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Die Lehre der wirksamen Sühne, Teil 1 (German)

Ausgewählte Schriftstellen de90-277

Nun, wie viele von euch wollten schon immer an einer theologischen Hochschule studieren? Heute Abend werdet ihr das tun. Ich werde euch ein wenig herausfordern, während wir die Frage, für wen Christus gestorben ist, diskutieren. In den letzten Wochen haben wir uns mit ein paar sehr wichtigen Lehren befasst, der Lehre des Beharrens bzw. der Bewahrung der Heiligen und der Lehre der souveränen Auserwählung bei der Errettung. Wir haben uns mit der Lehre der totalen oder absoluten Unfähigkeit befasst, das ist die Verderbtheit des Sünders, die es ihm unmöglich macht, auf das Evangelium zu reagieren. Und heute Abend möchte ich mit euch über etwas reden, das ich als „Lehre der wirksamen Sühne“ bezeichnen möchte, um der Sache einen präziseren Titel zu geben.

Ihr müsst verstehen, dass diese Lehren, über die wir reden, der Kern unserer Theologie sind. Sie sind die Lehren, mit denen sich die großartige Reformation befasst hat und die aus der Finsternis des römischen Katholizismus gerettet wurden. Den meisten Christen erscheint es vielleicht offensichtlich, für wen Christus gestorben ist, aber das liegt daran, dass wir die Dinge tendenziell oberflächlich betrachten und nicht tiefschürfend über sie nachdenken und deshalb die Quintessenz einiger herrlicher Wahrheiten verpassen, sodass wir etwas tiefer graben müssen. Ich werde versuchen, das heute Abend zu tun. Die Einleitung heute hat recht lange in Anspruch genommen und das war auch richtig so, das waren wunderbare Zeugnisse und wunderbarer Gesang. Ich bin sicher, wir werden hiermit nächste Woche noch weitermachen, deshalb werde ich euch heute am Ende etwas im Ungewissen lassen. Ich weiß, dass viele von euch hinterher zu mir kommen werden mit allerlei Fragen, die ich nicht beantwortet habe. Aber wenn ihr bis nächsten Sonntagabend ausharrt, werden wir an diesen Punkt kommen.

Lasst uns auf einfache Weise beginnen; ich hoffe, es ist verständlich für euch. Wisst ihr, ich versuche jungen Predigern immer zu sagen, dass es sehr leicht ist, schwer verständlich zu sein, das ist sehr leicht. Dazu gehört einfach, dass ihr nicht wisst, wovon ihr redet und dann wird auch niemand anders es wissen. Vielleicht sagt auch jemand „Nun, das war zu tiefschürfend“, aber vielleicht war es nur eine Illusion, dass das zu tiefschürfend war; vielleicht lag es einfach daran, dass der Prediger  es nicht verstanden hat, wie könntet ihr es dann verstanden haben? Es ist schwer, klar zu sein. Um klar und unmissverständlich zu sein, müsst ihr das Thema wirklich verstehen und hart daran arbeiten, es in ein verständliches Format zu bringen, ein verständliches Format. Und ich habe versucht, das zu tun, und hoffe, die Sache ist klar für euch.

Aber lasst uns bei einigen einfachen Dingen anfangen. Wenn ich einen Durchschnittschristen fragen würde, für wen Christus gestorben ist, würde die traditionelle Antwort lauten „Für jeden … für jeden, Christus ist für die ganze Welt gestorben, er ist für alle Sünder gestorben.“ Und die meisten Menschen in der Gemeinde, und ich glaube auch viele Leute außerhalb der wahren Gemeinde, die mit dem Christentum assoziiert sind, glauben, dass Jesus am Kreuz die Schuld für die Sünden aller Menschen bezahlt hat, weil er jeden liebt und will, dass jeder gerettet wird. Das ist mehr oder weniger die verbreitete evangelikale Ansicht. Jesus ist für jeden gestorben, er hat den Preis für die Sünden aller Menschen bezahlt. Wir müssen Sündern lediglich erzählen, dass er sie so sehr liebt, dass er den Preis bezahlt hat und will, dass sie errettet werden, und dass sie lediglich reagieren müssen.

Wenn das stimmt, dann hat Jesus am Kreuz eine potenzielle Errettung bewirkt, nicht eine tatsächliche. Das bedeutet, dass alle Sünden der Sünder potenziell gesühnt wurden, die tatsächliche Sühne jedoch erst durch ihren Glauben aktiviert wird. Wir müssen Sündern also erzählen, dass sie sich ihre Errettung, die bereits für sie erworben wurde, zu Eigen machen müssen. Da Christus für jeden gestorben ist, kann jeder errettet werden, sie müssen lediglich kommen, um ihr Heil zu empfangen. Deshalb besteht unsere Verantwortung darin, die Leute davon zu überzeugen, zu kommen und das Heil anzunehmen, das für sie bereitgestellt wurde, sie davon zu überzeugen, zu kommen und das Geschenk anzunehmen. Das ist so tief in der evangelikalen Theologie verankert, dass der Autor des derzeit beliebtesten Buches über die Gemeinde, Kirche mit Vision, sagt: „Ich kann jeden Menschen zu Christus führen, wenn ich den Schlüssel zum Herzen dieses Menschen finde.“ Dabei wird davon ausgegangen, dass man jeden auf dem Planeten für Christus gewinnen kann, wenn man nur die richtige Technik findet, um den Punkt zu finden, an dem man jemanden emotional anzurühren, weil Christus schließlich für alle gestorben ist. Das ist der weitverbreitete Gedanke. Ich weiß, dass viele von euch denken: „Nun, das scheint das zu sein, woran ich immer geglaubt habe, das wurde ich gelehrt.“ Dann werden wir euch heute vielleicht einige neue Perspektiven eröffnen, aber das ist gut. Das ist der weitverbreitete Gedanke.

Die Konsequenzen davon wären folgende: Die Hölle ist voller Menschen, für die Christus gestorben ist. Ich sage das noch einmal anders. Die Hölle ist voller Menschen, deren Sünden am Kreuz vollständig getilgt wurden. Das ist ein wenig mehr verstörend, wenn man es so sagt, nicht wahr? Man könnte auch sagen, dass der Feuersee, der für immer mit Feuer und Schwefel brennt, voller Menschen ist, die für immer verdammt sind und deren Sünden Christus voll und ganz am Kreuz gesühnt hat. Gottes Zorn wurde durch Christi Sühne im Namen der Menschen, die für immer in der Hölle bleiben werden, Genüge getan.

Übrigens, der Himmel wird auch mit den Seelen derjenigen bevölkert sein, für die Christus gestorben ist. Christus hat also genau dasselbe für die Bewohner der Hölle wie für die Bewohner des Himmels getan. Dadurch wird die Frage ein wenig Besorgnis erregender. Der einzige Unterschied ist, dass die Menschen im Himmel das Geschenk angenommen haben, während die Menschen in der Hölle es abgelehnt haben. Das ist mehr oder weniger die traditionelle evangelikale Ansicht. Aber das hört sich einfach ein bisschen komisch an, wenn man beginnt, das auseinanderzunehmen, nicht wahr? Dass Jesus gestorben ist und den vollen Preis für die Sünden der Verdammten ebenso wie für die Sünden der Verherrlichten gezahlt hat, dass Jesus dieselbe Sache für die Bewohner der Hölle getan hat wie für die Bewohner des Himmels und der einzige Unterschied in der Entscheidung des Sünders liegt? Das bedeutet, der Tod Jesu Christi war also keine tatsächliche, wirksame Sühne, sondern nur eine potenzielle Sühne. Er hat nicht wirklich das Heil für irgendjemand Bestimmten erworben. Er hat nur eine Art Barriere aus dem Weg geräumt, damit Sünder sich für ihre Errettung entscheiden können.

Die typisch evangelikale Botschaft an Sünder lautet also: „Gott liebt euch so sehr, dass er seinen Sohn gesandt hat, der den vollen Preis für eure Sünden gezahlt hat. Wollt ihr nicht auf diese Liebe reagieren? Enttäuscht Gott nicht und nehmt das Geschenk an und lasst ihn euch retten, da er bereits den vollen Preis für eure Sünden bezahlt hat.“ Die endgültige Entscheidung überbleibt dem Sünder.

Und das beinhaltet die Auffassung, dass Gott euch so sehr liebt, dass ihr so besonders seid, dass er euch seinen Sohn gab, der den vollen Preis für eure Sünden gezahlt hat, und dass soll euch auf emotionaler Ebene dazu bewegen, ihn ebenfalls zu lieben und sein Geschenk anzunehmen. Und so bearbeitet man den Sünder, manipuliert den Sünder quasi in diese Richtung, indem man versucht, einen psychologischen Ansatzpunkt zu finden, ein empfundenes Bedürfnis, indem man die richtige Orgelmusik spielt, zur Einladung der Sünder. Quasi die Rutsche einfettet und ihn in die Richtung der Entscheidung [für Jesus] schubst.

Und hier habt ihr jetzt ein Problem, Leute. Wir haben ein großes Problem. In unserer letzten Studie haben wir gesehen, dass kein Sünder diese Entscheidung von sich aus treffen kann, nicht wahr? Das ist die Lehre der absoluten Unfähigkeit. Er kann diese Entscheidung nicht treffen. Er kann diese Entscheidung nicht treffen. Alle Menschen sind Sünder und alle Sünder sind in ihren Übertretungen und Sünden tot. Alle von ihnen sind vom Leben Gottes entfremdet. Alle tun ständig nur Böses. Alle sind unwillig und unfähig, zu verstehen, Buße zu tun und zu glauben, alle haben einen verfinsterten Verstand, geblendet von der Sünde und Satan, alle haben Herzen, die voller Bosheit sind, und sind bösartig. Alle wollen nur den Wunsch ihres Vaters, Satan, erfüllen, alle sind unfähig, Gott zu suchen, sie sind alle in absoluter Unfähigkeit und absolutem Widerwillen gefangen.

Wie kann also ein Sünder diese Entscheidung treffen? Es ist mir egal, welches empfundene Bedürfnis ihr vielleicht findet. Es ist mir egal, was ihr vielleicht in seinem Herzen „seht“, das es euch erlaubt, jeden beliebigen Menschen zu Christus zu führen, es ist mir egal, wie viel Verse ihr singt, um Leute einzuladen, zu Jesus zu kommen, oder wie viel Orgelmusik oder Stimmungsmusik ihr spielt, um eine Reaktion hervorzurufen – ein Sünder kann aus eigener Kraft weder verstehen noch Buße tun oder glauben. Erinnert ihr euch an das, was wir in Johannes 1 gesehen haben? „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden [...], die nicht [...] aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes [...] geboren sind.“ Und in Epheser 2,8-9 heißt es: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch ...“ In 1. Korinther 1,30 lesen wir: „Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus“ - Errettung kommt von Gott. Wir haben das gesehen. Er muss die Toten lebendig machen. Er muss die Blinden sehend machen. Er muss die Tauben hörend machen. Er muss die Unwissenden wissend machen. Er muss denjenigen, die Sünde lieben, Buße geben. Er muss denjenigen, die nicht glauben können, Glauben geben. Er muss unser Herz anrühren, damit wir Ihn suchen, was wir andernfalls nicht tun würden. Damit alle Elemente, die den Sünder dazu veranlasst haben, zu Christus zu kommen, von Gott bestimmt und von Gott eingeleitet sind.

Wie wir gelernt haben, bedeutet die Lehre der absoluten Unfähigkeit, dass die Menschen nur errettet werden, wenn Gott sie rettet, und deshalb basiert unsere Errettung auf dem Ratschluss Gottes, der souveränen Lehre der Auserwählung. Niemand könnte errettet werden, wenn Gott ihn nicht errettet hätte, und Gott rettet diejenigen, die er dazu auserwählt. Ihr könnt nicht erwarten, dass der Sünder sich von sich aus „für Christus entscheidet“, egal, wie sehr ihr ihn emotional oder psychologisch anstupst oder wie sehr ihr ihn bedroht oder was ihr zu ihm sagt. Diejenigen, die zu Christus kommen werden, sind diejenigen, die der Vater zieht und die der Vater dem Sohn gibt, weil er es so entschieden hat.

Wenn wir das jetzt im Hinterkopf behalten und auf diese Lehren zurückblicken - die Lehre der Auserwählung, die Lehre der absoluten Unfähigkeit -, dann können wir noch einmal fragen, für wen Christus gestorben ist. Ist er einen Tod gestorben, der eine potenzielle Errettung für jeden darstellt und deshalb größtenteils nutzlos war? Oder ist er einen Tod gestorben, der eine tatsächliche, wirksame Sühne darstellt, nicht nur eine potenzielle? Für diejenigen, die glauben, weil Gott sie dazu beruft und ihnen Buße und Glauben gewährt, weil Gott sie vor Anbeginn der Zeit auserwählt hat?

Nun, die einzige Antwort auf die Frage, die wirklich Sinn ergibt, ist, dass Jesus Christus gestorben ist und den vollen Lohn für die Sünden all derjenigen gezahlt hat, die jemals an ihn glauben würden, damit seine Sühne ein tatsächliches, wirksames Sühneopfer ist und nicht ein potenzielles, das man außer Acht lassen kann. Wenn Jesus tatsächlich den vollen Lohn für eure Sünden bezahlt hat, werdet ihr nicht in die Hölle kommen, das wäre Doppelbestrafung.

Jetzt wird jemand einwenden: „Einen Moment mal. Das hört sich nach begrenzter Sühne an.“ Wenn ihr das Wort „begrenzte Sühne“ verwendet, werden die Leute hellhörig, weil wir so sehr an diesen evangelikalen Gedanken gewöhnt sind, dass Jesus voll für die Sünden bezahlt hat, den Preis für die Sünden aller Menschen voll bezahlt hat. Aber das ist mit vielen offensichtlichen Problemen behaftet. Aber genau das glaubt die evangelikale Gemeinde und deshalb verwendet sie Manipulation, um die Menschen emotional anzurühren und auf deren gefühlte Bedürfnisse einzugehen und auf alle erdenklichen anderen Weisen, in dem Glauben, dass die Strafe für alle voll und ganz gezahlt wurde, sodass die meisten Leute, für die Jesus gestorben ist, in der Hölle sind. Was für eine Art von Sühne hat er ihnen dann aber geboten?

Deshalb sagt ihr: „Du musst glauben, dass Sühne begrenzt ist.“ Natürlich, und ihr tut es ebenfalls. Ihr sagt jetzt: „Ich glaube an unbegrenzte Sühne.“ Nun, dann müsst ihr Universalisten sein. Ein Universalist glaubt, dass jeder in den Himmel kommt und es keine Hölle gibt. Jeder kommt in den Himmel. Und das ist konsequent. Wenn ihr glaubt, dass Jesus den vollen Lohn für alle Sünder aller Menschen, die je auf dieser Welt gelebt haben, gezahlt hat, dann müsst ihr Universalisten sein. Aber wir wissen das besser. Wir wissen, dass Sühne begrenzt ist. Wir wissen, dass nicht jeder in den Himmel kommt. Um Universalist zu sein, müsst ihr die Schrift ignorieren. Ich möchte euch also eine Hand voller Punkte geben, in Ordnung? Lasst uns sehen, wie weit wir kommen.

Erstens ist die Sühne begrenzt. Und mit „Sühne“ meine ich das Opfer Christi, durch das er die Strafe für die Sünde bezahlt hat. Sühne ist begrenzt. Lasst uns jetzt einige offensichtliche Textstellen dazu betrachten. Matthäus 10 … Matthäus Kapitel 10. Ich werde nicht auf euch warten, vielleicht wollt ihr das also aufschreiben. Wir müssen zu Matthäus 10,28, umgürtet eure Lenden, also los geht’s: „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle.“ Das wird auch in Lukas 12 zitiert, wie wir bereits gelernt haben. Es gibt eine Hölle und Gott wird Menschen dort hinsenden. Das sagt mir, dass die Sühne Christi begrenzt ist. Es gibt eine Hölle und Gott wird Menschen dort hinsenden.

In Markus Kapitel 9, und das sind nur einige Beispiele, die uns zeigen, dass Sühne definitiv begrenzt ist, heißt es in Vers 43: „Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab! Es ist besser für dich, daß du als Krüppel in das Leben eingehst, als daß du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer.“ Und in manchen Texten heißt es: „... wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ Auch hier findet sich ein weiterer Hinweis auf die Hölle. Vers 48 ist eine Wiederholung: „Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus! Es ist besser für dich, daß du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als daß du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ Wie ich schon angemerkt habe, findet sich in Kapitel 12 des Lukasevangeliums dieselbe Aussage wie in Matthäus 10,28. Schlagt aber bitte mal das Johannesevangelium auf, ich will euch nur kurz durch dieses Evangelium führen und durch einige Einblicke in die offensichtliche Realität der begrenzten Sühne.

Sie ist begrenzt. In Kapitel 8 wird das sehr deutlich. Kapitel 8,12: „Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ Hier findet sich eine Bedingung. Ihr müsst Christus nachfolgen. Das ist begrenzt auf diejenigen, die Christus folgen. Vers 24 enthält eine ähnliche Aussage. „Darum habe ich euch gesagt, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“ Es gibt eine Hölle und es werden Menschen dorthin gehen. In Matthäus 7 heißt es sogar: „Viele sind es, die da hineingehen.“ Der einzige Weg, die Hölle zu vermeiden, der einzige Weg, zu vermeiden, dass ihr in euren Sünden sterben werdet - also ohne ein Opfer für eure Sünden zu sterben -, der einzige Weg, das zu vermeiden, ist, an den Herrn Jesus Christus zu glauben.

Wie konnte Jesus sagen, man könnte in seiner Sünde sterben, wenn doch die Sünden der Menschen gesühnt waren? Sie waren nicht gesühnt worden, wenn sie starben, ohne an Jesus zu glauben. Und es gibt noch weitere Stellen in Johannes, zum Beispiel in Kapitel 3,17: „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.“ Es gibt eine Hölle und dort werden Menschen landen, die nicht an Jesus Christus glauben. Und dann gibt es so viele andere Stellen, wo ihr denselben Nachdruck auf dieser Aussage findet. Ich will euch nicht mit einer endlosen Liste belasten, aber vielleicht sollten wir noch über ein paar weitere nachdenken. Matthäus 22,13: „Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“ Eine weitere Beschreibung der schrecklichen Bestrafung und des Gerichts. Kapitel 25,30: „Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“ Und dann in einem der Paulinischen Briefe, in 2. Thessalonicher 1, geht es um die Wiederkunft des Herrn Jesus aus dem Himmel. In 2. Thessalonicher 1,7 lesen wir: „… mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft.“

Die Bibel verheißt also, dass es eine Hölle gibt. Der einzige Weg, diese zu vermeiden, ist, nicht in euren Sünden zu sterben. Und um nicht in euren Sünden zu sterben, müsst ihr an den Herrn Jesus Christus glauben. Wenn ihr das nicht tut, werdet ihr dafür mit ewigem Verderben büßen. Das beweist, dass die Sühne Christi begrenzt ist. Sie ist nicht allgemeingültig. Gott hatte nie die Absicht, jeden zu retten. Er ist Gott. Er hätte beabsichtigen können, jeden zu retten. Er hätte jeden retten können. Er hätte das getan, wenn das seine Absicht gewesen wäre. Sühne ist begrenzt.

Das müssen wir entweder alle akzeptieren oder Universalisten sein. Wir wissen, dass nicht jeder in den Himmel kommt. Es ist sogar nur eine kleine Herde, es sind die wenigen; das bedeutet, wenn wir an dieser evangelikalen Vorstellung festhalten würden, würde die Mehrzahl der Leute, für die Christus gestorben ist und für deren Sünde er den Preis gezahlt hat, in die Hölle kommen. Und das ist nur schwer vorstellbar. Wir glauben also an begrenzte Sühne. Sie ist begrenzt auf diejenigen, die glauben.

Wie ist sie begrenzt? Das ist der zweite Punkt. Erstens, ist Sühne begrenzt? Antwort: ja. Zweitens, wie ist sie begrenzt? Nun, zunächst einmal ist sie begrenzt, weil nicht jeder errettet ist, nur diejenigen, die Buße tun und glauben. Auf diese Weise ist sie begrenzt. Nur diejenigen, die an Christus glauben und ihn als Herrn bekennen, werden errettet. Nur die Sünden dieser Menschen werden gesühnt. Sie ist begrenzt auf diejenigen, die glauben. Auf diese Weise ist sie begrenzt, okay? Es ist sehr wichtig, dass ihr das versteht. Wir werden darauf noch zurückkommen.

 

Und hier kommt die zentrale Frage, um die es geht. Von wem ist sie begrenzt? Von wem? Wir wissen, dass sie begrenzt ist. Wir wissen, wie sie begrenzt ist – sie auf jene begrenzt, die glauben. Sie gilt nur für diejenigen, die glauben: „Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ Aber durch wen ist sie begrenzt? Die weitverbreitete Ansicht besagt, dass das Sühneopfer Jesu unbegrenzt ist, Sünder jedoch dessen Anwendbarkeit begrenzen. Und wir sind wieder an dem Punkt, über den wir schon vorhin gesprochen haben. Es ist ein potenzielles Sühneopfer, dessen Wirksamkeit durch den Sünder begrenzt wird. Wir müssen dann also glauben, dass Gott in Gestalt seines Sohnes ein Opfer für Sünden bereitgestellt hat, das an und für sich unzureichend ist. Das an und für sich kein wirksames Opfer ist. Das and und für sich nicht echt ist, weil der Sünder es neutralisieren kann. Ich habe kein Problem damit, zu glauben, dass Gott das Sühneopfer begrenzen kann und das auch tut. Aber hört mir gut zu. Er begrenzt das Sühneopfer in seinem Ausmaß. Ihr müsst das glauben, weil er nicht jeden auserwählt hat und nicht jeder in den Himmel kommt. Und das ist Gottes Entscheidung und Gottes Ratschluss und Gottes Plan und ihr müsst euch damit auseinandersetzen. Ich habe überhaupt kein Problem damit, zu sagen, dass Sühne begrenzt ist. Ich habe überhaupt kein Problem damit, zu sagen, in welcher Weise Sühne begrenzt ist – sie ist begrenzt auf diejenigen, die glauben. Und ich habe kein Problem damit, zu sagen, dass diejenigen, die glauben, diejenigen sind, denen Gott Glauben gewährt und deshalb ist Sühne begrenzt, weil Gott sie begrenzt hat. Damit komme ich sehr viel besser zurecht als mit der Vorstellung, dass das Sühneopfer Christi durch Sünder begrenzt werden kann oder dass es an der großen Mehrheit der Leute verschwendet war. Wenn ihr sagt, dass Gott ein Sühneopfer dargebracht hat, das nur potenziell ist, das nur die Barrieren beseitigt, damit der Sünder errettet werden kann, wenn er sich dafür entscheidet, wisst ihr, was ihr dann getan habt? Dann habt ihr gesagt, dass Gott nicht nur das Sühneopfer in seinem Ausmaß begrenzt hat, und das müsst ihr glauben, sondern auch in seiner Wirkung. Okay? Mit anderen Worten, wenn ihr an unbegrenzte Sühne glaubt und ihr euch zu diesen großherzigen Menschen zählt, die glauben, dass Jesus für jeden gestorben ist, dann sagt ihr dadurch, dass ihr das Sühneopfer als unbegrenzt deklariert, auch, dass es in seiner Wirkung begrenzt ist. Es gilt für jeden, aber nicht potent. Es gilt für jeden, aber nicht mächtig. Vorhin haben wir eine Hymne gesungen – „Jesus“, … was? …, „hat für alles gezahlt“. Glaubt ihr das? Nun, potenziell. Hat er alles potenziell oder tatsächlich gezahlt? Hat er eure Sünden tatsächlich oder nur potenziell in seinem Leib am Kreuz getragen, wenn ihr euch dafür entscheidet, dass er das tat? Wenn ihr sagt, dass das Ausmaß seiner Sühne unbegrenzt ist, dann ist die Wirksamkeit seines Sühneopfers begrenzt. Wenn ihr sagt, dass das Ausmaß seiner Sühne begrenzt ist, dann sagt ihr, dass die Wirksamkeit seines Sühneopfers unbegrenzt ist. Für diejenigen, für die es gilt, ist es unbegrenzt. Wenn ihr also fraagt, glaubst du an begrenzte Sühne oder unbegrenzte Sühne?Ich glaube an begrenzte Sühne, was das Ausmaß angeht. Sie ist begrenzt auf diejenigen, die glauben und berufen sind, auf diejenigen, die auserwählt sind. Aber ich glaube, dass sie in ihrer Wirksamkeit unbegrenzt ist. Für diejenigen, denen es gewährt wird, ist es ein volles Sühneopfer. Jesus hat den Preis voll und ganz bezahlt.

Wisst ihr, es gibt Leute, die sagen wollen: „Nun, weißt du, wir glauben, dass das Sühneopfer unbegrenzt ist.“ Und ihr sagt: „Einen Moment mal. Willst du damit sagen, dass Jesus für jeden auf der ganzen Welt gestorben ist?“ Ja. „Nun, vielleicht denkst du, das Sühneopfer sei in seinem Ausmaß unbegrenzt, aber du hast gerade eingestanden, dass es in Bezug auf seine wahre Wirksamkeit begrenzt ist, denn Menschen landen in der Hölle, obwohl Jesus für sie gestorben ist. Was für ein Sühneopfer ist das?“ Selbst Leute, die sagen „Wir glauben, dass das Sühneopfer unbegrenzt ist“, glauben das nicht. Das meinen sie nicht. Sie wissen, dass Gott es auf diejenigen begrenzt hat, die glauben, und sie glauben, dass Sünder es begrenzen, indem sie falsche Entscheidungen treffen. Und dann glauben sie, dass es gewisse Einschränkungen im Sühneopfer selbst gegeben hat, sodass es nicht wirklich das Werk der Sühne vollbringt, sondern es dem Sünder einfach ermöglicht, dieses Sühneopfer zu aktivieren.

Wisst ihr, wenn ihr die Bibel betrachtet, ist das ziemlich eindeutig. Der Autor der Hymne hat das richtig verstanden. Die Hymne ist recht einfach und ich weiß nicht, was er im Sinn hatte, als er sie schrieb, aber als er „Jesus hat alles gezahlt“ schrieb, meinte er das so. Was er am Kreuz tat, war keine Teilsühne. Was er am Kreuz tat, war keine potenzielle Sühne. Es war nicht irgendeine Form von virtueller Sühne. Es war echte, wirksame Sühne. Sie war in ihrem Ausmaß auf diejenigen begrenzt, die glauben würden - also auf die Berufenen und Auserwählten. Aber in ihrer Wirksamkeit war sie unbegrenzt. Für sie war es ein vollständiges und komplettes Sühneopfer. So etwas wie ein Sühneopfer Jesu Christi am Kreuz, das weniger als ein echtes und wirksames Sühneopfer ist, gibt es einfach nicht. Es gibt einfach kein potenzielles, halbherziges Sühneopfer. Es ist einfach nicht möglich, dass Jesus voll und ganz für eure Sünden zahlt und ihr dann voll und ganz für immer in der Hölle für eure Sünden zahlt. Das schmälert das Werk Christi, das spottet dem Werk Christi.

Was versucht ihr zu sagen? Wollt ihr sagen, dass Jesus das nur in Teilen aktiviert hat und es dem Sünder überlassen bleibt, diese Opfer voll und ganz zu aktivieren? Wenn Christus für die Sünden eines jeden Menschen gezahlt hat und nicht jeder in den Himmel kommt, dann war das, was er bezahlt hat, nicht der volle Preis. Dann müssen wir also die Hymne verändern, sodass der Text besagt: „Jesus hat die Hälfte bezahlt, der Rest ist euch überlassen.“ Das wäre ein guter Text. „Jesus hat die erste Hälfte bezahlt, der Rest ist euch überlassen.“ Ich kann mich einfach nicht überwinden, zu glauben, dass die Hölle voll von Millionen von Leuten ist, deren Sünden voll und ganz von Jesus am Kreuz bezahlt wurden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Vater den Sohn in vollem Ausmaß am Kreuz für die Sünden von Leuten bestraft hat, die dann für immer für diese Sünden in der Hölle bestraft werden. Welchen Sinn hat das? Was Christus am Kreuz getan hat, war ein wahres, vollumfängliches und komplettes Sühneopfer für die Sünden aller, die glauben würden, und da niemand glauben kann, wenn Gott ihm nicht den Glauben gewährt, sind es die Sünden derjenigen, die der Vater nach seinem eigenen Willen zu sich gerufen hat.

Es gibt Leute, die sagen: „Nun, weißt du, wenn du sagst, das Sühneopfer ist begrenzt, dann fühlen die Leute sich nicht sehr besonders.“ Ich sage euch mal etwas. Ich fühle mich auch nicht sehr besonders, wenn ihr mir sagt: „Christus ist für dich gestorben, er liebt dich, ebenso wie er für die Millionen in der Hölle gestorben ist.“ Das gibt mir kein besonders gutes Gefühl. Es ist schwer, auf diese Weise zu evangelisieren. Christus ist am Kreuz für eure Sünden gestorben und für alle Menschen in der Hölle ebenfalls. Das ist nicht besonders. Das ist alles andere als besonders. Wollt ihr mir etwa sagen, dass Jesus für meine Sünden gezahlt hat und ich dann in alle Ewigkeiten für sie zahle? Dann sage ich euch, egal, wie er für meine Sünden gezahlt hat, das war nicht echt. Seht ihr, es ist nicht biblisch, die Kraft des Sühneopfers zu begrenzen. Es ist nicht biblisch, die Wirkung des Sühneopfers einzuschränken. Es ist nicht biblisch, den Erfolg des Sühneopfers einzuschränken. Wenn Jesus eure Sünden voll und ganz gesühnt hat, werdet ihr errettet werden. Das Sühneopfer Jesu Christi am Kreuz muss in perfekter Harmonie mit dem ewigen Ratschluss sein. Es ist nicht biblisch, das Sühneopfer zu begrenzen, indem wir es zu einem potenziellen statt einem wirksamen Sühneopfer machen. Es ist nicht biblisch, das Sühneopfer durch den Willen des widerwilligen und unfähigen Sünders zu begrenzen. Das Sühneopfer wird von Gott auf die Auserwählten begrenzt. Aber in seiner Wirksamkeit ist es unbegrenzt, für sie ist es ein vollständiges und komplettes Sühneopfer.

Summa summarum läuft das auf Folgendes hinaus. Ist der Tod Christi ein Werk, das potenziell bereitwillige Sünder errettet, oder ist er ein Werk, das wirksame Errettung für widerwillige Sünder bietet, die durch Gottes souveräne Gnade bereitwillig gemacht werden? Die einzig mögliche Antwort lautet, dass Gott ein Opfer in Gestalt seines Sohnes darbot, ein wahrer und uneingeschränkter Lohn für die Sünde aller Menschen, die jemals glauben würden, und alle, die jemals glauben würden, werden das tun, weil der Vater sie zu sich ziehen wird und ihnen Buße und Glaube und Wiedergeburt gewähren wird. Der Tod Jesu ist also als vollumfängliche Genugtuung für Gottes heilige Gerechtigkeit im Namen aller, die Gott retten wird, zu verstehen.

Ich habe das nicht erfunden, diese Lehre reicht weit zurück, bis zur Reformation, zu John Owen und sogar zu Charles Spurgeon. Hört einmal auf das, was Charles Spurgeon gesagt hat: „Wir hören oft, dass wir das Sühneopfer Christi begrenzen, weil wir sagen, dass Christus nicht Genugtuung für alle Menschen geleistet hat, denn sonst wären alle Menschen errettet. Unsere Antwort darauf lautet, dass andererseits unsere Widersacher sie begrenzen. Wir tun das nicht. Die Arminianer sagen, Christus ist für alle Menschen gestorben. Fragt sie einmal, was sie damit meinen. Ist Christus gestorben, um die Errettung aller Menschen zu gewährleisten? Sie sagen Nein, ganz gewiss nicht. Oder wir stellen ihnen die nächste Frage. Ist Christus gestorben, um die Errettung einer ganz bestimmten Person zu gewährleisten? Sie sagen Nein. Wenn sie konsequent sein wollen, müssen sie das sagen. Sie sagen Nein. Christus ist gestorben, damit jeder Mensch errettet werden kann, wenn … und dann folgen gewissen Bedingungen für die Errettung. Wer ist es, der die Errettung Christi begrenzt? Ihr sagt, dass Christus nicht gestorben ist, um die Errettung jedes beliebigen Menschen unfehlbar zu gewährleisten.  Wie bitte? Wenn ihr sagt, wir begrenzen den Tod Christi, sagen wir ‚Nein, liebe Herren, ihr seid es, die das tun.‘ Wir sagen, Christus ist gestorben, um die Errettung einer unzählbaren Menge unfehlbar zu gewährleisten; einer Menge, die durch den Tod Christi nicht nur errettet werden könnte, sondern errettet wird und in keiner Weise Gefahr laufen kann, irgendetwas anderes als errettet zu sein. Ihr könnt eure Sühne gerne behalten“, sagte Spurgeon. „Ihr könnt sie behalten. Wir werden unsere nie für eure widerrufen.“ Das Sühneopfer Christi ist ein tatsächliches, wirksames Sühneopfer, kein potenzielles. Es ist ein echtes Sühneopfer, nicht einfach eine Barriere, die beseitigt wird. Und es ist für alle, die je glauben werden, und da der Sünder unfähig und widerwillig ist, ohne göttliche Intervention und Erneuerung zu glauben, hängt das von der Macht Gottes, basierend auf dem Ratschluss Gottes, ab. Versteht ihr, was ich meine? Ich habe hier ungefähr 50 Seiten der Schrift, 5-0. Und das ist der wirklich tiefschürfende Teil davon. Heute Abend werde ich das nur anreißen und dabei belassen, denn wenn ich jetzt näher darauf eingehe, werden wir wohl bis zur Entrückung der Gemeinde hier sein. Ihr versteht also die Problematik und wie man sie vernünftig und logisch und vollständig durchdenkt. Nächsten Sonntagabend möchte ich mit euch tiefer in das einsteigen, was die Schrift zu sagen hat, um diese wunderbare Ansicht zur Sühne zu unterstützen, die Gott durch seine eigene Souveränität auf jene begrenzt hat, die glauben, aber ein Sühneopfer, das an und für sich keinerlei Einschränkung unterliegt für diejenigen, für die es dargeboten wird - sie werden das Heil in seiner ganzen Fülle erhalten.

Ich möchte dem noch schnell etwas hinzufügen, was viele Leute sagen: „Nun, wie weiß man, ob Christus für einen gestorben ist?“ Die Antwort lautet: „Und wer da will, komme. Und wenn ihr kommt und an das Evangelium des Herrn Jesus Christus glaubt, dann war der Tod Christi für euch.“ Zögert nicht, kommt zu Christus. Wisst ihr, es gab einen Prediger in London, als ich für eine Konferenz dort drüber war. Er nahm mich zur Seite und sagte: „Ermutigst du die Leute aktiv, zu Christus zu kommen?“ Und ich sagte: „Ja!“ Er antwortete: „Ich finde das so schwer, ich bin auf geistlicher Ebene so zurückhaltend.“ In dem Fall ist eure Theologie an der falschen Stelle versiegt. Seht, wir wissen nicht, wer es ist, außer denjenigen, die schon gekommen sind. Wir wissen nicht, wer dort draußen ist, um die Zahl derjenigen zu vervollständigen, für die Christus voll und ganz gesühnt hat, deshalb bitten wir Sünder inständig. Und ich sagte zu ihm: „Paulus hat gesagt, wir bitten an Christi statt.“ Paulus sagte: „Ich selber wünschte, verflucht zu sein für mein Volk Israel, damit es den Heiland, den Messias, erkennen würde.“ Wir reden inbrünstig auf Sünder ein. Wir bringen das Evangelium ans Ende der Erde und überlassen die geheimen Dinge dem Herrn, aber wir folgen der Verantwortung, Sünder zum Glauben aufzurufen, in der Kenntnis, dass die Sünden derjenigen, die diesem Ruf folgen, bereits voll und ganz gesühnt wurden. Und wir sind hier, um mit euch in unserem Gebetsraum darüber zu reden.