Your session will end in  seconds due to inactivity. Click here to continue using this web page.

Die Liebe Gottes, Teil 5 (German)

Ausgewählte Schriftstellen March 31, 1991 de90-81

Free Download

Auf den ersten Blick scheint ein Thema wie die Liebe Gottes recht einfach und leichtverständlich zu sein, aber bei näherer Betrachtung ist es, wie wir erfahren haben, in gewissen Punkten tiefgründig und weitreichend, unerklärlich und unerforschlich. In dieser, unserer letzten Predigt, befinden wir uns an einem solchen Punkt und ich möchte eure Aufmerksamkeit auf Kapitel 9 von Paulus‘ Brief an die Römer lenken, Römer Kapitel 9, in dem wir jetzt zum Ende unserer Serie über die Liebe Gottes kommen.

Viele Menschen denken, dass Gott, weil er Liebe ist – und das ist er, das sagt die Bibel uns - und weil er die Welt so sehr liebt, dass er seinen eingeborenen Sohn als Retter für die Welt gab, dass Gott deshalb jeden Menschen auf der Welt ebenso sehr und im gleichen Ausmaß und mit demselben Ziel vor Augen lieben muss. Aber das ist nicht der Fall, wie die Schrift sehr deutlich macht.

Wir haben bereits zwei Thesen kennengelernt. Eine These lautet, dass Gottes Liebe für die Welt in ihrem Umfang unbegrenzt ist. Das ist wahr, er liebt die Welt wirklich. Er liebt sie genug, um gut zu ihr zu sein. Das ist allgemeine Gnade. Er liebt sie genug, um Erbarmen und Mitleid mit ihnen zu haben. Er liebt sie genug, um sie vor Sünde und deren Konsequenzen zu warnen. Und er liebt sie genug, damit das Evangelium allen verkündet werden sollte. In diesem Sinne ist Gottes Liebe in ihrem Umfang also unbegrenzt, denn sie erreicht die ganze Welt.

Aber zweitens haben wir eine andere, sehr wichtige These kennengelernt, nämlich, dass Gottes Liebe für die Welt in ihrem Maß begrenzt ist. Er liebt sie alle, aber nicht in demselben Maß wie die Seinen. Es sind die Seinen, laut Johannes 13,1, die er im Griechischen eis telos liebt, zur Vollkommenheit, zum Äußersten, bis zum Ende, für immer bis an die Grenze. Und auch das haben wir gelernt. Ja, Gott liebt die Welt, aber nicht so, wie er die Seinen liebt, zu denen er aufgrund dieser Liebe barmherzig und gnädig und vergebend ist, denen er alle guten Dinge überschwänglich gibt. Seine Liebe für die Seinen ist jene unzertrennliche, unzerbrechliche, unbesiegbare, unveränderliche, unerschütterliche und unvergängliche Liebe, die undurchlässig für alle Angriffe ist. Es ist diese Art von Liebe, heiligend, läuternd, reinigend, die zu Gottesfurcht führt. Es ist jene grenzenlose Liebe, die jenen vorbehalten ist, die durch Glauben zu ihm gehören.

Und dann gibt es eine dritte These, mit deren Diskussion wir letztes Mal begonnen haben, und die wir heute früh abschließen werden. Gottes Liebe für die Welt ist in ihrem Umfang unbegrenzt. Gottes Liebe für die Welt ist in ihrem Maß begrenzt. Und drittens, Gottes Liebe für die Welt wird von den Anforderungen seiner Herrlichkeit bestimmt. Sie wird von den Anforderungen seiner Herrlichkeit bestimmt. Das ist eine sehr wichtige Aussage. Ich habe lange darüber nachgedacht, bevor ich das so ausgedrückt habe, weil hier so viel auf dem Spiel steht. Gottes Liebe für die Welt ist nicht bedingungslos und uneingeschränkt. Sie unterliegt gewissen Bedingungen, aber sie wird nicht von den Anforderungen der Menschen bestimmt, nicht von den Anforderungen des menschlichen Verstandes, sondern von den Anforderungen von Gottes persönlicher Herrlichkeit. Das bedeutet, Gott definiert diese Liebe im Einklang mit all seinen anderen Attributen. Und es ist genau an diesem Punkt, dass wir erkennen müssen, dass Gott, nur weil er liebt, nicht verpflichtet ist, alle Menschen bedingungslos gleichermaßen zu lieben. Er ist kein Gefangener dieser Liebe. Oder schlimmer noch, er ist kein Gefangener der Mutmaßungen der Menschen über diese Liebe oder der Wünsche der Menschen über diese Liebe oder der Begierde der Menschen über diese Liebe. Nirgendwo in der Schrift werden wir sehen, dass Gott alle Menschen bedingungslos gleichermaßen liebt. Das tut er nicht. Gottes Liebe gilt vorbehaltlich für die Welt, für alle. Und sie wird bestimmt von den Anforderungen, denen er für seine persönliche Integrität unterliegt. Das bedeutet, sie muss im Einklang mit seinem Wesen sein. Gott liebt nicht, Gott kann nicht, auf eine Weise lieben, die diese Liebe unvermischt, unberührt, unbeeinflusst von, zum Beispiel, Zorn, Gericht, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Rechtschaffenheit lässt.

Mit anderen Worten muss Gott auf eine Weise lieben, die all seine anderen persönlichen Attribute reflektiert. Und genau das werden wir betrachten, wenn wir jetzt zu Römer Kapitel 9 kommen. Hier haben wir einen unglaublichen Einblick, einen gründlichen und umfassenden Einblick in Gott, in die Anforderungen von Gottes Herrlichkeit, die an der Errettung beteiligt sind. Wenn ihr den Römerbrief gelesen habt, wisst ihr offensichtlich, dass ihr am Ende von Kapitel 8 schon zum Ende der größten Abhandlung über die Errettung gekommen seid, die je geschrieben wurde. Es dreht sich alles um Gott, der die Sünder liebt und sie durch Jesus Christus rettet. Es dreht sich alles um diese wunderbaren Realitäten der Rechtfertigung und Heiligung. Es dreht sich alles um Buße und Glauben. Es geht darum, dass wir verdorbene Sünder sind, dass wir sterben und wieder wie Christus auferweckt werden und in einem neuen Leben wandeln. Es dreht sich alles um das Heil. Und das Heil basiert natürlich auf der Voraussetzung von Gottes Liebe für Sünder. Wir könnten also getrost sagen, dass wir acht Kapitel lang über Gottes errettende Liebe gelesen haben.

Aber wenn ihr zu Kapitel 9 kommt, werdet ihr in ein überaus wichtiges Thema eingeführt, das mit Gottes errettender Liebe zu tun hat. Und das ist, wie Gottes errettende Liebe sich mit allen anderen Attributen Gottes zusammenfügt, die im Einklang mit Gottes Heilsplan berücksichtigt werden müssen. Wenn ihr zum Beispiel zu Römer Kapitel 1 zurückgeht, werdet ihr euch sicherlich erinnern, dass Paulus dort in Vers 16 sagt: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.“ Mit anderen Worten hat Gottes Liebe eine Evangeliumsbotschaft an jede einzelne Person auf der Erde geschickt, an Juden und Heiden, und diese Botschaft besagt, wenn ihr glaubt, dann ist dieses Evangelium die Kraft Gottes zur Errettung. Das ist der Punkt, wo Gottes Liebe sich auf alle Menschen erstreckt und ihnen eine Einladung zum Evangelium gegeben hat. Wir könnten schlussfolgern, wenn wir zum Ende von Kapitel 8 kommen, dass die Liebe Gottes das Evangelium bis an das Ende der Welt geschickt hat, weil Gott möchte, dass alle Menschen es hören und glauben, und das wäre wahr.

Aber dann würde sich sofort eine Frage ergeben … wenn Gott der Welt einen Retter gegeben hat und die Welt zum Glauben aufgerufen hat und Gott ein hinreichendes Opfer am Kreuz für sämtliche Sünden der gesamten Menschheit bereitgestellt hat, wenn es Gottes Wunsch ist, dass niemand verloren geht und Gott möchte, dass die Apostel die Wahrheit von einem Ende des Erdkreises bis zum anderen verkünden, warum gibt es dann Menschen, die nicht errettet werden, wenn das doch Gottes Wille ist? Das ist tatsächlich die Frage, die zu Römer 9, 10 und 11 führt. Lasst uns in Römer 9 mit den ersten fünf Versen beginnen.

Übrigens endet Kapitel 8 mit der großartigen Aussage über die Liebe Gottes, die unauflösliche Liebe Gottes, die denen vorbehalten ist, welche in Christus sind. Gleich nach diesem Abschluss, gleich nach diesem großartigen doxologischen Abschluss von Kapitel 8, der die gewaltige errettende Liebe Gottes zusammenfasst, welche in diesen acht Kapiteln beschrieben wurde, sagt Paulus Folgendes: „Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, daß ich große Traurigkeit und unablässigen Schmerz in meinem Herzen habe.“ Warum? „Ich wünschte nämlich, selber von Christus verbannt zu sein für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch, die Israeliten sind.“ Wisst ihr, was er hier sagt? Er sagt: „Wisst ihr, ich empfinde diesen großen Kummer, ich empfinde diesen unablässigen Schmerz, ich würde mir beinahe meine eigene Verdammnis wünschen, wenn ich damit die Errettung der Juden erreichen könnte.“ Und das ist die Frage. Wenn Gott so liebevoll ist, wenn die Liebe Gottes so großzügig ist, so herrlich, so großartig, so unauflöslich, so unzerbrechlich, wenn Gott den Wunsch hat, zu erretten, wenn Gott möchte, dass das Evangelium den Juden und Heiden verkündet wird, wenn er seinen Sohn als Retter der Welt sandte, warum sind die Juden dann nicht errettet? Kann Gott nicht erreichen, was er will? Ist er unfähig? Ist es das? Liegt es daran, dass er es will, es aber nicht vollbringen kann? Oder ist er gleichgültig? Er sagte, er wolle es, aber er ist beschäftigt, sodass er jetzt nicht wirklich darüber nachdenkt und manche Leute durch das Netz schlüpfen. Oder vielleicht gab es eine Zeit, als er der Menschheit gegenüber recht positiv eingestellt war und dieses Gefühl ist geschwunden. Oder drittens, vielleicht ist er unehrlich? Er sagt, er liebt die Welt und er sagt, er möchte, dass die Menschen gerettet werden, aber er sagt nicht wirklich die Wahrheit. Ist Gott machtlos? Ist Gott gleichgültig? Ist Gott unehrlich? Denn wenn dieser großartige Plan, dieser unglaubliche Heilsplan nicht wirklich funktioniert, vielleicht hat Gott dann versagt und dieses Versagen beruht auf Machtlosigkeit, Gleichgültigkeit oder Unehrlichkeit.

Und Paulus wird das hier beantworten. Und er beginnt mit seiner Antwort, indem er einfach sagt: „Schaut, mir ist bewusst, dass Israel nicht errettet ist. Und mir ist es so sehr bewusst, dass es mir großen Kummer und unablässigen Schmerz bereitet und ich würde mir sogar meine eigene Verdammnis wünschen, wenn sie dadurch errettet würden. So wichtig ist mir das.“ Er drückt wirklich etwas von Gottes Schmerzen aus, nicht wahr? Erinnert ihr euch, dass Gott selbst durch die Augen von Jeremia Tränen über den Unglauben Israels vergoss? Und Jesus selbst vergoss Tränen über die Verlorenheit Jerusalems. Und das Herz Gottes ist bekümmert und traurig. Und Paulus reflektiert das als Botschafter Gottes und als Apostel von Jesus Christus, wie er sich selbst nennt. Er sagt in Vers 4, die Sache, die das so traurig macht, ist, dass die Israeliten diejenigen sind, „denen die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die Bündnisse gehören und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißung; ihnen gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit.“

Mit anderen Worten sind sie die privilegiertesten Menschen von allen. Sie illustrieren den Punkt also auf wunderbare Weise - wenn Gott solch einen großartigen Plan für die Errettung entwickelt hat, der die Welt berühren soll und als ein Ausdruck von Gottes großer Liebe weitreichend ist, warum gibt es dann Menschen, die nicht errettet werden? Und insbesondere, warum werden Juden nicht errettet? Schließlich sind sie nicht einfach irgendwelche Leute, sie sind das auserwählte Volk. Sie wurden zu Gottes Söhnen, sie erhielten die Shekina-Herrlichkeit, die sie führen sollte. Sie erhielten die Bündnisse und das Gesetz und den Tempel und alle Verheißungen und hatten bedeutende Vorfahren wie Abraham, Isaak, Jakob, Josef und all die anderen, denen der Messias entstammte. Hat Gott versagt? Hat er durch Machtlosigkeit, Gleichgültigkeit oder Unehrlichkeit versagt?

Nun, die Antwort darauf findet sich in Vers 6 und dort werden wir mit dem Text fortfahren. „Nicht aber, daß das Wort Gottes nun hinfällig wäre.“ Nein. Die Tatsache, dass sich nicht alle Juden bekehrt haben, bedeutet nicht, dass Gott nicht die Wahrheit sagt oder sein Wort nicht halten kann oder dass es ihm zu unwichtig ist, als dass er sich darum kümmern würde. Es bedeutet nicht, dass Gottes Wort versagt hat. Es ist eine Sache, zu sagen, das würde es nicht bedeuten, aber warum oder wie? Könntest du das erklären? Und er beginnt mit der Erklärung in Vers 6 und fährt bis zum Ende des Kapitels fort. Und hier ist seine Erklärung. „Ihr müsst Gottes Kraft zur Errettung, Gottes errettende Liebe und Gottes Heilsplan als Gesamtplan im Einklang mit all seinen anderen Attributen verstehen.“ Mit anderen Worten kann seine Liebe seinem Zorn nicht ein Ende setzen. Seine Liebe kann seinem Gericht, seiner Gerechtigkeit, seiner Vergeltung, seiner Strafe und seinem Zorn kein Ende setzen. All diese Dinge sind ebenfalls ein Teil Gottes. Sie machen seinen Charakter und seine Person aus, sodass alles, was Gott im Hinblick auf die Liebe tut, in perfekter Harmonie mit jedem anderen Attribut ist.

Und ihr wisst sicherlich noch, meine Lieben, dass der gesamte Zweck des Heilsplans letztendlich in wessen Ehre besteht? In Gottes Ehre vor den Engeln und den Menschen. Und damit Gott sich selbst verherrlichen kann, muss er sich offenbaren. Deshalb wird Gott also bei der Erlösung sich selbst offenbaren. Und sich selbst zu offenbaren oder zur Schau zu stellen bedeutet, die ganze Fülle seiner Person und die ganze Fülle seiner Attribute an den Tag zu legen. Deshalb sage ich noch einmal, dass die Liebe Gottes für die Welt und für alle von uns, die Welt der Ungläubigen und Gläubigen, Gottes allgemeine Liebe, durch die Anforderungen seiner Herrlichkeit bestimmt wird, denn letzten Endes dient sie seiner Selbstverherrlichung.

Wenn wir das verstehen, können wir jetzt sehen, was der Rest des Kapitels uns zu offenbaren hat. Und ich werde euch sieben Attribute Gottes zeigen, die im Einklang mit seiner Liebe sein müssen … Paulus beschreibt in seiner Antwort auf diese Fragen sieben Attribute Gottes. Und sie harmonieren perfekt mit Gottes Liebe.

Erstens wird er durch seine Souveränität verherrlicht … er wird durch seine Souveränität verherrlicht. Vers 6: „Nicht aber, daß das Wort Gottes nun hinfällig wäre“, jetzt kommen die Gründe, „denn nicht alle, die von Israel abstammen, sind Israel.“ Was? Was sagt er hier? Er sagt, dass es zwei Israels gibt. Es gibt Israel als Abkömmling, das ist das natürliche Israel, das ist die jüdische Rasse, die dem Schoß Abrahams entsprang, der der Mann Gottes war, durch welchen die Nation begründet wurde. Und es gibt das natürliche, physische Israel. Aber nicht alles von diesem Israel ist das wahre Israel. Mit anderen Worten, innerhalb des natürlichen Israels gibt es ein geistliches Israel. Und das meinte Paulus in Römer 2,28-29, als er sagte: „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung [geschieht] am Herzen, im Geist.“

Aber hier sagt Paulus: „Schaut, Gott hat nie beabsichtigt, ganz Israel zu retten.“

Das ist es, was er hier sagt.

Gottes Wort hat nicht versagt. Es ist nicht so, dass er machtlos, gleichgültig oder unehrlich ist. Gott hatte nie vor, alle Juden zu retten … hört mir gut zu …, denn wenn Gott gewollt hätte, dass alle Juden gerettet werden, dann würden alle Juden gerettet werden. Das ist schwer zu verstehen, aber es ist genau das, was die Schrift sagt, und das ist im Einklang mit der Souveränität Gottes. Israels Unglaube macht Gottes Wort nicht ungültig, es schmälert die Integrität seines Charakters nicht, es bedeutet nicht, dass er machtlos, gleichgültig oder unehrlich ist. Gott hatte nie vor, ganz Israel zu retten. Das ganze natürliche Israel ist nicht das wahre Israel. Gott hatte innerhalb des natürlichen Israels immer beabsichtigt, nur einige Juden zu retten, sodass das wahre geistliche Israel sich innerhalb der Nation befand. Hört mir gut zu. Die Nation wurde auserwählt, um Privilegien zu empfangen, aber einzelne Menschen unter ihnen wurden zum Heil auserwählt. Das wahre Israel ist das Israel des Glaubens, das auserwählte Israel, auserwählt zum Heil.

Und so beantwortet Paulus das. Er beantwortet es, indem er sagt, dass Gott in seiner Souveränität verherrlicht wird. Hier seht ihr das erste der sieben Attribute. Gott wird in seiner Souveränität verherrlicht. Sie manifestiert, wer er ist, um der ganzen Schöpfung zu beweisen, dass er alles unter Kontrolle hat. Er trifft Entscheidungen. Er ist souverän.

In Vers 7 geht es weiter: „Auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Same sind, Kinder.“ Er sagt dieselbe Sache. Sie sind nicht alle geistliche Kinder Gottes, nur weil sie Nachkommen Abrahams sind. Nicht jeder, der ein Jude ist, nicht jeder, der dem Schoß Abrahams entspringt, war dazu bestimmt, ein Kind Gottes zu sein. Und auch hier sagt er das Gleiche noch einmal. Und er bietet Beweise an. Hier ist die erste Illustration. Und in Vers 7 zitiert er aus 1. Mose 21,12, das geht zurück auf die Zeit, als Gott damals Abraham und die Nation auswählte und Gott sagte: „in Isaak soll dir ein Same berufen werden.“

Als Gott Abraham wählte, traf er eine Entscheidung, nicht wahr? Indem er Abraham auswählte, überging er alle anderen. Aber als er dann Abraham ausgewählt hatte, gab er ihm eine Frau namens Sarah und verhieß ihnen, dass er durch Abrahams Samen nicht nur Segen bringen würde und durch seine Nachkommen nicht nur eine Nation Israel entstehen würde, sondern dass es unter diesen Menschen auch eine Berufung oder eine Auserwählung zum geistlichen Heil geben würde. Aber Gott war selektiv, denn Abraham hatte zwei Söhne, nicht wahr? Der erstgeborene Sohn Abrahams hieß Ismael, er war nicht Sarahs Sohn sondern Hagars, einer Magd, aber er war dennoch der erstgeborene Sohn Abrahams. Aber Gott überging Ismael und der zweitgeborene Sohn von Abraham und Sarah war wer? Isaak. Und Gott erwählte Isaak. Der Apostel Paulus sagt hier von Anfang an: „Schaut, nicht jeder, der ein Nachkomme Abrahams ist, wurde von Gott auserwählt. Gott hat Ismael übergangen.“ Und das illustriert Gottes souveränen Prozess der Auserwählung. Er hatte immer vor, auszuwählen. Ismael wurde ausgeschlossen, wurde abgelehnt.

Ihr sagt jetzt: „Aber was bewirkt das?“ Es demonstriert Gottes Souveränität. Es demonstriert, dass Gott die ultimative Entscheidungshoheit hat. Er ist souverän selektiv. Und das zeigt seine majestätische Kontrolle über alles. In Vers 8 geht die Diskussion weiter: „Das heißt: Nicht die Kinder des Fleisches“, also die leiblichen Kinder von Abraham oder Isaak, „sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet.“ Mit anderen Worten macht er einfach mit demselben Gedanken weiter. Gott hat gewisse Menschen in der Nation Israel als Kinder des Fleisches auserwählt, aber nicht alle Kinder des Fleisches sind die Kinder der Verheißung. Die Verheißung bezieht sich auf geistliche Realität, das Fleisch bezieht sich auf physische. Er sagt also wieder einfach, dass Gott eine Wahl getroffen hat. Und seine Wahl war: „Ich werde einen Menschen auswählen, Abraham. Aus dem Samen Abrahams gingen zwei Söhne hervor, ich werde einen davon auswählen, Isaak. Aus dem Samen Isaaks werden quasi Kinder des Fleisches hervorgehen und unter diesen Kindern des Fleisches werde ich einige als Kinder der Verheißung auserwählen.“ Isaak war im Sinne des Bündnisses eigentlich ein Kind der Verheißung. Und aus seinem Samen gingen sowohl Kinder des Fleisches als auch Kinder der Verheißung hervor.

Dann kommt Vers 9: „Denn das ist ein Wort der Verheißung: ‚Um diese Zeit will ich kommen, und Sarah soll einen Sohn haben.‘“ Vers 9 zitiert hier 1. Mose 18,10, wo Gott sagt: „Ich werde den Sohn von Sarah auswählen, nicht den von Hagar.“ Warum? Warum tat Gott das? Ismael war ebenso Abrahams Sohn und das Recht des Erstgeborenen wurde über den Vater übertragen, auf gewisse Weise war es zur Zeit der Patriarchen egal, wer die Mutter war, wie ihr durchaus wisst. Warum? Einfach, weil Gott souverän ist. Einfach, weil Gott eine Auswahl trifft, weil er die Zügel in der Hand hält. Und das demonstriert seine absolute, unbeeinflusste Souveränität. Es ist eine starke Illustration der bedingungslosen Auswahl in ihrer eindeutigsten Form. Gott sagte, ich werde Ismael übergehen und Sarah wird einen Sohn haben und er wird der Auserwählte sein. Gott traf die Entscheidung. Abraham hatte zwei Söhne, etliche Söhne, aber nur einer davon wurde von Gott auserwählt – Isaak.

Aber damit hört es noch nicht auf. Isaak hatte zwei Söhne. Wer waren sie? Jakob und Esau. Betrachtet einmal Vers 10: „Und nicht allein dies, sondern auch, als Rebekka von ein und demselben, von unserem Vater Isaak, schwanger war …“ Überspringt Vers 11 und geht zu Vers 12 weiter: „… wurde zu ihr gesagt: ‚Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.‘“ Äh … wer sagte das? Gott in 1. Mose 25,23. Gott sagte, ich werde eine Entscheidung treffen … ich wähle den Jüngeren. So funktionierte das normalerweise nicht. Es hätte Ismael sein sollen, wenn man nach dem Recht des Erstgeborenen, dem Erbrecht des Erstgeborenen verfahren wäre. Es hätte Esau sein sollen; erinnert ihr euch, als die Zwillinge geboren wurden, kam Esau zuerst heraus und Esau stand eigentlich das Erstgeburtsrecht zu, Esau hatte Anspruch auf die Erbschaft. Aber ihr erinnert euch sicherlich auch, dass Esau dieses Recht geringschätzte und es, als er einmal hungrig war, bei seinem Bruder Jakob gegen eine Mahlzeit eintauschte. Es hätte Ismael sein sollen und es hätte Esau sein sollen. Aber es war Isaak und es war Jakob.

Warum? Weil Gott schon vor ihrer Geburt entschieden hatte: „Diese wähle ich.“ So funktioniert das. Und das demonstriert Gottes Souveränität. Hier seht ihr bedingungslose Wahl, bedingungslose Erwählung, wenn ihr dieses Wort mögt. Und dann wird dieser Grundsatz in Vers 11 artikuliert: „Als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten – damit der gemäß der Auserwählung gefaßte Vorsatz Gottes bestehen bleibe, nicht aufgrund von Werken, sondern aufgrund des Berufenden, wurde zur ihr gesagt: ‚Der Ältere wird dem Jüngeren dienen.‘“ Mit anderen Worten traf Gott seine Entscheidung ohne Ansehen der Person, ohne Rücksicht auf das Verhalten dieser beiden jungen Männer, auf ihr Leben, ob sie gut oder schlecht waren. Es hatte nichts mit ihnen zu tun, sondern basierte einzig und allein auf Gottes Plan, damit er gemäß seiner Wahl sehr früh in der Erlösungsgeschichte verdeutlichen möge, dass er derjenige war, der die Entscheidungen traf. Und dass der Status als Kind der Verheißung, als Kind Gottes, als wahrer Jude, als wahrer Israelit im Herzen eine göttliche Entscheidung war, keine menschliche. Bevor die Zwillinge also geboren wurden, bevor Isaak geboren wurde, sagte Gott „Der Ältere wird dem Jüngeren dienen, denn so will ich es, um zu demonstrieren, dass mein Vorsatz gemäß der von mir getroffenen Wahl bestehen bleibe.“

Die Frage ist, was Gott hier zur Schau stellte? Was von sich stellte er zur Schau? Seine Souveränität. Er sagte, ihr sollt mich anbeten und ihr sollt mich verehren und ihr sollt mich ehren und mich respektieren und mich loben und mich verherrlichen. Und um das zu tun, müsst ihr die Wahrheit über mich verstehen und das beginnt damit, dass ihr erkennt, dass ich derjenige bin, der die Zügel in der Hand hält, ich bin souverän.

Gott wählt. Gott entscheidet Schicksale, bevor Männer und Frauen geboren werden, ohne Ansehen ihrer Person. Das ist unbeeinflusste Souveränität. Gott wird durch eine derartige souveräne Auserwählung verherrlicht. Sie zeigt seine Kontrolle. Sie zeigt seine Herrschaft. Und unser Gott ist ein souveräner Gott.

Und dann kommt ihr zu Vers 13: „Wie auch geschrieben steht“, und das ist ein Zitat aus Maleachi 1,2-3, „wie auch geschrieben steht: ‚Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich“, … was? ..., „gehaßt“. Was? Du meinst, die Liebe Gottes ist derart selektiv? Ja, denn die Liebe Gottes … die Liebe Gottes ist Subjekt… sie wird von den Anforderungen seiner Herrlichkeit bestimmt. Und Gott wird in seinen souveränen Entscheidungen verherrlicht.

Ihr sagt jetzt: „Aber das ist starker Tobak, zu sagen ‚Esau habe ich gehasst‘“. Hört mir gut zu. Wenn Gott nicht hassen würde, würden wir seine Liebe nicht verstehen. Wir würden die Großherzigkeit, die wunderbare Großherzigkeit souveräner Liebe nicht verstehen, wenn es keinen Hass gäbe. Aufopfernde, rettende Liebe wird dadurch offenbart, dass Gottes heiliger Hass manifestiert wird. Und Gott wird sich den Menschen und Engeln für immer offenbaren und wir werden sehen und haben bereits gesehen, dass Gottes Liebe etwas bedeutet, denn Gottes Hass bedeutet etwas. Es ist erstaunlich, Gottes Liebe für unwürdige Sünder zu sehen, die vollkommen frei seinem eigenen heiligen Willen entspringt, obwohl er doch jeden Grund hat, uns zu hassen. Aber das ist die Herrlichkeit seiner souveränen Liebe.

Gott wird also in seiner Souveränität verherrlicht. Er wird Entscheidungen treffen. Und diese Entscheidungen werden beinhalten, wen er letztendlich und ewig lieben wird. Er liebt die Welt in einem gewissen Sinne, aber wie ich schon sagte, verwandelt sich das in Hass. Er liebt die Seinen mit einer unzerbrechlichen Liebe, die sich nie in irgendetwas Anderes als Liebe verwandeln kann. Gott wird also in seiner Souveränität verherrlicht. Und was auch immer seine Liebe ist, sie wird im Rahmen der Manifestation seiner Souveränität existieren, die Liebe für manche Menschen und Hass für andere umfasst. Das beweist, dass er die Zügel in der Hand hält, dass er Entscheidungen trifft.

Zweitens wird Gott nicht nur durch seine Souveränität verherrlicht, sondern auch durch sein Gericht oder seine Gerechtigkeit. Paulus nahm vorweg, was jemand hier einwerfen würde. Vers 14: „Was wollen wir nun sagen? Was wollen wir nun darüber sagen? Wollen wir sagen, dass Gott ungerecht ist, dass das ungerecht ist?“ Das ist es, was er hier vermutet, dieser imaginäre Einwand ist ein echter Einwand für jeden, der diese Angelegenheit durchdenkt und sie sich vorstellt; es ist eine Art von imaginärem Gegner, der hier diese Fragen einwirft, die Paulus allesamt im Römerbrief beantwortet. Es ist ein Teil seines polemischen Stils, ein Teil seines Dialogs in der logischen Abfolge dieser Präsentation. Und hier geht er von der Frage oder dem Einwand aus, dass es nicht fair sei … nun, es ist nicht fair, es ist nicht fair, dass Gott Jakob liebt und Esau nicht, es ist nicht fair, dass Gott noch vor ihrer Geburt den Jüngeren dem Älteren vorzog … es ist nicht fair, dass Gott Isaak wählte und nicht Ismael … es ist nicht fair. Und es ist umso weniger fair, als dass sie nichts damit zu tun hatten.

Ist Gott unfair? Die Antwort darauf findet sich in Vers 14: „Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne“. Und dann fügt er im Griechischen die stärkste Verneinung in dieser Sprache hinzu, me genoito ... nein, nein, nein, nein, nein, solch ein Gedanke ist verrückt. Bedeutet die Tatsache, dass Gott ausgewählt hat, dass er unfair ist? Nein. Fairness sendet jeden wohin? In die Hölle. Gerechtigkeit verdammt jeden. Und darüber hinaus würde Gott nie etwas Unfaires tun. Man kann ihn beschuldigen, selektiv gnädig zu sein, aber nicht unfair. Ihr wollt fair nicht wirklich, meine Freunde. Ich will fair nicht, ich will keine Gerechtigkeit, ich will Barmherzigkeit. Gott könnte nie beschuldigt werden, ungerecht oder unfair zu sein, obwohl man ihm vorwerfen könnte, und mit seinem Einverständnis, dass er selektiv gnädig ist.

In 1. Mose 18,25 heißt es: „Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten?“ Und ihr sagt: „Einen Moment mal, ist er fair, wenn er jemanden errettet?“ Ja, denn er hat in der Person Jesu Christi ein Opfer für sie dargebracht, welches sein Verlangen nach Gerechtigkeit befriedigt. Ihre Sünden wurden von Christus bezahlt, der Gerechtigkeit wurde Genüge getan und er kann Gnade gewähren.

Darüber hinaus ist schließlich das, was Gott tut, der Inbegriff von Gerechtigkeit, oder? Es ist nicht wie bei einem irdischen Richter. Wir stöbern alle in der Zeitung herum und hören uns all die Gespräche über Richter Ito an und jeder sorgt sich darum, dass er das richtige tut. Das liegt daran, dass wir wissen, dass er ein Mensch ist. Wie jeder andere Mensch macht er vielleicht meistens das Richtige, er macht vielleicht fast immer das Richtige, aber weil er ein Mensch ist, wird er nicht jedes Mal das Richtige tun. Und darüber hinaus gibt es einen Maßstab, der im Gesetz festgelegt wurde und der definiert, was richtig ist. So ist Gott nicht. Gott macht immer das Richtige und was immer Gott tut, ist richtig. Was immer Gott tut, ist der Inbegriff von Gerechtigkeit. Und ihr könnt sicher sein, dass für jene Sünder, zu denen Gott gnädig ist, Gottes Sinn für Gerechtigkeit ausreichend befriedigt wurde. Und genau das geschah am Kreuz. In Psalm 119,137 heißt es: „Gerecht bist du, o HERR, und deine Bestimmungen sind richtig!“ Jeremia 9,23-24 drückt im Prinzip dasselbe aus.

Aber wir betrachten Gott und sagen: „Das ist nicht fair. Es ist nicht gerecht.“ Und wir stehen da und schreien mit unserem mickrigen Verstand. Wir verstehen nicht, was fair ist. Wir verstehen nicht, was gerecht ist, außer von einer gefallenen Perspektive aus. Seht ihr, wann immer ihr die Gerechtigkeit Gottes infrage stellt, stellt ihr damit eure fleischliche Gesinnung unter Beweis. Es ist eine Offenbarung eurer eingeschränkten Kenntnis. Er ist eine Offenbarung von Hochmut. Und vielleicht ist es vor allen Dingen eine Offenbarung eures schwachen Glaubens. Gott weiß genau, was er tut. Ihr mögt die Verdammnis der Gottlosen vielleicht als ungerecht empfinden, und das ist sie nicht. Gott verfolgt einen heiligen Zweck, der euer Verständnis übersteigt.

Ich habe diese Woche eine interessante kurze Geschichte über einen Jungen gelesen, der sehr früh am Morgen aufgestanden ist, gerade so zu Sonnenaufgang, bevor sein Vater das erwartete, und er saß auf seinem Bett und schaute zum Fenster auf der Rückseite seinen kleinen Hauses irgendwo im mittleren Westen hinaus. Und er sah, wie sein Vater in den Garten hinausging, zu einer Stelle, wo er einen kleinen Welpen hatte. Der Junge hatte einen kleinen Welpen, den er liebte, und er sah zu, wie sein Vater zu dem Welpen ging. Und als sein Vater bei dem Welpen ankam, nahm er eine Waffe heraus und tötete ihn. Und der kleine Junge war absolut erschüttert und schockiert über das Verhalten seines Vaters. Und in seinem Schlafanzug rannte er zur Hintertür des Hauses hinaus, quer durch den Garten und sagte: „Du hast meinen Hund getötet, ich hasse dich, ich hasse dich, du hast meinen Hund getötet.“

Die Geschichte ging so weiter, dass der Vater tat, was er konnte, um den kleinen Kerl zu trösten und ihn für sein unangemessenes Verhalten zu züchtigen. Aber er war so aufgebracht, dass er nicht wirklich begreifen konnte, was vor sich ging. In dem Artikel stand, als dieser Junge inzwischen ein junger Mann war und einige Dinge seines Vaters durchging, fand er Zeitungsausschnitte über eine schwere Tollwutepidemie zu genau jener Zeit seines Lebens. Er nahm sich ein Wörterbuch und schlug Informationen über Tollwut nach und erkannte dann, dass die Handlung des Vaters ein Ausdruck seiner Liebe für ihn gewesen war.

Ihr könnt Gottes Motive aus der Perspektive eines Kindes nicht begreifen, aber ihr könnt lernen, ihm zu vertrauen. Stimmt das nicht? Und wenn ihr auf seine Liebe vertraut, dann wisst ihr, dass das, was Gott tut, richtig ist. Und wenn er uns tatsächlich einen ewigen Ort des Segens und der Herrlichkeit und des Glücks geben wird, dann darf es dort keine Sünder geben, deren Biss tödlich ist. Deshalb heißt es in Offenbarung 22, dass keiner von ihnen in den Himmel kommen wird. Der Herr kennt seine eigenen Motive. Der Herr kennt seine eigenen Pläne. Stellt das nicht infrage. Verrückt, sagt Paulus, nein, nein, nein, Gott ist nicht ungerecht, Gott hat sein Verlangen nach Gerechtigkeit befriedigt und Gott tut, was richtig ist.

Drittens ist Gottes Liebe im Einklang mit seiner Souveränität und seiner Gerechtigkeit und mit seiner Barmherzigkeit. Dieser Punkt kommt in Vers 15 zum Ausdruck: „Denn zu Mose spricht er: ‚Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.‘ So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.“

Ihr wisst, was Gott hier sagt: „Schaut, ich werde denen Barmherzigkeit erweisen, die ich wähle, und es wird nicht von ihnen abhängen, es ist einzig und allein meine Entscheidung.“ Genau das sagt er hier. Ihr sagt: „Was steckte dahinter?“ Nun, Vers 15 ist ein Zitat aus 2. Mose 33,19. Mose ging zu Gott und sagte: „So laß mich doch deine Herrlichkeit sehen.“ Nun, wisst ihr, Gott hätte seine Herrlichkeit auf vielfache Weise offenbaren können. Gott hätte sagen können „Ok“, ein Atemzug und Moses ist weg. Gott hätte ihn verbrutzeln können, ihn in die Hölle senden können. Das hätte seine Herrlichkeit offenbart, nicht wahr? Ihr sagt jetzt: „Warum sagst du das?“ Weil Gott, unmittelbar bevor Moses jene Frage stellt, gerade 3.000 sündigende Israeliten getötet hatte … er hatte sie ausgelöscht. Und wisst ihr was? Er verschonte alle anderen. Und alle anderen waren viele … viele. Gott tötete 3.000 und verschonte den Rest. Und dann ging er zu Moses und bat Moses, die Führung zu übernehmen und Moses sagt: „Ich werde es erst tun, wenn du mir deine Herrlichkeit offenbarst.“ Und dann sagte Gott zu Moses: „Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.“

Was meinst du damit? Nun, Gott sagt, ich habe das Recht, 3.000 Menschen zu zerstören, wie ich es getan habe. Ich habe das Recht, den Rest zu verschonen. Du willst meine Herrlichkeit sehen? Wie es der Zufall will, entscheide ich mich, dir die Herrlichkeit meiner Barmherzigkeit zu zeigen. Ich war dem Rest gegenüber barmherzig und ich werde dir gegenüber barmherzig sein, Moses. Und das hat nichts mit dem zu tun, was du willst. Ist das nicht erstaunlich? Vers 16: „So liegt es nun nicht am jemandes Wollen“, es hat nichts mit dem zu tun, was ihr tut oder erreicht, „sondern an Gottes Erbarmen.“ Barmherzigkeit wird nicht gewährt, weil jemand sie will. Esau rannte um seinen Segen, aber er bekam ihn nicht. Ismael wollte den Segen, aber er bekam ihn nicht. Gott sagt, ich gewähre Erbarmen nach meinem Ermessen. Ich demonstriere mein errettendes Mitgefühl nach meinem Ermessen. Und ich möchte es dir gewähren, Moses. Wisst ihr, was ich meine?

Danke, Amen, Halleluja, o Herrlichkeit. Und so sollte eure Einstellung immer sein, nicht wahr? Gott liebt, aber seine Liebe hängt mit seiner Souveränität zusammen, mit seiner Gerechtigkeit und seiner Barmherzigkeit. Sie hängt auch mit seiner Macht zusammen, das ist der vierte Punkt. Sie hängt mit seiner Macht zusammen.

Vers 17 besagt, dass seine Liebe nicht ohne seine Macht offenbart werden kann, und deshalb geht er in diesem wunderbaren Einblick in Vers 17 zurück ins Alte Testament und bezieht sich auf 2. Mose Kapitel 9: „Denn die Schrift sagt zu Pharao: ‚Eben dazu habe ich dich aufstehen lassen, daß ich an dir meine Macht erweise, und daß mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.‘“ Wow! Er erbarmt sich also über wen er sich erbarmen will und er verstockt, wen er verstocken will.

Wisst ihr, was da steht? Da steht, dass Gott Pharao aufstehen ließ. Was meinst du damit? Gott ließ zu, dass die Mutter des Pharaos den Pharao gebar. Gott ließ zu, dass Pharao in die königliche Familie hineingeboren wurde. Gott ließ zu, dass Pharao lange genug lebte, um den Thron zu besteigen. Gott ließ zu, dass Pharao den Thron bestieg und seine Macht auf dem Thron ausbaute. Und dann, als Gott Pharao auf dem Thron hatte, sorgte er dafür, dass das Herz von Pharao verstockt wurde, damit er sich widersetzen würde, ein Kampf, der, wenn Pharao mit der Macht Gottes konfrontiert würde, Gott die Gelegenheit geben würde, sich selbst zu offenbaren, nicht wahr? Was wäre geschehen, wenn Moses hineingegangen wäre und gesagt hätte: „He, Pharao, lass mein Volk ziehen?“ Und Pharao hätte gesagt: „Ja, natürlich. Ich meine, wir werden den Weg für euch ebnen, wir tun, was nötig ist, um euch hier rauszubringen, ihr seid schon lange genug hier und wart wirklich toll. Auf geht’s.“

Gott hätte das Rote Meer nicht teilen müssen, oder? Er hätte nicht die gesamte ägyptische Armee ertränken müssen. Er hätte ganz gewiss die Plagen nicht gebraucht. Er hätte keine Frösche oder Geschwüre oder Heuschrecken oder tote Rinder oder den Tod aller Erstgeborenen gebraucht und er hätte den Todesengel nicht geschickt, der umging. Nein, Gott verstockte Pharaos Herz, weil Gott alles zur Schau stellen wollte. Gott ließ ihn zu diesem Zweck aufstehen. Das ist ein Teil von Gottes Herrlichkeit. Seht ihr, das ist ein Teil von Gottes Person. Das ist ein Teil von Gottes Charakter. Und ich sage es euch noch einmal, seine Liebe existiert nicht losgelöst von allem anderen. Er wird lieben, aber das ist nicht alles, Gott ist Liebe, er ist nicht einzig und allein Liebe und nichts Anderes. Und er wird in seiner Macht verherrlicht und er wollte seine Macht zur Schau stellen und indem er diese gewaltige Macht zur Schau stellte, gab er uns übrigens von einem biblischen Standpunkt aus, die größte individuelle Demonstration seiner Macht vor dem Kreuz. Und deshalb wurde das zum Prüfstein von Gottes erlösender Macht und aus diesem Grund feiern die Juden noch bis zum heutigen Tag welches großartige Ereignis? Das Passahfest. Es war das größte Anzeichen von Gottes Macht im Namen seines Volkes. Ich meine, er brach buchstäblich das Rückgrat der größten Macht auf der Welt, Ägypten, teilte ein Meer und schloss es wieder, gewaltige Macht. Und infolgedessen geschah das, was am Ende von Vers 17 steht: „Daß mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.“ Jeder Mensch überall hörte, was der Gott Israels getan hatte. Ihr erinnert euch sicherlich an eine Begegnung mit den Philistern, die sich Sorgen zu machen begannen, weil sie sich erinnerten, dass der Gott der Israeliten die ägyptische Armee ertränkt hatte. Wenn Gott seine Macht zur Schau stellen will, wird er einen Menschen aufstehen lassen, an dem er seine Macht zur Schau stellt, und das Herz dieses Menschen wird verstockt sein. In 2. Mose 4,21 sagte Gott: „Ich aber will sein Herz verstocken.“

Gott will seine Macht also unter Beweis stellen. Und um seine Macht gegen Widerstand unter Beweis zu stellen, muss es Widerstand geben. Deshalb wir Gott für Widerstand sorgen. Das geschieht nicht ohne den Willen von Pharao, denn Pharao verstockte sein Herz auch von sich aus, wie wir ebenfalls lesen. Gott setzt den menschlichen Willen nicht außer Kraft. Der menschliche Wille trägt selbst Verantwortung. Und aus diesem Grund ist das Gericht gerecht, wie wir in einem Moment sehen werden. Moses war ein Jude, Pharao war ein Heide, beide waren Sünder. Beide waren Mörder. Wusstet ihr das? Beide waren Mörder. Dennoch wurde Moses gerettet und Pharao ging verloren. Gott ließ Pharao aufstehen, um seine Herrlichkeit durch die Macht seines Gerichts zu demonstrieren und er ließ Moses aufstehen, um seine Herrlichkeit durch seine Gnade und Barmherzigkeit und Erlösung zu offenbaren. Gott ließ Moses aufstehen, damit er seine Macht der Erlösung unter Beweis stellen konnte. Er ließ Pharao aufstehen, damit er seine zerstörerische Macht unter Beweis stellen konnte. Pharao war ein Herrscher. Moses war ein Sklave. Dennoch wurde Moses Barmherzigkeit und Mitleid zuteil, weil Gott es so wollte.

Gott ist souverän und Gott ist heilig und muss Sünde bestrafen. Gott ist liebevoll und muss Sünder retten. Aber wenn jeder gerettet würde, würde das seine Heiligkeit verleugnen. Wenn jeder verlorenginge, würde das seine Liebe verleugnen. Und deshalb wird er durch seinen gesamten Charakter verherrlicht.

Fünftens wird er durch sein Gericht verherrlicht, Vers 19. Jemand wird jetzt gleich sagen: „Moment mal. Du sagst mir, dass er Pharaos Herz verstockte, du sagst mir, dass er Ismael ablehnte und Esau ablehnte und Isaak und Jakob auserwählt wurden. Du sagst mir, dass Gott Erbarmen hat über diejenigen, die er auswählt, und Mitleid mit denen, die er auswählt, und die verstockt, die er dazu auserwählt. Ich möchte dir eine Frage stellen. Wie um alles in der Welt kann er etwas an mir auszusetzen haben, ich habe doch mit all dem gar nichts zu tun? Wenn all das vorherbestimmt ist, souveränes Schicksal, wenn all das irgendwie da oben im Himmel orchestriert wird, wenn Gott derjenige ist, der für die Verstockung der Sünder verantwortlich ist, wie kann er dann den Sünder dafür verantwortlich machen? Wenn alles von Gott bestimmt wird, wie kann der Sünder dann bestraft werden? Wie kann er die Schuld dafür zugewiesen bekommen?“

In Vers 19 sagt Paulus: „Nun wirst du mich fragen: ‚Warum tadelt er dann noch?‘“ Mit anderen Worten, wie kann er uns dann tadeln? Ich meine, wenn er das tut, wie kann er uns dann dafür verantwortlich machen? Denn wer kann seinem Willen widerstehen? Ich meine, wenn er das alles beschlossen hat, wie kann er uns dann dafür verantwortlich machen? Ich liebe die Antwort. „Ja, o Mensch, wer bist denn du, daß du mit Gott rechten willst?“ Wagt es ja nicht, Gott zu beschuldigen, er würde euch für etwas verantwortlich machen, für das ihr nicht verantwortlich seid. Das wird hier impliziert. Vers 20 stammt eigentlich aus Jesaja 45,9: „Wehe dem, der mit seinem Schöpfer hadert.“ Er und der Verstand müssen sich unterordnen. Der Mensch ist ein Sünder, er liebt seine Sünde, er wählt seine Sünde, er lehnt Gott ab, er lehnt Christus ab, er lehnt das Heil ab und er stirbt in seiner Sünde wegen seiner eigenen Ablehnung. Und doch ist das gleichzeitig der souveräne Wille Gottes. Aber weil es Gottes souveräner Wille ist, hört mir gut zu, ist es nicht weniger die Verantwortung des Sünders. Deshalb wird dem Sünder jede Einladung zum Evangelium gegeben, um Buße zu tun. Jesus ist nicht im Himmel und fleht Gott an, noch ein paar Namen hinzuzufügen. Jesus hat den Heiligen Geist gesandt, der die Menschen anfleht, Buße zu tun. Die Verantwortung liegt hier.

Wenn Menschen in die Hölle geschickt werden, liegt es daran, dass sie nicht glauben, dass sie nicht Buße tun, dass sie ihre Sünde lieben. Die Tatsache, dass das von Gott eingerichtet wurde, stellt die Herrlichkeit seines Wesens unter Beweis, aber sie enthebt den Menschen nicht von seiner Verantwortung. Ich weiß, dass es sehr schwer ist, dieses Problem zu lösen. Es ist sogar so schwer zu lösen, dass ich es nicht lösen kann und ihr auch nicht, aber Gott kann es. Ich sage euch eins, ich werde ihn nicht anzweifeln. Und darum geht es in Vers 20: „Wer um alles in der Welt bist du, dass du Gott widersprichst?“ Ich meine, „du armer, erbärmlicher Mensch mit deinem schwachen Verstand, nur, weil es für dich keinen Sinn macht, willst du Gott widersprechen?“

Vers 20: „Spricht auch das Gebilde zu dem, der es geformt hat: ‚Warum hast du mich so gemacht?‘“ Und er bezieht sich auf Jeremia 18, das Bild des Töpfers. Vers 21: „Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?“ Gott hat seine eigenen Pläne. Gott ist der Töpfer. Er macht die Töpfe zu dem, was er will. Ihr könnt euch nicht streiten mit Gott. Ihr könnt Gott nicht infrage stellen. Weil hinter allem, was Gott tut, ein Ziel steckt. Er macht einen Topf zur Ehre und einen anderen zur Unehre, das ist seine Wahl.

Hört mir zu. Das Ziel hinter dem, was Gott tut, besteht nicht darin, die Neugier des menschlichen Verstandes zu befriedigen. Das Ziel hinter dem, was Gott tut, besteht nicht darin, die Begierden eines verderbten Intellekts zu befriedigen. Das Ziel hinter dem, was Gott tut, besteht darin, sich selbst zu verherrlichen. Und wenn er sich entscheidet, sich im Gericht zu verherrlichen, indem er ein Gefäß zur Unehre macht, dann ist das seine Entscheidung. Er wird durch sein eigenes Gericht verherrlicht und wir haben nicht das Recht, ihm zu widersprechen und zu sagen: „Nun, wie kannst du uns richten und uns zur Verantwortung ziehen, wenn du derjenige bist, der die Entscheidungen trifft?“ Sein Gericht offenbart seine Herrlichkeit. Es ist ein gerechtes Gericht. Ihr seid wahrhaftig Sünder, wahrhaftig Christus-Ablehner, Gott-Ablehner, Gott-Hasser, den Frevel Liebende, und deshalb werdet ihr bestraft. Gott kann das perfekt mit seiner Souveränität in Einklang bringen, auch wenn wir das nicht können.

Gott wird also in seiner Souveränität, seiner Gerechtigkeit, seiner Barmherzigkeit, seiner Macht, seinem Gericht, und sechstens seinem Zorn verherrlicht. Vers 22: „Wenn nun aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind…“ Dieser Vers enthält sehr viel, ich möchte mich nur kurz auf den letzten Ausdruck konzentrieren. Was wäre, wenn Gott seinen Zorn dadurch unter Beweis stellen wollte, dass er Gefäße des Zorns hervorbringt, die zum Verderben bestimmt sind? Na und, das habt ihr nicht infrage zu stellen. Das steht euch nicht zu.

Seht ihr, wenn ihr Gottes Perspektive in dieser Sache habt, ist es einfach so, dass Gott durch seinen Zorn verherrlicht wird. David sagt in seinen Rachepsalmen: „Gott, töte die Ungerechten, Gott, töte jene Gottlosen, töte jene Menschen, die mich verfolgen, töte jene Menschen, die deinem Namen lästern. Oh Gott, zerstöre sie.“ Und wir lesen das und sagen: „Ach, er war ein gerechter Mann und er liebte Heiligkeit.“ Das liegt daran, dass wir niemanden von denen kennen, derentwegen er betete. Richtig? Wenn ich an einem Sonntagmorgen in meinem Gebet auf die Kanzel steige und sage „Oh Gott, alle Ungerechten, die deinen Namen schmälern, töte sie einfach alle jetzt“, dann werdet ihr sagen, „Ahh“, wisst ihr, und ihr werdet tief bestürzt sein, weil ihr irgendwie emotionale Bindungen an diese Gruppen habt.

Im Buch der Offenbarung lesen wir seit Wochen über die Zerstörung von großen Teilen der Menschheit, großen Teilen der Menschheit. Und wir sind mit jenen Heiligen in Kapitel 6 unter den Altar gegangen und sie sagen: „Oh Herr, wie lange ... wie lange, bevor du all diese Gottlosen töten wirst?“ Und wir sagen: „Amen, Herr, oh Amen, beseitige sie.“ Wir kennen niemanden von diesen Leuten. Und wenn wir emotionalen Abstand von dieser Sache haben, betrachten wir sie mit ein wenig mehr Objektivität.

Ich möchte euch noch eine weitere Illustration geben. Es gibt Millionen von Engeln, zehntausend mal zehntausend und tausende über tausende und einfach eine unbeschreibliche Anzahl von Engeln. Nun, ein Drittel von ihnen fiel mit Satan, richtig? Ein Drittel von ihnen fiel, sie rebellierten mit Satan, sie wurden aus dem Himmel ausgestoßen und sie werden die Ewigkeit in Qualen im Feuersee verbringen. Und sie sind Geschöpfe, sie sind Wesen, die fühlen können, die die Realität, die geistliche Realität, spüren können. Ich glaube nicht, dass irgendjemand je zu mir gekommen ist und gesagt hat: „Oh, es ist so unfair, dass Gott keinen Heilsplan für Dämonen hatte.“ Ich glaube nicht, dass mich das irgendjemand je gefragt hat. „Wieso rettet Gott nicht all diese Dämonen?“ Ich glaube nicht, dass irgendjemand das je zu mir gesagt hat. Sie kümmern sich keinen Deut um die Dämonen, euretwegen können sie ruhig im Feuersee landen, nicht wahr? Keiner von denen ist ein Freund von euch.

Ich versuche euch hier zu zeigen, dass wir uns über das Thema der Gefäße des Zorns nur dann so aufregen, wenn wir emotional daran beteiligt sind. Und hier geht es darum, dass Gott Engel gesandt hat und als die Engel einmal gefallen waren, gab es keinen Heilsplan, gab es kein Zurück, gab es keine Errettung, gab es keine Vergebung, keine Barmherzigkeit, keine Gnade … Gott offenbart den Engeln seine Gnade nicht. Heilige Engel brauchen keine Gnade, weil sie heilig sind, nicht wahr? Heilige Engel brauchen keine Barmherzigkeit, weil es nichts an ihnen gibt, das bemitleidenswert ist. Und gefallene Engel bekommen keine. Wenn Gott also das manifestieren soll, was in Bezug auf sein Wesen wahr ist – und Gnade und Barmherzigkeit und Mitleid treffen auf sein Wesen zu -, dann muss er ein Geschöpf haben, das erlöst werden muss, das Barmherzigkeit, Gnade und Mitleid braucht, und deshalb erschienen wir auf der Bildfläche, sodass er sich auf diesem Gebiet offenbaren konnte. Aber das ergibt nur dann Sinn, wenn sein Zorn durch einen Kontrast offenbart wird, damit ihr versteht, was seine Barmherzigkeit und sein Mitleid und seine Gnade bedeuten. Nur weil Gott zu jemandem gnädig ist, können wir in unserer Vorstellung nicht automatisch davon ausgehen, dass er jedem gegenüber gnädig sein muss. So funktioniert das nicht.

Gott handelt in seinem Zorn. Er macht Gefäße des Zorns im Voraus, weil sein Zorn eine Art und Weise sein wird, seine Herrlichkeit zu offenbaren. Er wird durch seinen Zorn verherrlicht.

Und schließlich wird er durch seine Errettung verherrlicht. Vers 23: „[All das tat er], damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat.“ Er wird durch das Heil verherrlicht. Er zeigt seine Herrlichkeit durch seine Souveränität. Er zeigt seine Herrlichkeit durch seine Gerechtigkeit, seine Barmherzigkeit, seine Macht, sein Gericht. Er zeigt seine Herrlichkeit durch seinen Zorn und er zeigt seine Herrlichkeit, indem er Gefäße der Barmherzigkeit bereitet, die er rettet. Was für eine wunderbare Sache.

Gott wird also durch das gesamte Spektrum seiner Attribute verherrlicht. Macht euch jetzt keine Sorgen, meine Lieben, ich werde jetzt zum Ende kommen, macht euch keine Sorgen um die Geheimnisse von Gottes Ratschluss. Versucht nicht, alle Geheimnisse von Gottes Wesen zu lüften. Sorgt euch um euren eigenen Zustand. Sorgt euch nicht darum, was Gott tut, indem er all das plant, sorgt euch darum, was euch in der ewigen Hölle erwartet. Versucht nicht, das Unerforschliche zu erforschen, sorgt euch um Buße und denkt daran, dass Jesus sagte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht“, … was? ..., „hinausstoßen.“ Vergesst nicht, dass Jesus sagte: „Denn so [sehr] hat Gott geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“

Die Verantwortung für Buße und Glauben liegt bei euch. Das ist alles, worum ihr euch sorgen solltet. Die Frage der Auserwählung wird erst nach der Bekehrung zu einem Thema, und dann wissen wir, dass ihr auserwählt seid. „Und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken.“ Das sind die Einladungen der Bibel an uns.

Die Frage der Souveränität Gottes und der Herrlichkeit Gottes und der Manifestation seines Charakters ist eine Sache, aber was mir in Bezug auf euch wichtig ist, ist die Frage, ob ihr zu Christus kommt oder nicht, um die Vergebung anzunehmen, die er bietet. Und das sollte die Sache sein, die ihr in eurem eigenen Herzen abwägt. Lasst uns beten.


Related Products (for purchase):