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Das Gericht über die Heidenvölker, Teil 1 (German)

Matthäus 25:31-32a September 09, 1984 de2378

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Wir haben jetzt die Freude, das Wort Gottes im 25. Kapitel von Matthäus aufzuschlagen. Wir haben uns in unserer Gemeinschaft jede Woche, bei unseren Versammlungen an jedem Tag des Herrn, dem fortwährenden Studium von Gottes Wort verschrieben. Wir sind wenig an der Meinung von Menschen interessiert. Wir sind nicht hier, um unsere eigenen Ideen auszutauschen, sondern um diese herrliche, göttlich offenbarte Wahrheit, die Gott selbst durch gewisse, sehr ausgewählte menschliche Instrumente verfasste, zu eröffnen. Einer von ihnen war ein Mann namens Matthäus, der durch die Inspiration von Gottes Geist dieses Evangelium aufzeichnetet, das uns das Leben, den Dienst und die Lehre unseres Herrn Jesus Christus beschreibt. Wir studieren das Matthäusevangelium jetzt schon seit vielen Jahren. Ich glaube, es sind mehr als fünf Jahre. Ich weiß nicht, ob euch das lange erscheint, vielleicht erscheint es euch noch länger. Und wir befinden uns jetzt in Kapitel 25 und für unsere Lektion heute werden wir uns insbesondere mit den Versen 31 und 32 von Kapitel 25 beschäftigen.

Lasst mich sie euch vorlesen. „Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet."

Im restlichen Kapitel geht es darum, was bei diesem Gericht geschieht. Wir werden uns heute mit den einleitenden Versen befassen und uns dann nächstes Mal mit dem Gericht an sich auseinandersetzen.

Zu Beginn möchte ich euch an die Worte aus 4. Mose 32,23 erinnern, in denen die Schrift uns sagt: „Ihr werdet erfahren, daß eure Sünde euch finden wird.“ Die Bibel sagt uns hier, dass es keine Möglichkeit gibt, der Sünde zu entfliehen. Sünde muss bestraft werden, jede Sünde muss bestraft werden, und Gott ist sich aller Sünden bewusst. Gott nimmt deshalb den Platz eines Richters ein, der Strafen vollstrecken muss. In Psalm 90,8 heißt es in der Schrift: „Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unser geheimstes Tun in das Licht deines Angesichts.“ Mit anderen Worten, was uns verborgen erscheinen mag, ist tatsächlich hell erleuchtet im Angesicht Gottes. Nichts entgeht ihm.

In Sprüche 13,21 gibt es eine sehr faszinierende Aussage. Dort heißt es: „Das Unglück verfolgt die Sünder.“ Sie entgehen ihm nie. Die Konsequenzen der Sünde sind wie ein Schatten, der sich nicht abschütteln lässt. Und deshalb heißt es in Jesaja 3,11: „Wehe dem Gottlosen! Ihm geht es schlecht; denn was er mit seinen Händen getan hat, das wird ihm angetan werden.“ Sünde zieht unweigerlich das Gericht nach sich. Das steht außer Frage.


In Römer 1,18 finden wir sogar eine sehr vertraute Aussage darüber, die das auf den Punkt bringt: „Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen.“ Nicht einige, sondern alle. Der Zorn Gottes wird gegenüber allen offenbart.

In Römer 2,9 heißt es: „Drangsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt, zuerst über den Juden, dann auch über den Griechen.“ Niemand entkommt dem Gericht für die Sünde.

Ihr sagt jetzt: „Wie steht es mit Christen?“ Nun, Christen haben das wunderbare Privileg, dass das Gericht über sie auf ihren Stellvertreter, den Herrn Jesus Christus, abgeladen wird. Ihre Sünde wird gerichtet. Eure Sünde wird gerichtet, selbst wenn ihr gläubig seid. Durch Gottes wunderbare Barmherzigkeit und euren Akt des Glaubens an Jesus Christus werdet ihr zu einem von denen, deren Sünde in Christus gerichtet wird. Für diejenigen, die sich fragen, warum Jesus an einem Kreuz gestorben ist, war’s das. Er starb dort und trug die Sünden der Welt auf seinen Schultern. Er hatte Schuld und Sünde auf sich geladen, die nicht seine eigene war, für die aber dennoch die Strafe gezahlt werden musste; wenn ein Mensch also seinen Glauben in Christus setzt, sieht Gottes Plan vor, dass dessen Schuld durch diese Handlung Christi getilgt ist. Andererseits werden die Menschen, die Jesus Christus nicht annehmen, die seine Herrschaft und seine Sühne für ihre Sünde nicht annehmen, die Strafe für ihre eigene Sünde selber tragen. Die Menschen treffen also auf der ganzen Welt Entscheidungen. Sie entscheiden sich dafür, entweder Christus als den anzunehmen, der die Strafe für sie getilgt hat, oder die Strafe selbst zu zahlen. Das ist eine einfache Entscheidung, die jede Seele selber treffen muss.

Und die Warnungen der Schrift ergehen immer wieder an diejenigen, die nicht zu Gott kommen, die nicht um Vergebung bitten, die nicht auf das Werk Christi vertrauen. Sie werden immer wieder gewarnt, dass sie in ihrer eigenen Sünde sterben werden, dass sie die Strafe dafür zahlen müssen. Gott hat uns nicht nur durch Worte, sondern auch durch sein Gericht gewarnt. Als Adam sündigte, gab es ein Gericht von gewaltigem Ausmaß, das ein für alle Mal regeln sollte, wie Gott Sünde betrachtet. Eine Sünde, die von einem Paar begangen wurde, war verheerend für die ganze menschliche Rasse. Es gibt das Gericht der Sintflut. Gott schaute auf die Erde und die Männer und Frauen waren so überaus sündhaft, die Erde war so überaus korrupt, die Schöpfung war so verunreinigt, dass er die ganze Welt in der Flut untergehen ließ, mit Ausnahme von acht gerechten Seelen.

Im Verlauf der Weltgeschichte hat es verheerende Gerichte über Völker und Städte und einzelne Personen gegeben, die in der Schrift aufgezeichnet sind. Sie alle dienen als Schilder, die die Menschen davor warnen, dass Gott Sünde richtet, dass wir dem nicht entkommen können. Der Autor des Hebräerbriefs sagt: „Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, und danach kommt das Gericht. Es ist nicht möglich, dem unausweichlichen Gericht über die Sünde zu entkommen. Und jeder, der glaubt, dass Gott seine Sünde durch ein paar gute Werke, gerechte Taten oder irgendwelche Mildtätigkeit Gottes übersehen wird – ohne Christus-, der täuscht sich ... der täuscht sich. Das wird nicht geschehen. Die Schrift warnt uns diesbezüglich immer wieder.

Das Gericht, um das es in diesem spezifischen Abschnitt geht, ist das letzte Gericht auf Erden, das bei der Wiederkunft Christi kommen wird ... das Gericht aller Gerichte, ein strenges und unwiderrufliches Gericht, ein strenges und unwiderrufliches Gericht. Das Gericht, bei dem der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt, um auf seinem herrlichen Thron zu sitzen und sein Reich zu errichten, wird ein Gericht über alle Völker sein, wie es in Vers 32 heißt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Gerechten von den Ungerechten geschieden, unwiderruflich und auf ewig. Denn in Vers 46 heißt es: „Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Hier geht es also um das Gericht. Vergesst nicht, wenn ihr während des Studiums von Matthäus 24 und 25 bei uns gewesen seid, dass diese beiden Kapitel gemeinsam eine Predigt bilden, die von unserem Herrn gehalten wurde. Es ist eine Predigt unseres Herrn über seine Wiederkunft, wie ich bereits viele Male erwähnt habe. Die Jünger baten ihn in Kapitel 24, 3, sein Kommen und die Errichtung seines Reiches zu beschreiben. Sie wollten darüber Bescheid wissen. Wann wird es geschehen? Was werden die Zeichen sein? Also erzählt er ihnen alles, was sie über seine Wiederkunft wissen müssen. Und hier hat er uns ganz bis zu dem Zeitpunkt seiner Wiederkunft geführt. Er hat uns die wichtigsten Zeichen genannt, über den Zeitraum gesprochen, in dem es geschehen wird, und hat uns gesagt, dass niemand den genauen Tag oder die genaue Stunde kennen kann. Er hat das Zeichen am Himmel beschrieben, das endgültige Zeichen seiner Wiederkunft, wenn er am Himmel erscheint. Und jetzt erzählt er uns über die Wiederkunft an sich und das damit einhergehende Gericht.

Achtet noch einmal auf diese Stelle: „Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird [...], dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden [...] und die zu seiner Rechten [...]“, Vers 34, werden in sein Reich einziehen, die zu seiner Linken, Vers 41, werden für immer sein Reich verlassen. Das ist das Bild. Wir sind in der Chronologie der Predigt unseres Herrn jetzt bei der Errichtung des Tausendjährigen Reiches unsers Herrn Jesus Christus angekommen.

Im Buch der Offenbarung lesen wir, dass der Herr Jesus kommen wird, um ein irdisches Reich zu errichten, das tausend Jahre währen wird. In Kapitel 20,3 heißt es, Satan wird tausend Jahre eingeschlossen sein. Und in Vers 4 werden die Heiligen mit Christus zusammen tausend Jahre lang regieren.

Der Herr Jesus wird zurückkehren. Das erste Mal kam er in Demut. Das zweite Mal kommt er in Herrlichkeit. Viele von euch sind damit vertraut. Das zweite Mal kommt er, um sein Reich zu errichten. Aber bevor das Reich beginnen kann, muss entschieden werden, wer darin einziehen darf und wer draußen bleiben muss. Deshalb werden alle Menschen versammelt und der Herr lässt diejenigen in das Reich einziehen, die dort hingehören, und verwehrt jenen den Eintritt, die dort nicht hingehören. Das ist das Gericht, was wir hier sehen. Wir erwarten die Wiederkunft Christi also als eine Zeit des Gerichts, die allgemein bekannt ist, aufgrund der verwendeten Analogie, als das Gericht über die Schafe und die Böcke.

Vergesst nicht, dass wir in unseren vergangenen Lektionen darauf hingewiesen haben, dass Jesus ihnen nicht den genauen Tag oder die genaue Stunde sagen würde. Geht einmal zu Kapitel 24,36 zurück; ich werde euch das noch einmal in Erinnerung rufen. „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater.“ Und dann Vers 42: „So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Herr kommt.“ Vers 44: „Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“ Noch einmal dasselbe in Vers 50: „Zu einer Stunde, die er nicht kennt ...“ Kapitel 25, 13: „Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.“ Fünfmal hat er also gesagt, niemand kennt den Tag oder die Stunde ... fünfmal. Wir können den genauen Moment nicht kennen. Das hat zur Folge, dass wir jederzeit bereit sein müssen ... jederzeit bereit sein müssen. Aber was wir hier sehen, ist, dass der Herr immer wieder verkündet hat, dass niemand den Tag und die Stunde kennt, dass niemand den genauen Moment kennt. Und die Absicht dahinter ist, dass jeder jederzeit was sein muss? Bereit. Der Herr sagt, ich werde euch einige allgemeine Zeichen geben, ich werde euch einige allgemeine Ereignisse und sogar einige spezifische Ereignisse nennen, die zur Zeit der Drangsal stattfinden werden, kurz vor meiner Wiederkunft. Aber um den Tag und die Stunde weiß niemand. Deshalb obliegt es allen Generationen und allen Menschen, jederzeit bereit zu sein.

Außerdem möchte ich noch hinzufügen, dass der Tod eines Menschen der letzte Moment für ihn ist. Das ist äquivalent zur Wiederkunft Christi. Wenn ein Mann oder eine Frau stirbt, fällt sofort die Entscheidung über ihr ewiges Schicksal und eine entsprechende Verfügung wird getroffen. Es ist den Menschen bestimmt, einmal zu sterben, und danach kommt das Gericht. Das Gericht, wie wir es hier bei der Wiederkunft Christi sehen, gilt also nur für die Menschen, die bei seiner Wiederkunft noch am Leben sind. Diejenigen, die bereits vorher gestorben sind, haben das unausweichliche, unwiderrufliche Gericht bereits hinter sich. Wann immer ein Mensch stirbt, wird sein ewiges Schicksal entweder für den Himmel oder die Hölle festgelegt. Diejenigen, die bei der Wiederkunft Christi noch am Leben sind, die alle restlichen Ereignisse der Drangsal überlebt haben, müssen dann gerichtet werden; manche ziehen in das Reich Gottes ein, anderen wird der Einlass verwehrt. Und das ist das Gericht, das wir hier sehen, das letzte Gericht. Und alle Menschen müssen jederzeit bereit sein, falls diese Stunde in ihrer Generation kommen sollte.

Ich möchte jetzt nur kurz erwähnen, dass dieses spezifische Gericht über die Schafe und die Böcke in keinem anderen Evangelium erscheint, obwohl es bei Matthäus sehr ausführlich behandelt wird. Markus, Lukas und Johannes schreiben nicht darüber. Das liegt nicht daran, dass es nicht bedeutsam wäre, es ist sehr bedeutsam. Und die Wiederholung eines bestimmten Abschnitts in den Evangelien ist nicht unbedingt ein Kommentar über dessen Bedeutung. Es sagt uns jedoch etwas über den Zweck des Autors. Das Ziel von Markus bestand nicht darin, Christus als König darzustellen. Das Ziel von Lukas und Johannes bestand ebenfalls nicht unbedingt darin, die Königsherrschaft von Christus zu betonen. Das Evangelium, dessen Ziel darin besteht, Christus als König zu präsentieren, ist das Matthäusevangelium. Und das ist der Grund dafür, dass Matthäus die Wiederkunft Christi so sehr betont, weil Matthäus uns den Triumph des majestätischen Königs, des Herrn Jesus Christus, präsentieren will. Und das ist der Grund dafür, warum Matthäus derjenige ist, der dazu auserwählt wurde, diesen Abschnitt zu beschreiben.

Ich möchte euch noch einmal an den Schwerpunkt von Matthäus erinnern. Matthäus konzentriert sich in erster Linie auf Jesus als den König, den König Israels, den König der Herrlichkeit, denjenigen, der das Recht der Herrschaft hat, den Majestätischen, den Königlichen. Das war sein Schwerpunkt. Und das wird in drei grundlegende Kategorien unterteilt. Erstens befasst sich Matthäus mit dem offenbarten König ... dem offenbarten König. Mit anderen Worten, bei seiner Beschreibung von Christus stellt Matthäus diesen als majestätische Person dar. Während Markus ihn als Menschen behandelt. Markus betont seine Menschlichkeit. Und Lukas betont seine Knechtschaft. Johannes wiederum betont seine Gottheit. Bei Matthäus liegt das Augenmerk auf seinem königlichen Charakter, auf seiner Königsherrschaft.

Zuerst betont er, dass der König offenbart wird. Es ist zum Beispiel Matthäus, der aufzeigt, dass Jesus von einem königlichen Geschlecht abstammt. Es ist Matthäus, der berichtet, dass Jesu Geburt von einem rivalisierenden König gefürchtet wird, der sich dadurch bedroht fühlt, dass ein anderer König auf der Bildfläche erscheint. Es ist Matthäus, der mit großem Nachdruck betont, dass die Weisen orientalische Königsmacher sind, die kommen, um Jesus zu huldigen und ihm königliche Geschenke darzubieten. Es ist Matthäus, der betont, dass Jesus einen Boten hat, der sein Kommen ankündigt, wie das bei Königen üblich war. Es ist Matthäus, der uns berichtet, dass Satan Jesus auf dem Höhepunkt von dessen Versuchung alle Königreiche der Erde anbot, obwohl er wusste, dass sie alle Jesus gehörten. Es ist Matthäus, der betont, dass Jesus in der Bergpredigt die Maßstäbe für sein Reich verkündet. Es ist Matthäus, der die Wunder Jesu als seine königliche Legitimation verwendet, der betont, dass seine Lehre das königliche Gesetz war, dass seine Gleichnisse die Rätsel des Reiches Gottes waren, über das er der König war. Er wird von Matthäus als Sohn Davids gepriesen, ein königlicher Name. Er beanspruchte königliche Rechte als Sohn Gottes. Er zog wie ein König nach Jerusalem ein und beanspruchte absolute Souveränität für sich. Er erzählte eine Geschichte über den Sohn eines Königs und über sich selbst, und diese Geschichte findet sich bei Matthäus. Und während er mit dem Kreuz konfrontiert war, so schreibt Matthäus, sieht Jesus über das Kreuz hinaus auf die Herrschaft und Herrlichkeit, die danach kommen sollten. Es ist Matthäus, der Jesu Befehlsgewalt über Legionen von Engeln betont. Es ist Matthäus, der Jesu letzte Worte für uns aufzeichnet: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden; darum geht hin ...“ Mit anderen Worten gebietet er wie ein Monarch, der alle Autorität für solch einen Befehl hat.
Matthäus betont also mit großem Nachdruck die Offenbarung von Christi Königsherrschaft. Zweitens richtet er das Augenmerk auf die Ablehnung von Christi Königsherrschaft. Matthäus präsentiert uns von Anfang bis zum Ende nicht nur den königlichen Charakter Christi, sondern zeigt uns auch, wie er als König abgelehnt wurde. Vor seiner Geburt lief seine Mutter Gefahr, geschieden zu werden. Noch schlimmer, sie lief sogar Gefahr, als Ehebrecherin gesteinigt zu werden. Es hätte also sein können, dass sein Leben ein Ende gefunden hätte, bevor er je den Thron erreicht hätte. Bei seiner Geburt herrschte in ganz Jerusalem Aufruhr und Herodes, der sich durch den Gedanken an einen anderen König auf der Bildfläche bedroht fühlte, versuchte, ihn zu töten. Und in den Ebenen von Bethlehem, nicht lange nach dem Abgang und Verstummen des Engelschores, hallten diese kleinen Hügel erneut wieder, aber diesmal nicht mit Liedern von Engeln, sondern mit dem Klagen und Weinen von Müttern, die weinten, weil ihre Babys getötet wurden, weil Herodes versuchte, den potenziellen König zu vernichten, indem er jedes Kind unter zwei Jahren tötete.

Und es ist Matthäus, der uns berichtet, dass Jesus nach Ägypten flüchten musste, um sein Leben zu retten. Und als er in seine Heimat zurückkehrte, verließ er es eilig, um dreißig Jahre lang im Verborgenen in einem unscheinbaren, abgelegenen Dorf namens Nazareth zu leben, wo ihm keine Ehre zuteilwurde und wo sogar die Einwohner dieser Stadt bei einer Gelegenheit versuchten, ihn von einem Felsen zu stürzen und umzubringen. Matthäus legt großen Wert darauf, uns zu berichten, dass selbst der Bote Jesu inhaftiert und schließlich geköpft wurde. Und es ist Matthäus, der uns daran erinnert, dass Jesus keinen Ort hatte, wo er sich niederlegen konnte. Er wurde beschuldigt, ein Trunkenbold zu sein. Er wurde im Matthäusevangelium beschuldigt, gefräßig zu sein. Er wird beschuldigt, aus der Hölle zu kommen, von Satan, von einem Dämon besessen zu sein. Und während Jesus seine eigenen Gleichnisse aufzeichnet, skizzieren sie die Ablehnung, die er erlebte, wie Menschen ihm nach dem Leben trachteten, ihn so töten wollten, wie sie die Propheten getötet hatten, die von Jesus gesprochen hatten. Und selbst bei Jesu Tod ist es Matthäus, der ihn sagen lässt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

In keinem der anderen Evangelien ist die Darstellung Jesu als König so vollständig oder seine Ablehnung so vollständig, wie bei Matthäus. Aber am Ende präsentiert Matthäus ihn nicht nur als den offenbarten König und den abgelehnten König, sondern auch als den wiederkehrenden König. Und in Kapitel 24 und 25 findet sich diese allumfassende Predigt unseres Herrn über seine Wiederkunft. Und es ist nicht das erste Mal, dass dies im Matthäusevangelium erwähnt wird. Es wird zuvor bei mehreren Gelegenheiten erwähnt, wo unser Herr Gespräche mit seinen Jüngern führt. Es war von überragender Bedeutung für den Herrn und auch für Matthäus. In Matthäus 16,28 lesen wir: „Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.“ Vers 27: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den Engeln kommen, und dann wird er jedem einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ In Matthäus 19,28 heißt es auf ähnliche Weise, dass er in seiner Wiedergeburt, wennder Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird,die Jünger auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten werden usw.

Er hatte also bereits in der Vergangenheit mit den Jüngern darüber gesprochen, aber jetzt, in dieser großartigen Predigt, die zwei Kapitel umspannt, spricht der Herr über seine Wiederkunft und Matthäus zeichnet das als Abschluss seiner Präsentation des königlichen Charakters von Jesus Christus auf. Er kommt als majestätisch herrschender, souveräner König, das ist die Botschaft.

Wenn er kommt, und ich meine wenn er kommt, in dem Moment seines Kommens, wird es ein unverzügliches Gericht geben. Ich glaube nicht, dass es bei seiner Wiederkunft eine zeitliche Lücke für die Menschen geben wird, wo sie entscheiden können, was sie machen wollen. In Vers 31 steht: „Wenn aber der Sohn des Menschen [...] kommen wird“. Vers 34: „Dann wird der König [...] sagen“ und so weiter. Wenn er kommt, wird er richten. Es gibt keinen Grund dafür, eine zeitliche Verzögerung anzunehmen.

Wir wissen, dass Daniel im letzten Kapitel von Daniel einen Zeitraum von Tagen zu sehen scheint. Die Drangsal dauert 1260 Tage, dreieinhalb Jahre, aber Daniel sagt, bis zur Errichtung des Reiches werden 1335 Tage vergehen. In der Prophezeiung von Daniel gibt es vom Ende der Drangsal bis zur Errichtung des Reiches 75 Tage. In Bezug auf diese 75 Tage stellen wir oft die Frage: „Was geschieht?“ Nun, vielleicht kommt Jesus wenige Tage nach dem Ende der Drangsal, wenn wir ganz genau sein wollen, oder wenige Wochen danach. Oder vielleicht kommt Jesus und seine Wiederkunft und alles, was dabei geschieht, dauert eine gewisse Zeit. Es geht hier darum, dass die Menschen, sobald Jesus kommt – egal, wie lange das dauert -, keine Gelegenheit mehr haben werden, eine Entscheidung über Christus zu treffen. Diese Entscheidung wird bereits getroffen worden sein. Was auch immer also in diesen Zeitrahmen passt, welches Gericht auch immer kommen mag, könnte durchaus kommen, wenn Christus am Ende der Drangsal käme und sofort das Gericht herbeiführte. Es könnte auch sein, dass dieser Zeitraum von 75 Tagen ein Zeitraum der Säuberung nach dem Gericht ist. Vielleicht ist es die Zeit, von der Hesekiel spricht, als er darüber redet, dass es viel Zeit brauchen wird, Leiber zu vergraben. Vielleicht ist das der Anfang jener Zeit, denn es wird einen verheerenden Krieg in Harmageddon geben und einen verheerendes und Vergeltung übendes Gericht Gottes, wenn Christus zurückkehrt. Und vielleicht gibt es eine Säuberungsaktion, bevor das Reich beginnt. Wir wissen nicht, was in diese Zeit passt, aber es bedeutet nicht, dass die Menschen bei der Wiederkunft Christi anfangs noch 75 Tage haben, um die Kurve zu kriegen. Wenn er kommt, richtet er. Es wird nicht anders sein als bei einzelnen Menschen im Moment ihres Todes. Es gibt keine Möglichkeit, das abzuwenden, was dann kommt. Der Tod kristallisiert die Entscheidung über Christus, die zu Lebzeiten getroffen wurde, für die Ewigkeit. Und so wird es auch bei der Wiederkunft Christi sein. Es wird für nicht wiedergeborenen Menschen keine weitere Gelegenheit geben, eine Entscheidung zu fällen. Und wir werden das noch genauer sehen, wenn wir weitermachen, wenn wir sehen, wer in das Reich Gottes einzieht und wem der Einlass verwehrt wird. Das wird uns sehr deutlich werden.
Lasst uns jetzt die einleitenden Aspekte in den Versen 31 und 32 betrachten, okay? Erstens, den Richter. Wer ist der Richter? Wer ist derjenige, der kommen wird, um die Verantwortung für dieses Gericht zu übernehmen? Nun, um zu verstehen, was hier gesagt wird, hilft es uns vielleicht ein wenig, wenn wir uns Johannes Kapitel 5 in Erinnerung rufen. Ich werde euch nur ein paar Verse daraus vorlesen, um eure Erinnerung anzustoßen, falls ihr diesen sehr wichtigen Abschnitt vergessen haben solltet. In Johannes 5,22 heißt es: „Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben.“ Alles Gericht wurde dem Sohn übergeben, eine sehr wichtige Aussage. Das ist im Prinzip das, was unser Herr in Matthäus 28,18 sagte, als er sagte, alle Macht im Himmel und auf Erden sei ihm gegeben. Der Vater delegierte die Macht, zu richten, an den Sohn. Er delegierte die Macht über die Gemeinde an den Sohn, damit der Sohn der Gemeinde gebieten kann, in die ganze Welt auszuziehen und dies zu tun; der Sohn ist auch für das Gericht verantwortlich. Deshalb ist der Richter niemand anders als unser Herr Jesus Christus. Und die Bestätigung dafür finden wir in dem Vers: „Wenn aber der Sohn des Menschen [...] kommen wird ... wenn der Sohn des Menschen [...] kommen wird, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden.“

Es ist also der Sohn des Menschen, der wiederum niemand anders ist als Jesus Christus. Ich glaube nicht, dass wir viel Zeit dafür brauchen, aber ich möchte euch nur daran erinnern, dass der vertrauteste Titel, der häufigste Titel, der Titel, den Jesus am meisten für sich selbst verwendete, „Sohn des Menschen“ ist. Er nannte sich ständig so. Das war der Titel, den er für sich selbst auserwählt hatte. Und ich glaube, es gab eine Reihe von Gründen dafür.

Der erste Grund war, dass dieser Titel seine Demut bekräftigte. Er bestätigte, dass es sich um eine Fleischwerdung handelte, dass Gott hinabgestiegen war, um ein Mensch zu werden. Es war eine Bekräftigung der Fleischwerdung, der Unterordnung, des dienenden Herzens, des dienenden Geistes, der nicht gekommen war, um bedient zu werden, sondern selber zu dienen und sein Leben hinzugeben. Er wurde zu einem von uns. Und „Sohn des Menschen“ betont, dass er sich erniedrigt hat, seine Demut, seine Identifikation, sein Verständnis, sein Mitgefühl mit Menschen. Er wurde zu dem, was wir sind. Das war ein Grund dafür, dass er diesen Titel verwendete.

Der zweite Grund, aus dem ich diesen Titel, den unser Herr so häufig verwendete, für eine gute Wahl halte, ist der, dass er weniger Anstoß erregte, wenn er sich ständig „Sohn des Menschen“ nannte. Wenn er sich ständig „Sohn Gottes“ nennen würde, hätte er mehr Feindseligkeit verursacht, als er es tat, zumindest anfangs. Sich selbst vor den jüdischen Führern ständig als „Sohn Gottes“ zu bezeichnen, hätte Probleme geschürt, die über jene hinausgegangen, die er bereits hatte. Und wie ihr natürlich wisst, töteten sie ihn nach drei Jahren des Wirkens schließlich mit großer Feindseligkeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der ganze Plan sehr viel früher ein Ende gefunden hätte, wenn er sich ständig „Sohn Gottes“ genannt hätte, und die Dinge, die nach Gottes Absicht erreicht werden sollten, wären nicht erreicht worden. Und diese Art von Mutmaßung ist natürlich reine Mutmaßung, da er sich selbst nicht „Sohn Gottes“ nannte; es erklärt jedoch vielleicht, warum er es nicht tat. Drittens, wenn er sich ständig „Sohn Gottes" genannt hätte, wären die Menschen, die ihn ablehnten, nicht nur sehr viel wütender gewesen, sondern seine Freunde wären vielleicht auch sehr viel aufdringlicher gewesen. Hätte er sich „Sohn Gottes“ genannt oder sogar „König“, hätte er sich ständig „Messias“ genannt, dann hätten die Menschen ihn unter noch mehr Druck gesetzt, das Reich zu übernehmen, die Herrschaft zu übernehmen, zu herrschen und die Römer zu stürzen. Deshalb glaube ich, dass „Sohn des Menschen“ der niedrigste Titel, das niedrigste Profil war, das Jesus annehmen konnte. Es ist eine Verleugnung von jedwedem bedeutsamen Titel. Es drückt einfach aus: „Ich bin einer von euch, ich bin ein Menschensohn“. Das ist alles. Es ist wahr, dass er auch der Sohn Gottes war, es ist wahr, dass er auch der König der Könige war, hätte er aber diese Dinge nach außen zur Schau getragen, dann hätte das die ganze Abfolge der Ereignisse verändert. Also stellt er sich als Sohn des Menschen dar, um seine Demut und Identifikation mit den Menschen zu unterstreichen, um Feindseligkeit abzuwenden und jene abzuwehren, die ihn zwingen würden, König zu werden, wie es offensichtlich viele tun wollten und in Galiläa sogar versuchten, zu tun.

Es gibt noch einen anderen Grund. Ich glaube, er wählte „Sohn des Menschen“, weil das so einen starken Kontrast zu den Titeln bietet, die er tragen wird, wenn er in seiner Herrlichkeit wiederkehren wird. Und es hilft uns, die Unterscheidung zwischen dem ersten und zweiten Kommen Christi zu verstehen. Es bietet einen wunderbaren Kontrast, auf den wir hier in Matthäus 25 hingewiesen werden. Bitte beachtet, dass er sich in Vers 31 als „Sohn des Menschen“ bezeichnet, während es in Vers 34 heißt: „Dann wird der König ...“ Und in Vers 40: „Und der König wird ihnen antworten“. Es dauert in dieser spezifischen Botschaft nicht lange, bis er vom „Sohn des Menschen“ zum „König“ wird. Aber er beginnt als „Sohn des Menschen“, damit sie wissen, wer der König ist, nicht wahr? Hätte er einfach gesagt „Wenn aber der König kommen wird“, dann könnte jemand sagen: „Nun, es ist jemand anders als er.“ Deshalb sagt er: „Wenn der Sohn des Menschen kommt, wird der König sagen ...“ Und er bekräftigt, dass er sowohl Sohn des Menschen als auch König ist. Sohn des Menschen, demütig, auf unser Niveau herabsteigend, erniedrigt; König, herrlich, souverän, herrschend, richtend, sein Reich errichtend. Deshalb schlägt er hier also eine neue Richtung ein. Meine Lieben, das ist sehr, sehr bedeutsam.

Bis zu diesem Punkt bezeichnet er sich nicht als „König“. Er erzählt ein Gleichnis über einen Königssohn. Er erzählt ein Gleichnis über einen König, der Gott der Vater ist. Aber jetzt nennt er sich selbst König. Es ist Zeit, über seine Wiederkunft zu sprechen. Es ist Zeit, über seine Wiederkunft zu sprechen. Es ist Zeit, über seine Herrschaft als König der Könige und Herr der Herren zu sprechen. Es ist Zeit, über Demut und sein Hinabsteigen auf unser Niveau hinauszuschauen und denjenigen zu sehen, der in strahlender Herrlichkeit kommen wird. Deshalb liegt die Betonung hier auf der Königsherrschaft.

Und darf ich euch auch daran erinnern, dass er, wie wir in Vers 24,3 lesen, privat zu seinen Jüngern spricht? Privat zu seinen Jüngern. Er sorgte dafür, dass seine Botschaft über die Königsherrschaft privat blieb. Selbst als Pilatus später zu ihm sagte: „Bist du ein König? Bist du ein König?“, antwortete er nur widerwillig darauf und sagte einfach: „Du sagst es ... du sagst es.“ Das soll nicht bedeuten, dass die Menschen die Botschaft nicht verstanden, denn als er gekreuzigt wurde, errichteten sie ein Schild über ihm, auf dem was stand? „Jesus der Nazarener, der König der Juden.“ Sie wussten, dass er diesen Titel für sich beanspruchte. Aber er brachte sie nicht gegen sich auf und berührte nicht ständig eine Saite in den Herzen der politischen Fanatiker, indem er sich selbst als König bezeichnete. Er spielte es herunter und nannte sich selbst „Sohn des Menschen“. Das bedeutet nicht, dass er kein König war, sondern dass er einfach verständig war, indem er sich selbst diesen Titel gab.

Hier, im privaten Umfeld mit seinen Jüngern, die ihn auf dem Ölberg fanden, nachdem er die Tempelanlage verlassen hatte, spricht er jetzt mit ihnen am Abend, am Mittwoch vor seiner Kreuzigung am Freitag. Er teilt ihnen mit, dass er tatsächlich der Sohn des Menschen ist, der auch der König ist, welcher kommen und richten wird, um sein Reich zu errichten. Wenn er in seiner Herrlichkeit kommt, um sein irdisches Tausendjähriges Reich zu errichten, wird er darüber richten müssen, wer darin einzieht und wem der Einlass verwehrt wird. Und da das Reich Gottes die einzige Sache ist, die auf der Erde existieren wird – habt ihr das verstanden? – das Reich Gottes ist die einzige Sache, die auf der Erde existieren wird, dann wird jeder, der nicht im Reich Gottes sein wird, nicht auf der Erde sein. Und das werden wir nächstes Mal sehen. Deshalb wird uns in der Bibel berichtet, dass diese Menschen in die ewige Strafe eingehen werden.

Dies ist keine neue Botschaft, dies ist keine Botschaft, die von irgendeinem Zeitgenossen oder jemanden Vereinzeltem in unserer Gemeinde stammt – dies ist die Botschaft des Christentums, seit die Evangelien geschrieben wurden. Die Gemeinde wartet auf die Wiederkunft Jesu Christi. Die Welt wird zwar nicht unbedingt für ihn bereit sein, aber sie wartet auf ihn. Wie ein Jet im Landeanflug, dessen Pilot tot ist; an Bord findet vielleicht eine Party statt, aber es steht ein gewaltiger Absturz bevor. Die Welt erkennt vielleicht nicht, wie schnell sie sich auf ihr eigenes Verhängnis zubewegt, aber genau das ist es, was die Schrift sagt.

Und das ist nicht nur bei Matthäus so. Judas sagt uns in Vers 14, dass auch Henoch, ganz am Anfang von 1. Mose, der siebte Mann nach Adam, weissagte und sprach: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihn zu strafen“ und so weiter. Das geht bis zu Henoch zurück, dem siebten Mann nach Adam, der in der Weisheit Gottes vorausschauen konnte, welche ihm offenbarte, dass eine Zeit kommen würde, wenn der Herr im endgültigen Gericht über alle Menschen auf dem Angesicht der Erde kommen würde. Und das wird tatsächlich geschehen. Das ist die Verheißung der Propheten.

Wir erwarten also die Wiederkunft Christi. Ich möchte etwas sagen, dass ihr so vielleicht noch nie zuvor gehört habt. Das Besondere an Christus ist nicht seine Wiederkunft. Das Besondere an Christus ist nicht seine Wiederkunft. Das Wunder aller Wunder ist nicht, dass Jesus in Herrlichkeit kommen und die Welt richten wird. Die erstaunliche, wunderbare, unglaubliche, unbeschreibliche, rätselhafte Wahrheit ist nicht, dass er ein zweites Mal kommen wird, sondern dass er das erste Mal kam, um das zu tun, was er tat. Es ist erstaunlich, dass ein heiliger Gott kam, um Sündern zu vergeben; nicht, dass ein heiliger Gott kommen wird, um Sünder zu richten. Versteht ihr das? Das Wunder ist nicht die Wiederkunft Christi, das Wunder ist sein erstes Kommen, dass er zu uns herabstieg, um uns zu erlösen, um uns zu lieben, als wir nicht liebenswert waren, um uns ein Heil zu bringen, das jeder Mann und jede Frau nach freiem Ermessen annehmen kann. Das Wunder aller Wunder ist, dass er sich zu uns herabließ, dass er sich herabließ, für uns zu sterben, unsere Sünden auf sich zu laden, von Gott getrennt zu sein. Das ist das Wunder aller Wunder.

Die Tatsache, dass er zurückkehren wird, um Sünde zu richten, ist keineswegs erstaunlich. Das entspricht nur voll und ganz seinem Wesen. Und wenn ihr ins Alte Testament zurückgeht, werdet ihr feststellen, dass Gott schon immer ein Gott war, der Sünde richtet. Wir sind also keineswegs überrascht, dass er kommen und das schließlich tun und sich der Sünde ein für alle Mal annehmen wird; was bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass er kam, um Sünder zu erlösen, die nur sein Gericht verdienen. Er wird also kommen und wir sollten nicht so überrascht sein, dass er kommen wird, da er ein unendlich heiliger Gott ist. Und wenn er kommt, um zu richten, wird es eine Szene sein, für deren Beschreibung uns die Worte fehlen.

In 2. Thessalonicher 1,7 heißt es: „Bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer“, das vermittelt uns etwas über die Szene, „wenn er kommt, wird er mit all seinen Engeln kommen, mit allen Engeln seiner Macht, und er wird in flammendem Feuer kommen.“ Erinnert ihr euch, dass es in Matthäus 24,29-30 hieß, der Himmel werde sich verfinstern, der Mond werde seinen Schein nicht geben, die Sonne werde verfinstert werden, die Sterne werden vom Himmel fallen und dann würde das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, in leuchtender Herrlichkeit? Und es heißt, er wird mit großer Kraft und Herrlichkeit kommen. Wie wir dort gelernt haben, schaltet der Herr das gesamte Licht im Universum aus, absolute Finsternis, und dann erscheint das Zeichen des Menschensohnes in leuchtender Herrlichkeit am Himmel; er kommt aus dem Himmel und das Licht ist dabei so grell, wie wir in Offenbarung 6,15-17 lesen, dass Männer und Frauen zu den Bergen und Felsen sprechen, sie mögen auf sie fallen und sie vor dem Angesicht und Zorn dessen verbergen, der kommen wird. Sie können diese unverhüllte, ungemilderte, uneingeschränkte, ungehinderte Herrlichkeit nicht ertragen. Also wird Christus kommen und er wird nicht alleine kommen, sondern mit den Engeln seiner Macht in flammendem Feuer. Und er wird Rache nehmen an denen, die Gott nicht kennen und das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht befolgen. Und sie werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Macht.

Und dann wird er in seinen Heiligen verherrlicht werden und bewundert in denen, die glauben. Es wird also eine Absonderung geben, es wird Vergeltung und Strafe geben für jene, die nicht gehorchen, und es wird Herrlichkeit und Ehre und Belohnung und Respekt ihm gegenüber geben für jene, die ihn durch Christus den Heiland kennen. Das ist also das Gericht, das bei seiner Wiederkunft stattfindet.
Es ist unbeschreiblich, aber er kommt mit all seinen heiligen Engeln. Darüber hinaus möchte ich behaupten, dass er auch mit all seinen Heiligen kommt. Ihr kennt sicherlich Kolosser 3,4: „Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.“ Und ich glaube, das sagt uns, dass die Heiligen, die bereits bei ihm sind - die aus der Drangsal gekommen sind, die in der Entrückung der Gemeinde vor der Drangsal gegangen sind, die bereits bei ihm sind, die Geister der erlösten Heiligen des Alten Testaments -, bei seiner Wiederkunft alle in der Herrlichkeit dieser Wiederkunft kommen werden, um sein Reich zu errichten.
Wir müssen uns auch einen Moment Offenbarung 19 zuwenden, denn das beschreibt die Szene in einigem Detail. In Offenbarung 19,11 heißt es: „Und ich sah den Himmel geöffnet“, bei dieser Schau von Johannes öffnen die Pforten des Himmels sich plötzlich und es wird ein weißes Pferd offenbart und einer, der darauf saß, der „Der Treue und der Wahrhaftige“ genannt wurde. Übrigens, das ist das zweite Mal, dass der Himmel sich im Buch der Offenbarung öffnete ... das zweite Mal. Das erste Mal geschah das in Kapitel 4,1: „Nach diesem schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel.“ Ich glaube, diese Tür war geöffnet, damit die entrückte Gemeinde einziehen konnte. Jetzt ist die Tür geöffnet, damit die bereits entrückte Gemeinde in Herrlichkeit zurückkehren kann, wie wir in Kolosser 3,4 lesen. Die Tür ist also wieder geöffnet, derjenige, der auf dem weißen Pferd daher reitet, symbolisiert einfach einen triumphalen Einzug; ein römischer General, der von einem Sieg zurückkehrt, würde die Via Sacra entlangreiten, vom Forum zum Jupiter-Tempel, auf einem weißen Ross, um seinen Sieg zur Schau zu stellen.

Christus kommt also als siegreicher König mit weißen Kleidern, weil er heilig und rein ist, treu und wahrhaftig, gerecht und seinem Wort getreu das Gericht vollstreckt. Seine Augen sind durchdringend wie eine Feuerflamme, nichts entgeht seinem Gericht. Auf seinem Haupt sind viele Kronen, er ist Herrscher aller Herrscher, absolut souverän. „Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst“ ... und ich werde das nicht kommentieren und mich zum Narren machen, niemand kennt ihn als nur er selbst, wie sollte also irgendjemand das kommentieren können? „Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist“, es ist das Blut vieler Schlachten, es ist befleckt von vielen Feinden, die in der Vergangenheit besiegt wurden. Er ist lange zuvor in blutiger Rache gekommen, viele Male zuvor im Laufe der Geschichte. Er kommt mit Blutflecken, die bei anderen Gerichten entstanden sind und ganz gewiss am Kreuz. „Und sein Name heißt: ‚Das Wort Gottes'“, Jesus Christus, und die Armeen, die im Himmel waren. Und wer sind die Armeen, die im Himmel waren? Armeen bestehend aus Engeln und Heiligen und sie alle kommen und folgen ihm auf weißen Pferden. Das Wort für „weiß“ ist leukos und bedeutet „blendend, glänzend“, nicht nur das übliche Weiß, an das wir denken, sondern ein blendendes, glänzendes, leuchtendes weißes Licht.

„Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage.“ Er kommt zum Gericht. „Er wird sie mit einem eisernen Stab weiden.“ „Und er tritt die Weinkelter des Grimmes und des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: ‚König der Könige und Herr der Herren.‘“ Hier wird der Richter also identifiziert. Es ist der Treue und Wahrhaftige, der Herr Jesus Christus, das Wort Gottes, der König der Könige, der Herr der Herren. Und er kommt mit einer Schar himmlischer Geschöpfe in heller, unverhüllter Herrlichkeit und die Welt sieht das inmitten der Finsternis, die durch das Gericht Gottes eingetreten ist. Das also ist die Wiederkunft Christi.

Wenn er kommt, wird das Gericht stattfinden. Dann ist es zu spät, irgendwelche Entscheidungen zu treffen.

Und deshalb enthält das Gleichnis der zehn Jungfrauen die Aufforderung: „Ihr solltet lieber Öl haben, bevor der Bräutigam kommt, denn wenn er kommt und ihr kein Öl habt, könnt ihr nicht loslaufen und es besorgen, denn sonst wird die Tür was sein?

Verschlossen, und ihr werdet nicht hineinkommen. Dann gibt es ebenso wenig eine zweite Chance, wie nach dem Tod.“ Der Richter ...
Ich möchte jetzt ein oder zwei Dinge über die Zeit des Gerichts in Vers 31 sagen. Und wir haben das bereits gesagt. „Wenn aber der Sohn des Menschen [...] kommen wird ...“ Es ist die Zeit der Wiederkunft Christi. Und wir haben das, glaube ich, sehr deutlich gemacht. Da wir nicht wissen, wann genau das sein wird, müssen wir jederzeit bereit sein. Wenn er in seiner Herrlichkeit kommt, das ist seine Wiederkunft, wenn er mit all seinen heiligen Engeln kommt, nicht nur einigen, sondern allen. Zehntausendmal zehntausendmal zehntausend und Tausende über Tausende, eine unzählbare Menge, wenn er mit all ihnen kommt, in all seiner Herrlichkeit und mit all seinen Heiligen und auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, wenn er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, das ist der Zeitpunkt, wo das Gericht stattfindet. Niemand muss je fragen, wann das Gericht über die Schafe und Böcke stattfindet. Es ist offensichtlich, wann das ist. Es könnte nicht offensichtlicher sein. Es ist dann, wenn er in Herrlichkeit mit seinen Engeln kommt und seinen Thron der Herrlichkeit einnimmt, die Armeen der Welt stürzt, alle Herrscher der Welt, und sein eigenes Reich errichtet.

Wir kennen den genauen Moment nicht. Wir kennen den Zeitraum – kurz nach der Drangsal. Die große Drangsal wird durch den Gräuel der Verwüstung eingeleitet. Und dann werden alle Ereignisse beginnen, die in Matthäus 24 und Offenbarung 6-18 beschrieben werden. Während all diese Dinge in diesem Zeitraum beginnen, nähert ihr euch immer mehr der Wiederkunft Christi. Dann wird der Himmel schwarz und das Zeichen erscheint. Und an irgendeinem Tag und zu irgendeiner Stunde um diese Zeit wird der Sohn des Menschen kommen. Den genauen Tag und die genaue Stunde kennen wir nicht. Aber das Gericht wird bei der Wiederkunft Christi stattfinden.

Die Menschen werden also entweder im Moment ihres Todes gerichtet oder, wenn sie bei der Wiederkunft Christi noch leben, im Moment seines Kommens.

Was genau ist der Ort dieses Gerichts? Nur ganz kurz. Wenn der Sohn des Menschen kommt, kommt er in Herrlichkeit und mit all seinen heiligen Engeln und er wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen. Wo steht dieser Thron seiner Herrlichkeit? Wo steht der Thron, der Jesus Christus verheißen wurde? Wir müssen nur Jesaja aufschlagen und uns diesen vertrauten Abschnitt in Jesaja 9,6 in Erinnerung rufen. Hier steht die Prophezeiung über das Kommen des Messias, dass ein Kind geboren werden wird, das „Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst“ genannt werden wird, und dann folgt in Vers 7 Jesaja 9,7: „Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben.“ Mit anderen Worten wird er in einem tausendjährigen Reich herrschen, aber wenn dieses vorbei ist, wird er weiterhin in der ganzen Ewigkeit herrschen, im neuen Himmel und auf der neuen Erde. Es wird ein tausendjähriges Reich auf dieser Erde geben und dann ein ewiges Reich in einem neuen Himmel und auf einer neuen Erde.

Aber während er regiert, wird er – wie es in Jesaja 9,7 heißt – „auf dem Thron Davids sitzen und über seinem Königreich, daß er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.“ Es ist der Thron Davids. Wo steht der Thron Davids? Er steht auf dem Berg Zion. Wo ist Zion? In der Stadt Jerusalem. Im Lukasevangelium sagte der Engel, als das Kind geboren werden sollte und der Engel das verkündete, er werde groß sein und „Sohn des Höchsten“ genannt werden und Gott der Vater werde ihm den Thron seines Vaters David geben und er werde regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit. Und sein Reich werde kein Ende haben. Er wird den Thron Jakobs haben und in der Stadt Jerusalem regieren. Das wird ein echtes historisches Ereignis sein und ein echter geografischer Ort.

Bei Sacharja 14,4 heißt es sogar, wenn er kommt, werden seine Füße auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt. „Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden“, so wird ein Tal entstehen. Wenn Christus also kommt, werden seine Füße auf dem Ölberg stehen, direkt gegenüber von Zion, direkt gegenüber von der Hauptstadt, von Jerusalem, vom Tempelberg, vom Heiligen und Allerheiligsten. Der Ort wird also Jerusalem sein.

Ihr sagt jetzt: „Nun, was hat es mit dem Auf-dem-Berg-Stehen und der Spaltung des Berges auf sich, über die Sacharja redet?“ Er schafft bei seiner Wiederkunft ein großes Tal, ein gewaltiges Tal, das sich ganz vom Norden bis zum Süden erstreckt, wenn der Berg gespalten wird, und vom Westen bis zum Osten; direkt dort entsteht ein gewaltiges Tal. Das bedeutet, dass Jerusalem, so wie es jetzt existiert, verwüstet werden und für die Herrlichkeit des Tausendjährigen Reiches neu angelegt werden wird.

Wozu das? Wozu das? Wozu wird dieses Tal geschaffen? Hört einmal auf die Prophezeiung von Joel 4,13: „Legt die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt und tretet, denn die Kelter ist voll; die Kufen fließen über, denn die Bosheit ist groß!“ „Ernte“ bedeutet immer Gericht. Hier ist es also Zeit für das Gericht. Hier ist es Zeit für das Gericht über die Heidenvölker. Vers 11: „Eilt und kommt herbei, all ihr Heidenvölker ringsum, und versammelt euch!“ Und dann Vers 14, Joel 4,14: „Scharen um Scharen [...] im Tal der Entscheidung.“ Hört mir jetzt gut zu. Das ist kein Tal, wo sie eine Entscheidung treffen, es ist ein Tal, wo Gott eine Entscheidung trifft. Das wird keine Zeit sein, wo Menschen Entscheidungen treffen können. Die Entscheidung ist, ob ihr in das Reich Gottes einzieht oder euch der Einlass verwehrt wird, und das ist Gottes Entscheidung, nicht die Entscheidung der Menschen. „Scharen um Scharen [...] im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung“. Es ist nicht der Tag des Menschen, es ist der Tag des HERRN.

„Sonne und Mond kleiden sich in Trauer, und die Sterne verlieren ihren Schein“; seht ihr, hier beschreibt er dasselbe Ereignis. „Der HERR wird aus Zion brüllen“, da ist er wieder in Zion. „Von Jerusalem her [wird er] seine Stimme hören lassen, daß Himmel und Erde zittern; aber der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine feste Burg für die Kinder Israels. Und ihr werdet erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin, der ich in Zion wohne, auf meinem heiligen Berg. Jerusalem aber wird heilig sein, und Fremde sollen es nicht mehr betreten.“ Mit anderen Worten wird es eine sofortige Heiligung des Landes geben, eine sofortige Heiligung der Stadt, des heiligen Berges, den Gott für sich selbst vorgesehen hat.

Der Richter ist also der Herr Jesus Christus. Die Zeit ist seine Wiederkunft und der Ort ist Jerusalem. Und es wird einen echten Thron und eine echte Herrschaft geben von Christus, der auf dieselbe Art kommen wird, wie ihr ihnen gehen sehen habt, das heißt physisch, körperlich, um auf dieser Erde zu herrschen.

Und abschließend: Wer wird diesem Gericht unterworfen? Vers 32: „Vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden“, heißt es in der Schlachter-Übersetzung. Das griechische Wort hier lautet ethne; es bedeutet Völker, alle Menschen und Völker. „Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.“ Alle Menschen? Alle welche Menschen? Alle Menschen, die noch am Leben sind. Alle Menschen, die noch am Leben sind.

Ihr sagt jetzt: „Nun, wer sind diese Menschen?“ Nun, sie wurden nicht zusammen mit der Gemeinde entrückt, weil sie nicht erlöst waren, deshalb wurden sie in der Drangsal zurückgelassen. Aber während der Drangsal, so lesen wir in Offenbarung 7, werden 144.000 Juden weltweit das Evangelium verkünden. Während der Drangsal, so heißt es in Offenbarung 11, werden zwei Zeugen diese Botschaft verkünden. Und dann erfahren wir, dass es einen Engel geben wird, der das ewigwährende Evangelium auf dem ganzen Erdkreis verkünden wird, sodass sie es von Menschen und von Engeln hören werden. Während dieses Zeitraums werden die Menschen auf das Evangelium reagieren, eine große Schar von Heiden, die niemand zählen konnte, wird errettet werden, wie es in Offenbarung 7 heißt. Ganz Israel wird errettet werden, wie es in Römer 11 heißt. Während dieses Zeitraums wird es also errettete Juden und errettete Heiden geben. Diese Menschen werden vom Antichristen verfolgt werden. Viele von ihnen werden seine Verfolgung überleben. Sie werden also am Ende am Leben sein. Es wird auch gottlose Menschen geben. Die Gottlosen werden vom Gericht Gottes in dieser Zeit verheert werden. Einige von ihnen werden überleben. Am Ende der Drangsal gibt es also Errettete und Nicht-Errettete, auf dem ganzen Erdkreis, die das Gericht Gottes und das Inferno des Antichristen überlebt haben. Sie haben die Plagen überstanden. Sie haben die Katastrophen, die Krankheiten, die Kriege, den Zorn Christi und den Zorn des Antichristen überlebt. Sie haben das Gericht über die Armeen in Harmageddon überlebt und es gibt immer noch große Massen, die übrig sind.

Aber all diejenigen, die noch übrig sind und von Gott nicht zum Zeitpunkt ihres Todes gerichtet wurden, werden ihm jetzt bei seiner Wiederkunft gegenüberstehen. Alle Menschen. Das Wort ethne bedeutet „Völker“. Entweder wird ein Mensch also bei seinem Tod mit Gottes Gericht konfrontiert oder bei der Wiederkunft Jesu Christi. Wenn ihr meint, ihr könntet bis dahin warten, lasst euch Folgendes gesagt sein. Dann ist es zu spät. Wenn der Bräutigam kommt und ihr nicht genügend Öl in eurer Lampe habt, wird die Tür verschlossen werden und ihr werdet nicht eingelassen. Es gibt keine zweite Chance. Und was hier geschieht, ist unwiderruflich, wie es in Vers 46 heißt: „[Manche] werden in die ewige Strafe hingehen, [andere] aber in das ewige Leben.“ Was hier geschieht, ist also unwiderruflich.

Mit dem Gericht selbst werden wir uns nächstes Mal beschäftigen. Das wird eine der aufschlussreichsten, faszinierendsten, provokativsten und hilfreichsten Abschnitte sein, die wir jemals studieren werden. Ich vertraue darauf, dass ihr am nächsten Tag des Herrn darauf vorbereitet sein werdet. Lasst uns beten.


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