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Die bibelorientierte Gemeinde, Teil 6: Aufzucht einer gesunden Herde: Dankbarkeit in allem (German)

1 Thessalonicher 5:18 April 28, 1991 de52-29

Unser Text heute früh ist 1 Thessalonicher 5,18. Paulus schreibt: „Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ Paulus sagt einfach sehr direkt: „Seid in allem dankbar.“ Keine Ausnahme, keine Entschuldigungen, nichts liegt außerhalb jener Parameter, seid in allem dankbar. Der kurze Ausdruck en pante bedeutet im Griechischen „in Verbindung mit allem, was geschieht“ … seid dankbar in Verbindung mit allem im Leben, egal, was es sein möge - die einzige offensichtliche Ausnahme ist persönliche Sünde. Er sagt, egal, was euch im Leben widerfährt, seid dankbar. Unabhängig von euren Umständen, Mühen, den Launen des Schicksals, Versuchungen und Prüfungen - seid dankbar, sagt Dank. Unabhängig von unserer Situation sollen wir einen Grund dafür finden, Gott zu danken. Es geht hier nicht um irgendein nebulöses „Danke“, dass wir in ein Vakuum loslassen, sondern um unseren Dank direkt an Gott.

Übrigens sollten wir stets in Erinnerung behalten, dass Dankbarkeit der Kern des christlichen Lebens und der christlichen Einstellung ist. Und Undankbarkeit ist der Kern des nichtwiedergeborenen Herzens. Der Apostel Paulus identifiziert die Gottlosen in Römer Kapitel 1 anhand einiger sehr direkter Worte. In Vers 21 sagt er: „Sie erkannten Gott”, das heißt durch ihr Gewissen und durch die Schöpfung war Gott für sie sichtbar und durch Erfahrung offenkundig, aber obwohl sie Gott durch die Schöpfung und ihr Gewissen kannten, sagt er: „... haben sie ihn nicht geehrt und ihm nicht gedankt.“ Das ist die Anklage gegen den nichtwiedergeborenen Menschen. Das ist die Anklage gegen den Nicht-Christen. Er weigert sich, etwas Grundlegendes zu tun - nämlich Gott für alles zu danken.

Gott, der alles geschaffen hat; Gott, der ihm das Leben und den Atem gibt und in dem er lebt und sich bewegt und existiert; Gott, der sich ihm durch sein Gewissen offenbart hat und ihm dadurch einen Maßstab für falsch und richtig gegeben hat; Gott, von dem jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt, ist DER Einzige, dem aller Dank gebührt und es ist das Schicksal und Wesen des nichtwiedergeborenen, nicht erretteten Menschen, dass er Gott nicht dankbar ist. Er mag zwar, ohne es zu meinen und gedankenlos, Ausdrücke wie „Gott sei Dank“ nachplappern oder in einer quasireligiösen Handlung ein Dankgebet an einen Gott aussprechen, den er nicht kennt, aber das zählt nicht als aufrichtiger Dank.

Wenn ihr nicht errettete Menschen auf der Welt betrachtet, lassen diese sich mehr oder weniger in verschiedene Kategorien einteilen, die wiederum ein größeres Szenarium für ihre Undankbarkeit ergeben. Erstens gibt es die Menschen, die durch das Leben gehen und denken, alles geschehe aufgrund glücklicher Umstände. Sie den- ken, es handle sich lediglich um eine glückliche Abfolge von Ereignissen, die keiner

lei Kontrolle unterliegen; Ereignisse, die einfach so geschehen. Und wenn die Dinge für sie nicht so laufen, wie sie es sollten, werden diese Menschen bitter, quengelig, verärgert und feindlich und ihr Leben nimmt einen säuerlichen Beigeschmack an. Und obwohl sie unter Umständen versuchen, die Glücksfaktoren des Lebens zu manipulieren, bleibt der Erfolg aus und so kennen diese Menschen überhaupt keine Dankbarkeit. Wem sollten sie danken? Dem Glück kann man nicht danken, es hat nicht einmal sich selbst unter Kontrolle. Im Herzen dieser Menschen existiert keine Dankbarkeit. Das wenig Gute, das ihnen geschehen mag, schreiben sie dem Glück zu, und der Rest missfällt ihnen.

Und dann gibt es jene Fatalisten auf der Welt, die nicht unbedingt denken, dass die Dinge dem Glück unterliegen. Ihrer Meinung nach gibt es dort draußen irgendeine unaufhaltsame Macht. Es gibt eine gewisse Unvermeidlichkeit, die vielleicht durch die Sterne oder eine andere Anomalie in ihrer eigenen Denkweise vorbestimmt ist, und irgendwie folgt alles zwangsweise einem bestimmten Pfad; diese Menschen akzeptieren fatalistisch und widerwillig das, was vollkommen unvermeidlich und unveränderlich ist. So wird es sein, das ist das Schicksal, hadere nicht damit. Wem sollte man für die guten Dinge danken, die sich dabei eventuell ergeben? Es gibt niemanden, dem man danken könnte, es ist eine namenlose Macht, eine nicht identifizierbare Bewegung, die keine Persönlichkeit hat, und deshalb gibt es niemanden, dem man für Gutes oder Schlechtes danken könnte.

Und dann gibt es die Menschen in der dritten Kategorie, die der Meinung sind, sie könnten ihr Leben irgendwie selbst kontrollieren. Sie denken positiv und sind in der Regel erfolgreich. Anfangs können sie sich den Grund für ihren Erfolg nicht erklären und schließlich schreiben sie ihn ihren eigenen Fähigkeiten zu. Alles Gute, das ihnen widerfährt, ist ihr Verdienst, sie haben es bewerkstelligt, sie haben es manipuliert, sie haben es herbeigeführt, sie haben es geträumt, sich ausgedacht, geplant, umgesetzt und durchgezogen. Der Verdienst gebührt einzig und allein ihnen. Kein bisschen Gott. Was hatte er schließlich damit zu tun?

Das also sind die undankbaren Menschen, aus denen die Welt besteht. Manche sind undankbar, weil alles einfach eine Frage des Glücks ist und es niemanden gibt, dem man danken könnte, andere sind undankbar, weil es einfach Schicksal ist und es niemanden wirklich gibt. Und wieder andere sind Gott gegenüber undankbar, weil alles Gute schließlich ihr eigener Verdienst war und sie es sich selbst zu verdanken haben, nicht Gott. Gelegentlich werfen sie ihm einen Knochen zu in einer religiösen Äußerung, die eine Alibi-Funktion hat, jedoch mehr Gotteslästerung als alles Andere ist, weil sie ein falsches und heuchlerisches Herz enthüllt.

Ihr werdet den gleichen Charakter bei allen Nichtwiedergeborenen finden. Das mag sich in anderer Form äußern als die drei von mir vorgeschlagenen, aber ihrem Wesen nach sind sie undankbar. Sie danken Gott nicht.

Aber wenn ein Mensch Christ wird, ist es charakteristisch für diesen Gläubigen, diesen Christen, dass er Gott für alles dankt. Plötzlich hat er ein neues Herz, eine neue Seele und ein neues Seelenleben. Der innere Mensch hat sich verändert und integriert in dieses Neue ist ein Herz voller Dankbarkeit, das Gott in Dankbarkeit zuruft. Es ist sehr schwer, jemanden zu finden, der dankbarer ist als ein neu bekehrter Christ. Danksagung wird zum Bestandteil unseres neuen Lebens, es ist die Frucht der Gnade, die durch das Wirken des Heiligen Geistes in uns hervorgebracht wird.

Aber ist es nicht interessant, wie selbst Christen undankbar werden können? Für einen nichtwiedergeborenen Menschen ist es normal, undankbar zu sein. Für einen Christen ist es nicht normal, undankbar zu sein. Das würde der Struktur eures neuen Lebens, eures neuen Wesens, eurer neuen Persönlichkeit, eures neuen Ichs, eures neuen Selbst widersprechen. Und da wir der Sünde der Undankbarkeit zum Opfer fallen können, fordert das Neue Testament uns wiederholt zur Dankbarkeit auf. Ich habe nicht die Zeit, um alle Texte des Neuen Testaments durchzugehen, die uns dazu auffordern, dankbar zu sein. Ich werde euch nur einige nennen, die euch hoffentlich ein wenig Theologie der Dankbarkeit an die Hand geben und dazu beitragen mögen, euch zu ermutigen.

Das allumfassende Prinzip, das alles in die richtige Perspektive rückt, ist Römer 8,28: „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ Das umfasst wirklich jeden Aspekt des Lebens. Egal, was passiert, es lässt sich alles unter Römer 8,28 subsumieren und es kommt von Gott, um zu unserem Besten zu dienen. Es mag an sich nicht gut sein, aber Gott wird etwas Schlechtes nehmen, und es zu einem guten Zweck für unser Wohl und unsere ewige Herrlichkeit wenden. Wenn ihr in dem Glauben lebt, dass Gott souverän alle Eventualitäten des Lebens unter Kontrolle hat und jedes Element zu einem souverän konzipierten Ziel für euer Bestes und eure Herrlichkeit zusammenfügt, dann könnt ihr alles im Leben bewältigen und dankbar sein, weil ihr wisst, dass es zum ultimativen Plan gehört.

Ich kann dankbar sein für die Schmerzen, die ich bei einer Operation erleide, weil ich weiß, dass dadurch Heilung einsetzen wird. Ich kann dankbar sein für die Schwierigkeiten, die ich bei der Vorbereitung auf etwas durchlebe, wenn ich weiß, dass das Ergebnis dieser Vorbereitung Leben verändern wird. Ich kann dankbar sein für die Schmerzen, denen ich meinen Körper aussetze, wenn ich weiß, dass ich letztendlich durch mein Training gesünder sein werde. Es gibt viele Dinge im Leben, die das beinhalten. Solange wir uns auf das Endergebnis konzentrieren, können wir sogar für einen Prozess dankbar sein, der weniger glücklich und freudig ist.

Wenn wir das Endergebnis von Gottes Wirken sehen, wie er alles in unserem Leben letztendlich für unser Bestes und unsere Herrlichkeit zusammenfügt, dann können wir für alles dankbar sein. Aber ist es nicht interessant, wie wir manchmal keinesfalls dankbar sind? Die frühe Gemeinde zeichnete sich durch Dankbarkeit aus. Ich denke oft an 1 Korinther 14, weil darin soviel über Sprachen steht. Allzu häufig gehen kleine Bröckchen Wahrheit verloren, weil wir sie einfach übersehen. Eines davon steht in 1 Korinther 14,16-17, wo der Apostel Paulus über die Gemeinde in Korinth spricht, die in diesen ekstatischen Sprachen spricht, welche eine Verdrehung der wahren Sprachen waren. Und hier, in den Versen 16-17, sagt er: „Sonst, wenn du mit dem Geist den Lobpreis sprichst, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß, was du sagst? Du magst wohl schön danksagen, aber der andere wird nicht erbaut.” Wenn ihr in Sprachen sprecht, die keiner versteht, wie soll irgendjemand wissen, dass ihr Dank sagt? Der kleine Einblick, den euch das hier gewährt, ist, dass die frühe Gemeinde bei ihren Treffen zusammenkam, um gemeinsam Dank zu sagen. Das war elementarer Bestandteil ihrer Anbetung. Einer hatte einen Psalm, ein Anderer ein Gebet, wieder Einer ein Wort vom Herrn und viele Menschen hatten die Gelegenheit, Dank zu sagen. Wenn ihr gelegentlich Gemeinschaft mit Gläubigen in kleineren Gruppen als dieser habt, tut ihr gut daran, dabei eine Zeit zur Danksagung einzuräumen. Das zeichnete

die frühe Gemeinde aus. Und das stimulierte in den Herzen der Gläubigen die Notwendigkeit, bei ihren Treffen dankbar zu sein.

Wir leben heutzutage in einem Zeitalter, in dem es schwer ist, sich über die sich schleichend ausdehnende, mächtige Kultur hinwegzusetzen, die uns umgibt, und wir leben in einem Zeitalter ohne Dankbarkeit. Es hat sicherlich noch nie ein Zeitalter gegeben, in dem es so wenig Dankbarkeit gab. Einerseits gibt es Menschen, die mehr haben als je zuvor, andererseits gibt es auch Menschen, die wissen, dass es noch mehr gibt, was sie noch nicht haben. Egal, was sie haben, sie haben also noch nicht alles, was sie haben könnten und damit nicht alles, was sie haben wollen. Das führt zu einer schrecklichen Form der Undankbarkeit. Deshalb ermahnt uns das Neue Testament, dankbar zu sein. Diese Kultur muss den Menschen Gottes immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden, damit wir nicht den Verhaltensmustern der Menschen um uns herum zum Opfer fallen. 2 Korinther 4, 15 besagt: „Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende Gnade durch die Vielen den Dank überfließen lasse zur Ehre Gottes.“

Er meint hier, dass die Menschen bei ihrer Errettung die Gnade Gottes erfahren und dies wiederum zu überwältigendem Dank führt. Das sollte normal sein. Das sollte charakteristisch sein. Es sollte typisch für das Leben eines jeden Christen sein, dass wir Gott ohne Unterlass danken. In 2 Korinther 9,11 sagt Paulus einfach: „so dass ihr in allem reich werdet zu aller Freigebigkeit, die […] Gott gegenüber Dank bewirkt.“ Ihr seid nicht nur errettet, ihr habt alles. Gott hat euch alles zuteilwerden lassen. Gott hat euch Brot zur Speise gegeben, er wird euch Samen zur Aussaat geben und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen; die Folge all dessen, was er in eurem Leben tut, sollte Dankbarkeit ohne Ende sein. In Epheser Kapitel 5 schreibt der Apostel Paulus zu Beginn des Kapitels in Vers 3: „Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden …“, und dabei redet er über Taten. In Vers 4 sagt er dann: „auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung.“ Und diesmal geht es um Sprache. Er sagt, wenn ihr euren Mund öffnet, sollte nichts Unreines herauskommen sondern nur Danksagung. Christen sollten für ihre Dankbarkeit bekannt sein. Sie sollte konstant sein. Wenn Christen ihren Mund öffnen, drücken sie ihre Dankbarkeit gegenüber Gott aus.

Hört genau zu, was er in Epheser Kapitel 5, Vers 18 sagt: „Und berauscht euch nicht mit Wein“, das ist Ausschweifung, „… sondern werdet voll Geistes.“ Und was wird geschehen? „Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen.” Das ist Freude, sich freuen, be- ten, Lobpreis. Und in Vers 20: „sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus.”

Ein vom Geist erfüllter Gläubiger ist ein normaler Gläubiger, ist ein dankbarer Gläubiger, ist ein mit Freude erfüllter Gläubiger, ist ein betender Gläubiger. Das ist es, was er hier sagt. Wenn ihr vom Geist erfüllt seid, werdet ihr für alles dankbar sein, was geschieht. Es wird nur so aus euch herausströmen. Ihr solltet dankbar sein für eure Errettung. Ihr solltet dankbar sein, weil Gott euch alles für euer geistliches Leben Notwendige zuteilwerden lässt. Und wenn ihr vom Geist erfüllt seid, werdet ihr dankbar sein. Selbst in Zeiten des Kummers fordert Paulus uns auf, uns um nichts zu sorgen, sondern in allem unsere Anliegen durch Gebet und Flehen mit ... was? ... Danksagung vor Gott kundwerden zu lassen. Selbst in Zeiten großer Angst, in Zeiten

großer Frucht und Sorgen und Stress sollen wir uns durch unsere Dankbarkeit auszeichnen.

Kolosser Kapitel 2, Vers 6: „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt auch in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und gefestigt im Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, und seid darin überfließend mit Danksagung.“ Wow! Er sagt, wir sollen korrekt wandeln, und das beinhaltet, überfließend mit Danksagung zu wandeln, Dankbarkeit, die wegen allem, was ihr in Christus habt, nur so aus euch herausströmt. Ihr solltet euch durch überfließende Dankbarkeit auszeichnen. Von jedem Christen sollte man sagen können: „Das ist ein dankbarer Mensch, was für ein dankbarer Mensch … jedes Mal, wenn dieser Mensch etwas sagt, drückt er seine Dankbarkeit aus, überströmende Dankbarkeit gegenüber Gott.“

In Kolosser Kapitel 3, Vers 15 lesen wir: „Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen; zu diesem seid ihr ja auch berufen in einem Leib; und seid dankbar!“ Vers

17: „Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.” In wirklich allem. In Kapitel 4, Vers 2 sagt er: „Seid ausdauernd. Seid ausdauernd im Gebet und wacht darin mit Danksagung. Seid ausdauernd.” Das ist übrigens die dritte Komponente in unserem Text. Geht noch einmal zu 1 Thessalonicher 5 zurück. Das ist die dritte Komponente hier in der Einstellung der Schafe zum obersten Hirten. Die erste war Freude. Die zweite war Gebet. Die dritte ist Dankbarkeit, Verse 16, 17 und 18. Hier lesen wir von der Verantwortung des Gläubigen vor dem Herrn in Bezug auf seine innere Einstellung. Er soll innerlich von unablässiger Freude, fortwährendem, niemals endendem Gebet und konstanter, täglicher Danksagung geprägt sein. Ich meine, das soll das Wesen und Muster unseres Lebens sein.

Und übrigens durchdringen diese drei Gebote - freut euch allezeit, betet ohne Unterlass, seid in allem dankbar - die verborgensten Winkel des erlösten Herzens. Sie durchdringen die verborgensten Winkel des erlösten Herzens.

Ihr wollt wissen, was ich damit meine?

Diese drei Gebote sind der beste Maßstab für den geistlichen Zustand eines Menschen. Habt ihr das verstanden? Diese drei Gebote sind der beste Maßstab für den geistlichen Zustand eines Menschen. Beurteilt eure Geistlichkeit nicht danach, ob oder wie oft ihr eine Gemeinde besucht. Beurteilt eure Geistlichkeit nicht nach Diensten in der Gemeinde. Beurteilt eure Geistlichkeit nicht anhand der Tatsache, dass ihr eure Pflicht als Christ erfüllt … ihr spendet etwas von eurem Geld, geht zum Hauskreis, was auch immer. Beurteilt eure Geistlichkeit nicht anhand der Tatsache, dass ihr niemanden vergewaltigt habt, niemanden überfallen habt, niemanden ermordet habt, keinen Ehebruch begangen habt, keine Unzucht begangen habt, bei eurer Einkommenssteuererklärung nicht gelogen und betrogen habt, eure Frau nicht misshandelt habt oder eure Kinder nicht misshandelt. Beurteilt eure Geistlichkeit nicht anhand dieser Dinge. Schürft tiefer.

Es gibt viele Menschen, die nach außen hin ihre Aufgaben wahrnehmen und dabei Heuchler sein können. Wenn ihr euren geistlichen Zustand wirklich ergründen wollt, wenn ihr wissen wollt, ob ihr vom Heiligen Geist erfüllt seid, müsst ihr euch nur Fol

gendes fragen: Freue ich mich allezeit? Bete ich ohne Unterlass? Und bin ich in zunehmendem Maße dankbar? Denn das ist die innere Quelle. Das ist es, was von innen kommt. Das führt zur richtigen Einstellung bei allen Pflichten, die wir erledigen, bei allen Aufgaben und Diensten, doch die verborgensten Winkel des erlösten Herzens werden dann berührt, wenn es konstante Freude, konstantes Gebet und konstante Dankbarkeit gibt. Wenn ihr nicht ein von Freude erfüllter, betender, dankbarer Mensch seid, kämpft ihr mit dem Fleisch. Wenn der Heilige Geist euer Leben lenkt, regeln diese Dinge sich von alleine.

Dann sagt Paulus in Vers 18: „… denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.” Das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Das gilt übrigens für alle drei Gebote, nicht nur für das letzte hier. Gottes Wille in Christus Jesus ist, dass ihr euch immer freut, immer betet und immer dankbar seid. Das ist sein Wille.

Was bedeutet es aber, wenn hier steht: „… das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch?“ „In Christus Jesus” bestimmt euch, die ihr Christen und in Christus Jesus seid, näher. Das ist Gottes Wille für euch. Als Gottes Wille für die Welt wäre das sinnlos, denn die Welt kann nicht wirklich und konstant voller Freude sein, nicht ständig mit dem Herrn kommunizieren, sie hat nicht einmal eine Beziehung zu ihm und wird [Gott] sicherlich nicht dankbar sein. Aber euch, die ihr in Christus Jesus seid, die ihr im Leibe Christi seid, die ihr mit ihm verbunden wurdet, wird dieser Wille Gottes als Mandat auferlegt.

Ihr fragt: „Muss ich das selbst herbeiführen?“ Nein. Es ist nicht nur Gottes Wille, das zu wollen, es ist auch Gottes Wille, das herbeizuführen. Philipper 2,13: „denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.” Das bedeutet, er will es und er vollbringt es durch seinen Heiligen Geist. Und genau aus diesem Grund sage ich, wenn ihr vom Heiligen Geist erfüllt seid, werdet ihr mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern zueinander sprechen … warum? Das ist Freude. Und ihr werdet das dem Herrn darbieten … warum? Das ist Gebet. Und ihr werdet Dank sagen, weil diese Dankbarkeit die Essenz dessen ist, was durch die innere geistliche Kontrolle überströmt. Diejenigen, die zum Leib Christi gehören, zeichnen sich also durch unablässige Freude, Gebet und Dankbarkeit aus. Das ist üblich. Das ist normal. Das ist Routine, weil wir als Teil unseres Lebens vom Geist erfüllt sein sollten.

Jetzt betrachten wir unser Leben und sagen: „Moment mal. Ich wünschte, das wäre alles wahr. Ich wünschte, ich würde ständig durch die Gegend laufen, dabei Lobgesang von mir geben, zum Herrn beten und ihm für alles danken, egal was, aber ich … ich tue das nicht immer.“ Nun, das liegt daran, dass ihr sündhaft seid und das Fleisch noch lebt. Aber wir müssen das ein bisschen besser in den Griff bekommen.

Wie sollen wir damit umgehen? Was ist es, das diese inneren Quellen verdirbt, sodass ich nicht immer voller Freude, Gebet und Dankbarkeit bin? Was verdirbt das? Ich werde euch eine Liste mit sieben Dingen nennen … sieben Dinge, die die Quelle im Innersten eures Herzens verderben und Freude, Gebet und Dankbarkeit beeinträchtigen.

Die erste Ursache sind Zweifel ... Zweifel. Was meinst du damit? Ich meine Zweifel an Gott, Zweifel am Wesen Gottes. Erstens seid ihr nicht sicher, dass ihr euch auf Gottes Wort verlassen könnt. Wenn er sagt, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge

zum Besten dienen werden, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind; wenn er sagt, dass sein Herz und sein Bestreben für uns auf Frieden, nicht Unheil gerichtet sind; wenn er sagt, dass sein Wille für uns die Gunst seiner Liebe ist. Wenn er sagt, dass er treu ist und seine Barmherzigkeit jeden Morgen neu ist, könnte er uns unter Umständen nicht die Wahrheit sagen. Wenn ihr Gottes Ehrlichkeit anzweifelt, wenn ihr Gottes Charakter anzweifelt, dann werdet ihr Probleme haben, dankbar zu sein, weil ihr nicht unbedingt sicher sein werdet, dass er sein Versprechen wirklich halten und alles zu eurem Besten dienen wird.

Oder wenn ihr seine souveräne Macht anzweifelt. Vielleicht denkt ihr, er meint es zwar gut, kann seine Absichten aber nicht umsetzen. Seinem Wort und seinen guten Absichten kann man durchaus vertrauen, er hat nur nicht die Macht, diese in die Tat umzusetzen. Es geht über seine Kräfte hinaus, ist zu komplex, zu schwierig, er kriegt es nicht hin, er wird nicht in der Lage sein, das zu bewerkstelligen. Und so zweifelt ihr an seiner souveränen Macht.

Oder vielleicht zweifelt ihr an seiner Weisheit. Ihr sagt: „Ich sag euch mal was. Er will sein Wort halten, er hat die Fähigkeiten dazu, aber er ist einfach nicht besonders klug. Wenn er alles ausführt, ist es deshalb nicht besonders gut. Wenn er doch nur mich fragen würde, könnte ich einige Dinge für ihn aufklären, denn ich habe bereits alles arrangiert. Auf meine Weise wäre alles perfekt, doch so, wie die Dinge laufen, wird ganz deutlich, dass Gottes Plan meinem unterlegen ist.“ Und so zweifelt ihr an seiner Weisheit.

Manche zweifeln vielleicht sogar seine Liebe an und sagen: „Nun, Gott würde das nie zulassen, wenn er mich wirklich liebt. Er kann mich gewiss nicht lieben und dabei das hier weiter zulassen.“ Jede Art von Zweifeln in dieser Richtung, die auf den Charakter, das Wort, die Liebe, die Weisheit oder die Macht Gottes ausgerichtet sind, wird euch eurer Dankbarkeit berauben. Diese Zweifel werden die Quellen eures erlösten Herzens vergiften, die vor Dankbarkeit überströmen sollten.

Zweitens, Egoismus. Ihr könnt Egoismus zu Zweifeln hinzufügen. Das wird die Quellen der Dankbarkeit wirklich vergiften. Egoismus ist eine Einstellung, die besagt: „Mir gefällt es nicht so, wie es ist. Ich will es so haben, wie es mir gefällt. Ich bin nicht zufrieden mit dem Wirken Gottes in meinem Leben. Ich bin nicht zufrieden mit der Situation, in der ich mich zurzeit befinde. Ich bin nicht zufrieden mit den Dingen, die in meiner kleinen Welt vor sich gehen. Ich will das nicht so. Das entspricht nicht meinen Wünschen.” Das ist Egoismus. Und Egoismus besagt vom Prinzip her: „Gott, mach deinen Thron für mich frei. Ich will die Verantwortung haben, ich will mein Leben kontrollieren, ich will bestimmen, wo es langgeht.“ Der eigene Wille ist wichtiger als Gottes Wille, mein Plan ist wichtiger als Gottes Plan … Egoismus. Ich will mein Leben auf eine bestimmte Weise leben. Ich will meine Arbeit so haben. Ich will meine Gemeinde so haben. Ich will meinen Ehepartner so haben. Ich will meine Kinder so haben. Ich will meine Karriere so haben. Ich will … ich will … ich will … ich will. Und wenn Gott nicht daherkommt und diesem Bild vollkommen entspricht, dann setzt der eigene Wille sich rücksichtslos über Gottes Plan hinweg. Das Ergebnis davon ist ein undankbarer Geist.

Das dritte Hindernis für ein dankbares Herz wäre Weltlichkeit … Weltlichkeit, die Liebe zur Welt. Ihr wollt wissen, was ich damit meine? Nun, jemanden, dessen Vision voller banaler Dinge ist. Jemanden, dessen Vision von Genuss, Berühmtheit, Be

liebtheit, Prestige, Menschen, Orten, Besitztümern und Bestrebungen geprägt ist. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Jemanden, dessen Vision von den Belanglosigkeiten der Welt geprägt ist, den vergänglichen Dingen. Und all diese Dinge verzehren sie so sehr, dass diese Menschen nicht dankbar sein werden, wenn nicht alles so läuft, wie sie es sich vorstellen. Ich meine, sie hatten eine Beziehung zu einer bestimmten Person im Auge, eine bestimmte lustvolle Tat, Leistung oder Erfahrung, einen Ort, an dem sie sein wollten oder eine bestimmte Sache, die sie haben wollten, ein bestimmtes Ziel, das sie verfolgten, Prestige, das sie sich verschaffen wollten, Beliebtheit, die sie erreichen wollten - Dinge, die nicht geklappt haben. Und weil sie nicht geklappt haben, ist ihr Leben schlecht. Wir alle hier kennen solche Menschen. Das sind Menschen in unserer Welt, die sich geistlich gesehen vom Spiel verabschiedet haben und nach Hause gegangen sind, weil sie an irgendeiner Stelle nicht das bekommen haben, was sie wollten. Und sie werden den Rest ihres Lebens undankbar sein. Sie sehen nie den Segen Gottes, weil sie nicht darauf achten. Kennt ihr die wunderbare alte englische Hymne „Be Thou my vision, O Lord of my heart?“ Das ist das Kernstück der christlichen Vision. Sei meine Vision, Herr meines Herzens. Du bist es, den ich sehe. Du bist es, den ich will. Du bist es, nach dem ich mich sehne. Und solange das eure Vision ist, werdet ihr erleben, wie Gott euch in eurem Leben segnen wird. Aber wenn eure Vision auf die materielle Welt ausgerichtet ist, habt ihr all das verpasst und keinen Anlass zur Dankbarkeit, denn alles, worauf ihr eure Zuneigung ausgerichtet habt und was nicht so verläuft, wie ihr es euch erhofft habt, wird euch zur Undankbarkeit veranlassen.

Viertens, ein kritisches Wesen … ein kritisches Wesen. Hier ist noch etwas, das euch der Dankbarkeit berauben wird … ein kritisches Wesen, ein verbitterter Mensch, ein Pessimist, der eine mürrische Einstellung zum Leben hat. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, aber sofern das nicht unter Kontrolle gebracht wird, zerstört solch eine Einstellung ein dankbares Herz. Sie wird euch für eure Vision blind machen. Sie wird euer Verständnis verzerren. Sie wird euch nutzlos für Gott machen und euch für jeden um euch herum zur Nervensäge und zum Ärgernis machen. Dieses kritische Wesen wird eure Geistlichkeit und eure Liebe verderben, diese übertriebene Analyse von allem, dieses Bedürfnis, alles zu kritisieren, das nicht genauso ist, wie es sein sollte. Ein kritisches Wesen macht einen Menschen verbittert, pessimistisch und undankbar. Und das wiederum lässt sich auf Stolz zurückführen. Auf ein übermäßig großes Ego, das der Meinung ist, es verdiene etwas Besseres. Oder das denkt: Ich will, dass andere Menschen mich für besser halten, als ich es wirklich bin, deshalb will ich mich mit Dingen umgeben, die mich gut aussehen lassen, und das hier lässt mich nicht so gut erscheinen, wie ich es will und deshalb werde ich mürrisch und verbittert. Oder ich bin von jemandem verletzt worden und werde den Rest meines Lebens mit den dadurch hervorgerufenen Schmerzen leben und nicht loslassen. Diese Art von kritischer Einstellung zerstört Dankbarkeit.

Fünftens, Ungeduld … Ungeduld. Manche Menschen sind einfach nicht dankbar, weil sie unzufrieden sind, dass Gott ihrem Empfinden nach nicht in dem von ihnen erwarteten Zeitrahmen agiert. Gott agiert nicht nach ihrem Kalender. Gott arbeitet nicht nach ihrer Uhr. Sie haben einfach nicht die Geduld für den Prozess. Ihr kennt solche Leute. Sie wollen die sofortige Erfüllung ihrer Wünsche, die sofortige Erfüllung. Sie kommen mit dem Prozess nicht klar. Sie können nicht sagen: „Danke, Herr, ich kann sehen, dass du in meinem Leben wirkst. Der Prozess ist langsam, das sehe ich. Ich danke dir dafür. Ich lobe dich dafür.” Sie sagen wie ein Kind, das einen Wutausbruch hat: „Gott, ich will es, ich will es jetzt.” Kein Prozess, meine Zeit, nicht deine. Sie

wollen, dass alles in ihrer Welt geregelt wird, und sie wollen, dass es sofort geregelt wird. Sie können nicht geduldig warten, sie können Gott nicht geduldig für einen noch nicht abgeschlossenen Prozess danken. Sie wollen, dass Gott für sie arbeitet, um alle ihre Ziele in ihrem eigenen Zeitrahmen zu erreichen. Ungeduld wird Dankbarkeit einfach zerstören. Lernt, Gott für den Prozess zu danken. Und wenn ihr euren Lebenspartner oder eure Kinder oder was auch immer es ist betrachtet, haltet Ausschau nach den kleinen Anzeichen des Prozesses, die ihr nutzen könnt, um Gott dafür zu danken, dass er seinen großartigen Plan erfüllt. Seid nicht zu ungeduldig, Dinge zu erleben, die in Gottes Ökonomie zum perfekten Zeitpunkt geschehen.

Was beraubt uns unserer Dankbarkeit? Zweifel, Egoismus, Weltlichkeit, ein kritisches Wesen, Ungeduld … und zwei weitere Dinge. Kälte, geistliche Kälte, die man auch Apathie oder Teilnahmslosigkeit nennen könnte. Ich verwende das Wort „Kälte“, wenn ich an das lauwarme Herz der Laodizäer oder die ephesische Gemeinde im Buch der Offenbarung denke, die ihre erste Liebe verlassen hatte. Es mangelt an Eifer für christlichen Dienst. Es mangelt an Liebe für Christus. Es mangelt an Sorgfalt im Studium der Schrift. Es mangelt an Leidenschaft bei der Anbetung. Sowohl die Bibel als auch das Gebet werden vernachlässigt. Kostbare Zeit wird mit den Belanglosigkeiten des Lebens verschwendet. Und das Resultat sind Menschen, die ausgelaugt sind. Sie werden einfach geistlich gleichgültig, lethargisch, apathisch.

Vor Kurzem kam jemand zu mir und sagte: „Wie werden wir die geistlichen Apathie um uns herum in Angriff nehmen, wenn wir diese Woche unser Ältestentreffen abhalten?“ Die Menschen sind sich sehr bewusst, dass viele Christen apathisch sind und es ist diese Art der Kälte, die uns der Dankbarkeit beraubt. Sie suchen nicht einmal nach Dingen, für die sie dankbar sein könnten. Sie haben diese enge Beziehung zum Herrn verloren. Sie haben die intensive Freude am Studium des Wortes verloren. Und demzufolge kennen sie keine Dankbarkeit in ihrem Herzen.

Und zuletzt gibt es noch die Rebellion. Und damit meine ich einfach regelrechte, unverblümte, kompromisslose Rebellion. „Ich bin nicht dankbar, weil ich wütend auf Gott bin. Ich bin nicht dankbar, weil es mir missfällt, was er in meinem Leben tut. Ich bin … ich bin … zornig und ich bin undankbar und ich weiß, dass ich undankbar bin und ich werde undankbar bleiben.“ Einfach nur widerspenstig.

Solche Menschen gibt es. Es ist erstaunlich. Ihr Schicksal im Leben ist nicht das, was sie wollen und sie verweigern absichtlich jede Dankbarkeit, weil sie schlicht und einfach undankbar sind.

Jede Form dieser sieben Hindernisse zur Dankbarkeit ist eine schwerwiegende Sünde. Ihr widersetzt euch dem Gebot Gottes, in allem dankbar zu sein. Ihr widersetzt euch den Anweisungen des Neuen Testaments, immer dankbar für eure Errettung zu sein, für den unablässigen Segen Gottes. Ihr solltet für das unaussprechliche Geschenk Jesu Christi dankbar sein. Ihr solltet dankbar sein für eure Errettung, dankbar für den Sieg über Sünde und Tod. Ihr solltet dankbar sein für göttliche Führung und dafür, dass Gott all eure Bedürfnisse stillt. Ihr solltet für die Hoffnung auf Herrlichkeit dankbar sein. Ihr solltet für die Macht des Wortes, die Macht des Gebets, die Güte Gottes, die Gnade Gottes und die unfehlbare Heiligkeit Gottes dankbar sein. Ihr solltet für das Leben und den Atem, für den Himmel und für alles dankbar sein. Und wenn ihr nicht dankbar seid, ist das Sünde. Wenn ihr nicht dankbar seid, weil ihr widerspenstig, kalt und gleichgültig, ungeduldig oder kritisch seid, weil ihr

weltlich oder egoistisch seid oder an Gott zweifelt, so ist das eine Sünde. Seid in allem dankbar. Das ist das Ergebnis eines vom Geist erfüllten Lebens.

Wie ich in Philipper 2 sagte, das könnt ihr nicht selbst herbeiführen. Deshalb ist es Gott, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Er wirkt, um euch dankbar zu machen, und das geschieht durch die Macht des Geistes Gottes. Wenn ihr vom Geist erfüllt seid, führt Gott das herbei.

Was geschieht, wenn ihr dankbar seid? Gott wird verherrlicht. Ihr werdet gesegnet. Die Gemeinde wird erbaut und die Verlorenen werden erreicht. Gewaltige Auswirkungen ... eure Dankbarkeit hat gewaltige Auswirkungen.

Was verlangt Gott von einer wachsenden Herde? Was verlangt er von den Schafen im Hinblick auf die Beziehung zu ihm? Er verlangt, dass sie sich allezeit freuen, ohne Unterlass beten und in allem dankbar sind. Das ist ihre geistliche Pflicht und es ist eine Pflicht, die von der Macht des uns innewohnenden Heiligen Geistes angetrieben wird. Und wenn wir uns dem Geist fügen, bringt Gott diese Macht hervor.



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