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Die Anatomie der Gemeinde: Die inneren Organe, Teil 1 (German)

Ausgewählte Schriftstellen September 04, 1983 de2025

Am letzten Tag des Herrn begann ich, euch mein Herz auszuschütten zu Dingen, die ich „Die Anatomie einer Gemeinde“ nannte. Ich sagte euch letztes Mal, ich sei der Meinung, dass Grace Community Church sich an einem sehr entscheidenden Punkt in ihrer Geschichte befindet … Gott hat große Dinge getan. Ich denke, es warten noch größere Dinge auf uns. Meine Hingabe an diese Gemeinde und diesen Dienst und was Gott hier von mir will sind so ausgeprägt, wie nie zuvor in meinem Leben. Ich sehe der Zukunft voller Spannung entgegen und doch weiß ich, dass es einen Feind gibt … der das vereiteln möchte; und ich weiß, dass wir einen geistlichen Kampf kämpfen, der in der vor uns liegenden Zeit heftiger als je zuvor sein wird; und deshalb spürte ich einfach die Notwendigkeit, von der fortlaufenden Serie im Matthäusevangelium abzuweichen und euch quasi einen kleinen Einblick in mein Herz zu gewähren und euch zu sagen, wo unsere Gemeinde meiner Meinung nach wirklich steht und was wir erneut bekräftigen müssen …

Ich bin so dankbar für die Reaktionen auf letzten Sonntag. Ich habe viele Karten und einige Briefe und Anrufe erhalten und einige ermutigende Besuche von Menschen, die sagten: „Ich möchte mein Bekenntnis zum Herrn und zu dieser Gemeinde erneuern, um dich in deinem Dienst zu stützen.“ Und das bedeutet so viel. Ich bin stets dankbar, dass ihr auf Gottes Wort reagiert und auf das Herz des Pastors oder des Hirten, der es euch bringt.

Ich möchte dort fortfahren, wo wir letztes Mal begonnen haben. Man könnte das hier vielleicht als eine Art kurze geistliche Archäologie bezeichnen. Manche von euch sind hierhergekommen und ihr seht das Fundament nicht. Ihr wart in den Jahren des Aufbaus nicht hier. Ihr versteht nicht wirklich, was die Grundlage von all dem hier ist, und deshalb versuche ich, ein wenig von diesem Fundament für euch auszugraben, damit ihr die Grundlagen sehen könnt, denen dieser Dienst wirklich verpflichtet ist.

Und um uns dabei zu helfen, dieses Fundament zu sehen, quasi tiefer zu graben und herauszufinden, worauf Grace Church wirklich basiert, wollte ich die wunderbare Analogie von Paulus über den Leib verwenden. Wir reden hier von der Anatomie der Gemeinde. Ich deutete an, dass es vier Merkmale des Leibes gibt, die wir betrachten wollen: das Skelett, die inneren Organe, die Muskeln und das Fleisch. Das ist eine recht vereinfachte Perspektive, aber ich denke, sie wird uns zweckdienlich sein.

Wir sagten letztes Mal, dass die Gemeinde ein Grundgerüst oder Skelett benötigt. Das verleiht ihr ihre Form. Das verleiht ihr eine Grundstruktur. Das ermöglicht es ihr, zu stehen. Das ist die nicht verhandelbare, wesentliche, elementare Grundlage, von der alles Andere abhängt und durch die alles andere beweglich wird. Und wir sagten, dass es von diesen nicht verhandelbaren, grundlegenden Prinzipien fünf Stück gibt: eine hohe Sicht Gottes, die absolute Autorität der Schrift, Klarheit der biblischen Lehre, persönliche Heiligung und ein Verständnis der geistlichen Autorität. Das sind Schlüsselelemente. Wir müssen fortfahren, Gott und seinen gesegneten, heiligen Namen zu erheben und zu preisen. Wir müssen fortfahren, das Wort Gottes zu unserer Priorität zu machen, es unser Ein und Alles zu machen, es zu studieren, es zu verkünden, es zu lehren. Wir müssen uns auch dazu verpflichten, aus dem Wort Gottes biblische Lehre zu ziehen, die klar, präzise und auf das Leben anwendbar ist. Wir müssen außerdem mit unserer ganzen Kraft im Heiligen Geist nach Heiligkeit, Tugend, Gottesfürchtigkeit und Gerechtigkeit streben; und wir müssen geistliche Autorität verstehen.

Ein geistlicher Leiter und jemand zu sein, dem andere Menschen nachfolgen, birgt eine große Verantwortung. Wenn ihr mich also von Zeit zu Zeit über Gott und die Schrift und die biblische Lehre und Heiligung und Autorität reden hört, dann werdet ihr verstehen, dass ich die Struktur, das Skelett, den Rahmen feststecken muss und deshalb sind das die Themen, zu denen ihr immer wieder zurückkehrt. Wenn sich das manchmal wie dieselbe Predigt anhört, so kann das durchaus sein; aber meistens ist es das wahrscheinlich nicht. Wenn das gelegentlich so ist, versuche ich immer, an verschiedenen Stellen zu rufen, sodass es an der Oberfläche anders aussieht.

Aber es gibt einfach diese Dinge, die bekräftigt werden müssen, denn, wie wir letztes Mal mit den Worten von Petrus feststellten: „Ich möchte, dass ihr euch an diese Dinge erinnert, damit ihr euch nach meinem Abschied diese Dinge jederzeit in Erinnerung rufen könnt. Damit ihr sie euch jederzeit in Erinnerung rufen könnt.“ Es ist dieselbe Sache, die Paulus auf dem Herzen hatte, als er an die Philipper schrieb und sagte: „Ich bin froh über das, was ich sehe, wenn ich bei euch bin, aber umso mehr über das, was ich in meiner Abwesenheit von euch sehe, dass ihr eure Rettung mit Furcht und Zittern verwirklicht.“

Ich weiß nicht, wie lange der Herr mir gewährt oder wie lange ich hier sein werde, aber die größte Befriedigung, die ich je empfinden könnte, wäre, abwesend von hier zu sein, wenn das zu Gottes Plan für mich gehört, und zurückzusehen, wenn das von dort, wo ich wäre, möglich wäre - ich weiß nicht, ob man von Himmel zurückblicken kann - und zu sagen: „Sie machen weiter und ihre Hingabe gilt noch immer den Dingen, denen sie in meiner Gegenwart galt."

Um uns dabei zu helfen, diese grundlegenden Dinge zu bekräftigen, haben wir uns quasi neu strukturiert. Ich glaube, dass es im Leben einer Gemeinde unverzichtbar ist, diese nicht verhandelbaren Dinge zu betonen; das bedeutet, dass sie immer und immer wieder Teil des Predigtdienstes sind. Zweitens müssen sie Teil des Lehrdienstes sein. Wenn ihr eine Gruppe lehrt, die Gemeinschaft miteinander hat, oder eine Herde oder einen Bibelkreis oder eine Kindergruppe oder eine Gruppe für junge Erwachsene oder was auch immer, wo auch immer ihr seid, wenn ihr ein Jüngerschaftsprogramm mit jemandem durcharbeitet, sind das die Dinge, zu denen ihr zurückgehen müsst, um das Grundgerüst weiter zu etablieren, damit ihr eine Grundlage habt, damit ihr die Form habt, die nötig ist, damit der Leib das sein kann, was Christus von ihm erwartet.

Und deshalb müssen wir es verkünden und lehren, und Vorbilder sind ebenfalls entscheidend. Wir müssen ein Vorbild sein. Es muss einen Beweis der Hingabe an diese Dinge geben, nicht nur in unseren Worten, sondern in unserem Leben. Ich muss mich in meiner Lebensweise ebenso zu persönlicher Heiligung, Klarheit der biblischen Lehre, der Autorität der Schrift und so weiter bekennen, wie in meinen Predigten, denn sonst geht alles verloren; und deshalb verpflichten wir uns zu diesen Dingen.

Das bringt mich zu einer zweiten Kategorie, den inneren Organen. Darüber möchte ich heute früh und nächste Woche sprechen; wir werden sehen, ob wir das überhaupt in zwei Wochen beenden können, aber ich möchte über die inneren Organe sprechen. Ich glaube, dass die Gemeinde von gewissen geistlichen Einstellungen durchströmt werden muss. Ein physischer Leib hat Organe und Flüssigkeiten, die durch ihn fließen und dazu dienen, dass der Leib leben und funktionieren kann. Wir sind also nicht nur ein Skelett. Ein Skelett lebt nicht. Es verleiht Form, aber es ist nicht das Leben. Es muss von gewissen geistlichen Einstellungen durchströmt werden, und das ist es, was ich als die inneren Organe der Gemeinde betrachte.

Die Bemühungen der Pastoren, das Ziel der Ältesten, das Ziel der Leiter in der Gemeinde besteht darin, in den Herzen der Menschen gewisse geistliche Einstellungen hervorzurufen. Wir versuchen nicht einfach, euch dazu zu bringen, gewisse Dinge zu tun. Wir werden euch nicht einfach mit „Ihr müsst dies und das tun“ bombardieren. Wir wollen vielmehr die richtigen geistlichen Einstellungen hervorbringen, die dann von sich aus zum richtigen Verhalten führen werden. Seht ihr, man kann nach außen hin das Richtige tun und dabei eine schlechte Einstellung haben; aber wenn man eine gute Einstellung hat, tun wir das Richtige nach außen hin aufgrund einer guten Einstellung, und so arbeiten wir quasi an der Frucht des Geistes. Die innere Motivation, die innere Einstellung.

Manchmal treten junge Männer eine Stelle als Pastor an, kommen in eine Gemeinde und sehen, dass die Gemeinde vielleicht nicht richtig organisiert ist und vielleicht sehen sie nicht alle Programme und Aktivitäten dort, die sie gerne sähen, und so sind sie ausnahmslos versucht, die Gemeinde umzustrukturieren. Und manchmal rufen sie mich an oder reden mit mir und sagen: „Wir wollen Älteste ernennen und dieses und jenes umorganisieren“, und dann sage ich oft zu ihnen: „Du weißt, was du haben wirst, wenn du die Gemeinde umorganisierst? Du wirst dieselben Menschen mit denselben Einstellungen haben, nur in einer anderen Struktur. Das ist alles, und das Problem wird sein, dass sie nicht wissen werden, warum du die Struktur änderst; und die Veränderung könnte sehr schwierig sein.“

Ich erinnere mich, als ich anfangs zu Grace kam und eine völlig neue Idee hatte, wie die Sonntagsschule laufen sollte. Das war ungefähr in meinem ersten Monat hier; ich hatte plötzlich diesen Geistesblitz und schrieb die ganze Sache nieder und legte sie dem Lehrausschuss vor - der es einstimmig ablehnte … Sie sagten: „Wer bist du denn schon, junger Bursche? Wir sind schon sehr lange hier. Woher kommst du denn? Bewähre dich erstmal.“ Effektiv entwickelten sie Jahre später dasselbe System. Es ging einfach darum, die geistlichen Einstellungen zu entwickeln, die zur richtigen Reaktion führten.

Andererseits könnt ihr euch nicht um die Struktur der Gemeinde sorgen; und wenn ihr die richtigen geistlichen Einstellungen integriert, nimmt die Struktur von selbst Gestalt an … denn Menschen, die vom Geist gelenkt werden, werden Dinge tun, die vom Geist geführt werden, und sie werden feststellen, dass sie sich im Einklang mit dem biblischen Vorbild der Gemeinde entwickeln.

Wir müssen in der Gemeinde also ein Hauptaugenmerk auf Einstellungen richten. Wir müssen an dem arbeiten, was in euch vor sich geht. Wir sind nicht daran interessiert, euch nur dazu zu bringen, euch auf bestimmte Weise zu verhalten. Dafür zu sorgen, dass ihr Geld gebt. Dafür zu sorgen, dass ihr jeden Sonntagmorgen, Sonntagabend und Mittwochabend kommt. Dafür zu sorgen, dass ihr fünf Stunden pro Woche betet oder was auch immer. Dafür zu sorgen, dass ihr eure Bibel jeden Tag lest. Pflichtgetreue Hingabe. Darum geht es nicht. Nein, das ist der falsche Ansatz. Wir gehen die Dinge nicht auf legalistischer oder oberflächlicher Basis an; stattdessen waren die Bemühungen unseres Dienstes immer darauf konzentriert, Einstellungen hervorzurufen. Manchmal befindet ihr euch in einem Kampf, weil es manche Menschen gibt, die mit der falschen Einstellung zu uns kommen, und wir wollen ihnen sagen: „Macht es trotzdem, auch mit eurer schlechten Einstellung.“

Aber davon müssen wir Abstand nehmen, denn wir wollen nicht jener Zufriedenheit der Unzufriedenheit in die Hände spielen, die aus Legalismus resultiert. Deshalb arbeiten wir an Einstellungen und im Laufe der Jahre sind das die Einstellungen, die mir in meinem eigenen Herzen und Leben und denen von all den Menschen hier wichtig waren.

Zuerst, und vor allem Anderen, kommt Gehorsam. Eine Einstellung des Gehorsams. Das ist die alles umfassende Einstellung. Sie besagt: „Wenn Gott etwas sagt, tue ich es.“ Das ist die kompromisslose Einstellung, über die wir sprachen, als wir von einigen Monaten bei unserem Abendmahl ein wenig über das Buch Daniel sprachen. Das ist kompromisslos. Ich meine, wenn Gott das sagt, dann ist das so. Es ist nicht verhandelbar. Es ist nicht etwas, über das man argumentiert. Man tut es. Gehorsam. Das ist die alles umfassende Einstellung. Und deshalb haben wir das Wort Gottes einfach allen Leuten hier Woche um Woche, Monat um Monat, Jahr um Jahr eingehämmert, mit der Implikation: „Das ist es, was Gott sagt, und ihr müsst darauf reagieren. Ihr müsst es tun … zur Ehre Gottes und für euren eigenen Segen und die Errettung der Seelen und als Vorbild für andere Christen.“

Aus all jenen Gründen sind wir gehorsam, denn es ist richtig und verherrlicht Gott, weil es uns Segen empfangen lässt, weil es uns ermöglicht, vom Geist erfüllt zu werden, damit wir andere erreichen und ein Vorbild für jene sein können, die uns beobachten, um zu sehen, wie wir leben. Gehorsam. Ihr sagt: „Nun, das scheint ziemlich offensichtlich.“ Gewiss ist es das, weil ihr errettet wurdet, indem ihr die Herrschaft von Jesus Christus bestätigt habt, nicht wahr? Und das bedeutet einfach, zu sagen: „Du sitzt am Ruder“, nicht wahr? „Ich werde folgen. Du bist der Herr, ich bin der Diener.“

„Was nennt ihr mich aber ‚Herr, Herr‘ und tut nicht, was ich sage“, sagt Jesus. „Ich meine, das ergibt keinen Sinn. Nennt mich nicht ‚Herr‘ und gehorcht mir dann nicht. Wenn ich der Herr bin, dann bedeutet das, dass ihr tut, was ich sage, nicht wahr?“ Richtig, das ist offensichtlich. Das meinte er im Matthäusevangelium Kapitel 7, als er sagte: „Es ist eine schmale Straße und ein schmales Tor und ein schmaler Weg.“ Der Weg ist schmal, weil er durch den Willen Gottes und das Gesetz Gottes und das Wort Gottes beschränkt ist. Und so begannen wir unser Leben als Christen, indem wir Jesus als Herrn bekräftigten, Römer 10,9-10. Wir begannen damit, uns seiner Herrschaft unterzuordnen, und dadurch im Prinzip einem Leben des Gehorsams. Das also ist die erste und höchste Einstellung.

Phil Johnson war erpicht darauf, mir diese Woche beim Radiodienst eine Aufnahme vorzuspielen, die er von einem unserer Zuhörer erhalten hatte, der schrieb und sagte, dass, oder, nein, er sandte einen, ich schätze, er sandte einen Brief zusammen mit der Aufnahme; aber in der Aufnahme teilte er uns im Prinzip seinen größten Herzenswunsch mit. Zehn Minuten lang redete er darüber, wie er die Sendung gehört hätte und das Studium der Bibel schätze und was auch immer. Und dann ging er zu seinem Problem über. Er hatte viele Sünden in seinem Leben, an denen der Herr arbeitete; aber diese eine Sache war etwas, wo er wissen wollte, was wir davon hielten. Es war Folgendes: Nach seinem Empfinden hatte er sein Leben lang nie normale Gefühle für Frauen gehegt. Er schien Frauen gegenüber nicht die Gefühle zu hegen, die typisch für Männer waren, aber er fühlte sich sehr stark von Farmtieren angezogen. Ja, richtig, Farmtieren … und er fragte sich, was wir davon hielten ... er sagte, seiner Meinung nach sei das kein Problem. Er empfand keinerlei Schuld, wenn er derartige Dinge tat, und er dachte, der Herr sei dabei, ihn in anderen Bereichen zu läutern und diese Sache sei kein Problem.

Er erhielt also einen Brief zurück, vier Seiten lang, in dem zum Ausdruck kam, dass es tatsächlich ein Problem sei. Dass er, wenn er zur Zeit des Alten Testaments gelebt hätte, sogar tot gewesen wäre, denn wenn ein Mann bei einem Tier liegt, wird er getötet; und weiter kam, freundlich, zum Ausdruck, dass Gott unser Leben nicht in einzelne Teile aufteilt und sagt: „Dieser Sünden werde ich mich annehmen. Jene sind mir nicht so wichtig.“ Alle Sünden sind eine Beleidigung seines heiligen Namens; und so wurden diesem Mann alle möglichen Schriftstellen geschickt und dann erhielten wir eine weitere Kassette; und Phil spielte sie für mich ab. Hier ist ein Zitat davon:

„Ich glaube nicht, dass das irgendjemand versteht. Christen sind so in der Bibel verstrickt und so im Wort verstrickt und so in dem verstrickt, was Gott sagt, dass sie nicht wirklich verstehen, wie Gott manchmal agiert oder fühlt.“ Das ist unglaublich. „Christen sind so im Wort, in der Bibel und dem, was Gott sagt, verstrickt, dass sie nicht wissen, was Gott fühlt.“ Wie sonst sollten wir wissen, wie Gott fühlt - wenn wir die Bibel nicht lesen? Dieser Mann sagt hier effektiv: „Also pass auf, bombardiert mich hier nicht mit der Bibel. Ich empfinde keine Schuld und ich werde nicht anfangen, mich wegen Gottes Wort schuldig zu fühlen.“

Ich frage mich, ob dieser Mann ein Christ ist. Es ist mir egal, ob er ständig in die Gemeinde geht. 1. Johannes 2 besagt: „Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.“ Nicht wahr? Wenn wir seine Gebote befolgen … ich meine, wenn ihr derartige Gräuel in eurem Leben hegen und pflegen könnt und sagt, das kümmert euch überhaupt nicht und dann einfach sagt, ihr wollt nicht in dem ganzen Bibelzeug verstrickt werden, ihr wisst unabhängig von der Bibel, was Gott fühlt, dann habt ihr ein Problem; aber Sünde ist eine derartige Sache. Seht ihr, sie wird zu etwas, das sich selbst rechtfertigt.

Das ist natürlich eine extreme Illustration, aber sie veranschaulicht einfach die Tatsache, dass Gott uns berufen hat, seinem Wort gehorsam zu sein. Wir wissen, wie er sich fühlt, weil er uns in seinem Wort sagt, wie er sich fühlt, nicht wahr? Und das ist das Thema; und das große Ziel des Dienstes - hört mir gut zu, das wird überaus deutlich in der Schrift - besteht darin, ein gehorsames Volk zu schaffen. Das ist es, was Gott mit seinem Volk im Alten Testament vor hat. Das ist es, was er im Neuen Testament vor hat: Ein gehorsames Volk zu schaffen. Gott spricht. Wir sind gehorsam …

Aber die traurige Wahrheit ist, dass wir sehr häufig, wenn wir mit einer göttlichen Wahrheit konfrontiert werden, die uns einer Sache überführt, welche in unserem Leben nicht in Ordnung ist, einfach versuchen, diese beiseitezuschieben, statt gehorsam zu sein; und wir verfallen in unser Schema des Ungehorsams. Vielleicht gibt es eine Botschaft der Vergebung und ihr habt jemandem nicht vergeben. Nun, statt euch darum zu kümmern, verdrängt ihr diese Botschaft einfach aus eurem Bewusstsein, fahrt in eurer bitteren, unversöhnlichen Einstellung fort, und so geschieht nicht wirklich etwas. Und das ist Ungehorsam, und er steht in direktem Gegensatz zu allem, was Gott in eurem Leben erreichen will.

Ihr sagt: „Nun, ich gehe in die Gemeinde. Ich tue meinen Teil.“ Denkt an 1. Samuel 15,22, wo Gott sagte: „Gehorsam ist besser als“, ...was? ..., „Opfer.“ Rituale werden nie Gehorsam ersetzen; und in 1. Petrus Kapitel 1 schreibt Petrus: „Umgürtet die Lenden eurer Gesinnung.“ Mit anderen Worten, reißt euch zusammen. Reißt euch zusammen. Setzt euch die richtigen Prioritäten. Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet. Lebt nicht so, wie ihr früher gelebt hat. Ihr sollt gehorsame Kinder sein.

In Lukas 11,28 sagte Jesus: „Glückselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren … die Gottes Wort hören und es bewahren.“ Paulus lobte die Christen in Römer 16,19: „Denn euer Gehorsam ist überall bekanntgeworden. Darum freue ich mich […].“ Das erfreut das Herz eines Pastors, wenn der Gehorsam seiner Leute bekannt wird.

Ihr wisst manche Dinge, wenn ihr hierher kommt, weil ihr darin unterwiesen werdet; aber wenn ihr diese Dinge nicht gehorsam anwendet, reift ihr nicht ... Ich habe diese Woche das Radio eingeschaltet, während ich irgendwo hinfuhr, und Howard Hendricks sagte einige Dinge, die ich sehr interessant fand. Er sagte, Christen über 50 sollten die motiviertesten, begeistertsten, hingebungsvollsten, reinsten, begeisterungsfähigsten und verfügbarsten für den Dienst sein. Warum? Weil sie das Wort bereits am längsten hören. Sie wenden es bereits am längsten an. Sie reifen bereits am längsten und sie sollten die Frucht dieses Prozesses offenkundig machen, nicht wahr? Ich meine, die motiviertesten, enthusiastischsten, begeistertsten, verfügbarsten, dynamischsten und stärksten Menschen in einer Gemeinde. Das Energiezentrum der Gemeinde sollten Menschen über 50, über 55, über 60 sein. Sie sollten die Freude, die Begeisterung, die Energie und die Dynamik der Gemeinde sein. Sie sollten die Menschen sein, die bei der Evangelisation an der vordersten Front stehen. Sie sollten die Menschen sein, die beim Gebet an der vordersten Front stehen. Warum? Weil sie schon am längsten mit Gott leben. Sie haben das Wort umgesetzt, sodass ihr Schema des Gehorsams schon länger etabliert ist. Deshalb sind sie reifer als jene mit weniger Jahren, weil sie die Wahrheit ständig anwenden.

Aber wie oft habt ihr das gehört? Und ich stimme vollkommen mit Howie überein. Wie oft habt ihr das gehört? „Nun, das Wunderbare an unserer Gemeinde ist, dass sie so viele junge Leute hat, wisst ihr. Sie sind die Energie und Dynamik der Gemeinde.“ Also, ich mag junge Leute gerne. Ich gehöre dazu … ja, und ich … ich stimme dem zu. Ich meine, junge Leute haben eine gewisse Dynamik. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne mit jungen Leuten rede, denn wenn sie nicht interessiert sind, sind sie zumindest höflich genug, zu reden, sodass man sofort weiß, dass sie kein Interesse haben.

Und junge Leute haben eine gewisse Dynamik. Aber hört mir gut zu. Das ist ein trauriger Kommentar über eine Gemeinde. Wenn ihr eine Gemeinde betrachtet und ich einen jungen Pastor ständig sagen höre: „Nun, unsere Gemeinde ist voller alter Leute“, dann höre ich: „Nun, es ist eine nette Gemeinde und eine nette Gegend, aber einfach voller alter Leute.“ Das sollte die Dynamik der Gemeinde sein, aber wisst ihr, wie es in Wahrheit aussieht? Wenn ihr ein Christ seid und das, was ihr wisst, konsequent nicht anwendet, werdet ihr einfach einer dieser alten Menschen sein; und durch die konsequente Nichtanwendung göttlicher Wahrheit erreicht ihr das Alter von 50+ Jahren und werdet einfach eure Sachen packen und euch heimlich, still und leise davonstehlen. Ihr werdet euch geistlich zurückziehen wollen. „Nun, ich habe viele Jahre gedient. Ich weiß nicht. Ich will nicht in Evangelisation verwickelt werden. Ich bin schon älter. Überlasst das den jungen Leuten.“ Wisst ihr, was ich meine?

Wenn wir das Alte Testament betrachten, sehen wir die Leiter in Israel mit ihren altersgrauen Köpfen, die weißhaarigen Männer und Frauen, die gottesfürchtig waren. Wir betrachten die frühe Gemeinde und den Tatendrang und die Dynamik jener reifen Heiligen und betrachten dann die zeitgenössische Gemeinde, die ihr Leben bei jungen Leuten suchen muss. Ich mag junge Leute, aber ich bin nicht an einer Teenie-Gemeinde interessiert. Ich glaube, dass mehr zu einer Gemeinde gehört. Wir brauchen das Leben und die Energie, die junge Leute haben, aber wir brauchen auch die Kraft, die reife Gläubige haben, die ein langes Leben gelebt haben, in dem sie die Wahrheit umgesetzt haben. Aber wenn ihr die Wahrheit hören und hinausgehen und auf dieselbe Weise weiterleben könnt, ohne euch je bewusst in der Kraft des Heiligen Geistes zu bemühen, jene Wahrheit anzuwenden, dann werdet ihr einfach nur alt. Das ist alles. Ihr werdet nicht stärker. Ihr werdet nicht dynamischer.

Ich meine, eigentlich sollten wir quasi in den Himmel gehen, indem wir einfach abheben, wisst ihr? Es ist fast eine Erfahrung, als hebe man ab, weil man so viel Energie angesammelt hat, wenn man an diesen Punkt in seinem Leben gerät. Ich wünschte, das wäre wahr, aber ich sehe so viele Leute, die in die Gemeinde gehen und mit zunehmendem Alter nicht wirklich die Dinge umsetzen, die sie hören. Sie hören sie. Sie werden studierte Trottel der biblischen Lehre. Sie lernen viele Dinge. Diese wurden nie umgesetzt, sodass ihr Leben sich nicht verändert hat. Sie sind verhärtet, sind geistlich kalt, voller Fakten und ohne Kraft. Ich möchte nicht, dass das in meinem Leben geschieht. Ich meine, ich will einfach immer weiter produktiv sein. Wenn das bedeutet, dass ich mein Gebiss von der Kanzel aufsammeln muss … bis ich mich schließlich vielleicht eines Tages so mitreißen lasse, dass mein Ende kommt ... aber ich werde nicht auf mein Leben zurückblicken und sagen, all die Kraft und die Energie und die Dynamik war dahin, als ich 45 oder 50 war.

Ich ziehe nicht in Betracht, mich vom Dienst an Christus zurückzuziehen, und ich habe wirklich das Gefühl, dass Leute, die quasi einfach im Hintergrund verblassen, das Wort Gottes zwar hören konnten, es aber nicht umgesetzt haben. In manchen Fällen waren sie wirklich nicht in der Lage, es zu hören. Sie wurden nicht genährt. Sie wurden nicht unterwiesen, aber nicht in diesem Fall … und deshalb müssen wir uns zum Gehorsam verpflichten.

Ach, wie grundlegend das ist. Gehorsam gegenüber Gottes Wort. Wenn es eine Wahrheit gibt und ihr sie hört, fangt an, sie bewusst in der Kraft des Heiligen Geistes umzusetzen. Wenn ihr überführt werdet, schiebt das nicht auf einen anderen Menschen ab. Geht nicht einfach weg und sagt: „Ich wünschte, XYZ hätte diese Predigt gehört.“ Setzt diese Predigt um. Setzt es um, denn ihr untersteht der Herrschaft Christi; und wenn ihr gehorsam seid, schreitet ihr voran auf dem Pfad der Reife, um nützlicher für Gott zu sein. Ich würde diese Gemeinde liebend gerne mit Leuten aller Altersstufen gefüllt sehen, aber mit der Stärke und Kraft von denen, die das meiste gelernt und umgesetzt haben in Handlungen, die ihrem Gehorsam entsprangen.

Ich möchte euch noch eine zweite Einstellung nennen. Demut. Demut. Das ist eine weitere Sache, die wir dringend in den Herzen der Leute hervorbringen möchten. Das war immer eine meiner Sorgen. Ich meine, Stolz ist etwas, womit ich ein Problem habe. Er ist auch ein Problem für euch, wie ich weiß. Stolz war ein großes Problem für mich. Ich glaube, das ist es noch immer, aber es war früher vielleicht offenkundiger als jetzt. Und ich dachte immer, wenn ich einmal die Dinge Gottes verstünde, würde Gott mich demütig machen. Demut ist jedoch sehr schwer fassbar, denn wenn ich zu mir selbst sage: „Du bist endlich demütig“, dann ist das vorbei … Es ist also sehr schwer, Demut festzulegen. Sehr schwer fassbar, aber ich habe immer versucht, danach zu streben, den Leuten Demut begreiflich zu machen.

Ich erinnere mich noch, als wir die Turnhalle bauten und sie ein Versammlungssaal war, und es wurde ein Podest aufgebaut und jemand bestellte fünf große Stühle mit großen Armlehnen und Kronen oben auf den Rückenlehnen. Sie thronten auf diesen Stühlen und ich sollte auf dem Stuhl in der Mitte sitzen. Der Stuhl in der Mitte war für mich bestimmt. Es war ihnen egal, wer auf den anderen saß, aber ich bekam den in der Mitte. Ich versuchte, in diesem Stuhl mit Krone ein paar Wochen zu sitzen und fühlte mich einfach schlecht. Ich konnte das nicht und deshalb stieg ich hinunter und saß in der ersten Reihe, weil … es ist nicht so, dass das ein Akt der Demut ist. Aber auf dem Podium zu sitzen, mit einer Krone auf dem Kopf, drückt einfach etwas aus, das ich nicht wirklich sagen wollte …

So war es also, und es verlieh mir für die Anbetung dieselbe Perspektive wie dem Rest von euch. Der einzige Unterschied zwischen mir und euch ist die Tatsache, dass Gott mich berufen hat, dies zu tun und mich dafür ausrüstet, und das ist alles. Das hat nichts mit meinem geistlichen Zustand zu tun … Und dann, als Clayton kam, sagte er: „Warum sitzt du da unten?“ Ich sagte: „Ich weiß nicht. Ich fühle mich einfach wohl hier unten.“ „Nein, ich finde, du solltest auf dem Podium sitzen.“ Ich erwiderte also: „Wir haben keine Stühle.“ Also blickte er um sich und fand einige Stühle und an seinem ersten Sonntag dort hatten wir alle Stühle dort oben; und hinterher sagt er: „Das war nicht gut, oder?“ Ich antwortete: „Nein, das habe ich dir vorher gesagt.“

Also sagt er zu mir: „Du kannst wieder nach unten gehen.“ … Nun, das ist eine kleine Sache, aber es gibt eine zugrundeliegende Einstellung, die der Geist der Schrift uns meiner Meinung nach vermittelt, und zwar die Einstellung der Demut, nach der wir streben. Es ist nicht so, als hätten wir sie gefunden. Es ist so, dass wir mit Gottes Stärke danach streben. Als ihr Christ wurdet, habt ihr euch hoffentlich keiner Illusion hingegeben, dass der Herr euch wirklich brauchte. Oder? Ich höre immer wieder: „Weißt du, wenn der Herr nur diesen Menschen erretten könnte. Er hat Geld. Er hat Talent. Er ist ein großartiger Leiter. Wow! Wenn der Herr ihn nur für sich gewinnen könnte.“ Das ist lächerlich. Der Herr kann jeden für sich gewinnen, den er will, aber darum geht es nicht.

Seht ihr, ihr habt eigentlich nichts zu bieten. Es ist mir egal, wer ihr seid. Auch ich habe nichts zu bieten. Wie der Mann in Kapitel 18, der, als er mit seinen Schulden in Höhe von $10.000,00 konfrontiert wurde, diese nicht bezahlen konnte, denn wir lesen dort: „Weil er aber nicht bezahlen konnte […]“ Nichts, nichts, nichts zu bieten. Oder wie in Matthäus Kapitel 5: „Wenn wir in das Reich eingehen … so steht da … kommen wir mit demütigem Geist. Wir kommen als Bettler und sind so hilflos, dass wir nicht einmal arbeiten können, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir müssen betteln. Wir haben nichts.“ Wir haben nicht nur nichts in unserer Hand, wir haben auch kein Talent, um es zu verdienen, sodass wir nur betteln können, und da haben wir angefangen. Bankrott, und wollt ihr etwas wissen? Wenn wir jetzt irgendetwas haben, gehört es uns nicht. Es ist das, was Gott uns … was? Gegeben hat.

Das Einzige, was ich Gott zurückgeben kann, ist das, was er mir gegeben hat, die Heiligung durch seine Errettung und seinen Geist; und nicht zu meinem Ruhm, sondern zu seiner Ehre. Welchen Grund hätte ich also, stolz zu sein? Wir haben uns bemüht, den Strömungen unserer modernen Gesellschaft zu widerstehen, die sich um Selbstachtung und Egoismus drehen, und die Tatsache aufzuzeigen, dass Gott uns zu Sanftmut und Selbstlosigkeit und aufopfernder Demut aufgerufen hat, und das ist ein wichtiger Schwerpunkt gewesen, den wir von allen möglichen Blickwinkeln betrachtet haben. Wir erinnern uns an Matthäus 10, nicht wahr, wo der Herr sagt: „Lasst einen Menschen sich selbst verleugnen und sein Kreuz aufnehmen, sein Leben aufgeben und Leben finden.“ In Kapitel 16,24-25 sagt er dasselbe: „Nimm dein Kreuz auf. Verleugne dich selbst. Folge mir nach. Zahle den Preis der Selbstaufgabe, der Selbsterniedrigung, der Selbstverunglimpfung, stelle dich selbst unter andere; und wir haben Philipper 2 viele Male im Detail betrachtet, wo wir lesen: „Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen und achte den anderen höher als sich selbst. Sich immer als geringer zu betrachten und zu sagen: ‚Du bist besser als ich. Ich strebe nach dem, was dich ehrt. Ich strebe nach dem, was dich erhöht. Ich strebe nach dem, was deine Bedürfnisse erfüllt.’“

Das ist so wichtig in der Gemeinde. Wenn ihr in einer Gemeinde einen Konkurrenzkampf um Leute habt und darum, Positionen in Autorität zu bekleiden, dann werdet ihr dasselbe Chaos haben, das unter den Jüngern herrschte, von denen jeder danach strebte, der Größte zu sein, und das ist verachtenswert. Wir streben alle danach, die Geringsten zu sein; und gleichzeitig bedeutet das nicht, dass wir uns selbst unterschätzen, denn in Christus sind wir alle unendlich kostbar. Aber nicht um unseretwegen. Es ist seinetwegen. Demut sagt einfach: „Du bist wichtiger als ich.“ Das ist alles, was sie sagt. Sie geht nicht umher und sagt: „Ich bin ein Wurm. Ich bin eine Ratte. Ich bin ein Schnorrer. Ich bin nichts. Ich bin Müll.“ Sie sagt das nicht. Sie sagt nicht. „Ich bin für nichts nützlich.“ Du bist nützlich. Du bist kostbar für Gott, weil du erlöst und geheiligt bist und ein gewisses Potenzial erhalten hast, ihm zu dienen; aber Demut sagt: „Du bist mir wichtiger, als ich es mir bin.“

Deshalb heißt es, wir sollen unseren Nächsten lieben wie … was? Uns selbst. Ihr sollt eurem Nächsten dieselbe Hingabe erweisen und euch für ihn ebenso einsetzen, wir ihr das tut, um eure eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Ihr erinnert euch sicherlich an unser Studium von 1. Korinther, wo Paulus die Gemeinde in Korinth ernsthaft tadelt wegen der hochmütigen, prahlerischen, egoistischen Weise, in der sie ihre ekstatischen Erfahrungen bekundeten und quasi mit geistlichen Schleifen verzierten, als seien sie geistlicher, weil sie tiefgehendere Ekstasen erlebt hatten.

Demut ist das, wonach Gott in seiner Gemeinde strebt, und sie ist eine Einstellung, die wir haben müssen. Ich meine, ich werde nicht aufgebracht sein, wenn etwas gut für euch läuft, aber nicht für mich, denn ihr seid mir wichtiger als ich. Das ist richtig. Es bedeutet, ich will sichergehen, dass ich einige meiner Prioritäten hintenanstelle, um dafür zu sorgen, dass eure Bedürfnisse gestillt werden. Es bedeutet, Nein zu meinen eigenen Freiheiten zu sagen, und Ja zu euren. Es bedeutet, ich werde nicht gegen euer Gewissen verstoßen. Wenn das Essen von Fleisch bedeutet, dass ich gegen euer Gewissen verstoße, werde ich kein Fleisch essen. Wenn Alkohol bedeutet, dass ich gegen euer Gewissen verstoße, werde ich nichts trinken, das bei euch aneckt, denn das Reich Gottes besteht nicht aus Speise und Trank, sondern aus Gerechtigkeit, Freude und Friede im Heiligen Geist, wie wir in Römer 14 lesen. Ich werde nicht gegen euer Gewissen verstoßen. Ich werde nichts tun, das euch stolpern lässt. Ich werde meine Freiheit aufgeben. Ich werde nichts tun, das bei euch aneckt. Wenn ihr ein Bedürfnis habt, werde ich dafür sorgen, es zu befriedigen.

Ich sehe mich selbst als jemanden, der sich um euch kümmern und euch lieben muss. Wenn ihr auf Abwege von der Herde geratet, wie Matthäus 18 beschreibt, muss ich losziehen, euch nachgehen und euch zurückholen. Das ist Demut; und es ist wie etwas, das in 2. Korinther 10,1 beschrieben wird: „Die Sanftmut und Freundlichkeit des Christus.“ Das soll in uns widergespiegelt werden. Und deshalb ist es immer mein Wunsch in der Gemeinde gewesen, dass wir nicht nur ein allgemein gehorsames Volk sein würden, sondern dass wir auch durchströmt werden von der Einstellung der Demut und des Sanftmuts und der Niedrigkeit und der Selbstaufgabe, statt der Selbstsucht.

So viele Probleme entstehen, wenn Menschen nach ihrem eigenen Willen streben, quasi ihre eigene Vorrangstellung anstreben, oder danach streben, erhoben zu werden. Es gibt Menschen, deren Ego ständig gestreichelt werden muss, denen man ständig sagen muss, wie wunderbar sie sind, wie großartig sie sind, statt dass sie ihr Leben demütig dafür einsetzen, andere zu ermutigen. Nun, wir könnten noch viel mehr darüber sagen. Das sage ich immer, wenn ich mit meinen Notizen am Ende bin, nicht wahr?

Die dritte Einstellung ist die Liebe. Man kann nicht über Demut reden, ohne dabei über Liebe zu reden, denn nur demütige Menschen lieben. Demütige Menschen sind die einzigen, die lieben. Ich rede nicht über die weltliche Liebe, die unecht ist. Sie ist objektorientiert. Sie sehen ein nettes Objekt. Sie fühlen eine emotionale Bindung. Deshalb halten Ehen nicht, weil diese Art von Liebe nur eine Emotion ist, und wenn die Emotion erloschen ist oder sich einem anderen Menschen zugewandt hat, ist die Beziehung vorüber. Aber ich rede nicht über die objektorientierte Liebe der Welt. Ich rede nicht über sich selbst nährende Liebe. Für die Welt ist Liebe großartig wegen der Gefühle, die wir empfinden, wenn wir verliebt sind, nicht wahr? Nicht wegen dem, was ich geben kann. Es geht um das, was ich bekomme. Es ist die Aufregung, und wenn die schwindet, ist die Beziehung uninteressant.

Das ist also die Auffassung der Welt; aber Liebe im biblischen Sinne ist vollkommen anders. Das ist überhaupt keine Emotion. Liebe ist einfach ein Akt des aufopfernden Dienstes. Liebe ist eine Handlung. Liebe ist keine Einstellung. Sie ist eine Handlung. Liebe tut immer etwas. Lest einmal 1. Korinther 13, das steckt voller Verben. Liebe ist gütig. Liebe ist langmütig. All das sind im Griechischen Verbformen. Sie drücken aus: Liebe tut dies. Liebe tut das. Liebe tut jenes. Liebe tut sonstiges. Liebe handelt.

Ich möchte euch etwas sagen. Liebe ist ein Dienst, den ihr erweist, der einem demütigen Herz entspringt, und das demütige Herz sagt: „Dein Wohl ist mir wichtiger als meins, deshalb ist Liebe die Antwort darauf.“ Und deshalb sage ich, nur demütige Menschen können lieben. Hochmütige Menschen können nicht lieben, denn hochmütige Menschen wollen sich nur um sich selbst kümmern. Die einzige Liebe, die sie kennen, ist physische Liebe. Die einzige Liebe, die sie kennen, ist eine emotionale Bindung an gewisse Menschen, und wenn ihr nicht einer dieser Menschen seid, werden sie euch keine Gefühle entgegen bringen. Vielleicht bekommt ihr überhaupt nichts von ihnen … Ihre Liebe ist die Art von Liebe, die sie zu gewissen ähnlich gesinnten Leuten hinzieht, deren Gesellschaft sie wirklich genießen, die sie aber den Bedürfnissen von fast allen anderen Menschen gegenüber fast gleichgültig macht. Versteht ihr den Unterschied?

Wisst ihr, als ich anfangs in die Gemeinde kam, fand ich es schwierig, gewisse Menschen emotional zu lieben und das plagte mich sehr, weil ich mich vor Gott dafür verantwortlich fühlte, die ganze Herde zu lieben, und doch gab es manche Menschen, die ich emotional nicht liebte, egal, wie sehr ich es versuchte. Ich meine, es war mir einfach nicht wichtig, in ihrer Gegenwart zu sein. Ich war vielleicht bei ihnen und sagte: „Wenn ich nie wieder mit ihnen zusammen bin, ist das in Ordnung.“ Und sie sagten wahrscheinlich das Gleiche. Es „klickte“ einfach nicht zwischen uns, wisst ihr. Ich könnte mein ganzes Leben leben und sterben und in den Himmel gehen und die ganze Ewigkeit dort verbringen, ohne mit gewissen Leuten je eine einzige Stunde zu verbringen, und darüber wäre ich nicht wirklich sehr traurig, und es gibt viele Leute, denen es mit mir ebenso geht.

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die sich im Himmel einen Platz suchen werden, der weit von mir entfernt ist … manche können den Himmel nicht abwarten, weil es dort keine Kassetten gibt … aber es ist dennoch vernünftig anzunehmen, dass wir uns in unseren menschlichen Beziehungen nicht zu jedem hingezogen fühlen können, weil wir einfach nicht so sind. Aber das ist keine Liebe. Das ist nicht einmal ein Thema. Liebe bedeutet einfach: „Wenn du ein Bedürfnis hast, erfülle ich es.“ Seht ihr, als Jesus erläuterte, dass wir unseren Nächsten wie uns selbst lieben sollen, wurde ihm die Frage gestellt: „Wer ist mein Nächster? Ich meine, wie weiß ich, über wen du redest?“ Und dann erzählte er die Geschichte über den barmherzigen Samariter. Er sagte hier effektiv: „Ihr geht die Straße entlang. Da liegt ein Mann, der zusammengeschlagen wurde. Er hat ein Bedürfnis. Ihr stillt sein Bedürfnis.“ Das ist alles. Wer ist euer Nächster? Jeder, der euch begegnet und ein Bedürfnis hat, das ist alles. Wen sollen wir lieben? Jeden, der euch begegnet und ein Bedürfnis hat. Wie lieben wir ihn? Indem wir sein Bedürfnis stillen.

Vielleicht empfindet ihr nie Gefühle für diesen Menschen. Vielleicht fühlt ihr euch nie hingezogen zu dieser Person und wir haben versucht, das in all den Jahren zu betonen, dass wir zu einer Liebe berufen sind, die der Demut entspringt und Demut besagt, dass ihr wichtiger seid als ich. Die klassische Illustration befindet sich in Johannes 13; ich kann mich noch erinnern, als ich das predigte. Ich kann mich an den Sonntag erinnern. Ich kann mich an das Wetter erinnern. Ich kann mich erinnern, wie die Kapelle aussah. Ich kann mich erinnern, wie die Gemeindemitglieder aussahen. Das hat sich mir unauslöschlich eingeprägt - durch den Heiligen Geist, davon bin ich überzeugt -, weil es so wichtig ist. Und Jesus war da und alle stritten darüber, wer der Größte sein würde und es wurde Zeit, zu essen, und sie hatten bereits begonnen, ihr Abendbrot zu essen. In jener Zeit lehnte man sich zum Abendessen zurück; das bedeutet, der eigene Kopf war ungefähr 20 Zentimeter von den Füßen eines anderen Menschen entfernt; es galt als höflich, sich vor so einem Anlass die Füße zu waschen. Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als das zu unterlassen.

Aber es war niemand da, der dazu eingestellt worden war. Es gab keinen Diener und keiner der Jünger wollte es tun, weil sie sich stritten, wer der Größte war, und niemand wollte das tun. Sich erniedrigen und ein Diener sein - also nahm der Herr sein Obergewand ab, wickelte sich ein Handtuch um die Taille, wusch ihre Füße und erteilte ihnen eine unvergessliche, fundierte Lektion. Dann sagte er zu ihnen: „Ihr sollt einander lieben, wie ich euch geliebt habe.“ Wie hatte er sie gerade geliebt? Durch Gefühle? Nein, das Einzige, was er wahrscheinlich fühlte, war Abscheu. Sie waren widerlich. So hochmütig und selbstsüchtig. Das war keine Emotion. Es war einfach das, was erforderlich war, und er sagt hier effektiv: „Wenn ihr seht, dass jemand ein Bedürfnis hat, stillt es.“

Wenn euch jemand mit einem Bedürfnis begegnet und ihr das sofort, spontan und unfreiwillig tut, fast wie ein Reflex, liegt das daran, dass ihr ein demütiges Herz habt. Weil ihr ein demütiges Herz habt. Ein demütiges Herz wird immer offenkundig werden und es zeigt sich nicht, indem jemand in Lumpen herumläuft und sagt: „Ich bin ein Wurm. Ich bin ein Wurm. Ich bin ein Wurm.“ Das ist sehr häufig eine falsche Form von Hochmut … das Verführen der Menschen durch falsche Demut, wie in Kolosser 2,18 beschrieben.

Nein, Demut geht nicht umher und posaunt ihre Demut aus. Demut ist immer ersichtlich, weil sie jenen in Not dient. Demut betrachtet andere als besser als sich selbst und verwandelt sich sofort in Liebe, und Liebe ist eine Handlung. Behaltet das im Hinterkopf. In 1. Johannes lesen wir: „Du sagst, die Liebe Gottes bleibt in dir? Lass mich dir eine einfache Frage stellen. Siehst du einen Bruder Not leiden? Wenn du dein Herz vor dieser Not verschließt, wie bleibt die Liebe Gottes in dir?“ Denn die Liebe Gottes handelt, um das Bedürfnis zu stillen. Sie ist keine Emotion. Sie ist ein Dienst an einem Bedürftigen; und wer behauptet, zu Gott zu gehören und seinen Bruder nicht liebt, so sagt 1. Johannes 2,9-11, der ist ein Lügner, weil Gott in einem Christen wahre Liebe hervorbringt. Das ist also eine Einstellung, Liebe, Liebe, Liebe; und es ist keine Einstellung, die auf einem Gefühl für attraktive Menschen beruht. Es ist eine Einstellung des Dienens an Menschen mit Bedürfnissen.

Ich habe diese Woche einen Brief erhalten, der das illustriert. Ich fand ihn großartig. „Lieber Pastor John. Ich wollte diesen Brief schon lange schreiben, aber jetzt habe ich mir endlich die Zeit dazu genommen. Letzten Mai hatten mein Mann und ich die Gelegenheit, Grace Community Church zu besuchen, und ich möchte Ihnen meine Erfahrung mit Ihrer Gemeinde aus der Sicht eines Besuchers berichten. Wir kommen auch von einer sehr großen Gemeinde und unser Motto lautet: ‚Die Gemeinde ist dort, wo Liebe ist.’ Ich habe mich jedoch noch nie in meinem Leben so nett aufgenommen gefühlt, wie bei Grace Community. Die Leute waren fantastisch. Sie behandelten uns wie Könige. Wo immer wir hingingen, umgaben uns Leute, um uns willkommen zu heißen. Ich traf einen Mann, der mich früh am Morgen durch Grace Community Church führte. Während der Pause zwischen dem ersten und zweiten Gottesdienst traf ich noch einen Mann. Wir unterhielten uns recht lange. Er fragte mich, ob ich gerne eine Aufnahme des morgendlichen Gottesdienstes hätte. Ich sagte: „Natürlich.“ Einige Wochen später erhielten wir nicht nur eine Kassette, sondern eine ganze Serie mit Jesu’ Lehren über die Scheidung. Viele meiner Freunde haben diese aus sechs Kassetten bestehende Serie angehört, die ihnen viele Fragen beantwortet hat, die sie schon seit Jahren hatten. Mein Mann und ich werden am 18. September wieder bei Grace Community sein. Wir freuen uns sehr darauf. Ich dachte einfach, sie würden gerne wissen, wie wunderbar Ihre Gemeinde ist. Gott segne Sie und die Ihren.“

Ist das nicht großartig? Ich kenne diese beiden Leute zufällig. Die erste Person, die sie herumführte, hatte nicht wirklich die Zeit dafür, weil er eine große Verantwortung trägt. Die zweite Person, die ihnen die Kassetten sandte, hatte das Geld dafür nicht. Und tat es trotzdem. Aber seht ihr, so handelt Liebe, denn Liebe entstammt einem demütigen Herzen und sie sucht nicht das ihre, sondern den Komfort, die Befriedigung und die Freude anderer Menschen; und das ist immer Teil dieser Gemeinde gewesen. Ich bete zu Gott, dass das immer so sein wird. Dass eine Einstellung der Liebe uns durchströmen wird … selbstlose Liebe, die einem demütigen Herz entstammt.

Ich werde einen abschließenden Kommentar abgeben und dann die nächsten zwölf nächste Woche … oder darüber hinaus. Einheit. Einheit. Eine weitere Sache, die mir immer ein großes Anliegen war, ist Einheit. Jesus betete in Johannes 17: „Oh Vater, daß auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast.“ Jesus erhört meine Gebete. Ich würde gerne seins erhören, ihr nicht auch? Er betete für Einheit. Die Anwendung dieses Textes gilt im wahrsten Sinne für die Einheit der Gläubigen, die im gemeinsamen, ewigen Leben existiert, welches uns in der Erlösung gegeben ist. Aber die Weiterführung davon ist, dass Gott sich nicht nur eine erlösende Einheit wünscht, sondern eine Einheit im Hinblick auf das Leben und den Zweck der Gemeinde; und Christus wünscht sich wirklich die Einheit seines Volkes.

Deshalb ruft der Apostel Paulus die Epheser in Kapitel 4, Vers 3, auf und sagt: „Tut dies. Seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“ Richtig? Er sagt nicht, erzeugt die Einheit. Ihr habt sie bereits. Bewahrt sie einfach. Tut alles, was ihr könnt, um die Einheit zu bewahren. Ich denke, das ist so ein wichtiger Teil des Gemeindelebens, und deshalb greift Satan ihn ständig an.

Habt ihr je bemerkt, wie viele Gemeinden sich spalten? Wie viele Menschen eine Gemeinde verlassen, weil sie unglücklich sind? Wie viel Entzweiung es geben kann. Ich war diese Woche in Mount Hermon und in den ersten zwei oder drei Tagen kam jeden Tag eine Frau zu mir und sagte: „Bitte, ich muss mit Ihnen reden. Bitte, ich muss mit Ihnen reden.“ Und schließlich setzten wir uns hin und verbrachten ungefähr 40 Minuten miteinander und sie offenbarte mir ihr Herz. Sie sagte: „Ach, ich stecke mitten in einer Gemeindespaltung. Die ganze Gemeinde spaltet sich in der Mitte auf.“ Ich sagte: „Warum, warum?“ Sie sah mich irgendwie ausdruckslos an. „Ich weiß nicht. Wir können es nicht wirklich ausmachen. Wir wissen nicht wirklich warum. Irgendwie ist es nicht einmal wichtig, warum. Es gibt soviel Zwietracht und so viele Personen, die einander bekämpfen, dass niemand von uns noch den wirklichen Grund kennt.“

Ist das nicht unglaublich? Die Gemeinde spaltet sich einfach. Sie sagte: „Was soll ich tun?“ Ich antwortete: „Seien Sie ein Friedensstifter. Tun Sie alles, was Sie können. Tun Sie alles, was Sie können, um die Gemeinde zusammenzuhalten - um des Zeugnis Jesu Christi willen.“ „Nun, manche Leute sagen, es sei Gottes Wille.“ „Nun, es ist nicht Gottes Wille. Glauben alle dasselbe?“ „Ja, wir glauben alle dasselbe. Es ist einfach ein Konflikt zwischen einzelnen Personen.“ Das ist so tragisch. So tragisch.

Ich erinnere mich, als Patricia und ich einmal mit der Tochter von Dr. Criswell, von der Dallas First Baptist Church, bei einer Bibelkonferenz waren; diese Tochter ist eine sehr gute Sopransolistin; und wir redeten über das Gemeindeleben und sie sagte, sie nennt ihren Vater „Papa“. Es fällt mir schwer, mir diese Anrede für Dr. Criswell vorzustellen, ein Mann von solcher Würde, aber er ist ihr Papa. Und sie sagte: „Papa musste eine schreckliche Sache durchmachen, als ein Mann zu uns kam, der dann ein Mitarbeiter der Gemeinde wurde und versuchte, eine Gruppierung um sich zu versammeln und die Gemeinde zu spalten, so eine großartige Gemeinde.“ Und sie sagte: „Er war in seinem Herzen vollkommen überwältigt. Er hatte es nicht kommen sehen. Nach einem Sonntag, als ihn das besonders beschäftigte, rief er ein Bauunternehmen an; er handelte in eigener Regie, ohne die anderen Mitarbeiter oder irgendjemanden zu konsultieren. Er sagte: ‚Ich möchte, dass Sie vor nächsten Sonntag in jeder Sitzreihe in dieser Gemeinde Kniebänke einbauen’ … und so kamen die Arbeiter. Und bis zum folgenden Sonntag, als jeder kam, hatten sie herunterklappbare Kniebänke eingebaut. Sie befinden sich noch bis zum heutigen Tag in der First Baptist Church von Dallas. Er stand auf und sagte: ‚In den 45 Jahren, in denen mein Vorgänger George W. Truett hier als Pastor diente, und in den ungefähr 35 Jahren, seit ich hier bin, hat es nie eine Spaltung in dieser Gemeinde gegeben; und durch Gottes Gnade wird es auch nie eine geben.’ Und er forderte die Leute auf, die Kniebänke herunterzuklappen und brachte die ganze Gemeinde mit Tausenden von Leuten auf die Knie, um zu beten; und Gott führte eine Heilung in jener Gemeinde herbei.“

Das dient Gott zur Ehre, nicht wahr? Das ehrt seinen Namen und ich glaube, dass der Feind zunehmend mehr versucht, die Gemeinde zu spalten und ich danke Gott und preise ihn, dass es in den über 25 Jahren des Dienstes in dieser Gemeinde nie eine Gemeindespaltung gegeben hat. Oh, es gibt kleine Querelen und manche Leute würden sich aufregen und gehen wollen, weil die Farbe der Vorhänge nicht stimmt oder weil … weil irgendetwas nicht so lief, wie sie es wollten. In vielen Fällen könnten sie recht haben; aber Demut und Liebe verhalten sich nicht so, sondern sie streben nach der Einheit des Geistes.

Und so waren wir bestrebt, irgendwie Einheit im Herz von Gottes Kindern und in meinem eigenen Herz zu kultivieren. Satan will die Dinge zerreißen. Es hört einfach nie auf. Er will sich entweder Mitarbeiter schnappen, jemanden, der unglücklich ist, und dort eine Spaltung hervorrufen; ich lobpreise den Namen Gottes für die wunderbare Einheit, die wir in der Geschichte dieser Gemeinde unter unseren Mitarbeitern gehabt haben. Es ist wirklich Glückseligkeit, nicht wahr, Fred? Ich meine, wir preisen Gott einfach dafür und wir behalten das im Auge, weil wir wissen, dass der Feind immer Zwietracht säen will. Immer.

Und ab und zu kommt jemand, wisst ihr, der ein wenig Zwietracht wegen diesem oder jenem säen will. Wir bitten Gott einfach: „Gib uns eine Gemeinde voller Friedensstifter … die dafür sorgen wollen, die Einheit zu bewahren und keine Zwietracht zu säen.“ Und selbst, wenn sie recht haben, heißt das nicht, dass man sich automatisch Gehör verschaffen muss, oder? Manchmal kann man sagen: „Gott, du und ich wissen, dass ich recht habe, aber lass uns das außer Acht lassen und nach Einheit streben.“ Und niemand ist perfekt. Es wird Anlass zu Meinungsverschiedenheiten geben. Aber Gott sei gepriesen, dass wir, wenn wir gemeinsam niederknien, danach streben können, die Einheit des Geistes und das Band des Friedens zu bewahren.

Das ist der Wunsch der Verfasser des Neuen Testaments. In 1. Korinther 1,10 lesen wir: „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder“, und Paulus schüttet den Korinthern hier wirklich sein Herz aus, „kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus“, nicht meinetwegen, nicht um meinetwillen, nicht wegen meines Rufes oder irgendetwas anderem, sondern um des Herrn Jesus Christus willen, „daß ihr alle einmütig seid in eurem Reden, und keine Spaltungen unter euch zulaßt, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.“

Im nächsten Vers sagt er: „Mir ist nämlich […] bekanntgeworden, daß Streitigkeiten unter euch sind“, und das kann ich nicht ertragen, sagt er, das kann ich nicht ertragen. Ist Christus denn zerteilt? … sagt er … Das darf nicht sein. Christus ist nicht zerteilt. In Philipper 1 sagt er: „Ihr solltet gemeinsam für das Evangelium kämpfen.“ Einheit.

Einstellungen. Seht ihr sie in eurem Leben? Zeichnet euer Leben sich durch Gehorsam aus, sodass es eine progressive Reife gibt? Es gibt ein wachsendes Maß an Heiligung, wenn ihr das Wort hört und es sofort und richtig umsetzt; könnt ihr Wachstum sehen? Damit ihr, wenn ihr das Ende eures irdischen Lebens erreicht, den Höhepunkt eures geistlichen Lebens im Hinblick auf euere Hingabe erreicht.

Und wie steht es mit Demut? Habt ihr euch selbst um anderer Menschen willen aufgegeben, sodass aus diesem demütigen Herzen liebevolle Handlungen entspringen? Und strebt ihr danach - egal, wie hoch der Preis und die Selbstaufopferung -, die Einheit des Geistes zu bewahren, indem ihr Frieden stiftet? Das ist es, worauf wir aus sind. Das ist es, worauf wir aus sind … und ich glaube, dass das Gottes Wille für uns ist. Lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.


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