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Die Zeichen für Christi Kommen, Teil 2 (German)

Matthäus 24:4-5 May 13, 1984 de2367

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Wir werden uns jetzt bei unserer Betrachtung von Gottes Wort mit Matthäus Kapitel 24 befassen. Matthäus 24 und 25 ist als „die Ölbergrede“ bekannt. Es ist eine Rede, oder eine Predigt, die unser Herr Jesus Christus auf dem Ölberg hielt. Das Thema dieser Rede ist die Wiederkunft Christi. Es ist also Jesu eigene Predigt, seine eigene Botschaft, über seine eigene Wiederkunft. Es ist eine wirklich herrliche Botschaft. Und wir warten gespannt darauf, die großartigen Wahrheiten in dieser Rede zu begreifen.

Wisst ihr, um euch einen gewissen Rahmen zu geben, müsst ihr bedenken, dass Jesus nach Israel kam, um ihr Erlöser zu sein, ihr Erretter, ihr Befreier, ihr Messias, ihr König. Aber Johannes sagt: „Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Dreiunddreißig Jahre, nachdem er auf diese Welt kam, steht er kurz davor, sie zu verlassen. Er begann seinen Dienst, indem er sich dem Volk Israel anbot, und beendete ihn, indem sie ihn ablehnten. Jetzt sind es nur noch ein paar Tage, bevor er an einem Kreuz hingerichtet werden wird, von eben jenen Menschen, für die er gekommen war - um sie zu retten und über sie zu herrschen.

Wenn ihr gemeinsam mit uns Matthäus studiert habt, wisst ihr, dass er gerade sein letztes Gericht über Israel gesprochen hat. Seine Worte finden sich in Kapitel 23, Vers 37: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne, ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden.“

Das ist die letzte öffentliche Rede, die Jesus je vor dem Volk Israel hielt. Seine letzten Worte zu ihnen waren eine Verurteilung. Er hielt nie wieder eine weitere Predigt. In Kapitel 21, 22 und 23 richtet er die Nation Israel, er richtet falsche Führer und die Menschen, die deren Täuschungen gefolgt waren. Sein Gericht kam in der Form direkter Verurteilungen. Es kam in der Form von verurteilenden Gleichnissen. Und schließlich, in Kapitel 23, eine buchstäblich glühende Denunzierung der falschen Führer, die die Menschen auf Abwege führten, und abgeschlossen mit den Worten: „Euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden.“ Eine Verurteilung.

Aber auf diese Verurteilung folgen, interessanterweise, folgende Worte in Vers 39: „Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: ‚Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.’“ „Welcher kommt im Namen des Herrn“ ist ein messianischer Titel. Und er sagt, ihr werdet mich erst wiedersehen, wenn ich als Messias und König zurückkehre. Einerseits verurteilt er sie also. Andererseits sagt er, er würde zurückkommen. Einerseits sagt er, ihr Haus würde ihnen verwüstet gelassen werden. Andererseits sagt er, er werde zurückkehren, um es quasi wieder zu errichten.

Dieses spezifische Ende seiner Botschaft erfüllte die Herzen seiner Jünger zweifelsohne mit großer Hoffnung. Sicher hatten sie gehört, dass er gerichtet hatte, aber sie hatten auch gehört, dass er als derjenige kommen würde, der sein Reich errichtet. All die Jahre, die sie mit Jesus zusammengewesen waren, hatten sie schon darauf gewartet. Und ich glaube, in eben diesem Moment, am Ende der Predigt in Matthäus 23, befanden die Jünger sich wahrscheinlich auf dem Höhepunkt ihrer Erfahrung mit Jesus, die sie während ihres dreijährigen Dienstes gemacht hatten. Sie hörten ihn sagen, er würde das Gericht bringen. Und sie hörten ihn auch sagen, er würde im Namen des Herrn kommen, eine messianische Wahrheit. Und deshalb glaubten sie, aufgrund ihres Verständnisses der Propheten des Alten Testaments, wie wir letztes Mal gesehen haben, die Zeit sei gekommen. Er würde das Gericht bringen und jenes Gericht würde eine Läuterung und Reinigung sein. Und unmittelbar darauf würde sein Reich kommen. Sie glaubten, das messianische Reich stünde unmittelbar bevor.

In Lukas 19, Vers 11, gibt es übrigens einen Vers, der diesen Gedanken wirklich untermauert. Hört einmal auf das, was in Lukas 19,11 steht: „Als sie aber dies hörten, fuhr er fort und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war.“ Sie befanden sich gerade auf dem Weg nach Jerusalem … am Anfang dieser Woche. Und es heißt, er fügte dieses Gleichnis hinzu, weil „sie meinten, das Reich Gottes würde unverzüglich erscheinen.“

Die Jünger dachten von dem Zeitpunkt an, als Jesus sich Jerusalem näherte, dass das Reich unverzüglich erscheinen würde. Und deshalb lebten sie voller Hoffnung. Und als die Menschenmenge Palmenzweige und Kleider vor ihm niederwarf, während er auf dem Fohlen, dem Füllen einer Eselin, ritt, riefen sie: „Hosianna, gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn. Hosianna dem Sohn Davids!“, und sie dachten, all dies gehöre dazu, das Volk auf das Reich vorzubereiten. Und als er in den Tempel ging und diesen läuterte, dachten sie, das sei die Läuterung der Heuchler. Und jetzt, wo er sagt, er werde kommen, um zu richten, glauben sie, dies werde die Läuterung Jerusalems sein, die nach ihrer Auffassung geschehen werde. Und dann wird er im Namen des Herrn als ihr Messias kommen. In ihren Augen wird all dies unverzüglich geschehen.

Als sie die Tempelanlage in Kapitel 24, Vers 2, verlassen, blickt Jesus sogar auf den Tempel und sagt: „Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird.“ Und er sagt ihnen sogar, dass der Tempel selbst zerstört werden wird. Und auch das passt zu ihrer Lehre, weil sie sich daran erinnerten, dass Hesekiel sagte, im Reich werde es einen neuen Tempel geben. Und dieser Tempel war schließlich nicht einmal von einem Juden gebaut worden, sondern von Herodes, dem Idumäer. Und es war ein Tempel, der gegenwärtig von Heuchlern und Anhängern falscher Religionen besetzt wurde. Und deshalb passte es in ihren Köpfen alles zusammen. Der Messias war an dem Punkt angekommen, wo er sein Reich errichten würde. Und sie ließen seine Worte über den Tod, über ein Korn, das in die Erde fällt und stirbt, außer Acht. Sie ignorierten, was er darüber sagte, dass er den obersten Priestern und Schriftgelehrten ausgehändigt, gekreuzigt und am dritten Tag aufstehen würde. Sie konnten lediglich das Reich Gottes, das Reich Gottes, das Reich Gottes sehen. Und natürlich hatte er bereits begonnen, den Tempel zu läutern, und jetzt würde er ihn zerstören. Er würde die Gottlosen richten und die Nation läutern. Und dann würde er in voller Herrlichkeit als König der Könige und Herr der Herren kommen. Und sie glaubten, dieser Zeitpunkt stünde unmittelbar bevor. So deuteten sie die Propheten.

Erinnert ihr euch, dass ich euch letzte Woche die Abfolge ihrer Art von Eschatologie bzw. ihre Lehre der letzten Tage erzählt habe? Da sie die Propheten studiert hatten und das in der nicht-biblischen Literatur jener Zeit offenbart wird, glaubten sie, dass es zuerst eine Zeit der großen Drangsal geben würde. Sie dachten wahrscheinlich, sie befänden sich in dieser Zeit, und zwar schon seit Langem, unter römischer und griechischer Unterdrückung.

Danach würde ein Vorbote kommen, der den Messias ankündigen würde. Das war in ihren Augen Johannes der Täufer. Dann würde der Messias kommen, und das tat er. Dann würde er die gottlosen Nationen läutern. Dann würde er Jerusalem läutern. Dann würde er die zerstreuten Juden von allen Ecken der Welt versammeln und sein Reich errichten.

Nun, sie dachten, alles verliefe nach Plan. Sie hatten eine Zeit der Drangsal hinter sich. Der Vorläufer war gekommen. Der Messias war da. Er hatte begonnen, Jerusalem zu läutern. Dem würden, gewiss, die Zerstörung der gottlosen Nationen, die Versammlung der zerstreuten Juden und die Errichtung des Reiches folgen. Sie dachten, sie befänden sich an genau jenem Punkt, das Reich würde kommen.

Seht ihr, nach ihrem Empfinden würde es keinen langen Zeitraum zwischen der ersten und zweiten Ankunft Christi geben. Sie hatten keine Vorstellung davon, dass Christus kommen, dann wieder gehen und erst nach einem langen Zeitraum von Tausenden von Jahren wieder zurückkehren würde. Das war nicht, wie die Propheten es gesagt hatten. Sie sprachen nur von der Ankunft des Messias. Sie füllten diese große Lücke in der Mitte nicht. Deshalb nennt das Neue Testament das, was in der Vergangenheit verborgen war, ein Geheimnis. Das ganze Gemeindezeitalter, wie wir es kennen, wird im Alten Testament nicht offenbart. Es wird dort nicht erwähnt. Es gibt eine große Lücke, die sie nicht verstanden.

Ich möchte das für euch veranschaulichen; nehmt bitte eure Bibeln und schlagt Jesaja 61 auf. Eine einzige Illustration wird reichen, um euch zu zeigen, was ich meine. In Jesaja 61 haben wir ein Bild des kommenden Messias. Und dort steht in Vers 1: „Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir.“ Hier spricht der Messias in Erwartung seiner Ankunft auf der Erde. „Weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaften zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers der Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden; um den Trauernden von Zion zu verleihen, daß ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes, daß sie genannt werden ‚Bäume der Gerechtigkeit’, eine ‚Pflanzung des Herrn’ zu seinem Ruhm.“ Das ist eine wunderbare Prophezeiung.

Dann, von Vers 4 bis Vers 11, folgt noch mehr von dieser Prophezeiung. Achtet auf das, was darin enthalten ist. Erst kommt er in Vers 1, um zu predigen, die Gefangenen zu befreien etc. Dann, um das angenehme Jahr des Herrn zu verkünden, das ist das Gnadenjahr des Herrn. Dann kommt: „Und den Tag der Rache unseres Gottes.“

Mit anderen Worten sehen die Propheten die Ankunft des Messias, die Verkündigung des Evangeliums und die Herbeiführung der Rache des Tags des Herrn zur selben Zeit. Aber so ist das nicht. Und dem folgt natürlich sofort das Reich Gottes, also eine Zeit des Trostes für Trauernde, eine Zeit des Kopfschmucks statt Asche, des Freudenöls statt Trauer und Feierkleider statt seines betrübten Geistes, der Pflanzung von ‚Bäumen der Gerechtigkeit’ und so weiter. Und dann geht es immer weiter so bis Vers 11: „Denn gleichwie das Erdreich sein Gewächs hervorbringt und ein Garten seinen Samen sprossen läßt, so wird Gott, der Herr, Gerechtigkeit und Ruhm hervorsprossen lassen vor allen Heidenvölkern.“

Mit anderen Worten, das gesamte messianische Werk wird als eine Einheit gesehen. Schlagt jetzt einmal Lukas 4 auf; ich möchte euch dort etwas zeigen … Lukas 4,16. Jesus befindet sich in Nazareth, in der Synagoge. „[Er] ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht …“ Und er fand Jesaja 61,1 und die nachfolgenden Verse. Und er las: „‚Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.’ Und er rollte die Buchrolle zusammen.“

Moment mal. Er war nur bis zur Hälfte von Jesaja 61,2 gekommen. Die nächste Zeile lautet: „Und den Tag der Rache unseres Gottes.“ Warum sprach er nicht über jenen Teil? Warum las er nicht jenen Teil vor? Weil das … was ist? Die Zukunft. Und hier war ein Hinweis darauf, dass das, was Jesaja als ein Gesamtwerk sah, von Jesus in zwei separaten Teilen erfüllt werden würde. Und deshalb rollte er die Buchrolle zusammen, nachdem er das angenehme Jahr des Herrn verkündigt hatte. Als der Erretter das erste Mal kam, kam er, um zu predigen. Das zweite Mal kommt er zu welchem Zweck? Um zu richten. Wir sehen also erst im Laufe der Evangelien allmählich den Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Kommen Christi. Selbst in den Augen der Jünger … und jetzt könnt ihr zu Matthäus 24 zurückgehen … selbst in den Augen der Jünger würde seine Ankunft keine [physische] Wiederkehr sein. Nach ihrem Verständnis würde er nur als Messias in seiner ganzen Fülle kommen, nur als vollkommen gesalbter König und Herrscher und Herr der Herren, nur in dem Sinne kommen, dass er in Herrlichkeit in sein Reich einziehen würde. Deshalb denken sie, es wird alles gleichzeitig geschehen. Es geschieht alles gleichzeitig, der Messias ist hier, das Reich Gottes muss gleich darauf folgen. Sie verstehen diesen langen Zeitraum, in dem der Herr ein Volk überall auf der Erde erlöst, nicht.

Deshalb stellen sie in Vers 3 die Frage: „Sage uns, wann wird dies geschehen?“ Und dieses „wann“ impliziert heute oder morgen oder nächste Woche oder wie schnell. „Und was wird das Zeichen deines Kommens und des Endes der Weltzeit sein?“ Nach welchen Zeichen sollen wir Ausschau halten? Ich meine, es ist so, als stünden sie in den Startlöchern und warteten darauf, dass etwas unverzüglich geschieht; sie waren so aufgeregt. Sie konnten spüren, dass das Kind aus Jesaja 9 bereit war, die Herrschaft über das Reich Gottes zu übernehmen. Sie konnten spüren, dass der Stein aus dem Buch Daniel, der sich ohne Zutun von Menschenhänden losriss, bereit war, die Macht der Bösen zu zermalmen, dass der Messias, der Fürst, bereit war, die Sünden abzutun, die Missetaten zu sühnen, eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen und den allerheiligsten König zu salben. Sie konnten spüren, dass der Sohn des Menschen in einem ewig währenden Reich Herrschaft und Herrlichkeit erhalten werden würde. Sie konnten spüren, was Jesaja gesagt hatte, was Daniel gesagt hatte, was Hesekiel über die künftigen Ereignisse gesagt hatte. Was Sacharja über die künftigen Ereignisse am Tag des Herrn vorausgesagt hatte. Und sie denken, das steht unmittelbar bevor. Deshalb sagen sie: „Wann und was wird das Zeichen sein?“

Nun, weshalb sind sie so voller Erwartung? Die Tatsache, dass er die Zerstörung und Verwüstung Jerusalems verheißen hatte, die Tatsache, dass er verheißen hatte, er würde im Namen des Herrn kommen, die Tatsache, dass er gesagt hatte, der Tempel würde verwüstet werden. Sie glauben, das stünde unmittelbar bevor. Deshalb muss er ihnen erklären, dass das nicht stimmt, dass das noch in der Zukunft liegt, noch weit in der Zukunft. Und das ist der Zweck ab Vers 4. Es ist eine prophetische Predigt, die sie und uns in eine Zeit versetzt, die noch nicht gekommen ist. Das beschreibt nicht die Zeit zwischen damals und 70 n. Chr., der Zerstörung Jerusalems. Das ist unmöglich, die Bedingungen machen es uns unmöglich, das zu glauben. Es beschreibt nicht das Gemeindezeitalter, das kann es nicht. Es muss die Zukunft beschreiben, unmittelbar vor der Ankunft Christi. Sie wollen die Zeichen der Ankunft Christi erfahren, die Zeichen für das Ende dieser Weltzeit und die Zeichen, die andeuten, dass der Zeitpunkt gekommen ist, dass er da ist. Deshalb versetzt er sie ganz in die Endzeit.

Ich möchte euch einige wichtige Indikatoren zur Auslegung dieses Textes geben, um euch verständlich zu machen, dass dies nicht der Zeitraum vor der Zerstörung Jerusalems ist, nicht nur das Gemeindezeitalter, wie viele Kommentatoren uns glauben machen wollten, sondern die Endzeit, okay? Also passt gut auf.

Achtet zuerst bitte auf Vers 8, der ist sehr wichtig, Vers 8. In Versen 4 bis 14 beschreibt er viele Zeichen des Kommens Christi. Die Leute kommen und sagen: „Ich bin Christus“, es wird Verführung geben, Kriege und Kriegsgerüchte, ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere und es wird Hungernöte und Erdbeben geben in Vers 7. In Vers 9 spricht er von Verfolgung und Tötung und Hass. Und dann gibt es in Vers 11 Glaubensabfall und falsche Propheten. In Vers 12 wird die Liebe in vielen erkalten. In Vers 14 wird das Evangelium vom Reich gepredigt. Er beschreibt allerlei verschiedene Zeichen, die am Ende dieser Weltzeit auftreten werden. Das sind Zeichen für die Ankunft des Messias.

Jetzt achtet einmal auf Vers 8: „Dies alles ist der Anfang der Wehen.“ Sehr wichtig. Es ist das griechische Wort für „Wehen“, die Schmerzen, die eine Frau bei der Geburt eines Kindes erleidet. Es ist der Anfang der Wehen.

Ich möchte euch jetzt eine einfache Frage stellen. Wann treten Wehen auf? Bei der Empfängnis? Das ist lächerlich. Während der Schwangerschaft? Ebenso lächerlich. Wann treten Wehen auf? Unmittelbar vor der Geburt, ganz am Ende, es ist das Letzte, was geschieht, und dann wisst ihr, dass der Zeitpunkt gekommen ist. Ihr fangt sogar an, die Häufigkeit der Wehen zu überwachen, bis sie schnell hintereinander kommen und dann der Zeitpunkt gekommen ist, neues Leben zu schenken. Wehen treten am Ende auf. Sie ziehen sich nicht durch die ganze Schwangerschaft. Ebenso wenig treten diese Dinge während der ganzen Geschichte des Gemeindezeitalters auf. Dies sind Dinge, die sehr schnell hintereinander auftreten, die quasi die Geburt des messianischen Reiches einleiten.

Um euch das zu veranschaulichen, möchte ich mit euch 1. Thessalonicher 5 betrachten … 1. Thessalonicher 5. Hier wird dieselbe Illustration auf andere Weise verwendet. Paulus spricht hier über die Ankunft des Herrn und er sagt: „Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch Brüdern nicht zu schreiben. Denn ihr wisst ja genau, daß der Tag des Herrn so kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“ Er sagt, ich brauche euch keine Eschatologie zu geben. Die habt ihr. Und wenn ihr nichts anderes habt, so habt ihr doch die Bergpredigt. Ich meine … wenn ihr nichts anderes habt, so habt ihr doch die Ölbergrede, ihr habt die Lehre unseres Herrn. Ihr wisst also, dass der Tag des Herrn, das Kommen Christi zur Errichtung seines Reiches, wie ein Dieb in der Nacht kommt. Wie kommt ein Dieb in der Nacht? Sehr leise, unerwartet, plötzlich ... unerwartet, es passiert plötzlich.

Und dann sagt er in Vers 3: „Wenn sie nämlich sagen werden: ‚Friede und Sicherheit’“, wenn alles in Ordnung aussieht, „dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen.“ Die Ankunft Christi geschieht plötzlich. Die damit einhergehende Zerstörung ist plötzlich. Und dann sagt er: „[Es ist] wie die Wehen einer schwangeren Frau“, dieselbe Illustration. Als er etwas veranschaulichen möchte, das plötzlich und verheerend kommt, kurz vor dem Tag des Herrn, verwendet er die Illustration von Wehen. Das entspricht also der Verwendung durch Jesus. Wehen treten, in der Vorstellung der Juden, plötzlich und erwartungsvoll unmittelbar vor der Geburt auf. Und so wird diese Illustration in 1. Thessalonicher verwendet und so wird sie in Matthäus 24 verwendet. Wenn es also heißt, dies ist der Anfang der Wehen, muss das bedeuten, wir befinden uns am Ende ... das muss es.

Unser Herr sagt hier also, bevor das Ende kommt, wird es eine Abfolge von Wehen geben. Jetzt hört mir gut zu. Wehen treten am Anfang in größeren Abständen auf, nicht wahr? Und dann häufiger und immer häufiger und häufiger, bis sie zu sehr häufigen Austreibungswehen werden und das Kind das Licht der Welt erblickt. Und genau so wird es in der Endzeit sein. Es wird Wehen geben, Ereignisse, die in einem gewissen Abstand auftreten, dann in geringerem Abstand und immer geringerem Abstand, bis es schließlich, unmittelbar zum Zeitpunkt der Ankunft Christi, eine Explosion gleichzeitiger Infernos auf der ganzen Welt geben wird. Die Häufigkeit, die Chronologie der Häufigkeit, nimmt also immer mehr zu, bis das Reich Gottes schließlich kommt. Das ist jetzt die Illustration unseres Herrn in Vers 8. Das sagt uns also, dass er hier über die Endzeit spricht, unmittelbar vor dem Reich Gottes.

Ein zweiter Hinweis, den ich für ebenso wichtig halte, findet sich in Vers 13 … Vers 13: „Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“ Was ist das Ende? Nun, das Ende wird in Vers 13 erwähnt und in Vers 6, das Ende ist noch nicht da, sagt er. Über welches Ende redet er hier? Geht einmal zurück zu Vers 3: „Das Ende dieser Weltzeit.“ Er spricht hier über das Ende dieser Weltzeit. Es muss das sein, wovon er hier redet. Wenn er also in Vers 13 sagt „Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden“, von welchem Ende redet er dann? Vom Ende dieser Weltzeit.

Wenn sich hier also alles um Menschen dreht, die bis zum Ende dieser Weltzeit ausharren, muss es für Menschen gelten, die am Ende der Weltzeit am Leben sind, nicht wahr? Mit anderen Worten werden die Menschen, die diese Ereignisse durchleben, die diese Wehen durchstehen und bis zu ihrem Ende und zum Ende der Weltzeit ausharren, errettet werden. Er muss hier also von Menschen reden, die dann leben. Ich werde nicht bis zum Ende ausharren, sofern all das nicht wirklich bald geschieht und sofern ich nicht falsch liege, was die Entrückung angeht. Die Jünger harrten nicht bis zum Ende aus, weil das Ende noch nicht da ist. Es geht darum, dass das Ende der Weltzeit das Ende der Weltzeit ist und er spricht von Menschen, die diese Dinge durchleben und bis zum Ende der Weltzeit ausharren. Er muss also von Menschen reden, die am Ende der Weltzeit am Leben und in der Lage sind, auszuharren. Das ist sehr wichtig. Die Drangsal, die Menschen ereilen wird, wird jene Menschen ereilen, die zu einer Zeit am Leben sind, wo sie bis zum Ende der Weltzeit ausharren könnten.

Bitte beachtet auch Vers 14, der einen weiteren Hinweis enthält. Dort steht: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Welches Ende? Wieder das Ende dieser Weltzeit. Und vor dem Ende der Weltzeit wird das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt werden. Das hätte auf die Zeit vor 70 n. Chr. nicht zutreffen können, unmöglich. Vor 70 n. Chr. gab es keine Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Welt; und das trifft nicht einmal auf die heutige Zeit zu. Es gibt sehr viele Orte auf der Welt, wo das Evangelium gar nicht verkündigt wird und nie verkündigt wurde. Aber vor dem Ende wird es in der ganzen Welt verkündigt werden.

Ihr sagt jetzt: „Wie wird das geschehen?“ Ich glaube nicht, dass es im Laufe der Geschichte geschehen wird, ein wenig jetzt, ein wenig später, ein wenig … Ich denke, vor dem Ende dieser Weltzeit, so steht es hier, wird die Welt auf übernatürliche und wunderbare Weise unverzüglich und komplett mit dem Evangelium überzogen werden, damit jeder auf dem Angesicht der Erde es hören wird. Und das werde ich heute Abend erklären und ich werde auch erklären, wie das geschehen wird und wer das tun wird. Aber damit befassen wir uns heute Abend.

Hier geht es jedoch um Folgendes: Vor dem Ende der Weltzeit wird das Evangelium in der ganzen Welt verkündigt werden. Das ist noch nie geschehen. Das geschieht heutzutage nicht und es geschah nicht vor 70 n. Chr.

In Vers 15 gibt es einen weiteren Hinweis. Achtet bitte auf Vers 15. „Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist.“ Mit anderen Worten, wenn ihr den Gräuel der Verwüstung seht, von dem der Prophet Daniel gesprochen hat, wird der Sturm losbrechen.

Nun, was ist das? Das ist einfach. Dazu müsst ihr nur in Daniel Kapitel 9 nachlesen, wo er in Vers 27 sagt: „Und er [der Antichrist] wird […] Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Greuel der Verwüstung aufgestellt.“ Der Antichrist wird also in der künftigen Zeit der Drangsal in den Tempel gehen. Er entweiht den Tempel. Er begeht ein Sakrileg in dem Tempel, in dem die Juden anbeten. Und es heißt hier, er tut das, bis die Vernichtung sich ergießt … bis zum bitteren Ende, bis das Vorherbestimmte, das von Gott Vorherbestimmte, sich über den Verwüster ergießt. Mit anderen Worten das Jüngste Gericht. Er tut das ganz am Ende, am letzten Tag des Menschen, wenn Gott richten wird. Daniel sagt, er tut das zu einer Zeit, wenn der Fürst kommt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetaten zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen.

Mit anderen Worten sagt der Prophet in Daniel 9,24-27, das Gräuel der Verwüstung wird sich unmittelbar vor dem Fürsten ereignen, der ewige Gerechtigkeit herbeiführt, unmittelbar vor dem Jüngsten Gericht und der Rache. Es muss also in der Endzeit sein. In Matthäus 24,15 heißt es hier also: „Wenn ihr den Greuel der Verwüstung seht, dann wisst ihr, dass ihr die Zeichen der Endzeit seht.“ Und Daniel sagt uns, das geschieht, kurz bevor der Messias sein Reich errichtet und die Gottlosen richtet. Also noch ein Hinweis darauf, dass wir es hier mit der Zukunft zu tun haben müssen. Das ist genau das, was Daniel im Kopf hatte.

Achtet jetzt bitte auf Vers 21. Hier ist ein weiterer Hinweis, dass wir es mit der Zukunft zu tun haben. Es heißt dort: „Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“ Es wird die schlimmste Zeit in der Geschichte der Welt sein … die schlimmste Zeit in der Geschichte der Welt. Und wann ist die schlimmste Zeit in der Geschichte der Welt? Es muss die Endzeit sein, nicht wahr? Es muss so sein. Es muss die Zeit sein, wenn Gottes Rache ausbricht.

Daniel verwendet dieselben Worte in Kapitel 12. Er sagt: „Zu jener Zeit“ - welche Zeit? Die Endzeit, ganz eindeutig die Endzeit, wenn ihr das mit Kapitel 11 vergleicht. In Kapitel 11 redet er von dem Antichristen. Dann kommt in Kapitel 12, Vers 1, Michael, der sich erhebt, und es wird eine Zeit der Drangsal geben, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Und das ähnelt den Worten unseres Herrn. Die schlimmste Zeit der Drangsal, die es in der Geschichte der Welt je geben wird. Auf die unmittelbar die Auferstehung zum ewigen Leben und die Auferstehung zur ewigen Schmach und Schande folgt. Es ist also die Zeit vor der endgültigen Auferstehung, die Zeit vor dem Jüngsten Gericht, vor der endgültigen Rache, vor der endgültigen Errichtung von Gottes Reich. Es muss also die Zukunft sein … die Zeit der Drangsal, wie es noch keine gegeben hat.

Ein weiterer Hinweis findet sich in Vers 29. Dort heißt es: „Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Und dann wird das Zeichen des Menschensohns am Himmel erscheinen.“

Christus kommt also unmittelbar nach der Bedrängnis. Die Drangsal, von der er spricht, ist die große Drangsal aus Vers 21. Es ist die Zeit, die wie keine andere Zeit ist, es muss eine Zeit in der Zukunft sein. Welche … welche Zeit ist das? Laut Daniel, Vers 15, ist es die Zeit des Gräuels der Verwüstung und das ist unmittelbar vor der Wiederkunft Christi.

All diese Hinweise sagen uns also, dass es sich um die Zukunft handeln muss. Es muss die Zukunft sein. Lasst und als weiteren, und letzten, Hinweis noch Verse 32 bis 34 betrachten. Der Herr sagt, hier ist ein Gleichnis; wenn ein Zweig Blätter austreibt, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Ihr habt einen Feigenbaum, ihr seht Blätter, ihr wisst, dass Frucht folgen wird. Die Frucht kommt im Sommer, ihr seht die Blätter und wisst, dass die Frucht kommen wird. Mit anderen Worten ist das nur ein Signal. Ebenso ist es, wenn ihr all diese Dinge seht … welche Dinge? Alles, wovon er gesprochen hatte. Eine Zeit der Drangsal, wie es sie noch nie in der Geschichte der Welt gegeben hat, eine Zeit, in der all diese anderen Zeichen auftreten, die er vorher in Kapitel 24 angedeutet hat: „Wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Tür steht.“ Was steht nahe bevor? Das Ende dieser Weltzeit. „Das Zeichen des Menschensohnes [… wird] erscheinen. Und dieses Geschlecht“, welches Geschlecht? Das Geschlecht, das am Leben sein wird, wenn diese Zeichen geschehen; das Geschlecht, dass die Erfüllung all dieser Zeichen sehen wird, „wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“

Mit anderen Worten werden die Menschen, die die Zeichen sehen, die Erfüllung der Endzeit erleben. Die Zeichen sind dann also den Menschen vorbehalten, die in der Endzeit am Leben sein werden. Damit wird die ganze Angelegenheit in die Zukunft verlagert. Das Geschlecht, das am Leben sein wird, wenn die Zeichen aufzutreten beginnen, wird am Leben sein, wenn Christus kommt, um sein Reich zu errichten.

Jetzt versteht ihr sicherlich, dass die gesamte Ölbergrede sich um die Zukunft dreht. Das soll nicht heißen, dass einige der Dinge, die dann geschehen werden, nicht auch jetzt geschehen, aber sie werden in einer Größenordnung, in einem Ausmaß und auf einem Niveau geschehen, die alles, was wir bis jetzt kennen, weit übersteigen. Es gibt jetzt schon Kriege und Erdbeben und Hungersnöte, es gibt jetzt schon Drangsal und Tötungen und Verfolgung und Hass. Es gibt sogar jetzt schon einige Dinge am Himmel, die uns verstören, aber nichts verglichen mit den unglaublichen Dingen, die in jener kurzen Zeit geschehen werden, die die „Wehen des Reiches Gottes“ genannt werden, wenn Gott die Erde qualvolle Schmerzen erleiden lässt, während sie den König in seinem Reich hervorbringt.

Jetzt wisst ihr, wo ihr steht … hoffe ich … in Matthäus. Und ihr begreift, dass wir in die Zukunft versetzt wurden. Es gibt noch eine Sache, auf die ich euer Augenmerk richten möchte … sehr wichtig. Bitte lest einmal Vers 6: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht.“ Jetzt Vers 9: „Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehaßt werden.“ Vers 15: „Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung […] seht.“ Vers 20: „Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter […] geschieht“, und so weiter.

Es könnte jetzt jemand einwenden: „Nun, wie kann das die Zukunft sein, wenn er zu den Jüngern spricht und sagt ‚ihr, ihr, ihr, ihr, ihr’? Spricht er nicht zu ihnen?“

Lasst mich euch dabei ein wenig helfen. Das ist das redaktionelle Privileg eines Propheten. Wenn Gott sich einen Propheten aussucht und ihn in eine zukünftige Zeit versetzt, um über Themen der Zukunft zu sprechen, spricht der direkt zu dem Volk in jener Zeit. Deshalb reflektiert die Verwendung von „euch“ oder „ihr“ in keiner Weise die Tatsache, dass diese Dinge von den Menschen erfüllt werden müssen, zu denen er spricht. Ihr, die ihr zu jener Zeit lebt, wer immer ihr seid. Ihr, auf die das zutrifft, wer immer ihr seid. Das ist alles. „Ihr“, wer immer ihr seid, wird also in gewisser Weise redaktionell verwendet. Das ist die prophetische Freiheit, direkt zu der Gesellschaft in der Zukunft zu sprechen, in die Gott den Propheten im Prozess der Offenbarung versetzt hat.

Und wenn ihr sehen wollt, wie das im Alten Testament verwendet wird, so findet sich das überall. Die Propheten des Alten Testaments sprachen häufig direkt zu Menschen, die in der Zukunft geboren werden sollten, und sagten zu ihnen „ihr, ihr, ihr“, obwohl sie noch nicht einmal geboren waren.

Seht euch zum Beispiel einmal Jesaja 33,17-24, Jesaja 66,10-14, Sacharja 9,9, Zephanja 3,17-20 usw. an. Ihr müsst das jetzt nicht aufschlagen. Einige von euch haben schon verloren … Aber all diese Textstellen… ihr seid sehr gehorsam, das sollt ihr wissen. Aber in all diesen Textstellen und unzähligen anderen sprechen die Propheten direkt zu noch ungeborenen Menschen, auf die die Prophezeiung direkt zutreffen wird. Eine derartige Redeweise ist also ein Privileg von Propheten.

Nachdem wir jetzt in die Zukunft versetzt wurden und verstehen, dass wir die Zeit betrachten, die als die Drangsal bekannt ist - so nennt unser Herr sie, die große Drangsal - eine Zeit in der Zukunft, kurz bevor Christus kommt, worin bestehen die Zeichen? Was sind die Zeichen, die seine Wiederkunft andeuten? Was sind die Zeichen, die auf die Errichtung seines Reiches hinweisen? Was sind die Zeichen, die auf das Ende dieser Weltzeit und den Anfang von Gottes ewigem, herrlichem Reich hinweisen? Was sind die Zeichen?

Nun, als Erstes erinnern wir uns an Vers 8. Er nennt uns den Anfang jener Zeichen … den Anfang jener Wehen, nur den Anfang der Wehen. Erinnert ihr euch, was ich euch gerade gesagt habe? Sie beginnen relativ langsam. Sie beginnen langsam, werden dann schneller und schneller, bis es schließlich am Ende ein Inferno von Dingen gibt, die überall auftreten. Wenn ihr zum Beispiel das Buch Offenbarung studiert, seht ihr, wie die Siegel geöffnet werden. Sechs Siegel werden geöffnet und dann das siebte. Und aus dem siebten Siegel kommen sieben Posaunen heraus … sieben Posaunen. Und aus der siebten Posaune kommen sieben Zornschalen heraus, die über die Erde ausgegossen werden. Und der zeitliche Abstand zwischen den Ereignissen wird immer kürzer. Die Siegel scheinen sich über einen Zeitraum von Jahren zu erstrecken. Die Posaunen eventuell über einen Zeitraum von Wochen und die Schale vielleicht über einen Zeitraum von Stunden oder Tagen, während die Wehen immer häufiger werden und dichter aufeinanderfolgen und am Ende ineinander übergehen.

Wir beginnen also damit, dass unser Herr bei der Predigt den Anfang sieht. Und am Anfang wird es sechs Wehen geben … sechs. Ich werde euch heute früh eine nennen und die anderen fünf heute Abend … jetzt erst mal eine. Die Erste ist Verführung … Verführung. Wir sagen nicht, dass es heutzutage keine Verführung oder Täuschung gibt. Wir sagen nicht, dass es damals keine Verführung gab. Das hat es immer schon gegeben. Es hat immer schon Menschen gegeben, die im Namen Christi kamen, im Namen Gottes, um Leute auf Abwege zu führen. Es hat immer falsche Christen gegeben und wird sie immer geben. Aber nicht so, wie das am Ende sein wird. Alles ist zugespitzt, intensiver und eskaliert. Und obwohl die Ölbergrede sich nicht mit der Entrückung der Gemeinde befasst - dafür müssen wir zu den Episteln gehen, hierin wird das nicht abgehandelt -, obwohl die Ölbergrede sich nicht mit der Entrückung der Gemeinde befasst, heißt das nicht, dass es keine Entrückung gibt. Und wir glauben, dass die Gemeinde Jesu Christi entrückt werden wird und dass all diese Dinge, die geschehen werden, sich zutragen werden, nachdem die Gemeinde weg ist und nachdem der Heilige Geist seine bändigende Kraft zurücknimmt und der Sturm losbricht. Die Bosheit dieser Verführung wird also alle anderen Verführungen übersteigen. Die Bosheit dieser Kriege wird alle anderen Kriege übersteigen. Die Bosheit dieser Konflikte wird alle anderen Konflikte übersteigen. Die Bosheit dieses Hasses und dieser Morde wird allen anderen Hass und alle anderen Morde übersteigen, wenn es auf der Welt niemanden mehr gibt, der die Bosheit der Menschen in Schach hält.

Wir haben es hier also mit einer Zeit zu tun, wenn die Verführung auf dem Höhepunkt ist. Und das ist das erste Zeichen, das erste Zeichen des Anfangs der Wehen. Vers 4: „Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: ‚Habt acht’“, buchstäblich blepete, haltet eure Augen weit offen, „daß euch niemand verführt.“ Lasst euch nicht verführen. Lasst euch nicht verführen. In jener Zeit wird es Menschen geben, die nach Antworten suchen, die Welt wird anfangen, sich aufzulösen, die Bosheit wird überhandnehmen. Ich meine, die Bosheit wird in großem Maße um sich greifen. In Vers 12 erfahren wir sogar: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt …“ Seht ihr … ihr denkt, es sei jetzt schon schlimm; ihr könnt euch nicht einmal vorstellen, wie es sein wird, wenn der Sturm losbricht und die Gemeinde weg ist und der „Bändiger“ nicht mehr da ist. Also sagt er, habt acht vor Verführung. Lasst euch von niemandem auf Abwege führen.

Und wir haben hier eine Welt, die einfach zusammenbricht. Wir haben hier eine Welt, die aus den Fugen gerät. Wir haben hier eine Welt, in der natürliche Zuneigung laut dem, was Paulus zu Timotheus sagt, nicht mehr existiert. Eine Welt, in der alle gesellschaftlichen Beziehungen auseinanderbrechen. Eine Welt, die sich in einem wirtschaftlichen Chaos befindet. Eine Welt, die in verrückter, rasender Sünde lebt. Und alles beginnt, zu zerfallen, alles beginnt, zusammenzubrechen. Das ist eine Welt auf der Suche nach Führern. Und das ist eine Welt auf der Suche nach Messiassen und Errettern und Erlösern und sobald sie beginnen, lauthals nach derartigen Führern zu rufen, wird es überall falsche Messiasse geben, die sich als Lösung der Probleme präsentieren. Und in Vers 5 heißt es: „Viele“, seht ihr es dort?, „viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: ‚Ich bin der Christus!’“, sie werden überall sein, „’Und sie werden viele verführen.’“ Ihr denkt, wir hätten heutzutage Verführer, und die haben wir. Und wir haben falsche Christusse und falsche Messiasse überall und die hat es immer schon gegeben, aber nichts in der Art, wie sie in jener überaus ernsten und gefährlichen Zeit auftauchen werden. Deshalb sagt er, lasst euch nicht verführen, sie werden in der Endzeit kommen, viele, die euch verführen werden, die euch glauben machen wollen, sie seien Christus, und sie werden in meinem Namen kommen, sagt er, und behaupten, sie seien der Messias.

Die Ölbergrede, Teile davon, sind auch in Markus 13 und Lukas 21 aufgezeichnet. Und in Lukas 21,8 schreibt Lukas: „Da sprach er: ‚Habt acht, daß ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es’“. Und Lukas fügt hinzu: „Und: Die Zeit ist nahe!“

Mit anderen Worten werden sie sagen, es ist Zeit für mein Reich, es ist Zeit für mein Reich. Und der Herr sagt: „Lauft ihnen nun nicht nach.“ Sie werden kommen und sagen: „Ich bin der Christus, es ist Zeit für mein Reich.“ Wisst ihr, wir haben solche Leute gehabt, viele von ihnen. Aber nicht so, wie sie in jener Zeit sein werden, in einer Zeit voller Hoffnungslosigkeit, in einer Welt, die lauthals nach Erlösern und Führern ruft, in einer Welt, in der Menschen noch auf Religion erpicht sind. Wir haben eine sehr religiöse Neigung in unserem Wesen, und sie werden religiöse Führer suchen und es wird eine Fülle von Betrügern und Scharlatanen und falschen Messiassen geben. Seht euch nur einmal Vers 23 an: „Wenn dann jemand zu euch sagen wird: ‚Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.“ Mit anderen Worten werden sie nicht einfach wie einige der Irrlehrer in diesem Zeitalter sein, sondern sie werden in der Lage sein, Zeichen und Wunder zu tun. Sie werden in der Lage sein, zu zaubern. Sie werden in der Lage sein, übernatürliche, von Dämonen inspirierte, Werke zu verrichten, die die Aufmerksamkeit der Welt erregen werden.

Und diese Fülle falscher Christusse wird schließlich in einem falschen Christus gipfeln, der als wer bekannt ist? Antichrist. Und er wird der Inbegriff der falschen Christusse sein. Er wird das ultimative, dämonisierte Individuum sein, von Satan bewohnt. Und Daniel nennt ihn das kleine Horn, den frechen und listigen König, den eigensinnigen König. Und Johannes nennt ihn das Tier. Und Paulus nennt ihn den Sohn des Verderbens und den Menschen der Sünde. Und er kommt als Höhepunkt aller falscher Christusse. Und er ist so überzeugend und verführerisch, dass Daniel 9,27 sagt, sogar Israel als Nation wird einen Bund mit ihm schließen in dem Glauben, er sei ihr Erlöser. So verführerisch ist er. Und alle Völker der Welt unterliegen seiner Verführung und geraten unter seine Macht. Er verführt viele.

Die Schrift gibt uns sogar sehr viele Informationen über ihn. Hört einfach zu, während ich euch aus Daniel Kapitel 8, Vers 23, vorlese. „Aber am Ende ihrer Regierung, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben …“ Was für eine Aussage. „Wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben …“ Wisst ihr, warum die menschliche Geschichte wartet? Wisst ihr, warum Gott nicht interveniert? Er wartet, bis das volle Ausmaß des Frevels erreicht ist. Es ist, als ob Gott der Sünde alles geben will, was die Sünde braucht, um sich selbst zu verdammen, und sie dann für immer auszulöschen. Es ist, als ob die Sünde am Ende angekommen ist. Und deshalb heißt es: „Aber am Ende ihrer Regierung, wenn die Frevler das Maß voll gemacht haben, wird ein frecher und listiger König auftreten.“

Was bedeutet „listig“ [Schlachter Übersetzung] oder „erfahren in Ränken“ [Rev. Elberfelder Übersetzung] hier? Er hat Gemeinschaft mit den Dämonen und den Teufeln der Hölle. Er ist ein Medium, der Kontakt mit den Geistern der Unterwelt aufnimmt. „Und seine Macht wird stark sein, aber nicht in eigener Kraft; und er wird ein erstaunliches Verderben anrichten.“ Es ist nicht seine eigene Kraft, es ist die Kraft der Hölle. „Und er wird ein erstaunliches“, oder Furcht einflößendes, „Verderben anrichten.“ Ein Furcht einflößender oder ehrfurchtgebietender Eroberer. „Und sein Unternehmen wird ihm gelingen; und er wird Starke verderben und das Volk der Heiligen. Und wegen seines Verstandes wird er erfolgreich sein, mit Betrug in seiner Hand.“ [Rev. Elberfelder] Er wird ein sehr effektiver Verführer sein. „Er wird sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit verderben.“ Er nutzt den Frieden, die Sorglosigkeit, er nutzt Verhandlungen, um die Welt zu verzehren und sie in seine Gewalt zu bringen.

Er wird übrigens in Offenbarung 6 beschrieben. Im Verlauf der Drangsal ist das Erste, was geschieht, der Anfang der Wehen in Offenbarung 6, derselbe Anfang der Wehen, die wir hier in Matthäus 24 finden. In Matthäus 24 heißt es: „Zuerst, habt acht, daß euch niemand verführt.“ In Offenbarung 6 heißt es: „Wenn die Drangsal beginnt, kommt ein Reiter auf einem weißen Pferd, der als Sieger auszog. Er hat einen Bogen, aber keine Pfeile.“ Was bedeutet das? Er schüchtert ein, schießt aber nie, er siegt auf friedliche Weise. Der Anfang der Wehen ist also Verführung, falsche Christusse. Das ist Matthäus 24. Und der Anfang der Drangsal, Offenbarung 6, falscher Frieden, ein falscher Reiter auf einem weißen Pferd, der den wahren Reiter auf einem weißen Pferd aus Offenbarung 19 imitiert, der wer ist? Christus Jesus. Daniel sieht also dieselbe Sache. Am Ende der Zeit, wenn das volle Ausmaß des Frevels erreicht ist, kommt dieser König. Er kommt mit Macht. Er tut erstaunliche Dinge. Er verleiht sich selbst Macht durch Frieden und erhebt sich als Fürst der Fürsten. Er tritt gegen Christus auf.

In Daniel Kapitel 11 finden wir noch mehr über ihn heraus. In Vers 36 wird er der König genannt, der tut, was ihm beliebt, oder auch der eigensinnige König. Und er verstößt natürlich gegen Gottes Willen. „Er wird sich erheben und großtun gegen jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden.“ Er agiert so lange, bis Gottes Zorn seinen Verlauf nimmt, und damit ist sein Ende gekommen. Aber in jener Zeit wird er wunderbare Dinge erreichen. Er wird Gott lästern. In Vers 38 heißt es, er wird den Gott der Festungen verehren. Und einen Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kleinodien. Er wird neue Götter aufrichten. Er ist ein götzendienerischer Antichrist.

Und deshalb ist seine Verführung unglaublich. Seine Verführung wird sogar in Offenbarung Kapitel 13 noch ausführlicher beschrieben. Und da sieht Johannes ihn nicht als frech und listig, nicht als einen eigensinnigen König, sondern in einer anderen Perspektive, als Tier. Er ist ein Tier, das aus den Nationen aufsteigt, und die Symbolik ist sehr eindrücklich. Er ist ein mächtiges Tier. Er ist ein verheerendes Tier. In Vers 4 sagen die Leute sogar: „Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen? Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken“, das sind dreieinhalb Jahre. Er wird dreieinhalb Jahre lang agieren. So beginnt das Ende. Es beginnt mit ihm und er agiert 42 Monate lang, oder dreieinhalb Jahre, die zweite Hälfte der siebzigsten Woche Daniels, jenes siebenjährigen Zeitraums, von dem in Daniel 9,27 gesprochen wird.

Seht ihr, Daniel sagte, es gibt noch eine Woche der Drangsal, eine Woche -- es ist eine Woche aus Jahren, sieben Jahre. In der Mitte davon nimmt dieser Antichrist seinen Platz ein und für die letzten 42 Monate, oder dreieinhalb Jahre, thront er in großer Macht. In Offenbarung 13,6 heißt es, das Tier tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott. Er lästert Gottes Namen, Gottes Zelt und die, welche im Himmel wohnen. „Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation. Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten.“

Könnt ihr euch solche Arglist vorstellen? Die Welt glaubt buchstäblich, dass dies der Messias ist, dass dies der Erlöser ist, auf den die Welt so lange gewartet hat. Und in Vers 11 von Kapitel 13 gesellt sich ein weiteres Tier zu ihm, das als der falsche Prophet bekannt ist. Er hat alle Vollmachten des ersten Tieres. Er bringt die Erde und die auf ihr wohnen dazu, dass sie das erste Tier anbeten. Und in Vers 13 tut er große Zeichen und lässt sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen. In Vers 14 heißt es, er verführt die, welche auf der Erde wohnen.

Jesus sagt also: „Achtung, haltet eure Augen offen am Ende, damit ihr nicht verführt werdet, denn es werden falsche Christusse in meinem Namen kommen, die sagen werden: ‚Ich bin Christus’ und viele verführen werden.“ Wie viele? Die ganze Welt … die ganze Welt. Lasst nicht zu, dass euch das geschieht. Was für eine Warnung.

Und wer steckt hinter dieser Verführung? In Offenbarung 12,9 heißt es, der alte Verführer selbst: „Der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt.“

Noch eine Stelle. 2. Thessalonicher 2, und damit werden wir schließen. 2. Thessalonicher 2: „Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm: Laßt euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.“

Jemand erzählte den Thessalonichern, der Tag des Herrn sei bereits angebrochen, sie lebten bereits in jener Zeit. Und er sagt, glaubt das nicht. Lasst euch von niemandem erschüttern, keinem Brief und nichts anderem, niemanden, keinem Geist, niemandem. Lasst euch von niemandem dazu verleiten, zu denken, wir lebten schon im Zeitalter des Tag des Herrn. Warum? Vers 3: „Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.“ Und Paulus liegt auf einer Linie mit Daniel. Und Paulus liegt auf einer Linie mit Jesus. Und Paulus liegt auf einer Linie mit dem Buch der Offenbarung und sagt genau dasselbe. Vor der Ankunft des Herrn wird der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens, der eigensinnige König, der listige und freche Könige, das Tier, das die Welt verführt. Er widersetzt und erhebt sich über alles, was Gott genannt wird, oder was angebetet wird, sodass er als Gott im Tempel Gottes sitzt und sich selbst zeigt, dass er Gott ist.

Und in Vers 8 heißt es: „Dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden.” Vers 9: „Ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen.“ Er kommt und verführt die ganze Welt.

Sehr ihr, die Bibel ist überaus konsistent. Die ganze Sache, diese zweite Hälfte der Drangsal, die letzten dreieinhalb Jahre, beginnen mit dem Aufstieg des falschen Messias. Vor ihm wird es viele davon geben. Und vielleicht wird sogar während seiner Herrschaft eine ganze Reihe davon erfolglos gegen ihn kämpfen.

Das erste Zeichen für das Ende dieser Weltzeit ist also Verführung. Verführung, die so effektiv ist, dass sie buchstäblich letztendlich in der Verführung der ganzen Welt endet. Wen wundert es, dass unser Herr sagt, ihr solltet euch lieber in acht nehmen.

Es gibt noch fünf weitere Zeichen, die erst der Anfang sind, die in der Anfangszeit der großen Trübsal geschehen. Wir werden heute Abend sehen, was die restlichen fünf Zeichen sind. Verpasst das also nicht. Lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.

Bleibt noch einen Moment hier, während wir zum Ende kommen. Einige von euch sagen jetzt vielleicht: „Nun, ich höre, was du sagst, aber was bedeutet das alles? Wie trifft das auf mich zu?“ Ich möchte euch etwas sagen. Erstens, wenn ihr Christen seid, solltet ihr euch freuen, dass Jesus kommt und dass der Sünde ein Ende gesetzt wird, dass sie ausgemerzt wird. Ihr solltet euch freuen. Ihr solltet verzückt sein, dass Gottes Charakter nicht mehr entehrt, diffamiert und gelästert wird. Ihr solltet verzückt sein, dass der Antichrist, das Tier, der falsche Prophet, Satan selbst, für immer in den Feuersee geworfen wird, zusammen mit allen, die Christus je abgelehnt und Gott je gehasst haben. Ihr solltet verzückt sein, dass Jesus für immer und ewig erhoben und angebetet und verehrt werden wird.

Aber gleichzeitig sollten wir traurig sein, denn wenn das geschieht, werden die Gottlosen gerichtet und für immer aus Gottes Gegenwart verbannt werden, für immer verloren, für immer verloren. Ihr sagt jetzt: „Nun, vielleicht wird das nicht geschehen.“ Es wird geschehen. Und Jesus sorgte dafür, dass wir das nicht bezweifeln, indem er die Prophezeiung über die Zerstörung Jerusalems einfügte, in der er sagte: „Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.“ Im Jahr 70 n. Chr., ca. 30 Jahre später, geschah das. Nicht ein Stein blieb auf dem anderen.

Und ich habe diese Woche in Josephus gelesen, dass der oberste Befehlshaber, Titus Vespasian, der Caesar, mitten in der Tempelanlage stand und seinen Soldaten zurief, das nicht zu tun. Aber sie taten es trotzdem. Titus repräsentierte zweifelsohne Satan, der versuchte, die Erfüllung der Prophezeiung zu vermeiden, aber Gott war mächtiger als Satan und Gott hatte es zugelassen, dass der abgrundtiefe Hass jener Römer gegen die Juden sie zu dem Ort brachte, wo sie die Befehle ihres eigenen General missachteten und diese Anlage entgegen dem Befehl ihres eigenen Generals niederrissen.

Gottes Pläne können nicht vereitelt werden, und ebenso wie der Tempel niedergerissen wurde und kein Stein auf dem anderen blieb - und das ist genau das, was geschah -, so werden auch diese Dinge genauso geschehen. Und wenn wir das wissen, wissen wir, dass Gott die Geschichte kontrolliert und dass Christus das Schicksal kontrolliert. Deshalb freuen wir uns einerseits für das unausweichliche Schicksal und wir trauern andererseits für das, was diejenigen ereilen wird, die den Erlöser nicht kennen. Aber wir nehmen das gewiss nicht einfach als bloße Neugier hin. Das wäre absolut töricht.

Einerseits solltet ihr euch also freuen, wenn ihr eine persönliche Beziehung zu eurem Erlöser habt. Und wenn nicht, solltet ihr ihn fürchten - ihn, der sowohl Leib als auch Seele in der Hölle zerstören kann -, und zu dem Einzigen kommen, der uns retten kann, dem Herrn Jesus Christus, der für euch gestorben und auferstanden ist und euch Vergebung, ewiges Leben und Glückseligkeit in seinem Himmel bietet.