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Heute Abend beginnen wir eine neue Serie, aber da wir heute weniger Zeit als üblich haben, kann ich euch heute nur einen kleinen Vorgeschmack geben. Der Herr hat mir vor ungefähr zwei Jahren aufs Herz gelegt, wie wichtig es ist, sich mit der Frage zu befassen, ob die Bibel glaubwürdig ist.

Hier in der Grace Church messen wir dem Wort Gottes viel Bedeutung zu, und wir sind sehr überzeugt davon. Und diese Überzeugungen sollten wir auf jeden Fall belegen können. Wir sollten wissen, warum wir an die Bibel glauben. Wir sollten wissen, welche Beweise es dafür gibt, dass die Bibel gültig und wahr ist. Wir sollten die Bibel gut genug kennen, damit wir mit anderen Menschen über sie reden können.

Wir sollten sie auf jeden Fall gut genug kennen, um unsere Zuversicht in sie zu setzen. Und da wir unsere ganze Zeit hier damit verbringen, die Bibel zu studieren, zu predigen, zu lehren, zu lernen und nach den Grundsätzen der Bibel zu leben, sollten wir zuversichtlich in Bezug auf einige sehr wichtige Fakten über die Bibel sein.

Ihr sagt: „Nun, was glaubst du in Bezug auf die Bibel?“ Wir glauben, dass die Bibel das einzige Buch ist, das Gott je geschrieben hat, und es wurde geschrieben, damit Gott sich darin offenbaren kann. Wir glauben, dass die Bibel die einzige maßgebliche und absolut zuverlässige Quelle der Offenbarung Gottes in Bezug auf die Entstehung des Menschen, seines Dilemmas, seiner Errettung und seines Schicksals ist.

Wir glauben, dass die Bibel der einzige Maßstab ist. Der einzige moralische und geistliche Maßstab des Menschen. Wir glauben, dass die Bibel in jedem Detail wahr ist, selbst in jedem einzelnen Wort der ursprünglichen Manuskripte. Und wir glauben, dass die Bibel glaubwürdig ist. Wir glauben, dass Gott sie geschrieben hat, jedes einzelne Wort. Das ist es, was wir glauben.

Ihr, die ihr zu Grace Church gehört, sagt in eurem Inneren jetzt: „Ja, das stimmt, das glaube ich.“ Wir glauben, dass die Bibel die Quelle aller Erkenntnis über Gott ist. Und dass es ohne die Bibel keine Offenbarung gibt. Es gibt nicht, das ein Mensch mithilfe des menschlichen Verstandes über Gott lernen könnte. Es gibt letztendlich nichts, das ein Mensch von der Philosophie oder sogar anhand von Erfahrung über Gott lernen könnte, sofern Gott es ihm nicht offenbart.

Gott allein ist die Quelle der Erkenntnis über sich selbst. Und er hat sich entschieden, sich in diesem Buch voll und ganz zu offenbaren, und in keinem anderen Buch. Deshalb glauben wir an die Bibel. Ich möchte jedoch hinzufügen, dass dies nicht die Meinung aller Christen ist. Oder zumindest nicht aller, die von sich behaupten, Christen zu sein. Es gibt viele Menschen, die behaupten, Christen zu sein, und einige Menschen, die zweifelsfrei Christen sind, weil sie an den Herrn Jesus Christus glauben, aber sie glauben nicht daran, dass dies vollkommen und in jedem Wort die Offenbarung Gottes ist.

Weil wir das glauben, sind wir also anders als manch andere Menschen, die sich als Christen bezeichnen. Es gibt manche Menschen, die behaupten, Teil der Gemeinde Jesu Christi zu sein, die jedoch nicht das glauben, was wir über die Bibel glauben. Sie verleugnen die Autorität der Bibel. Sie lachen über den Gedanken der Irrtumslosigkeit - die Vorstellung, dass die Bibel keine Fehler enthält. Sie haben die Inspiration der Bibel vermenschlicht, sodass nicht Gott sie geschrieben hat, sondern Menschen.

Ihr wisst, was mit solchen Gemeinden geschieht? Sie werden ohnmächtig, unsicher, verwirrt, es mangelt ihnen an Überzeugung und sie wenden sich unausweichlich wieder sozialem oder politischem Aktivismus zu. Packer sagt das, und ich denke, das ist lesenswert. Hört mir einmal zu: „Es mangelt auf ganzer Linie an Gewissheit über die großen Fragen des christlichen Glaubens und Verhaltens. Der außenstehende Betrachter sieht, wie wir von einem Mätzchen zum nächsten und von einem Trick zum nächsten taumeln, wie Betrunkene im Nebel. Dabei wissen wir weder, wo wir sind noch welchen Weg wir einschlagen sollten. Predigten sind nebulös, Gedanken sind verworren, Menschen sorgen sich, Zweifel berauben uns unserer Energie, Ungewissheit lähmt uns in unseren Handlungen.

Im Gegensatz zu den ersten Christen, die in drei Jahrhunderten die römische Welt einnahmen, und den späteren Christen, die die Vorreiter der Reformation waren, und zu den Puritanern, der Erweckung, der evangelikalen Erneuerung und der großen Missionsbewegung des letzten Jahrhunderts mangelt es uns an Gewissheit. Warum ist das so? Wir machen dafür die äußeren Zwänge des modernen Säkularismus verantwortlich, aber das ist wie Eva, die der Schlange die Schuld gab. Die Wahrheit ist, dass wir den Heiligen Geist betrübt haben. Wir unterstehen göttlichem Gericht. Unsere Gemeinden leiden bereits seit zwei Generationen an einer Dürre des gesprochenen Wortes Gottes.“

Das ist eine tragische Wahrheit. Der Mensch hat alleine entschieden, dass sein eigener Intellektualismus die Antwort auf alles ist und dieser Intellektualismus entsteht aus höherer Kritik und Rationalität und zerstört infolgedessen die Wahrheit. Wir haben über die höheren Kritiker gesprochen, die auf der Bildfläche erschienen und sagten: „Mein Verstand kommt mit einem Wunder nicht klar, also nehme ich einfach meinen großen Staubsauger und sauge die Wunder aus der Bibel.“ Ein deutscher Rationalist tat das und hatte am Ende noch 26 Verse übrig.

Aber es geht nicht nur um intellektuellen Rationalismus, Egoismus spielt dabei auch eine Rolle. Wisst ihr, der Mensch hat solch ein großes Ego, dass er es sich nicht gestattet, sich einer Autorität unterzuordnen und sich deshalb schwertut, sich der Autorität der Schrift unterzuordnen. Unsere Gesellschaft ist zu einer Gesellschaft für selbstsüchtige Menschen geworden, die selbst entscheiden, was Wahrheit ist.

Und dann denke ich daran, dass die Gemeinde tragischerweise Ersatzprogramme und Aktivitäten für das Studium von Gottes Wort hat. Sie haben sich sozialen Problemen gefügt und die wahre Priorität des Wortes aufgegeben. Sie geben sich zufrieden mit Unterhaltung, Psychologie und vielen anderen Dingen. In Amerika haben wir 330.000 Gemeinden. Eine drittel Million Gemeinden. Das sind zu viele. Wir können nicht miteinander auskommen.

Deshalb sind wir so zerrissen und zerrüttet, dass es einen Mangel an geistlicher Leiterschaft gibt. Und in all diesem Durcheinander geht das Wort Gottes unter. Lasst uns gemeinsam einen Propheten betrachten. Einen explosiven Propheten namens Amos. Lasst uns Amos Kapitel 8 aufschlagen. Ich möchte mich kurz Versen 11 und 12 zuwenden, um euch vor Augen zu führen, was geschieht, wenn das Wort Gottes verloren geht.

Amos 8,11: „Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der HERR, da werde ich einen Hunger ins Land senden.“ Hört mir einfach zu; wenn ihr die Stelle noch nicht gefunden habt, ist das egal. „… da werde ich einen Hunger ins Land senden; nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des HERRN zu hören. Da wird man hin und her wanken von einem Meer zum anderen und umherziehen vom Norden bis zum Osten, um das Wort des HERRN zu suchen, und wird es doch nicht“, was, „finden.“

Gott sagt, es wird ein Tag kommen, an dem er eine Hungersnot senden wird und die Menschen werden nach dem Wort des Herrn suchen und es nicht finden. Acht Jahrhunderte vor Christus war das nördliche Königreich voller Selbstvertrauen. Ja, die moralischen Standards waren gesunken, mit der Ehrlichkeit war es vorbei, die Armen wurden misshandelt, die Angehörigen der oberen Klasse waren lasterhaft, es gab Geld in Hülle und Fülle und viel Wohlstand, sodass sie die geistliche Dimension einfach in den Hintergrund drängten und zu dem Schluss kamen, wenn sie nur genügend Geld hätten, genüge das zum Leben, und alles war großartig und sie praktizierten noch immer ihre eigene Form der Anbetung. Sie taten noch immer das, was sie normalerweise rituell taten und dachten, alles sei in Ordnung. Und dann ließ Gott ganz plötzlich eine Bombe namens Amos in die Mitte des nördlichen Königreichs fallen.

Amos fiel als Prophet des drohenden Unheils in Samaria ein. In Kapitel 2 von Amos lesen wir: „Gott wird richten.“  Und in Kapitel 5 sagte er: „Diese ganze Nation wird versklavt und deportiert werden.“ Und in Kapitel 8 sagt er: „Was noch schlimmer ist, die Flüsse der Offenbarung werden eintrocknen. Und es wird einen Hunger nach dem Wort Gottes geben.“

Diejenigen, die dem von Gott gesandten Propheten nicht zuhören wollten, stellten auf einmal fest, dass es keine Propheten mehr gab, denen sie zuhören konnten. Gottes Wort wird nicht mehr verfügbar sein. Und Amos fährt in seinem kurzen Buch hier fort, ein Bild geistlicher Armut zu zeichnen, die sich entwickelt, wenn das Wort des Herrn nicht mehr zu finden ist, wenn es keine Offenbarung mehr gibt. Und er malt ein Bild von ruhelosen, panischen Seelen, die herumirren und darauf hoffen, Gottes Wort zu hören, es jedoch nicht mehr hören.

Und für sie, ebenso wie für große Teile der sogenannten Gemeinde heutzutage, gibt es eine Hungersnot, eine verzweifelte Suche danach, das Wort Gottes zu hören. Ich denke, das ist ein Gericht vonseiten Gottes. Ich denke, das ist das Vermächtnis des Liberalismus, des Egoismus, des Programmismus und des Denominationalismus. Die Leute, die die Bibel als ein von Menschen verfasstes Dokument betrachten, als fehleranfälliges Buch, die die Bibel als Vorwand für falsche Lehren verwenden und einfach ihre Meinung herunterrattern, haben zu diesem traurigen Verfall beigetragen.

Ich weiß nicht, wie viele von diesen Gemeinden wirklich das Wort Gottes lehren, aber ich weiß, dass fast in jeder Stadt, die ich besuche, Leute zu mir sagen: „Kennst du eine Gemeinde in der Stadt, in der wir das Wort Gottes lernen können?“ Das geschieht, wenn Menschen das Wort Gottes aufgeben und ich denke, Gott hat Einzug in Gemeinden gehalten, um dort zu richten, und eine geistliche Hungersnot hinterlassen. Was geschieht in einer solchen Situation?

Zuerst unterminiert das die Lehre. Wo Zweifel daran bestehen, ob der Text wirklich das Wort Gottes ist, gibt es keine Lehre mit Überzeugung. Das ist ein geschwächter Glaube. Die Menschen wissen nicht mehr, was sie glauben sollen. Es gibt keine Ermutigung zum Bibelstudium mehr. Warum sollten wir die Bibel studieren, wenn wir nicht sicher sind, worum es eigentlich geht? Demzufolge befindet die Gemeinde sich heutzutage in der schrecklichen Notlage, durch den Verlust an Zuversicht in das Wort Gottes in ihrer Autorität unterminiert zu werden.

Dieses Problem, dem wir heutzutage in der Gemeinde ausgesetzt sind, wird noch dadurch erschwert, dass die Welt ebenfalls keine Zuversicht in die Bibel hat. Die nicht-christliche Welt hat das Wort Gottes offensichtlich abgelehnt. Wir sind also als kleine Insel auf uns alleine gestellt. Es gibt andere wie uns, Gott sei es gedankt. Aber wir stehen mitten in einer Welt, die nicht an das Wort Gottes glaubt. Wir stehen mitten in einer Gemeinde, die sich „die christliche Gemeinde“ nennt, sich aber nicht zu der Autorität von Gottes Wort bekennt.

Und wisst ihr, wann immer ihr herumgeht und sagt „Ich glaube an die absolute Inspiration der Bibel“, gibt es immer einige Leute - mir ist das auch schon passiert, als ich gereist bin und in theologischen Hochschulen und anderen Einrichtungen unterrichtet habe -, die sagen: „Mann, wenn du so altmodisch bist zu glauben, dass die Bibel wahr ist, dass die Bibel das inspirierte Wort Gottes ist, dann hast du intellektuellen Selbstmord begangen.“

Und vielleicht wirft jemand ein: „Nun, bist du intelligenter als ein Nicht-Christ oder ein Super-Professor mit 49 akademischen Abschlüssen, der alle Manuskripte studiert hat und nicht an die Inspiration glaubt, bist du intelligenter als er? Schließlich hat er die Beweise untersucht.“

Hat Grace Community Church oder John MacArthur und einige andere Menschen auf der Welt irgendwelche Insider-Informationen, die der Rest der Welt nicht hat, kennen wir deshalb das Geheimnis, dass die Bibel in Wirklichkeit inspiriert ist, während die nicht-christliche Welt „Blödsinn sagt und der größte Teil der theologischen Welt mit ihnen übereinstimmt?

Verfügen wir über Insider-Informationen? Wie um alles in der Welt können wir vor Philosophen und den Intellektuellen dieser Welt stehen und behaupten, die Bibel sei maßgebend und irrtumslos? Wenn jeder uns doch erzählt, dass sie es nicht ist. Ich möchte Folgendes sagen. Wir tun das nicht in erster Linie deshalb, weil wir intelligenter wären. Habt ihr das gewusst? Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die intelligenter als ich sind, eine ganze Menge, viele von euch.

Es gibt viele sehr viel klügere Menschen als ich, die alles Mögliche im Zusammenhang mit Theologie studiert haben. Und sie lehnen weiterhin den Anspruch der Bibel ab, aus göttlicher Feder zu stammen. Die Annahme oder Verleugnung der Autorität der Bibel ist keine Frage der Intelligenz. Zweitens verfügen wir nicht über irgendwelche besonderen Informationen. Wir verfügen nicht über irgendein geheimes Dokument, das in den Tiefen unserer Gemeinde verborgen ist und uns sagt, was die Wahrheit ist.

Ich schleiche mich nicht mitten in der Woche hier rein und finde heraus, was hier vor sich geht. Ich verfüge über nichts, das ein Ungläubiger nicht auch hat. Das da ist alles, was ich habe. Das ist alles. Ich habe nur zwei Augen und ein kleines Gehirn und ich lese einfach nur. Wisst ihr, manche Leute denken, wir verfügen über Insider-Informationen und das sei der Grund dafür, dass ein Ungläubiger nicht an die Bibel glaubt, weil er nicht genügend Beweise für die Autorität der Bibel hat. Und dass sie, wenn wir nur all die Beweise für die Autorität der Bibel zu den Ungläubigen bringen könnten, daran glauben würden.

Nein, das stimmt nicht, denn es ist ebenso wenig eine Frage von Beweisen, wie es eine Frage der Intelligenz ist. Die Leute sagen: „Nun, wenn sie nur die Einheitlichkeit der Bibel verstehen würden. Wenn sie nur die Wunder, die wissenschaftliche Präzision, die archäologischen Beweise, die verwandelnde Energie und die Macht der Bibel verstehen würden, wenn sie nur die erfüllten Prophezeiungen verstehen würden, dann würden sie glauben.“

Aber wisst ihr was? So funktioniert das nicht. Das funktioniert nicht. All diese Beweise sind durchaus wichtig. Wisst ihr, warum sie wichtig sind? Weil sie den Glauben eines Christen stärken. Wisst ihr, ich bin Christ. Ich glaube an die Bibel, und wenn ich sie studiere und ihre Einheitlichkeit, ihre Wunder, ihre wissenschaftliche Präzision und ihre archäologischen Daten sehe, ihre verwandelnde Kraft in meinem Leben, ihre Erfüllung von Prophezeiungen, dann fasziniert mich das und mein Glaube wird stärker.

Ein Ungläubiger hört dieselbe Sache und wendet sich einfach davon ab. Ich möchte euch etwas sagen. Diese Beweise sind wichtig, um den Glauben eines Gläubigen zu stärken. Aber hört mir gut zu. Es gibt einen grundlegenden Trugschluss und ich möchte das gleich zu Beginn unserer Serie sagen. Es gibt einen grundlegenden Trugschluss, dass all diese Dinge etwas in einem Ungläubigen bewirken. Das ist ein Trugschluss und ich werde diese Serie nicht predigen, um Ungläubige zu überzeugen. Wenn ich das tun wollte, würde ich es nicht hier tun. Dann würde ich zum Cal State North Ridge oder woanders hingehen.

Ihr fragt mich: „Meinst du nicht, dass das Ungläubige überzeugen wird?“ Nun, ich will nicht einmal auf diese Weise daran herangehen, weil ich darin einen grundlegenden Trugschluss sehe. Welchen Trugschluss? Wenn ich versuche, Beweise zu verwenden, um einen Ungläubigen davon zu überzeugen, dass er an die Bibel glauben sollte, verstoße ich effektiv gegen eine ganz konkrete Tatsache, die in der Bibel enthalten ist - die Tatsache, dass kein Mensch das Recht hat, über die Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit der Bibel zu richten.

Gott ist der Schöpfer, der Mensch ist ein Geschöpf, und so ist das nun einmal. Und Gott gibt dem Geschöpf nie das Recht, über den Schöpfer zu urteilen. Und wenn ihr einen Menschen, der kein Christ ist, in die Position versetzt, über den Charakter und die Glaubwürdigkeit der Bibel zu richten, gewährt ihr ihm ein Recht, das nicht einmal Gott ihm zugesteht.

Ich werde das also nicht als Beweis für Ungläubige nutzen. Ich will es nutzen, um den Glauben von Gläubigen zu stärken. Der Mensch, der ungläubige Mensch, der Nicht-Christ, erhält zu keinem Zeitpunkt das Recht, über Gott zu richten. Deshalb verteidigt Gott sich nicht einmal. Wenn wir an einen Ungläubigen appellieren und sagen „Nun, hier sind alle Beweise, was hältst du davon?“, dann überlassen wir ihm das Urteil über die göttliche Autorenschaft der Bibel. Dann gewährt ihr ihm das Recht, etwas zu tun, wozu Gott ihm nicht das Recht gewährt.

Die Bibel gewährt niemandem das Recht, über sie zu urteilen. Nein, wir glauben nicht deshalb an die Bibel, weil wir klüger sind, denn das sind wir nicht. Wir glauben auch nicht deshalb an die Bibel, weil wir mehr Beweise hätten. Wisst ihr, ihr könnt Leuten dieselben Beweise geben. Ich habe das schon erlebt und auch selbst getan. Ich war in Colleges und habe so viele Beweise angeführt. Ich kann mich noch an eine ganze Serie erinnern, die ich im Woodyer College darüber gepredigt habe, warum die Bibel glaubwürdig ist. Drei ganze Wochen, eine ganze Stunde jede Woche, und im Anschluss an die Serie habe ich eine Stunde lang Fragen beantwortet. Ich meine, die Beweislast war verblüffend. Wisst ihr, wie viele Leute in den drei Wochen zu Jesus Christus gekommen sind? Null. Niemand.

Und meine Vermutung war falsch. Diese Leute hatten nicht das Recht darauf, selbst entscheiden zu dürfen, ob die Bibel wahr ist oder nicht. Ich möchte euch etwas sagen, Leute. Wisst ihr, warum wir an die Bibel glauben? Ich werde es euch ganz einfach machen. Weil Gott uns zu neuen Geschöpfen gemacht hat, weil er unseren Verstand durch seinen gesegneten Heiligen Geist erleuchtet und uns gesagt hat, dass die Bibel wahr ist. Habt ihr das verstanden?

Er ist eine Frage der Offenbarung. Schlagt bitte einmal 1. Korinther Kapitel 2 in euren Bibeln auf. Als Paulus das erste Mal in Korinth eintraf, hätte er seine Lehre verteidigen können. Er hätte sagen können: „Ich möchte euch drei Gründe nennen, das zu glauben, was ich euch sage. Ich möchte euch Gründe dafür nennen, an Gott zu glauben. Ich möchte euch alle Beweise für Gott, für die Gottheit Christi, alle Beweise dafür anführen, Beweise hierfür und dafür“, aber er tat nichts davon.

In 1. Korinther 2,1 heißt es: „So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkünden. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und […]“, was? Er befasst sich nicht mit Beweisen für irgendetwas. Er predigte lediglich das Kreuz. Denn wenn ein Mensch erlöst ist, überführt der Heilige Geist ihn.

„Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch. Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in der Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.“ Wisst ihr, ich bin nicht daran interessiert, jemand von der Errettung zu überzeugen. Ich bin nur daran interessiert, das Evangelium zu präsentieren, damit der Heilige Geist die Mittel hat, ihn zu einem neuen Geschöpf zu machen.

Ich will keine intellektuell Bekehrten. „Wir reden allerdings Weisheit unter den Gereiften; aber nicht die Weisheit dieser Weltzeit, auch nicht der Herrscher dieser Weltzeit, die vergehen, sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat, die keiner der Herrscher dieser Weltzeit erkannt hat – denn wenn sie sie erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.“

Passt auf, hier ist der Grund dafür, warum sie es nicht wussten und der Grund dafür, warum der Ungläubige legitime Beweise nicht aufnehmen kann.  „…sondern, wie geschrieben steht: ‚Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.‘ Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist.“ Der Grund dafür, dass ich weiß, dass die Bibel wahr ist, ist, dass der Geist Gottes mich davon überzeugt hat.

„… denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist?  So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist.“

Ihr erkennt das Geschenk der Offenbarung von Gott erst, wenn der Geist Gottes euch überführt, dass das wahr ist, weil der menschliche Geist das nicht wahrnimmt. Vers 14: „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.“ Lasst mich hier noch kurz Epheser 2,1 einwerfen: „Er ist geistlich tot.“

Leute, ich glaube aus ganzem Herzen an die Bibel. Wisst ihr, warum ich daran glaube? Ich glaube in erster Linie daran, weil der Heilige Geist in mein Leben kam, als ich Jesus Christus als meinen Erretter angenommen habe, und der Heilige Geist hat mir Vertrauen in das Wort Gottes gegeben. Und ich sage euch noch etwas. Im Verlauf meines Bibelstudiums habe ich diese Wahrheiten gesehen, mit denen wir uns in dieser Serie befassen werden, und archäologische Beweise, Beweise anhand von Wundern und erfüllten Prophezeiungen, wissenschaftliche Beweise - all das hat nur dazu beigetragen, den Glauben, den der Heilige Geist zu Beginn eingepflanzt hat, zu untermauern.

Genau darum geht es in dem ganzen Text. Dieser Text ist für euch, die ihr den Herrn Jesus Christus liebt. Ich möchte euren Glauben stärken. Ich möchte, dass ihr seht, was für ein wunderbares Buch das ist. Und wenn ihr mehr Vertrauen in die Bibel bekommt und mehr von eurem Leben in die Bibel investieren könnt, wird euch das als Christen bereichern, nicht wahr?

Ich möchte, dass ihr aus ganzem Herzen daran glaubt. Wie Spurgeon sagt, ich möchte, dass euer Blut „mit der Bibel übersprudelt“. Die Bibel sagt, dass Gott sich in seiner Gnade den Christen auf ganz besondere Weise annimmt und die Barrieren beseitigt hat. Er hat unsere Blindheit von uns genommen. Wisst ihr, in 2. Korinther 4,4 heißt es: „… den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi.“

Sie sind blind, sie sind ignorant, sie sind tot, sie können es unmöglich verstehen. Wenn Gott uns geistliches Licht gibt, erlangen wir ein Verständnis vom Wort Gottes. Erinnert ihr euch, was Jesus gesagt hat? Ich denke, das wird in Johannes 10 auf wunderbare Weise illustriert. Er sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme.“ Seine Schafe hören seine Stimme.

Wisst ihr, warum ihr seine Stimme im Wort Gottes hört? Ihr seid seine Schafe. Erinnert ihr euch an den Vers in Galater 3, ich glaube, es ist Vers 26, wo er sagt: „Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.“ Hört mir gut zu. Ich bin ein Kind Gottes und ich weiß, wann mein Vater redet.

Ich nehme diese Bibel in die Hand und sage. „Ja, das ist er.“ Er spricht und ich höre ihn. Wenn ich ihn nicht kenne, weiß ich nicht, ob er es ist, der da spricht. Nur wenn der Heilige Geist uns also erneuert und uns die Sinne öffnet, wenn er die Schuppen der Blindheit von uns nimmt, wenn er Leben gibt, wo Tod war, wenn er ein wunderbares Verständnis der Offenbarung Gottes in uns pflanzt, werden wir es jemals verstehen.

Ihr sagt jetzt: „Nun, John, willst du mir damit sagen, dass all diese traditionellen Beweise keinem Zweck dienen?“ Doch, sie dienen einem wunderbaren Zweck, aber ich glaube nicht, dass ihr primärer Zweck darin besteht, Ungläubige zu überführen. Ein Ungläubiger wird nur dann errettet werden, wenn der Geist Gottes in Wunder in seinem Herzen tut. Ihr fragt, ob nicht irgendetwas davon verwendet werden kann? Ja, das könnte man vielleicht sagen, es könnte einige Ungläubige geben, die gerade zu dem Zeitpunkt hereinkommen, zu dem wir über diese Dinge reden, und die vielleicht gerade der Korruption der Welt entfliehen wollen. Die denken vielleicht gerade über Christus nach. Sie stehen vielleicht kurz davor, das Christentum zu verstehen und Gott nutzt das vielleicht, um sie zu sich zu ziehen. Dafür preise ich ihn.

Aber auf sich alleine gestellt haben alle Beweise der Welt keine Wirkung, wenn der Heilige Geist nicht wirkt, um Menschen zu überführen. Ich möchte euch noch etwas sagen. Wenn der Heilige Geist sein Werk bereits verrichtet, sind all diese Beweise nicht wirklich nötig. Sie dienen also einfach dazu, den Glauben von Christen zu untermauern. Der Geist kann die Beweise im Leben eines Ungläubigen benutzen, um ihn letzten Endes zu überführen. Ich bete, dass er das tut.

Lasst uns das auf folgende Weise angehen. Statt zu sagen, dass eine Prophezeiung erfüllt wurde, dass die Bibel wissenschaftlich präzise ist, dass sich Wunder ereignet haben, dass die Bibel radikale und revolutionäre Veränderungen im Leben von Menschen hervorbringt und deshalb das Wort Gottes ist, lasst uns die ganze Sache umdrehen und Folgendes sagen: Die Bibel ist das Wort Gottes. Wir glauben, dass deshalb Prophezeiungen erfüllt worden sind, Wunder sich ereignet haben, wissenschaftliche Fakten genannt werden, die präzise sind, Leben verwandelt wurden etc.

Statt zu sagen, diese Dinge sind wahr und deshalb ist die Bibel das Wort Gottes, lasst uns vielmehr sagen, die Bibel ist das Wort Gottes und deshalb sind diese Dinge wahr. Das sind keine Beweise, Freunde, sondern Produkte. Wir gewähren einem Nicht-Christen deshalb nicht das Recht, über Gottes Wort zu urteilen, ob es seine Zustimmung findet oder nicht. Er ist ein Geschöpf und als Geschöpf unterliegt er dem Wort seines Schöpfers. Er muss es glauben. Er muss es befolgen. Er darf nie darüber richten.

In gewissem Sinne ist dies also eine Serie für Christen. Der Ungläubige kann das einfach nicht beurteilen. Wisst ihr, woran ich hierbei immer denke? Ich denke an das Leben von Jesus. Ist es auch nur annähernd möglich, sich die Tatsache zu erklären, dass eine jüdische Bevölkerung ihren eigenen Messias voll und ganz abgelehnt hat, obwohl er drei Jahre lang unaufhörlich ein Wunder nach dem anderen vor ihrem Angesicht vollbracht hatte, und sie letzten Endes sein Blut vergossen und ihn hinrichteten?

Wenn wir schon beim Thema „Beweise“ sind, Jesus selbst sagte: „Nicht die Worte, die ich gesprochen habe, sollten euch überführen, sondern die Werke, die ich getan habe.“ Aber Jesus wusste, das überzeugte sie nicht. Jesus vollbrachte die meisten Wunder während seines gesamten Dienstes, um die Jünger zu überführen, nicht die Welt. Manchmal kamen sie und forderten ihn auf, einen Trick zu vollbringen. Einen Trick. Und Jesus sagte in Johannes 6: „Ok, ihr wollt einen Trick, damit ihr etwas zu essen habt, nicht damit ihr davon überzeugt seid, wer ich bin.“ Und manchmal kamen sie zu ihm und wollten ein Zeichen und er sagte: „Ich werde dieser bösen und ehebrecherischen Generation keine Zeichen mehr geben.“

Ich habe diese Serie für euch ausgewählt, weil ich möchte, dass ihr euch in dieses Buch verliebt und absolutes Vertrauen habt, dass jedes Wort darin wahr ist. Und wenn jemand euch festnagelt und fragt ‚Warum glaubt ihr an die Bibel‘, sollt ihr sagen können ‚Das sind die Gründe, warum ich an die Bibel glaube‘ - nicht so sehr um  seinetwillen, sondern um euretwillen, damit ihr sicher seid in eurem Glauben. Das hier ist also für uns.

Ich möchte heute Abend mit einer einfachen Einführung beginnen. Ich möchte einen Gedanken einführen. Irgendwo müssen wir beginnen, und wenn wir die Bibel verteidigen, müssen wir mit diesem Punkt beginnen. Wir werden mit dem Konzept der Offenbarung beginnen. Denn die Offenbarung ist der Kern der ganzen Sache. Das Christentum nimmt für sich in Anspruch, eine offenbarte Wahrheit zu sein. Hier liegt der Unterschied.

Eine Philosophie ist etwas, das ein Mensch entwickelt. Eine Offenbarung ist etwas, das von Gott offenbart wird. Wir nehmen für uns in Anspruch, eine offenbarte Religion zu sein. Wir sind hier in unserer kleinen Welt, gefangen auf der Erde, den Grenzen von Zeit und Raum unterliegend, und spüren irgendwo im tiefsten Inneren, dass es dort draußen eine Macht namens „Gott“ gibt, aber wir haben nicht die Möglichkeit, ihn zu erkennen. Satan hat uns gesagt, wenn wir gewisse Religionen schüren, erreichen wir Gott. Deshalb hat der Mensch eine Religion nach der anderen erfunden und versucht, aus seiner kleinen Box herauszukriechen und Gott zu finden, aber das klappt nicht.

Das Christentum besagt, dass Gott über die Welt gekommen ist und sich selbst offenbart hat. Dies ist eine offenbarte Religion. Gott selbst hat die Hindernisse zu unserem Verständnis aus dem Weg geräumt und uns offenbart, wer er ist. Das Wort „offenbaren“, apocalypto, bedeutet „etwas enthüllen, das zuvor verborgen war“. Das ist das Christentum. Wisst ihr, Leute, dass nichts davon bekannt war, bis dieses Buch entstand?

Die Offenbarung Gottes in seiner ganzen Fülle war unbekannt. Und die Offenbarung war progressiv, sie kam Stück für Stück, immer ein wenig mehr, bis sie schließlich am Ende des Neuen Testaments abgeschlossen und uns Gottes Offenbarung in ihrer Gesamtheit gegeben worden war. Das Christentum ist die Enthüllung Gottes.

Lasst uns gemeinsam eine Minute Hebräer 1 betrachtet. Wir werden dort ein wenig verweilen. Die ersten beiden Verse enthalten vielleicht die beste Zusammenfassung der biblischen Lehre der Offenbarung, die es in der Bibel gibt.

In Hebräer 1,1-2 lesen wir: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen.“ Passt jetzt gut auf: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“

Das ist eine majestätische Aussage. Das definiert die Bibel für uns. Die Bibel ist Gott, der spricht. Es ist Gottes Offenbarung seiner selbst. Sie ist Gottes Offenbarung. Obwohl die Sinne des Menschen wunderbar sind, sind sie doch unfähig, sich über die natürliche Welt hinaus zu erstrecken. Der Mensch ist sensorisch unfähig, das Übernatürliche zu erfassen, zu identifizieren oder zu verstehen. Es muss ihm offenbart werden. Wir erwarten auch nicht, dass ein Käfer in einer Flasche den Jungen versteht, der ihn dort hineingesteckt hat. Ebenso wenig können wir erwarten, dass der Mensch in seinem natürlichen Zustand Gott versteht. Das ist nicht möglich.

Die Offenbarung ist also ein Akt, durch den Gott sich bekannt macht, und wenn er das nicht tut, ist er nicht bekannt, weil der Mensch ihn nicht erkennen kann. Wenn wir uns jetzt mit der wunderbaren Wahrheit der Offenbarung befassen, möchte ich mich fünf Aspekten zuwenden. Fünf Aspekte der Offenbarung – der Offenbarer, die Offenbarung, der Grund, die Folgen und die Reaktion.

Erstens, der Offenbarer. Wer ist dieser Gott, der sich offenbart? Wer ist dieser Gott, der in Hebräer 1 spricht? Achtet noch einmal auf die Formulierung in Hebräer 1,1: „[Nachdem] Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise [...] geredet hat.“ Gott hat geredet. Wer ist dieser Gott? Beachtet, dass es hier heißt, er sprach vielfältig und auf vielerlei Weise. Polumeros und polutropos, was bedeutet das? Es bedeutet in vielen Teilen, also in verschiedenen Büchern, und auf viele verschiedene Weisen, durch Visionen, Typen, Symbole, Gleichnisse, Prophezeiungen und alles Weitere. Gott hat durch viele verschiedene Bücher und viele verschiedene Kommunikationsmittel gesprochen, aber er spricht immer.

Francis Schaeffer hat recht, wenn er sagt: „Er ist da und er ist nicht still.“ Gott spricht. Seid ihr nicht froh, dass er spricht? Denn wenn er nicht spricht, kennen wir ihn nicht. Wenn wir ihn nicht kennen, sind wir verloren. Aber er spricht. Ist euch bewusst, dass es zu Gottes Charakter gehört, zu sprechen? Es ist Teil seines Wesens, zu sprechen – ebenso wie wir dazu gemacht wurden, zu sprechen. Ihr habt einen Mund, damit ihr sprechen könnt. Gott kommuniziert im Kern seines Wesens. In 1. Mose 1 heißt es zum Beispiel: „Er sprach und das Universum wurde aus dem Nichts geboren.“

Als Jesus auf diese Welt kam, hieß es sogar über ihn: „Das Wort wurde Fleisch.“ Ihr wisst, dass der Name für Gott „das Wort“ war. Die Juden begriffen Gott als sprechenden Gott; „so spricht der Herr“ war etwas, das sie ihr ganzes Leben lang hörten. Gott spricht und der beste Titel, der Johnnes für die Offenbarung Gottes im Fleisch einfiel, war „das lebendige Wort“. Gott spricht.

Leute, ich bin so froh, dass Gott spricht, damit wir an dieser Stelle nicht raten müssen. Gott hat gesprochen. Das ist es, was die Bibel von sich behauptet. Ist euch bewusst, dass Gott in 5. Mose Kapitel 4 am Berg Sinai die Kinder Israels sogar seine Stimme hören ließ? Sie wussten nicht, was vor sich ging, aber sie hörten eine laute, donnernde Stimme.

Ganz am Anfang, in der Anfangszeit von Israel, sprach Gott. Er sprach zu den Propheten. Sogar vor diesem Ereignis sprach er zu Abraham. Gott spricht. Der Psalmist sagte Folgendes: „Auf ewig, o HERR, steht dein Wort fest in den Himmeln.“ Jesus sagte: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine“, was, „Worte werden nicht vergehen.“  Petrus sagte: „Das Wort Gottes bleibt in Ewigkeit“, 1. Petrus 1,23.

Freunde, unser Gott ist nicht stumm. Er spricht. Er ist nicht wie die taubstummen Götzen in 1. Korinther 12,2. Ich möchte euch einen interessanten Text dazu zeigen. Er findet sich in Jesaja 46. Ich weiß, dass ich viele Dinge nur ganz kurz angerissen habe, aber wir werden sie im Verlauf dieser Serie wieder aufgreifen. Das ist interessant. Hier ist der Unterschied zwischen Gott und allen Religionen – die Götzen. In Vers 5 sagt er über die Heiden, die ihre Götzen machen: „Wem wollt ihr mich nachbilden und vergleichen, und wem mich ähnlich machen, daß wir uns gleichen sollen?“ Werdet ihr Götter wie mich haben?

„Da schütteln sie Gold aus dem Beutel und wiegen Silber mit der Waage ab, sie bezahlen einen Goldschmied, damit er ihnen daraus einen Gott macht.“ Nimm das bisschen Gold und Silber und mach daraus eine Gottheit, eine nette kleine Gottheit, hergestellt von einem Goldschmied. Wisst ihr, was sie tun? Sie fallen davor nieder, ja, sie beten den Götzen an. „Sie nehmen ihn auf die Schulter, tragen ihn und stellen ihn an seinen Ort; da steht er und rührt sich nicht von der Stelle.“ Das ist ein Gott, der ein Problem hat. Er ist nicht allgegenwärtig.

Achtet jetzt einmal auf Folgendes: „Ja, man schreit zu ihm, aber er antwortet nicht.“ Gott ist der einzige Gott, der spricht. Er ist der einzige Gott. Es ist Gottes Wesen, sich auszudrücken. Erinnert ihr euch an den Berg Karmel in 1. Könige 18, als Elia hinaufzog und sagte: „Lasst uns sehen, wer Gott ist. Wir werden herausfinden, wer Gott ist. Lasst uns herausfinden, wer spricht. Ihr ruft Baal an, ich rufe Gott an. Wer auch immer antwortet, das ist Gott.“ Meine Güte, sie haben Baal lange angerufen. Der Prophet sagte ständig: „Nun, vielleicht schläft er ja. Ich glaube, er ist im Urlaub.“

Und dann sagte Elia. „Gott, möchtest du etwas sagen?“ Und Gott sagte sehr viel. Er sandte ein Feuer vom Himmel, das nicht nur das Opfer, sondern auch die Felsen und das Wasser verzehrte. Und die Leute sagten: „Der HERR ist Gott. Der HERR ist Gott.“ Gott spricht. Es ist Gottes Wesen, sich auszudrücken.

Lasst mich noch Folgendes hinzufügen. Wenn Gott stumm ist, ist das ein Gericht. Wenn Gott stumm ist, ist das ein Gericht. Als Saul den Herrn in wiederholtem Ungehorsam ablehnte, heißt es in 1. Samuel 28, 6; „Und Saul befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht.“ In Bezug auf Israel sagte Gott zu dem weinenden Propheten Jeremia: „Du sollst für dieses Volk nicht bitten […] … so höre ich doch nicht auf ihr Flehen“, Jeremia 14,11-12.

Habt ihr jemals Sprüche 1,23 gelesen? Gott sagt: „Kehrt um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen, ich will euch meine Worte verkünden!“ Gott sagt, wenn ihr umkehrt und zuhört, könnt ihr mich hören. Ich werde zu euch sprechen. „Darum, weil ich rufe und ihr mich abweist, weil ich meine Hand ausstrecke und niemand darauf achtet, weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerft und meine Zurechtweisung nicht begehrt“, dann wird der Spieß umgedreht, „so werde auch ich über euer Unglück lachen und über euch spotten, wenn das kommt, was ihr fürchtet, wenn das, was ihr fürchtet, als Verwüstung über euch kommt und euer Unheil euch überraschen wird wie ein Sturm, wenn euch Angst und Not überfällt! Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich eifrig suchen und nicht finden.“

Gottes Stille ist Gericht. Aber Gott hat gesprochen und er hat in seinem Wort gesprochen. Gott ist ein Gott, der spricht. Es ist nicht normal für Gott, stumm zu sein. Das geschieht nur beim Gericht. Er liegt in seinem Wesen, zu sprechen. Ihr fragt mich, wie dieser Offenbarer ist, der da spricht?

Ich möchte euch nur einige meiner Gedanken dazu sagen und damit werden wir für heute abschließen. Er ist persönlich – wusstet ihr, dass Gott persönlich ist? Er nennt sich selbst „Ich“ und er nennt uns „du/ihr/euch“. Er ist persönlich. Wisst ihr, was er zu Moses gesagt hat? Er sagte: „He, Moses, weißt du, wie ich heiße? Mein Name ist ICH BIN, DER ICH BIN.“ Das ist Persönlichkeit. „Mein Name ist ICH BIN, DER ICH BIN.“ Was für ein Name. Und das war ein Name, der wie alle anderen von Gott gegebenen Namen war, wie Abraham und Israel und Jesus. Er hatte eine Bedeutung. Der Name „Ich bin“ steht für eine freie, zielgerichtete, selbstgenügsame Persönlichkeit.

Ich bin, der ich bin. Nicht nur „ich bin“, sondern „ich bin, wer immer ich sein will.“ Eine freie, zielgerichtete, souveräne, selbstgenügsame Persönlichkeit. Gott ist kein wabernder Nebel. Gott ist kein „es“. Er ist keine ziellose, blinde Kraft. Er ist keine kosmische Energie. Gott ist eine allmächtige, in sich selbst existierende, selbstbestimmende Person mit einem Verstand und einem Willen. Er ist eine Person. Ihr müsst lediglich die Bibel lesen, um herauszufinden, dass Gott eine Person ist. Er hat alle Attribute von Persönlichkeit.

Wisst ihr, das könntet ihr nie wissen, wenn ihr nicht eine Bibel hättet, durch die ihr das erfahren könnt. Ihr fragt, was mit der Schöpfung ist? Könnt ihr Gott nicht in der Schöpfung sehen? Natürlich, aber was ihr in der Schöpfung seht, ist keine Persönlichkeit. Was ihr in der Schöpfung seht, ist Macht und Gottheit. Die Persönlichkeit wird erst in der Offenbarung von Gottes Wort ersichtlich. Und wenn ihr die Bibel lange genug lest, werdet ihr herausfinden, dass Gott nicht nur persönlich ist, sondern auch drei Personen in einer ist, nicht wahr?

Ich meine, das beginnt schon damit, dass Gott bei der Schöpfung von allem das Wort Elohim benutzt, und immer, wenn ihr die Endung –im an einem hebräischen Wort seht, bezieht sich das auf den Plural. Und dann gibt es dieses kleine Gespräch im Himmel, das wie folgt abläuft: „Der HERR hat zu meinem Herrn gesagt.“ Selbst im Alten Testament war Gott eine Pluralität. Er ist drei Personen in einer. Er hat eine Persönlichkeit. Wisst ihr, wie das Neue Testament Gott nennt? Habt ihr je gewusst, welchen Namen das Neue Testament für Gott verwendet? „Vater, Sohn und Heiliger Geist.“ Das ist der Name Gottes im Neuen Testaments. Es findet sich direkt hier in Matthäus 28,19. Er ist persönlich.

Zweitens stellen wir fest, dass der Offenbarer moralisch ist. Er offenbart sich als jemand, dem Richtig und Falsch ein großes Anliegen ist. Das hat hohe Priorität bei Gott. Denkt dabei einmal an 2. Mose 34, ein interessanter Abschnitt, der in Vers 6 beginnt: „Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: ‚Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt‘“, passt jetzt gut auf, ‚„aber keineswegs ungestraft läßt.‘“ Er hat gerade gesagt, er sei barmherzig und vergebend, was soll das bedeuten?

Es bedeutet, dass Gott ein gerechter Gott ist, der die Schuldigen nicht einfach ignoriert und sagt: „Na gut, es ist alles in Ordnung, ich entlasse dich aus deiner Verantwortung.“ Er erweist Barmherzigkeit, aber glaubt mir, jemand wird den Lohn für die Sünde zahlen. Wenn ihr etwas über das Evangelium wisst, dann wisst ihr, dass dieser Jemand Jesus Christus war. Gott ist ein moralischer Gott. Er muss die Sünde bestrafen, ebenso wie er vergeben muss. Gnädig und barmherzig und gleichzeitig moralisch. Er wird die Schuldigen keineswegs ungestraft lassen. Er ist persönlich, er ist moralisch.

Ich möchte euch noch etwas über diesen Gott sagen. Er ist die Quelle und der Anker und das Ende aller Schöpfung. In Römer 11,36 heißt es: „Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge.“ Schlagt mit mir bitte einen Moment Apostelgeschichte 17,22 auf: „Da stellt sich Paulus in die Mitte des Aeropags und sprach: ‚Ihr Männer von Athen, ich sehe, daß ihr in allem sehr auf die Verehrung von Gottheiten bedacht seid!‘“ Das ist ein guter Einstieg. Er gewinnt sie ein wenig für sich. „Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: ‚Dem unbekannten Gott‘. Nun verkündige ich euch den, welchen ihr verehrt, ohne ihn zu kennen.“ Mir ist aufgefallen, dass ihr hier einen unbekannten Gott habt. Ich möchte, dass ihr ihn kennenlernt. Ich kenne ihn sehr gut.

Und dann beschreibt er den unbekannten Gott. Zuerst beschreibt er ihn als Quelle von allem, Vers 24: „Der Gott, der die Welt gemacht hat, und alles, was darin ist.“ Die Quelle von allem. „Der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist.“ In Vers 26 lesen wir: „Und er hat aus einem Blut jedes Volk der Menschheit gemacht, daß sie auf dem ganzen Erdboden wohnen sollen, und hat im voraus verordnete Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt.“ Nicht nur geografisch, sondern auch in Bezug auf Zeitalter. Gott ist die Quelle von allem.

Gott ist der Anker von allem. Er erhält alles aufrecht, Vers 25: „Er läßt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt.“ Hier sehen wir seine Macht, alles am Leben zu erhalten. In Vers 28 wird das folgendermaßen ausgedrückt: „In ihm leben, weben und sind wir.“ Hier ist Gott nicht nur als Quelle, sondern auch als Anker. Er ist derjenige, in dem wir leben, uns bewegen und sind. Gott ist das Ende aller Dinge. Vers 27: „… damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne.“ Er ist das Ende von allem, er kennt das Schicksal des Menschen.

Gott ist also persönlich, moralisch, er ist die Quelle, der Anker und das Ende von allem. Ich möchte diesen Gedanken noch voranstellen. Er ist verfügbar. Seid ihr darüber nicht froh? Vers 27: „… damit sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl umhertastend wahrnehmen und finden möchten; und doch ist er ja jedem einzelnen von uns nicht ferne.“

Ich sage euch, Leute, es ist ein froher Gedanke, zu wissen, dass Gott verfügbar ist. Er ist laut Vers 24 unendlich groß. Er wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind. Und er braucht nichts. Er braucht nichts, Vers 25: „Er läßt sich auch nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde.“ Er ist selbstgenügsam, aber er ist auch verfügbar. Gott sei gepriesen.

Wir begegnen also dem Offenbarer. Wer ist dieser Gott, der spricht? Er ist persönlich, er ist moralisch, er ist die Quelle, der Anker und das Ende aller Dinge, und er ist verfügbar für euch. Seht ihr, Freunde, das ist der Grund, warum er das geschrieben hat, weil er wollte, dass ihr ihn kennt. Die Tatsache, dass er persönlich ist, zeigt uns, dass er sich Gemeinschaft mit uns wünscht. Die Tatsache, dass er moralisch ist, zeigt uns, dass euch gerecht behandeln will. Die Tatsache, dass er die Quelle und der Anker und das Ende aller Schöpfung ist, bedeutet, dass euer Leben und sein Schicksal von eurer Beziehung zu ihm abhängen.

Die Tatsache, dass er verfügbar ist, ist das abschließende, aufregende Konzept, dass ihr eine umfassende Beziehung mit ihm haben könnt. Deshalb hat er sich offenbart. Damit er alles für euch sein kann, was ein Gott für euch sein muss. Ich hoffe, ihr könnt dem Offenbarer begegnen, und der einzige Ort, an dem ihr ihm je begegnen werdet, sind die Seiten seiner Offenbarung. Und darüber werden wir nächstes Mal sprechen.

Lasst uns beten.

 

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