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Die Breite und Tiefe der Sünde (German)

1 Mose 3:1-7 February 06, 2000 de90-234

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Wie ihr wisst, studieren wir derzeit die Entstehung, beginnend mit dem Buch 1. Mose. Zurzeit befassen wir uns mit 1. Mose 3. Ich gebe zu, dass wir dieses Kapitel immer wieder mal verlassen, aber es ist zumindest die Ausgangsbasis für uns und ihr könnt es in eurer Bibel aufschlagen, da ich mich einige Male auf die ersten sieben Verse von 1. Mose 3 beziehen werde.

In der Einleitung des dritten Kapitels von 1. Mose finden wir den Bericht über die Schlange im Garten Eden, die Eva in Versuchung führt, sowie deren darauffolgenden Ungehorsam gegenüber Gott und Adams Ungehorsam im Anschluss an ihren. Und sofort nach diesem Ungehorsam waren sie beide von Scham erfüllt, wie wir anhand ihres Bewusstseins über ihre Nacktheit in Vers 7 sehen und der Tatsache, dass sie Feigenblätter zusammenbinden, um sich zu bedecken.

Dieses Ereignis hatte gewaltige Auswirkungen. Bis zu diesem Zeitpunkt, laut Kapitel 1, Vers 31, sah Gott auf alles, was er geschaffen hatte, also alles, was er in den sechs Tagen geschaffen hatte, und siehe, es war sehr gut. Alles war sehr gut. In Kapitel 2 wird natürlich nur näher auf die Schöpfung des Menschen am sechsten Tag eingegangen und so ist am Ende von Kapitel 2 immer noch alles sehr gut. Aber wenn ihr zu Kapitel 3 kommt, gibt es eine dramatische Wende und von da an ist alles sehr schlecht.

Die einfache Erzählung dieser ersten sieben Verse von 1. Mose 3 beschreibt für uns den ersten Akt des menschlichen Ungehorsams, der den Fluch über die ganze Menschheit brachte, den Sündenfall, und die Auswirkungen des Sündenfalls haben jeden Teil des Universums berührt. Es ist vollkommen richtig, zu sagen, dass absolut alles, was auf unserer Welt nicht in Ordnung ist, auf Sünde zurückzuführen ist. Wenn es keine Sünde gäbe, gäbe es nichts das nicht in Ordnung wäre. Wenn es keine Sünde gäbe, wäre alles sehr gut. Alles, das im Himmel und auf Erden geschaffen wurde, wäre sehr gut, wie es am sechsten Tag war. Aber aufgrund der Sünde ist alles sehr schlecht, von Weltkriegen, Terrorismus, Massenmorden, Serienmördern, Flugzeugabstürzen, Autounfällen, Feuern, Verkrüppelung und Verstümmelung von Menschen durch Unfälle, Katastrophen in Atomkraftwerken wie Tschernobyl, Strahlenkrankheit, Verschmutzung, Krebs, Herzerkrankungen, alle Krankheiten, über zerbrochene Beziehungen, alle Scheidungen, alle Waisenkinder, alle Drogen, alle Verbrechen, jeder Verfall, alle Verwirrung, alle Konflikte, alle Kämpfe, alle Enttäuschungen, alle Angst und Furcht, alle Schuld, alle Depressionen, alle Trauer, alles Versagen, alles Bedauern ebenso wie alle Lust und aller Egoismus und Stolz und Hass und Habgier und Rebellion und Mord und Diebstahl und sexuelle Handlungen außerhalb der Ehe und Verantwortungslosigkeit und Ungehorsam gegenüber Eltern. Kurz gesagt, alles Übel, alle Traurigkeit, alles Versagen, aller Tod ist auf die Sünde zurückzuführen.

Und Menschen, die nicht an Sünde glauben und den Sündenfall nicht verstehen, können das menschliche Dilemma nicht richtig diagnostizieren. Es ist unmöglich, die Welt zu verstehen. Es ist unmöglich, das All zu verstehen, die geordnete Welt der Schöpfung. Es ist unmöglich, die Menschen zu verstehen. Es ist unmöglich, den Zerfall der Materie zu verstehen. Es ist unmöglich, den Zusammenbruch der Welt und des Universums zu verstehen. Es ist unmöglich, das Verhalten der Menschen zu verstehen, wenn ihr nicht versteht, dass all dies ein Produkt der Sünde ist. Und alle Sünde auf der Welt ist das Ergebnis dessen, was in 1. Mose 3 geschehen ist.

Also ist 1. Mose 3 als Ausgangspunkt absolut kritisch. Tatsächlich ist es sogar ohne jeden Zweifel das wichtigste Kapitel in der Bibel, weil es erklärt, warum der Rest der Bibel die Geschichte der Erlösung erzählt. Alles, was nicht stimmt, ist auf die Sünde zurückzuführen. Und schließlich stirbt alles … alles in der physischen Welt stirbt und die Sünde ist die Todesursache.

Und wir müssen der Sünde wirklich die bunten Masken abreißen, die sie trägt, und den Totenkopf enthüllen, der sich dahinter verbirgt. Ein alter Autor sagte einmal: „Wer ist der altersgraue Totengräber, der dem Menschen ein Grab schaufelt? Wer ist die bunte Verführerin, die seine Tugend stiehlt? Wer ist die Mörderin, die sein Leben zerstört? Wer ist die Zauberin, die zuerst täuscht und dann seine Seele verdammt? Sünde. Wer vernichtet mit eiskaltem Atem die zarten Blüten der Jugend? Wer zerbricht die Herzen der Eltern? Wer bringt die grauen Haare alter Männer voller Kummer zum Grab? Sünde. Wer verändert sanfte Kinder durch eine scheußlichere Metamorphose, mehr als Ovid sie sich je vorstellte, in Schlangen, und sanfte Mütter in Monster und ihre Väter in etwas Schlimmeres als Herodes? Die Mörder ihrer eigenen Unschuld? Sünde. Wer wirft den Apfel der Zwietracht auf die Herzen des Haushalts? Wer zündet die Fackel des Krieges an und trägt ihre Flamme über zitternde Länder? Wer zerreißt das nahtlose Gewand Christi durch Spaltungen in der Gemeinde? Sünde. Wer ist diese Delila, die den Nazarener in den Schlaf singt und die Stärke Gottes den Händen der Unbeschnittenen ausliefert? Wer steht, mit einnehmendem Lächeln auf ihrem Gesicht und honigsüßer Schmeichelei auf ihrer Zunge, auf der Türschwelle, um die heiligen Riten der Gastfreundschaft anzubieten und treibt einen Nagel durch unsere Schläfen, wenn der Verdacht schläft? Welch holde Sirene ist das, die auf einem Felsen bei einem tödlichen Becken sitzt, um zu täuschen, die singt, um zu verlocken, die küsst, um zu verraten und ihre Arme um unseren Nacken schlingt, um mit uns die Vergessenheit zu springen? Sünde. Wer verwandelt das weiche und sanfteste Herz zu Stein? Wer schleudert die Vernunft von ihrem erhöhten Thron und treibt Sünder, so verrückt wie Gadarener Schweine, einen Felsen hinunter in einen Feuersee? Sünde.“

Das ist prosaisch und es ist wahr. Und das ist das Fundament jedes wahren Weltbildes. Um die Dinge auf der Welt genau zu verstehen, müssen wir die Sünde verstehen. Ohne dieses Verständnis gibt es kein wahres Verständnis von irgendetwas, denn die Sünde hat sich auf alles ausgewirkt. Hört einmal auf Römer 8, Vers 20: „Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen“, oder Leere, „nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat.“ Mit anderen Worten, es war nicht so, als hätte die ganze Schöpfung diese Vergänglichkeit, diesen gefallenen Zustand, gewollt, es war Gottes Strafe für die Sünde des Menschen. Über die Schöpfung selbst sagt Vers 21: „Dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit.“ Das ist eine definierende Aussage. Derzeit unterliegt die ganze Schöpfung, alles, was in den sechs Tagen der Schöpfung gemacht wurde, der Knechtschaft der Sterblichkeit. Das ist eine definierende Aussage in Römer 8,21. Und deshalb steht in Vers 22. „Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt.“

Und noch einmal, die ganze Schöpfung in jedem Aspekt leidet kollektiv durch die Schmerzen des Fluches, den Gott ihr auferlegte, die Vergänglichkeit, die Unfähigkeit, das zu sein, was sie hätte sein sollen, und all das ist das Ergebnis der Sünde. Wegen der Sünde ist kein Teil der Schöpfung jetzt so, wie Gott das vorgesehen hatte. Ihr seid nicht so, wie Gott es für euch vorgesehen hatte, ich bin nicht so, wie Gott es für mich vorgesehen hatte. Die Vögel sind nicht so, wie Gott es für sie vorgesehen hatte und die Tiere sind nicht so, wie Gott es für sie vorgesehen hatte, und die Pflanzen sind nicht so, wie Gott es für sie vorgesehen hatte. Und die Samen der Erde sind nicht so, wie Gott es für sie vorgesehen hatte. Das Wasser ist nicht so, wie Gott es vorgesehen hatte, das Land und die Berge und all die wunderbaren Phänomene des Sternenhimmels, alle Planeten und alle Sterne und alles, was in die Unendlichkeit geht, ist nicht so, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hatte. Es ist alles auf ein gewisses Maß an … betrachtet einmal Vers 20 … Vergänglichkeit reduziert. Es wurde unterworfen, das bedeutet, es wurde niedergerissen … unterworfen, es wurde heruntergebracht … Vergänglichkeit. Das griechische Wort für „Vergänglichkeit“ ist mataiotes und es bedeutet im Prinzip „ohne Erfolg sein“. Das wäre eine gute Bedeutung für das Wort. Man könnte auch sagen „unfähig, ein Ziel zu erreichen.“ Eigentlich, ein Fehlschlag sein.

Der Punkt hier ist also, dass das ganze geschaffene Universum keinen Erfolg dabei hat, das zu sein, wofür es von Gott vorgesehen war. Alles verfehlt Gottes Absichten. Es ist nicht in der Lage, sein Ziel zu erreichen. Es ist nicht in der Lage, seinen Zweck zu erreichen. Es wurde, durch den Sündenfall, buchstäblich einer erfolglosen Existenz unterworfen.

Und dann ist da, in Vers 21, wie ich bereits erwähnte, die Knechtschaft der Sterblichkeit. Knechtschaft weist auf eine Unfähigkeit hin, sich selbst zu befreien, Fesseln, die nicht gelöst werden können. Hier ist das Universum, das erfolglos versucht, seinen beabsichtigten Zweck zu erfüllen und unfähig ist, das zu tun. Nichts im Universum kann das sein, was Gott vorgesehen hatte. Und deshalb ist es den Prinzipien der Sterblichkeit unterworfen. Das lässt sich einfach anhand von zwei Worten definieren … Verfall und letztendlich der Tod … Verfall und Tod. Alles ist Verfall und geht dem Aussterben entgegen. Alles im Universum geht in diese Richtung. Die ganze Sache unterliegt der Knechtschaft der Sterblichkeit.

Und in Vers 22 steht „Die ganze Schöpfung seufzt mit“, stenazo, und dieses Verb wird in der Regel für den Schrei von jemandem verwendet, der sich in einer schrecklichen Lage ohne Hoffnung auf einen Ausweg befindet. Es ist jemand in einer unmöglichen Situation. Hier ist also die gesamte Schöpfung, die unfähig ist, die ihr von Gott zugedachte Funktion zu erfüllen, in Knechtschaft gegenüber dem Prozess des Verfalls und Todes, die mit Seufzern ausruft, welche die Frustration der Unfähigkeit darstellt, sich einer so schrecklichen Situation zu entziehen. Und analog dazu erleidet sie wehenartige Schmerzen. Das ist metaphorisch für die schlimmsten und anhaltenden Schmerzen, die zunehmend stärkeren Schmerzen einer Entbindung sind wie die Schmerzen, die die Schöpfung empfindet. Das Seufzen unter einem andauernden, starken Schmerz wie bei der Entbindung.

Das also ist eine Beschreibung des aktuellen Universums. Und Vers 23 fügt hinzu: „Und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend ...“ Und hier spricht er von den Gläubigen. Jeder seufzt, jeder seufzt unter diesem Verfall und Tod und sogar Gläubige spüren diese Last, sagt er, während wir eifrig unsere Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes erwarten. Wir warten, bis wir schließlich von dieser Knechtschaft der Sterblichkeit erlöst werden, um das zu sein, wofür wir nicht nur geschaffen wurden, sondern wofür wir auch in Christus wiedergeboren wurden.

Es gibt also ein ganzes Universum, das sich am besten durch Römer 8,20-22 erklären lässt. Keine Bildung, keine Sozialisation, keine Zivilisation, keine Psychologie, keine Technologie, keine Physiologie, keine Fortschritte auf irgendeinem dieser Gebiete können dieses unvermeidliche Dilemma je ändern. So ist das im Universum. Alles ist auf den Tod ausgerichtet. Alles befindet sich in einem Prozess des Verfalls. Das gesamte Universum spürt die Auswirkungen der Unterwerfung unter die Vergänglichkeit durch Gott.

Jetzt stellt sich die Frage, was die Ursache für all das war? Wir gehen von einem Universum in Kapitel 1, Vers 31, in dem es heißt, Gott sagt, er sah alles und es war sehr gut, zu einem Universum, in dem nichts sehr gut war. Alles ist verdorben, alles ist betroffen vom Verfall und ist letztendlich auf den Tod ausgerichtet. Das ist eine gewaltige Änderung. Das ist eine pauschale Änderung. Das ist eine komplette Kehrtwende.

Wie ist das alles geschehen? Und dafür möchte ich mit euch zu Römer 5 zurückgehen und euch einen Vers in Erinnerung rufen, den ich euch letzte Woche vorgelesen habe. Römer 5, Vers 12: „Darum gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen ist, weil sie alle gesündigt haben.“ Was man uns hier sagt, ist sehr einfach. Die Sünde kam durch einen einzigen Menschen in die Welt. Und durch diese Sünde kam der Tod und, stillschweigend, natürlich der Verfall, der unvermeidlich zum Tod führt. 1. Korinther 15,22 sagt in noch kürzeren und spezifischen Worten: „Denn gleichwie in Adam alle sterben…“

Hört mir jetzt gut zu. Aller Tod, der im Universum existiert, lässt sich auf einen Mann zurückführen. Er lässt sich auf einen Mann zurückführen, auf Adam. Was Adam im Garten tat, wie in 1. Mose 3 aufgezeichnet, was er tat, als seine Frau ihn dazu verführte, hat buchstäblich Sünde in dieses Universum gebracht und damit den Tod über das gesamte Universum, als Gott alles der Vergänglichkeit unterwarf und der Knechtschaft der Sterblichkeit, und es seufzen und leiden ließ, bis zu dem Tag, wenn er die Erde erneuert, wenn er den Fluch entschärft und schließlich am Ende des Tausendjährigen Reiches, wenn er die gefallene Schöpfung aufhebt und einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft.

Die Geschichte unserer Welt ist die Geschichte der Sünde. Das ist eigentlich alles, was ihr wissen müsst. Kehrt jetzt mit mir zu 1. Mose 3 zurück. Ich möchte eine kleine Übung mit euch machen und ich tue dies eigentlich nur zur Betonung, ihr könntet es wahrscheinlich selbst tun, aber ich möchte, dass ihr zuseht, wie das geschieht. Das Wort „Sünde“ erscheint in 1. Mose 3 nicht, das Wort „Sündenfall“ erscheint in 1. Mose 3 nicht und dennoch nennen wir es das Kapitel, in dem die Sünde in die Welt kam, und das ist ganz richtig so … wir nennen es den Sündenfall und das ist er ganz richtig, der Sündenfall. Daraus ergibt sich also die Frage, woher wir wissen, dass dies wirklich so riesig ist, wie wir behaupten? Ich meine ... um es einfach auszudrücken, ich habe euch das letzte Woche gesagt, die Juden betrachten die Geschichte in 1. Mose 3 und sagen: „Nun, das war Adam und das war Eva, das war ihr Problem ... nichts wurde von ihnen an uns vererbt.“ Die jüdische Theologie glaubt nicht an totale Verderbtheit, sie glauben nicht an die Erbsünde. Sie denken, wir alle kommen als unbeschriebenes Blatt auf die Welt und haben das Privileg, eine Entscheidung zu treffen, die wirklich nur uns betrifft.

So funktioniert das nicht. Wie ich euch in Römer 5,12 vorgelesen habe, sind wir alle untergegangen, als Adam unterging. Durch die Sünde eines Menschen kam die Sünde in die Welt und mit dieser Sünde kam der Tod. Wir alle sind gestorben, alles ist gestorben, als Adam sündigte. Und so ist alles, durch den Verlauf der ganzen menschlichen Geschichte, schlecht. Und wenn ihr das anzweifelt, müsst ihr nur aus Kapitel 3 herauskommen, ihr müsst nur aus Kapitel 3 herauskommen. In Kapitel 3 fühlten sie, laut Vers 7, zum ersten Mal Scham. Kapitel 2 endet in Vers 25 damit, dass der Mann und seine Frau nackt waren und sich nicht schämten. Wisst ihr, warum sie nackt sein konnten, ohne sich zu schämen? Weil sie keinerlei böse Gedanken hegten, über nichts. Böse Gedanken existierten nicht. Ihre Gedanken waren nur rein und ehrten und erhoben Gott. Und ihre Perspektive war Gottes Perspektive. Es gab kein Ego, es gab kein „ich“, sie betrachteten die Welt nicht auf egoistische Weise. Es gab keinerlei verdrehte Gedanken. So etwas wie böse Gedanken gab es nicht. Und deshalb gab es keinen Grund, sich für ihre Nacktheit zu schämen. Komplette Blöße des Mannes und der Frau, ohne jegliche Scham, weil es nichts Böses in ihren Köpfen oder in ihren Handlungen gab.

Aber plötzlich, in Vers 7 von Kapitel 3, wurden ihnen die Augen geöffnet und sie wussten, dass sie nackt waren. Plötzlich hatten sie Gedanken, die sie nie zuvor gehabt hatten. Plötzlich dachten sie Dinge, die sie nie zuvor gedacht hatten, und die lähmende Wirklichkeit der Bosheit veranlasste sie, sich zu schämen, und deshalb bedeckten sie sich. Und hier ist der erste Hinweis auf böse Gedanken … böse Gedanken. Dann ist da die nächste Sache, die folgte; sie wollten sich vor Gott verstecken. In Vers 8 versuchten sie, sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN zu verstecken. Irgendetwas ist hier völlig anders. Plötzlich haben sie böse Gedanken und schämen sich und müssen sich bedecken und dann wollen sie vor Gott davonlaufen. Zuvor waren sie mit Gott gewandelt, hatten sich mit ihm in den kühlen Stunden des Tages unterhalten und es gab kein Grund, vor Gott davonzulaufen, weil es nichts zu verbergen gab. Es gab keine Gedanken, die Gott nicht wissen durfte, es gab keine Worte, die Gott nicht hören durfte, es gab keine Handlungen, die Gott nicht sehen durfte. Und jetzt wollten sie plötzlich vor Gott davonlaufen und sich von ihm entfernen und Gott muss nach ihnen suchen.

Und wenn ihr das Kapitel weiter verfolgt, seht ihr, dass Gott sie mit dem konfrontiert, was sie getan haben, und Adam sagt. „Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die … sie hat es getan.“ Hier hört man die Schuldzuweisung. Er hat übrigens nicht wirklich Eva die Schuld gegeben, sondern Gott. Er sagte nicht „diese Frau“, er sagte, „die Frau, die du mir gegeben hast“. Er sagte also quasi, ich bin als Lediger eingeschlafen und als Verheirateter aufgewacht. Und ehrlich gesagt, Gott, hättest du jede beliebige Frau auswählen können, und du hast sie gewählt, dafür bin ich nicht verantwortlich. Er gibt also in Wirklichkeit Gott die Schuld.

Jetzt gibt es also ein schuldgeplagtes Gewissen, Gefühle der Scham und Verstecken vor Gott. Und dann die mangelnde Bereitschaft, Verantwortung für die eigene Sünde zu übernehmen, was die Schuld nicht einem anderen Menschen zuschiebt, sondern Gott selbst und sagt: „Nun, Gott, wenn du die Welt nicht so gemacht hättest, wie du sie gemacht hast, und wenn du mir nicht die Frau gegeben hättest, die du mir gegeben hast, dann wäre es so. Es ist wirklich deine Schuld.“

Und dann erlegt Gott ihnen einen Fluch auf. „Verflucht“ Vers 14, „verflucht“ Vers 17 … Gott verfluchte sie und das ganze Universum spürte den Fluch. Es war offensichtlich, dass der Fluch sich auf mehr als nur sie beide auswirkte. Da ist das Vieh, sie waren mehr verflucht als das Vieh, sie waren mehr verflucht als alle Tiere des Feldes, aber hier sprach er zu Satan. Satan würde mehr verflucht sein, als jedes andere Tier, aber die Tiere würden verflucht sein. Und die Frau würde verflucht sein durch Schmerzen bei der Entbindung und Konflikt in der Ehe. Und der Mann würde verflucht sein, weil der Boden verflucht sein würde, sodass er Dornen und Disteln hervorbringen würde, und es würde nicht so sein, wie es im Paradies von Eden war, und so könnt ihr sehen, wie der Fluch überall spürbar wird. Und wir werden das zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher behandeln.

Und dann kommt ihr zum Ende von Kapitel 3 und beide werden aus dem Garten Eden vertrieben, weil Gott sie davor schützen musste, vom Baum des Lebens zu essen, damit sie nicht für immer in einem Zustand lebten, der mit einem Fluch belastet war. Das wäre wirklich der ultimative Fluch gewesen.

Nun, wir wissen nicht, an welchem Punkt zwischen dem sechsten Tag und dem siebten Tag, an dem Gott sich ausruhte, und der Geburt ihres ersten Kindes der Sündenfall sich ereignete, wir wissen nicht, wie lange sie in der Glückseligkeit von Eden lebten. Aber in Kapitel 4, als sie schwanger wurden, waren sie bereits gefallen. Das ist sehr deutlich, denn sie brachten sündhafte Kinder auf die Welt, die Gott ein Opfer darbringen mussten. Es wäre nicht nötig, Gott ein Opfer darzubringen, wenn wir nicht ein gefallener Sünder wären.

Und das, was wir dann in Kapitel 4 sehen, ist Mord, nicht wahr? Das erste Verbrechen, das in der Bibel verzeichnet ist, Mord … Kain tötet seinen Bruder Abel. Weiter unten in Kapitel 4, Vers 19, heißt es: „Lamech aber nahm sich zwei Frauen.“ Jetzt gibt es Polygamie. Geht weiter zu Vers 23: „Und Lamech sprach zu seinen Frauen: ‚Ada und Zilla, hört meine Stimme! Ihr Frauen Lamechs, vernehmt meinen Spruch! Einen Mann erschlug ich, weil er mich verwundet [...] hat.’“ Hier sehen wir Mord aus Rache. Hier ist ein zweiter Mord und wir befinden uns noch immer im vierten Kapitel.

Geht nach der Ahnentafel einmal weiter zu Kapitel 6. Die Ahnentafel weist darauf hin, dass Jahre vergehen, und die Jahre sind in jener Ahnentafel aufgeführt, das Buch von Adams Nachkommen. Ihr könnt sie selbst lesen, es sagt ihnen, wie lange sie gelebt haben. Und in Kapitel 6, Vers 5, steht, dass „der HERR sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse waren. Da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der HERR sprach: ‚Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, von Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe!’“

Sie alle spürten den Fluch. Das ganze geschaffene Leben spürte den Fluch. Und Gott sagt ... ich werde das einfach alles ausmerzen. Vers 11: „Die Erde aber war verderbt vor Gott und erfüllt mit Frevel. Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde.“ Ich weiß nicht, wie oft er „verderbt“ sagen muss, aber er sagt es dreimal. Vers 13: „Da sprach Gott zu Noah“ und in Vers 9 erfahren wir „Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn“, er war, zusammen mit seinen Söhnen und deren Ehefrauen und seiner Frau der einzig Gerechte. Gott sagt: „Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel gefüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen.“ Und er tat das in der Flut, er zerstörte sie und zerstörte buchstäblich die Erde in dem Sinne, dass er sie neu gestaltete. Und wenn wir zur Flut in Kapitel 6 kommen, werden wir darüber reden.

Ehrlich gesagt sagt uns das … und ich denke, die eindringlichsten Beschreibungen der Bibel über das Ausmaß der menschlichen Sünde finden sich hier in Kapitel 6. Wenn ihr wissen wollt, wie schlimm es war und wie schlimm es sehr schnell wurde, müsst ihr nur lesen, was unser Herr sah, in Vers 5: „...daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles ... alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse war.“ Das ist eine sehr umfassende Aussage … in dem Maß, dass Gott bereute, den Menschen auf der Erde gemacht zu haben und es sein Herz betrübte. Er sagte: „Ich werde sie auslöschen“, und weiter unten in Versen 11 und 12, wie ich bereits vorgelesen habe, verderbt … verderbt … verderbt.

Das ist wieder die eindringlichste Beschreibung des Ausmaßes der menschlichen Sünde in der Bibel. Und das ist in der Urzeit. Und ehrlich gesagt sehen wir keinen Fortschritt. Es ist nicht so, als hätte Gott den Menschen geschaffen und dieser sei zunehmend besser geworden. Gott schuf den Menschen und er wurde sofort schlimmer und wird zunehmend schlimmer.

Diese Beschreibung enthält sieben Elemente. Ich möchte die nur kurz für euch anführen. Sieben … Sünde wird auf sieben wesentliche Weisen angedeutet. Erstens in ihrem Ausmaß … in ihrem Ausmaß auf der Erde … auf der Erde. Sie war im Prinzip weltweit. Vers 6: „Da reute es den HERRN, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde.“ In Vers 7 wird er sie auf der ganzen Erde ausmerzen. Vers 12: „Und Gott sah die Erde an, und siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf der Erde.“

Erstens also war das Ausmaß dieser Sünde auf der ganzen Erde. Zweitens, die Innerlichkeit dieser Sünde. Sie war systemisch, sie war endemisch, sie steckte in den Menschen, wie Vers 5 andeutet: „alles Trachten der Gedanken seines Herzens“, das sind die Gedanken, alle Absichten oder Gedanken seines Herzens.

Das Ausmaß der Sünde, die ganze Erde. Die Innerlichkeit der Sünde, bis in die innersten Gedanken. Und es geht noch tiefer in das Wesen des Menschen, es formt dessen Gedanken. Nicht nur die Gedanken, sondern auch das Trachten jener Gedanken. Ihr stellt euch dahinter. Wir könnten sogar sagen, die Motivation des Menschen ist verderbt. Die ganze Erde ist verderbt. Das Denken des Menschen ist verderbt. Sein Verstand ist verderbt und seine tiefe Motivation ist verderbt.

Und dann spricht er über den vollkommen exklusiven Charakter dieser Sünde. In Vers 5 sagt er: „… war allezeit nur böse.“ Das Verhalten der Menschen war ausschließlich böse … ausschließlich böse. Und es war ausschließlich böse, fünftens, allezeit … allezeit.

So seht ihr also die Sünde in ihrem Ausmaß. Ihr seht die Sünde in ihrer Innerlichkeit in den Gedankenmustern, und ihr seht sie in ihrer Motivation bis hinunter zum Niveau ihrer Absichten. Und ihr seht ihre Ausschließlichkeit, es ist immer nur Sünde, und ihr seht ihre Beständigkeit, es ist allezeit Sünde. Und dann sagt er über die Sünde in ihrer Einschließlichkeit weiter unten in Vers 12: „Denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt.“ Alles Fleisch ... alles Fleisch. Wenn ihr Kapitel 8, Vers 21, lesen würdet, fändet ihr dort eine Wiederholung einer Aussage, mit einem geringfügigen Unterschied. In der Mitte von Vers 21: „Das Trachten des menschlichen Herzens [ist] böse von seiner Jugend an.“ Das zeigt den frühen Eintritt der Sünde an, von Anbeginn des Lebens.

Ihr seht also tatsächlich … hier findet sich eine sehr ausführliche Beschreibung der Verderbtheit. Es ist eine sehr ausführliche, sorgfältige Beschreibung der umfassenden Verdammnis des Menschen. Und wir befinden uns in Kapitel 6 von 1. Mose und es ist so schlimm … so schlimm, dass Gott den gesamten Planeten überflutet, außer acht Menschen, in einer weltweiten Flut. Seht einmal auf Kapitel 7, Vers 23, dort seht ihr, wie schlimm es war. „Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und zu den Vögeln des Himmels - alles wurde von der Erde vertilgt; nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.“ Gott löschte den Planeten buchstäblich aus, mit Ausnahme der Tiere, die in der Arche waren, und der acht Personen in der Familie von Noah.

Wenn ihr die Geschichte bis Kapitel 9 verfolgt, sahen Noah und seine Familie dort das Wasser endlich zurückgehen. Noah erhält also einen neuen Auftrag, denselben Auftrag, den Adam und Eva erhalten hatten. Kapitel 9, Vers 1: „Also gut, Noah, du und deine Familie, zieht aus, seid fruchtbar und mehret euch und bevölkert die Erde wieder.“ Lasst es uns ein zweites Mal versuchen, Leute. „Und ihr könnt über die Tiere herrschen“, sagt er ihnen in Vers 2. „Furcht und Schrecken vor euch soll über alle Tiere der Erde kommen und über alle Vögel des Himmels, über alles, was sich regt auf dem Erdboden, und über alle Fische im Meer; in eure Hand sind sie gegeben.“ Und hier sagt er, ihr könnt alles töten, was ihr wollt. Ja, ihr könnt alles töten, was ihr wollt. Alles, was sich regt, Vers 3, was lebt, was lebt, soll euch zur Nahrung dienen.

Er sagt also … zieht aus und tut das, wozu ich ursprünglich Adam und Eva das Recht gegeben hatte, nämlich über die Schöpfung zu herrschen, obwohl sie ursprünglich vor dem Sündenfall keine Tiere töten sollten, es gab keinen Tod, weil es keine Sünde gab. Jetzt aber können sie die Tiere, die ihnen gegeben wurden, töten, fruchtbar sein, sich mehren; lasst es uns noch einmal versuchen.

Bereits am Ende des Kapitels ist die Situation schrecklich … eine absolut schreckliche Situation. Noah ist betrunken und wird auf eine unzüchtige, sexuelle Weise entblößt. Und es wird ein Fluch über seinen Sohn ausgesprochen, weil er die Nacktheit seines Vaters in dessen Trunkenheit gesehen hatte. Er war betrunken und er war nackt auf eine unzüchtige Art; hier sehen wir also die erste sexuelle Sünde.

Kapitel 10 enthält weitere Ahnentafeln und dann geht es mit Kapitel 11 weiter. Wenn ihr hier zu Vers 7 geht, findet ihr Zwietracht … die Zwietracht wird hier eingeleitet durch die Verwirrung von Sprachen. Wenn ihr zu Kapitel 12, Verse 10 bis 20, kommt, wird hier gelogen; Abraham lügt wegen seiner Frau, Sarah, und behauptet, sie sei nicht seine Frau. Er lügt, weil er Gott nicht vertraut. Er sagt dem Pharao, Sarah sei seine Schwester.

In Kapitel 13, Vers 7, gibt es Streit zwischen den Hirten über Abrahams Vieh, das Vieh von Abraham und Lot. In Kapitel 13, Vers 13, lesen wir über Sodom: „Aber die Leute von Sodom waren sehr böse und sündigten schlimm gegen den HERRN.“ In Sodom wissen wir, worin die Sünde bestand. Was war das? Es war die Sünde der Homosexualität. Und ich bin sicher, allerlei andere, dazugehörige Sünden. In Kapitel 14 gibt es den ersten Krieg. In Kapitel 15, Vers 4, gibt es Ehebruch, Abraham mit Hagar, aus dem ein Sohn hervorgeht. In Kapitel 18, Vers 20, sagt der Herr wieder: „Das Geschrei über Sodom und Gomorra ist groß, und ihre Sünde ist sehr schwer.“ Die Dinge werden schlimmer.

Kapitel 19, die ganze hässliche, irgendwie bizarre homosexuelle Aktivität. Am Ende von Kapitel 19 versuchen die Homosexuellen übrigens sogar, die Engel zu vergewaltigen, die in 1. Mose 19 auf die Erde herabgekommen waren. Am Ende dieses Kapitels begeht Lot Inzest mit seinen beiden Töchtern. In Kapitel 20 wird wieder gelogen. In Kapitel 21 sehen wir Grausamkeit gegenüber Hagar und Ismael. In Kapitel 22, Vers 24, finden wir die erste Nebenfrau … das ist in der heutigen Umgangssprache eine Sexsklavin. In Kapitel 26 gibt es eine Hungersnot. Außerdem wird in Kapitel 26 gelogen; ich werde nicht ins Detail gehen, aber Isaak folgte dem Vorbild seines Vaters Abraham und log wegen seiner Frau, so, wie sein Vater gelogen hatte.

In Kapitel 26, Verse 18 bis 22, gibt es einen schrecklichen Streit. Einen Streit über Wasserbrunnen. In Kapitel 27 finden wir Täuschung. Es geht einfach immer weiter … ich könnte noch eine Stunde fortfahren.

Aber ich möchte euch nur eine Kurzfassung geben … 29, Verrat, Täuschung. Kapitel 30, Zorn. Kapitel 30, Ehebruch. Kapitel 30, Polygamie. Kapitel 31, Täuschung. Kapitel 31, Diebstahl. Kapitel 31, Götzenanbetung. Kapitel 31, Zorn. Kapitel 31, Unerbittlichkeit oder mangelnde Bereitschaft, nachzugeben. Kapitel 32, Hass. Kapitel 34, Vergewaltigung. Kapitel 34, Massenmord. Kapitel 34, Plünderei. Kapitel 35, Götzenanbetung. Kapitel 37, Verkauf eines Menschen in die Sklaverei, Verrat. Kapitel 37, Hurerei und Inzest, und so geht es immer weiter.

Würdet ihr nicht sagen, dass sich etwas drastisch geändert hat seit der Aussage: „Und Gott sah, alles was er gemacht hatte; und siehe es war sehr gut“? Ja. Etwas hat sich definitiv geändert. Und was sich geändert hat, ist in 1. Mose 3 aufgezeichnet. Was sich geändert hat, ist, dass die Sünde auf der Bildfläche erschien und alles verunreinigte und den Tod mit sich brachte. Durch einen Mann kam die Sünde in die Welt und der Tod wurde an alle Menschen vererbt, weil wir alle gesündigt haben.

Wie sollen wir die Sünde verstehen? Wir werden zu 1. Mose 3 zurückgehen und Details betrachten, aber ich möchte, dass ihr die Welt versteht, in der wir leben. Wie sollen wir Sünde definieren und verstehen?

Wir haben fünf Fragen, mit denen wir uns befassen. Die erste Frage, an die ich euch erinnern möchte: Was ist Sünde? Was ist Sünde? Nun, wenn ihr die hebräischen Worte aus dem Alten Testament betrachtet, findet ihr eine Reihe von Worten, die zur Beschreibung von Sünde verwendet werden … mehr als ein Dutzend. Sie bedeuten, sich zu irren, vom richtigen Weg abzuweichen, umherzuschweifen, überschreiten, vom Weg abweichen oder von der Wahrheit abweichen, rebellieren, verfehlen, störrisch sein, ungläubig oder verräterisch handeln, hinterlistig sein, gewalttätig handeln, ein Unrecht tun und Worte wie Schlechtigkeit und Bosheit. Es gibt auch ein hebräisches Wort für „schuldig sein“, ein anders für „kränken“, noch eines für „ungerecht sein“, ein weiteres für „verdrehen“, noch eines für „verzerren“ und wieder eines für „pervers sein“. All das sind Möglichkeiten, die Sünden zu beschreiben oder zu definieren.

Und im Neuen Testament gibt es ebenfalls eine Reihe von Worten, um Sünde zu definieren. Hier bedeutet es, das Ziel zu verfehlen, vom rechten Weg abzuweichen, übertreten. Es bedeutet, Böses zu tun, zu fallen, ungehorsam zu sein, unbelehrbar zu sein, ungerecht, gottlos, tadelnswert, unwissend, etwas schulden, böse zu sein, gegen Gott zu sein etc. All diese Dinge.

Aber wie haben wir es zusammengefasst? Wir haben es mit 1. Johannes 3,4 zusammengefasst: „Die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“ Sünde bedeutet, Gott gegenüber ungehorsam zu sein. Das ist es. Und so habe ich euch diese Definition gegeben. Sünde ist ein persönlicher Mangel an Konformität mit dem moralischen Charakter und Gesetz Gottes. Sünde ist ein persönlicher Mangel an Konformität mit dem moralischen Charakter und Gesetz Gottes. Alles, das weniger als die Heiligkeit Gottes ist, ist Sünde. Wenn ihr nicht so heilig wie Gott seid, ist das Sünde. Und wenn ihr etwas tut, das gegen dieses Gesetz verstößt, ist das Sünde. Sünde ist also ein persönlicher Mangel an Konformität mit dem moralischen Charakter und Gesetz Gottes. Und ich bekenne, das ist meine eigene Definition. Das ist eine Definition, die ich selbst erarbeitet habe, weil ich denke, dass sie es zusammenfasst. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Handlung oder Unterlassung, die nicht mit dem perfekten, heiligen Charakter Gottes übereinstimmt oder auf irgendeine Weise gegen sein Gesetz verstößt, ist Sünde. Das ist Gesetzlosigkeit. Und die Satzstruktur von 1. Johannes 3,4 macht Gesetzlosigkeit und Sünde zu Synonymen.

Wie ich bereits vor einer Woche sagte, könnt ihr Sünde nicht als einen Verstoß gegen Gottes Gesetz definieren, wenn ihr nicht glaubt, dass die Bibel Gottes Gesetz ist, nicht wahr? Weil unsere Gesellschaft die Bibel ablehnt, gibt es also keine Definition der Sünde und wir machen ständig Umfragen.

Ihr sagt: „Nun, wie steht es mit Menschen, die Gottes Gesetz nicht haben? Was ist mit Menschen, die Gottes Gesetz nicht kennen?“ Nun, laut Römer 1 haben sie keine Ausrede, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, durch die geschaffene Welt und im Kopf. Und in Römer Kapitel 2 heißt es, das Gesetz Gottes ist … wo? … in ihre Herzen geschrieben. Das Gesetz Gottes in unseren Herzen zu haben, ist Bestandteil der menschlichen Existenz; das ist ein Gesetz, das im Einklang mit der Schrift ist.

Sünde ist also ein Verstoß gegen Gott. Deshalb sagt David in Psalm 51,6: „An dir allein habe ich gesündigt.“ Jede Sünde ist letztendlich und in erster Instanz gegen Gott gerichtet. Vielleicht sündigt ihr auf irgendeine Weise gegen einen anderen Menschen, aber das ist nebensächlich, verglichen mit der wahren Richtung der Sünde, nämlich ein Verstoß gegen Gott, der der Gesetzgeber und moralisch perfekt ist.

So definieren wir Sünde. Die zweite Frage, die wir gestellt haben, lautete: Wie ist Sünde? Und ich habe euch gesagt, dass Sünde verunreinigend ist, das heißt, sie ist eine Veranlagung des Herzens, die alles, was wir denken, sagen und tun verdirbt, sodass wir sagen müssen, das Herz ist überaus trügerisch und bösartig. Wir müssen sagen, dass nichts Gutes in uns steckt. Selbst das Beste an uns ist nur wie ein beflecktes Kleid. Es ist eine schwerwiegende Verunreinigung in unserem Wesen, die alles verdirbt, was wir tun.

Zweitens ist die Sünde nicht nur verunreinigend, sie ist Rebellion. Sie verachtet ihrem Wesen nach Gott. Es ist Bestandteil ihres Wesens, Gott zu entthronen und sich selbst auf den Thron zu setzen.

Drittens ist die Sünde nicht nur Rebellion, sie ist Undankbarkeit. Das ist wie bei den neun Leprakranken, die von Jesus geheilt wurden und nie zurückkehrten, um sich zu bedanken. Sünde bedeutet, alles zu nehmen, was Gott uns in seiner geschaffenen Welt gegeben hat, und ihm niemals Dank dafür zu geben. Sünde ist äußerste Undankbarkeit.

Wir haben euch letztes Mal gesagt, Sünde ist verunreinigend, Rebellion und Undankbarkeit. Und ich glaube, wir haben an diesem Punkt aufgehört. Sünde ist anstrengend. Haben wir das erwähnt? Sünde ist anstrengend. Wisst ihr, die meisten Menschen kommen schwitzend in die Hölle, weil sie eifrig bemüht sind, soviel zu sündigen, wie es nur geht. Sünde bringt Schmerzen und Tod mit sich, und dennoch bemühen die Menschen sich sehr, erfolgreich zu sündigen. Sie werden von ihrer eigenen Begierde gereizt, wie Jakobus sagt, und wenn sie die Begierde empfangen haben, gebiert sie die Sünde. In Jeremia 8,23 sagt Jeremia: „O, daß mein Haupt zu Wasser würde und mein Auge zum Tränenquell, so würde ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter meines Volkes beweinen.“ Er weint über die sündhaften Leute, die von Gott bestraft werden. Er sagte: „O daß ich in der Wüste eine Herberge für Wanderer hätte, daß ich mein Volk verlassen und von ihm wegziehen könnte! Denn sie sind alle Ehebrecher und ein treuloser Haufen. Sie haben ihre Zunge als ihren Bogen mit Lügen gespannt, und nicht durch Wahrheit sind sie mächtig geworden; denn sie schreiten fort von Bosheit zu Bosheit; mich aber erkennen sie nicht! spricht der Herr.“ Sie gehen einfach von einer Sünde zur nächsten über und immer weiter. „Jeder hüte sich vor seinem Freund, und keiner traue seinem Bruder! Denn jeder Bruder übt Hinterlist, und jeder Freund geht als Verleumder umher. Einer hintergeht den anderen, und die Wahrheit reden sie nicht; sie haben ihre Zungen das Lügen gelehrt.“ Hört einmal auf Folgendes in Vers 4b: „Sie mühen sich ab mit Unrechttun.“ Sie mühen sich ab mit Unrechttun. Sie ziehen schwitzend in die Hölle ein.

Psalm 7,15: „Siehe, da liegt einer in Geburtswehen mit Bösem.“ Sie sind buchstäblich unnachgiebig und leidenschaftlich davon getrieben, zu sündigen, und das ermüdet sie. Das wird in 1. Mose 19 auf sehr dramatische Weise illustriert. Erinnert ihr euch, was dort geschah? Am Abend kamen zwei Engel nach Sodom. Wie Engel das tun können, nehmen sie menschliche Gestalt an. Und die beiden Engel erschienen in männlicher Gestalt und Lot sah sie, ging auf sie zu, verbeugte sein Angesicht vor ihnen und sagte: „Siehe, meine Herren! Kehrt ein in das Haus eures Knechtes.“ Er sieht diese wunderschönen Engel in ihrer Erscheinung als Männer und er sagt ... geht schnell ins Haus, bitte, bleibt über Nacht und wascht eure Füße. Damit deutet er an, dass sie sehr menschlich erschienen. „So mögt ihr am Morgen früh aufstehen und euren Weg ziehen.“ Sie lehnten ab. „Wir wollen im Freien übernachten.“ Wir bleiben einfach hier draußen. Er ermahnte sie eindringlich. „Da kehrten sie bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er bereitete ihnen ein Mahl und machte ungesäuerte Brotfladen; und sie aßen.“

„Aber ehe sie sich hinlegten, umringten die Männer die Stadt das Haus, die Männer von Sodom, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden.“ Das ist … eine Schar von Männern versammelt sich um sein Haus. „Und [sie] riefen Lot und sprachen zu ihm: ‚Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Bring sie heraus zu uns, damit wir uns über sie hermachen.’“ Ich meine, das ist ziemlich unverhohlen, nicht wahr? Wir wollen Geschlechtsverkehr mit diesen beiden wunderschönen Männern haben. Lot ging zu ihnen hinaus in den Eingang und schloss die Tür hinter sich. Er sagte: „Ach, meine Brüder, versündigt euch doch nicht! Siehe, ich habe zwei Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt; die will ich zu euch hinausführen, damit ihr es mit ihnen tut, wie es gut ist in euren Augen; nur diesen Männern tut nichts, denn sie sind doch unter den Schatten meines Daches gekommen.“ Was für törichtes, törichtes Verhalten seinerseits. Sie sagten: „Mach, daß du fortkommst! Wir sind an Frauen nicht interessiert. Und sie sagten: ‚Der ist der einzige Fremdling hier und will den Richter spielen! Nun wollen wir … und sie reden hier über Lot … nun wollen wir’s mit dir noch schlimmer treiben als mit ihnen. Und sie drangen heftig auf den Mann Lot ein und machten sich daran, die Tür aufzubrechen. Da streckten die Männer ihre Hände hinaus und zogen Lot zu sich hinein und schlossen die Tür zu.“ Das waren die Engel. „Und sie schlugen die Männer vor der Haustür mit Blindheit“, seht einmal auf das hier, „klein und groß. Sie machten sie alle blind, so daß sie müde wurden, die Tür zu suchen.“

Wisst ihr was? Sie gaben nicht auf. Sie wurden einfach blind … sie wurden einfach blind und versuchten immer noch, die Tür zu öffnen. So etwas nennt man wohl eine verzehrende Leidenschaft … das ist buchstäblich ein Hinweis auf die Tatsache, dass Sünde anstrengend ist. Sie verzehrt das Leben und die Energie von Menschen.

In Sprüche 4,16 steht: „Denn sie schlafen nicht, wenn sie nicht Böses getan haben.“ Sie können nicht schlafen, wenn sie nicht jemanden zu Fall gebracht haben. Sie bleiben nur wach, um Bosheiten zu begehen. Das ist Sünde. Es ist anstrengend, zu sündigen.

In Jesaja 5,18 sagt er sogar: „Wehe denen, die ihre Schuld an Lügenstricken hinter sich herschleppen und die Sünde … die Sünde wie an Wagenseilen.“ Sie sind wie ein Ochse, ein dummer Ochse, der vor eine Wagenladung mit Sünde gespannt ist; sie ziehen diesen umher wie ein Lasttier. Das ist es, was Sünder tun. Sünde ist ermüdend, Sünde ist anstrengend. Sie ist verunreinigend, sie befleckt uns bis tief ins Innerste unseres Wesens. Sie ist Rebellion gegen Gott, sie will Gott entthronen. Sünde ist Undankbarkeit gegenüber Gott. Und sie ist ein lebensverzehrendes, anstrengendes Unterfangen und die Sünder ermüden sich selbst in ihrem Bemühen, ihre Gelüste zu befriedigen.

Fünftens, Sünde ist unheilbar tödlich … Sünde ist unheilbar tödlich. Die Seele, die sündigt, wird sterben, sagt Hesekiel 18. Und Römer 6,23: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ Und der Mensch kann das nicht ändern, denn sein Herz ist überaus trügerisch und boshaft, Jeremia 17. Das ganze Haupt ist krank, wie wir in Jesaja 1,4-6 lesen. Es ist krank vom Scheitel bis zur Sohle und alles dazwischen. Und er wurde von einer unheilbaren Krankheit befallen, die ihn letztendlich töten wird, und sein Tod wird ewig währen. Jeremia 13,23 drückt das folgendermaßen aus: „Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln, oder ein Leopard seine Flecken?“ Natürlich nicht. „Dann könnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Böses zu tun.“ Ihr könnt ebenso wenig Gutes tun, wie ein Leopard seine Flecken verwandeln kann, indem er sie sich wegwünscht, oder ein Äthiopier seine dunkle Hautfarbe ändern kann.

Das Problem ist, dass das Gewissen des Menschen, selbst tief im Innersten, verunreinigt ist. In Titus 1,15 lesen wir: „… auch ihr[e] Gewissen sind befleckt.“ Selbst der göttlich gewährte Mechanismus, der sie dazu veranlassen soll, recht zu tun, ist befleckt. Das Warnsystem ist kaputt. Das Warnsystem ist befleckt. Sünde ist unheilbar. John Flavel, der Puritaner, schrieb Folgendes: „Alle Tränen eines bußfertigen Sünders, auch wenn er so viele vergießen sollte, wie Regentropfen seit der Schöpfung gefallen sind, können nicht eine einzige Sünde ausmerzen. Das ewige Feuer in der Hölle kann das lodernde Gewissen nicht von der geringsten Sünde läutern.“

Es gibt kein menschliches Heilmittel. Es gibt keine Möglichkeit für den Sünder, seine Sünde selbst in der Hölle zu sühnen; deshalb währt die Hölle für immer, sie sühnt seine Sünde nicht. Es gibt kein menschliches Heilmittel, keinen Entschluss, keine Reformation, keine Religion, keine Umerziehung. Nichts, was der Mensch tut, kann die tödliche Krankheit heilen … sie wird ihn physisch töten, so wie sie ihn geistlich getötet hat und ihn letztendlich für ewig töten wird.

Beachtet bitte Folgendes. Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person. Gott ist kein Rassist. Gott widersetzt sich einer Person nicht oder lehnt eine Person aufgrund ihrer Rasse oder Farbe ab oder weil sie arm oder unwissend oder ungebildet oder behindert oder schwach oder krank oder unbeliebt ist oder verachtet wird oder ein Außenseiter ist. Gott widersetzt sich keinem Menschen bzw. lehnt keinen Menschen aus irgendeinem dieser Gründe ab. Gott lehnt durchaus Menschen ab, aber er lehnt sie ab, weil sie Sünder sind. Der Lohn der Sünde ist der Tod. Die Seele, die sündigt, wird sterben. Der Mensch ist dazu bestimmt, einmal zu sterben, und danach kommt das Gericht.

Deshalb sagt Gott durch die Worte von Jeremia in Jeremia 44,4: „Begeht doch diesen Greuel nicht, den ich hasse.“ Tut es nicht. Das also ist der Charakter der Sünde.

Das führt zu einer dritten Frage, für deren Beantwortung wir heute Abend wahrscheinlich keine Zeit mehr haben, aber ich denke, wir werden sie euch zumindest kurz vorstellen. Wie viele Menschen betrifft die Sünde? Was ist Sünde? Wie ist Sünde? Wie viele Menschen betrifft die Sünde?

Schlagt bitte Römer 3 auf. Ich möchte euch an 1. Korinther 15,22 erinnern: „Denn gleichwie in Adam alle sterben.“ Römer 5,12: „Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod […] weil sie alle gesündigt haben.“ Wo immer es Tod gibt, da ist Sünde. Und jeder stirbt, also ist jeder ein Sünder, das verstehen wir. Aber seht euch einmal die direkteste Aussage in dieser Hinsicht an, Römer 3, Vers 10: „Wie geschrieben steht:“, und das stammt überwiegend aus Psalm 14, den ersten drei Versen, „ ‚Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner der verständig ist, der nach Gott fragt.’ Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!“ Das ist es. Das ist es.

Geht jetzt einmal weiter zu Vers 19: „Wir wissen aber, dass das Gesetz“, das ist das Gesetz Gottes, „dass das Gesetz alles, was es spricht, zu denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde“, und das soll heißen, dass es niemanden auf der Erde gibt, der ein erfolgreiches Argument zu seiner eigenen Verteidigung anbringen kann. Jeder Mund wird durch Gottes Gesetz gestopft, gegen das wir alle verstoßen haben, und die ganze Welt ist Gott gegenüber rechenschaftspflichtig. Es ist keiner gerecht, auch nicht einer. Universelles Übel. Es ist keiner, der verständig ist, universelle Unwissenheit. „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit …“, lesen wir in 1. Korinther 2,14. Niemand ist gerecht, nicht ein Einziger, und das wird hinzugefügt, weil jemand sagen würde „… außer ich“. Deshalb sagt der Heilige Geist … „Nein, du nicht. Niemand. Da ist niemand, der nach Gott fragt. Das ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer“, sagt Vers 12, nicht ein Einziger.

Und Vers 23 fasst es zusammen: „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“ Das beantwortet also die Frage, eine relativ einfache Frage … wie viele Menschen betrifft Sünde? Die Antwort lautet: jeden. Wie viele Menschen sterben? Jeder. Kennt ihr jemanden, der nicht altert? Nun, es gibt viele Menschen, die versuchen, das auf vielerlei Weise zu bekämpfen. Das ist in Ordnung, aber kennt ihr jemanden, der nicht altert? Kennt ihr jemanden, der für immer 21 ist? Kennt ihr jemanden, der nicht älter wird? Jeder stirbt, jeder wird älter … jeder. Und jeder stirbt, weil jeder der Sünde unterliegt.

Sünde ist die verunreinigende, degenerative Macht im menschlichen Leben. Deshalb blickt David in Psalm 51 zurück und sagt: „In Sünde hat mich meine Mutter empfangen.“ Er meint nicht, dass er ein uneheliches Kind war, sondern, dass er zum Zeitpunkt seiner Empfängnis ein Sünder war. Zum Zeitpunkt meiner Empfängnis war ich ein Sünder, zum Zeitpunkt meiner Geburt war ich ein Sünder. Ich kam als Sünder auf die Welt. Und wenn ihr meine DNS auf Sünde untersucht, werdet ihr sie nicht finden. Man kann sie bei einer Untersuchung ebenso wenig sehen, wie man die Sünde bei einem Röntgenbild meines Gehirns sehen kann. Seid ihr nicht froh, wenn ihr ein MRT macht, dass das Ding eure Gedanken nicht lesen kann? Es ist nicht möglich, einen Gedanken zu röntgen. Es ist nicht möglich, eure Sünde in eurer DNS zu finden. Das könnt ihr nur in der geheimnisvollen Realität eures Wesens finden. Wir alle sterben, also sündigen wir alle.

Nicht jeder ist jedoch so schlimm, wie er sein könnte. Nicht jeder ist so schlecht wie jeder andere. Nicht jeder ist so schlecht wie möglich. Aber jeder ist schlecht genug, um in die Hölle verdammt zu werden. Und jeder ist unfähig, Gottes Maßstab gerecht zu werden. Was ist Gottes Maßstab? Moralisch ebenso perfekt zu sein wie Gott und seinem Gesetz vollkommen gehorsam zu sein. Wenn ihr nicht ebenso perfekt seid wie Gott und jemals gegen sein Gesetz verstoßen habt, unterliegt ihr dem ewigen Tod.

Universeller Tod weist auf ein universell sündhaftes Wesen hin. Ein universell sündhaftes Wesen impliziert sündhaftes Verhalten. Versteht ihr das? Tod impliziert ein sündhaftes Wesen, ein sündhaftes Wesen impliziert sündhaftes Verhalten. Irgendwo ... irgendwo auf dem Weg in der Vergangenheit hat jemand das in das menschliche Leben gebracht. Und wir wissen, wer das war; es waren dieser Adam und seine Frau, Eva.

Ihr sagt: „Ah, ich wünschte, sie hätten das nicht getan.“ Soll ich euch etwas sagen? Wenn sie es nicht getan hätten, hättet ihr es getan. Und ich ebenfalls.

Nun, wir haben uns damit befasst, was Sünde ist, wie sie ist und wer davon betroffen ist. Nächsten Sonntagabend möchte ich noch ein paar weitere Fragen beantworten. Die vierte Frage … wie wirkt die Sünde sich auf uns aus? Das ist wirklich interessant. Wie wirkt die Sünde sich auf uns aus? Und zuletzt … wie kam es dazu, dass wir von der Sünde betroffen sind? Das wird uns zu der Sünde von Adam führen und wir werden zu 1. Mose 3 zurückkehren, und wenn wir dorthin kommen, werdet ihr fasziniert sein, was dort enthalten ist.

Darf ich mit folgender Aussage abschließen? Schaltet bitte noch nicht gleich ab. Ich habe fast das Gefühl, ich hätte diese Predigten heute in umgekehrter Reihenfolge halten sollen. Heute früh habe ich über Buße gepredigt und heute Abend über Sünde. Eigentlich gehört das genau andersherum, nicht wahr? Heute früh haben wir euch gebeten, Buße zu tun, und heute Abend haben wir euch gesagt, wofür ihr Buße tun sollt. Ist es nicht wunderbar, zu wissen, dass Gott Sündern vergibt, trotz all der Realität, wer wir sind? Das ist die Herrlichkeit des Evangeliums. Wir ihr in den Zeugnissen heute Abend so deutlich gehört habt, ist die Herrlichkeit des Evangeliums, dass all das über uns wahr ist und das ist genau das, was wir sind und es ist genau das, was wir verdienen, ewige Strafe. Aber Tatsache ist, dass Gott unsere Bosheit Christus auferlegt. Eine großartige Realität. Er hat unsere Sünden auf sich genommen. Er wurde für uns zur Sünde gemacht. Also bestrafte Gott ihn an unserer Stelle. Das ist die Herrlichkeit des Evangeliums, nicht wahr? Wenn ihr vor Gott kommt und ihn mit einem wahrhaft bußfertigen Herz bittet, wenn ihr an Jesus als euren Stellvertreter glaubt und Gott bittet, euch eure Sünde zu vergeben, dann wird er dieses Gebet hören und erhören. Amen.


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