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Ewige Sicherheit in einem irdischen Konflikt (German)

Judas 1-2 January 25, 2004 de65-2

Wir kehren zurück zu unserer Betrachtung des kurzen Judasbriefes ... der kurze Judasbrief umfasst nur 25 Verse, aber was für ein mächtiges, überzeugendes Buch! Wie ich bereits letztes Mal sagte, geht dieses Buch im Schatten der Offenbarung unter. Aber wenn es irgendeinen Brief im Neuen Testament gibt, den die Gemeinde heutzutage hören muss, so ist es dieser ... so ist es dieser. Die Gemeinde heutzutage ist schwach, geht viele Kompromisse ein, ist tolerant und oberflächlich, im Großen und Ganzen nicht bereit, der biblischen Wahrheit ihren rechtmäßigen Platz zu gewähren und ganz gewiss nicht daran interessiert, wenn nicht sogar nach außen hin dagegen, in den Kampf zu ziehen, um die Wahrheit zu schützen. Die Gemeinde heutzutage scheint sich sehr wenig dafür zu interessieren, die Wahrheit gegen alle Angriffe zu verteidigen.

Angesichts dieser Realität, dass die Gemeinde sichtbar den Willen verloren hat, für die Wahrheit zu kämpfen und deshalb zunehmend mehr Übergriffen durch Fehler oder Irrlehren ausgesetzt ist, kommt der Aufruf dieses aussagekräftigen Briefes zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Ihr werdet sicherlich Vers 3 bemerken, der in gewisser Weise das Thema oder der Kern dieses Briefes ist. „Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.“ Das ist ein Schlachtruf. Es ist ein Ruf zu den Waffen. Judas versteht, dass die Zeiten bedenklich sind, dass die Wahrheit Angriffen ausgesetzt ist und er bemüht sich, die Kinder Gottes zusammenzurufen, um eine Armee zu bilden, die für den wahren Glauben kämpft.

Die Zeiten sind bedenklich, wie wir bereits letztes Mal bemerkt haben, seit der Herr gekommen ist, weil das, was die Bibel als die „letzten Tage“ bezeichnet, mit seinem ersten Kommen begann. Wir leben jetzt in den letzten Tagen, die Tage, wenn die Verführer, die Lehren der Dämonen und heuchlerische Lügner sich in ihren Angriffen gegen das Evangelium durchsetzen werden. Dies ist die Zeit, in der wir Abtrünnigkeit, einen Abfall vom Glauben, ein Abweichen von der Wahrheit, zu erwarten haben. Und das Thema von Judas ist die Abtrünnigkeit oder genauer gesagt die Abtrünnigen. Er spricht nicht wirklich vom Wesen der Abtrünnigkeit, also darüber, worin die lehrmäßigen Abweichungen bestehen. Er interessiert sich mehr dafür, uns dabei zu helfen, den Abtrünnigen durch einen Blick auf sein Leben zu identifizieren.

Um noch weiter zu identifizieren, was einen Abtrünnigen ausmacht: Ein Abtrünniger ist ein Überläufer von der Wahrheit. Das bedeutet, jemand, der die Wahrheit kannte, der mit der Wahrheit assoziiert war, der von der Wahrheit umgeben war, der vielleicht sogar die Wahrheit verkündet hat und noch immer vorgibt, das zu tun. Sie kennen die Wahrheit, aber sie lehnen sie ab. Und die Abtrünnigen bleiben oft in der Gemeinde. Sie geben vor, Gott zu dienen, aber sie dienen nur ihren eigenen sündhaften Begierden. Sie geben vor, zur Gemeinde zu gehören, aber sie gehören zu Satans Reich. Sie geben vor, an die Bibel zu glauben, aber sie verdrehen deren Lehre und nutzen sie für ihre eigenen Zwecke. Sie geben vor, die Wahrheit zu sprechen, tiefe geistliche Erkenntnisse zu haben, sogar für Christus zu sprechen, aber sie handeln im Auftrag Satans und verleugnen in Wirklichkeit die Herrschaft Christi in seiner Gemeinde. Was Abtrünnige von anderen falschen Lehrern unterscheidet, ist ihre Verbindung zum Christentum. Sie sind diejenigen, die die Wahrheit gekannt haben, die der Wahrheit ausgesetzt waren, die auf irgendeine Weise weiterhin von der Wahrheit umgeben sind und behaupten, sich an die Wahrheit zu halten, es aber nicht tun. Wie ich euch letztes Mal gesagt habe, ist die Abtrünnigkeit etwas, das im Inneren einer Gemeinde stattfindet. Deshalb ist sie so gefährlich. Ihr werdet in Vers 4 folgenden Hinweis bemerken, an den ich euch erinnern möchte und mit dem Judas seine Beschreibung der Abtrünnigen beginnt: „Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen.“ Das ist die übliche Vorgehensweise für Abtrünnige. Sie nutzen die Kinder Gottes aus. Sie nutzen ihre Bezeichnungen, ihre Verbindungen zur wahren Gemeinde aus.

Vers 12 definiert sie noch weiter als jene, die „Schandflecken bei euren Liebesmahlen“ sind. Sie stecken quasi unter der Oberfläche, bereit, das Schiff zu zerstören. In Wahrheit ist ihre Beschreibung in Versen 12 und 13 wirklich erstaunlich. „[Sie sind] Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt.“ Hier sehen wir ein Bild von Wolken, die in der Regel die Hoffnung auf Regen mit sich bringen, aber dies sind Wolken ohne Wasser. Bäume bringen die Hoffnung auf Frucht mit sich, aber diese Bäume tragen keine Früchte. Diese Abtrünnigen kommen und behaupten, sie hätten irgendeine geistliche Realität zu bieten, aber in Wirklichkeit haben sie die nicht. Sie sind, laut Vers 13, „wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.“ Und in Vers 16 werden sie beschrieben als „Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet übertriebene Worte, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln.“ In Vers 18 werden sie betrachtet als „... Spötter [...], die nach ihren eigenen gottlosen Lüsten wandeln. Das sind sie, welche Trennungen verursachen, natürliche [Menschen], die den Geist nicht haben.“

Das gibt euch also eine Beschreibung dieser Abtrünnigen. Die Tatsache, dass sie auf unserem Radar nicht erscheinen, dass sie sich unter der Wasseroberfläche verbergen, dass sie sich unbemerkt einschleichen und ihre Täuschung dann beginnen, macht sie überaus gefährlich. Bitte achtet einmal auf Vers 23, das vermittelt euch einen kleinen Eindruck davon, wie gefährlich sie sind. Uns wird die Verantwortung übertragen, Menschen zu retten, Andere zu retten, sie aus dem Feuer zu reißen. In diesem Kampf um die Wahrheit sind wir damit beschäftigt, Seelen aus dem Feuer des Gerichts zu retten. Und in Vers 23 heißt es sogar, dass unsere Barmherzigkeit von Furcht begleitet werden soll. Mit anderen Worten, ihr zieht in diese Schlacht, ihr zieht mit einer gesunden Furcht in diese Rettungsmission und hasst sogar das vom Fleisch befleckte Gewand. Ihr zieht sehr vorsichtig in diese Schlacht, weil ihr vermeiden wollt, dass die Korruption dieser Abtrünnigen auf euch abfärbt. Ihr treibt euch mit den Abtrünnigen herum und dadurch werden eure Kleider befleckt. Ihr zieht in die Schlacht in dem Bewusstsein, dass ihr dadurch verunreinigt werden könntet, dass euer Verstand verdorben werden könnte, dass eure Zuversicht dadurch verlorengehen könnte. Ihr könntet anfangen, zu zweifeln, euch zu fürchten, euch Gedanken zu machen und Fragen zu stellen. Wir kämpfen also diesen Kampf, wir kämpfen für die Wahrheit und damit stehen wir im direkten Konflikt mit jenen, die die Wahrheit hören müssen und denen ausgesetzt sind, die ihnen Lügen erzählen. Deshalb sind wir an vorderster Front und auf sehr persönlichem Niveau an diesem Kampf beteiligt und müssen sehr vorsichtig sein, denn dem Feind bei unserer Rettungsaktion so nah zu kommen, kann dazu führen, dass wir durch die Verführungen, denen die Opfer ausgesetzt sind, selbst befleckt werden. Wir befinden uns also in einem Kampf, der viel Weisheit und sorgfältige Vorbereitung erfordert, damit unsere eigenen Gewänder bei dem Versuch, andere Menschen zu retten, nicht befleckt werden.

Lasst uns jetzt für einen Moment zum Anfang zurückkehren. Der Judasbrief wird für uns also zu einem Handbuch dafür, wie man erfolgreich einen Kampf für die Wahrheit führt. Wie ich bereits sagte, ist es ein Ruf zu den Waffen und da wir inmitten von zunehmender Abtrünnigkeit leben und dazu berufen sind, uns an diesem Kampf für die Wahrheit zu beteiligen, müssen wir wissen, was Judas uns lehren will.

In den einleitenden Versen begrüßt Judas die Christen, an die er schreibt, und uns alle, die als Gläubige diese Epistel lesen und davon profitieren werden. Diese Begrüßung an sich ist sehr bewegend. Hört euch das einmal an: „Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind: Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr.“

Letzte Woche haben wir uns kurz damit beschäftigt, aber ich kann es dabei nicht belassen, weil da einfach zuviel drinsteckt. Ich habe letztes Mal einiges davon abgehandelt, aber ich möchte mit euch nur kurz zu dieser Begrüßung zurückkehren, weil die so überaus wichtig ist. Zuerst ist da dieser sehr geläufige Name – Judas. Es gab eine Reihe von ihnen im Neuen Testament, die hebräische Version lautet „Judah“, die griechische Version „Joudas“. Judas selbst bezeichnet sich hier als Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus und identifiziert sich dadurch selbst. Wir wissen, dass er nicht Judas Ischariot ist, der Christus später verriet. Den können wir leicht eliminieren. Wir wissen, dass es nicht Judas aus Damaskus ist, der in Apostelgeschichte 9,11 erwähnt wird. Wir wissen, dass es nicht Judas Barsabas ist, der in Apostelgeschichte 15,22 erwähnt wird, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass einer dieser beiden Männer der Bruder von Jakobus war. Wir wissen, dass es nicht Judas, nicht der Ischariot, war, der einer der Zwölf war und auch „Lebbäus“ oder „Thaddäus“ genannt wurde; er hatte viele Namen. In der englischen King-James-Übersetzung wird Judas, nicht der Ischariot, - auch Lebbäus oder Thaddäus genannt - leider in Lukas 6,16 und sogar in Apostelgeschichte 1,13 als Bruder von Jakobus bezeichnet und das ist eine problematische Darstellung. Die griechische Konstruktion in diesen Versen sollte als „Sohn des Jakobus“ übersetzt werden, nicht als Bruder des Jakobus. Dieser Judas, nicht der Ischariot, der auch Lebbäus oder Thaddäus heißt, hatte also einen Vater namens Jakobus, keinen Bruder dieses Namens. Der einzig andere Judas, der uns im Neuen Testament zur Auswahl steht, ist dann der Halbbruder unseres Herrn Jesus. In Matthäus 13,55-56 wird eine Liste der Namen der Brüder von Jesus aufgeführt: Jakobus, Joses, Simon und Judas.

Das hier ist also der Halbbruder von Jesus, weil es einen anderen Halbbruder von Jesus gibt, der Jakobus heißt. Judas, ein Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus. Jakobus benötigt keine Definition oder Beschreibung, es ist der Jakobus, den jeder kennt, der Jakobus, der der Halbbruder unseres Herrn ist, und der Jakobus, der der Anführer des Jerusalemer Konzils in Apostelgeschichte 15 ist, wirklich ein Leiter der Jerusalemer Gemeinde, und der Jakobus, der die Epistel des Jakobus schrieb. Das Einzige, was wir wirklich über Judas wissen, ist eigentlich, dass er der Bruder des Jakobus ist und damit der Halbbruder von Jesus ... und ich sage Halbbruder, weil Jesus nur eine Hälfte der menschlichen Eltern hatte, die diese Männer hatten. Er hatte nur eine irdische Mutter, Maria, und Gott war sein Vater.

Vielleicht fragt ihr euch, warum er sich nicht als „Judas, Halbbruder Jesu Christi“ vorstellt. Würde ihm das nicht mehr Einfluss verleihen? Warum sagte er, er sei ein Knecht Jesu Christi?

Nun, ich denke, die Antwort auf diese Frage wirft etwas Licht auf den Charakter von Judas. Hätte er sich als „Bruder Jesu“ bezeichnet, hätte man ihn vielleicht der Prahlerei bezichtigen können und das war etwas, was er absolut vermeiden wollte. Er war vielleicht vielmehr beschämt darüber, was für ein Bruder er den größten Teil seines Lebens für Jesus gewesen war. Vergesst nicht, dass Jesu’ Brüder ihm nicht glaubten und erst nach seiner Auferstehung zum Glauben fanden. Nach der Auferstehung war die irdische Beziehung, die er zu Jesus gehabt hatte, nicht mehr wichtig. Es war eigentlich egal, was für eine irdische Beziehung er zu Jesus hatte; alles, was zählte, war seine geistliche Beziehung zu Jesus und er war ein Knecht Jesu Christi, das hatte Vorrang vor seiner physischen Beziehung zu ihm. Ich glaube also, er spricht über seine Beziehung zu Jesus so, wie er darüber sprechen sollte. Erinnert ihr euch, dass wir letzte Woche auf eine Stelle im dritten Kapitel von Markus hingewiesen haben, wo die Mutter und Brüder von Jesus nach ihm suchten und Jesus sagte: „Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter“? Wir wissen, dass Jesus dem Jakobus nach der Auferstehung erschien, weil das in 1. Korinther 15 steht. Wir wissen, dass die Brüder und Schwestern von Jesus, die zum Glauben an ihn fanden, sich an Pfingsten, als der Heilige Geist kam, im Obergemach befanden, Apostelgeschichte 1,14. Es gab also eine Verwandlung, aber als die Verwandlung kam, war alles Physische mehr oder weniger vorbei und er war nicht mehr der Halbbruder dieses Mannes namens Jesus, er war der Knecht dieses Jesus‘, der der Christus war, der der Messias war ... ein Knecht des Jesus, des Messias, des verheißenen Messias.

Und das griechische Wort für Knecht oder Sklave lautet doulos. Er wusste, was „Sklave“ bedeutete. Er lebte in einer Welt der Sklaverei. Er war ein Sklave in einer Welt der Sklaven. Diese Art, sich selbst zu bezeichnen, war ihm sehr vertraut. In Römer 1,1 bezeichnete Paulus sich als Knecht Jesu Christi; er liebte diese Bezeichnung. In Philipper 1,1 finden wir „Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christ“. Und selbst Petrus sah sich in 2. Petrus 1,1 auf dieselbe Weise: „Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi.“ Und obwohl wir als Christen nicht länger dem Gesetz unterliegen oder seinem Gericht, sind wir noch immer Sklaven der Gerechtigkeit und des Gerechten. Ich liebe die Tatsache, dass Judas auf diese Weise begann. Das passt wirklich gut zu dieser Epistel, weil Abtrünnige mit dieser Art von Sklaverei nicht umgehen können. Abtrünnige können mit der wahren Sklaverei des Wiedergeborenen nicht umgehen. Betrachtet einmal Vers 4, dort werdet ihr das sehen. „Es haben sich nämlich etliche Menschen“, ... die Abtrünnigen, „unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren“, ... seht ihr ..., „und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.“ Das bedeutet, sie werden nie unter der Autorität und Herrschaft des Herrn Jesus Christus leben. Sie können mit dieser wahrhaftigen Sklaverei nicht umgehen. Sie leben quasi außerhalb der Grenzen, weil falsche Errettung das Fleisch nicht zügeln kann. Wenn ihr also einen Abtrünnigen seht und sein Leben betrachtet, wird sich das zeigen. Und das werden wir in dieser ganzen Epistel sehen.

Judas stellt einen scharfen Kontrast zwischen sich und den Abtrünnigen dar. Er ist ein breitwilliger Sklave Jesu Christi. Die Abtrünnigen werden die Gnade unseres Herrn Jesus Christus in Anspruch nehmen und sie in Zügellosigkeit verkehren und dadurch effektiv die Herrschaft des Herrn Jesus Christus über sie verleugnen. Sie leben mehr oder weniger so, als ob Jesus nicht der Herr sei. Sie leben in einem Zustand, von dem sie annehmen, er sei Gnade, als hätten sie selbst keinerlei Verantwortung. Judas identifiziert sich also fröhlich und ordnungsgemäß als ein Sklave Jesu, der der Messias ist, und schließt mit ein, dass er der Bruder des Jakobus ist, nur, um euch eine irdische Identifikation zu geben. Er weiß, dass seine Leser dass freudig auf die Tatsache zurückführen werden, dass er der Halbbruder unseres Herrn Jesus ist, aber das ist nicht mehr die wesentliche Realität seiner Beziehung zu Jesus.

Nachdem Judas sich also ordnungsgemäß identifiziert hat, identifiziert er dann die Gläubigen, an die er schreibt. Bitte achtet einmal auf das, was er sagt. Er sagt quasi: „Ihr seid berufen, ihr werdet geliebt, ihr werdet bewahrt und ihr seid gesegnet.“ Das ist eine ziemlich offensichtliche Beschreibung – berufen, geliebt, bewahrt in Vers 1 und gesegnet in Vers 2. Das ist sehr wichtig vor diesem Hintergrund; es ist sehr wichtig, zu verstehen, warum er das tut, denn wir werden uns in Gedanken an dieser Diskussion über Abtrünnigkeit beteiligen. Wir werden uns mit einigen sehr wichtigen Fragen auseinandersetzen müssen. Eine dieser Fragen wird folgende sein: Wenn all das in der Gemeinde vor sich geht, wenn all diese Korruption und Abtrünnigkeit immer mehr eskaliert, ist Gott dann wirklich souverän? Laufen die Dinge Amok, weil Gott das alles nicht wirklich unter Kontrolle hat? Und wenn das der Fall ist, wenn diese Sache aus dem Ruder läuft und potenziell so gefährlich ist, könnten wir in dieser Schlacht tödlichen Dingen ausgesetzt sein und dabei vielleicht unser Heil verlieren? Aber ... hört mir gut zu ..., die Tatsache, dass wir inmitten einer eskalierenden Abtrünnigkeit als „berufen, geliebt, bewahrt und gesegnet“ bezeichnet werden, schützt sowohl die Souveränität Gottes als auch die Sicherheit der Gläubigen. Ja, die Abtrünnigkeit eskaliert. Ja, sie ist gefährlich. Und deshalb beginnt er, indem er uns versichert: „Ihr habt nichts zu befürchten. Ihr seid die Berufenen, die Geliebten, die Bewahrten und die Gesegneten.“ So beginnt er und seht einmal, wie er in Vers 24 mit ein paar ermutigenden Worten abschließt: „Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln, zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ Er beginnt also damit, uns zu sagen, dass wir die Berufenen und die Geliebten und die Bewahrten und die Gesegneten sind, und er endet damit, dass er sagt, Gott ist in der Lage, uns vor dem Straucheln zu bewahren und uns vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, unsträflich und mit Freuden. Am Anfang und am Ende liegt die Betonung also auf der Sicherheit des Gläubigen ... der Sicherheit des Gläubigen.

In 2. Petrus 2, das Judas sehr ähnelt, wie ich letztes Mal erwähnte - und wir werden immer wieder Parallelen finden -, werden wir zwei eindrucksvolle Beispiele finden, wie Gott die Gottesfürchtigen, die in einer gottlosen Kultur, welche dem Untergang geweiht ist, beschützt und erlöst. Eins davon, auf das Petrus in 2. Petrus 2,5-7 zurückblickt, ist die Zeit von Noah. Petrus sagt uns, dass Gott Noah nicht der schrecklichen Bosheit seiner Zeit überließ, sondern Noah, einen Verkündiger der Gerechtigkeit, zusammen mit sieben anderen bewahrte - ihr erinnert euch sicherlich an Noahs Frau und seine drei Söhne und ihre drei Frauen -, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte. Gott weiß, wer zu ihm gehört. Die zweite Illustration in jenem Abschnitt ist das Gericht über die Städte Sodom und Gomorra, die zur Einäscherung verurteilt wurden, aber Gott rettete den gerechten ... wen? ... Lot. Und in 2. Petrus 2,9 schließt Petrus das mit den Worten ab: „So weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts.“ Gott weiß, wie er mit uns umgehen muss. Er weiß, wen er bestrafen und wen er beschützen muss, damit wir uns an diesem Kampf beteiligen können, in der Erkenntnis, dass es ein ernsthafter, ein gefährlicher Kampf ist. Wir reißen buchstäblich Seelen aus dem Feuer und wir müssen vorsichtig sein, damit wir nicht befleckt werden, wenn wir zu nahekommen. Aber gleichzeitig brauchen wir keine Angst zu haben, dass Gott nicht souverän über all das herrscht und wir brauchen keine Angst zu haben, dass Gott uns irgendwie während des Kampfes aus den Augen verliert. Er weiß, wie er die Gottesfürchtigen rettet. Was für eine großartige Aussage. Er weiß, wie er uns davor bewahrt, zu straucheln.

Und warum werden wir so beschützt? Die Antwort findet sich direkt hier in Vers 1: „Weil wir die Berufenen, die Geliebten und die Bewahrten sind.“ Demzufolge sind wir die Gesegneten. Wir sind diejenigen, die von Gott, dem Vater, berufen wurden, geliebt und bewahrt werden. Das ist einfach eine enorme Einsicht in diese großartige Lehre der Auserwählung. Und ich habe das oft genug gelehrt, dass ich nicht wieder alles wiederholen möchte, was wir gesagt haben, aber ich muss diesem unglaublichen Text Ehre erweisen. Ihr seht hier das Wort „Berufenen“, an die Berufenen, die kletos, ein verbales Adjektiv von kaleo, „rufen“. Jedes Mal, wenn dieser Begriff in den Episteln verwendet wird, jedes Mal, wenn er in der Offenbarung verwendet wird, bedeutet er das gleiche wie „auserwählt“. Es ist ein Synonym für „auserwählt“ und es ist das Hauptwort, ein verbales Adjektiv, aber das Hauptwort im Satz. Es steht im Griechischen am Ende des Satzes. Die anderen Partizipien im Perfekt Passiv sind eine Beifügung oder Erklärung dieses Hauptwortes. Weil wir die Berufenen sind, werden wir von Gott, dem Vater, geliebt und für Jesus Christus bewahrt. So ist die Grammatik hier zu verstehen. Oder man könnte es folgenderweise lesen: „Wir werden von Gott, dem Vater, geliebt und für Jesus Christus bewahrt, da wir die Berufenen sind.“ Es ist diese Berufung, die uns absondert und uns sowohl zu Geliebten als auch Bewahrten macht.

Diese Vorstellung der Berufung spielt in der Literatur des Neuen Testaments wirklich eine große Rolle. In Römer 1,1 sagt Paulus wieder: „[Er war ein] berufener Apostel.“ In Vers 5 und 6 spricht er über den Glaubensgehorsam unter den Heiden, „unter denen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi.“ Ich bin berufen, ihr seid berufen. Er sagt im nächsten Vers auch, ihr seid geliebt und gesegnet. „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“ Diese Sprache ist jedem Leser des Neuen Testaments also vertraut. Ihr seht es in 1. Korinther 1,1 wieder: „Paulus, berufener Apostel.“ Und dann in Vers 2: „An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen ... berufenen.“ Und weiter unten in Vers 24: „Denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.“ Wir sind die Berufenen.

Offenbarung 17,14 ist ein sehr wichtiger Vers; den könnt ihr notieren, weil er diese Dinge miteinander verbindet. Dort heißt es: „Diese werden mit dem Lamm Krieg führen und das Lamm wird sie besiegen – denn es ist der Herr der Herren und der König der Könige“, hört jetzt gut zu, „und mit ihm sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen.“ Diese Worte gehören zusammen. Wenn ihr berufen seid, seid ihr auserwählt. Wenn ihr auserwählt seid, harrt ihr im Glauben aus. Okay? Offenbarung 17,14 ist wirklich ein wunderbarer Text. Die Berufenen sind die Auserwählten, sind die Gläubigen. Wenn ihr berufen seid, ist das dasselbe, wie auserwählt zu sein. Wenn ihr auserwählt seid, harrt ihr im Glauben aus. Es gibt nur ein einziges Mal, wo dieser Ausdruck im Neuen Testament in einer allgemeinen Einladung verwendet wird und wo er etwas Anderes bedeutet, als auserwählt zu sein, und das ist in Matthäus 22,14, wo steht: „Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“ Jede andere Verwendung dieses Wortes ist synonym mit der Auserwählung. Das ist eine entschiedene Berufung. Es bedeutet, um mit den Worten der Theologen zu sprechen, wirksam berufen zu werden. Also mit dem gewünschten Effekt berufen zu werden, den Gott vor Anbeginn der Zeit festgelegt hat.

Es ist hilfreich für uns, uns ein wenig näher damit zu befassen, deshalb möchte ich euch dabei helfen. Es gibt zweifelsohne eine allgemeine, äußerliche Einladung. Es gibt eine allgemeine Verkündigung des Evangeliums, eine allgemeine Verkündigung von Buße und das allgemeine Angebot der Errettung. In Jesaja 45,22 heißt es „... lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde!“ [ELB 1993], und in Jesaja 55,6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist.“ Das sind allgemeine Einladungen. In Hesekiel 33,11 heißt es: „Kehrt um, [ich habe kein Gefallen am Tod des Gottlosen], kehrt um von euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben?“ Das ist eine allgemeine Einladung. Matthäus 11,28: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken.“ Das ist eine allgemeine Einladung. Johannes 7,37: „Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke.“ Offenbarung 22,17: „Und der Geist und die Braut sprechen: ‚Komm!‘ Und wer es hört, der spreche: ‚Komm!‘ Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ Das ist eine allgemeine Einladung. Und in Römer 10 heißt es: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort [...] Haben sie es etwa nicht gehört? Doch, ja! Ihr Schall ist ausgegangen über die ganze Erde, und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises.“ Die Einladung zur Errettung umspannt den ganzen Erdkreis. Das ist eine allgemeine, äußerliche Einladung. Das ist die größtmögliche Offenbarung des Evangeliums, das Sünder zur Buße und zum Glauben aufruft.

Das wird in einer Geschichte illustriert, die Jesus in Lukas 14,16 erzählte. Er sagte: „Ein Mensch machte ein großes Mahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, um den Geladenen zu sagen: ‚Kommt, denn es ist schon alles bereit!‘ Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: ‚Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hinausgehen und ihn ansehen; ich bitte dich, entschuldige mich‘! Und ein anderer sprach: ‚Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu erproben; ich bitte dich, entschuldige mich.‘ Wieder ein anderer sprach: ‚Ich habe eine Frau geheiratet‘“, ... das ist eine größere Entschuldigung ..., „darum kann ich nicht kommen“ .... er konnte die Erlaubnis nicht bekommen. Vers 21: „Und jener Knecht kehrte wieder und berichtete das seinem Herrn.“ Das ist eine Illustration der allgemeinen Einladung. Der Sklave kehrt zurück und berichtet seinem Herrn, was geschehen ist. „Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: ‚Geh schnell hinaus auf die Gassen und Plätze der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein!‘ Und der Knecht sprach: ‚Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; aber es ist noch Raum da.’ Und der Herr sprach zu dem Knecht: ‚Geh hinaus an die Landstraßen und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! Denn ich sage euch, daß keiner jener Männer, die eingeladen waren, mein Mahl schmecken wird.‘“ Ich habe ihnen die Gelegenheit dazu gegeben, ich habe sie eingeladen ... er redet hier von Israel. Israel erhielt die allgemeine Einladung und war nicht bereit, zu kommen. Und die Landstraßen repräsentieren die Heiden und die Ausgestoßenen und die Gemeinde.

Und in Matthäus 23,37 sagt Jesus, als er über Jerusalem blickt: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt.“ Ich habe die Hand ausgestreckt, ich habe die Hand ausgestreckt, aber ihr habt euch geweigert. Johannes 5,40: „Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ Apostelgeschichte 7,51: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist.“

Ihr seht hier also, dass es solche Einladungen überall in der Schrift gibt. Und wenn ihr das Evangelium verkündet, bekommt ihr zwei Reaktionen darauf. In 2. Korinther 2,16 heißt es: Manchmal ist das Verkünden der Wahrheit „ein Geruch des Todes zum Tode.“ Manchmal bringt das Verkünden des Evangeliums Menschen nur vom Regen in die Traufe. Es verschärft ihr Gericht. Sie verfallen von einem schlimmen Zustand in einen noch schlimmeren Zustand, weil sie jetzt mehr Kenntnis haben, was sie schuldiger macht und zu noch schlimmerer Strafe führt. Und für andere ist das Verkünden des Evangeliums „ein Geruch des Lebens zum Leben.“ Die Menschen sind immer selbst dafür verantwortlich, was sie mit dieser Einladung tun. Es ist eine legitime Einladung. Am Kreuz wurde ein hinlängliches Opfer dargebracht. Das Opfer ist echt und legitim. Und jenes Opfer abzulehnen, bedeutet, Gericht über uns selbst zu bringen. Die Menschen sind für ihre Reaktion auf Gottes allgemeine, äußerliche Einladung zur Errettung selbst verantwortlich. Manche werden darauf reagieren und glauben.

Und das bringt uns zur zweiten Kategorie und mit der Kategorie dieses Konzepts beschäftigen wir uns hier. Das ist keine allgemeine Berufung, sondern eine wirksame, innere Berufung. Nicht eine externe Aufforderung, sondern eine innere Berufung. Das ist die Art von Berufung, von der wir in Römer 1,7 und 1. Korinther 1 gelesen haben - die Berufenen. Das ist nicht nur eine Einladung, die ihnen äußerlich erteilt wird, das ist Gottes Wirken im Inneren. Das ist das Werk des Heiligen Geistes in denen, die die Bibel als „die Auserwählten“ bezeichnet. Das ist der errettende Ruf. Ihr erinnert euch sicherlich, dass Paulus in 2. Thessalonicher 2,13 sagt: „Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat [...], wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium.“ Er hat euch berufen, weil er euch auserwählt hatte. Erst kommt die Auserwählung, dann kommt die Berufung. Erst die Auserwählung, dann die Berufung. Und er hat euch berufen „durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt“, denn das ist es, wozu er euch von Anbeginn auserwählt hat, damit wir, wie es in Römer 8 heißt, dem Ebenbild seines Sohnes gleich werden. Das ist eine Berufung, die Theologen als unwiderstehlich bezeichnet haben. Das ist eine Berufung, die nicht außerhalb des menschlichen Willens liegt, aber der menschliche Wille wird durch Gottes Kraft erweckt, belebt und sehend gemacht, um diese Berufung anzunehmen. Der Rufende ist Gott. Bei diesem Ruf ist der Rufende nicht der Predigende. Bei der allgemeinen Aufforderung ist der Rufende der Prediger oder der Zeuge oder der Missionar. Das hier ist Gott. Hört einmal auf 1. Korinther 1,9: „Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn.“ Das hier ist ein Aufruf von Gott. Das hier ist eine Aufforderung, die die Toten auferweckt. Ihr wart tot in Übertretungen und Sünden, und als diese Berufung kam, wurdet ihr aus eurem toten Zustand auferweckt. Das ist es, wovon unser Herr sprach, als er in Johannes 6,45 sagte: „Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.“ Wenn ihr diesen Ruf hört, folgt ihr ihm. Und diese Berufung beruht auf der Tatsache, dass ihr auserwählt wurdet. Diese Art von Berufung ist, wie ich bereits sagte, unwiderstehlich.

Hört einmal auf 2. Timotheus 1,8-9. „So schäme dich nun nicht des Zeugnisses von unserem Herrn, auch nicht meinetwegen, der ich sein Gefangener bin; sondern leide mit [uns] für das Evangelium in der Kraft Gottes“, ... Schlüsselwort ‚Gott‘. „Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke.“ Mit anderen Worten, diese Berufung beruht nicht auf irgendetwas, was wir getan haben; sie ist wie Jakobs Berufung statt Esaus, noch bevor sie überhaupt geboren wurden, in Römer 9. Diese Berufung hat also nichts mit unseren Werken zu tun ... mit unseren Werken, es ist eine heilige Berufung, nicht aufgrund unserer Werke, „sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus“, ... hört jetzt gut zu ..., „vor ewigen Zeiten gegeben wurde.“ Das ist eine Berufung, die nicht auf irgendwelchen Werken von uns beruht, sondern auf einem Vorsatz und einem Akt der Gnade, die sich in Jesus Christus erfüllen sollten, wie bereits vor Anbeginn der Zeit festgelegt. Das ist so wunderbar. Das ist die Grundlage dafür, warum wir so sicher sind. Unsere Sicherheit beruht ebenso wenig auf unseren Werken, wie unser Heil auf unseren Werken beruht. Unsere Sicherheit beruht auf der Tatsache, dass wir vor Anbeginn der Zeit auserwählt wurden und zu ewiger Herrlichkeit auserwählt wurden, wir wurden auserwählt, um dem Ebenbild Christi gleichgemacht zu werden, wir wurden auserwählt, um gerechtfertigt zu werden, wir wurden auserwählt, um in die Herrlichkeit des Himmels einzuziehen und dort für immer und ewig anzubeten. Und damit diese ursprüngliche Erwählung erfüllt wird, müssen wir berufen, gerechtfertigt, geheiligt und letztendlich verherrlicht werden. Und niemand geht verloren. „Alles, was mir der Vater gibt“, sagte Jesus, „wird zu mir kommen [und ich werde] nichts verlieren von allem, sondern [...] am letzten Tag [auferwecken].“ Das ist die Berufung. Wendet euch doch bitte für einen Moment Römer 8 zu; ich finde, es ist sehr wichtig, dass ihr das seht. In Römer 8 fügt er das Wort „Berufung“ in das große Gesamtbild ein, wie ich vor einem Moment angemerkt habe. Vers 30: „Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.“ Das ist eine enorme Aussage. Wenn ihr vorherbestimmt wurdet, werdet ihr verherrlicht werden, weil er euch berufen wird, euch rechtfertigen wird und euch verherrlichen wird.

Kein Wunder, dass das Neue Testament das in 2. Timotheus 1 einen heiligen Ruf nennt. Kein Wunder, dass das Neue Testament das in Philipper 3,14 eine hohe oder himmlische Berufung nennt. Kein Wunder, dass das Neue Testament das in Hebräer 3,1 eine himmlische Berufung nennt. Es wird auf einige erstaunliche Weisen definiert. In 1. Korinther 1,9 heißt es, wir sind berufen zur Gemeinschaft mit dem Sohn. In 1. Petrus 3,9 heißt es: „[wir sind] dazu berufen..., Segen zu erben.“ In Galater 5,13 heißt es: „Ihr seid zur Freiheit berufen.“ In 1. Korinther 7,15 heißt es quasi: „Wir sind in Frieden berufen.“ In 1. Thessalonicher 4,7 lesen wir: „Wir sind zur Heiligung berufen.“ In Epheser 4,4 heißt es: „Wir sind zur Hoffnung berufen“, und in 1. Timotheus 6,12: „Wir sind zu ewigem Leben berufen.“ Das ist die Berufung. Es ist eine wirksame Berufung.

Unser Schutz davor, in den schrecklichen Wellen der Abtrünnigkeit nicht davongeschwemmt zu werden, ist also, dass wir berufen sind und dass Gott diejenigen, die er ruft, auch rechtfertigt und diejenigen, die er rechtfertigt, verherrlicht. Wir sind die Berufenen. Wir haben nichts zu befürchten. Die Fesseln der Sünde wurden abgeworfen. Wir sind jetzt frei. Die Blindheit wurde von uns genommen und wir können sehen. Die bedrückende Last der Sünde wurde von uns genommen und wir wurden davon befreit. Und wir, die wir tot sind, sind zum Leben erweckt.

Jetzt könnte jemand einwenden: „Wow, was ist, wenn ich nicht berufen bin?“ Nun, da der Entschluss Gottes geheim ist, ist das kein Problem für euch. Jesus sagte in Johannes 6,37: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Wenn ihr nicht zu ihm kommt, ist das eure Verantwortung. Ihr sagt: „Ich weiß nicht, wie das sein kann. Wie kann ich dafür verantwortlich sein, zu Gott zu kommen, aber dennoch kann ich nicht errettet werden, wenn Gott mich nicht auserwählt? Wie kann ich das lösen?“ Das könnt ihr nicht. Das könnt ihr nicht lösen. Versucht es nicht. Schlagt einfach Römer 9 auf. Ich werde euch dabei helfen, in Ordnung? Das wird euch eine gute Hilfe sein. Das ist die beste Hilfe, die die Bibel dazu bietet. Jeder stellt mir ständig diese Frage. „Ich verstehe nicht, wie menschliche Verantwortung mit göttlicher Souveränität zusammenpasst. Ich verstehe nicht, wie moralische Rechenschaftspflicht mit Auserwählung zusammenpasst.“ Nun, ihr könnt verstehen, was die Bibel sagt, nicht wahr? Achtet also bitte einmal auf Römer 9,19.

Irgendjemand wird jetzt sagen: „Na gut, wenn Gott die Wahl trifft, wie kann er mich dann zur Verantwortung ziehen? Wenn ich nicht auserwählt bin und nicht berufen bin, wie kann ich dafür verantwortlich sein?“ Ihr werdet dann also zu mir sagen: „Warum findet Gott immer noch etwas an mir auszusetzen? Wie kann er etwas an mir auszusetzen haben? Wie kann er mich bestrafen? Wie kann er mich in die Hölle schicken, mir die Schuld für meine Sünden geben und mich zur Verantwortung ziehen, wenn ich nicht auserwählt bin?“ Und wisst ihr, wie Paulus darauf antwortet? Vers 20: „Ja, o Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst?“ Schweig still. Und dann veranschaulicht er das folgendermaßen. „Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: ‚Warum hast du mich so gemacht?‘“ Wisst ihr, was er hier sagt? Er sagt, wenn ihr zu Gott geht und sagt „Einen Moment mal, Gott, ich mag das hier nicht“, ist das genauso lächerlich, als wenn ein lebloser Topf um eine Erklärung bitten würde, warum der Töpfer ihn so gemacht hat. Töpfe reden nicht. Töpfe denken nicht. Es gibt eine unendliche Kluft zwischen einem Topf und einem Töpfer, das ist eine Kluft, die unüberbrückbar ist. Der Topf kann sie nicht überbrücken. Versteht ihr das? Zwischen Gott und euch besteht eine noch größere Kluft. Ihr habt ebenso wenig Recht, anzunehmen, ihr bräuchtet eine Erklärung, wie ein Topf diese von seinem Töpfer zu brauchen meint, denn es gibt eine unüberbrückbare Kluft. Dies zu begreifen, übersteigt eure Fähigkeiten. Was tut ihr also damit? Stop, gehe nicht über Los, kassiere nicht €200, haltet an diesem Punkt inne und lasst Gott Gott sein, okay? Soll der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten? Ich kann nicht all das miteinander in Einklang bringen, aber schließlich bin ich ein Topf und warum würde ich das erwarten? Aber ich weiß Folgendes. Gott wird tun, was richtig ist und die Sünder werden verlorengehen, weil sie das Evangelium, das ihnen wirklich und wahrhaftig präsentiert und angeboten wurde, abgelehnt haben, und wir gehen in den Himmel, weil Gott uns auserwählt hat. Ich weiß nicht, wie das alles funktioniert, aber ich weiß, dass die Bibel das sagt und es kommt eine Zeit, wo wir einfach innehalten und es ihm überlassen.

Nun, wir sind nicht nur berufen, sondern zweitens auch geliebt, „geliebt in Gott dem Vater.“ Das ist so wunderbar. Manche Versionen sagen „geheiligt“, aber das ist nicht das beste Wort für das Manuskript. Es ist „geliebt in Gott dem Vater“. Wir beziehen unsere Sicherheit dadurch, dass wir berufen wurden, weil wir geliebt werden, das ist so erstaunlich. Das ist kein Ruf der Gleichgültigkeit. Wisst ihr, es ist kein Ruf…, keine Lotterie, die im Himmel abgehalten wurde. Aus Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle sind und die wir vielleicht nie wissen werden, entschloss Gott sich unbeeinflusst, seine Liebe über uns auszugießen. Das ist einfach verblüffend. Während wir seine Feinde waren, wurden wir geliebt. Bevor wir überhaupt geboren wurden, wurden wir geliebt. Gott aber beweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren, Römer 5,8. Wir werden geliebt. Wir werden geliebt. Es ist ein Partizip Perfekt, das zeigt, dass die Liebe in der Vergangenheit offenbart wurde und jetzt und in der Zukunft noch andauert. Das ist es, was das Perfekt ausdrückt, in der Vergangenheit und darüber hinaus. Wir wurden in der Vergangenheit geliebt, wir wurden vor Anbeginn der Zeit geliebt. Wir wurden im ewigen Herzen Gottes in der zeitlosen Vergangenheit geliebt, als wir auserwählt wurden. Gott entschloss sich damals, seine Liebe über uns auszuschütten und diese Liebe für uns wurde offen auf Golgatha bekundet, als Christus stellvertretend für unsere Sünden starb. Und diese Liebe dauert an, bis Gott uns überführte und berief und uns rechtfertigte. Und sie dauert immer weiter an und wir leben buchstäblich in dieser Liebe. Wir werden von Gott, dem Vater, geliebt. Wir sind eine Beziehung mit Gott eingegangen und es ist eine Liebesbeziehung. Er liebt uns so sehr, dass er uns quasi zu seinem eigenen Sohn gemacht hat. Er liebt uns durch den Geliebten, Christus, und wir sind Miterben des Christus.

Vor einigen Monaten haben wir uns mit 1. Johannes 3 befasst. Dort heißt es in Vers 1: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, ... seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen!“ Das ist wirklich eine außerordentliche Liebe. Im Original heißt das übrigens buchstäblich „seht, welche eine Art von Liebe“, potapen, im klassischen Griechischen bedeutet das „aus welchem Land“? Von welchem Stamm oder von welcher Rasse? Mit anderen Worten ist das eine Liebe, die uns fremd ist. Ich meine, Gott liebt uns mit einer Liebe, die von einer anderen Rasse kommen muss. Sie ist so fremd, dass sie außerhalb der menschlichen Gefilde ist. Ich meine, die Menschen lieben nicht einfach jemanden, den sie nicht kennen, sie entscheiden sich nicht einfach dafür, Menschen zu lieben, unabhängig davon, wie diese Menschen sich verhalten oder insbesondere unabhängig davon, wie diese Menschen sie behandeln. Es ist eine nicht-irdische Liebe, es ist eine Art von Liebe, die von einer anderen Quelle kommt.

Ich kann die Frage, was für eine Art von Liebe das ist, übrigens beantworten und würde euch das gerne zeigen. Schlagt einmal Johannes 17 auf; dort werde ich euch zeigen, was für eine Art von Liebe das ist. Johannes 17, denn dort erzählt Jesus uns, was für eine Art von Liebe das ist. In Vers 23 betet unser Herr, dass all diejenigen, die zu ihm gehören, verherrlicht würden und dass der Vater, in Vers 22, die Herrlichkeit, die er ihm gegeben hatte, uns geben würde, auf dass wir eins seien, ebenso wie der Vater und der Sohn eins sind. Das ist unglaublich. „Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen.“ Der Sohn wünscht sich für uns, dass wir in den Himmel gelangen und buchstäblich eins werden mit Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn. Und in Vers 23 heißt es dann: „Damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst.“ Was für eine Art von Liebe ist das, die Gott für uns empfindet? Es ist dieselbe Art von Liebe, die er für wen empfand? Für seinen Sohn ... erstaunlich. Es ist eine Sache, das vollkommene zweite Glied der Dreieinigkeit zu lieben, aber es ist eine andere Sache, Sünder zu lieben. Aber Gott liebt uns mit derselben Liebe, mit der er seinen Sohn liebt. Und er liebt seinen Sohn so sehr, dass er die ganze Heilsgeschichte herbeigeführt hat, um seinem Sohn eine Braut zu beschaffen, die seinem Sohn dienen und ihn anbeten und lobpreisen und für immer lieben kann. Das finde ich einfach überwältigend ... ich will, dass sie wissen, dass du sie ebenso liebst wie mich. Vers 24: „Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“ Ich will, dass sie die Liebe kennen, mit der du mich liebst und ich will, dass sie wissen, dass du, so wie du mich vor Grundlegung der Welt geliebt hast, auch sie vor Grundlegung der Welt geliebt hast. Wow!

Und dann in Vers 26: „Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.“ Das ist einfach verblüffend, Leute. Wenn wir darüber reden, von Gott geliebt zu werden, reden wir über welche Art von Liebe? Die Art von Liebe, mit der der Vater den Sohn liebt und der Sohn den Vater ... eine Liebe seit Anbeginn der Zeit. Verblüffend. Fragt euch einmal, wie sicher ihr in dieser Liebe seid, und lasst Paulus diese Frage beantworten. „Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus?“ Nichts und niemand. Das ist eine ewige Liebe. Was glaubt ihr, wird den Sohn von dem liebenden Vater scheiden? Nichts und niemand. Er liebt uns auf dieselbe Weise, auf die er seinen eigenen Sohn liebt und nichts wird uns je von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn; Römer 8,39.

Drittens sagt Judas, wir sind bewahrt. Einige Übersetzungen schreiben „für“, ich bevorzuge „in“, denn in der Originalsprache steht das im Dativ. Es wäre beides möglich, aber ich halte es für besser, diesen Ausdruck hier mit „in“ als mit „für“ wiederzugeben. Wir werden in Jesus Christus bewahrt. Das allein könnte man eingehender untersuchen. Es kommt von dem Wort tereo und bedeutet „beobachten, bewachen, bewahren“. Wir werden in Jesus Christus bewahrt. Das ist wieder der Text aus Johannes 6: „Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Und dann sagt Jesus in Johannes 6: „... daß ich nichts verliere von allem [...], sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag.“ Er weiß, wer die Seinen sind. In Johannes 10,27-28 lesen wir: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach“, hört jetzt gut zu, „und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen“. Wenn ihr einmal in der Hand des Vaters seid und in der Hand des Sohnes, kann niemand euch dieser entreißen, ihr seid bewahrt und zwar in Jesus.

Wie? Nun, vor allem dadurch, dass ihr eine Liebesgabe des Vaters an den Sohn seid. Er bewahrt euch, weil dieses Geschenk des Vaters ein Ausdruck der Liebe des Vaters ist und deshalb unendlichen und ewigen Wert hat. Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Jesus, der vollkommen souverän und allmächtig ist, jemanden verlieren wird, der ihm als Liebesgabe vom Vater gegeben wurde, oder? Und wenn der Vater und der Sohn uns so lieben, wie sie einander lieben und wir von dieser Liebe erfasst sind und nichts diese Liebe jemals verändern kann, wodurch könnten wir dann je verlorengehen? Und es ist auch wahr, wenn irgendwelche Anschuldigungen gegen uns vorgebracht werden, die unser Heil gefährden, dass wir einen Hohepriester haben, der Fürbitte für uns leistet und zur Rechten des Vaters sitzt. In 1. Petrus 1,5 heißt es, dass wir geschützt werden durch Gottes Kraft ... geschützt durch Gottes Kraft. Was bedeutet das? Es gibt keine größere Kraft. Wenn Gott uns in seiner Hand hält, gibt es keine Kraft, die diesen Griff lösen kann ... keine. Und Jesus lebt für immer, um für uns vor dem Thron Gottes Fürbitte zu leisten. Das ist Hebräer 7,25. „Und wenn jemand sündigt“, 1. Johannes 2,1 „so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus“, einen Anwalt zu unserer Verteidigung. Und in 1. Petrus 3,18 lesen wir: „[Jesus hat] gelitten, der Gerechte für die Ungerechten“, hört jetzt gut zu, „damit er uns zu Gott führte.“ Er hat nicht gelitten, um dafür zu sorgen, dass unsere Sünden uns vorübergehend vergeben werden, sondern, damit er uns letztendlich zu Gott führen möge. Das ist Verherrlichung.

Dann gab er uns den Heiligen Geist. 2. Korinther 5,5 ist eine Garantie, ein Unterpfand, arrabon, ein Verlobungsring, es versiegelt uns. Wir reden hier davon, bewahrt zu werden. Jesus bewahrt uns, indem er Fürbitte für uns leistet. Jesus bewahrt uns durch seine Kraft, indem er in unserem Leben nie mehr zulässt, als wir ertragen können. Jesus bewahrt uns, indem er uns seinen Geist als eine Garantie gibt. Jesus bewahrt uns, indem er uns wie ein Geschenk des Vaters liebt und der Vater bewahrt uns, weil seine Kraft unbesiegbar ist.

Es ist also ein harter Kampf, er ist Furcht einflößend, er ist schrecklich, er ist gefährlich, aber ihr könnt euch der Armee anschließen, Leute. Seid ihr bereit? In dieser Armee gibt es keine Opfer. Niemand geht verloren, niemand geht verloren. Wir gewinnen und wir alle ziehen gemeinsam in die Herrlichkeit ein.

Noch eine Sache. Wir sind die Berufenen, die Geliebten, die Bewahrten und die Gesegneten. Seht ihr es in Vers 2? Ich werde nicht alles auseinandernehmen, aber ich möchte ein oder zwei Kommentare abgeben. Und Judas sagt: „Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch“, ...was ?... „mehr und mehr.“ Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr, weil ihr die Berufenen und die Geliebten und die Bewahrten seid. Das Verb hier, plathuno, bedeutet „vermehrt werden“. Mögen diese Dinge ständig zunehmen. Es ist, wie Petrus in 1. Petrus 1,2 sagte: „Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil.“ Oder 2. Petrus 1,2: „Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil.“ Das ist dieselbe Sache. Es ist das Gebet und das Unterpfand und das Versprechen, dass ihr, egal, wie schwer der Kampf ist, wie hart oder wie bedrohlich, ihr nicht nur überleben, sondern zunehmenden Segen erfahren werdet. Und Barmherzigkeit ist ein Teil davon.

Wenn ihr euer Heil verlieren könntet, müsste es aufgrund von Sünde sein. Stimmt das? Es müsste aufgrund von Sünde sein. Jemand könnte sagen: „Nun, wenn ihr sündigt, könntet ihr euer Heil verlieren.“ Das sagen Leute, die das glauben. Aber wann immer wir sündigen, gewährt Gott uns zunehmend mehr ... was? Barmherzigkeit. Gott ist reich an Barmherzigkeit. Und ich liebe Römer 9,23, wo es heißt, dass Gott den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeigt. Wisst ihr, was ein Gefäß der Barmherzigkeit ist? Wisst ihr, was ein Gefäß ist? Es ist eine Tasse oder ein Glas oder eine Schale. Und Gott sagt, so sind wir. Ihr seid eine Schale, in die ich einfach immer weiter Barmherzigkeit ausgieße. Was für ein großartiger Gedanke. Einfach immer weiter ausgießen. Und ihr könnt immer zum Thron der Gnade hinzutreten, Hebräer 4,16, um Barmherzigkeit zu erlangen. Ist es deshalb nicht wunderbar, dass wir mit zunehmender Barmherzigkeit für all unsere Sünde gesegnet werden? Und nicht nur das, sondern auch mit Frieden. Frieden in jeder Situation, zunehmender Friede: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht.“ Glaubt ihr an Gott? „Glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen [...], ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten.“ Ruht euch aus.

Paulus sagt in Römer 15,13: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden.“ Und wenn Sorgen in euer Leben treten, gießt er Frieden aus. Wenn Sünde in euer Leben tritt, gießt er Barmherzigkeit aus. Ihr seid ein Gefäß der Barmherzigkeit und ihr seid, in gewisser Weise, ein Gefäß des Friedens. Und drittens sagt er: „Liebe widerfahre euch mehr und mehr“. In Römer 5,5 lesen wir: „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.“ Wann immer es uns an Barmherzigkeit mangelt, gießt er Barmherzigkeit aus. Wann immer es uns an Frieden mangelt, gießt er Frieden aus. Wann immer es uns an Liebe mangelt, gießt er Liebe aus. Er vermehrt einfach ständig unseren Segen. Hier sind wir also, es ist nicht so, als ob wir in diesen Kampf verwickelt würden und jetzt sagen: „Ah, in Ordnung, Vers 1, wir werden überleben, wir werden überleben. Ich kann uns sehen, wir werden es mit Mühe und Not überstehen, wisst ihr, wir werden es knapp überstehen. Wir werden überleben, wir werden unser Heil nicht verlieren.“ Das ist die falsche Betrachtungsweise. Zieht in die Schlacht, kämpft für die Wahrheit, begreift, dass ihr siegreich aus dem Kampf hervorgehen werdet, weil ihr die Berufenen, die Geliebten und die Bewahrten seid, und seid euch bewusst, dass ihr dabei nicht nur knapp überleben werdet, sondern dass es ein üppiges Leben sein wird, denn während ihr all das durchmacht, wird Gott die ganze Zeit jegliche Barmherzigkeit, jeglichen Frieden und jegliche Liebe, die ihr braucht, vermehren. Und ich werde euch Folgendes sagen: Je mehr ihr davon braucht, je mehr werdet ihr davon bekommen, nicht wahr? Nun, wenn euch das nicht beflügelt, euch auf diese Liste setzen zu lassen, dann weiß ich auch nicht.

Abtrünnigkeit in der Gemeinde ist bereits vorhanden und das wird noch schlimmer werden. Es ist schlimm. Ihr habt nichts zu befürchten. Ihr seid sicher in Jesus. Und mehr noch, ihr seid nicht nur berufen und geliebt und bewahrt, sondern wenn ihr eure Bereitschaft zur Treue signalisiert, werdet ihr die Barmherzigkeit und den Frieden und die Liebe Gottes, die ihr braucht, in zunehmendem Maße erfahren.

[Gebet]