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Die Anatomie der Gemeinde - Christus: Das Haupt der Gemeinde (German)

Ausgewählte Schriftstellen October 23, 1983 de2029B

Wir kommen heute früh wieder zu einer Betrachtung von Gottes Wort und zur abschließenden Botschaft in unserer besonderen Serie über „Die Anatomie der Gemeinde“. Dieser Abschluss der Serie birgt tatsächlich die wichtigste Botschaft von allen. Wir haben versucht, die Gemeinde analog zu einem Körper zu betrachten. Wir haben über das Skelett gesprochen, die grundlegenden, zentralen Wahrheiten, denen eine Gemeinde sich verschreiben muss. Wir haben über die inneren Organe gesprochen, geistliche Einstellungen, die in den Herzen der Gemeindemitglieder vorhanden sein müssen. Wir haben über Muskeln gesprochen, die Funktionen des Dienstes; und wir haben über das Fleisch gesprochen, die Gestalt, die der Dienst annimmt. Aber kein Körper wäre vollständig ohne seinen Kopf bzw. sein Haupt; deshalb möchte ich heute früh das Wort Gottes betrachten, damit wir das Haupt des Leibes verstehen, der niemand anders ist als unser Herr Jesus Christus.

Wir haben viel gesagt über die Dinge, die wir in einer Gemeinde tun sollen; und ihr habt so wunderbar auf diese Dinge reagiert. Das hat mich sehr ermutigt, wirklich sehr, und ihr habt Dinge gehört, die sehr provokativ waren und sehr direkt und unsere Herzen sehr bewegt haben. Ich habe bereits gesehen, dass der Heilige Geist in diesen Bereichen Frucht getragen hat und wir haben uns wirklich sieben Wochen darauf konzentriert, was wir tun sollen, was wir glauben sollen, was wir denken sollen, was wir planen sollen. Es würde das Gleichgewicht sehr stören, wenn wir nicht auch über das Haupt sprechen würden, das Jesus Christus ist, und was er in seiner Gemeinde tut.

Und das, meine Lieben, ist übrigens der ultimative Trost. Seht ihr, der ultimative Trost liegt in der Kenntnis, dass wir bei allen Dingen, die wir tun und so unzureichend tun, allen Dingen, bei denen wir versagen, allen Fehlern, die wir machen und allen Sünden, die uns bei dem Rennen, Gottes Willen zu tun, so leicht heimsuchen, diese über allem stehende Zuversicht haben, dass Christus seine Gemeinde baut. Das ist eine gewaltige Ermutigung und darüber wollen wir sprechen. Paulus sprach darüber. In Epheser Kapitel 4 sagte er: „Wir alle wachsen heran zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus.“ Dann sagte er Folgendes, hört gut zu: „Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.“

Mit anderen Worten sagte Paulus: „Wir müssen alles geben, was wir haben. Wir müssen alles versuchen, was wir können und alles sein, was wir können, in vollem Bewusstsein, dass es in Wirklichkeit die Macht Christi ist, die alles bewirkt“; und dies wiederum, meine Lieben, ist das göttliche Paradoxon, nicht wahr? Wir bemühen uns nach besten Kräften, und wenn irgendetwas geschieht, ist es von Gott; und es ist unser größter Trost, zu wissen, dass Gott erfolgreich ist, wo wir versagen. Deshalb möchte ich, dass wir uns heute früh auf denjenigen konzentrieren, der unser Haupt ist, ohne den wir was tun können? „Nichts“, sagt Paulus, „nichts.“

Und als ich über einen Bibelabschnitt nachdachte, den wir untersuchen könnten, fühlte ich mich zu dem majestätischen Segenswunsch am Ende der Epistel an die Hebräer hingezogen. Würdet ihr in euren Bibeln bitte Hebräer 13, Verse 20 und 21 aufschlagen? Und ich möchte diesen Vers wirklich nur als Berührungspunkt mit der Wahrheit verwenden, um zu anderen Stellen im Neuen Testament überzugehen, die unser Verständnis der Werke des Herrn für seine Gemeinde bereichern werden.

Wir haben uns sieben Wochen lange darüber unterhalten, was wir tun sollen. Jetzt werden wir uns darüber unterhalten, was Christus für seine Gemeinde tut. Dies sollte eigentlich eine eigenständige Serie sein; aber wir sind gezwungen, sie auf eine einzige Botschaft zu komprimieren. Es ist, übrigens, eine majestätische Doxologie. Sie ist einfach in die abschließenden Worte dieser großartigen Epistel eingefügt und lautet: „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Eine wunderbare Doxologie. Ein wunderbarer Segenswunsch. Aber auf gewisse Weise fasst dieser Segenswunsch das Werk Christi zusammen. Er fasst sogar die Botschaft der Epistel an die Hebräer zusammen, aber wir werden ihn nicht unter diesem spezifischen Blickwinkel betrachten. Diese Doxologie soll als abschließender Lobpreis für den Gott des Friedens dienen; und er wird so genannt, weil er, durch das Blut Jesu Christi, Frieden mit sündhaften Menschen geschlossen hat. Er ist der Gott des Friedens, der einst der Gott des Zornes war, der Gott des Krieges, der Gott des Gerichts, der Gott der Wut; aber er ist für uns der Gott des Friedens geworden, immer ein Gott des Friedens, aber für uns wird er durch das Blut Jesu Christi ein Gott des Friedens, wenn wir Frieden schließen und er Frieden mit uns schließt. Und deshalb ist es eine Doxologie, um den Gott des Friedens zu preisen; aber in diesem Lobpreis des Gottes des Friedens wird beschrieben, wie er durch das Werk Jesu Christi zum Gott des Friedens wurde.

Es beginnt mit der Bekräftigung, dass er der Gott des Friedens ist. Es endet mit einer Aussage, dass ihm für immer die Ehre gegeben werden soll, und das Mittel dazu steckt in der Mitte, das Werk, das wunderbare Werk unseres Herrn Jesus Christus. Was tut Christus für seine Gemeinde? Nun, es ist hier, in diesem Abschnitt, dass wir einen Blick darauf erheischen, wenn wir beginnen, uns damit auseinanderzusetzen.

Zuerst ist er der Erretter seiner Gemeinde. Er ist der Erretter seiner Gemeinde. Mehrere Dinge in diesem Text deuten auf das errettende Werk von Christus für seine Gemeinde hin. Das erste davon, das mir auffiel, war sein Name „Herr Jesus“ in Vers 20. „Jesus … soll sein Name sein“, heißt es in Matthäus 1,21, „Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Der Name bedeutet „Jehova rettet“. Im Alten Testament heißt er „Jeschua“ oder „Josua“. Das bedeutet „Jehova rettet“. Sein Name an sich ist also schon der Name von jemandem, der rettet. In Hebräer 2,9-10 schrieb der Verfasser des Hebräerbriefs: „Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken. Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.“

Jesus ist derjenige, der den Tod für jeden Menschen schmeckte. Jesus ist derjenige, der zum archegos (Anführer, Anfänger), zum Pionier, zum Kapitän, zum Leiter, zum Vorreiter, zum Initiator der Errettung wurde … und er wurde vollkommen, indem er sich selbst opferte. Der Name Jesus spricht sogar so sehr von unserem Heil, dass der Verfasser in Apostelgeschichte 4,12 sagt: „Denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen.“ Kein anderer Name als „Jesus“. Bereits sein Name spricht also schon von seinem Werk der Errettung, und deshalb gibt es hier ein Lobpreis zu Beginn dieser Segnung, die nur mit dem Namen „Jesus“ beginnt; aber es gibt noch viel mehr.

Denn Vers 20 besagt, er habe sein Werk der Errettung „durch das Blut eines ewigen Bundes“ getan. Das ist ein wunderbarer Ausdruck. „Das Blut des ewigen Bundes.“ Seht ihr, die Juden wussten immer, dass Sünde mit Blut gesühnt werden musste. Es gab keinen anderen Weg; und das ist Teil der Botschaft dieses Hebräerbriefs. In Kapitel 9, Vers 18, lesen wir Folgendes: „Daher wurde auch der erste [Bund]“, oder das erste Vermächtnis … das ist das alte unter Moses …, „nicht ohne Blut eingeweiht.“

Jeder Jude wusste, dass die Ratifizierung des Alten Bundes in 3. Mose 17,11 durch Blut erfolgt. Der Alte Bund wurde durch Blutvergießen eingeweiht und ratifiziert, weil Gott festgelegt hatte, dass es für Sünden Blutvergießen geben musste. Moses war der Bevollmächtigte Gottes, um dieses Blut zu versprengen, um diesen Bund zu ratifizieren, um ihn ins Rollen zu bringen: „Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk verkündet worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, wobei er sprach: ‚Dies ist das Blut des Bundes, den Gott mit euch geschlossen hat.’ Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut.“ Gott macht hier eine sehr wichtige Aussage. Es war überall Blut, Blut über dem ganzen Buch des Gesetzes und Blut über allen Leuten. Es war Blut über der ganzen Stiftshütte und allen Geräten in der Stiftshütte. Überall war Blut, es war ein sehr blutiger Ort; und Gott sagte: „Es gibt keinen Bund mit mir, ohne dass Blut vergossen wird.“ Aber all das war nur symbolisch für das ultimative Blutvergießen, das den Menschen Frieden mit Gott bringen könnte. Richtig?

Und deshalb heißt es in Vers 22: „Und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht“, … was? ..., „keine Vergebung.“ Keine Vergebung, kein Frieden mit Gott. Deshalb ratifizierte Jesus den Neuen Bund in Matthäus 26,28, indem er Folgendes sagte: „Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ Er sagte hier im Prinzip: „Mein Blut wird einen neuen Bund einweihen.“ Jeder Bund wurde also mit Blut geschlossen; und wenn ein Mensch Frieden mit Gott haben wollte, musste das durch Blutvergießen geschehen, und kein Tieropfer konnte diesen wahren Frieden bewirken. Es musste das ultimative Opfer von Christus geben, auf das die Tieropfer nur eine Vorschau bzw. für das sie Symbole waren.

Wenn ihr noch einmal betrachtet, was in Hebräer 13,20 steht, so heißt es da, es ist „das Blut eines ewigen Bundes.“ Der Mosaische Bund, der Alte Bund, war nicht ewig. Das war ein vorübergehender Bund. Er war nur ein Schatten der Dinge, die folgen sollten. Er wird ersetzt durch den ewigen Bund: „Denn mit einem einzigen Opfer hat er [Jesus Christus] die für immer vollendet, welche geheiligt werden. Durch dieses eine Opfer bewirkte er eine ewige Errettung.“

In Hebräer 9,12 heißt es: „[Christus ist] auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.“ Und der Priester ging immer und immer wieder hinein und es gab ein Opfer nach dem anderen. Christus ging einmal hinein, kam hinaus, und nie wieder; und er erkaufte für uns ewige Erlösung, ewige Erlösung.

Wir sehen also in diesem Abschnitt, dass er der Erretter seiner Gemeinde ist. Das ist sein Name und das war sein Werk am Kreuz. Und dann sehen wir noch einen anderen Ausdruck am Anfang von Vers 20, wo es heißt: „Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat.“ Das ist ebenfalls ein sehr grundlegendes Element in seinem errettenden Werk, denn als der Vater Jesus von den Toten heraufführte, war das die offene Zustimmung des Vaters zu Jesu vollbrachtem Werk. Wir denken an die Auferstehung als ein Mittel für unsere eigene Auferstehung. Wir denken an die Auferstehung als eine Überwindung des Todes, in deren Genuss auch wir kommen werden; und das sind richtige Denkweisen, aber sie beinhalten nicht alles. Wir müssen die Auferstehung Jesu Christi einfach als die größte Bekräftigung von Gottes Zustimmung zu seinem Werk der Errettung betrachten. Als Gott ihn von den Toten auferstehen ließ, bekräftigte er damit, dass Jesus das erreicht hatte, wofür er ans Kreuz gegangen war.

Das errettende Werk Christi wird uns also durch Vers 20 sehr deutlich gemacht. Jesus führt uns, durch sein Blut, zu einem ewigen Bund; und als Reaktion darauf erweckt der Gott des Friedens ihn von den Toten auf; und es ist Christus, der, laut Paulus in Epheser 2, „unser Friede“ ist. Er ist unser Friede. Er hat Frieden geschlossen. In Kolosser 1,20 heißt es „durch das Blut seines Kreuzes“, und ich denke, das ist der Grund, warum wir in Lukas 10, ich glaube in Vers 6, als „Söhne des Friedens“ bezeichnet werden. Er ist also der Erretter seiner Gemeinde.

Ich möchte euch jetzt sagen, meine Lieben, was das bedeutet. Diese Gemeinde ist keine menschliche Organisation, ebenso wenig wie irgendeine andere Gemeinde Jesu Christi. Ihr bekommt keinen Zutritt zu dieser Gemeinde, indem ihr euch anmeldet. Ihr werdet nicht einfach Mitglieder, weil ihr die Leute mögt, die dort rumhängen oder weil ihr denkt, es könnte gut fürs Geschäft sein oder weil es euren Lebensstil verbessern könnte oder weil ihr bei einigen der unterhaltsamen Dinge mitmachen möchtet, die wir anbieten oder weil euch die Musik gefällt oder weil ihr euch dadurch besser fühlt. Nein, ihr werdet zu Mitgliedern der Gemeinde kraft des Opfertodes unseres Herrn Jesu Christi; der Zutritt ist für jene, die erlöst sind und durch sein kostbares Blut reingewaschen wurden. Wir sind nicht diejenigen, die die Gemeinde bauen. Er baut sie. Es ist seine Gemeinde. Er ist der Erretter seiner Gemeinde. Er bringt Leute in seine Gemeinde.

Lasst uns darüber reden. Es sind zwei Elemente darin enthalten, über die ich sprechen möchte. Erstens liebt er seine Gemeinde. Sein errettendes Werk ist gegründet auf seiner errettenden Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. Es ist Gott, der die Liebesbeziehung mit uns vorherbestimmt hat, bevor wir überhaupt existierten, und der uns liebte, als wir ihn noch hassten; und selbst, als wir Feinde waren, hat Gott uns, durch seine große Liebe, mit sich selbst durch den Tod seines Sohnes versöhnt. Er liebt uns. Es war seine Liebe, die uns erlöste. Es war seine Liebe, die ihn veranlasst, sein kostbares Blut zu opfern, das kostbarer ist als irgendein menschliches Gut.

In Epheser Kapitel 5 findet sich eine wunderbare Aussage in Vers 2, mit der ihr ohne Zweifel vertraut seid. Dort heißt es: „Und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, zu einem lieblichen Geruch für Gott.“ Christus liebte uns so sehr, dass er sich für uns opferte. Es ist wunderbar, zu wissen, dass man geliebt wird. Es ist wunderbar, das zu wissen. Er liebt die Gemeinde. Er liebt die Gemeinde so sehr, dass er sich für die Gemeinde opferte; und wenn wir dienen und unser Leben geben sowie das Beste, was wir haben, und wenn wir ängstlich werden, weil die Gemeinde nicht all das ist, was sie sein sollte, und wenn wir sehen, wie Leute durch die Ritzen fallen, und wenn wir uns fragen, warum das Ergebnis nicht so ist, wie es sein sollte, und wir sagen zu uns als Männer Gottes oder Diener oder Leiter: „Oh Herr, dies ist mein Leben. Dies ist meine Leidenschaft. Ich gebe alles, was ich habe, für diese Sache. Das liegt mir am Herzen. Dafür lebe ich und es ist nicht alles so, wie ich es haben möchte.“ Möge unser Kummer dann durch die Tatsache gemildert werden, dass er die Gemeinde und die Sache unendlich mehr liebt, als wir es tun?

Und findet mein eigenes Herz nicht Trost in dieser Tatsache, wenn ich bekümmert bin wegen derjenigen, die sich nicht so verhalten, wie sie es tun sollten, und nicht so reagieren, wie sie reagieren sollten, und ich deshalb bekümmert bin. Denkt nur daran, wie sehr er, der die Gemeinde unendlich liebt, bekümmert ist und sie dennoch weiterhin liebt. Er liebt seine Gemeinde, und da er sie liebte, so heißt es in Johannes 13: „Wie er die Seinen geliebte hatte, die in der Welt waren, so liebt er sie bis ans Ende.“ Er hört nicht auf, seine Kinder zu lieben, nur weil sie versagen. Er hört nicht auf, seine Kinder zu lieben, nur weil sie fallen. Er hört nicht auf, seine Kinder zu lieben, nur weil sie gleichgültig sind, nur weil sie Gelegenheiten, Ressourcen und Privilegien nicht nutzen. Er hört nicht auf, sie zu lieben; und wir müssen auch bedenken, dass derjenige, der unbegrenzte Kenntnis von allem hat, was es zu wissen gibt, sogar die Menschen liebt, die er so gut kennt; und wir finden Trost in der Tatsache, dass er seine Gemeinde liebt.

Er legte im Voraus fest, dass er sie lieben würde, bevor die Welt begann und er wird dies auch erfüllen, bis die Welt in der kommenden Ewigkeit neu geschaffen wird. Er liebt uns so sehr, dass er, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht wurde, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden. Er wirkt in seiner Gemeinde, er liebt seine Kinder in seine Gemeinde hinein und liebt sie, während sie in der Gemeinde sind; und seine Liebe steigt zu Gott auf. In Epheser 5,2 heißt es: „als ein lieblicher Geruch für Gott.“ Das ist so tröstlich. Christus liebt seine Gemeinde.

Das sagt mir, dass ich seine Gemeinde lieben muss, trotz aller Dinge. Es sagt mir auch, dass ich mich nicht fürchten soll, denn wenn ich mich um die Gemeinde, die ich liebe, sorge, ist Gottes Sorge um die Gemeinde, die er liebte, unendlich viel größer. Wenn ich denke, ich habe das Recht, mir Sorgen zu machen, weil ich so viel von mir in die Gemeinde investiere - wie viel von sich hat er der Gemeinde gegeben, dass er sich ebenfalls so sehr sorgen sollte, und noch viel mehr als ich.

In Offenbarung 1,5 findet sich eine wunderbare Aussage. Dort heißt es in einer weiteren Doxologie des Lobpreises, in einem herrlichen, majestätischen Segenswunsch Folgendes: „… ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, und uns zu Königen und Priestern gemacht hat.“ … unfassbar. Er liebt seine Gemeinde. Gegenwart, übrigens.

Und was soll uns von dieser Liebe trennen? Drangsal? Angst? Verfolgung? Hunger? Blöße? Gefahr? Das Schwert? Wie steht mit dem Leben? Tod? Engeln? Fürstentümer? Gegenwärtiges? Zukünftiges? Gewalten? Hohes? Tiefes? Irgendein anderes Geschöpf? Niemals. „Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.“ Das ist so tröstlich für mich, ich halte mich daran einfach fest. Er liebt die Gemeinde weitaus mehr, als ich sie liebe, und das heißt, er wird diesem Objekt seiner Liebe seine Aufmerksamkeit schenken.

Zweitens müsst ihr, wenn ihr an ihn als Erretter der Gemeinde denkt, bedenken, dass er die Gemeinde baut. Als derjenige, der rettet, ist er derjenige, der baut. Er bringt uns hinein. Er fügt uns seiner Gemeinde hinzu. Er fügt es alles solide zusammen, damit es als ein heiliger Tempel für ihn selbst wachsen kann. Ich liebe folgende Stelle in Matthäus 16, eine meine Lieblingsstellen: „Ich will meine Gemeinde bauen.“ Was für ein großartiger Gedanke. Ich meine, es ist nicht unsere Aufgabe, Gemeinden zu bauen … das ist seine Aufgabe. Es ist nicht meine Aufgabe oder die von jemand Anders, die Gemeinde zu bauen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Vorrichtungen und Mittel und Systeme menschlicher Weisheit zu erfinden, … um die Gemeinde zu bauen. Er wird seine Gemeinde bauen und die Pforten des Totenreichs sollen sie nicht überwältigen. Das ist ein Euphemismus für den Tod. Das ist ein hebräischer Euphemismus für den Tod. Der Tod ist, laut Hebräer 2, die ultimative Waffe in der Hand des Feindes, der die Macht über den Tod hat - Satan.

Und hier sagt er Folgendes: „Ich werde meine Gemeinde bauen und das Schlimmste, was geschehen könnte, sie zu töten, wird sie nicht überwältigen. Wenn ihr die Gemeinde tötet, verbreitet ihr nur Gottes Herrlichkeit. Das ist alles … ich werde meine Gemeinde bauen.“ Wisst ihr, ich will einfach ein Teil der Gemeinde sein, die er baut. Das ist alles. Ich will einfach ein Teil der Gemeinde sein, die er baut. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir nach dem Buch vorgehen … nach dem Buch. Wir wollen nicht irgendetwas tun, das uns verwirrt. Wir wollen nicht alle menschlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Gemeinde zu bauen, weil wir dann nicht wissen, ob er es getan hat oder wir, nicht wahr? Und damit will ich nicht leben. Ich will einfach ein Teil dessen sein, was er tut. Was er tut.

Und ich liebe das, was er da sagt: „Ich baue“, nicht die Gemeinde, „ich baue meine Gemeinde.“ Was für eine großartige Wahrheit. Er ist der Eigentümer. Ich werde oft gefragt: „Wer … wer ist der Eigentümer eurer Gemeinde?“ Diese Frage gefällt mir. Wer ist der Eigentümer unserer Gemeinde? Der Herr Jesus Christus. Er hat sie mit seinem eigenen, kostbaren Blut erkauft. Sie ist sein Eigentum. Er baut sie. Und wollt ihr noch etwas wissen? Er erweitert die Gemeinde täglich um diejenigen, die errettet werden sollen. Der Bau der Gemeinde ist seine Aufgabe.

In Johannes 10 sagt er: „Ich kenne meine Schafe. Meine Schafe kennen mich. Sie hören meine Stimme. Sie folgen mir nach. Meine Schafe.“ Das gefällt mir. Wir gehören zu ihm. Er ist der Erbauer/Eigentümer/Käufer/Eckstein/das Fundament/der Besitzer. Es ist seine Gemeinde. Sie wird mit einer Gewissheit gebaut, die mit einer Verheißung Gottes verbunden ist, die nicht fehlschlagen kann. Entgegen jeglicher Opposition, entgegen allen Drohungen, entgegen aller Weltlichkeit, entgegen aller menschlichen Unzulänglichkeit, entgegen aller Gleichgültigkeit, Apathie, Abtrünnigkeit, Liberalität, allem Denominationalismus und allen anderen -ismen und Verrenkungen und all dem Rest baut er seine Gemeinde, seht ihr. Es baut seine Gemeinde. Es baut seine Gemeinde.

1. Korinther 3,9 besagt: „Ihr seid Gottes Bau. Ihr seid Gottes Bau.“ In Epheser 2 heißt es: „Ihr wurdet auferbaut in einen heiligen Tempel, eine Wohnung Gottes im Geist.“ … Paulus sagt zu Timotheus: „Ich sage dir, wie du dich in der Gemeinde des lebendigen Gottes verhalten solltest.“ Es ist seine Gemeinde. Er ist also der Erretter und er liebt und baut seine Gemeinde. Zweitens ist er in Hebräer 13,20 der Hirte. Das ist ein wunderbarer, wunderbarer Gedanke. Er ist der große Hirte der Schafe, heißt es da. Als der Erretter liebt er und baut er. Als der Hirte hat er ebenfalls einige sehr einzigartige und besondere Funktionen. Aber zuerst wollen wir darauf hinweisen, dass er der große Hirte ist, im Gegensatz zu allen anderen Hirten, die nur irdisch sind. Er ist der große Hirte.

In Psalm 77,21 heißt es über Moses: „Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron.“ Und sie waren Hirten, aber nicht große Hirten. Im Neuen Testament wird Jesus Christus dreimal als der Hirte bezeichnet. In Johannes 10 ist er der gute Hirte; in 1. Petrus 5 ist er der oberste Hirte und in Hebräer 13 ist er der große Hirte. Guter Hirte, oberster Hirte, großer Hirte. Und wisst ihr, ich habe in der Schrift mindestens ein halbes Dutzend Stellen gezählt, wo die Bibel gottlose Menschen als Nationen mit diesem Titel identifiziert. Sie waren „wie Schafe ohne“, … was? ..., „ein Hirte.“ Wenn wir also Gläubige sind, sind wir Schafe mit was? Mit einem Hirten.

Wisst ihr, wir haben uns vor ungefähr einer Woche mit unseren Männern getroffen und wir redeten und diskutierten und versuchten eine Methode zu entwickeln, um unseren Hirtendienst zu verbessern; und manchmal heißt es bei solchen Treffen: „Weißt du, die Leute beteiligen sich nicht, sie tun nicht das, was sie versprechen, und dort drüben verlieren wir einige Leute; und wir haben Leute, die wir längere Zeit schon nicht mehr gesehen haben, wo sind sie wohl geblieben … wir versuchen, sie ausfindig zu machen und wir müssen uns um all diese logistischen Aspekte kümmern“; und man verlässt dieses Treffen und sagt: „Ach Herr, wie sollen wir diese Leute im Auge behalten?“ Die kommen mehrere Wochen lang nicht. Wo sind sie? Oder sie sind krank und wir wissen es nicht. Oder wir hören über eine Tragödie und wir haben nicht mit den Leuten gesprochen, um herauszufinden, ob sie wirklich weiter mit dem Herrn wandeln, ob ihre Errettung wirklich echt ist, ob sie Angst empfinden; und wir machen uns darüber Sorgen. Und ich sage euch, nach manchen dieser Sitzungen gehe ich nach Hause, starre an die Decke und denke immer nur: „Wie können wir die Herde leiten?“

Aber unser Trost ist Folgendes, meine Lieben: Der große Hirte hütet seine Schafe. Ich denke manchmal, dass wir der Meinung sind, wenn jemand errettet wird und sich nicht anschließend einem Programm anschließt, wird er sein Heil verlieren. Dass wir dem Heiligen Geist helfen müssten. Dass wir die Leute nicht einfach dem Herrn überlassen können. Dass wir sie in ein Programm einbinden müssen.

Wir liegen damit nicht völlig falsch, sofern wir begreifen, dass wir alle Werkzeuge haben wollen; aber der Herr ist der Hirte und ich werde mir keine Sorgen über seine Schafe machen. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um involviert zu sein, aber es sind seine Schafe. Ich will dem treu sein, was er mir gibt. Aber hört mir zu. Ich kann meine geistige Gesundheit nicht bewahren, wenn ich das Gefühl habe, letztendlich die Verantwortung zu haben ... ich meine, ich gebe mein ganzes Herz, nicht, weil ich denke, es hängt von mir ab. Wenn ihr eine Perspektive wollt, sollte das eure Perspektive sein. Ich diene dem Herrn Jesus Christus nicht und lehre sein Wort oder was auch immer. Niemand von uns, den Ältesten oder Leitern, den Pastoren der Gemeinde, tut das. Niemand von uns tut das, weil wir uns für die Gemeinde verantwortlich fühlen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich tue es, weil ich Teil dessen sein will, was Christus tut. Das ist alles.

Wisst ihr was? Er baut seine Gemeinde mit mir oder ohne mich. Ihr habt richtig gehört. Hört mir zu, wenn die Pforten des Totenreichs euch nicht überwältigen können, glaubt ihr, John MacArthur könnte es? Er wird seine Gemeinde ohne mich bauen. Aber ich verliere dabei und mein rückhaltloser Dienst für Christus, unser aller rückhaltloser Dienst für Christus, ist nicht dazu da, Gott bei dem zu helfen, was er sonst nicht tun könnte. Es ist dazu da, Teil dessen zu sein, was er tut … was für eine Freude. Wir verrichten den Hirtendienst also aus ganzem Herzen, so gut wir können; aber wenn uns die Mittel ausgehen und wir nicht wissen, was wir tun oder sagen sollen und wir einfach nicht wissen, wie wir uns um Leute kümmern sollen und ihre Bedürfnisse stillen sollen, die gestillt werden sollten, müssen wir uns zurücklehnen und sagen: „Aber der große Hirte ist der Hirte, nicht wahr?“

Gestern hörte ich etwas über eine Frau in unserer Gemeinde, die ein Kind bekommen hat. Sie starb und das Kind ist eine Frühgeburt, hängt an einem Lebenserhaltungssystem und hatte eine gewisse Zeit, in der das Hirn nicht mit Sauerstoff versorgt wurde und all das. Der Vater hat jetzt keine Frau mehr und so ein Kind und ihr sagt: „Was soll man sagen?“ Man irrt umher und kehrt dann zu der Tatsache zurück, dass der große Hirte die Schafe hütet, nicht wahr? Das ist der Punkt, wo die menschlichen Ressourcen ans Ende kommen … aber der Herr ist der große Hirte, der oberste Hirte, der gute Hirte.

Als solcher tut er zwei Dinge, die wir betrachten wollen. Erstens rüstet er zu. Er rüstet zu. Beachtet in Vers 21: „Der große Hirte der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes rüstet euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut.“ Der Grund dafür, dass er uns im Heil vollkommen gemacht hat, der Grund dafür, dass er uns in sich selbst zu errettender Vollkommenheit geführt hat, war der, dass wir seinen Willen tun sollen. Er macht uns vollkommen, damit wir seinen Willen tun. Er rüstet uns aus, damit wir seinen Willen tun. Ach, das ist so wunderbar. Er verwendet sein Wort, um uns zu formen und nach seinem Willen zu gestalten.

Die Schrift ist laut 2. Timotheus 3,16 zu welchem Zweck gegeben? „Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei.“ Zugerüstet, zu jedem guten Werk ausgerüstet; und deshalb hat er uns sein Wort gegeben; und dann hat er uns begabte Männer gegeben. Epheser 4: „Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen.“ Er gibt uns also das Wort und er gibt uns das Wort, und nicht nur das Wort, sondern auch einige von Gott einzigartig begabte Männer, die uns das Wort vermitteln können. Dann gibt er uns Lehrer und dann heißt es, laut 1. Petrus 5,10: „Nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, möge der Herr euch völlig zubereiten.“ Er gibt uns Prüfungen, in denen das Wort wirken kann, nicht wahr?

Im Johannesevangelium, Kapitel 15, heißt es: „Das Wort ist wie ein … wie ein Messer und es stutzt uns.“ Es stutzt uns zurecht. Ihr nehmt also das Wort, das uns individuell gebracht wurde und uns von begabten Männern gebracht wurde, und dann kommt der Herr und bringt uns Leid. Nachdem ihr eine Weile gelitten habt, lässt der Herr uns Prüfungen und Versuchungen und schmerzhaftes Leid erdulden. Warum? Weil das der Kontext ist, indem wir gezwungen sind, das Wort anzuwenden, nicht wahr? Das ist der Prozess der Läuterung.

Seht ihr, wenn ich einen Kampf austrage, wenn ich mit der Sünde kämpfe und mit Leiden, wenn ich Angst und Schmerzen und Trauer in meinem Leben durchmache, wenn ich Zeiten des Kummers durchmache, sind das genau die Zeiten, in denen ich erlebe, wie die Hässlichkeit meiner eigenen Sündhaftigkeit in mir emporsteigt, und ich lerne, die Sünde noch mehr zu hassen. Das sind die Zeiten, wenn ich Gott vielleicht infrage stelle und anzweifle, und ich lerne, meine eigenen Zweifel und meine eigene Sündhaftigkeit mehr zu hassen. Das sind die Zeiten, die mich in die Knie zwingen; und das ist gut. Die Zeiten, wenn ich Gott nahe sein will, und das ist gut. Die Zeiten, wenn ich mich nach dem Himmel sehne und nach Erlösung von dieser Welt, und das ist gut. Und deshalb bewirkt Leiden etwas Gutes. Deshalb bringt uns der Herr Leiden. Wir bringen das Wort. Prediger sind nicht dazu auserkoren, das Leiden zu bringen. Lasst euch nicht verwirren, worin eure Aufgabe besteht. Der Herr wird sich darum kümmern. Ihr bringt das Wort.

Der Herr rüstet also zu, baut auf und stärkt. Er allein gibt uns die Kraft des Heiligen Geistes. Er sagt in Apostelgeschichte 1,8: „Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Welt.“ Und in Johannes 15 sagt er: „Ihr werdet ausziehen und viel Frucht bringen.“ Und in Johannes 7 heißt es: „Und aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Und so rüstet er seine Gemeinde zu. Ach, das ist so wunderbar.

Wir haben Kurse zur Ausbildung. Wir haben darüber gesprochen. Wir haben Jüngerschaftsprogramme. Wir müssen unseren Teil zur Evangelisation beitragen. Und die ganze Zeit arbeiten wir, so viel wir können, und denken dabei daran, dass der Herr seine Gemeinde zurüstet. Er tut das durch das Wort, durch Prüfungen und durch die Kraft des Heiligen Geistes. Ach, das ist so wunderbar; und es obliegt nicht uns. Wir tun unser Bestes, weil wir Teil dessen sein wollen, was er macht, seht ihr? Ich kann mir kein größeres Privileg vorstellen.

In Epheser 5,29, einem Vers, der in der Regel für Diskussionen über die Ehe verwendet wird, geht es in Wirklichkeit, mehr als alles Andere, um die Gemeinde. Dort heißt es: „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.“ Der Herr nährt und pflegt die Gemeinde. Zwei wunderbare Worte. „Nähren“ bedeutet, zu speisen, und „pflegen“ bedeutet, mit Körperwärme zu wärmen. Das wäre wie eine stillende Mutter für uns ... der Begriff „pflegen“ wird in 1. Thessalonicher 2,7 für eine stillende Mutter verwendet und es ist, als würde der Herr seine geliebten Kinder aufnehmen und sie stillen und pflegen und wärmen. Es bedeutet, mit Körperwärme zu wärmen, zu schmelzen oder zu erweichen. Und es signalisiert Intimität. Der Herr kommt und hütet uns, er nährt uns, er wärmt uns und zerschmilzt uns, damit er uns neu formen kann. Ein wunderschöner Gedanke. Ein wunderschöner Gedanke.

Er wirkt. Er wirkt. Das ist eine tröstliche Sache. Wenn mir die Mittel ausgegangen sind, wenn mir die Ideen ausgegangen sind, wenn ich in Gedanken frustriert bin, sage ich: „Herr, wie bringen wir die Leute dazu, sich mehr zu engagieren? Wie bringen wir sie dazu, dass sie sich weiterentwickeln, besser zugerüstet sind, treuer sind, wachsen, reifen? Herr, wir brauchen neue Wege, um das zu tun, stärkeres Engagement“, und ich beziehe Trost aus der Tatsache, dass Gott sich der Sache annimmt. Es bringt seine Gemeinde voran. Es rüstet seine Gemeinde zu. Es nährt und pflegt seine Gemeinde. Ein großer Trost.

Zweitens interveniert er als Hirte für seine Gemeinde. Ebenso, wie ein Hirte ausziehen und den Wolf abwehren würde, wehrt der Herr Jesus Christus den Feind ab, der ständig vor den Thron Gottes kommt, um die Brüder zu beschuldigen. Er kommt vor den Thron Gottes, um uns zu beschuldigen, so wie er es mit Hiob tat; und Jesus eilt zu unserer Rettung und verteidigt uns. Er ist unser Verteidiger. Er ist unser Fürsprecher. Er ist unser Beistand. Er hat Mitgefühl mit uns. Er ist unser Sympathisant. Er ist unser Hohepriester. Ach, was für ein großartiger Gedanke.

Und ihr seht Jesus in Johannes 17, wo er zum Vater betet und sagt: „Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast […], damit sie eins seien. Heiliger Vater, ich bitte, dass sie eins sein mögen mit mir, gleichwie ich eins bin mit dir.“ Und in diesem wunderbaren Abschnitt betet er für die Seinen und ihr seht im gesamten Neuen Testament immer wieder sein Werk als Hohepriester. In 1. Johannes 2 heißt es: „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.“ Mit anderen Worten, wenn ihr sündigt und die Anschuldigung eurer Sünde vor den Thron Gottes gebracht wird, steht Jesus dort als euer Beistand und sagt: „Vater, diese Sünde ist bereits beglichen. Diese Sünde ist bereits beglichen. Mein Blut hat für diese Sünde bezahlt.“ Und deshalb können Gottes Auserwählte nicht wegen ihrer Sünden angeklagt werden. Wird Gott euch, als seine Auserwählten, diese Sünden vorhalten, wenn er euch doch auserwählt hat? Wird er sie euch vorhalten, wenn er euch bereits gerechtfertigt hat? Wird der Gott, der euch einst gerechtfertigt hat, euer Konto mit irgendeiner Sünde belasten? Gibt es Informationen, die er nicht bereits hatte, oder gibt es ein höheres Gericht als Gott? Wird Christus, der eure Sünde in seinem eigenen Leib am Kreuz trug, euch verurteilen? Wird er, der all eure Sünden vollkommen gesühnt hat, euch irgendwelche Sünden vorhalten? Keineswegs, und deshalb gibt es Christus, der immer für uns eintreten wird.

Er interveniert also für seine Gemeinde. Er spricht zum Vater auch über unsere Bedürfnisse, weil wir viele Bedürfnisse haben. Er ist kein Hohepriester, den die Gefühle unserer Schwachheit nicht berühren, denn er war in allen Dingen ebenso versucht wie wir, und dennoch ohne Sünde. Er weiß genau, was wir durchmachen; und deshalb ist er in der Lage, uns Beistand zu leisten oder zu helfen, heißt es in Hebräer 2,18. In Hebräer 7,25 heißt es: „Er ist ein vollkommener Hohepriester, der für immer lebt, um für uns einzutreten.“ Er war hungrig. Er war durstig. Er war überwältigt vor Müdigkeit. Er schlief. Er wurde unterwiesen. Er wuchs. Er wurde geliebt. Er wurde gehasst. Er liebte. Er hasste. Er war verwundert. Er staunte. Er war froh. Er war traurig. Er war wütend. Er war entrüstet. Er war sarkastisch. Er trauerte. Er war bekümmert. Er war überwältigt von künftigen Ereignissen. Er praktizierte seinen Glauben. Er las die Schrift. Er betete die ganze Nacht. Er schüttete sein Herz aus über die Schmerzen der Menschen und er weinte bitterlich, als sein eigenes Herz schmerzte. Er hat alles erlebt. Verständnisvoll, mitfühlend, unser Verteidiger. Ein großartiger Gedanke. Er ist unser treuer Hohepriester. Er leistet immer Fürbitte.

Und so sehen wir ihn also als Hirten, der einerseits speist in einer Art von nährender und pflegender Beziehung, um seine Gemeinde zuzurüsten, damit sie seinen Willen tut. In einem anderen Sinne interveniert er für uns, um dafür zu sorgen, dass uns nie etwas vorgeworfen werden kann. „Das Blut Jesu Christi […] reinigt uns von aller Sünde“, 1. Johannes 1,7. Der Heiland und Hirte seiner Gemeinde.

Drittens ist er der souveräne Herr seiner Gemeinde. Er ist der souveräne Herr seiner Gemeinde. Betrachtet noch einmal den Text und achtet auf das Wort „Herr“. Im Neuen Testament wird das Wort kurios 92-mal verwendet und wir könnten verschiedene Nuancen in der Bedeutung dieses Wortes diskutieren, aber eine Sache ist sehr deutlich. Wenn es im Neuen Testament in Bezug auf den Sohn Gottes verwendet wird, bedeutet es „der Souveräne“. Es bedeutet „der Lenkende“. Es bedeutet „derjenige, der die vollkommene Autorität besitzt“. Er ist der Herr. Er ist der Herr. Er ist der Herrscher in seiner eigenen Gemeinde.

In Epheser Kapitel 1 lesen wir, „Gott ... alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben hat, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“ Er ist für alles zuständig. Kolosser 1,19 sagt im Prinzip dasselbe. Dort heißt es: „Denn es gefiel [Gott], in ihm alle Fülle wohnen zu lassen.“ Deshalb, so heißt es in Vers 18, ist er „das Haupt der Gemeinde. Er ist der Anfang. Er ist der prototokos, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.“

Das Konzept des Herrn hat also mit der Tatsache zu tun, dass Jesus Christus der souveräne Herr ist. Das kommt in der Gemeinde wiederum auf zwei verschiedene Weisen zum Ausdruck, die ich für euch hervorheben möchte. Erstens herrscht er über seine Gemeinde. Als Herr seiner Gemeinde herrscht er über seine Gemeinde. Ich möchte euch etwas sagen, Leute. Wenn irgendjemand euch fragen würde, wer für Grace Church verantwortlich ist, sagt ihr ihnen, es ist Jesus Christus, und das ist keineswegs eine spöttische Bemerkung. Jesus Christus ist das Haupt seiner Gemeinde, so steht es in Epheser 5,23. Das Wort, das hier verwendet wird, lautet kephalay und drückt quasi den Gedanken aus, der Erste zu sein, hervorzustechen, überlegen zu sein oder der Entscheider zu sein. Derjenige, der die Entscheidungen trifft. Auch hierin steckt wieder der Gedanke des Herrschers. Er ist das Haupt seiner Gemeinde. Das wird an etlichen Stellen im Neuen Testament wiederholt. Und als Haupt hat er die Autorität über seine Gemeinde. Er herrscht in seiner Gemeinde. Ihr seht ihn in Offenbarung 1, wie er zwischen den Leuchtern umherwandelt, von denen jeder seine Gemeinde repräsentiert; und er stutzt die Leuchter zurecht und kommt mit Füßen wie schimmerndes Erz, als glühten sie, einher, mit durchdringenden Augen, während er die Sünde aufspürt, die in seiner Gemeinde ausgemerzt werden muss. Er ist der Herr seiner Gemeinde. Deshalb steht in Matthäus, wo es um die Schritte zur Gemeindezucht und den Umgang mit Sünde geht: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“, und es geht dabei nicht um zwei oder drei Leute in einem Gebetstreffen. Es geht um zwei oder drei Zeugen, die die Sünde von jemandem bestätigen, der der Gemeindezucht unterworfen wurde. Der gesamte Abschnitt befasst sich mit Gemeindezucht, und Jesus sagt: „Zögert nicht, das zu tun, denn wenn ihr die richtigen Zeugen zusammenruft und die Sünde bestätigt, müsst ihr euch nicht zurückhalten, denn ich bin in eurer Mitte und übe die Gemeindezucht zusammen mit euch aus.“ Ihr bindet also nur auf der Erde, was bereits im Himmel gebunden wurde; und ihr löst nur auf der Erde, was bereits im Himmel gelöst wurde. Also handelt ihr im Namen Christi. Eine großartige Wahrheit.

Er herrscht über seine Gemeinde und er herrscht durch eine Vielzahl gottesfürchtiger Männer, wie er es schon immer getan hat, und deshalb haben wir über 50 Älteste bei Grace Church und wir verfolgen ein einziges Ziel. Unser einziges Ziel besteht darin, das zu tun, was Christus von uns will. Wir wissen vieles, was wir nach seinem Willen tun sollen, denn es steht hierin geschrieben; und wo das Buch nicht spricht und wir zu einem bestimmten Thema keine Informationen in der Schrift selbst haben, obliegt es uns, den Willen Gottes zu beurteilen, im Gebet, durch Nachdenken, geduldig, und zu warten, bis Gott uns offenbart, was er für uns vorgesehen hat. Deshalb haben wir uns immer der Tatsache verschrieben, dass alles, was wir mit den über 50 Männern entscheiden, einstimmig geschehen muss oder wir tun es nicht. Es ist einstimmig, weil Gott nur einen Willen hat. Es obliegt uns allen, als Unterhirten von Jesus Christus, zu wissen, worin dieser Wille besteht. Es obliegt uns, zu wissen, was Christus in seiner Gemeinde tun will, und wir werden seinen Willen erforschen, bis alle von uns verstehen, was das ist.

Christus herrscht über seine Gemeinde. Ich will diese Verantwortung nicht, noch will sie irgendein anderer Mensch, der klar denkt. Es ist schlimm genug, Rechenschaft für das eigene Leben abzulegen, ohne noch für eine ganze Schar anderer verantwortlich zu sein. Also suchen wir nach dem Willen Gottes durch Gebet, bis der Heilige Geist uns seinen Willen offenbart; aber er ist der Herrscher über seine Gemeinde und das Einzige, was wir tun wollen, ist seinen Willen zu ermitteln. Das ist alles, was wir tun wollen. Wir wollen seinen Willen herausfinden. Deshalb halten wir uns an dieses Buch, seht ihr. Das vereinfacht die Sache.

Zweitens, wenn wir an den Herrn Jesus Christus in seiner Gemeinde denken, herrscht er nicht nur über sie, sondern lehrt sie auch. Er lehrt seine Gemeinde. Das ist Teil seiner Herrschaft. Er hat Autorität, die er in allen Angelegenheiten ausüben kann und er hat Autorität, die er in der ganzen Wahrheit offenbaren kann. Er ist unser Lehrer. Sein Wille wird durch sein Wort offenbart. Sein Wille wird durch menschliche Instrumente offenbart, aber er ist der Lehrer. Im Johannesevangelium sagte er sogar mehrere Male zu den Jüngern, dass dies der Fall sein würde. In Johannes 14, ich glaube, es ist Vers 20, sagt er: „Ihr werdet erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Ihr werdet diese Dinge wissen. Ihr werdet viele Dinge wissen.“

Wie ihr das wissen werdet? Vers 26: „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ Kapitel 15, Vers 26: „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben. Er wird euch von mir erzählen. Er wird euch alles erzählen, was ihr wissen müsst.“ Kapitel 16, Vers 12 besagt: „Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von den Meinen wird er nehmen und euch verkündigen.“

Ihr seht also, der Herr leitet also weiterhin alles. Er herrscht und er nährt und er lehrt seine Gemeinde durch das Wort und den Heiligen Geist. Durch das Wort und den Heiligen Geist. Durch das Wort und den Heiligen Geist. Und wenn wir also zum Wort Gottes gehen, sehen wir, was im Wort deutlich ist, und wir stützen uns auf den Heiligen Geist. Das steht in 1. Johannes 2,20 und 27. Da steht: „Wir wurden gesalbt von Gott. Wir brauchen keine menschlichen Lehrer. Wir wurden von Gott gesalbt.“ Das bezieht sich auf irdische, weltliche Lehrer außerhalb des Reiches Gottes, die das Wort Gottes nicht kennen. Wir brauchen diese Art von Weisheit nicht, denn wir sind von Gott gesalbt; und diese Salbung ist nichts Anderes als der Heilige Geist. Wir haben also das Wort Gottes und den Autor, den Geist Gottes, der die Wahrheit durch begabte Männer Gottes zu Papier bringt; und so leitet Christus seine Gemeinde.

Ich bin nicht hier, um euch meine Meinung über irgendetwas zu sagen. Wenn ich das je tue, jagt mich aus der Stadt. Ich bin nicht hier, um euch meine Meinung über irgendetwas zu sagen. Ich bin nicht hier, um über gesellschaftliche Probleme zu sprechen, die nicht in Beziehung zu Gottes Wort stehen. Ich bin hier, um euch Zugang zum Wort Gottes zu geben, damit ihr Gottes Willen und das Herz des Heilands erfahren und kennen könnt, damit er seine Gemeinde lehren kann. Und das habe ich bereits früher gesagt. Ich sage es noch einmal. Ich bin nur ein Kellner. Ich habe die Mahlzeit nicht zubereitet. Meine Aufgabe besteht nur darin, sie auszuliefern, ohne etwas durcheinanderzubringen, und dafür zu sorgen, dass sie heiß bei euch ankommt …

Und nicht zuletzt ist er nicht nur der Heiland, der seine Gemeinde liebt und aufbaut, und der Hirte, der seine Gemeinde zurüstet und für sie interveniert, und der souveräne Herrscher, der über seine Gemeinde herrscht und sie lehrt, sondern er ist auch der Heiligende, der seine Gemeinde läutert und verherrlicht. Er ist der Heiligende, der seine Gemeinde läutert und verherrlicht. Betrachtet einmal Vers 21. Das ultimative Ziel besteht darin, in euch zu wirken. Das ist so gut. Seht ihr, es ist so gut, zu wissen, dass er in uns wirkt, nicht wahr? Er ist derjenige, der heiligt. Er ist derjenige, der uns von der Sünde absondert. Er ist derjenige, der uns läutert; und er ist auch derjenige, der uns dazu veranlasst, ihm für immer und ewig die Ehre zu geben. Er ist derjenige, der heiligt, läutert und verherrlicht.

Wisst ihr, wir machen uns Sorgen um Dinge. Ihr tut das ebenfalls. Ihr seht jemanden, der Christ ist, aber es gibt Sünde in seinem Leben, und ihr macht euch einfach Sorgen darum. Ihr wollt sehen, dass er diese Sünde abschüttelt. Ihr konfrontiert ihn damit und vielleicht wird der Prozess der Gemeindezucht eingeleitet - und wir haben gerade heute über einen Mann geredet, der immer wieder der Sünde verfällt und dann sagt, er wird aufhören und es dann wieder tut, und dann hört er auf, dann tut er es wieder, und wir sind wieder an dem Punkt, wo wir Gemeindezucht üben müssen. Und derartige Dinge können euer Herz so betrüben und der einzige Trost, den ihr habt, sofern er ein Kind von Jesus Christus ist, ist der, dass Jesus der Läuterer seiner Gemeinde ist. Vielleicht wird er seine Gemeinde durch Entfernung des Sünders läutern. Vielleicht wird er seine Gemeinde durch den Tod eines untreuen Gläubigen läutern, wie in 1. Korinther 11 und 1. Johannes 5. Vielleicht wird er seine Gemeinde läutern, indem er diesen Christen stärkt und ihn zur Heiligkeit bringt. Das ist seine Sache. Aber es ist sein Ziel, das zu tun. So steht es in Epheser 5.

Hört einmal auf das, was da steht: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat.“ Warum hat er das getan? Warum hat er das getan? „Damit er sie heilige“, abgesondert von der Welt, „nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort.“ Er will, dass seine Gemeinde rein und sauber ist, damit er sie letztendlich sich selbst verherrlicht darstelle. Das ist die Ehre der Gemeinde. Er läutert sie, um sie zu verherrlichen, damit Jesus eine unbefleckte Gemeinde, ohne Runzeln oder Derartiges bekommt, eine heilige und makellose Gemeinde.

Er ist also der Läuterer und Verherrlicher. Er läutert. Letztendlich verherrlicht er. Und Verherrlichung ist einfach ultimative Läuterung, nicht wahr? … „Eines Tages werden wir zum Lobpreis und der Ehre Gottes sein und durch Jesus Christus wird der Gott des Friedens für immer und ewig Ehre erhalten. Amen.“ Von uns. Christus läutert, und er wirkt aktiv, indem er läutert und eliminiert. Es ist so tröstlich, das zu wissen. Und er wird uns verherrlichen, uns verherrlichen. Wenn wir in den Himmel kommen, Leute, werden wir alle vollkommen sein, unbefleckt und makellos.

Nun, ich hoffe, es bringt euch ebenso viel Hoffnung, diese Dinge zu hören, wie mir - dass wir in dieser Sache nicht allein sind. Lasst mich noch einmal wiederholen, was ich vorhin gesagt habe. Es ist ein zentraler Gedanke. Hört mir gut zu. Wir tun nicht das, was Christus nicht tun kann, Leute. Wir bauen die Gemeinde nicht, weil es für ihn nötig ist, dass wir sie bauen. Wenn Grace Church heute zerstört würde - davon gehe ich zwar nicht aus, aber wenn das der Fall wäre -, würde die Gemeinde Jesu Christi trotzdem weiter voranschreiten. Wenn ich tot umfallen würde und jeder einzelne unser Leiter ebenso, würde die Gemeinde voranschreiten. Er braucht uns nicht, um seine Gemeinde zu bauen. Ihr sagt: „Nun, warum bemühen wir uns so sehr?“ Ich sage es euch. Weil es keine Aufgabe gibt, die wunderbarer, faszinierender, herrlicher oder freudebringender ist und die Seele mehr befriedigt, als ein Teil dessen zu sein, was Jesus Christus für seine ewige Herrlichkeit tut.

Vor vielen Jahren kam ein Reporter zur Baustelle der St. Paul’s Cathedral in London. Er schrieb einen Artikel über den Bau dieser großartigen Kathedrale. Er sagte zu einem Mann da, der einen Haufen Steine in der Hand hielt: „Was tun Sie hier?“ Er sagte: „Können Sie nicht sehen, was ich tue? Ich verlege Steine hier, um dieses Ding zu bauen. Einfach immer mehr Steine, die ganze Zeit. Ich schleppe einfach diese Steine.“ Er ging zu einem zweiten Mann und sagte: „Was tun Sie hier?“ Der sagte: „Ich verdiene mir meinen Lebensunterhalt. Ich habe eine Familie, etliche Kinder. Ich verdiene mir meinen Lebensunterhalt.“ Er ging zu einem dritten Mann und sagte: „Was tun Sie hier?“ „Oh“, sagte dieser, „ich helfe Sir Christopher Wren, die St. Paul’s Cathedral zu bauen.“ Das ist eine andere Perspektive, nicht wahr?

Was tun du hier? „Nun, ich verlege einfach diese Steine hier. Ich muss das tun, verstehst du.“ „Ach, ich verdiene mir meinen Lebensunterhalt. Ich meine, schließlich bin ich Christ. Ich muss irgendetwas … Geistliches … tun.“ „Nun, nein, ich … ich bin ein Teil von Christus und baue sein ewiges Reich.“ Meine Güte, was für ein prächtiger Gedanke …

[Gebet]