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Gottes Plan für ältere Männer und Frauen (German)

Titus 2:2-3 February 07, 1993 de56-13

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Heute früh werden wir uns in unserem Studium von Gottes Wort wieder mit dem Brief von Paulus an Titus befassen. Wir kehren zu Kapitel 2 zurück. Ich hatte euch bereits letztes Mal darauf hingewiesen, dass es in diesem Kapitel um den Charakter einer gesunden Gemeinde geht ... den Charakter einer gesunden Gemeinde. Und wir werden uns in den nächsten Wochen damit befassen und sehen, wie der Geist Gottes uns den Inhalt dieses Kapitels enthüllen wird.


Heute früh möchte ich eure Aufmerksamkeit auf Verse 2 und 3 in Titus Kapitel 2 lenken. Ich möchte euch nur Verse 2 und 3 vorlesen: „Daß die alten Männer nüchtern seien sollen, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; daß sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren.“

Die Botschaft heute früh richtet sich ganz offensichtlich an ältere Männer und ältere Frauen. Und ich denke, das ist ein sehr passendes Thema, besonders für unsere Zeit und unseren Platz in der Geschichte. Ich werde euch eine Tatsache nennen, die euch vielleicht überraschen wird, aber sie ist wahr. Amerika ist inzwischen die älteste Gesellschaft in der Geschichte der Welt. Es hat noch nie eine Gesellschaft mit einem so hohen Anteil von älteren Menschen gegeben. Materieller Komfort, medizinische Behandlung und eine niedrige Geburtenrate haben zu einem Phänomen geführt, das als das „Ergrauen von Amerika“ bezeichnet wird, und zu einer alten Bevölkerung. In unserem Land, den USA, gibt es zum Beispiel mehr Menschen über 65 als Jugendliche. Es gibt über 23 Millionen Jugendliche in Amerika - ich weiß, manchmal scheinen es eher 250 Millionen zu sein, aber es sind ungefähr 23 Millionen -, und es gibt fast 35 Millionen Menschen über 65.

Es heißt, in 25 Jahren wird jeder Fünfte über 65 sein und jeder Zehnte über 80. Das Ergrauen von Amerika. Wir wissen, dass es uns erreicht hat. Wir sehen es überall um uns herum. Ich nehme an, in gewisser Weise lachen wir darüber. Bob Hope sagte: „Du weißt, dass du alt bist, wenn die Kerzen mehr kosten als der Kuchen.“ Und Agatha Christie schrieb bei einer Gelegenheit, sie habe einen Archäologen geheiratet. Und jemand fragte sie, warum sie einen Archäologen heiraten würde. Darauf antwortete sie: „Weil er mich umso mehr schätzen wird, je älter ich werde.“

Und wir wollen gerne humorvoll darauf reagieren. Wisst ihr, es heißt, es gäbe nur drei Phasen im Leben … Jugend, Erwachsenenalter und „du siehst erstaunlich gut aus.“ Und wenn jemand das zu dir sagt, weißt du, woran du bist.

Aber in der Realität gibt es gewisse Facetten des Alterns, die vielleicht nicht so humorvoll sind. Es ist eine gewisse Traurigkeit damit verbunden. Wir sind froh, dass wir wissen, was wir wissen, wenn wir älter werden, aber wir wünschten uns, wir hätten den jugendlichen Elan, das auszudrücken. Wie jemand einst sagte: „Es ist eine Schande, dass die Jugend auf so junge Menschen vergeudet wird.“ Es gibt negative Aspekte im Zusammenhang mit dem Altern, das stimmt. Wir werden zu Geschöpfen, die auf gewisse Weise enormen und unverwüstlichen Gewohnheiten anhängen. Und je länger wir diese Gewohnheiten praktizieren, umso schwieriger ist es, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Manchmal werden sogar unsere hartnäckigen Sünden so sehr zu einem Teil im Gefüge unseres Lebens, dass es schon schwierig wird, sie zu erkennen. Manchmal werden wir ein bisschen unbelehrbar und ein bisschen stur und manchmal denken wir, wir wüssten mehr, als wir tun, und manchmal denken wir, Alter sei mit Weisheit gleichzusetzen, und das stimmt nicht. Das Alter sollte Weisheit bringen, aber es ist nicht unbedingt dasselbe.

Nein, es gibt definitiv einige negative Aspekte des Älterwerdens. Wenn ihr eine etwas prosaische Betrachtung des Alterns sehen wollt, braucht ihr euch übrigens nur dem letzten Kapitel des Predigers zuzuwenden. Ich möchte eure Aufmerksamkeit nur einen Moment darauf richten. Prediger kommt nach den Sprüchen und das letzte Kapitel ist Kapitel 12. Es vermittelt, meiner Meinung nach, einen Einblick in die negativen Seiten des Älterwerdens. Der Autor schreibt in Vers 1: „Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend.“ Genieße Gott, während du jung bist; erkenne Gott, während du jung bist. „Lasse Gott den Mittelpunkt deines Lebens sein, während du jung bist, bevor die bösen Tage kommen.“ Nun, die Implikation hier ist, dass das Leben umso böser wird, je älter wir werden; dass es umso weniger Erfüllung bringt, umso mehr Unzufriedenheit und umso mehr Ernüchterung. Er nennt sie die Jahre, wenn ihr sagen werdet: „Sie gefallen mir nicht.“ Widme dein Leben Gott und genieße Gott und mache Gott zum Mittelpunkt von allem, während du jung bist, bevor du nicht die ganze reichhaltige Fülle seiner Schöpfung erleben kannst. Ein Teil des Älterwerdens, bevor die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne sich verfinstern und die Wolken nach dem Regen wiederkehren … die bewölkten Zeiten im Leben, die eher unfruchtbaren und freudlosen Zeiten im Leben, wenn ihr alt seid.

Und dann wird er sehr prosaisch, als er schreibt: „Zu der Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern und die Starken sich krümmen und die Müllerinnen aufhören zu arbeiten, weil sie zu wenige geworden sind, und wenn trübe werden, die aus dem Fenster schauen; wenn die Türen zur Straße hin geschlossen werden und das Klappern der Mühle leiser wird, wenn man aufsteht beim Vogelgezwitscher und gedämpft werden die Töchter des Gesangs.“

Worüber redet er hier? Nun, es ist das Bild eines Hauses, aber es symbolisiert den menschlichen Körper. Die Hüter des Hauses sind, nach Auffassung einiger Kommentatoren, die Arme und die Hände, das sind die Wächter, die Beschützer, die Verteidiger und sie beginnen zu zittern, wenn ihr alt werdet. Und die Starken wären die Beine, und die knicken allmählich ein und werden krumm. Die Müllerinnen, die Zähne, stehen still, weil nur noch wenige übrig sind. Das ist in der Zeit, bevor es Gebisse und Brücken und was noch gab. Die Zähne funktionieren nicht mehr und jene, die durch die Fenster schauen, werden trübe, weil die Augen nicht mehr so gut sind wie früher. Die Türen auf der Straße sind geschlossen und das Klappern der Mühle wird leiser; das könnte die Verlangsamung irgendwelcher internen Prozesse sein. Man steht beim Vogelgezwitscher auf und braucht keinen Wecker mehr; man wacht auf, wenn ein Vogel in 50 Metern Entfernung in einem Baum zwitschert, weil man so leicht schläft. Man schläft nicht mehr so gut wie früher. Alle Töchter des Gesangs werden gedämpft. Wenn man alle Frauengesangsvereine versammelt und all ihre hellen Sopranstimmen in voller Pracht, dann muss man so machen ... weil ihr sie nicht hören könnt, es ist alles ein gedämpfter Klang für euch.

Und in Vers 5 lesen wir: „Wenn Männer, die sich vor nichts fürchten, sich plötzlich vor jeder Anhöhe fürchten.“ Warum? Weil sie sich Sorgen machen über ihren mangelnden Halt; sie machen sich Sorgen, dass sie fallen und sich brüchige Knochen brechen könnten. Und sie machen sich Sorgen über die Schrecknisse auf dem Weg, während sie spazieren gehen; dass sie über einen Stein stolpern und sich ernsthaft verletzen könnten. Der Mandelbaum blüht; das bezieht sich wahrscheinlich auf die weißen Blüten eines Mandelbaums und bedeutet, dass die Haare weiß werden. Die Heuschrecke schleppt sich mühsam vorwärts, verändert das Tempo; einst habt ihr euch etwas lebhafter voranbewegt und jetzt plötzlich schleppt ihr euch mühsam vorwärts und schlurft. Und schließlich geht der Mensch in sein ewiges Haus und es gibt eine Beerdigung und einige Menschen trauern.

Und in Vers 6 sagt er: „Die silberne Schnur zerreißt“ - vielleicht meint er hier das Rückenmark und „die goldene Schale“ könnte das Gehirn sein. „Der Krug an der Quelle zerbricht“ bedeutet hier vielleicht das Herz. „Das Schöpfrad am Brunnen zerbricht“, das sind die Venen, die Arterien. Ich bin mir nicht über alle spezifischen Bilder hier sicher, aber ich sehe das irgendwie als Verfall eines Menschen im Alter; und der Staub kehrt wieder zur Erde zurück, wo er war, und der Geist kehrt zu Gott zurück. Das ist eine recht nüchterne Betrachtung des Alters, aber es ist die Realität. Alle von uns … alle von uns fühlen es kommen.

Und nur, weil ihr alt werdet, muss das Leben nicht trostlos sein. Ich meine, es … für einen Christen soll das Alter sicherlich eine Belohnung sein, ein krönender Lebensabschnitt mit einem Ausmaß an geistlicher Reife, den man in der Jugend nicht erreichen kann. All jene, die Christus kennen, all jene, die lange mit ihm gewandelt sind, sollten sich auf das Alter freuen, weil es uns dem Himmel näher bringt, nicht wahr? Es versetzt uns in eine Situation, in der wir geistliche Erfahrung angesammelt haben, die uns wahrhaftig reich macht. Das befähigt uns, Leiter und Mentoren und Vorbilder für die Jugend zu sein. Es ermöglicht uns, das Leben zu filtern und nur das zu behalten, was wir für wirklich wertvoll halten. Das sollte eine gute Zeit sein.

Und wisst ihr, im Leben der Gemeinde ist es wirklich sehr wichtig, Menschen zu haben, die gottesfürchtige Senioren sind. Und das ist, was Paulus hier zu Titus sagt. Lasst uns zu Titus zurückkehren. Wisst ihr, er sagt: „Wenn du deine Gemeindemitglieder betrachtest, Titus, musst du damit beginnen, die älteren Menschen zu unterweisen, weil sie so wichtig sind.“ Wisst ihr, es gibt in den USA heute viele Gemeinden und ich nehme an, auch andernorts in der Welt, die voller junger Menschen sind. Ich würde wirklich nicht zu einer dieser Gemeinden gehören wollen. Ich denke … ich denke, es wäre sehr schwierig, dort zu dienen, weil man einige Menschen braucht, die schon das hinter sich haben, worauf die jungen Menschen zusteuern, die ihnen helfen können, das zu beurteilen, was sie zu einem gegebenen Zeitpunkt vielleicht für wertvoll halten. Wir brauchen die altersgrauen Köpfe, wir brauchen die Alten und Weisen, die gekommen und gegangen sind und da waren, um die Jungen zu unterweisen, um ihnen den Weg der Gerechten zu zeigen, um ihnen den Weg der Güte zu zeigen, um ihnen die richtigen Prioritäten und Werte zu zeigen. Wir brauchen einigen Menschen, die von sich, wie der Apostel Paulus, behaupten können: „Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich haben den Glauben bewahrt.“

Das Älterwerden von Christen ist also ein Segen. Ich denke, Gemeinden heutzutage verstehen das nicht. Ich … ich habe ein paar Kommentare von Leuten gehört, die nach Russland und in die Ukraine gegangen sind und sie kamen zurück und sagten: „Wir können wirklich nicht für die Gemeinde drüben arbeiten, das ist nur ein Haufen alter Leute.“ Das ist ein schrecklicher, schrecklicher Einblick, wie oberflächlich manche Menschen denken. Es sind die alten Menschen in der Gemeinde, die ihr Kraft, Stabilität und Weisheit geben. Ältere Gläubige, sofern sie in der Zukunft in der Gemeinde in größerer Zahl vertreten sein sollten, werden diese zu einem besseren Ort machen und ihn bereichern. Die Reife der Gottesfürchtigkeit wird ein Segen für den Leib Christi sein. Das Altern Amerikas bedeutet das Altern der Gemeinde und das Altern der Gemeinde könnte ein großer Segen sein.

Gott hat uns gewiss gesagt, wir sollen diejenigen, die älter sind als wir, die alt und mit ihm gewandelt sind, verehren. In 3. Mose 19,32 lesen wir: „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und alte Leute ehren.“ Hiob 12,12: „Bei Greisen ist Weisheit und Einsicht bei hohem Alter.“ Der graue Schopf ist ein Ehrenkranz, wenn er auf dem Weg der Gerechtigkeit gefunden wird. Ein alter Mensch, der lange Zeit auf dem Weg der Gerechtigkeit gewandelt ist, ist ein Schatz, ein Schatz an Weisheit und ein Schatz an Erfahrung und ein Schatz an Verständnis, ein siegreicher Christ, der die Kämpfe immer wieder ausgetragen hat und siegreich war, der alles erlebt hat, auf das die jungen Menschen so erpicht sind ... solch ein Mensch wird ein großer Schatz für die Gemeinde.

In Psalm 71 Vers 17 sagt der Psalmist: „O Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf, und bis hierher verkündige ich deine Wunder. Und auch wenn ich alt werde, wenn mein Haar ergraut, verlaß mich nicht, o Gott, bis ich deinen Arm verkündige dem künftigen Geschlecht.“ Gib mir einen Dienst auf meine alten Tage, weil ich über deine Stärke und deine Macht sprechen kann, weil ich sie so viele Jahre gesehen habe … ich habe sie gelebt. In Psalm 92 entsteigt dem Herzen des Psalmisten ein sehr ähnliches Gebet, das in Vers 13 beginnt: „Der Gerechte wird sprossen wir ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. Die gepflanzt sind im Haus des Herrn, sie werden gedeihen in den Vorhöfen unseres Gottes, noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch, um zu verkünden, dass der Herr gerecht ist.“ Diejenigen, die den Charakter Gottes am besten darlegen können, sind die Personen, die am längsten mit ihm gewandelt sind.

Ältere Menschen werden also in der Gemeinschaft zu einem Schatz, zu einem enormen Segen. Sie bringen uns allen geistliche Erfahrung, geistliche Stärke, geistliche Ausdauer und geistliche Weisheit. Und wenn die Gemeinde in den kommenden Jahren über eine Fülle an solchen Leuten verfügt - was für eine Quelle des Segens. Aber nur, wenn sie auf dem Weg der Gerechtigkeit wandeln. Und deshalb sind die Anweisungen in Titus Kapitel 2, Verse 2 und 3, so überaus wichtig. Alt zu sein hat keinen Wert, wenn man nicht gottesfürchtig ist. Alt zu sein hat keinen Wert, wenn man nicht ein Vorbild ist. Und so legt der Apostel Paulus einige sehr spezifische Charakteristiken fest, die in älteren Menschen in der Gemeinde offenkundig sein sollen.

Er wird diese Punkte übrigens nach und nach abarbeiten. Zu den jüngeren Frauen und Männern kommen wir später im Verlauf unseres stückweisen Studiums dieses Kapitels über den Charakter einer gesunden Gemeinde. Aber wir beginnen hier am Anfang. In Kapitel 1 wandte er sich der Leiterschaft zu, falls ihr euch erinnert. Und in Kapitel 2 wendet er sich den Menschen zu. Kapitel 1 konzentriert sich auf die Qualität und den Charakter der Pastoren, und jetzt geht es um die Menschen. Und er gab uns, falls ihr euch erinnert, drei Finalsätze in Kapitel 2, auf die ich euch letztes Mal hingewiesen habe, die zum Grund oder Motiv hierfür werden. Vers 5: „Damit das Wort Gottes nicht verlästert wird.“ Vers 8: „Damit der Gegner beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über euch sagen kann.“ Und Vers 10: „Damit sie der Lehre Gottes, unseres Retters, in jeder Hinsicht Ehre machen.“ Um das Wort zu erheben, um die Kritiker verstummen zu lassen und um die errettende Macht Gottes zu demonstrieren, müsst ihr folgendermaßen leben. Diese Vorgaben sind nicht optional, sie sind nicht verhandelbar, sie werden von älteren Heiligen verlangt. Wenn die Gemeinde einen starken Einfluss auf die Welt haben soll, wenn die Gemeinde ihre evangelistische Mission und ihr Mandat erfüllen soll, dann müssen die älteren Menschen so wie beschrieben sein, um Gottes errettende Macht zu demonstrieren, die Macht seines Wortes und sie müssen Kritiker zum Schweigen bringen. Was wir also hier sagen werden, ist für diejenigen, die ältere Heilige sind, obligatorisch.

Lasst uns die Männer betrachten. Und ich werde mehr Zeit auf die Männer verwenden als auf die Frauen, denn auf diese Weise bekomme ich weniger Post. Vers 2: „Daß die alten Männer nüchtern seien sollen, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld.“ Der Begriff „alte Männer“, presbutes, ist interessant an dieser Stelle; es ist ein Wort, das genau das bedeutet: alte bzw. ältere Männer. Paulus verwendet diesen Begriff in Philemon, Vers 9, wo er sich selbst als „der alte Paulus“ bezeichnet. Vielleicht … wir wissen, dass er zu jenem Zeitpunkt zwischen 60 und 70 war. Vielleicht ergibt sich eine gute Definition aus Lukas 1,18. Zacharias, der Vater von Johannes dem Täufer, hatte erfahren, dass er einen Sohn haben würde, dass seine Frau schwanger werden würde und sie einen Sohn haben würden und dass sollte, natürlich, Johannes der Täufer sein. Aber Zacharias sagt: „Woran soll ich das erkennen?“ Ich meine, das erscheint unmöglich. Warum? „Denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist in fortgeschrittenem Alter.“ Und da verwendet er das Wort presbutes, was uns zu der Vermutung veranlasst, dass er sagt, ein alter Mann ist jemand, der nicht mehr zeugungsfähig ist. Hier reden wir also von einem Alter, in dem es nicht mehr normal ist, Kinder zu zeugen. Das bedeutet das Wort. Es bezeichnet einen Mann zu diesem Punkt in seinem Leben. Und Paulus verwendet es noch für sich selbst, als er zwischen 60 und 70 war.

Es gibt einige alte Quellen wie Philo und Hippokrates, die diesen Begriff für Menschen über 50 anwenden. Dieser Begriff greift irgendwo ab der Alterskasse 50+ oder 60+. Der Apostel Paulus war nach diesem Begriff ein alter Mann, zwischen 60 und 70. Ich denke, ab 50+ können wir diesen Begriff verwenden. Wir reden hier also über diese Generation von Männern im Leben der Gemeinde.

Diese Männer werden hier dazu aufgefordert, geistlich verantwortungsvoll zu sein und einen gottesfürchtigen Charakter an den Tag zu legen. Das ist sehr wichtig. Es ist sogar so wichtig in der Gemeinde, dass sie zurechtgewiesen werden sollen, wenn sie sich nicht so verhalten. In 1. Timotheus 5 lesen wir: „Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn wie einen Vater.“ Hier wird davon ausgegangen, dass ältere Männer im Leben der Gemeinde sündigen werden. Und das ist wahr. Es bedeutet nicht, dass ich plötzlich nicht mehr sündigen werde, nur weil ich älter bin - über 50, über 60, über 70 oder über 80 -, nein, keineswegs. Und es ist sehr vernünftig, die Tatsache, dass Paulus Titus anweist, diese Männer zu diesem Verhalten aufzufordern, als Hinweis darauf zu deuten, dass es durchaus möglich ist, dass einige von ihnen sich nicht so verhalten werden. Wie in 1. Timotheus 5,1 angedeutet, müssen Ältere, alte Männer, unter Umständen zurechtgewiesen werden. Es kann erforderlich sein, sie mit ihrer Sünde zu konfrontieren. Und Paulus sagt, wenn du das tust, dann tue das nicht in einem scharfen Ton; das sagt er hier. Sei nicht grausam dabei. Das hier verwendete Wort, das hier verwendete Verb, taucht nur hier auf und bedeutet „mit Hieben schlagen, mit einer Faust schlagen“ und metaphorisch „verbal missbrauchen“ … mit Worten schlagen, wie ein Lexikon sagt. Wenn ihr also einen alten Mann ermahnt, sollt ihr ihn nicht mit Worten auf unfreundliche, ausfällige, gewalttätige, grobe Weise schlagen, treffen oder vernichten. Das Verb ist mit dem griechischen Wort plektes verwandt, das in Kapitel 3 verwendet wird und soviel wie „Schläger“ bedeutet. Ihr sollt sie nicht schlagen oder missbrauchen oder grob mit ihnen umgehen. Wenn ihr einen alten Mann mit seiner Sünde konfrontiert, müsst ihr das ohne Gewalt und ohne Grobheit tun … es muss gütig und freundlich geschehen. Und in 1. Timotheus 5,1 lesen wir genau, wie das zu geschehen hat: „… ermahne ihn wie einen Vater.“ Parakaleo, komme längsseits und ermahne und ermutige und appelliere an einen [alten Mann] mit der gleichen Rücksicht und dem gleichen Respekt, den du deinem Vater zollen würdest.

Allgemeine Rücksichtnahme auf Menschen im fortgeschrittenen Alter ist Gott ein großes Anliegen, glaubt mir … es ist Gott ein sehr großes Anliegen. Wie ihr euren Vater behandelt, ist eine Angelegenheit, die Gott sogar in den Geboten, den Zehn Geboten, behandelt. Laut 2. Mose, Kapitel 21, Verse 15 und 17 stand auf mangelnden Respekt, das Schlagen von Vater oder Mutter bzw. das Verfluchen von Vater oder Mutter sogar die Todesstrafe. Alte Menschen sollen mit Güte und Liebe und Ehre und Respekt behandelt werden.

Wenn ihr also einen alten Mann mit seiner Sünde konfrontiert, tut ihr das auf gütige Weise. Ihr nähert euch ihm und appelliert an ihn mit demselben Respekt, den ihr eurem Vater erweisen würdet.

Paulus sagt hier zu Titus: „Du musst die alten Männer in deiner Gemeinde konfrontieren und musst sie zu diesem Niveau von geistlichem Leben auffordern, andernfalls … die Implikation hier ist … müssen sie auf diese Weise konfrontiert werden.“ Und ich weise euch noch einmal darauf hin, dass wir der älteren Generation einerseits Respekt erweisen, sie andererseits aber auch zur Rechenschaft ziehen für ihr Verhalten, für ihre Reife und für ihre Gottesfürchtigkeit. Die Patriarchen sollen respektiert werden, aber sie sollen auch heilig sein. Und wenn sie es sind, wenn die alten Männer in einer Gemeinde heilige, gottesfürchtige Männer sind, werden sie zu Mentoren und Vorbildern für ein Ausmaß an Gottesfürchtigkeit, das die Gemeinde durchdringen wird … einschließlich der Frauen und der jüngeren Männer. Jeder ältere Mann sollte es sich zum Ziel setzen, im Alter mit den Worten von Paulus sagen zu können: „Ich haben den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt“, 2. Timotheus 4,7. Jeder ältere Mann sollte sagen können: „Ich möchte, dass du mir nachfolgst, wie auch ich Christus nachfolge.“ Jeder ältere Mann sollte zu einem jüngeren Mann sagen können: „Lass mich dir zeigen, wie du leben sollst.“

Als ältere Männer sollten wir so viel zu bieten haben. Paulus schlägt als Erstes drei Charakteristiken vor: nüchtern, ehrbar und besonnen. Ich möchte mich jetzt dem ersten zuwenden: „nüchtern“. Das hier verwendete Wort bedeutet buchstäblich „nicht betrunken“. Aber metaphorisch bedeutet es „gemäßigt“ … „nicht zügellos“ … „nicht extravagant“. Der alte Mann ist ein Mann, der … der nicht zügellos ist, der allgemein ein gemäßigter Mensch ist. Er hat gelernt, welch hohen Preis ein zügelloses Leben fordert. Er hat gelernt, welch hohen Preis die Befriedigung all seiner Bedürfnisse und Launen und das Streben nach all seinen Träumen fordert. Und er hat das jetzt alles gefiltert und viele Dinge auf dem Weg zurückgelassen. Als er jung war, wurde alles angehäuft. Und im Laufe dieser Anhäufung begann er herauszufinden, was wirklich von Wert war. Als junger Mann steckte er Energie in viele Dinge, als alter Mann kann er zurückblicken und sehen, wo er seine Energie in vielen Fällen vergeudet hat. Als junger Mann hatte er tausend Träume und wollte tausend Dinge erreichen und er blickt nur auf eine Handvoll von Dingen zurück, die ewigen Wert hatten. Als älterer Mann verfügt er über einen reichen Erfahrungsschatz - eine nach der anderen, Tag um Tag, Monat um Monat, Jahr um Jahr - und das Leben wurde durch diese Erfahrungen gemäßigt.

Er stellte fest, dass das, was er seiner Meinung nach wollte und wovon er sich Befriedigung erhoffte, ihm diese nie brachte. Und alle Besitztümer und alles Angehäufte und der ganze Ruf und die Errungenschaften und die Auszeichnungen, sind irgendwie auf dem Weg des Lebens ins Abseits geraten und abgelegt worden, weil sie keinen wirklichen Wert hatten. Er ist bei einem System der richtigen Werte angelangt. Er ist „nüchtern“ geworden, wie ein verwandtes Verb es in 1. Korinther 15,34 ausdrückt. In 1. Petrus taucht der Begriff „nüchtern“, oder buchstäblich „nüchterne Gesinnung“, ebenfalls auf. Mit anderen Worten, der alte Mann hat jetzt die richtigen Prioritäten gesetzt. Er weiß, welche Erfahrungen wertvoll waren und in vielen Fällen waren es die, die er am meisten gefürchtet hatte und jetzt weiß er, dass diese ihm die besten Früchte eingebracht haben. Sie haben ihn zu dem Mann gemacht, der er ist. In vielen Fällen war das, was er nicht wollte, am wertvollsten und das, wonach er mit all seiner Kraft gestrebt hat, am wenigsten wertvoll. Er weiß das jetzt. Er hat das Leben gefiltert.

Und sehr häufig, wenn Männer dieses Alter erreichen, gibt es zwar einige physische Dinge, die sie vielleicht brauchen, damit sie es bequemer haben, aber sie haben, wenn sie gottesfürchtig und auf dem Pfad der Gerechtigkeit gewandelt sind, wirklich fast alles gefiltert. Und sie sollten feststellen, dass sie auf ein zunehmend einfacheres Leben reduziert sind, weil sie wissen, welche Dinge wahren Wert haben. Sie wissen, welche Menschen wahren Wert haben, welche Beziehungen wahren Wert haben, welche Bestrebungen wahren Wert haben. Es ist absolut kritisch, dass sie das an eine jüngere Generation weitergeben.

Wo es gemäßigtes, nicht zügelloses, nicht extravagantes, nüchternes Wissen um die richtigen Prioritäten gibt, das durch jahrelange Erfahrung entstanden ist, findet sich die Weisheit, die weitergegeben werden muss. Es ist wie der Vater, der bei seinen kleinen Kindern sitzt und sagt: „Ich weiß, dass ihr den Grund dafür nicht versteht. Ihr müsst mir hier einfach vertrauen. Ihr könnt das nicht tun. Ich weiß, warum ihr das nicht tun könnt, ihr versteht den Grund nicht, aber ich habe das schon erlebt. Ich sage euch, warum das nicht geht.“ Und so sollen diese Männer Männer sein, die besonnen sind. Ihr Leben wurde auf das nicht weiter reduzierbare Minimum des wirklich Wichtigen reduziert.

Zweitens sollen sie ehrbar, semnos, ernsthaft, ehrwürdig sein und Respekt verdienen. Das bedeutet nicht, dass sie langweilige, pessimistische Menschen sind; es muss [aber] bedeuten, dass sie nicht leichtfertig sind. Sie sind nicht leichtsinnig. Sie nehmen das Leben ernst. Ich meine, sie haben lange genug gelebt, um zu sehen, dass das Leben eine ernste Angelegenheit ist. Sie haben das Gefühl der Unsterblichkeit und Unbesiegbarkeit überwunden, das junge Menschen plagt. Und sie haben zu viel gesehen und zu viel empfunden, um trivial zu sein. In vielen Fällen, in den meisten Fällen, haben sie ihre Eltern zu Grabe getragen. Sie haben ihre Schwestern und Brüder zu Grabe getragen. Sie haben in Warteräumen in Krankenhäusern gestanden, während die Menschen, die sie lieben, starben. Sie haben darauf gewartet, dass der Chirurg herauskommt und ihnen erklärt, was bei der Krebsoperation ihres Lebenspartners geschehen ist. Sie haben gesehen, wie ein Kind rebelliert hat. Sie haben gesehen, wie ein Kind geboren wurde, das sich von allem abgewandt hat, woran sie glauben. Sie haben zugesehen, wie ein Kind an Leukämie gestorben ist. Sie haben zugesehen, wie ein Kind an Krebs gestorben ist. Sie haben alles erlebt. Sie haben alle Gefühle durchlebt. Sie haben die Lasten ihres eigenen Lebens und ihrer Familie und die Lasten vieler anderer Menschen, mit denen sie das Leben geteilt haben, getragen. Sie sind zu der ernüchternden Erkenntnis gelangt, dass die Welt nicht besser werden wird und dass sie sie nicht verbessern konnten und auch niemand anders das kann. Sie haben all die erwarteten utopischen Gedanken durchlebt. Sie haben die von Hoffnung geprägten Hochstimmungen durchlebt, die ihnen vorgaukelten, sie könnten alles ins Lot bringen. Und jetzt sind sie unten, auf der anderen Seite, und sie wissen ganz ehrlich, dass das Leben so ist, wie es ist, weil der Mensch so ist, wie er ist, und weil er sich nicht von allein ändern wird.

Die Dinge sind nicht so lustig, wie sie es vielleicht waren, als die Männer jung waren, weil das Leben zu ernst ist. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich … ich assoziiere das nicht unbedingt mit dem Älterwerden, aber ich sehe mir einige dieser Sendungen an, die angeblich die lustigsten Fernsehsendungen sind, und kann überhaupt nichts Lustiges daran finden. Und ich denke immer noch, dass ich … ich habe einen recht guten Sinn für Humor. Ich habe irgendwo gelesen, dass Roseanne die führende Fernsehsendung sei, also entschloss ich mich, das selbst einmal anzusehen, um zu entscheiden, ob das lustig war. Ich fand nichts davon lustig, weil ich nichts Anderes sehen konnte als Menschen, die eine Lebensweise ohne Gott bekundeten. Und es wurde einfach eine Demonstration einer Identifikation, wo eine ganze Nation von Menschen sich mit diesen Leuten identifiziert. Und alles, was ich durch den Mikrokosmos von Roseanne sah, war eine Nation von Menschen, die ohne Gott leben. Das ist nicht witzig. Das ist tragisch. Es gibt einen gewissen Sinn für Humor, den wir alle haben. Und schließlich muss Gott einen Sinn für Humor haben … ich meine, seht euch doch einfach mal um, wer in eurer Nähe sitzt. Und wir können lachen, und das ist ein Geschenk. Aber gleichzeitig haben reife christliche Männer ein Niveau der Würde erlangt, auf dem sie Respekt verdienen. Sie sehen das Leben so, wie es wirklich ist. Und wenn sie lachen, dann lachen sie über das, was lachhaft oder komisch ist, nicht über etwas Tragisches. Und wenn sie lächeln, dann tun sie das, weil es etwas zu belächeln gibt … wirklich zu belächeln gibt, wie einen Sonnenuntergang, einen schönen Tag, eine schöne Szene, ein heiß geliebtes Kind oder Liebe. Sie lachen nicht über etwas Tragisches.

Und die dritte Sache, die er über diese älteren Männer sagt, ist, dass sie sich durch das auszeichnen sollten, was besonnen ist. Sie sollten besonnen sein. Das bedeutet, sie zeichnen sich durch Diskretion und kritisches Urteilsvermögen aus. Das kommt mit dem Alter. Sie haben alles erlebt. Sie haben alle Erfahrungen durchlebt und haben Seelenstärke entwickelt und tief gehende Erfahrungen gemacht, sie haben die Wahrheit verstanden und zeichnen sich durch Hingabe an das Richtige aus und sie haben gelernt, ihre Instinkte und Leidenschaften im Zaum zu halten. Und das Wort „besonnen“ bedeutet, sie haben die losen Enden ihres Lebens festgezurrt, sie haben sich unter Kontrolle, sie haben kritisches Urteilsvermögen und Diskretion. Sie … um dasselbe grundlegende Konzept und denselben Wortstamm aus der Aussage von Paulus in Römer Kapitel 12, Vers 3 zu borgen … sie denken, um ein gesundes Urteilsvermögen zu haben. Sie denken besonnen.

Diese Qualitäten - nüchtern, ehrbar und besonnen zu sein -, ersetzen die Qualitäten der Jugend. Wisst ihr, welche das sind? Rücksichtslosigkeit, Ungestüm, Gedankenlosigkeit und Instabilität.

Dann gibt es drei weitere positive Tugenden, die alle in der letzten Aussage zusammengefasst werden. „Gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld“ … gesund bedeutet hier „ohne Schwäche“, „ohne Krankheit“, „ohne Entkräftung“. Sie haben starke bzw. ganzheitliche Einstellungen in diesen Bereichen. Erstens im Glauben, das ist wunderbar. Sie sollen gesund im Glauben sein. Sie haben einen geistlichen Glauben, der gesund ist, ganzheitlich, gut, fundiert, solide.

Was bedeutet das? Das bedeutet, ihr Glaube an Gott ist unerschütterlich. Sie haben genug gesehen. Sie haben genug durchgemacht. Die 50, 60, 70, 80 Jahre haben ihnen Gott gezeigt und Gott ist vertrauenswürdig, nicht wahr? Sie zweifeln nicht. Sie stellen Gott nicht infrage. Sie verlieren nie ihr Vertrauen in Gottes gute Absichten. Sie verlieren nie ihr Vertrauen in Gottes Plan. Sie verlieren nie ihre Hoffnung, dass Gottes Souveränität sich erfüllen wird. Sie beschuldigen Gott nie, sie enttäuscht zu haben. Sie zweifeln nie die Wahrheit der Schrift an. Sie stellen nie die Kraft des Heiligen Geistes infrage. Sie stellen nie infrage, ob das Evangelium retten kann. Sie wissen es, sie haben es gesehen.

Diejenigen, die all die Jahre durchlebt haben und denen Gott sich immer wieder offenbart hat durch die Wechselhaftigkeiten und Kämpfe und all die Schwierigkeiten im Leben; solch ein Mann hat alles erlebt, er hat sich bewiesen und er ist jetzt ein alter Mann und sagt: „Ich glaube Gott“. Und sein Glaube hält die Gemeinde aufrecht. Er ist stark. Sein Glaube ist mutig, weil ein Leben des Glaubens ihn gelehrt hat, Gott zu vertrauen. Gott hat sich über die vielen langen Jahre als treu erwiesen. In all den Krankenhäusern, auf all den Beerdigungen, bei all den Verlusten und Enttäuschungen im Leben war Gott treu. Durch all die Sünden und Versuchungen und Prüfungen und Buße und Erneuerungen, durch all den Kontakt mit der Wahrheit und der Anwendung des Wortes war es, wie Gott es vorhergesagt hatte, und er ist glaubwürdig. Und diese Art von reifem Glauben hält die Gemeinde aufrecht. Er gibt uns einen Glauben, dem wir nacheifern können.

Zweitens sagt er, er solle gesund in der Liebe sein. Er hat eine gesunde geistliche Liebe. Gewiss hat er diese Liebe zu Gott und auch zu anderen. Er ist ein Mann, der liebt. Er ist nicht ein verbitterter Mann. Es ist die traurigste Sache der Welt, einen alten Mann zu sehen, der verbittert ist. Hier ist ein Mann, der liebt. Hier ist ein Mann, der liebt, indem er die Last eines Anderen trägt und somit das Gesetz von Christus aus Galater 6,2 erfüllt. Hier ist ein Mann, der aufopferungsvoll liebt; hier ist ein Mann, der es liebt, zu dienen.

Hier ist ein Mann, der im Laufe der Jahre gelernt hat, was geliebt werden sollte und was nicht. Seine Liebe ist auf die Dinge gerichtet, die geliebt werden sollten. Er hat gelernt zu lieben, wenn er nicht im Gegenzug geliebt wird. Er hat gelernt zu lieben, wenn Liebe abgelehnt wird. Er hat gelernt zu lieben, wenn diese Liebe nicht einmal verdient ist. Er hat gelernt, zu lieben und in seiner Liebe zu vergeben und in seiner Liebe zu dienen. Er hat gelernt, geduldig und wohlgesinnt zu lieben. Seine Liebe ist nicht eifersüchtig. Seine Liebe ist nicht prahlerisch. Seine Liebe ist nicht arrogant. Sie ist nicht unanständig. Sie sucht nicht das ihre. Sie lässt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sie nie an der Sünde eines Anderen; sie freut sich aber an der Wahrheit. Die Liebe eines alten Mannes erträgt alles, glaubt alles und hofft alles, sie erduldet alles und hört niemals auf.

Eine der Tragödien des Alters ist, wenn Menschen lieblos und verbittert und egoistisch werden. Dieser alte Mann, den die Gemeinde dringend braucht, ist gesund in seiner Liebe. Seine Liebe beruht nicht auf einem Gefühl, sondern auf einem Grundsatz. Er liebt, weil es richtig ist. Er liebt mit seinem Willen, nicht mit seinen Gefühlen. Ein Teil des Älterwerdens ist, dass man nicht alles aufgrund von Gefühlen tut.

Und dann gibt es eine dritte vertraute Sache. Er soll gesund in der Geduld sein. Er hat genügend Prüfungen durchlebt. Er hat genug gelitten. Er weiß Bescheid. Er soll ein Vorbild der Geduld sein. Er hat alles durchlebt. Er hat den Mut, der sich daraus entwickelt hat. Er lässt sich nie entmutigen, trotz Enttäuschungen, unerfüllten Hoffnungen, körperlicher Schwäche und zunehmender Einsamkeit. Der gottesfürchtige Mann wird gehärtet wie Stahl. Sein Körper ist schwächer, sein Geist stärker, er kann bis zum Ende ausharren. Sie lassen die Herrlichkeit des Evangeliums strahlen.

Und dann, und ich habe euch gesagt, ich würde weniger Zeit auf die Frauen verwenden, lesen wir in Vers 3: „Dass sich die alten Frauen gleichermaßen - oder auf dieselbe Weise, genauso -, so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, daß sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuß ergeben, sondern solche, die das Gute lehren.“

Wisst ihr, dass eine alte Frau, die nicht das ist, was Gott für sie vorgesehen hat, ebenfalls zurechtgewiesen werden soll? In 1. Timotheus 5,2 lesen wir: „[Ermahne] ältere Frauen als Mütter.“ Es ist schwer, die eigene Mutter zu ermahnen, nicht wahr? Nahezu unmöglich, weil ihr so viel Liebe und Respekt empfindet, weil euer Herz eurem Kopf im Weg steht. Aber manchmal müssen alte Frauen ermahnt werden, aber das muss sanft und liebevoll geschehen und gütig und freundlich und sie müssen mit der Würde und dem Respekt behandelt werden, den eine Mutter verdient. Und ich erinnere euch noch einmal daran, dass 2. Mose 21 besagt, wenn jemand seine Mutter schlägt oder verflucht, soll ihn das sein Leben kosten.

Paulus ging mit den alten Frauen, meiner Meinung nach, sehr gütig um; wenn ihr ein Beispiel für den Umgang mit ihnen sucht, findet ihr das in Philipper 4. Es gab zwei Frauen, die Unruhe in der Gemeinde stifteten. Paulus sagt: „Ich ermahne Euodia und ich ermahne Syntyche, eines Sinnes zu sein im Herrn.“ Er musste sie in diesem Brief öffentlich ermahnen. Sie mussten sich zusammenreißen. Und dann sagte er: „Mein treuer Mitknecht“, und hier weist er auf jemanden hin und sagt, „ich bitte dich, diesen Frauen zu helfen. Hilf ihnen, diese Feindschaft beizulegen. Sie haben mit mir gekämpft für das Evangelium.“ Was für eine Belobigung. Sie waren im Bund mit Clemens und den restlichen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind. Sie sind Gläubige, sie sind in Gottes Buch und sie haben dem Herrn gedient; hilf ihnen, dies zu lösen. Das ist eine mitfühlende Art und Weise, mit zwei Frauen umzugehen, die ein Problem mit Sünde haben; das ist ein gütiger Umgang damit.

Frauen sollen in der Gemeinde eine göttliche Ressource sein. In 1. Timotheus Kapitel 5 liegt das Augenmerk auf älteren Frauen, die verwitwet werden. In Vers 9 sagt er, diese Frauen, die mindestens 60 Jahre alt sind und die Frau eines Mannes waren, keusche, treue, reine Ehefrauen, die einen guten Ruf für ihre guten Werke hatten, die Kinder groß gezogen haben, die Fremden Gastfreundschaft erwiesen haben und die Füße der Heiligen gewaschen und Bedrängten geholfen haben, die sich jedem guten Werk gewidmet haben - das sind die Frauen, für die ihr sorgen müsst. Wenn sie eine Familie haben, soll die Familie sich um sie kümmern. Wenn sie niemanden haben, der sich um sie kümmern kann, sagt er in demselben Kapitel, und wenn sie ihre einzige Hoffnung auf Gott gesetzt haben, dann sollt ihr euch um sie kümmern. Diese Art von Frauen verdient eure Fürsorge. Bringt sie in die Gemeinde und setzt sie auf die Liste der zu versorgenden Witwen. Sie sind wertvoll.

Sündigende Frauen, die nicht treu waren und ihrem Ehemann nicht treu waren und ihre Kinder nicht richtig erzogen haben und Fremden keine Gastfreundschaft erwiesen haben und nicht für ihre guten Werke bekannt waren und all das - werden nicht auf die Liste gesetzt. Die Schrift erhebt und preist ausdrücklich jene Frauen, die gottesfürchtig sind. Und sie sollten in die Gemeinde gebracht werden, um den jüngeren Frauen als Vorbilder zu dienen.

Paulus schlägt verschiedene Qualitäten vor, die diese Frauen auszeichnen sollten. „Dass sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt.“ Das ist ein Wort im Griechischen und es wird nur hier in der Bibel verwendet. Und dieses Wort bedeutet „wie ein Priester“. Sie sollen wie Priester sein. Was bedeutet das? Mit anderen Worten: Sie sind heilig. Sie sind die Art von Frauen, die Zugang zu Gott haben sollten. Sie sind die Art von Frauen, die in Gottes heilige Gegenwart treten könnten, heilige Charakter, gottesfürchtige Leben.

Solch eine Frau wird für uns in Lukas Kapitel 2 beschrieben, in dieser wunderbaren kurzen Charakterskizze von Hanna. Hanna, die betagt war. Sie war eine Witwe von 84 Jahren. Sie verließ nie den Tempel und diente Tag und Nacht mit Fasten und Gebeten. Eine 84-jährige gottesfürchtige Frau, die in ihrem Verhalten einem Priester glich und ehrfürchtiges Verhalten an den Tag legte.

Diese Art von Verhalten fordert Paulus, als er in 1. Timotheus 2,9 an Timotheus schreibt. Dies sind die Frauen, die sich selbst angemessen kleiden, bescheiden und diskret, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung. Sie sind demütig und sanftmütig. Sie kleiden sich auf angemessene Weise, um die Aufmerksamkeit auf den Herrn zu richten, nicht auf sich selbst. Sie haben nicht ein Vermögen in ihre Haare gesteckt, um die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten. Dies sind die Frauen, die gute Werke gewählt haben, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zu Gottesfurcht bekennen, 1. Timotheus 2,10. Das sind Frauen, die in der Stille lernen, in aller Unterordnung und weder Autorität in der Gemeinde ausüben noch Männer lehren. Sie sind Frauen, die durch das Gebären von Kindern das Stigma ihrer Sünde überwunden haben und in Glauben und Liebe und Reinheit mit Selbstbeherrschung weitergelebt haben. Das ist die Art von Verhalten, die Gott sich wünscht … Bescheidenheit und Diskretion, Tugendhaftigkeit, Unterordnung unter einen Ehemann, Gottesfürchtigkeit, die Erziehung von Kindern auf gottesfürchtige Weise und Hilfe für Fremde. Die äußerlichen Taten der Heiligkeit hängen vom inneren Zustand der Heiligkeit ab. Und so sagt Paulus zu Titus: „Du musst die älteren Frauen auffordern heilig zu sein, wie Priester zu sein, die vor das Angesicht Gottes treten.“

Und dann fügt er zweitens hinzu, dass sie „nicht verleumderisch“ sein sollen. Meine Güte, was für ein unmittelbarer Gegensatz. Wisst ihr, wie das Wort für „verleumderisch“ lautet? Es ist das griechische Wort diabolos, das im Neuen Testament 34-mal als Name für Satan verwendet wird. Nichts ähnelt Satan mehr als Verleumdung. Und während Männer dazu tendieren, zu sündigen und mit physischer Gewalt zu reagieren, während Männer sich in ihren Taten als grob oder gewalttätig erweisen, haben Frauen die Tendenz, mit ihren Worten grob oder gewalttätig zu sein. Satan ist ein bösartiger Verleumder, der Tag und Nacht verleumdet. Seid nicht wie Satan. Ältere Frauen hatten auf der Insel Kreta, wie auch andernorts, unter Umständen viel freie Zeit, und weil sie wenig hatten, womit sie ihre Zeit verbringen konnten, tendierten sie dazu, zu reden. Und aus dem Reden wurde Klatsch, Kritik, Krittelei und Verleumdung. Paulus sagt, das ist das Werk des Teufels. Ältere Frauen sollten ihre Verderbtheit nicht durch ihre Sprache ausdrücken. Sie sollten alles Andere als verleumderisch sein.

Und drittens sagt er, sie sollten „nicht vielem Weingenuß ergeben“ sein. Dieser Ausdruck bezieht sich auf einen Trinker. Es ist ein starker Ausdruck. Anscheinend wandten sich ältere Menschen auf Kreta, und andernorts, Genussmitteln zu, um ihre müden Körper und Seelen zu erfrischen. Und Paulus sagt, eure Frauen sollen das nicht tun. Eure Frauen müssen keine Sklaven der Genussmittel werden. Es muss eine weitverbreitete Sache gewesen sein, ebenso wie heute. Die älteren Gläubigen sollen keine Trinker werden, sie sollen sich dem Wein nicht ergeben, sie sollen bei Sinnen bleiben.

Wir wissen aufgrund unserer vergangenen Studien in dieser Angelegenheit vom Wein, dass Gott wusste, dass Menschen in dieser Kultur fermentierte Getränke trinken müssten. Und Wein wurde dann meistens mit Wasser vermischt oder zu einer Paste reduziert und ohne Fermentierung; dann wurde wieder Wasser hinzugefügt und er konnte getrunken werden. Hier wird nicht impliziert, dass sie normalen Wein tranken, der mit Wasser gemischt wäre, sodass man davon nicht betrunken werden könnte, sondern es ging um jemanden, der ein Trinker war. Vielleicht wollten sie ihre Sinne ein wenig betäuben aufgrund der altersbedingten Schmerzen oder sogar aufgrund ihrer altersbedingten Einsamkeit und haben sich deshalb diesen Dingen ergeben. Paulus sagt, das geziemt sich nicht. Sie müssen ihre Sinne uneingeschränkt für Gottes heilige Zwecke einsetzen können. Sie sollen wie Priester sein, die vor Gott treten. Ihre Sprache soll sich auf das beschränken, was erbaulich ist und gütig, sie sollen nie reden wie der Teufel, weder verleumden noch tratschen und sie sollen niemals Sklaven von irgendetwas werden, das sie berauscht oder ihre Sinne benebelt.

Am Ende von Vers 3 haben sie außerdem eine positive Pflicht. Sie sollen das Gute lehren. Sie sollen das Gute lehren. Ältere Frauen, ihr sollt lehren. Wen lehren? Vers 4: Sie sollen jüngere Frauen anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird. Leitet die jüngeren Frauen an. Eure Kinder habt ihr bereits angeleitet. Sie sind gekommen und gegangen. Jetzt ist die Zeit für euch gekommen, die jüngere Generation anzuleiten. Das ist so wichtig. Deshalb braucht ihr diese gottesfürchtigen älteren Frauen in der Gemeinde, um die jüngeren anzuleiten, sie darin anzuleiten, wie sie ihre Kinder erziehen, ihre Ehemänner lieben und gottesfürchtig sein sollen. Eine Frau soll nicht in der Gemeinde lehren, denn in 1. Timotheus sagt er in Kapitel 2, dass er einer Frau nicht gestattet, zu lehren. Eine ältere Frau soll im Heim anleiten, informelle Anleitung durch Worte und durch ihr Vorbild, in einer Gruppe von Frauen hier und dort und wo auch immer, um eine Generation von gottesfürchtigen Frauen zu entwickeln. Ich fürchte das, was in der Gemeinde in Zukunft geschehen wird, wenn unsere gottesfürchtigen Frauen heute nicht die nächste Generation anleiten, weil sie keine normalen Familien haben, die sie mit irgendeinem Gefühl dafür erziehen, was eine Familie ist.

Sie soll lehren, was gut ist, kalodidaskalos, ein Wort - Gutes lehren. Was richtig und was gut ist, ist, junge Frauen zu ermutigen, ihre Ehemänner zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich etc. etc. Das ist ihre primäre Rolle, um eine gottesfürchtige Generation von jungen Frauen zu erziehen. Ich fordere die älteren Frauen in unserer Gemeinde heraus, das zu tun - die jüngeren Frauen in eurem Leben sind überaus wichtig … überaus wichtig. Und es gibt sie in eurem Leben - sie können eure Töchter sein oder eure Schwiegertöchter. Sie können eure Enkelinnen sein, sie können die Freundinnen eurer Töchter sein, sie können eure Nichten sein - sie existieren, vielleicht kennt ihr sie durch Freundschaften, vielleicht sind es die Töchter eurer Freunde. Vielleicht sind es Leute aus der Gemeinde. Ich denke nicht, dass es hier um irgendein förmliches Seminar geht. Ihr müsst einfach euch diesen Frauen annähern und sie anleiten, wie sie ihr Leben führen sollen, ihr müsst sie zur Gottesfürchtigkeit erziehen.

Damit ihr älteren Menschen nicht die Ursache dafür seid, dass das Wort Gottes verlästert wird, damit ihr älteren Menschen nicht die Ursache dafür seid, dass der Feind etwas Schlechtes über die Gemeinde sagen kann und damit ihr nicht die Ursache dafür seid, dass Menschen die errettende Macht von Gottes Wort anzweifeln, müsst ihr euer Leben so führen. Es steht eine Menge auf dem Spiel … es steht eine Menge auf dem Spiel. Und ihr habt so viel zu bieten.

Nicht lange nach Beginn der rassistischen Black Power Bewegung und nachdem eine Gruppe namens „Black Panthers“ ins Leben gerufen wurde, entschied eine kleine 67-jährige alte Frau namens Margaret Kuhn in Philadelphia sich, dass sie ein Teil der Bewegung sein wollte, aber aus einer anderen Perspektive. Deshalb startete sie die Gray Power Bewegung und gründete eine Organisation namens die „Grauen Panther“. Und ihre Idee bestand einfach darin, eine Gruppe von grauhaarigen Leuten zusammenzubringen, um Veränderungen auf der Welt zu erwirken.

Nun, wie steht es mit der Gemeinde? Wie steht es mit der Macht der Grauhaarigen in der Gemeinde? Ich schaue auf unsere Gemeindemitglieder und sehe viele graue Haare. Ihr seid eine mächtige Kraft in dieser Gemeinde. Wir brauchen euch. Moses war 80, als Gott ihn berief, Israel zu führen. Und er führte viele Ausreden an, aber das Alter gehörte nicht dazu. Unterschätzt eure Fähigkeiten nicht.

John Wesley reiste 250.000 Meilen auf dem Pferderücken oder zu Fuß, um zu predigen. Er hielt 40.000 Predigten, schrieb 400 Bücher und sprach 10 Sprachen. Mit 83 war er verärgert, dass er nicht länger als 15 Stunden am Tag schreiben konnte, ohne dass seine Augen schmerzten. Hört mir jetzt gut zu. Mit 86 war es ihm peinlich, dass er nur … dass er nicht mehr als zweimal täglich predigen konnte. Und er sagte, seit seinem 86. Geburtstag müsse er zugeben, dass er zunehmend dazu tendiere, bis 05:30 Uhr im Bett zu liegen. Was für ein schrecklicher Charakterverfall.

Ihr habt so viel zu bieten. Die gottesfürchtige ältere Generation ist für das Leben in der Gemeinde so wichtig. Lasst uns beten.


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