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Die Garantie der Heiligen (German)

Judas 24-25 August 22, 2004 de65-15

Nun, heute Abend werden wir endlich unsere Betrachtung der kurzen Epistel von Judas abschließen. Ihr könnt jetzt in der Schrift die letzten beiden Verse der Epistel von Judas aufschlagen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass Judas nicht einer der Zwölf war, sondern ein Kind von Maria und Josef und damit ein Halbbruder von Jesus. Und Judas wurde von Gott benutzt, inspiriert vom Heiligen Geist, um diese wichtige Epistel zu schreiben. Und der Abschluss des Briefes ist in gewisser Weise der Höhepunkt des gesamten Briefes. Ich möchte euch die letzten beiden Verse vorlesen.

„Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freude vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“

Wenn ich euch fragen würde, was die wichtigste Wahrheit in Bezug auf das Heil ist, was würdet ihr sagen? In der wunderbaren und tiefgründigen und gesegneten und barmherzigen Mischung der Lehre, die die Soteriologie oder das Thema der Errettung ausmacht, welche Lehre ist dabei am wichtigsten? Welches Element von Gottes errettender Verheißung ist am ermutigendsten, am befriedigendsten, am attraktivsten und am tröstlichsten?

Alle Lehren der Errettung sind natürlich notwendig und alle Lehren der Errettung sind kostbar. Aber eine von ihnen überragt alle anderen als die attraktivste von allen, als die wertvollste von allen. Und ich weiß nicht, ob ihr je versucht habt, solch eine Unterscheidung vorzunehmen. Ich habe diese Fragen in der letzten Woche an einigen Leuten getestet und nie die richtige Antwort erhalten. Und einige dieser Leute sind sehr bewandert. Es liegt nicht daran, dass sie die richtige Antwort nicht kennen, sondern daran, dass sie nie wirklich darüber nachgedacht haben, welches die wichtigste Lehre der Errettung ist.

Nun, ich werde es euch sagen, ohne euch weiter auf die Folter zu spannen. Es ist die Lehre der ewigen Sicherheit, auch, und vielleicht präziser, als die Lehre des standhaften Ausharrens der Heiligen bekannt. Es ist diese biblische Wahrheit, die besagt, wenn ihr einmal errettet seid, seid ihr für immer errettet. Oder, um es umgekehrt auszudrücken, wenn ihr einmal das ewige Leben erhalten habt, könnt ihr es nie wieder verlieren. Ich schmälere hier in keiner Weise die Herrlichkeit der Lehre der Rechtfertigung. Ich schmälere hier in keiner Weise die Herrlichkeit der Lehre der Erneuerung. Ich schmälere nicht die Herrlichkeit der Lehre der Bekehrung oder Adoption oder Versöhnung oder Erlösung oder des Freikaufs. Aber ich sage euch Folgendes: All diese Lehren würden in gewissem Maße geschmälert werden, wenn das Heil nicht für immer wäre. Wenn ihr diese Lehre wegnehmt, werden alle anderen Lehren abgewertet. Wenn ihr diese Lehre wegnehmt, werden die vollendete Freude, Zuversicht, Gewissheit, Ruhe, der Trost und die Hoffnung beträchtlich herabgesetzt und gerechtfertigterweise durch Zweifel, Furcht, Angst und Sorgen ersetzt. Und angesichts der Tatsache, dass der Aufruf zum Heil so viel von uns verlangt, so überwältigend ist, wie uns gerade heute früh wieder in Erinnerung gerufen wurde, angesichts der Tatsache, dass unser Herr uns gesagt hat, wir müssen ihn als Herrn bekennen, und das bedeutet völlige und totale Selbstverleugnung, das Kreuz aufzunehmen und uns gehorsam seinem Willen unterzuordnen, sind diese Anforderungen so hoch, dass er selbst sagt, nur wenige Menschen haben den Wunsch, das zu tun. Jesus selbst sagt, es ist schwer, die Wahrheit zu finden, und schwer, die Wahrheit zu akzeptieren, und schwer, die Wahrheit zu glauben. Er war es, der sagte, wir müssten die Kosten überschlagen. Und am Ende ergreifen die Menschen, die in das Reich Gottes einziehen, es quasi gewaltsam und aggressiv, weil sie so große Angst vor der Alternative haben, dem ewigen Gericht.

Angesichts der Tatsache, dass der Aufruf zum Heil uns so viel abverlangt, so überwältigend ist, dass er die totale Hingabe von allem, was ich besitze, an Christus verlangt, ist es eine Selbstaufgabe, wie wir gesagt haben, es ist das Ende von mir und ich überlasse alles Christus. Ich komme mit leeren Händen, wie es im Lied heißt, „da ich denn nichts bringen kann, schmieg‘ ich an Dein Kreuz mich an[1].“ Sollten wir alles aufgegeben haben, um Vergebung zu erfahren, um von der Hölle errettet zu werden, um all die Verheißungen des Himmels zu erfahren, nur damit man uns sagt, es gibt keine Garantie dafür? Du verlangst wirklich viel von mir. Willst du mir sagen, dass ich mir dir vollkommen als meinem Herrn und Meister hingebe, du mich aber vielleicht nicht bewahrst? Dass du mich vielleicht nicht festhältst? Dass es keine Garantie gibt? Das macht es noch schwieriger, wenn nicht fast unmöglich, eine derartige Verpflichtung einzugehen. Du meinst, ich soll alles aufgeben und mich dir hingeben, ohne jegliche Garantie? Du verlangst wirklich sehr viel. Willst du mir sagen, dass es keine Gewissheit gibt, dass ich in den Himmel kommen werde?

Dann sage ich dir Folgendes. Wenn der Herr mich nicht festhalten kann, welche Hoffnung gibt es dann? Wenn das Heil nicht Gottes Werk ist, dann werde ich es nie erreichen. Verstehst du das? Wenn es nicht sein Werk ist und er mich nicht festhält und mich nicht bewahrt, werde ich es nicht schaffen. Wenn Gott mich nicht errettet, kann ich mich nicht selbst retten. Wenn Gott mich nicht heiligt, kann ich mich nicht selbst heiligen. Und wenn Gott mich nicht verherrlicht, kann ich mich nicht selbst verherrlichen. Wenn Gott mich nicht bewahrt, kann ich mich nicht selbst bewahren. Ich bin nicht gut genug, um mich selbst zu retten, und ich bin gewiss nicht gut genug, um mich selbst zu bewahren. Ich werde nie des Heils würdig sein. Ich war es in der Vergangenheit nicht und bin es jetzt nicht.

Ich möchte es noch anders ausdrücken. Wenn ihr euer Heil verlieren könntet, würdet ihr das. Versteht ihr das? Wenn das möglich wäre, würde es geschehen. Wenn es möglich ist, wird es geschehen. Es muss so sein. Wenn irgendein Teil meines ewigen Heils von meiner Kraft und Fähigkeit und meiner Hingabe und Gerechtigkeit abhängt, werde ich es nicht erlangen. Denkt nur einmal an Adam. Adam, der keine sündhaften Tendenzen hatte, der in einer perfekten Welt lebte und keine Sünde kannte. Überhaupt keine Sünde. Adam, ohne jegliche Sünde und sündhafte Veranlagungen, konnte keine korrekte Beziehung des Gehorsams und der Liebe zu Gott aufrechterhalten. Wieso sollten wir denken, dass wir das in einer Welt mit gefallenen Menschen könnten? Und je reifer ihr als Christen seid, je geistlicher ihr seid, je gerechter ihr seid, je geheiligter ihr seid, umso mehr erkennt ihr, dass ihr jämmerlich seid, nicht wahr? Der Apostel Paulus sagte in Römer 7: „Ich elender Mensch“, das ist die Aussage eines sehr reifen Christen.

Junge Menschen fragen mich immer wieder: „Werde ich die Sünde je besiegen?“ Natürlich … natürlich. Aber es gibt gleichzeitig eine gute und eine schlechte Nachricht. Je reifer ihr werdet, umso weniger sündigt ihr und desto schlimmer fühlt ihr euch, denn mit verringerter Sünde kommt zunehmende Heiligkeit und mit zunehmender Heiligkeit kommt ein größerer Hass auf die Sünde und ihr sündigt weniger und hasst die Sünde mehr. Ihr seid nicht in der Lage, euch in diesem Leben selbst zu retten und ihr seid auch nicht in der Lage, eure Errettung zu bewahren. Ihr seid noch immer gefallen, ich bin noch immer gefallen. Ich habe noch immer unerlöstes menschliches Fleisch. Die Sünde ist immer noch in mir. Ich bin anfällig für Sünde und anfällig für Zweifel. Ich bin anfällig für Unglauben. Ich bin anfällig für Rebellion. Ich bin anfällig für Hochmut. Ehrlich bin ich für all diese Dinge anfällig, wie wir alle, und man könnte alle möglichen Anschuldigungen erfolgreich gegen mich vorbringen. Satan könnte vor Gottes Thron ziehen und eine gewaltige und zunehmend wachsende Liste der Sünden von John MacArthur vorlegen. Und je länger ich lebe, umso länger wird diese Liste. Gott selbst, der alles weiß, könnte allerlei Anschuldigungen gegen mich vorbringen. Christus könnte alle möglichen Anschuldigungen gegen mich vorbringen. Der Heilige Geist, der in mir wohnt, könnte alle möglichen Anschuldigungen gegen mich vorbringen. Und man könnte eine Liste mit allen möglichen Anschuldigungen aufsetzen, die mein eigenes Gewissen mir ins Bewusstsein ruft. Und diese akkumulierte Liste wäre, ehrlich gesagt, schrecklich, ebenso wie eure. Für jeden von uns gibt es eine erschütternde Liste von Anklagen. Es gibt eine erschütternde Liste von Disqualifikationen. Wir verstoßen ständig gegen Gottes Gesetz. Wir fahren fort, in mehr oder minder großem Ausmaß, Götzen anzubeten. Wir sind ständig verderbt. Und glaubt mir, diese Liste reicht aus, um uns alle zu verdammen. Wie würden wir je unser eigenes Heil bewahren? Der Gedanke ist vollkommen lächerlich.

Und deshalb sage ich, wenn ich mein Heil verlieren könnte, so würde ich es verlieren. Und ihr ebenfalls. Gott hätte jeden erdenklichen Grund, mich abzulehnen. Satan hätte mehr als genug Anklagen, die er gegen mich vorbringen könnte. Und die Menschen, die in all diesen Jahren Teil meines Lebens waren, könnten Sünden erzählen, die ihnen bekannt sind. Und selbst wenn ich dächte, ich hätte irgendeine imaginäre Linie, hinter welcher der nicht-errettete Zustand liegt, nicht überschritten, woher weiß ich, wo diese Linie liegt? Und wenn ihr mich dann auffordert, mein ganzes Leben Christus hinzugeben und mir sagt, ich muss mich mühsam festklammern, hört sich das für mich nach keinem sehr attraktiven Angebot an. Bestenfalls könnte ich Gedankenspiele mit mir selbst betreiben und sagen: „Nun, du bist nicht so schlecht wie er oder sie, du bist ganz gewiss nicht so schlecht wie diese Gruppe dort drüben und jene Leute da drüben.“ Und wohin führt euch das? Selbst… was? ... Selbstgerechtigkeit. Ich kann immer Leute finden, die schlimmer sind als ich, das ist leicht. Und wenn ich keine Leute finden kann, von denen ich weiß, dass sie schlimmer sind als ich, so kann ich bestimmt Leute finden, von denen ich glaube, dass sie schlimmer sind als ich.

Seht ihr, bestenfalls muss ich mit einer Täuschung leben, einer Art von Illusion darüber, wer ich wirklich bin, und ich kann nicht wirklich Römer 7 aufschlagen und ehrlich sagen, dass es etwas in mir gibt, dass sowohl böse als auch gut ist und dass dieser Kampf in mir stattfindet und ich ein verdorbener Mensch bin. Das kann ich nicht ehrlich sagen. Aber gleichzeitig muss ich sagen, dass ich hoffe, gut genug zu sein, um mir mein Heil zu bewahren. Demzufolge bin ich anfällig für Selbstgerechtigkeit und geistlichen Hochmut, die das genaue Gegenteil der wahrsten und reinsten christlichen Tugenden sind, welche absolute und totale Demut ist. Ich sage euch Folgendes: Wenn ich mein Heil durch irgendetwas bewahren muss, das ich tue, werde ich mein ganzes Leben unter einer Wolke der Furcht verbringen, echter Furcht, weil ich das nicht tun kann. Und ich sage euch Folgendes: Wenn ihr denkt, ihr könntet das, wenn ihr denkt, es liegt an euch, euer Heil zu bewahren, dann habt ihr eine unzureichende Perspektive der Verderbtheit. Dann versteht ihr Verderbtheit nicht wirklich. Und das ist übrigens der Grund, warum die Arminianer, die in ihrer Theologie glauben, man könne sein Heil verlieren, auch eine verdrehte Perspektive der menschlichen Verderbtheit haben. Sie glauben, die Menschen seien besser, als sie es in Wirklichkeit sind. Das muss man, wenn man dafür verantwortlich ist, das Heil zu bewahren.

Ihr wurdet also in Bezug auf eure eigene Sündhaftigkeit und eure Gerechtigkeit getäuscht. Spurgeon sagte: „Niemand kann sich selbst bewahren, er wird gewiss versagen. Wenn es uns überlassen ist, kommen wir in die Hölle. Nur Jesus kann uns von unseren Sünden erretten.“

Ich behaupte also, dass das wichtigste Element der Lehre des Heils, die eine Lehre, die am Ende die größte Bedeutung hat, die Garantie ist, dass dieses Heilsbündnis für immer gilt und es nicht von mir abhängt, sondern von Gott. Für mich ist das DAS wichtigste Element der Gabe des ewigen Lebens, diese, um es in einem Wort auszudrücken, Dauerhaftigkeit.

Das ist kein unbedeutendes Thema. Das ist keine universitätsinterne Debatte, bei der das mehr oder weniger optional ist, etwas, das ihr glauben könnt oder auch nicht, ohne dass das besonders große Auswirkungen hat. Oh doch, das hat es. Diese Lehre des Ausharrens der Heiligen, das bedeutet, die wahren Heiligen harren bis zum Ende aus, sie erhalten vom Vater eine Garantie für die Ewigkeit, diese Lehre ist untrennbar mit der Lehre der Auserwählung verbunden. Wenn Gott euch für das ewige Leben auserwählt hat, wird er euch dorthin befördern. Das ist untrennbar mit der Lehre der Rechtfertigung verbunden. Wenn Gott euch mit der Gerechtigkeit Jesu Christi bedeckt hat und Jesus Christus genau genommen die volle Strafe für eure Sünden gezahlt hat, dann könnte euch keine Sünde, die ihr je begeht, vorgehalten werden und damit gäbe es keine Grundlage, auf der euer Heil euch je entzogen werden könnte, da alle eure Sünden komplett getilgt wurden. Das ist untrennbar mit dem Werk des Heiligen Geistes verbunden, durch den ihr in dem Prozess der Heiligung versiegelt werdet. Es ist mit der großen Lehre der Verherrlichung verbunden, durch die Gott beabsichtigte, nachdem er euch vor Anbeginn der Zeit auserwählte, euch dann zu berufen und zu rechtfertigen und euch dann zu verherrlichen, ohne jemanden auf dem Weg zu verlieren. Wenn ihr euer Heil verlieren könnt, ist Gottes Plan vereitelt, ist Gottes Kraft geschmälert, ist Gottes Plan bedingt. Dann müsst ihr die Auserwählung neu definieren. Dann müsst ihr die Rechtfertigung neu definieren. Dann müsst ihr die Heiligung neu definieren. Dann müsst ihr die Verherrlichung neu definieren. Das stellt die ganze Sache auf den Kopf. Und wie bei so vielen Dingen im Leben ist es die Garantie, die den Unterschied macht, nicht wahr?

Ich meine, in weltlichen Belangen seid ihr auch so, oder? Wenn ihr etwas kauft, sagt ihr: „Nun, wie sieht es mit der Garantie aus?“ Und jemand sagt: „Es gibt keine Garantie, morgen funktioniert es vielleicht nicht.“ Oder ihr geht los, um etwas Großes zu kaufen, zum Beispiel ein Haus oder was auch immer, und sagt: „Nun, wir werden einen Vertrag unterzeichnen, nicht wahr? Wir wissen also, wie die Abmachung aussieht …“

„Oh, es gibt keine Garantie, ich könnte in drei Tagen zurückkommen und das Haus zurückholen, ihr habt keine Garantie.“ Nun, ihr würdet eine solche Verpflichtung nicht eingehen.

Ich meine, es ist ganz einfach, zu begreifen, dass diese Abmachung ohne die Garantie nie zustande kommen würde, und das Gleiche gilt für die Errettung. Doch es ist so traurig und tragisch und irreführend, wie viele bekennende Christen mit dem Gedanken leben, dem verrückten Gedanken, dass sie ihr Heil verlieren können und vielleicht verlieren werden und in der Hölle landen könnten, wenn sie sich nicht daran festklammern. Die Frage lautet also einfach: Kann jemand, dem vergeben wurde, der gerechtfertigt, erneuert, bekehrt, erlöst und freigekauft wurde, den Segen verlieren, der durch das Werk der Errettung kam? Kann er in umgekehrter Reihenfolge zurückgehen und den Himmel einbüßen?

Die Segnung im Judasbrief beantwortet diese Frage. Lasst mich dazu zurückkehren. „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freude vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“

Wisst ihr, wann immer uns eine derartige Doxologie unterkommt, sind wir fast versucht, sie nicht zu erklären, sondern sie einfach nachzusprechen. Er ist fähig, er ist fähig, euch zu bewahren, er ist fähig, euch vor dem Straucheln zu bewahren, euch zu bewahren, sodass er euch eines Tages unsträflich und mit Freuden vor das Angesicht von Gottes Herrlichkeit stellen wird. Und deshalb gebührt demjenigen, der mächtig genug ist, das zu tun, dem einzigen Gott, unserem Retter, der das durch Jesus Christus unseren Herrn tat, „Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ Und ihm gebührt alle Herrlichkeit, weil er derjenige ist, der uns bewahrt, nicht wahr? Wenn ich mich an mir selbst festklammere, ist es meine Herrlichkeit. Dieser Text hier zerstört diese fehlerhafte Perspektive.

Das ist eine Doxologie. Das ist ein Lobpreis auf den einzigen Gott, den einzigen Retter, der durch Jesus Christus, unseren Herrn, alle Ehre erhalten soll, alle Herrlichkeit, alle Majestät, alle Macht und Herrschaft in alle Ewigkeit, weil er der Einzige ist, der uns bewahren und uns vor Gottes Angesicht stellen kann.

„Doxologie“ besteht übrigens aus den griechischen Worten doxa (Lob) und logos (Wort).Es ist ein Wort des Lobes, ein „Lobwort“. Die Schrift ist voll davon, von Doxologien. Jedes der fünf Bücher der Psalmen, die 150 Psalmen sind in fünf Bücher unterteilt, enthält am Ende eine Doxologie, Kapitel 41, Vers 14, Kapitel 72, Verse 18 und 19, Kapitel 89, Vers 53, Kapitel 106, Vers 48 und der ganze Psalm 150 ist eine Doxologie, die das Buch beendet. Das Liederbuch der Erlösten wurde also untermalt, gipfelte in Reaktionen des Lobs für Gottes herrliches Werk unter seinen Kindern. Die Engel sangen eine Doxologie bei der Geburt von Christus, die in Lukas Kapitel 2 aufgezeichnet ist. Die Menschen gaben eine Doxologie von sich, als Christus in Jerusalem ankam, indem sie ihn in Lukas 19 als Messias preisten. Das Neue Testament steckt voller Doxologien. Und keine davon befasst sich jemals mit banalen Angelegenheiten. Sie befassen sich immer mit der Errettung. Sie befassen sich immer nur mit dem, was für immer und ewig wunderbar ist. Sie sind Worte des dankbaren Lobs an Gott für seine Errettung von Sündern. Meine Lieben, Doxologien sind ein Vorgeschmack auf den Himmel. Das werden wir für immer und ewig tun, Doxologien verkünden. Es sind Ausbrüche des Lobs unter Betrachtung unserer wunderbaren Errettung.

In Galater Kapitel 1 finden wir eine typische, wenn auch kurze, Form einer herrlichen Doxologie. „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unsers Gottes und Vaters, dem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ Diese Art von spontaner, durch den Heiligen Geist motivierter, Doxologie findet sich im gesamten Neuen Testament, diese Art von Ausbrüchen. Ich liebe die Doxologie am Ende der Epistel an die Römer, wo Paulus in Kapitel 16, Vers 25 sagt: „Dem aber, der euch zu festigen vermag laut meinem Evangelium und der Verkündigung von Jesus Christus, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, das von ewigen Zeiten her verschwiegen war, das jetzt aber offenbar gemacht worden ist und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes bekanntgemacht worden ist bei allen Heiden, um Glaubensgehorsam zu bewirken – ihm allein, dem allein weisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit! Amen.“ Und das ist die Lobpreisrede von Paulus am Ende dieses großartigen Briefes an die Römer.

Beim Verfassen seiner wunderbaren ersten Epistel an Timotheus sagt Paulus in Kapitel 1, Vers 17: „Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“ Und wozu sagt er das? Woher kommt das? „Weil mir, dem größten aller Sünder, Erbarmen widerfahren ist.“ Die Doxologie ist eine Reaktion auf das errettende Werk Gottes und es erkennt an, dass das allein Gottes Werk ist und aller Dank, alle Ehre und alle Herrlichkeit Gott gebührt. Paulus schreibt am Ende seines Lebens mit seinen letzten Federstrichen: „Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen und mich in sein himmlisches Reich retten.“ Paulus wusste, dass er sicher war. „Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen“, ob es nun von anderen oder ihm selbst begangen wurde, „und mich in sein himmlisches Reich retten. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ Doxologie.

Und Judas tut dasselbe; und damit zurück zu unserem Text. Das ist eine Doxologie. Das ist eine Doxologie, die unsere Ängste besänftigt und unsere Hoffnung nährt. Das ist eine Doxologie, die uns Freude macht. Bevor wir uns insbesondere mit der Doxologie befassen, möchte ich euch nur für einige Momente an den Aufbau dieses Buches erinnern, für diejenigen hier, die nicht bei uns waren.

Judas, der Halbbruder unsers Herrn, schrieb, um uns zum Kampf gegen Irrlehrer, gegen Abtrünnige, aufzurufen. In Vers 4 heißt es, dass sich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen haben, sie haben sich in die Gemeinde eingeschlichen, sie sind wie Riffe unter der Oberfläche, verborgen in der Gemeinde, sagt er weiter unten in Vers 12. Und sie sind gottlos und zügellos und verleugnen die Herrschaft Christi. Sie sind Abtrünnige und Irrlehrer, die sich in der Gemeinde eingenistet haben. Und Judas fährt fort, für uns die Geschichte dieser Art von Abtrünnigen aufzuzeichnen. Er charakterisiert sie alle für uns. Und nach dieser langen Beschreibung von Abtrünnigen, die sich bis zu Vers 17 erstreckt, sagt er: „Ihr aber … ihr aber.“ Wie werdet ihr euch in Zeiten der Abtrünnigkeit verteidigen? Wie werdet ihr euch schützen? Wie werdet ihr für die Wahrheit kämpfen? Wie werdet ihr euch an dem langen Kampf um die Wahrheit beteiligen?

Zuerst sagt er in den Versen 17 bis 19: „Erinnert euch … erinnert euch an die Worte, die im voraus von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind.“ Sie sagten: „In der letzten Zeit werden Spötter auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln.“ Denkt daran, dass ihr Kommen vorhergesagt wurde. Seid nicht überrascht, es wurde viele Male vorhergesagt. Wenn ihr also mitten in einer Zeit der Abtrünnigkeit steckt, und das ist immer, und euch allmählich fragt, wie die Dinge so schlimm werden konnten und wie die Gemeinde so schlimm werden konnte und wie sie abtrünnig werden und sich von der Wahrheit abwenden konnte, dann vergesst nicht, dass das keine Überraschung ist, sondern das, was vorhersagt wurde.

Und dann eine zweite Sache … erstens erinnert euch und dann verharrt.

„Erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist; bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.“ Bleibt dort, wo ihr Segen erfahrt, bleibt dem geistlichen Wachstum treu, der geistlichen Gemeinschaft, dem geistlichen Gehorsam, und haltet an eurer geistlichen Hoffnung fest.

Drittens sagt er in Versen 22 und 23, wir sollen die Hand ausstrecken: „Und erbarmt euch derer, die zweifeln; andere reißt aus dem Feuer und rettet sie; anderer erbarmt euch in Furcht und haßt auch das Gewand, das befleckt ist vom Fleisch.“ Das ist … das ist wichtig. Wir erinnern uns, dass der Herr verheißen hat, dies würde geschehen. Wir bleiben dort, wo wir Segen erfahren. Und strecken Menschen, die sich in Gefahr befinden, die Hand aus, Menschen, die in den Bann der Abtrünnigen und Irrlehrer gezogen wurden.

Die erste Kategorie sind diejenigen, die verwirrt sind. Sie zweifeln, sie sind sich nicht sicher. Die zweite Kategorie sind die Überzeugten, das sind diejenigen, die sich bereits im Feuer befinden, und wir müssen hineingreifen und sie herausreißen. Und schließlich die Engagierten, jene, die bereits durch diese bösen Lügen beschmutzt wurden.

Die letzte Verantwortung, die wir in dieser Welt, in diesem großen Kampf um die Wahrheit, tragen, besteht darin, Menschen aus der Abtrünnigkeit zu retten, Menschen aus Irrlehren und falschen religiösen Systemen zu retten. Und das ist gefährlich. Ihr könnt euch versengen, wenn ihr Leute aus dem Feuer reißt. Denkt an den Sauerteig der Pharisäer; Irrlehren haben mächtigen Einfluss. Ihr könnt bei der Rettung von Menschen sogar selbst in eine verschmutzte Situation geraten, als wenn man dreckige Unterwäsche aufheben würde, so drückt Judas es hier aus. Es ist gefährlich, so etwas zu nahe zu kommen.

Und das wirft eigentlich die letzte Frage auf. Wenn diese Abtrünnigkeit so gefährlich und so tödlich ist, wenn diese Irrlehre potenziell so beschmutzend und schädlich ist, ist es dann möglich, dass wir unser Heil verlieren könnten? Denn wenn das der Fall ist, bin ich mir nicht sicher, dass ich in die Nähe davon kommen möchte. Wenn mich das mein ewiges Heil kosten könnte, bin ich mir nicht sicher, dass ich jemals in die Nähe von irgendjemandem kommen möchte, der beschmutzt ist. Und das vierte Wort ist „ruhen“. Denkt daran, dass der Herr gesagt hat, es würde so sein, bleibt an dem Ort, an dem ihr Segen erfahrt, streckt die Hände aus nach denen, die sich in Gefahr befinden, und ruht in Gott, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen.

In dieser ganzen Epistel ging es um Menschen und Engel, die gefallen waren. Und jetzt, nachdem er die ganze Geschichte der Israeliten abgehandelt hat, die gefallen waren, und die der Sodomiten, die gefallen waren, und der Engel, die gefallen waren, und der Irrlehrer, die gefallen waren, und der Opfer der falschen Lehrer, die gefallen waren, sagt er: „Zieht aus und reicht jenen Menschen die Hand.“ Und die Leser würden denken: „Nun, was wäre, wenn wir das täten, dann könnten wir vielleicht auch fallen, wir könnten Opfer dieser Lügen werden und dadurch unser Heil verlieren.“

Könnte ich versagen? Könnte ich abtrünnig werden? Könnte ich die Wahrheit ablehnen? Könnte ich von den Irrlehrern, die ich versuche zu erreichen, so verunreinigt und beschmutzt werden, dass ich dem Glauben den Rücken kehre? Wenn ich in ihre Nähe komme, auch wenn es nur zur Evangelisation ist, ist das in Ordnung? Werde ich weiterhin in Gottes Liebe bleiben? Kann ich Verunreinigung vermeiden?

Und die Epistel endet mit einer Aussage über die Heilsgewissheit. Und Judas sagt, es gibt zwei Dinge, die ihr wissen müsst. Gott kann euch bewahren und euch vor das Angesicht seiner Herrlichkeit stellen. Das ist eigentlich alles, was ich wissen möchte. Kann er mich bewahren und kann er mich dorthin bringen, in das Angesicht seiner Herrlichkeit? Und Judas sagt, er kann das nicht nur, sondern er wird das tun.

Zwei Punkte also, heute Abend, zwei kritische Dinge. Der Herr ist fähig, uns zu bewahren und uns vor sein Angesicht zu stellen … uns zu bewahren und vor sein Angesicht zu stellen. Gott, der uns erwählte und errettete, wird uns bewahren. Lasst uns in Vers 24 den Gedanken des Bewahrens näher betrachten: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren“, nur dieser Ausdruck. „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren.“

Das bedeutet, dass Gott uns davor bewahren kann, zu straucheln. Er ist fähig dazu. Ich lese das und sage: „Ok, ich bin froh darüber, aber das wirft in meinem Kopf eine andere Frage auf. Will er uns bewahren?“ Ich bin froh, dass er dazu fähig ist, aber will er das tun? Und die Antwort darauf lautet, natürlich, dass er das tun will. Er ist heilig. Er hasst Sünden. Er könnte nicht wollen, dass wir unser Heil verlieren. Das würde bedeuten, er würde seinen Kindern Böses wünschen. Gott will niemals Böses für irgendjemanden. Er könnte nicht wollen, dass wir uns von ihm abwenden. Er könnte nicht wollen, dass wir abtrünnig werden. Er könnte nicht wollen, dass wir in Sünde verloren sind. Wenn er das wollte, wäre er nicht heilig. Die offensichtliche Antwort auf die Frage, ob er uns bis zum Ende bewahren will, lautet also ja, und wir müssen lediglich wissen, ob er dazu fähig ist. Und deshalb steht genau das dort. „Dem aber, der mächtig genug ist …“

Schlagt bitte einmal 2. Petrus 3,9 auf. In 2. Petrus 3,9 wird diese großartige Wahrheit noch einmal bekräftigt: „Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus ...“ Wisst ihr, der Herr hat uns verheißen, dass er kommen und seine Kinder in die Herrlichkeit führen würde und all das und die Gläubigen zur Zeit von Petrus fragten sich, wann das geschehen würde. Und Petrus sagt: „Nun, wisst ihr, sorgt euch nicht zu sehr, denn beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. Gott schaut nicht auf die Uhr und auf den Kalender, wie ihr es tut.“ Nur, weil er noch nicht gekommen ist und diese Verheißung erfüllt hat, bedeutet das nicht, dass er nachlässig oder gleichgültig ist. Es bedeutet nur, dass er geduldig ist. Jetzt achtet einmal auf Folgendes: „Er ist langmütig gegen uns … er ist langmütig gegen uns.“

Zu wem spricht er hier? Wer ist „uns“? Nun, die Gläubigen, die Brüder, wie Petrus sie nennt. „Er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, daß jemand verlorengehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.“ Es ist sehr wichtig, diesen Vers zu verstehen. Warum zögert der Herr? Warum kommt er nicht? Warum geht die Geschichte immer weiter? Warum geht die Erlösungsgeschichte immer weiter?

Ich sage es euch. Es liegt nicht daran, dass Gott ein Faulpelz ist. Es liegt nicht daran, dass Gott seine Verheißung nicht erfüllen will. Er ist langmütig gegen seine Kinder, gegen uns, „weil er nicht will, daß jemand verlorengehen, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe.“ Manche Leute denken, das bedeutet, Gott will, dass die ganze Welt Buße tut. Nein. Das ist nicht möglich, denn diese Stelle steht im Kontext des Gerichts. In Vers 7 heißt es: „[Es gibt einen] Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“ Der Grund dafür, dass der Herr zögert, sind nicht die Gottlosen, die zerstört werden, sondern seine Kinder, die vor Anbeginn der Zeit auserwählt wurden, und die er versammeln will. Die Erlösungsgeschichte wird solange andauern, bis alle, die auserwählt wurden, berufen und gerechtfertigt wurden. Und wenn alle Auserwählten gerechtfertigt wurden, wird das Ende kommen. Gott will nicht, dass eines seiner Kinder verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe. Sie sind die Seinen durch seine Auserwählung und weil er sie gewählt hat, werden sie Buße tun und zum Glauben, zum Heil und zur Herrlichkeit kommen.

In Johannes Kapitel 6 finden wir eine weitere Textstelle, die in dieser Angelegenheit sehr wichtig ist; Johannes 6,37: „Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir.“ Er spricht hier über die Menschen, die der Vater dem Sohn gibt, das bedeutet, der Vater hat sie vor Anbeginn der Zeit auserwählt, um sie dem Sohn zu geben; alle Menschen, die im Verlauf der gesamten Erlösungsgeschichte errettet werden, sind Liebesgaben vom Vater an den Sohn. Sie sind die Braut, nach der der Vater für seinen Sohn Ausschau gehalten hat und noch hält. „Alles, was mir mein Vater gibt, kommt zu mir.“ Die Geschichte wird sich also immer weiter fortsetzen, bis die Menschen, die Gott vor Anbeginn der Zeit auserwählt hat, geboren und gerechtfertigt wurden; das muss weitergehen.

Die Menschen sagen: „Warum kommt der Herr nicht? Die Welt ist so schlimm, warum kommt der Herr nicht? Warum stoppt er die Sünde nicht?“ Weil alle Auserwählten noch nicht bei ihm sind. „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Natürlich nicht, er oder sie ist eine Gabe vom Vater.

Und dann Vers 39: „Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat“, hört gut zu, das ist so schlagkräftig, „dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag.“ Der Vater erwählt aus, der Vater gibt dem Sohn, der Sohn bewahrt und erweckt am letzten Tag auf. Niemand fällt durch das Netz. Und dann Vers 40: „Das ist aber der letzte Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ Jeder, der eine richtige Sicht von Christus hat und an ihn glaubt, wird ewiges Leben empfangen und am Jüngsten Tage auferweckt werden.

Weiter unten in Vers 44 sagt er es dann auf andere Weise. „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß der Vater ihn zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“ Jeden, den der Vater auserwählt, gibt er dem Sohn, jeder, den er dem Sohn gibt, sieht den Sohn und glaubt an den Sohn. Jeder, der an den Sohn als eine Gabe Gottes glaubt, wird vom Sohn angenommen, jeden, den der Sohn annimmt, bewahrt er und jeden, den der Sohn bewahrt, erweckt er am letzten Tag.

Die Frage ist also nicht, ob Gott dazu bereit ist. Es geht nicht um Gottes Plan. Wir wissen, dass er dazu bereit ist und dass er beabsichtigt, alle Auserwählten zu retten. Die einzige Frage ist, ob er dazu fähig ist. In 1. Timotheus 2 heißt es: „[Er] will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“, und das bezieht sich sich auf alle, die zu ihm gehören. Wir wissen, dass er möchte, dass alle das ewige Leben erlangen, aber die Frage lautet, ob er dazu fähig ist? Judas antwortet darauf: „Dem aber, der mächtig genug ist …“ Er ist fähig. Er ist der einzige Gott, unser Retter, und wenn er uns nicht rettet, werden wir uns nicht selbst retten. Er ist fähig.

Wisst ihr, das ist so ein wunderbarer Gedanke. Er ist fähig oder mächtig, dunameno, ein Wort, von dem wir „Dynamit“ ableiten. Er ist fähig. Im Buch Daniel hieß es: „Unser Gott […] kann uns […] erretten.“ Er ist fähig. Und das Neue Testament steckt voll von Zeugnissen über die Macht Gottes. Hört einmal auf 2. Korinther 9,8: „Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluß zu spenden.“ Wow! Dort, wo es Sünde im Überfluss gibt, gibt es noch viel mehr Gnade. Gott ist mächtig, uns all die Gnade zu spenden, die nötig ist, um jede Sünde abzudecken. In Epheser 3,20 heißt es: „Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.“ Und hier findet sich eine weitere Doxologie, mitten in einem Brief von Paulus, und er bricht in diese Doxologie aus, weil er begreift, dass Gott mächtig und fähig ist. Er ist fähig.

Nun, das wird ständig wiederholt. Ich denke hier an Hebräer 5,7, wo es über Christus heißt: „Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen […] dargebracht.“ Das ist das Gebet im Garten. „… mit lautem Rufen und Tränen dem […], der ihn aus dem Tod erretten konnte.“ Und hier verleiht Jesus seiner Zuversicht Ausdruck, dass Gott der Vater ihn von der horrenden Erfahrung retten könnte, die ihm als Träger der Sünde, der das volle Ausmaß von Gottes Zorn tragen sollte, bevorstand. Und in Hebräer 7,25 heißt es: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten“, ich liebe diese Stelle, „die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“

Es gibt keine Zweifel hinsichtlich seiner Fähigkeit, er ist fähig … er ist fähig. Es ist gefährlich, in diesem abtrünnigen Umfeld heutzutage zu leben. Die Abtrünnigkeit nimmt immer mehr zu. Wir sind mehr Lügen und mehr Täuschungen ausgesetzt als jede Generation vor uns, und das liegt an den Medien. Und hier sind wir, mit dieser endlosen Liste der Irrlehren und Abtrünnigkeiten, und sind dazu berufen, Menschen aus diesen Systemen zu retten. Ich meine, im Prinzip ist die ganze Welt religiös. Wenn ihr in irgendeiner Form evangelisiert, werdet ihr jemandem nahe kommen, der in einem bösen System feststeckt. Und die Frage ist, sollten wir uns in Furcht zurückziehen und aus Furcht, dass jemand verbrannt werden könnte, wenn er versucht, einen Menschen aus dem Feuer zu reißen, gar nicht evangelisieren? Oder aus Furcht, dass wir uns beschmutzen könnten, indem wir jemanden ergreifen, der tief im Schlamassel steckt? Nein. Wenn ihr wahre Gläubige seid, existiert diese Gefahr der verhängnisvollen Korruption für euch nicht, dann existiert diese Gefahr der Verdammnis für euch nicht. Unser Gott ist mächtig und fähig. Aus menschlicher Sicht ist der Weg in den Himmel gefährlich. Er steckt voller Stolpersteine. Er steckt voller Versuchungen. Er steckt voller Sünden und Missetaten und Übertretungen. Er ist angereichert mit Dämonen und Satan. Aber in einem anderen Sinne ist der Weg in den Himmel vollkommen sicher, nicht, weil ich fähig bin, sondern weil Gott fähig ist. Ich bin schwach, unwissend, ungehorsam, egoistisch, sündhaft und rebellisch. Und glaubt mir, jeder Feind, den es gibt, wartet nur darauf, mich und euch aus dem Hinterhalt zu überfallen. Ich habe keine Angst. Ich ruhe nicht in meiner eigenen Fähigkeit, den Teufel irgendwie zu überlisten oder mein eigenes Fleisch zu überwinden, ich ruhe in Gottes Macht. „Dem aber, der mächtig genug ist, euch […] zu bewahren“, phulasso bedeutet im Griechischen „bewachen“, es ist ein militärisches Wort, „etwas bewachen“ oder „über etwas wachen“, und es ist nicht dasselbe Wort, das in Vers 21 für „bewahrt“ verwendet wird und dort „halten“ oder „besitzen“ bedeutet. Er ist fähig, uns zu bewachen, er wacht über uns, er steht Wache, wir sind in sicherer Obhut, während wir angegriffen werden, das bedeutet das Wort. Er kann „… euch ohne aptaistos, Straucheln, Abtrünnigkeit, bewahren.“ Dies ist die einzige Stelle in der Bibel, an der dieses Wort verwendet wird. Er bewahrt uns vor Abtrünnigkeit. Ihr könnt nicht vom Glauben abfallen, weil er euch davor bewahrt, abtrünnig zu werden.

Wie macht er das? Durch die Gabe eines dauerhaften Glaubens, eines neuen Herzens und des uns innewohnenden Heiligen Geistes. Er hält uns fest. Wir wissen das aufgrund der vielen Zeugnisse in der Schrift. Ich gehe jetzt zu einem zurück, das uns sehr vertraut ist, in Kapitel 10 des Johannesevangeliums, Vers 28: „Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen.“ Scheint das nicht alles auszudrücken? „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.“ Ich werde nicht loslassen. Der Vater wird nicht loslassen. Und niemand ist so mächtig, dass er uns zwingen kann, irgendjemanden freizugeben. Deshalb heißt es in Philipper 1,6: „Der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, [wird] es auch vollenden […] bis auf den Tag Jesu Christi.“ Der, der es begonnen hat, wird es vollenden. Niemand fällt durch das Netz. Die Abtrünnigen in Israel fielen. Die abtrünnigen Engel fielen. Die Abtrünnigen in Sodom und Gomorra fielen. Die Abtrünnigen in der Gemeinde fielen. Aber wahre Gläubige werden bewahrt … bewahrt. Unser Herr hat sowohl den Willen als auch die Macht, uns zu bewahren.

Zweitens hat er die Macht, uns vor sein Angesicht zu stellen … das ist einfach unglaublich. Vers 24: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen ...“ „Euch zu stellen“ bedeutet im Griechischen eigentlich, euch zu positionieren oder zu präsentieren. Momentan stehen wir in Gnade, Römer 5,1-4, aber dann werden wir in Herrlichkeit stehen. Das ist das Gegenteil von Fallen, hier geht es um das Stehen. Hier geht es um das Ausharren bis zum Ende. Hier geht es um das standhafte Ausharren der Heiligen. Wahre Gläubige haben einen standhaften Glauben empfangen. „Der aber, der uns bewahrt, wird uns vor sein Angesicht stellen.“

Bitte achtet einmal auf eine Stelle in 1. Johannes 2, kurz nach Beginn, in 1. Johannes 2,19; das ist ein sehr wichtiger Vers, wenn jemand sagt: „Ich kenne Leute, die eine Gemeinde besucht haben und ich kenne Leute, die sich zu Christus bekannt haben, und sie sind nicht mehr da und jetzt verleugnen sie ihn.“ Hier ist die Erklärung dafür. „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, daß sie alle nicht von uns sind.“ Wenn jemand geht und abtrünnig wird, abfällt, den Glauben aufgibt, dann war dieser Mensch nie wirklich gläubig. Seht einmal auf Vers 20: „Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wißt alles. Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt …“ Und in Vers 23 heißt es: „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.“ Wenn ihr den Sohn jemals wahrhaftig bekannt habt, werdet ihr den Sohn immer bekennen. Wenn ihr jemals wahrhaftig an den Sohn geglaubt habt, werdet ihr immer an den Sohn und den Vater glauben. Wenn jemand abtrünnig wird, liegt das daran, dass er niemals wirklich einer von uns war.

Aber diese Aussage hier dreht sich nicht um unsere Stellung hier auf der Erde. Bewahrt zu werden hat mit der Erde zu tun, Stellung hat mit dem Himmel zu tun … vor dem Angesicht seiner Herrlichkeit zu stehen. Das bedeutet lediglich, dass er uns hier bewahrt und uns dorthin führt. Das ist erstaunliche Gnade, wirklich erstaunlich. Immer, wenn ihr in der Bibel von jemandem lest, der vor Gottes Angesicht stand, war das eine schrecklich traumatische Erfahrung, nicht wahr? Jesaja verhängt einen Fluch über sich selbst. Hesekiel fällt um wie ein Toter. Petrus, Jakobus und Johannes verfallen auf dem Berg der Verklärung in ein Halbkoma. Johannes sieht im Buch der Offenbarung die Vision von Christus und ist wie tot, so verschreckt, dass er vor Angst in Ohnmacht fällt. Immer, wenn in der Schrift jemand in der Gegenwart Gottes ist, ist das eine Furcht einflößende Erfahrung, weil diese Menschen wissen, dass sie sündhaft sind.

Ich habe vor Kurzem jemandem in Fernsehen gehört, der über seine Begegnung mit Gott sprach und leichtfertig, töricht und verantwortungslos über alle möglichen belanglosen und idiotischen Angelegenheiten sprach. Er hat nie vor dem Angesicht der Herrlichkeit Gottes gestanden. Das ist nur eine Lüge und Täuschung. Jeder wahre Gläubige, der in diesem Leben, in diesem Fleisch, in diesem unerlösten menschlichen Zustand je vor Gottes Angesicht stand, würde in absoluten Schrecken verfallen, weil er wüsste, dass er sündhaft ist. Aber eines Tages werden wir vor das Angesicht seiner Herrlichkeit treten, und zwar wie? Unsträflich. Und statt Furcht wird es was geben? Große Freude. Statt Furcht wird es große Freude geben.

Jeder, der je vor dem Angesicht Gottes gestanden hat, war traumatisiert und verängstigt. Das ist ein Ort, an dem kein Sünder stehen kann. Und das Buch der Offenbarung macht das sehr deutlich. Kapitel 21, Vers 27: „Und es wird niemals jemand in sie hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Greuel und Lügen verübt.“ In Kapitel 22,15 heißt es: „[Drinnen sind die Geläuterten], draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut“; derartige Menschen werden nicht vor dem Angesicht Gottes stehen. Und welcher Christ wird sagen: „Weißt du, ich habe mein Heil bewahrt und ich verdiene es, vor seinem Angesicht zu stehen.“ Was für ein lächerlicher Gedanke ist das? Ich werde regelmäßig belästigt von Menschen, die behaupten, sie hätten Gott gesehen, seien im Himmel gewesen, hätten Visionen von Gott gehabt oder hätten persönlich von Gott gehört. Welch Oberflächlichkeit, welch Torheit, zu denken, ihr könntet in dieser irdischen Gestalt in den Himmel hinein- und herausspazieren. In dieser irdischen Gestalt könntet ihr in Gottes Himmel nicht einmal in die Nähe Gottes kommen. Um vor seinem heiligen, herrlichen Angesicht zu stehen, müsst ihr amomos sein, ohne Makel, rein. Ihr müsst so heilig sein wie Christus. Jeder, der sagt, er sei im Himmel gewesen, belügt euch, es sei denn, er wäre gestorben, und wenn das der Fall wäre, könnten sie euch nicht sagen, dass sie dort seien.

Das Wort amomos bedeutet „fehlerlos“ … „fehlerlos“. Das Wort wurde ursprünglich auf Opfer angewendet, in Hebräer 9,14, und im Neuen Testament an verschiedenen Stellen auf Reinheit. Momentan sind wir nicht makellos, wir werden nur so behandelt, weil Christus unsere Sünden getragen hat und seine Gerechtigkeit uns angerechnet wurde. Und Gott behandelt Christus am Kreuz, als hätte er unser Leben geführt, damit er uns so behandeln kann, als hätten wir das Leben von Christus geführt. Aber wir sind jetzt nicht würdig, in den Himmel einzuziehen. Deshalb müssen wir verwandelt werden, wir müssen diesen Leib des Fleisches ablegen und vor Gottes Angesicht treten und einen neuen Leib empfangen. Aber das wird geschehen. Wir werden nicht nur lebendig, als Überlebende, dort sein. Wir werden nicht nur frei von Schuld und Sünde sein, wir werden heilig sein … wir werden makellos sein … wir werden fehlerlos sein … wir werden nicht nur nicht gegen Gottes Gesetz verstoßen, wir werden jedes Teil davon für immer und ewig einhalten. Es wird nicht nur keine Sünde geben, sondern wir werden vor dem Angesicht der Heiligkeit sein. Wir werden nicht nur nicht fähig sein, Böses zu tun, wir werden nur fähig sein, das Richtige zu tun. Wir werden jede Macht und jede Leidenschaft haben, die sich vom Bösen gelöst hat und nur der Heiligkeit gewidmet ist. Und wir werden dort sein, mit unseren Köpfen hoch erhoben, untadelig vor Gott. Und statt Furcht und Trauma und Panik und Ohnmacht werden wir vor Freude überwältigt sein … Freude für immer, ewige Freude.

Freude definiert den Himmel. In Zefanja 3,17 lesen wir über einen weiteren Aspekt himmlischer Freude. „Der HERR, dein Gott […] wird sich über dich freuen mit Wonne […], er wird über dich jubelnd frohlocken.“ Ist das nicht großartig? Wir werden nicht nur Gott mit Gesang preisen, er wird Loblieder über uns singen. Und Jesus erduldete das Kreuz um der vor ihm liegenden Freude. Und was wird diese Freude sein? Die Gemeinschaft mit uns. Er wird sich über uns freuen. Gott wird sich über uns freuen und wir werden uns über den Herrn und über den Vater freuen. Spurgeon schrieb einmal: „Ich denke, das ist die wunderbarste Textstelle in der ganzen Bibel. Gott selbst, der singt? Ich kann mir vorstellen, dass die Morgensterne bei der Schöpfung der Welt zusammen sangen und vor Freude laut ausriefen. Aber Gott hat nicht gesungen. Er sagte, es sei sehr gut, das ist alles. Es gab kein Lied. Aber wenn all seine Auserwählten sich um den Thron versammeln werden, wird die Freude des ewigen Vaters so ansteigen, dass Gott in unendlichen Gesang ausbrechen wird.“ Nichts kann das jemals ändern, absolut gar nichts kann das jemals ändern. Wie es in Römer 8 heißt: „Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen. Niemand kann uns jemals verdammen. Niemand kann die Auserwählten Gottes je anklagen. Nichts kann jemals geschehen, das sich nicht zum Guten wendet, denn diejenigen, die Gott auserwählt hat, hat er berufen, gerechtfertigt und verherrlicht.“

Nun, seid ruhig, liebe Christen, und schließt euch dem Lobpreis in Vers 25 an: „Dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen“ Hier geht es um Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft. Der ganze Ruhm gebührt Gott. Es gibt nur einen. Der einzige Gott, der unser Retter ist. Der einzige Gott, der unser Retter durch Jesus Christus ist. Der einzige Gott, der unser Retter durch Jesus Christus ist, welcher unser Herr ist. Ihm gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft. Nichts übrig für irgendjemanden sonst, uns eingeschlossen. Wir sind dort, weil er uns bewahrt hat. Er hat uns bewahrt und vor sein Angesicht gestellt.

Hört mir gut zu, Leute. Der Wert der Errettung liegt in der Garantie. Hört einmal auf das, was Spurgeon geschrieben hat. Damit werde ich abschließen. „Und als ich hörte, dass der Herr seine Kinder bis zum Ende bewahren würde, als ich hörte, dass Christus sagte ‚Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen‘, als ich das hörte, da muss ich bekennen“, sagte Spurgeon, „dass die Lehre der ewigen Bewahrung der Heiligen der Köder war, dem meine Seele nicht widerstehen konnte. Es war wie eine Lebensversicherung, eine Versicherung für meinen Charakter, meine Seele, für mein ewiges Schicksal. Ich wusste, ich konnte mich selbst nicht bewahren, aber wenn Christus versprach, mich zu bewahren, dann würde ich für immer sicher sein, und ich sehnte mich danach und betete dafür, Christus zu finden, weil ich wusste, wenn ich ihn fände, würde er mir nicht [nur] eine irdische Errettung gewähren, wie manche sie predigen. Stattdessen würde er mir das ewige Leben geben, das ich nie verlieren könnte, den lebendigen und unverderblichen Samen, der für immer lebt und fortbesteht, denn nichts und niemand könnte mich jemals von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus unserem Herrn ist.“ Und es war diese großartige Lehre, die zu Spurgeons Bekehrung führte.

Welchen Sinn hat sie, wenn es keine Garantie gibt? Aber die gibt es. Lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.



[1] Deutsche Übersetzung des Liedtextes: www.jesus-web.de/media/texte/rockofages.htm


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