zu werden.

In einem Brief von Hilarion an seine Frau, Alis, aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, der sich in historischen Quellen fand, stand Folgendes: „Hilarion an Alis, seine Frau. Herzlichste Grüße.“ Männer, ihr solltet einen Brief an eure Frau wirklich nicht auf diese Weise einleiten, aber er tat das. „Du solltest wissen, dass wir auch jetzt noch in Alexandria sind“, schreibt er, da er weg ist. „Mach dir keine Sorgen, wenn alle anderen zurückkehren und ich noch in Alexandria bleibe; ich flehe dich an, dich um unser kleines Kind zu kümmern, und sobald wir unseren Sold bekommen“, offensichtlich war er ein Soldat, „werde ich ihn dir schicken. Wenn du ein Kind bekommst - viel Glück - und es ein Junge ist, lass ihn leben; wenn es ein Mädchen ist, wirf es hinaus.“ Das ist aus der Antike dokumentiert, ungewollte Kinder wurden oft im Forum in Rom ausgesetzt. Sie wurden nachts von Leuten aufgelesen, die sie ernährten, um aus ihnen Sklaven zu machen oder die Bordelle Roms mit ihnen zu bevölkern.

Seneca, der wohlbekannte römische Redner, sagte: „Wir schlachten einen ungestümen Ochsen; wir erwürgen einen verrückten Hund; wir rammen den kränksten Rindern ein Messer in die Seite. Kinder, die schwach und mit Fehlbildungen geboren werden, ertränken wir.“

Paulus schreibt also an eine Welt, in der Kinder missbraucht und ermordet wurden, ebenso wie in unserer Welt, in der sie millionenfach getötet werden, meistens, bevor sie je aus der Gebärmutter kommen können – durch Abtreibungen. Aber pro Jahr werden mindestens 1,5 Millionen Kinder, wahrscheinlich noch viel mehr, die geboren werden, anschließend geschlagen, erleiden absichtlich zugefügte Brandverletzungen und werden von ihren Eltern so sehr misshandelt, dass sie aus ihren Familien entfernt werden müssen, 1,5 Millionen pro Jahr. Zweitausend davon sterben, werden von ihren Eltern getötet durch Verbrennungen, Ertränken, indem sie aus dem Fenster oder von Brücken geworfen werden, mit Messern getötet werden, mit Hämmern, Rasierklingen, was auch immer.

Unsere heutige Welt unterscheidet sich nicht sehr von jener Welt in der Antike. Die Zeitschrift Time berichtete in einer Umfrage, dass 70 Prozent aller Eltern, wenn sie die Entscheidung noch einmal treffen könnten, keine Kinder bekommen würden. Eine zu große Belästigung. Zwischen 30.000 und 50.000 Kinder pro Jahr werden für Pornografie eingesetzt. Ein Drittel aller Kinder, die geboren werden, landen in Pflegefamilien, weil sie ungewollt sind. Millionen werden alleine zu Hause gelassen und vom Fernseher großgezogen, während ihre Mütter zur Arbeit gehen. Der Rektor des eine Million Kinder zählenden Schulbezirks New York City sagte: „Die Gesellschaft hat sich gegen Kinder gewandt.“

Feindseligkeit gegenüber Kindern in der Antike und sogar in der Moderne. Vor diesem Hintergrund der antiken römischen Gesellschaft und der Gesellschaft, in der wir heutzutage leben, hören wir die Worte von Paulus: „Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ Auch hier wieder pateres, der Begriff „Väter“ wird normalerweise für das männliche Haupt der Familie verwendet, aber manchmal auch für Eltern. Es wir zum Beispiel in Hebräer 11,23 so übersetzt, wo es heißt: „Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern drei Monate lang verborgen.“ Und die Mutter ist gewiss mit dem Vater involviert und wir können es auf sie ausdehnen. In Sprüche 4,3 wird diese doppelte Rolle deutlich, dort heißt es: „Denn da ich noch als Sohn bei meinem Vater war, als zartes und einziges Kind unter den Augen meiner Mutter.“ Sprüche 1,8: „Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter!“ Beide Eltern sind bei der Erziehung des Kindes beteiligt, unter der Rolle des Mannes als Haupt.

Vor etlichen Jahren wurde eine Untersuchung ausgeführt, die mehrere Jahre umfasst und von den Soziologen Sheldon und Eleanor Glueck aus Harvard durchgeführt wurde. Nach all diesen Untersuchungen identifizierten sie vier entscheidende Faktoren, um vorherzusagen, welche Kinder nicht straffällig waren. Das war eine mehrjährige Studie und sie erwies sich als 90 Prozent genau. Sie sagten, es gibt vier wesentliche Faktoren, um Straffälligkeit zu verhindern, einfach ausgehend von der Beobachtung dieser weltlichen Menschen. Erstens, die Disziplin des Vaters – fair, mit fester Hand und konsequent. Zweitens, die Beaufsichtigung des Zuhauses durch die Mutter, die jederzeit weiß, wo die Kinder sind, weiß, was sie tun, und die für sie da ist. Drittens, eine ständige Demonstration der Liebe der Eltern füreinander und für die Kinder. Und viertens, der Zusammenhalt der Familie, Zeit, die zusammen verbracht wird.

Beide Eltern müssen an diesem wunderbaren Privileg, an dieser wunderbaren Gelegenheit beteiligt sein. Und während wir die Sache an sich betrachten, die hier in dem Vers angesprochen wird, werdet ihr bemerken, dass es in Bezug auf die Anweisung ein negatives und ein positives Element gibt. Und wir wollen beide betrachten. Das negative Element ist: Reizt eure Kinder nicht zum Zorn. So fasst das Wort Gottes zusammen, was ihr nicht tun sollt; ihr sollt eure Kinder nicht auf die Palme bringen, ihr sollt sie nicht wütend machen, ihr sollt sie nicht feindselig oder bitter machen, ihr sollt verhindern, dass sie sich gegen euch wenden und gegen alles, was euch kostbar ist. Kolosser fügt noch hinzu „damit sie nicht unwillig werden“. Ihr wollt sie ja nicht zerstören.

Dieser Begriff, „zum Zorn reizen“, wird nur hier und in Römer 10,19 verwendet. Und es bedeutet „irritieren“ oder „reizen“. Es ist eine intensive Form von „zornig machen“. Tut nicht etwas, was eure Kinder zornig macht. Tut nicht etwas, was sie irritiert, provoziert, frustriert, zum Zorn reizt oder sie verbittert. Und das geschieht heutzutage unheimlich oft … zornige, missmutige, verbitterte Kinder. Erst vor wenigen Tagen haben drei kleine Jungs, einer von ihnen sechs Jahre alt, versucht, einen ein Monat alten Säugling zu töten. Unvorstellbare Feindseligkeit und Zorn. Zehn bis fünfzehn Prozent aller Kinder haben Selbstmord in Erwägung gezogen oder versucht. Ein Viertel aller Einweisungen in die Psychiatrie von Kinderkrankenhäusern hängt mit Selbstmorden zusammen. Selbst Kinder, die erst sechs oder sieben Jahre alt waren, haben versucht, sich das Leben zu nehmen.

In einem Artikel aus der Los Angeles Times, der vor einigen Jahren erschien, hieß es: „Der Elfjährige hatte sich die Pulsadern aufgeschnitten. Er schluchzte ‚Ich will in den Himmel, ich kann diese Magenschmerzen und das Unglücklichsein nicht mehr ertragen. Wenn ich nur sterben könnte, es ist so schwer, zu leben, das Leben ist schrecklich, ich will einfach sterben, weil es niemanden kümmert, ob ich sterbe, deshalb will ich einfach sterben.‘“ Seit Jahren fragen Psychologen und Experten sich, ob kleine Kinder wirklich an schweren Depressionen leiden und absichtlich versuchen können, sich das Leben zu nehmen. Jetzt wissen sie, dass sie das können, manchmal schlucken sie Gift, manchmal laufen sie vor Autos. Eine Zwölfjährige erhängte ihre Puppe, betäubte ihre kleine Schwester mit Medikamenten, zerschnitt sich beide Beine mit einer Schere, schnitt sich die Pulsadern auf und nahm eine Überdosis Schlafmittel. „Ich wäre besser dran, wenn ich tot wäre“, erklärte sie, „dann wird niemand je wieder mein hässliches Gesicht ansehen müssen.“ Und ein Elfjähriger versuchte, seinen Hund zu töten und versuchte, seinen kleinen Bruder mit einem Kissen zu ersticken und stach Nadeln in seinen Bauch. Als man ihn nach dem Grund dafür fragte, sagte er: „Weil Mama keine Liebe für mich in sich hat.“ Ein Sechsjähriger, der sich emotional von seiner Mutter abgelehnt fühlte, sagte: „Ich will sterben, weil niemand mich liebt“. Ein anderer sagte: „Ich würde lieber sterben als geschlagen zu werden, sie wollen, dass ich tot bin.“ Ein misshandelter Zehnjähriger, dessen dreizehnjähriger Bruder bereits Selbstmord begangen hatte, sagte: „Jeder tötet und jeder stirbt, es gibt keinen Ausweg.“ Ein Elfjähriger, der unablässig an den Tod dachte und daran, mit seiner toten Großmutter wiedervereint zu werden, drohte, sich vor ein Auto zu werfen, tat es, verunstaltete sein Gesicht dabei, starb aber nicht und sprang schließlich aus dem Fenster eines zweistöckigen Gebäudes. Er wollte zu jemandem, der ihn seiner Meinung nach liebte. Ein fünfjähriges Mädchen, das von Messern besessen war, fügte ihrer dreijährigen Schwester Brandverletzungen zu, versuchte, sie mit einem Schnürsenkel zu erdrosseln, bedrohte ihre Mutter mit einem Messen und rann aus ihrem Haus in dichten Verkehr. Ein Sechsjähriger, der sterben wollte, weil niemand ihn liebt, fügte sich selbst Schnittwunden mit dem Rasierer seines Vaters zu und wurde später erhängt an einem Fenster im zweiten Stock gefunden. Ihr braucht keine weiteren Illustrationen, es gibt sie überall.

Richter Burton Katz vom Gericht in Los Angeles sagte: „Es wird zunehmend beunruhigender, die hohlen Augen und Ausdrücke von Jugendlichen zu sehen, wenn diese so vollkommen entrechtet sind, so vollkommen entfremdet, so vollkommen vom System losgelöst, dass es absolut keine Hoffnung gibt.“

Ihr könnt euer Kind in ein tragisches Kind verwandeln, ihr könnt euer Kind in solch eine Geschichte verwandeln. Und das liegt vielleicht nicht an dem, was ihr ihnen antut, sondern sehr wahrscheinlich an dem, was ihr nicht mit ihnen und für sie getan habt. Wie könnt ihr euer Kind zur Tragödie provozieren? Wie könnt ihr euer Kind zum Zorn provozieren? Wie könnt ihr einen verbitterten, missmutigen, asozialen Straffälligen großziehen?

Hier sind ein paar einfache Schritte.

Verwöhnt ihn.

Gebt ihm alles, was er will, sogar mehr, als ihr euch leisten könnt, kauft es einfach auf Kredit, damit er euch nicht mehr nervt.

Wenn er etwas Falsches macht, meckert ein wenig, aber züchtigt ihn nicht.

Fördert seine Abhängigkeit von euch. Lehrt ihn nicht, unabhängig Verantwortung zu übernehmen, bewahrt seine Abhängigkeit von euch, damit später, wenn er älter ist, Drogen und Alkohol euren Platz einnehmen können.

Beschützt ihn vor all diesen fiesen Lehrern, die ihn gelegentlich disziplinieren wollen. Und dann droht ihnen, sie zu verklagen, wenn sie ihn nicht in Ruhe lassen.

Trefft alle Entscheidungen für ihn, weil er Fehler machen und daraus lernen könnte, wenn ihr die Entscheidungen nicht für ihn fällt.

Kritisiert seinen Vater oder seine Mutter ihm gegenüber, sodass euer Sohn oder eure Tochter Respekt für seine/ihre Eltern verliert.

Wann immer er in Schwierigkeiten gerät, helft ihm aus der Patsche. Außerdem, wenn er wirklich einmal Konsequenzen tragen müsste, könnte das eurem Ruf schaden.

Lasst ihn nie die Konsequenzen für sein Verhalten tragen, schreitet immer ein und löst seine Probleme für ihn, damit er von euch abhängig ist und zu euch gerannt kommt, wenn die Dinge schwierig werden, und damit er nie lernt, seine Probleme selbst zu lösen.

Wenn ihr euer Kind zu einem Missetäter heranziehen wollt, lasst es zu, dass er sich auf jede Weise ausdrückt, die ihm genehm ist.

Lasst es zu, dass er euer Leben bestimmt, statt umgekehrt.

Belästigt ihn nicht mit Pflichten zuhause, tut alles für ihn, dann kann er sein ganzes Leben verantwortungslos sein und anderen die Schuld zuschieben, wenn die Dinge schieflaufen.

Und gebt auf jeden Fall nach, wenn er einen Wutausbruch hat.

Glaubt seine Lügen, weil es zu viele Mühe macht, die Angelegenheit durchzuarbeiten, um zur Wahrheit zu gelangen.

Kritisiert andere offen und routinemäßig, damit er fortwährend erkennt, dass er besser ist als alle Anderen.

Gebt ihm viel Taschengeld, ohne dass er etwas dafür tun muss.

Lobt ihn für sein gutes Aussehen, aber niemals für seinen Charakter.

Und so geht es immer weiter …

Wenn ihr ein zwanghaftes Kind wollt, seid kritisch, hochnäsig, beherrschend und legalistisch. Wenn ihr ein Kind wollt, das zu Unfällen neigt, streitet miteinander, ignoriert das Kind und das Kind wird sich selbst verletzen, um eure Aufmerksamkeit zu bekommen. Und so geht es immer weiter …

Es geht darum, dass ihr diesen Schatz habt, dass ihr dieses Kind habt, und ihr könnt dieses Kind zum Zorn reizen. Wie tun Eltern das? Ich habe euch gerade einen kurzen Katalog von Dingen genannt, die ihr in einem typischen Buch über Kindererziehung nachlesen könnt, das sich damit befasst, wie man durch die Erziehung Kinder zu Straffälligen macht. Aber ich möchte euch hier meine eigene Liste geben, wie man ein Kind zum Zorn reizt. Ich werde euch diese Liste ziemlich schnell nennen, bleibt also bei der Stange.

Zehn Arten. Erstens, durch Überbehütung … durch Überbehütung. Schränkt sie ein, vertraut ihnen nie. Gebt ihnen nicht die Gelegenheit, Unabhängigkeit zu entwickeln. Und Entbehrung wird Wut in ihnen auslösen. Eltern müssen ihren Kindern Raum geben, sich selbst darzustellen, ihre Welt zu entdecken, ein neues Abenteuer auszuprobieren; Eltern müssen ihre Kinder nach und nach loslassen, um unabhängig zu leben. Lockert das Band. Überbehütung frustriert ein Kind und macht es wütend.

Wir leben in einer Welt, in der das ein typischer Trend unter Christen ist. Die Kinder ständig zu kontrollieren. Damit müsst ihr sehr vorsichtig sein, sonst reizt ihr sie zum Zorn.

Zweitens könnt ihr das durch Bevorzugung tun. Isaak zog Esau Jakob vor. Rebekka zog Jakob Esau vor. Und die traurigen Ergebnisse sind wohlbekannt. Vergleicht Kinder nicht miteinander, jedes von ihnen ist einzigartig. Liebt sie gleichermaßen, ohne besondere Rücksicht, ohne Ansehen der Person. Wenn ein Kind das Gefühl hat, dass ihr ein anderes Kind in der Familie mehr liebt, dann ist das ein sehr, sehr frustrierendes Gefühl.

Drittens könnt ihr Zorn in einem Kind hervorrufen, wenn ihr unrealistische Ziele setzt, die es nicht erreichen kann. Manche Eltern erdrücken ihre Kinder buchstäblich durch Druck, Druck, in der Schule überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen, Druck, im Sport überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen, in der Musik, bei jeglicher Aktivität, die sie ausüben. Und das hat in Wirklichkeit wenig mit dem Kind zu tun, sondern mit dem Ruf, den diese Eltern gerne hätten. Das wird sehr frustrierend, wenn das Kind nicht das Gefühl kennt, ein Ziel erreicht zu haben, nicht das Gefühl kennt, eine Erwartung erfüllt zu haben. Das führt zu Zorn und Verbitterung.

Und ich habe mit solchen Kindern zu tun gehabt. Ich habe mit solchen Kindern zu tun gehabt, die sich umgebracht haben. Ich denke dabei insbesondere an ein Mädchen, das sich umgebracht hat, damit ihre Eltern sie in Ruhe lassen. Sie konnte nie genug erreichen, um sie zufriedenzustellen und sie war so zornig, dass sie sie auf die schlimmste Weise verletzen wollte, die ihr offenstand, also nahm sie sich das Leben, damit sie mit dem Schmerz leben müssten, die Ursache dafür gewesen zu sein. Verheerend.

Ihr könnt euer Kind durch allzu große Nachsicht zum Zorn reizen, indem ihr ihnen alles gebt, was sie wollen, indem ihr ständig hinter ihnen herräumt, indem ihr ihnen erlaubt, alle Verantwortung und Rechenschaftspflicht auf andere abzuwälzen. Ihr könnt sie zum Zorn reizen, indem ihr sie ohne Konsequenzen sündigen lasst, sodass sie lernen, das erfolgreich zu tun. Wenn sie sich letztendlich allein in der Welt behaupten müssen und die Menschen ihnen nicht dienen und nicht die ganze Verantwortung für sie übernehmen, und für ihre Schandtaten, werden sie zornig und bitter und gewalttätig werden. Es ist genau die Art von Generation, die wir heute aufwachsen sehen.

Fünftens könnt ihr euer Kind durch Entmutigung zum Zorn reizen. Ich denke, das kommt auf zweierlei Weise … mangelndes Verständnis und mangelnde Belohnung, weil beides Motivation zerstört und Anreize zerstört. Ihr müsst eure Kinder verstehen. Ihr müsst verstehen, was sie denken. Ihr müsst verstehen, was sie zu erreichen versuchen. Verstehen, warum eine bestimmte Sache passiert ist, warum ein bestimmtes Verhalten aufgetreten ist, warum ein bestimmtes Ereignis sich in eine bestimmte Richtung entwickelt hat. Bringt ihnen ein offenes Ohr und ein verständnisvolles Herz entgegen und belohnt sie gütig und großzügig mit Liebe. Gewährt ihnen Anerkennung und Ehre und seid geduldig mit ihnen, andernfalls werden sie sehr niedergeschlagen und entmutigt. Und das verwandelt sich in Zorn.

Sechstens könnt ihr eure Kinder zum Zorn reizen, indem ihr keine Opfer für sie bringt. Mit anderen Worten, indem ihr eurem Kind das Gefühl gebt, dass es ständig ein Eindringling in eurem Leben ist, eine ständige Störung, immer ein Ärgernis. Dass ihr das tun wollt, wonach euch ist, du und dein Ehemann, ihr wollt dahin gehen, wo es euch passt, und diese Kinder einfach bei irgendjemandem abgeben, sie zurücklassen. Soll sich doch irgendjemand um sie kümmern. Ihr werdet eure Lebensweise gewiss nicht ändern, ihr werdet das tun, wonach euch ist. Ihr werdet Spaß haben und eurem Vergnügen nachgehen und die Kinder werden einfach irgendwie selbst für sich sorgen müssen. Lasst sie alleine, sollen sie sich doch alleine etwas zu essen kochen, fahrt nirgends mit ihnen hin, weil euch das zu viel Aufwand ist. Und sie werden es euch übel nehmen, dass ihr lieblos, nicht verfügbar und egoistisch seid.

Das ist eine Sache, für die ich in meiner eigenen Familie so dankbar bin – Patrizias Aufopferung für unsere Kinder all die Jahre, als sie bei uns wohnten und aufwuchsen. Es gab viele Jahre, in denen ich viel reisen musste und sie sich weigerte, das zu tun, weil sie ständig bei den Kindern sein wollte.

Siebtens, ihr könnt eure Kinder zum Zorn reizen, indem ihr keine Zugeständnisse an ihr zunehmendes Alter macht. Was bedeutet das? Lasst sie ruhig etwas vermasseln. Lasst sie Fehler machen. Und wenn sie etwas auf dem Tisch umstoßen, lacht einfach darüber. Sie haben vielleicht einfach noch nicht die Handfertigkeit oder Koordination. Gebt ihnen eine kleine Aufgabe, und wenn sie die auf eine Weise erledigen, die an sich nicht akzeptabel ist, jedoch einen kleinen Fortschritt erkennen lässt, dann lobt sie. Lasst zu, dass sie euch von ihren albernen Ideen erzählen. Lasst sie alberne Dinge planen, die sie tun wollen, und lasst sie diese ausführen. Und verurteilt sie nicht, erwartet nur Fortschritte, keine Perfektion.

Selbst die besten Menschen sind nicht perfekt, sie sind nicht perfekt. Vor vielen Jahren schlug New York Tech Rensselaer Poly 21:8. In diesem Spiel wurde der einzige Touchdown von Rensselaer durch einen 63-Yard-Passspielzug vorbereitet, sagt die Zeitung. Während des Spielzugs schien es in der Verteidigung von Tech einen Einbruch zu geben. In der darauffolgenden Woche bemerkte der Trainer von Tech, Marty Senall(?), beim Betrachten der Filme, dass der Defensive Back in diesem Spielzug, Neuling John Smith, wie erstarrt an Ort und Stelle stand, während der Receiver für den siegreichen Touchdown an ihm vorbeizog. „Hey, Smitty, warum hast du dich nicht bewegt“, rief der Trainer.

Smith antwortete: „Das konnte ich nicht, meine Kontaktlinse war gerade herausgefallen und ich hatte meinen Fuß drauf und wartete auf einen Moment, um sie wieder einzusetzen. Hätte ich die Stelle verlassen, hätte ich sie in dem Gras nie wiedergefunden und meine Eltern hätten mich umgebracht, weil ich sie verloren hatte.“

Ich sage euch, wenn ihr in in solch einer Liga spielt und mit so viel Angst vor euren Eltern lebt, dann habt ihr ein Problem. Lasst eure Kinder versagen. Sie werden Dinge verlieren. Ich kann mich zum Beispiel noch erinnern, als Matt meine Uhr die Toilette runtergespült hat. Ich sagte: „Warum hast du das getan?“

Er antwortete: „Ich wollte einfach sehen, wie das aussieht, wenn sie runtergespült wird.“

Habe ich ihn körperlich gezüchtigt? Nein. Ich wünsche mir sogar, ich wäre dabei gewesen; ich würde gerne sehen, wie das aussah, als die Uhr runtergespült wurde. Ich lache einfach bei einigen Dingen, die zum Älterwerden dazugehören, wie einige Experimente.

Achtens, ihr könnt eure Kinder zum Zorn reizen, indem ihr sie vernachlässigt. Wenn es irgendeine biblische Illustration dafür gibt, so sind das wahrscheinlich David und Absalom. David hat keine Zeit mit ihm verbracht. Keine Zeit, in der er seinen Charakter geformt hat, und letztendlich hasste Absalom seinen Vater leidenschaftlich und versuchte einen Coup, um seinen Vater vom Thron zu stoßen und seinen Platz einzunehmen. Vernachlässigung; und was ist die schlimmste Form der Vernachlässigung? Fehlende konsequente Disziplin. Das ist die schlimmste Art von Vernachlässigung.

Ich rede nicht von der Vernachlässigung von Zeit und Dingen, sondern von der Vernachlässigung von Disziplin. Lehrt sie, diszipliniert sie durch Zucht und setzt die Rute ständig in Liebe ein.

Neuntens, ihr könnt eure Kinder durch beleidigende Worte zum Zorn reizen. Ihr versteht, dass ein kleines Kind ein sehr eingeschränktes Vokabular hat und ihr ein sehr umfangreiches; verbaler Missbrauch ist eine schreckliche Sache. Eine Flut von wohlgewählten Worten aus eurem Erwachsenenvokabular kann dieses kleine Herz in Stücke reißen. Und ebenso verheerend sind Worte des Zorns, Sarkasmus oder Worte, die sie lächerlich machen. Ehrlich gesagt sagen wir Dinge zu unseren Kindern, die wir niemals zu jemand anderem sagen würden.

Wisst ihr, ich kann mich nicht an alles erinnern, das ich in meiner Kindheit gehört habe, aber ich erinnere mich an einige Dinge. Und die Dinge, an die ich mich erinnere, waren sarkastisch. Die Dinge, an die ich mich erinnere, waren beißender Hohn. Dinge, die wir nicht vergessen können. Beleidigende Worte.

Und nicht zuletzt körperliche Misshandlung. Ein zorniges Kind ist oft ein misshandeltes, missbrauchtes, übereifrig bestraftes Kind, in der Regel durch einen zornigen, rachsüchtigen Elternteil, der nur daran denken kann, dass ihm Unannehmlichkeiten entstanden sind oder er gereizt wurde, nicht daran, dass das Kind für sein eigenes Wohl der Korrektur bedarf.

Nun, das sind ein paar sehr praktische Dinge. Wenn ihr euer Kind zum Zorn reizen wollt, könnt ihr das durch Überbehütung tun, durch Bevorzugung, indem ihr unrealistische Ziele setzt, die sie nicht erreichen können, durch übermäßige Nachsicht, durch Entmutigung, indem ihr keine Opfer für sie bringt, die eure Liebe für sie zum Ausdruck bringen, indem ihr keine Zugeständnisse an ihr zunehmendes Alter macht, indem ihr feste, konsequente und liebevolle Disziplin vernachlässigt, durch beleidigende Worte und auch durch physische Misshandlung. Tut das nicht.

Wendet euch mit mir dem Positiven zu. Vielmehr, „zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“. Zieht sie auf. Sie werden nicht von alleine dorthin gelangen, um das nur schnell hinzuzufügen. Ihr müsst sie aufziehen. Sie werden nicht alleine dorthin gelangen. Ihr müsst sie aufziehen.

In Sprüche 29,15 heißt es: „Ein sich selbst überlassener Knabe bereitet seiner Mutter Schande.“ Und das ist das, was ich euch vorhin erzählt habe. Es geht nicht so sehr darum, was Eltern ihren Kindern antun, obwohl Misshandlungen und schmerzhafte Dinge natürlich Auswirkungen haben. Es ist vielmehr das, was Eltern unterlassen, das Kinder zum Zorn reizt, mangelnde Disziplin, mangelnde Liebe, mangelnde Fürsorge. Ihr müsst sie aufziehen. Das ist ein Aufruf, eure Kinder aufzuziehen, sich darauf zu konzentrieren.

Ich möchte euch an diesem Punkt einige praktische Anweisungen geben. Wie tut man das? Wie zieht man sein Kind auf? Wo liegt der wahre Schlüssel zu dieser anspruchsvollen Aufgabe?

Ich werde euch den Schlüssel dazu nennen. Schlagt in eurer Bibel bitte Sprüche 4,23 auf … Sprüche 4,23. Und hier kommen wir wirklich zum Kern des Problems. Diese Erkenntnis hier sagt uns, was mit all euren Kindern und meinen Kindern nicht stimmt, es ist dasselbe Problem. In Sprüche 4,23 heißt es: „Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“

Hier habt ihr eine klar umrissene, göttlich inspirierte Aussage, dass die Probleme des Lebens dem Herzen entstammen. Alle Angelegenheiten des Lebens gehen vom Herzen aus. In Markus 7,21 sagte Jesus: „Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.“ Alle diese bösen Dinge kommen von innen.

Und dieselbe Sache wird für uns im Prinzip in Lukas 6,45 aufgezeichnet: „Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.“

Ihr müsst in Bezug auf euer Kind erkennen, dass ihr ein Problem des Herzens habt. Ihr befasst euch hier nicht mit Problemen des Verhaltens, sondern mit dem Herz. Ich möchte sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, das zentrale Thema ist nicht das Verhalten, eine Veränderung im Verhalten eures Kindes ist nicht das Entscheidende. Eine Veränderung des Verhaltens ohne eine Veränderung des Herzens ist im Grunde genommen nichts als Heuchelei, es ist eine Täuschung, weil die Sünde und die Rebellion noch immer da sind und einfach nur verzögert ausgedrückt werden. Sämtliches Verhalten, sämtliches Benehmen, steht im Zusammenhang mit einem Zustand oder einer Einstellung des Herzens. Und Eltern, hört mir gut zu, eure Aufgabe als Eltern besteht darin, euch auf das Herz des Kindes zu fixieren.

Erstens, um dem Kind verständlich zu machen, dass es ein sehr sündhaftes Herz hat. Und dass es diese innere Korruption ist, die all diese bösen Worte, Gedanken und Taten hervorbringt. Kindererziehung muss auf das Herz abzielen. Sie kann nicht einfach auf das Verhalten abzielen, denn das ist oberflächlich und einfältig.

Wie ich euch letztes Mal in unserer Serie gesagt habe, geht es bei der Kindererziehung in erster Linie darum, die Kinder zur Erlösung zu führen. Die Kindererziehung zielt auf das Herz ab. Die erste Sache, die euer Kind wissen muss, ist, dass es ein böses, sündhaftes Herz hat, das von Gott entfremdet ist, und der Ursprung jeder vorstellbaren Bosheit. Und dass etwas geschehen muss, um dieses Herz zu verändern. Das führt das Kind zur Errettung und zur Heiligung.

Ein Autor drückte es folgendermaßen aus: „Das kleinste Schlachtfeld der Welt ist das Herz eines Kindes. Und der komplette Sieg darüber erfordert einen allumfassenden Nahkampf.“

Das Herz eures Kindes ist ein Schlachtfeld, auf dem Sünde und Gerechtigkeit miteinander kämpfen. Das Problem eures Kindes ist nicht mangelnde Reife. Das Problem eures Kindes ist nicht mangelnde Erfahrung oder mangelndes Verständnis. Die werden das Problem noch verschärfen. Das Problem eures Kindes ist vielmehr ein böses Herz. Und niemand wächst je aus der Verderbtheit heraus. Niemand.

Das Ziel der Kindererziehung ist also, sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn aufzuziehen. Das Ziel der Kindererziehung ist nicht Kontrolle. Es geht nicht darum, sie unter Kontrolle zu bringen. Es geht nicht darum, gesellschaftlich lobenswertes Verhalten in ihnen hervorzurufen. Es geht nicht darum, sie zu Menschen zu machen, die höflich sind und anderen Respekt erweisen. Es geht nicht einmal darum, sie dahin zu bringen, dass sie sich auf moralisch akzeptable Weise verhalten. Es geht nicht darum, sie gehorsam zu machen. Es geht nicht darum, euch als Eltern etwas zu geben, worauf ihr stolz sein könnt. Das Ziel der Kindererziehung besteht nicht darin, dass sie etwas tun, um eure Anerkennung zu gewinnen. Das Ziel der Kindererziehung ist die Errettung und die Heiligung. Das Ziel der Kindererziehung besteht darin, mitzuerleben, dass euer Kind von der Sünde und deren Lohn in der Ewigkeit errettet wird und dann dem Pfad der Heiligung folgt.

Jedes Ziel, das niedriger gesteckt ist, ist eine reine Modifikation des Verhaltens. Hier geht es um das Herz. Und ihr müsst verstehen, dass ihr einen Sünder vor euch habt, der bis ins tiefste Innerste verdorben ist, der das Heil braucht und Vergebung und Heiligung. Und ihr beginnt, indem ihr diesem Kind den sündhaften Zustand und das Gericht Gottes bewusst macht. Wie ich euch bereits gesagt habe, macht ihr diesem Kind sogar die ewige Hölle bewusst. Ihr unterweist das Kind nicht nur darin, selbstbeherrscht zu sein und Nein zu sagen, wenn es etwas will. Ihr unterweist euer Kind darin, Versuchung zu verstehen und ihr zu widerstehen, weil die Sünden der Habgier und Lust und des Egoismus und des Neids und der Nachgiebigkeit Gott entehren und ein böses Herz begünstigen. Bestraft sie für die Sünde, aber lehrt sie, dass das Problem im Herzen liegt.

Sündhafte, nicht errettete, ungeheiligte Kinder werden von genau denselben Wünschen beherrscht, die auch ihre größeren Mitmenschen teilen. Eure Kinder werden von der Fleischeslust beherrscht, von der Augenlust und vom Hochmut des Lebens. Sie sind egoistisch, ichbezogen und sie wollen alles, was sie sehen können … SOFORT.

Korrigiert sie nicht, um die gekränkten, irritierten oder frustrierten Eltern zu befriedigen, denn das ist Rache, sondern um Gott zu befriedigen, der gekränkt wurde und nicht nur irritiert wurde. Und erinnert sie daran, dass Gott, der gekränkt wurde, Versöhnung mit ihnen sucht durch ihr Vertrauen in Jesus Christus.

Das ist das Ziel aller Kindererziehung. Das Ziel ist das Herz und dessen Errettung. Das bedeutet Belehrung, Überführung und Zurechtweisung, den Einsatz der Rute, aber immer konsequent. Wir haben darüber geredet. Ihr setzt die Rute nie als Strafe für eine Sünde ein, hört mir gut zu, das ist nicht eure Aufgabe. Ihr setzt die Rute nie als Strafe für eine Sünde ein. Ihr setzt die Rute zur Zurechtweisung ein, um eine Strafe durch Gott zu verhindern.

Und die Rute hat eine sehr wichtige Stellung. Diese Woche habe ich einen wunderbaren kurzen Brief von einem kleinen Jungen in unserer Gemeinde bekommen, vielleicht 8 oder 9 Jahre alt; sein Name ist Stephen. Er gab mir diesen Brief letzten Sonntag und schrieb Folgendes:

„Danke für die Geburtstagskarte.“ Ich hatte ihm eine Geburtstagskarte geschickt, wie ich es bei vielen Kindern tue. „Es war sehr nett von dir, mir eine Karte mit deinem Foto darauf zu schicken. Deine Botschaft über die Züchtigung von Kindern hat mir gut gefallen. Eines Tages, als mein Vater mir den Hintern versohlt hat, zerbrach seine Rute. Ein paar Tage später entschied ich mich, ihm eine neue Rute zu machen. Sie war am Ende größer als gewollt.“ Ich liebe das einfach. „Ich wünschte, jeder Pastor würde das Wort so predigen wie du. Stephen.“ Ich denke, Stephen versteht, worum es geht, meint ihr nicht? Was für ein netter kleiner Junge, der seinem Vater eine Rute macht.

Zieht sie auf; sie aufzuziehen bedeutet, auf das Herz abzuzielen. Lasst mich mit euch zu einer Textstelle im Alten Testament gehen, die diese auf das Herz abgerichtete Anweisung noch näher definieren wird. In 5. Mose Kapitel 6 seht ihr eine sehr wichtige Formel zur Aufzucht von Kindern. 5. Mose 6 ist eigentlich ein Kapitel mit Anweisungen für Eltern. In Vers 7 geht es darum, Gottes Worte sorgfältig den Kindern einzuschärfen. Hier geht es überall um Anweisungen für Familien, ein überaus wichtiges Kapitel. An späteren Stellen im Kapitel wird wiederholt Bezug genommen auf die Unterweisung von Söhnen/Kindern.

Wenn ihr sie also aufzieht und sie lehrt und unterweist, was lehrt ihr sie? Lasst uns am Anfang beginnen, in Vers 4. Das Erste, was ihr sie lehren sollt, steht in diesem Abschnitt: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein!“ Die erste Sache, die ihr sie lehrt, ist Gott als den wahren Gott anzuerkennen, und dass er souverän ist, Gott, den einzigen Gott, den einzigen Herrn, anzuerkennen. Das ist die erste Sache. Lehrt sie über Gott.

Zweitens, Vers 5, lehrt sie, Gott zu lieben. „Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ Das ist die zweite Grundlage in der Aufzucht von Kindern.

Drittens, Vers 6, lehrt sie, Gott gehorsam zu sein. „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen, und du sollst sie deinen Kindern einschärfen.“ Lehrt sie über Gott, lehrt sie, Gott aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit all ihrer Kraft zu lieben, und lehrt sie, Gott gehorsam zu sein, all seinen Geboten.

Viertens, lehrt sie, eurem Beispiel zu folgen. Vers 7: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ Mit anderen Worten, zeigt euren Kindern, dass euch zu jedem Zeitpunkt in eurem Leben, in allen Lebenserfahrungen, immer das Wort des lebendigen Gottes auf der Zunge liegt. Lasst sie sehen, dass euer Leben von göttlicher Wahrheit beherrscht wird. Lasst sie das ganze Leben als Klassenzimmer sehen. Jeder Anlass im Leben ist eine Gelegenheit, sie etwas zu lehren. Jede Erfahrung im Leben ist eine Gelegenheit, sie auf den Himmel aufmerksam zu machen. Alles, was ihnen widerfährt, ist ein Weg zurück zur Schrift.

Jesus war der absolute Meister darin, geistliche Realität aus der Welt um ihn herum abzuleiten. Von Wasser, von Feigenbäumen, von Senfkörnern, von Vögeln und Brot und Trauben und Perlen und Weizen und Unkraut und Tassen und Tellern und Netzen und Abendessen und Weingärten und Füchsen und Menschen und Frauen und Licht und Finsternis, alles, das im Leben geschah, diente als Fenster zur göttlichen Realität. Ich muss meine Kinder entsprechend sensibilisieren, damit sie die Hand Gottes sehen und die Stimme Gottes hören und den Abdruck Gottes sehen - in jeder Blume, jedem Felsen, jedem Berg, dem Meer, dem Himmel, dem sprudelnden Bach, den raschelnden Bäumen, dem Zirpen der Grille, dem tosenden Wasserfall, dem sanften Schwappen der Wellen, dem Duft einer Blume, salziger Luft, kleinen Babys, frischen heißen Beeren, heißem, frischgebackenem Brot mit Butter, einem Welpen, einem Eichhörnchen, Oma etc. etc. Alles im Leben ist ein Klassenzimmer, in dem wir sie zu Gott zurückbringen können.

Laut Versen 8 und 9 ist es außerdem unverzichtbar bei der Kindererziehung, sie immer wieder an diese Wahrheiten zu erinnern, sie an den wahren Gott zu erinnern, an den liebenden Gott, und daran, Gott gehorsam zu sein und eurem Vorbild zu folgen. Wie tut man das? „Und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein; und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.“ Das soll einfach nur bedeuten, ihr soll sie ständig daran erinnern, konstant, die ganze Zeit. Es soll, sozusagen, ständig in euren Gedanken sein, ihr sollt es stets zur Hand haben, es auf die Türpfosten eures Hauses und an eure Toren schreiben, damit ihr sie immer wieder zur Wahrheit Gottes zurückführt.

Und dann noch eine andere Lektion. Lehrt sie, sich vor ihrer Umwelt in Acht zu nehmen. Vers 10: „Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben, große und gute Städte, die du nicht gebaut hast, und Häuser, voll von allem Guten, die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen ist …“ Mit anderen Worten werden sie eine sehr fortschrittliche Zivilisation übernehmen, die bereits etabliert ist. „Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast; und wenn du ißt und satt geworden bist, so hüte dich davor, den HERRN zu vergessen, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt hat.“ Warnt eure Kinder, wenn sie in die Welt hinausziehen und beginnen, alles zu sehen, was es dort gibt, und beginnen, Dinge zu berühren, zu schmecken, zu erforschen, zu spüren und zu erleben, Gott nicht zu vergessen.

Lehrt sie über den wahren Gott. Lehrt sie, ihn aus ganzem Herzen zu lieben, aus ganzer Seele und mit all ihrer Kraft. Lehrt sie, ihm zu gehorchen. Lehrt sie, eurem Vorbild zu folgen. Zeigt ihnen, dass das Leben ein Klassenzimmer ist, unabhängig von der Szene vor euch. Erinnert sie ständig an diese Dinge, die ihnen und euch kostbar sind. Und lehrt sie, sich vor der Welt in Acht zu nehmen.

Mit diesen Informationen im Hinterkopf kehren wir zu Epheser 6 zurück und werden zum Ende kommen. In Epheser 6 gibt es ein paar Schlüsselwörter. Das erste ist „Zieht sie auf in der Zucht …“ Das griechische Wort lautet paideia und bedeutet „ein Kind großziehen.“ Das beinhaltet Training, Unterweisung und Lernen. Dieses Wort wird auch in Hebräer 12, 5-11 verwendet, wenn es um Züchtigung und Zurechtweisung geht. Es bedeutet im Prinzip Training. Es beinhaltet Disziplin oder Zucht.

Hier ist eine Zusammenfassung der eigentlichen Bedeutung. Erzwungene Konformität, erzwungene Konformität des Herzens und des Lebens mit Gott und seiner Wahrheit. Erzwungene Konformität des Herzens und des Lebens mit Gott und seiner Wahrheit.

Wie erzwingt man das? Durch Strafe und Belohnung. Zieht sie auf, trainiert sie, erzieht sie mit Zucht und Disziplin und Training und Unterweisung und Lernen und erzwungener Konformität des Herzens und Lebens mit Gott und den Grundsätzen seines Wortes.

Susannah Wesley hatte 17 Kinder, einschließlich John und Charles. Sie schrieb einmal: „Der Elternteil, der sich bemüht, die Eigenwilligkeit in seinem Kind unter Kontrolle zu bringen, arbeitet mit Gott an der Errettung einer Seele. Der Elternteil, der Eigenwilligkeit nachgibt, tut das Werk des Teufels, macht Religion nicht anwendbar, Errettung unerreichbar und tut alles, was in ihm steckt, um sein Kind zu ertränken, Körper und Seele.“

Gebt Eigensinnigkeit in einem Kind nicht nach, bringt sie unter Kontrolle. Eigenwilligkeit zu zerbrechen ist der Schlüssel. Sie zu lehren, dass sie sündhaft sind und dass Eigenwilligkeit eine sündhafte Ausdrucksform ist, die ein Verstoß gegen Gott ist, für den Gott sie für immer bestrafen wird. Lehrt sie, dass sie dazu berufen sind, das Gesetz Gottes einzuhalten und umzusetzen, dass sie es aber ohne Gottes Gnade in ihrem Herzen nicht tun können. Zeigt ihnen ihre Sünde und zeigt ihnen, dass sie nichts daran ändern können, nur Gott kann ihre Herzen durch ihren Glauben an Christus verändern. Und wenn sie im zarten Kindesalter einfachen Glauben an Christus praktizieren, akzeptiert jeden Schritt, den sie gehen. Nur Gott weiß, wann die wahre Bekehrung stattfindet. Ermutigt jeden Schritt in Richtung Gott.

Das griechische Wort für „Ermahnung“ - zieht sie auf in Ermahnung oder Unterweisung – lautet nouthesia. Es beinhaltet die Vorstellung einer Warnung. Und das führt uns zu dem zurück, was wir schon früher gesagt haben. Wir müssen unsere Kinder warnen, dass es für ihr Verhalten nicht nur offensichtliche physische Konsequenzen in der Familie geben wird, sondern auch sehr viel gravierendere Konsequenzen von Gott. Das ist so wichtig.

Training … das Wort „Training“ oder „Disziplin“ kann sich auf das beziehen, was mit einem Kind zum Zwecke der Züchtigung getan wird, aber das Wort „Unterweisung“ bezieht sich auf das, was zu dem Kind gesagt wird. Es ist eine verbale Anweisung mit Aussicht auf ein Gericht. Mit anderen Worten: „Du musst dies tun, denn wenn du das tust, sind das die Konsequenzen.“

Diese Aussage wurde über Elis Söhne in 1. Samuel gemacht, eine tragische Aussage. Seine Söhne luden einen Fluch auf sich und Eli wies sie nicht zurecht. Wenn ihr die überaus traurige Geschichte von Elis Familie lest, seht ihr den Schlüssel direkt dort. Es lag nicht an etwas, das er ihnen angetan hatte, sondern an etwas, das er unterlassen hatte. Er warnte sie nicht.

Die Minnesota Crime Commission sagt Folgendes: „Jedes Baby beginnt das Leben als ein kleiner Wilder. Es ist vollkommen egoistisch und auf sich bezogen, will das, was es will, ohne zu warten. Sein Fläschchen, die Aufmerksamkeit seiner Mutter, seine Freunde, Spielzeug oder die Uhr seines Onkels. Wenn man ihm das einmal verleugnet, entwickelt es einen Tobsuchtsanfall und eine Aggression, die tödlich wären, wenn es nicht so hilflos wäre. Es ist schmutzig, hat keine Moral, keine Kenntnisse und keine entwickelten Fähigkeiten. Das bedeutet, dass alle Kinder als Missetäter geboren werden; wenn es ihnen gestattet wird, ihre egoistische Kinderwelt fortzusetzen, wenn ihren impulsiven Handlungen zur Befriedigung jedes Bedürfnisses kein Einhalt geboten wird, wird jedes Kind zu einem Kriminellen heranwachsen, zu einem Dieb, einem Mörder und einem Vergewaltiger.“

Nicht schlecht von der Minnesota Crime Commission. Was sie beschreiben ist was? Verderbtheit. Die Aufgabe ist kolossal, Leute. Und die Wahrheit lautet, nur Gott kann Herzen verändern. Das Ziel besteht nicht darin, ihr Verhalten zu verändern, sondern darin, dass Gott ihr Herz verändert. Das Ziel besteht darin, euer Kind zu Christus zu führen, und wenn euer Kind Christus anerkennt, dieses Kind zur Heiligung durch Zucht und Unterweisung zu führen.

Verbringt eure Zeit damit, eurem Kind bei der Einsicht zu helfen, wie sündhaft es ist. Verbringt eure Zeit damit, ihm oder ihr zu helfen, zu verstehen, dass nur Gott das Herz verändern kann. Verbringt eure Zeit damit, das Kind zu züchtigen, damit es es sich an Gottes Gesetz hält. Aber mehr noch als das, Gott aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele und mit aller Kraft zu lieben.

Ein Vater, der auf die Kindererziehung zurückblickte, fügte dem noch einige praktische Tipps hinzu. Er sagte: „Wenn ich noch mal von vorne anfangen würde mit meiner Familie, würde ich meine Frau vor den Augen meiner Kinder mehr lieben. Ich würde mehr mit meinen Kindern über unsere Fehler und unsere Freude lachen. Ich würde meinen Kindern mehr zuhören, selbst dem kleinsten. Ich würde ehrlicher sein über meine Schwächen und nicht Vollkommenheit vortäuschen. Ich würde anders für meine Familie beten. Statt mich auf sie zu konzentrieren, würde ich mich auf mich selbst konzentrieren. Ich würde mehr Dinge mit meinen Kindern unternehmen. Ich würde sie mehr ermutigen. Ich würde mehr Lob aussprechen. Ich würde den kleinen Dingen mehr Aufmerksamkeit schenken. Ich würde vertrauter über Gott reden. Ich würde die alltäglichen Dinge jedes gewöhnlichen Tages nutzen, um sie auf Gott aufmerksam zu machen.“

Und das ist es eigentlich. Ich denke nicht, dass es hier um all die Nuancen des Verhaltens geht. Ich denke nicht, es geht darum, ob euer Kind stillsteht oder in einem Kreis herumrennt. Ich denke nicht, dass es darum geht, ob euer Kind wie der kleine Lord auf dem Hocker sitzt, ohne jede Knitterfalte, oder über die Rückenlehne des Sofas springt. Ich denke nicht, dass es unbedingt darum geht. Es geht vielmehr um das Herz und ob dieses kleine Lebewesen gelehrt werden kann, Gott zu lieben und zu verstehen, dass nur Gott sein Herz verändern kann. Das ist der Weg der Kindererziehung. Das ist der Weg, den ihr einschlagen müsst. Und es ist ein Werk, das sich auf das Herz konzentriert, und es ist ein Schlachtfeld und es erfordert nicht nur große Unterweisung und Zucht, sondern auch ein absolut konsequentes Vorbild.

Ich möchte euch zum Abschluss von einem kleinen kranken Kind erzählen. Es was an rheumatischem Fieber erkrankt und diversen anderen Krankheiten, sodass dieses Kind die frühen Jahre seiner Kindheit viel im Bett verbrachte und einen Herzfehler davontrug, der gewisse Einschränkungen in seinen Aktivitäten bedeutete. Das Kind war für Unfälle und Missgeschicke anfällig, unterzog sich diversen Operationen und erlitt eine Reihe von Unfällen durch rücksichtslose Aktivitäten. Das Kind war immer zu Streichen aufgelegt, tat schreckliche Dinge, wie die Vögel aller Nachbarn aus ihren Käfigen zu lassen, sodass sie alle wegflogen. Eines Morgens nahm dieses Kind ein Dutzend Eier aus dem Kühlschrank, brachte sie in den Flur, nahm einen Hammer und zerschlug sie alle, nur, um zu sehen, was ein Hammer mit einem Ei anstellte. Das Kind lief mehrere Male weg, aber in der Regel nur bis zum Haus jener Frau, die so gute Pasteten machte. Es lenkte den Verkehr mitten auf der Straße, setzte die Küche in Brand, sagte dem Lehrer, er solle für seinen Vater beten, weil dieser sich seinen Fuß abgehackt hätte, einfach, weil er die beste Geschichte erzählen wollte. Es biss Menschen, sodass sein Vater ein Schild um seinen Hals hängen musste, auf dem stand: ‚Spielt nicht mit mir, ich beiße.‘“

Ich bin sehr vertraut mit diesem kleinen Jungen, denn das war ich. Und so ging das weiter, bis mein Vater mich sogar einmal aus dem Gefängnis holen musste. Warum ich so war? Lag es daran, dass meine Eltern mich nicht liebten? Nein. Lag es irgendwie daran, dass sie mich körperlich gezüchtigt hatten und meine Psyche verletzt war? Nein. Es lag einfach daran, dass ich wie alle anderen war, bis in mein Innerstes verdorben. Und wenn ich mir selbst überlassen gewesen wäre, wer weiß, in welche kriminellen Aktivitäten ich verwickelt geworden wäre. Aber beständiges Gebet und Unterweisung von liebenden Eltern führten mich zu Jesus Christus und zur Errettung und zum Pfad der Heiligung, sodass ich jetzt als Prediger vor euch stehe.

Vielleicht betrachtet ihr euer Kind und sagt: „Das hier ist doppelte Verderbtheit, ich bin mir nicht sicher, ob ich damit klarkomme.“ Ihr könnt es nicht, aber Gott kann es. Bleibt auf euren Knien und begreift, was es ist, das ihr tut; es ist Arbeit am Herzen eures Kindes für seine Errettung und seine Heiligung. Und der Rest ergibt sich von ganz alleine.