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Wie man Terroristen in der Gemeinde identifiziert (German)

Judas 8 April 04, 2004 de65-7

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Öffnet bitte eure Bibeln in der kurzen Epistel von Judas, dem vorletzten Buch in der Bibel, gleich vor dem Buch der Offenbarung. In unserer Serie über Judas haben wir diese Epistel den „Kampf um die Wahrheit“ genannt, Krieg für die Wahrheit zu führen. Dieser Titel leitet sich im Prinzip aus Vers 3 ab, wo wir aufgefordert werden, für den Glauben zu kämpfen. Und heute Abend werden wir damit beginnen, Vers 8 und folgende zu betrachten, die ich euch in einigen Momenten vorlesen werde, nachdem ich einige Anmerkungen zur Einleitung gemacht habe.

Wir werden buchstäblich Tag für Tag von den Medien mit Bildern von Terrorismus erstickt. Terroristen haben unser aller Aufmerksamkeit. Sie haben die Aufmerksamkeit der Welt. Ihr seht es im Fernsehen, hört es im Radio und seht die Bilder in den Zeitungen. Jedes Mal, wenn ihr irgendwo hinreist, sei es per Schiff oder Flugzeug oder Bahn, werden euch die sorgfältigen Sicherheitsvorkehrungen sehr bewusst gemacht, weil jeder Angst vor Terroristen hat. Sie stellen eine neue Form des Krieges dar, eines sehr tödlichen Krieges, der sich sehr vom konventionellen Krieg unterscheidet. Und sie sind sehr, sehr effektiv. Unsere Köpfe sind buchstäblich voller Bilder ihrer Zerstörung, des Todes und der Furcht von Menschen als Folge von diesen Angriffen.

Es sind letztendlich zwei Dinge, die Terroristen so gefährlich und tödlich machen. Erstens sind sie nicht leicht zu erkennen. Sie sind im Verborgenen tätig. Sie sind verborgen. Sie sind unbekannt. Sie tragen keine Uniform. Wir wissen nicht, wer sie sind. Wir wissen nicht, wo sie sind. Wir wissen nicht, was sie tun werden oder wie sie es tun werden oder wann sie es tun werden. Das finden wir in der Regel erst heraus, wenn der tödliche Anschlag bereits vorbei ist.

Die zweite Sache, die sie so gefährlich macht, ist, dass sie bereit sind, für ihre Sache Selbstmord zu begehen. Dadurch ist der Terrorismus weltweit auf ein neues Niveau eskaliert. Es hat schon immer Terroristen gegeben, aber die neuen Selbstmordattentäter gehen einen Schritt weiter als bisher, weil Menschen, die bereit sind, ihr Leben für ihre Sache zu lassen, von keiner Drohung beeindruckt sind. Sie kennen keine Furcht, weil kein ordentlicher Rechtsweg sie in irgendeiner Weise betrifft. Schutz vor ihren tödlichen Aktivitäten hängt davon ab, vor ihrem Anschlag herauszufinden, wer sie sind, denn ihnen mit etwas zu drohen, das wir ihnen nach dem Anschlag antun würden, bedeutet Menschen, die sich bereitwillig für ihre Sache in die Luft jagen würden, gar nichts. Deshalb ist es elementar, Terroristen zu entlarven. Und die Welt ist eifrig damit beschäftig, ihnen auf die Schliche zu kommen und alles in unserer Kraft stehende mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu tun, um die Terroristen aufzuspüren, bevor der Terrorist handelt. Unser Land und andere Länder in der westlichen Welt unternehmen massive Anstrengungen, die sie unzählige Milliarden von Dollars und Arbeitsstunden kosten, um die Terroristen zu finden, bevor sie handeln – denn wenn sie erst einmal handeln, ist es zu spät. Wir müssen sie ausfindig machen, entlarven, bloßstellen und dadurch die Menschen vor ihnen schützen.

Wir verstehen das. Wir verstehen, wie wichtig das in dieser Welt ist und ich denke, uns als Christen ist das ein besonderes Anliegen, weil wir ein Gespür dafür haben, was richtig ist. Wir haben ein Gespür für Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit und hassen den Krieg. Und wir unterstützen definitiv die Bemühungen unseres Landes, den Terrorismus zu bekämpfen, weil wir wissen, dass es in Römer 13 heißt, dass Regierungen existieren, um Unschuldige vor denen zu schützen, die ihnen schaden wollen. Wir verstehen, dass das die Aufgabe der Regierung ist. Biblisch gesehen ist das sogar eine der sehr wenigen legitimen Funktionen der Regierung. Die Regierung trägt das Schwert. Das bedeutet, Gott hat der Regierung das Recht gegeben, zu töten, um Leben zu schützen. Und ich sehe zu, wenn Evangelikale berechtigterweise sich sehr darüber aufregen, und wenn wir unsere Unterstützung für den Präsidenten freudig bekunden, unsere Unterstützung für den Kampf gegen den Terrorismus; wir stehen im Namen der Gerechtigkeit auf und bekräftigen die Gültigkeit und Notwendigkeit dieses Verhaltens. Doch gleichzeitig scheinen Christen und die evangelikale Gemeinde sich Satans Al Qaida, die die Gemeinde unterwandert hat, um sie in Stücke zu zerreißen, nicht bewusst zu sein, ihr gegenüber unbekümmert und gleichgültig zu sein.

Hier wird ein geistlicher Krieg geführt. Es gibt einen Krieg innerhalb der Gemeinde, der nach Art der Terroristen geführt wird, weil der Feind als Engel des Lichts getarnt ist, weil er sich in Schafskleider hüllt. Was ihn für die Gemeinde so gefährlich macht, ist dieselbe Sache, die Terroristen so gefährlich für unser Land macht. Erstens wissen wir nicht, wer sie sind. Und zweitens macht es ihnen nichts aus, sich mit ihren Lügen für immer in die Hölle zu katapultieren. Sie sind bereit, durch ihre eigenen Bomben zerstört zu werden. Und wenn ich die evangelikale Gemeinde betrachte, sehe ich Teile der Stadt Gottes, die in der Zerstörung schwelen, welche von den Bomben von Satans geistlichen Terroristen hervorgerufen wurde - die dort platziert wurden und Menschen in Stücke reißen und die Terroristen selbst in die ewige Hölle befördern sollten, solange nur ihre Ziele in der Gemeinde zerstört werden. Nachdem ich all das durchdacht habe, scheint es mir jedes Mal, wenn ich das Bild eines Terroristen sehe, eine Metapher für das zu sein, was in der Gemeinde vor sich geht. Und ehrlich gesagt sind Terroristen, die vor der Gemeinde verborgen sind, weitaus gefährlicher als die Terroristen, die in Amerikas Nachbarschaften und an anderen Orten auf der Welt versteckt sind, weil diese Terroristen nur den Leib töten können, aber die Terroristen in der Gemeinde vernichten die Wahrheit und hinterlassen einen Trümmerhaufen von Lügen, der die Seelen der Menschen verdammt.

Wenn es wichtig ist, dass wir den Terror auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene bekämpfen, so ist es weitaus wichtiger für uns, ihn auf geistlicher Ebene zu bekämpfen. Und dennoch leben wir in einer Zeit, in der der Evangelikalismus sehr verweichlicht ist und sehr unbekümmert und fast gleichgültig gegenüber den Dingen, die in der Gemeinde vor sich gehen. Diejenigen von uns, die wahre Gläubige sind, wurden von Judas in jenem dritten Vers dazu aufgefordert, für den Glauben zu kämpfen, uns auf jenen Kampf zu konzentrieren, um die Gemeinde vor Verführern zu schützen, die die Wahrheit angreifen. In Vers 4 heißt es: „Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen“, das ist eine klassisch terroristische Vorgehensweise. Wir wissen anfangs nicht, wer sie sind. Und in Vers 12 heißt es: „Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit [euch], indem sie ohne Scheu sich selbst weiden.“ Sie sind direkt an Ort und Stelle, und weil sie im Verborgenen sind, haben sie Kontakt mit uns in der Gemeinde, und sie sind furchtlos. Für die meisten ist es nicht offensichtlich, wer sie sind, und das scheint den meisten auch ziemlich egal zu sein. Und weil diese Terroristen in der Gemeinde nichts dagegen haben, sich durch ihre eigenen Lügen zu vernichten, sich in die ewige Hölle zu katapultieren, ist die Gefahr, die von ihnen ausgeht, absolut tödlich. Laut Vers 13 sind sie selbst auf dem Weg in das Dunkel der Finsternis. Laut Vers 7 gehen sie selbst der Strafe des ewigen Feuers entgegen. Das scheint ihnen egal zu sein.

Deshalb haben wir es mit Terrorismus in der Gemeinde zu tun. Und wenn ich „Gemeinde“ sage, meine ich das im weitesten Sinne der Christenheit, des Christentums. Ich möchte, dass ihr hört, was Judas zu sagen hat, wenn er diese Terroristen beschreibt, wenn er diese abtrünnigen falschen Lehrer in der Gemeinde entlarvt. Und ich denke, es ist sehr effektiv, sich einfach diesen Text anzuhören. Ich möchte ihn euch vorlesen, von Vers 8 bis Vers 16. Hört einfach zu, wie Judas sie beschreibt.

„Trotzdem beflecken auch diese“, diese Menschen, „in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte. Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: ‚Der Herr strafe dich!‘ Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich. Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten! Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit [euch], indem sie ohne Scheu sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt, wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. Von diesen hat aber auch Henoch, der siebte nach Adam, geweissagt, indem er sprach: ‚Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, um Gericht zu halten über alle und alle Gottlosen unter ihnen zu strafen wegen all ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen haben, und wegen all der harten [Worte], die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.‘ Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Geschick hadern und dabei nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet übertriebene Worte, wenn sie aus Eigennutz ins Angesicht schmeicheln.“

Was für eine Beschreibung, eh? Eine erstaunliche Beschreibung. Klar, ausführlich, dramatisch und ehrlich gesagt sogar verblüffend und übrigens 2. Petrus Kapitel 2 sehr ähnlich ... viele Parallelen zu 2. Petrus 2.

Ich möchte euch daran erinnern, dass Judas über abtrünnige falsche Lehrer schreibt. Abtrünnigkeit bedeutet „überlaufen, sich abwenden, aufgeben“. Abtrünnigkeit bedeutet, vom Glauben abzufallen – vom Glauben zu hören, den Glauben zu kennen, das wahre Evangelium zu kennen, das wahre Evangelium zu hören, es vielleicht sogar zu bekennen, das wahre Evangelium zu glauben, und sich dann davon abzuwenden. Es ist das Schlimmste aller Übel, für das die heißeste Hölle reserviert ist. Der Wahrheit des Evangeliums ausgesetzt zu sein und es dann abzulehnen, bedeutet, euch an den schlimmsten Ort ewiger Qualen zu katapultieren.


Abtrünnigkeit – oder sich von der Wahrheit Gottes abzuwenden, sich vom Evangelium zu verabschieden, sich von dem zu verabschieden, was Gott gesagt hat und was Gott verlangt - ist allerdings nichts Neues. In 5. Mose 32,15 lesen wir über Israel: „Und er verwarf den Gott, der ihn geschaffen hat, und er verachtete den Fels seines Heils.“ Israel als eine Nation verachtete den Fels seines Heils. Hört einmal auf 1. Chronik 28,9, wo David Folgendes zu seinem Sohn, Salomo, sagt: „Erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verläßt, so wird der dich verwerfen auf ewig.“ Das ist eine Warnung, die David Salomo über die tödliche Gefahr der Abtrünnigkeit gibt.

Hört euch einmal Jeremia 17,5 dazu an: „So spricht der HERR: ‚Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht.‘“ Verflucht ist der Mensch, dessen Herz vom Herrn weicht. In Hesekiel gibt es einige Stellen darüber, aber in Kapitel 18,24 heißt es: „Wenn dagegen der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und Unrecht tut und nach allen Greulen handelt, die der Gottlose verübt hat, sollte er leben? Nein, sondern es soll an alle seine Gerechtigkeit, die er getan hat, nicht gedacht werden; wegen seiner Treulosigkeit, die er begangen hat, und wegen seiner Sünde, die er getan hat, soll er sterben.“ Vielleicht versucht ihr nach außen hin, ein gerechtes Leben zu führen. Wenn ihr an einen Punkt kommt, wenn ihr euch von all dem abwendet, erweist sich all diese Gerechtigkeit als rein oberflächlich und ihr werdet sterben. Hesekiel Kapitel 33 sagt im Prinzip dasselbe.

Wenn wir zum Neuen Testament kommen, lesen wir in Johannes Kapitel 6 von vielen Jüngern, die ursprünglich mit Jesus wandelten und sich dann von ihm abwandten und nicht mehr mit ihm gingen. Wie die Beschreibung der Zweige in Johannes 15,6, die abgeschnitten und ins Feuer geworfen werden. Und der Hebräerbrief warnt uns, wie wir vor ein paar Wochen gesehen haben, immer wieder davor, ein so großes Heil zu vernachlässigen, nachdem wir bis zu einem vollen Verständnis des Evangeliums gebracht wurden, uns dann davon abzuwenden, sodass es unmöglich wird, wieder zur Buße erneuert zu werden. Und das Evangelium, das Blut des Bundes, nicht mit Füßen zu treten und so die ärgste oder schlimmste ewige Strafe über euch zu bringen.

Abtrünnigkeit wird also in der ganzen Bibel immer wieder als ein Abwenden von der Wahrheit identifiziert, nachdem jemand die Wahrheit gehört hat, sie erkannt hat und vielleicht sogar bekannt hat, sie zu glauben. Es ist eine willentliche Ablehnung der Wahrheit, die jemand gehört und erkannt hat. Das ist die schwerwiegendste aller Sünden und zieht die gravierendste ewige Strafe nach sich.


Unter diesen Abtrünnigen spricht Judas hier wiederum eine bestimmte Gruppe an. Es geht ihm um die abtrünnigen falschen Lehrer, die zu Instrumenten Satans werden, und während sie vom Glauben abgefallen sind, werden sie zu tödlichen Terroristen, die sich in der Gemeinde eingenistet haben. Sie sind wie die Welt der Terroristen heutzutage. Es gibt viele Muslime auf der Welt, von denen nicht alle sich in der Gesellschaft eingenistet haben mit dem Ziel, so viele Menschen wie möglich umzubringen und sich selbst dazu in die Luft zu jagen. Und nicht alle Abtrünnigen bleiben als Terroristen – Akteure Satans, die sich als Engel des Lichts tarnen – in der Gemeinde, aber sehr viele tun es. Manchmal tragen sie Klerikerkragen. Manchmal sind sie in geistlichen Gewändern gekleidet. Sie sind homosexuelle Priester und lesbische Pastorinnen und liberale Prediger. Manchmal tragen sie einen Kardinalshut oder sitzen auf dem Thron eines Papstes. Manchmal sind sie die Leiter einer ketzerischen Sekte. Manchmal sind sie Professoren an einer sogenannten christlichen Universität oder theologischen Hochschule. Manchmal sind sie selbst-ernannte Gelehrte, die für überregionale Zeitschriften über biblische Themen schreiben. Manchmal diskutieren sie mit mir im Fernsehen. Manchmal sind sie Fernsehprediger oder Fernsehheiler. Diese Terroristen lehren Lügen und bringen Zerstörung in die Gemeinde. Und diese Terroristen zerfetzen quasi die Seele von Menschen. Sie sind Akteure Satans, die sich in der Gemeinde befinden, um Verderben zu bringen und zu zerstören.

Hört einmal auf 2. Petrus 2, Verse 1 bis 3: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die“, und hier ist der Knackpunkt, „heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.“ Sie kommen mit ihren explosiven Irrlehren und jagen sich selbst dabei bereitwillig in die Luft. Sie werden durch ihre eigenen Täuschungen verdammt. In Vers 2 heißt es: „Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht.“ Jedes Mal, wenn sie in 2. Petrus und in Judas erwähnt werden, fügen die Autoren schnell hinzu, dass das, was sie tun, ihre eigene Zerstörung mit sich bringt. Sie sind also durchaus wie die Terroristen. Wir wissen nicht, wer sie sind; in vielen Fällen scheint es den Menschen egal zu sein, und sie verdammen sich selbst bereitwillig im Rahmen ihrer Bemühungen, andere zu verdammen.

Sowohl 2. Petrus als auch Judas befassen sich mit ihnen. 2. Petrus wurde sehr wahrscheinlich vor Judas geschrieben. Petrus sagt, sie werden kommen, während Judas sagt, sie sind schon hier. In den Worten, die wir in Versen 8 bis 11 lesen, findet sich einer der großartigsten Abschnitte des gesamten Neuen Testaments. Wir können sogar bis Vers 5 zurückgehen; Verse 5 bis 11 sind ein erstaunlich sorgfältig konzipierter Teil der Schrift. Hier sehen wir die Entlarvung der geistlichen Feinde unseres Herrn, der geistlichen Feinde der Wahrheit, der Terroristen in der Gemeinde, die so gefährlich sind, dass sie solch lebendige und beißende Sprache und solch strenge Verurteilung erfordern. Und Judas ist hier überaus strukturiert. In Versen 5 bis 7 finden sich drei Fälle von Gerichten über Abtrünnige. Der erste in Vers 5, der zweite in Vers 6 und der dritte in Vers 7. Und in Versen 8 bis 10 finden sich dann die Eigenschaften von Abtrünnigen. Drei Fälle des Gerichts über Abtrünnige in Versen 5 bis 7, eines über Israel, eines über Engel und eines über Sodom und Gomorra. Dann drei Charakteristiken, oder Neigungen, von Abtrünnigen in Versen 8 bis 10. Sie sind unzüchtig. Sie sind ungehorsam. Und sie sind respektlos. Und dann in Vers 11 finden sich drei Vergleiche des Einflusses von Abtrünnigen. Kain, Bileam und Korah. Es ist eine sehr sorgfältig konzipierte Dreierserie ... dreimal drei. Das weist darauf hin, dass der Autor sich Gedanken darüber gemacht hat und es treffend für uns zusammengefasst hat, damit wir es verstehen und uns daran erinnern. Diese Dreiersätze helfen uns, Abtrünnige zu identifizieren und zu entlarven.

Erstens, drei Fälle des Gerichts über Abtrünnige in Versen 5 bis 7. Ich möchte euch das nur kurz zur Erinnerung vorlesen, weil wir es ja bereits durchgearbeitet haben. „Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wißt, daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten. Und daß er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat; wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen“, hier spricht er natürlich von Homosexualität, die „Sodomie“ genannt wird, „nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.“


Judas sagt, die erste Illustration ist Israel. Gott erlöste sie aus Israel, und weil sie sich dann von ihm abwandten, weil sie unzüchtig, ungehorsam und respektlos wurden, vernichtete Gott sie alle, wie wir noch sehen werden, in der Wüste; der Grund dafür war ihrer Abtrünnigkeit. Die nächste Illustration sind die Engel, die bei Gott im Himmel aller Himmel waren und rebellierten, die ihre eigene Behausung verließen. Und wie wir bereits erfahren haben, kamen sie ganz bis auf die Erde herab; nachdem sie zu dem geworden waren, was wir als „Dämonen“ bezeichnen, kamen einige von ihnen herab und lebten mit Töchtern der Menschen zusammen, wie in 1. Mose 6 festgehalten, in einer der schrecklichsten Ausdrucksformen des Bösen in der Welt, die Gott in der Sintflut ertränkte. Die Engel waren buchstäblich gefallene Engel, die von den Menschen Besitz ergriffen und jene Menschen als geistliche Einflüsse in der Ehe angriffen, von Dämonen beherrscht, die sich so sehr auf die Familien und Kinder auswirkte, dass Gott die Welt ertränkte. Und dann ist da natürlich noch Sodom und Gomorra, die schreckliche Sünde, wo die homosexuellen Leidenschaften so überkochten, dass die Männer der Stadt versuchten, die Engel zu vergewaltigen, die dorthin kamen, um Lot zu besuchen. In jedem dieser Fälle gab es ein Gericht.

In Vers 5 heißt es, die Menschen in Israel wurden vertilgt. Vers 6 besagt, die Engel werden für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt. Und Sodom und Gomorra sehen der Strafe des ewigen Feuers entgegen. Sie wurden vom Feuer verzehrt. Sie leiden nun höllische Qualen und erwarten die endgültige Hölle und den Feuersee am Ende.

Judas stellt also Folgendes über Abtrünnige fest: Wer immer sie auch sind, seien sie Juden, Engel oder Heiden in Sodom und Gomorra, Abtrünnigkeit wird mit strengem Gericht bestraft. Und in Vers 10 spricht er über ihre Vernichtung, ebenso wie in Vers 12, wo er die Worte „zweimal erstorben und entwurzelt“ benutzt. Er spricht darüber in Vers 13 in Bezug auf das Dunkel der Finsternis, das ihnen für immer aufbewahrt ist, und er macht das in Vers 15 ganz deutlich, indem er sagt, dass Gericht über alle gehalten werden wird.

Wir beginnen also mit drei Fällen des Gerichts über Abtrünnige, um uns dabei zu helfen, Abtrünnigkeit besser zu verstehen. Dann kommen wir zum zweiten Punkt, den drei Charakteristiken eines Abtrünnigen. Und dort erfahren wir, warum Gott sie so behandelt, wie er sie behandelt. Dort erfahren wir, warum er sie richtet. Das ist sehr aufschlussreich. Und ich muss euch gestehen, dass ich versuchen werde, das mit euch zusammen durchzuarbeiten ... wisst ihr, das Predigen ist für mich auch eine Art Abenteuer. Ich bin mir nicht sicher, was ich sagen werde, ich werde versuchen, es so gut wie möglich zu sagen und so klar wie möglich. Das ist sehr hilfreich, wenn ihr es versteht. Und ich bete einfach, dass der Herr mir helfen wird, euch ein besseres Verständnis dessen zu vermitteln, was er hier sagt.

Schaut euch einmal Vers 8 an: „Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise“, wer sind „diese“? Die Menschen, die in Vers 4 identifiziert wurden, die Menschen, die sich unbemerkt eingeschlichen haben, die für das Gericht aufgeschrieben sind, Gottlose, die die Gnade unseres Herrn in Zügellosigkeit verkehren und den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus, verleugnen. Diese Menschen, gegen die ihr für den Glauben kämpfen müsst, „der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.“ Und im Deutschen verwendet er den Ausdruck „in gleicher Weise“; im Griechischen ist das ein einziges Wort, gleichermaßen. „Gleichermaßen diese Menschen ...“


Was bedeutet das? Das ist eine Interpretationshilfe. Das Wort „gleichermaßen“ oder „in gleicher Weise“ ist eine sehr wichtige Überleitung, es ist eine Interpretationshilfe und entschlüsselt den Text für uns. Israel verhielt sich unzüchtig. Erinnert ihr euch daran? Als Moses vom Berg herabstieg, waren sie in unzüchtiges Verhalten verstrickt. Sie waren ungehorsam, sie gehorchten dem Wort Gottes nicht und sie murrten und beschwerten sich über Gott. Sie verhielten sich respektlos, beteten einen Götzen an und verstießen gegen jedes Gebot, das Gott ihnen auf dem Berg gegeben hatte. Die gefallenen Engel verhielten sich unmoralisch mit den Töchtern der Menschen. Die gefallenen Engel fielen gewiss wegen ihres Ungehorsams. Sie bewahrten ihren Herrschaftsbereich nicht. Sie blieben nicht in ihrem Herrschaftsbereich, in dem sie geschaffen wurden. Und auch Engel verhielten sich respektlos, sie trotzten Gott unter Führung von Luzifer, sie trotzten Gott, sie waren nicht bereit, Gott die Ehre und Herrlichkeit zu geben, die ihm gebühren. Und auch die Einwohner von Sodom und Gomorra verhielten sich unmoralisch. Und sie waren ungehorsam gegenüber der Wahrheit Gottes, die ihnen von Lot berichtet worden war, und gegenüber dem Gesetz Gottes, das in ihren Herzen verankert war. Sie widersetzten sich dem Gesetz Gottes in ihren Herzen, indem sie Homosexualität praktizierten. Sie widersetzten sich dem, was Lot ihnen über den wahren Gott gesagt hatte. Sie verhielten sich überaus respektlos und griffen sogar an, um heilige Engel zu vergewaltigen, die menschliche Gestalt angenommen hatten. „In gleicher Weise“ ist der Schlüssel, der all das zu einem Bestandteil der Beschreibung dieser Menschen macht. „Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise [...] das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte.“ Und er bringt die gesamte Geschichte dieser drei Fälle direkt in die Diskussion über die Abtrünnigen ein.

Abtrünnige sind genauso wie das unzüchtige, respektlose und ungehorsame Israel, die Engel und Sodom und Gomorra. Die Abtrünnigen tun dasselbe. Sie beflecken das Fleisch – das ist Unzucht. Sie verachten die Herrschaft – das ist Ungehorsam. Sie lästern Mächte – das ist Respektlosigkeit. Und das sind die drei Charakteristiken eines Abtrünnigen. Wenn ihr einen Abtrünnigen erkennen wollt, haltet nach diesen drei Dingen Ausschau. Sie müssen im Hinblick auf ihre Moral entlarvt werden. Sie müssen im Hinblick auf ihren Ungehorsam und ihre Ablehnung von Gottes Wahrheit, von Gottes Wort entlarvt werden. Sie müssen im Hinblick auf ihre Respektlosigkeit entlarvt werden. Und ich sage euch, Leute, diese drei Tests werden jedes Mal funktionieren ... jedes Mal. Israel, Engel und Heiden zeichneten sich alle durch diese drei identischen Charakteristiken aus. Unmoral, Ungehorsam und Respektlosigkeit ... wollt ihr ein anderes Wort für Respektlosigkeit? Blasphemie ... Gotteslästerung.

Eine andere Sache springt uns in Vers 8 noch ins Auge, nicht wahr? „Trotzdem beflecken auch diese“, diese Abtrünnigen, „in gleicher Weise mit ihren Träumereien“ – habt ihr euch das einmal angesehen und euch gewundert, was uns das sagen soll, „mit ihren Träumereien“? Im Griechischen lautet das houtoi enupniazomenoi, ein sehr langes Wort. Im Griechischen heißt es: „In gleicher Weise ... diese Träumer“; die Abtrünnigen werden kategorisch als Träumer bezeichnet, sie werden kategorisch als Träumer eingestuft.


Was um alles in der Welt soll das bedeuten? Was meinst du mit „Sie sind Träumer?“ Nun, das übliche Wort für „Traum“ ist onar und es wird im Neuen Testament verwendet, um einen Traum zu bezeichnen. Aber dieses sehr lange Wort ist nicht das übliche Wort. Genau genommen wird dieses Wort enupniazomenoi nur an einer anderen Stelle im Neuen Testament verwendet und das ist in der Apostelgeschichte. Hört euch das einmal an. Wir sind in Kapitel 2, Vers 17, und es ist die Predigt von Petrus an Pfingsten, nachdem der Geist Gottes herabgekommen war und die Menschen die wunderbaren Werke Gottes in ihrer eigenen Sprache gehört hatten, erinnert ihr euch, weil Gott ihnen die Fähigkeit gab, in allen verschiedenen Sprachen zu reden. Petrus steht auf und sagt: „Ihr Männer von Judäa und ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen und nun hört auf meine Worte! Denn diese sind nicht berauscht, wie ihr meint; es ist ja erst die dritte Stunde des Tages“, neun Uhr morgens, „sondern dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist“, und dann zitiert er aus Joel 2,28-29, wo steht: „Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da werde ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben.“ Und das ist das Wort, das hier verwendet wird und nur noch an jener Stelle. Es ist nicht das normale Wort für einen Traum.

Es ist ein Wort im Neuen Testament, das mit Visionen und Prophezeiungen assoziiert ist. Wir können also sagen, es wurde ausgewählt, weil es sich auf offenbarende Träume bezieht, im Zusammenhang mit Visionen und Prophezeiungen. Vielleicht wird es gelegentlich für Träume verwendet, für normale Träume. Aber der Heilige Geist war sehr vorsichtig, dieses Wort auf ganz besondere Weise zu verwenden, weil es sich auf diese Träume bezog, die durch die Prophezeiung von Joel und die Bestätigung durch Petrus mit Offenbarung zu tun haben. Es bedeutet hier, dass in der Zukunft Prophezeiungen, die jetzt abgeschlossen sind, und Offenbarungen, die jetzt abgeschlossen sind, und Visionen, die jetzt mit Abschluss des Neuen Testaments beendet sind, in der Herrlichkeit von Gottes Reich wiederkommen werden und es Prophezeiungen und Visionen und offenbarende Träume geben wird, dass Gott sich nicht nur durch Visionen und Prophezeiungen offenbaren wird, wenn die Menschen wach sind, sondern sogar durch Träume. Und ihr wisst, dass er das im Alten Testament tat, nicht wahr? Joseph ist ganz gewiss eine großartige Illustration dafür.

Bestenfalls haben wir hier also falsche Lehrer, und jetzt passt gut auf, falsche Lehrer brauchen zwangsläufig eine Quelle für ihre Täuschung. Und sie brauchen eine Quelle, die glaubwürdig ist. Sie brauchen eine Quelle, die eine gewisse Autorität hat oder überzeugend ist. Sie können also nicht einfach sagen „Ich glaube ...“. Sie können nicht einfach sagen „Ich fühle ...“. Sie können nicht einfach sagen: „Wir haben einen Ausschuss in unserer Gruppe und haben uns auf Folgendes geeinigt.“ Die wirklich effektiven falschen Lehrer und Abtrünnigen werden euch zwangsläufig erzählen, dass Gott auf geheime Weise mit ihnen kommuniziert hat, in ihren Träumen, in ihren Visionen. Das sind Offenbarungserlebnisse. Abtrünnige falsche Lehrer von Joseph Smith bis Benny Hinn und allen dazwischen behaupten, Gott spräche in ihren Träumen zu ihnen, in ihren Visionen. Und das übersteigt natürlich die Notwendigkeit, sich dem Wort Gottes unterzuordnen, was sowieso nicht in ihren Herzen ist. Und es gibt ihnen die Illusionen der Autorität und Gott wird die Schuld für all ihre Verirrungen zugewiesen. Sie lehnen das Wort Gottes ab.


Das ist eine faire Interpretation. Aber wenn ihr die Frage der Offenbarungsträume hier übergeht und eine andere Richtung einschlagen wollt, könntet ihr es auf folgende Weise interpretieren: „In der gleichen Weise [...] diese Träumer“, wir werden hier von dieser hochtrabenden Behauptung über Offenbarungsträume Abstand nehmen und man könnte auf eine andere Stufe herabkommen und es folgendermaßen sagen: „Was sie lehren, ist nichts weiter als ein Produkt ihrer eigenen“, ... was? ..., „Einbildung“. Das ist alles. Es ist nichts weiter. Und übrigens ist ihre Einbildung verdreht, verunreinigt und böse und es könnte sich auch darauf beziehen. Der Begriff ist groß genug, um all das zu beinhalten. Diese Abtrünnigen mit ihren bösen, verdorbenen Sinnen, die in der Gemeinde bleiben, um sie zu zerstören, diese geistlichen Terroristen, die von Satan kontrolliert werden, haben nichts weiter als verdrehte, lüsterne Gedanken im Kopf und sie werden zur Autorität für ihre eigenen Täuschungen. Auf der einfachsten Ebene verleugnen sie das Wort Gottes und gründen ihre Lügen auf den Träumereien ihrer eigenen verblendeten Köpfe. Auf höchster Ebene behaupten sie, Gott spräche zu ihnen und Gott hätte ihnen etwas erzählt und Gott hätte ihnen das Buch Mormon gegeben und Gott hätte ihnen Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift gegeben und Gott hätte ihnen die Offenbarung gegeben, die sie aufforderte, dieses oder jenes zu tun, und Gott hätte in einem Traum zu ihnen gesprochen, in einer Vision. Aber letztendlich läuft es darauf hinaus, dass sie nicht bereit sind, sich komplett der Autorität von Gottes Wort unterzuordnen. Sie haben das abgelehnt. Wie ich schon sagte, benötigen falsche Lehrer eine Quelle für ihre Täuschungen.

Lasst mich euch eine Minute ins Alte Testament führen. Wisst ihr, es lohnt sich, 5. Mose 13 sorgfältig durchzuarbeiten, weil das Fazit sehr, sehr wichtig ist. Patricia und ich lesen seit einiger Zeit mit euch allen zusammen das Alte Testament durch und wir sind zugegebenermaßen ein paar Tage in Verzug, weil sie zu viele Fragen stellt. Und wir haben viel Spaß dabei, uns in einige dieser Dinge zu vertiefen. Aber vor einigen Tagen lasen wir 5. Mose 13 und das erschien mir in dieser Hinsicht als so wichtiger Abschnitt, dass ich mir selbst eine Notiz zur Erinnerung machte. Betrachtet einmal Kapitel 13, Vers 2: „Wenn [...] ein Prophet oder Träumer ...“, seht ihr? Das war eine so häufige Behauptung von falschen Propheten, dass Gott in einem Traum zu ihnen spräche, dass dies fast synonym mit falschen Propheten war. „Wenn in deiner Mitte ein Prophet oder Träumer aufstehen wird und dir ein Zeichen oder Wunder angibt, und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat ...“ Wisst ihr, Satan kann manche Dinge fabrizieren, nicht wahr? „Und das Zeichen oder Wunder trifft ein [...] und er spricht [nun]: ‚Laßt uns anderen Göttern nachfolgen – die du nicht gekannt hast -, und laß uns ihnen dienen ...‘“ Falsche Propheten, Abtrünnige, Terroristen im Lager wollen euch immer von der Wahrheit und von Gott wegleiten, weil sie unzüchtig sind und ungehorsam und respektlos. Er sagt in Vers 3, selbst wenn das Zeichen oder Wunder eintrifft, „so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder eines solchen Träumers nicht gehorchen; denn der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr den HERRN, euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt.“ Wow, es ist eine Prüfung. Wenn ihr einem falschen Propheten oder einem Träumer folgt, habt ihr bewiesen, dass ihr den HERRN, euren Gott, nicht mit all eurem Herzen und all eurer Seele liebt. Ziemlich heftig, oder? Vers 5: „Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten“, hier kommt’s, „und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhängen“, wendet euch also nicht einfach ab und folgt einem Träumer. Vers 6 geht dann zu dem Träumer zurück: „Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Träumer ...“, könnt ihr den synonymen Charakter dieser beiden sehen? „Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Träumer soll getötet werden.“ Das ist richtig. „[Er] soll getötet werden, weil er Abfall gelehrt hat von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus dem Land Ägypten geführt hat und dich aus dem Haus der Knechtschaft erlöst hat; er hat dich abbringen wollen von dem Weg, auf dem zu gehen der HERR, dein Gott, dir geboten hat. So sollst du das Böse aus deiner Mitte ausrotten.“

Ich weiß nicht, wie man das noch stärker ausdrücken kann, wisst ihr es? Wenn ein Träumer oder irgendein Mensch zu euch kommt und euch sagt, Gott hätte in einem Traum zu ihm gesprochen, haltet am Wort Gottes fest. Folgt diesem Träumer nicht nach.


Betrachtet einmal Jeremia 23. Ich bin schon jetzt frustriert, weil ich den Rest dieser Predigt nächste Woche nicht halten kann, da es Ostern ist und wir eine Taufe haben. Ich muss also darauf vertrauen, dass ihr etwas hiervon für eine zusätzliche Woche in Erinnerung behaltet. Jeremia 23 ist ein Kapitel, in dem das Gericht über falsche Hirten verkündet wird. Vers 1: „Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen“, wehe den geistlichen Terroristen, es hat sie schon immer gegeben, das ist nichts Neues. Wehe ihnen, ihr habt meine Herde zerstreut, sie weggetrieben, euch nicht um sie gekümmert. Aber ich werde mich eurer annehmen. Geht einmal runter zu Vers 23: „‚Bin ich denn nur Gott in der Nähe‘, spricht der HERR, ‚und nicht auch Gott in der Ferne? Oder kann sich jemand so heimlich verbergen, daß ich ihn nicht sehe?‘ spricht der HERR. ‚Erfülle ich nicht den Himmel und die Erde?‘ spricht der HERR.“ Er sagt: „Schaut, ich weiß, was hier vor sich geht. Ihr denkt vielleicht, ihr seid im Liebesmahl verborgen und ihr hättet euch unbemerkt eingeschlichen.“ Vers 25: „Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen.“ Und was sagen sie? „Ich habe“, ... was?.., „einen Traum gehabt, ich habe einen Traum gehabt.“ Wie lange, sagt Gott, „wie lange soll das noch gehen? Soll etwa die falsche Weissagung im Herzen der Propheten bleiben? Und die Propheten, die selbsterfundenen Betrug weissagen“, es ist nichts weiter als die verdorbenen Träumereien ihrer eigenen verderbten Herzen. Und sie behaupten, einen Traum gehabt zu haben, in dem Gott ihnen das offenbart hat. Und laut Vers 27 wollen sie „bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit [...] bringen [...] Der Prophet, der einen Traum hat, der erzähle den Traum; wer aber mein Wort hat, der verkündige mein Wort in Wahrheit.“ Hört auf niemanden, der euch sagt, Gott hätte in einem Traum zu ihm gesprochen. Hört auf diejenigen, die euch das Wort Gottes lehren.

Das Neue Testament warnt uns in Kolosser 2,18 davor. Das hier erläutert das ein bisschen näher. Christen werden von diesen Leuten verleitet, sie führen wahre Christen auf Irrwege, keine Frage. Und hier ist eine Warnung. Kolosser 2,18: „Um den Kampfpreis soll euch niemand bringen“ Buchstäblich „...[daß er eure ewige Belohnung stiehlt], der seinen eigenen Willen tut in scheinbarer Demut und Anbetung der Engel, der auf das eingeht, was er in Visionen gesehen hat.“ Ich sage euch, wenn jemand sagt, er hätte eine Vision gehabt, schreibe ich ihn sofort ab. Das ist das Ende. Er ist ein Lügner und Verführer. Denn es sind Menschen, die solche Behauptungen aufstellen, die Christen auf Irrwege führen. Wir werden immer wieder davor gewarnt. Sie führen Menschen in die Irre. Und in 1. Timotheus 4 heißt es: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehrern der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.“ Sie sind gewissenlose Lügner. Hütet euch vor Leuten, die Träumer sind – sie sagen euch entweder, Gott spräche in ihren Träumen zu ihnen oder sie fabrizieren in ihren eigenen Köpfen ihre eigene Ansicht zu allen Dingen.‑

Ich denke immer an jenen Priester, der einst sagte: „Nun, mein Jesus liebt jeden.“ Und als wir nicht auf Sendung waren, sagte ich: „Du hast nicht deinen Jesus. Er gehört dir nicht und du kannst ihn nicht zu dem machen, was du willst. Er ist, wer er ist. Es ist egal, was du denkst. Es ist egal, was irgendjemand denkt.“

Ich habe heute in der Zeitung gelesen, dass eine Jury bei den Methodisten eine lesbische Pastorin für vollkommen unschuldig erklärt hat. Sie taten es, weil sie die Liebe Christi in der Gemeinde aufrechterhalten wollten. Ihre Meinung ist, dass Bibelstellen, die sich gegen diese Sünde aussprechen, nicht von Gott sind und deshalb nicht maßgeblich. Sie haben eine andere Ansicht, die ihrer eigenen Vorstellung entspringt.


Lasst uns jetzt zu Judas zurückkehren. Diese Träumer sind zwangsläufig unzüchtig, ungehorsam und respektlos. Ich möchte schnell hinzufügen, dass nicht all die armen, einfältigen Menschen, die durchaus wahre Christen sein mögen und ihnen nachfolgen, ebenso sind wie sie. Sie werden gefangen, sie wurden ausgetrickst, sie werden zur Handelsware. Aber obwohl das nicht immer nach außen hin sichtbar ist, sind diese Menschen zwangsläufig unzüchtig und dem Wort Gottes ungehorsam und respektlos, sie lästern Gott. Sie mögen es verbergen und ihr erkennt sie vielleicht nie. Es ist nicht so, wie es einst in der Welt war. Wenn man jemanden sprechen hörte, war man da, man hörte sie, sie lebten vielleicht in eurer Nachbarschaft und man wusste, was für ein Leben sie führten. Aber heutzutage sind sie in einem Fernseher oder Radio oder Buch und man weiß nichts über ihr Leben. Irgendjemand weiß es und diejenigen, die es wissen, wissen, dass dies ihre Charakteristiken sind.

Lasst uns näher auf diese drei Dinge eingehen. Das sind die drei Charakteristiken der Neigungen oder des Wesens. Lasst uns die erste Eigenschaft betrachten in Judas Vers 8: „Diese Träumer beflecken das Fleisch.“ „Fleisch“ bezieht sich hier auf den Leib, den physischen Leib. Es geht hier nicht um die Essenz der Verdorbenheit in Römer 7, die kann man nicht beflecken, die ist schon befleckt. Hier redet er von sarx, dem Leib an sich. Und das Wort „befleckt“ kommt von dem Verb miaino und bedeutet „beschmutzen/etwas färben“, so wie man Kleidung oder Stoff färbt. Es bedeutet zu verschmutzen, zu korrumpieren. Und wenn ihr beflecken, verschmutzen und korrumpieren mit dem Wort sarx, oder Fleisch, verbindet, geht es um sexuelle Sünde und Unmoral. Abtrünnige falsche Lehrer sind zwangsläufig unzüchtig. Es ist vielleicht nicht öffentlich sichtbar, weil sie es verbergen. Aber die Korruption ist zügellos, das muss sie sein, weil sie sich von der Wahrheit abgewandt hat. In Vers 19 heißt es über sie, und das ist sehr bemerkenswert: „Menschen, die den Geist nicht haben ... Menschen, die den Geist nicht haben.“ Sie haben den Heiligen Geist nicht, deshalb gibt es keine göttliche Kraft, die ihr Fleisch in Schach hält. Abtrünnige falsche Lehrer sind unzüchtig, im Herzen und in ihrem Verhalten. Es gibt hier kein Werk der Erneuerung und kein Werk der Heiligung in denen, die den Geist nicht haben. Sie mögen zwar behaupten, tugendhaft zu sein, sie mögen behaupten, gerecht zu sein. Sie mögen die Gewänder Geistlicher tragen. Sie mögen den Titel „Priester“ oder „Pastor“ oder „Prediger“ oder was auch immer tragen. Aber sie lieben die Begierde, sie lieben die Finsternis statt des Lichts, wie Jesus sagte, weil all ihre Werke böse sind, Johannes 3. Sie sind beschmutzt, sie sind verunreinigt. Sie sind wie Israel, sie begehen Ehebruch am Fuße des Berges Sinai. Sie sind wie die Engel, sie steigen herab, nehmen menschliche Gestalt an, leben mit Frauen zusammen und verlassen ihre angemessene Behausung. Sie sind wie Sodom und Gomorra und die Homosexualität dort. Sie mögen es für eine Weile verbergen, aber sie sind unzüchtig.

2. Petrus 2 – und übrigens sind wir nie schockiert, wenn der Skandal schließlich bekannt wird, oder? Ich denke daran, wenn ich diese Menschen im Fernsehen sehe, wenn ich liberale Theologen sehe, wenn ich die skandalösen Handlungen unter katholischen Priestern sehe; ich sehe, wie diese Menschen sich verhalten, sie tun mir so leid, weil sie nicht in der Lage sind, ihr Fleisch in Schach zu halten. Andererseits stellen sie eine tödliche Gefahr dar. Aber in 2. Petrus 2,10 heißt es über sie, dass sie „in unreiner Lust dem Fleisch nachlaufen.“ Sie laufen dem Fleisch in unreiner Lust nach. Und Petrus sagt nicht nur das. Weiter unten in 2. Petrus 2,18 sagt er: „[Sie] locken [...] durch ausschweifende fleischliche Lüste“. Ich meine, so werden sie beschrieben. Sie sind unmoralisch, innerlich und äußerlich. Und schließlich entpuppen sie sich auch als unmoralisch. Ich habe euch im Laufe der Jahre immer wieder gesagt, dass Zeit und Wahrheit Hand in Hand gehen. Wenn man nur lange genug wartet, kommt die Wahrheit ans Licht. Sie sind fleischlich und deshalb verrichten sie die Werke des Fleisches.

Erinnert ihr euch an das, was in Galater 5 steht? „Die Werke des Fleisches [...] sind: Unzucht ... erstes ... Unreinheit, Zügellosigkeit“, die ersten drei. Damit beginnt es. Wegen Unzucht musste Israel in der Wüste zurückbleiben. Wegen Unzucht waren die Engel in Ketten gefesselt. Wegen Unzucht wurden Sodom und Gomorra zerstört.

Zweitens lehnen sie Autorität ab ... sie lehnen Autorität ab. Wenn ihr ein unzüchtiges Leben führt und eure Begierden und Sünden liebt, werdet ihr natürlich Autorität, also göttliche Autorität, ablehnen müssen. Das ist sehr interessant. Sie lehnen Autorität ab, Vers 8, „ablehnen“ oder „verachten“ ist atheteo, etwas abschaffen, was bereits etabliert ist, das bedeutet, sie lehnten die etablierte Autorität ab. Das Wort „Autorität“ ist sehr interessant, im Griechischen lautet es kurioteta und hat etwas mit dem Wort kurios zu tun. Weiß jemand, was kurios bedeutet? Herr, sie lehnen Herrschaft ab. Sie lehnen Herrschaft ab. Sie lehnen jegliche Herrschaft über sich ab. Es ist sogar ein Wort, das in Epheser 1,21 und Kolosser 1,16 für Engel verwendet wird, die Engel werden als Autoritäten, als Herrscher bezeichnet. Aber hier geht es nicht um Engel. Sie lehnen eine singuläre Herrschaft ab. Sie lehnen Herrschaft ab. Und wir wissen genau, von welcher Herrschaft sie hier reden, denn wir sind zu Vers 4 zurückgegangen, nicht wahr? „Sie verleugnen unseren einzigen Herrscher, und den Herrn Jesus Christus.“ Sie ordnen sich nicht der Autorität des Herrn Jesus Christus unter. Sie sind ihre eigenen, selbsternannten Autoritäten. Das ist Hochmut, das ist eine hochmütige Reaktion auf Gottes Herrschaft und Autorität und die Herrschaft Christi über seine Gemeinde.

Als Christ bin ich nicht gegen meinen Willen an die Autorität Christi gebunden. Ich bin gesegnet und erfreut und bekenne mich freudig zur Herrschaft Christi als meinem größten Wunsch. Diese Menschen sind es nicht. Sie ordnen sich nicht der offenbarten Herrschaft Christi unter, die durch die Schrift offenbart wurde. Stattdessen haben sie ihre eigene Theologie und ihre eigenen Ansichten, die sie aus ihren eigenen Träumen und ihrer eigenen Vorstellung entwickelt haben. Das ist so hochmütig. Jedes Mal, wenn ich einen Liberalen sagen höre, dass die Bibel nicht wahr ist, dass Jesus nicht derjenige ist, der er zu sein behauptete, dass er nicht tat, was er zu tun behauptete, Liberale, die irgendeine lächerliche eigene Idee hervorbringen, erinnert mich das daran, wie sie seine Herrschaft ablehnen. Israel rebellierte gegen Christus, weil Christus der Fels in der Wüste war, das lesen wir in 1. Korinther 10. Die Engel rebellierten gegen den Herrn Christus, der der Herr des Himmels war. Sodom und Gomorra rebellierten gegen den göttlichen Herrscher des Himmels, der seine Herrschaft, laut Johannes 5, mit seinem ewigen Sohn teilt. Herrschaft abzulehnen ist nichts Neues. Israel verachtete Gottes Herrschaft. Sie beklagten sich, sie murrten, sie waren ungehorsam, sie sündigten und sie beteten einen Götzen an. Engel verachteten Gottes Herrschaft. Satan und seine Anhänger meuterten in dem Bestreben, den himmlischen Herrscher vom Thron zu stoßen. Sodom und Gomorra verachteten das wahre Gesetz Gottes und den wahren Gott. Und Unzucht und Ungehorsam gehen immer Hand in Hand, nicht wahr? Denn wenn ihr dem Wort Gottes und der Autorität Gottes untersteht und euch der Herrschaft Christi unterordnet, werdet ihr nicht unzüchtig sein, weil ihr das tun werdet, was er euch gebietet. Die falschen Lehrer wie die Schriftgelehrten und die Pharisäer in Matthäus 23 sind zwar äußerlich weiß, aber innerlich stinken sie, sie sind voller Totengebeine.

Das ist das Thema der Herrschaft, wie ihr wisst, und ich will mich jetzt nicht davon fortreißen lassen, aber ich habe dafür viele, viele Jahre gekämpft ... ich habe sehr viele Jahre lang versucht, die Tatsache zu verfechten, dass Jesus Herr in der Gemeinde ist. Und das ist ein unnachgiebiger Kampf. Man sollte meinen, das ist selbstverständlich, nicht wahr? Da man kein Christ sein kann, ohne Jesus als Herrn zu bekennen, Römer 10. Aber ich versuche schon seit Jahrzehnten, die Herrschaft Christi gegen ihre Verleumder in der Gemeinde zu verfechten. Und nicht alle von ihnen sind Abtrünnige, manche sind Christen, die auf Irrwege geführt wurden. Und der Kampf währt noch immer. Ich habe ein Buch mit dem Titel Lampen ohne Öl geschrieben, das sich mit seiner Herrschaft beschäftigt. Ich habe ein weiteres Buch mit dem Titel The Gospel According to the Apostels [nicht auf Deutsch erhältlich] geschrieben, das sich ebenfalls mit seiner Herrschaft beschäftigt. Im Prinzip signalisiert jedes Buch, das ich schreibe, die Herrschaft Christi, weil es das, was Christus gesagt hat, auf die Gemeinde anwendet. Als wir diesen Kampf zum Schutz der Herrschaft Christi einst begannen, lautete das Argument: „Nun, weißt du, wenn du Jesus nur bittest, dich von deiner Sünde zu erretten, musst du nicht glauben, dass er der Herr ist, du musst ihn nicht zu deinem Herrn machen. Du musst ihn nicht als Herrn über dein Leben bekennen. Er verlangt das nicht. Das wäre einfach zu viel. Das wäre ein Werk.“

Und viele gute Christen haben das geschluckt. Und mir war das so suspekt, dass ich zum Kern dessen vordringen wollte, woher das kam, weil diese Theologie für mich den Beigeschmack von einer antinomianistischen Theologie hatte, erfunden, um ihren eigenen Sünden entgegenzukommen, von Leuten, die nicht wollten, dass Jesus Druck auf sie ausübt. Ich habe genauer nachgehakt. Es gab zwei spezifische Quellen dafür hier in Amerika, eine in einer Bibelschule in Florida und der Leiter davon war ein eifriger Befürworter. Wie sich herausstellte, unterhielt er über mehrere Jahre unerlaubte Beziehungen mit Studentinnen. Gewiss, wenn ihr so etwas tut, braucht ihr Jesus nicht als euren Herrn, dann wollt ihr davon nicht eingeschüchtert werden. Die andere Quelle war ein Pastor, der hier in Südkalifornien sehr beliebt und der leitende Befürworter war. Ich habe das mehrfach mit ihm diskutiert und bei vielen Gelegenheiten auf ihn eingewirkt und herausgefunden, dass er 17 Jahre lange in einer überaus verderblichen, abartigen sexuellen Beziehung mit der jungen Tochter von Missionaren involviert war.

Wenn ihr ein unzüchtiges Leben führen wollt, müsst ihr eine falsche Lehre finden, die euer Gewissen rettet. Deshalb sind jene Menschen, die abtrünnig sind, unzüchtig und dem Wort Gottes ungehorsam, weil die beiden Hand in Hand gehen, nicht wahr? Denn Unzucht ist Ungehorsam. Die Lüge, dass Jesus nicht unser Herr ist, ist also eine komfortable Lüge für unmoralische Menschen, die biblische Autorität ablehnen und sich bei ihren Sünden besser fühlen wollen. Natürlich passt das den modernen Liberalen und den unechten Predigern, die unmoralische Lügen leben. Und nur als Anmerkung nebenbei. Es macht mir auch zu schaffen, dass weniger Menschen heutzutage sagen würden, sie glauben nicht, dass Jesus der Herr sein muss, dass sie nicht an die Errettung zur Herrschaft glauben. Die Menschen sagen „Oh ja, er ist der Herr“, aber pragmatische Gemeinden, die auf Suchende ausgerichtet sind und sich an Umfragen und dem Markt orientierten, leben, als sei er nicht der Herr dieser Gemeinde, weil sie die Wahrheit der Schrift durch die Weisheit von Menschen ersetzt haben. Das ist ein weiteres Thema.

Ich möchte noch die dritte Eigenschaft erwähnen und dann höre ich auf. Wir werden darauf heute nicht näher eingehen, weil sie ziemlich lang ist. Die dritte Eigenschaft auf der Liste ist, dass sie Mächten lästern. „Lästern“ ist das Wort - seid ihr bereit -, das für blasphemeo verwendet wird, sie begehen Blasphemie, Präsens. Sie lästern Gott. Sie lästern Gott. Und der interessante kurze Ausdruck „Mächte“, das ist merkwürdig, oder? Es ist sogar noch merkwürdiger, wenn ihr das griechische Wort kennt. Das griechische Wort lautet doxas, wovon wir „Doxologie“ ableiten, was „Verherrlichung“ bedeutet. Sie lästern Verherrlichungen. Und es könnte sich auf die Verherrrlichung Gottes beziehen oder auf die Verherrlichung Christi. Es könnte sich auf die Verherrlichung göttlicher Wahrheit beziehen. Aber ich sage euch, das Wort „lästern“ ist in seiner Absicht deutlich genug, um mit allem identifiziert zu werden, das heilig ist. Blasphemie zu begehen bedeutet im Prinzip, etwas zu verfluchen, was heilig ist. Sie sind respektlos. Manchmal werde ich überempfindlich, wenn ich sogenannte Geistliche oder Bibelgelehrte auf gotteslästerliche Weise über Jesus reden höre. Mir wird buchstäblich übel, wenn ich sehe, dass Jesus auf irgendeine alberne Weise in einem dämlichen Film falsch dargestellt wird, der ihn seiner Herrlichkeit beraubt. Diese Menschen, die behaupten, Christus zu repräsentieren und Gelehrte des Neuen Testaments zu sein, die uns helfen werden, den echten Jesus zu finden, sind in Wirklichkeit Gotteslästerer. Die Engel haben das ganz gewiss getan. Sie haben der Herrlichkeit des Himmels gelästert. Sodom und Gomorra haben das gewiss getan, sie haben den sehr heiligen Engeln gelästert. Israel hat das gewiss getan, sie haben Gott gelästert, als sie jenen Götzen schufen und anbeteten. Sehr schwerwiegend.

Aber es gibt noch mehr. Ich werde es für heute dabei belassen, euch zu sagen, dass die Übersetzung von „Verherrlichung“ als „Mächte“ korrekt ist und dass ich ein Geheimnis kenne, das ihr nicht kennt. Warum es nämlich die richtige Übersetzung ist. Es ist absolut die richtige Übersetzung. Und hier geht es darum, wie falsche Lehrer und Abtrünnige Engeln lästern, und das tun sie. Wenn ihr in zwei Wochen zurückkommt, werde ich euch sagen, wie sie das tun. Tut mir leid, aber ich muss euch ködern. Ist das hilfreich? Ich hoffe, das war es. Also gut, lasst uns zusammen beten.