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Der Gräuel der Verwüstung (German)

Matthäus 24:15 June 03, 1984 de2369

Lasst uns jetzt gemeinsam unsere Bibeln in Kapitel 24 des Matthäusevangeliums aufschlagen … Matthäus 24. Dieses großartige Kapitel enthält die Predigt unseres Herrn über seine Wiederkunft. Darin werden die Ereignisse um die Rückkehr des Herrn Jesus Christus für uns detailliert direkt von Jesus selbst beschrieben. Was für ein wunderbares Privileg es doch ist, diesen großartigen Text zu studieren.

Wisst ihr, die Menschen in unserer Welt wünschen sich immer einen besseren Tag, eine bessere Zeit, wollen immer, dass der Kummer und die Sorgen, von denen die menschliche Gesellschaft geplagt wird, gelindert werden. Aber die Botschaft der Schrift lautet, dass noch eine sehr viel schlimmere Zeit kommen wird, bevor die Dinge besser werden. Die menschliche Gesellschaft muss sich sogar auf eine Zeit vorbereiten, die schlimmer sein wird als alles, was sie je erlebt hat. Diese Zeit wird für uns sehr kurz in nur einem einzigen Vers in diesem Kapitel beschrieben, und ich möchte euer Augenmerk darauf lenken. Es handelt sich um Vers 21: „Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“

In dieser sehr kurzen Aussage sagt unser Herr, dass der Welt eine Zeit bevorsteht, die schlimmer sein wird als jede andere Zeit, die sie je erlebt hat. Und unser Herr hat dieser Zeit einen Namen gegeben - die große Drangsal.

Das ist an sich nichts Neues, denn es hat schon andere Propheten als unseren Herrn Jesus Christus gegeben, die ebenfalls von dieser selben Zeit gesprochen haben. Es ist eine Zeit gewaltiger Unruhen, die die ganze Welt umfasst, sich jedoch auf die Nation Israel konzentriert. Um zu sehen, wie die Propheten Israels darüber gesprochen haben, lasst uns zu Jesaja Kapitel 10 zurückgehen … Jesaja Kapitel 10.Und als Jesaja auf jenen Tag voraussah, den Tag des Herrn, den Tag des großen Gerichts, den Tag, an dem das Reich Gottes errichtet werden würde, den Tag der Errettung Israels, den großen Tag, der den Höhepunkt bildet, wenn das Werk des Menschen auf Erden, das er mit seinen eigenen Händen und quasi nach eigenen Plänen verrichtet hat, vorbei ist, und Gott die Regie übernimmt, da heißt es in Vers 20: „Und es wird geschehen: An jenem Tag wird der Überrest Israels und das, was vom Haus Jakobs entkommen ist, sich nicht mehr auf den stützen, der ihn schlägt, sondern er wird sich in Wahrheit auf den HERRN verlassen, auf den Heiligen Israels.“

Das sagt uns, dass es eine Zeit des großen Kummers für Israel geben wird, eine Zeit, wenn man sie töten wird. Und es wird einen Überrest geben, der entkommen und lernen wird, sich nie wieder auf irgendjemanden außer den Herrn zu stützen. Hier gibt es Anzeichen dafür, dass an jenem großartigen Tag, an diesem letzten Tag, die Menschen Israels sich auf jemanden verlassen werden, der sich nicht als ihr Freund erweist, sondern als ihr Feind, der sich als Stütze anbietet und sie dann zerstört. Und an jenem Tag werden sie lernen, sich nur auf den Herrn zu stützen. In Vers 21 heißt es: „Ein Überrest wird sich bekehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott. Denn wenn dein Volk, o Israel, wäre wie der Sand am Meer, so wird doch nur ein Überrest von ihm sich bekehren; denn Vertilgung ist beschlossen, die einherflutet in Gerechtigkeit. Denn ein Vertilgen, und zwar ein festbeschlossenes, wird der Herrscher, der HERR der Heerscharen, inmitten der ganzen Erde ausführen.“

Mit anderen Worten, zu jener Zeit ganz am Ende, am Ende der Weltzeit, an jenem Tag des Gerichts, in jener Zeit, wenn die Zeit der Gerechtigkeit etabliert wird, das Reich des Messias, wird Israel einen enormen Verrat erleiden von jemandem, dem sie vertraut haben und der sie dann umbringt. Sie werden eine Zeit großer Drangsal durchmachen, der sie versuchen werden, zu entkommen.

Lasst uns jetzt gemeinsam die Worte des Propheten Jeremia in Kapitel 30 betrachten und welche anderen Dimensionen er seinen Erkenntnissen hinzufügt, als er diese Zeit betrachtet … Jeremia Kapitel 30, Vers 5: „So spricht der HERR: ‚Wir haben ein Schreckensgeschrei vernommen; da ist Furcht und kein Friede.“ Jeremia sieht weit in die Zukunft, sieht keinen Frieden, er sieht Furcht und Zittern. „Und jetzt … fragt doch und seht, ob auch ein Mann gebiert! Warum sehe ich denn, daß alle Männer ihre Hände auf den Hüften haben wie eine Gebärende, und daß alle Angesichter bleich geworden sind?“ Die schlimmsten menschlichen Schmerzen, ein Kind ohne Schmerzmittel zu gebären, ohne jegliche Unterstützung, wie die Frauen zu jener Zeit es üblicherweise taten, symbolisiert die Schmerzen der Gesellschaft in der Zukunft. Als Jeremia in die Zukunft blickt, sieht er, im Rahmen einer prophetischen Schau, Männer mit ihren Händen auf ihren Hüften, als ob sie sich vor Schmerzen winden würden wegen dem, was bevorstand. Die Welt voller Schmerzen, Israel voller Schmerzen.

In Vers 7 heißt es: „Wehe! Denn groß ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich.“ Ebenso wie in Matthäus 24,21, dies ist ein Tag wie kein anderer. „Keiner ist ihm gleich, und eine Zeit der Drangsal ist es für Jakob; aber er wird aus ihr errettet werden! Und es soll geschehen an jenem Tag, spricht der HERR der Heerscharen, daß ich sein Joch von deinem Hals wegnehmen und zerbrechen werde und deine Fesseln zerreiße, so daß Fremde ihn nicht mehr knechten sollen; sondern sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will.“

Es wird also ein Tag des großen Gerichts sein, ein Tag großen Kummers, eine Zeit der Bedrängnis für Jakob. Und daraus hervorgehen werden Errettung und der Aufstieg des Messias und sein Reich. Sowohl Jesaja als auch Jeremia sehen also in der Zukunft eine Zeit großer Bedrängnis, eine Zeit großer Schmerzen, eine Zeit des Todes, eine Zeit, vor der Israel weglaufen wird, um ihr zu entfliehen; danach wird das Reich des Messias kommen.

Achtet bitte einmal auf das letzte Kapitel der Prophezeiung von Daniel, Kapitel 12, Vers 1. Daniel, der Prophet, spricht ebenfalls von genau diesem Tag. In Vers 1 sagt er: „Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben“, Michael ist ein Engel, „der für die Kinder deines Volkes einsteht.“ Michaels einzigartige Rolle in Gottes Plan besteht darin, sein besonderes Volk zu schützen. Und Michael wird für ihren Schutz eintreten. „Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet.“

Es wird eine Zeit der Bedrängnis für Jakob geben, sagt Jeremia. Es wird eine Zeit der Bedrängnis geben, sagt Daniel. Eine Zeit der Verwüstung, eine Zeit der Läuterung, eine Zeit des Gerichts, aus der heraus Gott einen Überrest erlösen und das Reich des Messias bringen wird.

Achtet bitte auch auf Sacharja Kapitel 13, Vers 8: „Und es soll geschehen, spricht der HERR, daß im ganzen Land zwei Drittel ausgerottet werden und umkommen, ein Drittel aber soll darin übrigbleiben.“ Mit anderen Worten wird im Land Israel eine Zeit kommen, wenn Zweidrittel sterben werden. „Aber dieses [letzte] Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten, ich will sagen: ‚Das ist mein Volk.’ und es wird sagen: ‚Der HERR ist mein Gott.’“ Mit anderen Worten, eine Zeit der Läuterung, eine Zeit des Gerichts, eine Zeit, in der Zweidrittel sterben werden. Ein Drittel wird bewahrt und wird zu der Erkenntnis gebracht, dass der Herr Gott ist. Und das, so sagt uns Kapitel 14, ist der Tag des Herrn. In Kapitel 14, Vers 2 heißt es, alle Nationen werden nach Jerusalem versammelt zum Krieg, und die Stadt wird eingenommen und die Häuser werden geplündert. Und die Frauen werden geschändet. Und die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ausziehen, aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. An diesem Punkt könnt ihr aufhören.

Ich möchte das auf sehr einfache Weise für euch zusammenbringen. Jesus sagte, es wird in der Zukunft eine Zeit kommen, die wie keine andere Zeit ist, die ihr je erlebt habt; eine Zeit von unglaublichem, unbeschreiblichem Horror für die Welt, der sich aber besonders auf die Nation Israel konzentrieren wird. Es ist eine Zeit, von der Jesaja, Jeremia, Daniel und Sacharja sprachen. Es ist also keineswegs etwas Neues, wovon unser Herr hier spricht. Er wiederholt, was bereits in der Vergangenheit gesagt wurde - eine Zeit wie keine andere. Wenn Israel denkt, es habe bereits in der Vergangenheit unglaubliche Infernos und einen Holocaust ertragen, dann müssen sie sich darüber klar werden, was unser Herr Jesus gesagt hat - dass sie nämlich noch nicht das erduldet haben, was sie in der Zukunft erwartet. Denn es wird ein Inferno geben, das keinem anderen ähnelt. Und es wird sich nicht nur auf Israel auswirken, sondern auf die ganze Welt. Und die Dinge werden nicht besser werden, sondern schlimmer. Sie werden sogar noch schlimmer werden, als sie es je zuvor waren, so schlimm es nur geht.

Ja, kurz vor der allerschlimmsten Zeit wird es eine kurze Zeit falschen Friedens geben. Wenn wir also in die Zukunft blicken und die Ereignisse der Weltzeit analysieren, könnten wir erwarten, eine Zeit des falschen Friedens zu erleben, dem sofort ein unbeschreibliches und noch nie dagewesenes Inferno folgt, dem wiederum unmittelbar die Ankunft des Herrn Jesus Christus folgt. Das haben die Propheten gesagt. Das sagt Jesus, denn in Matthäus 24,29 sagt er, dass unmittelbar nach der Bedrängnis was geschehen wird? Die Sonne wird verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. „Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Das ist also die Zeit, die dem Kommen Christi unmittelbar vorausgeht.

Es ist unmöglich, dieses prophetische Bild nicht zu sehen, diese Chronologie, die hier so einfach von unserem Herrn, von Jesaja, Jeremia, Daniel und Sacharja beschrieben wird. Eine Zeit großen Kummers, großer Bedrängnis für die Welt, die sich auf die Nation Israel konzentriert, gefolgt von der läuternden Errettung Israels und der Ankunft des Messias, um sein herrliches und ewiges Reich zu errichten. Jesus hält hier also eine Predigt, die sich auf seine Wiederkunft bezieht. Es ist eine Predigt, in der es nicht nur um seine Wiederkunft geht, die in Vers 29 auftaucht, sondern auch um die Zeit davor, die er selbst in Vers 21 als „große Drangsal“ bezeichnet.

Was hat zu dieser Predigt geführt? Warum hält er diese Predigt und vor wem hält er sie in Kapitel 24? Ich möchte euch den Grund dafür nennen. Jesus hat die letzte Woche seines irdischen Lebens begonnen. Am Freitag wird er sterben. Er hat also nicht viel Zeit übrig. Er hat den ganzen Tag im Tempel verbracht. Am Dienstag hat er ihn geläutert. Er warf die Geldwechsler und die Käufer und Verkäufer hinaus und läuterte ihn äußerlich. Und nachdem er ihn Dienstag geläutert hatte, konnte er dorthin zurückkehren, ohne dadurch entehrt zu werden. Das tat er also. Er nahm seine Jünger und lehrte den ganzen Tag.

Anfangs lehrte er öffentlich, als die Menschenmenge sich in den Tempel drängte, weil es die Woche des Passahfestes war. Aber nach einigen seiner Lehren waren die Führer Israels verärgert und unterbrachen ihn und begannen, ihm Fragen zu stellen. Die erste Frage lautete: „In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Wer hat dir die Erlaubnis gegeben, die Dinge zu lehren, die du lehrst, und zu tun, was du tust?“ Und damit verwickelten diese falschen jüdischen Führer ihn in einen Dialog, der den Rest des Tages andauern sollte. Das Ergebnis dieses Dialogs war im Grunde genommen eine Gelegenheit für ihn, der Tatsache Ausdruck zu verleihen, dass Gott Israel jetzt absondere. Über Jahrhunderte war die Nation Israel der Wächter von Gottes Wort gewesen, der Wächter von Gottes Wahrheit. Aber all das würde sich ändern, weil Gott ihnen das Reich nehmen und es einem Volk geben würde, dass es mehr verdiente als sie. Er sagte das sogar in Kapitel 21, Vers 43, und zwar so ausdrücklich, wie das nur möglich war. „Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt“; ein Volk, das die Früchte dieses Reichs hervorbringen wird.

Er sagte den jüdischen religiösen Führern, ihr seid als Nation nicht mehr dazu berufen, Gottes Volk zu sein. Ihr seid nicht mehr dazu berufen, die Wächter von Gottes Wahrheit zu sein. Wie wir in Römer 11 erfahren, sonderte Gott sie nur vorübergehend ab, aber es war dennoch sehr real. Er sagt zu ihnen, das Reich Gottes wird einem Volk gegeben werden, das die wahre Frucht hervorbringen wird.

Und vergesst nicht Kapitel 22, wo er, bei seiner Begegnung mit den Führern am Mittwoch, diesen ein Gleichnis über ein Hochzeitsmahl gibt, das ein König für seinen Sohn ausrichtet. Und alle geladenen Gäste - die Israel symbolisieren - weigern sich, der Einladung Folge zu leisten. In Kapitel 22, Vers 7 heißt es: „Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte jene Mörder um und zündete ihre Stadt an.“ Mit anderen Worten wird Gott sein Gericht über ein Volk ergehen lassen, das sich weigert, zum Hochzeitsmahl seines Sohnes zu kommen. Und dann, in Vers 9, lesen wir: „Dann sprach er zu seinen Knechten: ‚[…] Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet.“ Und so erscheint ein neues Volk auf der Bildfläche, das die besondere Rolle des Wächters von Gottes Wort und Gottes Wahrheit übernimmt. Und für eine Weile ist Gottes Herrlichkeit, Ikabod, von Israel gewichen.

Der Höhepunkt dessen findet sich in Kapitel 23,37, in der letzten öffentlichen Predigt von Jesus, seiner letzten Botschaft an die Bevölkerung von Israel. Seine letzten Worte an die religiösen Führer: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne, ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden.“ Das ist das letzte Gericht über Israel für die Ablehnung des Messias; damit ist es vorüber. Er hat sie angeklagt, hat ihre Führer angeklagt, und indem er die Führer angeklagt hat, hat er alle Menschen angeklagt, die diesen Führern gefolgt sind. Und jetzt sagt er, ihr Haus wird ihnen verwüstet gelassen werden … Ikabod, die Herrlichkeit Gottes, weicht von ihnen. Gott weicht von ihnen zugunsten eines anderen Volkes aus Israel.

Aber ich bin so froh, dass die Predigt nicht mit Vers 38 endete. In Vers 39 sagte er: „Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: ‚Gepriesen sei der, der da kommt im Namen des Herrn.’“ Das ist ein messianischer Beiname. Als Jesus in die Stadt einritt und sie riefen „Hosianna dem Sohn Davids“, sagten sie „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Das ist eine messianische Bestätigung. Und er sagt zu ihnen, ihr werdet mich erst wiedersehen, wenn ihr mich als euern Messias anerkennt.

Das ist sehr hoffnungsvoll, nicht wahr? Denn das sagt uns, dass obwohl Israel verwüstet werden wird wegen ihrer Ablehnung des Messias, ein Tag kommen wird, wo sie ihren Messias tatsächlich anerkennen und sagen werden: „Gepriesen sei der, der da kommt im Namen des Herrn.“ Es ist genau das, was Sacharja sah, als er sagte: „Sie werden auf ihn sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt über den eingeborenen [Sohn].“ Das Haus Israel wird also durchaus verwüstet werden, aber es gibt eine Zeit in der Zukunft, wenn es seinen Messias anerkennen wird.

Ihr müsst euch die Jünger zu diesem Zeitpunkt vorstellen, denn die hören all dem zu. Sie hören die Predigt, die das System der Religion in Israel verheert. Sie sehen, dass Jesus den Tempel läutert, und sie wissen, dass er ein böses und heuchlerisches System beendet. Sie hören, wie er in Kapitel 24,2 über Zerstörung spricht, wie der Tempel vollkommen niedergerissen werden wird und nicht ein Stein auf dem anderen bleiben wird. Aber die ganze Sache wird umgestoßen werden. Und genau das geschah, bis ins kleinste Detail. Und so sehen sie, wie er hereinschneit mit all diesen Aussagen über Verwüstung und Zerstörung.

Macht ihnen das etwas aus? Nicht wirklich. Denn wie wir bereits letztes Mal angemerkt haben und wie ihr sicherlich noch wisst, hätte jeder Jünger, der ein Student der Schrift war, gewusst, dass es im großen Reich des Messias einen neuen Tempel geben würde, den Tempel aus Hesekiel 40 bis 48, diesen herrlichen Tempel. Nicht dieser Tempel, der von einem Nichtjuden namens Herodes errichtet worden war, sondern ein Tempel, der die Eigenschaften dieses herrlichen Tempels aus Hesekiel 40 bis 48 hätte. Sie hätten kein Problem damit gehabt, dass er den Tempel dem Erdboden gleichmacht. Sie hätten kein Problem damit gehabt, dass er die heuchlerische Religion verwüstete, wie die Propheten es angekündigt hatten. Die Propheten sagten, die Nation müsse geläutert werden. Wenn sie also Jesus sagen hören, dieser Tempel würde niedergerissen werden, und ihr werdet mich erst wiedersehen, wenn ihr sagt „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn“, dann stellen sie sich vor, dass er den Tempel sehr bald niederreißen und in voller messianischer Präsenz zurücksein wird, um sein Reich zu errichten, weil sie keine zeitliche Lücke zwischen seinem ersten und zweiten Kommen sehen.

Die Propheten des Alten Testaments beschrieben nicht ein erstes Kommen, dann eine lange Zeit und anschließend ein zweites Kommen, sie bündelten alles in eins. Deshalb ist die Zeit dazwischen als „Geheimnis“ bekannt, das im Alten Testament verborgen ist. Sie sahen nicht, dass es ein erstes Kommen, eine Rückkehr in den Himmel, Tausende von Jahren und dann ein zweites Kommen geben würde. Nein, sie sahen es alles auf einmal geschehen. Ihre Eschatologie besagte, der Messias kommt, der Messias richtet seine Feinde und die Gottlosen, der Messias läutert Israel, er läutert den Tempel, er versammelt die Auserwählten und er errichtet sein Reich. Sie konnten gut sehen, wie all das innerhalb von Tagen oder Wochen geschehen würde. Ich glaube, am Ende von Kapitel 23 am Ende dieser Predigt, verspüren sie eine größere Hoffnung auf das Reich als während all ihrer Erlebnisse mit Jesus, weil sie gesehen haben, wie er, begleitet von den Rufen „Halleluja“ und „Hosianna“ und „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn“, in die Stadt eingeritten ist, die Kinder im Tempel hatten es am nächsten Tag zu ihm gesagt und jetzt hat er den Tempel geläutert und spricht davon, ihn dem Erdboden gleichzumachen und dann davon, in seiner Fülle als der Messias zu kommen, und sie glauben, meiner Meinung nach, mehr denn je zuvor, dass all dies jeden Moment geschehen wird und sie verstehen nicht, dass es über einen langen Zeitraum geschehen wird.

In Vers 3 sehen wir also Spannung und Erwartung. Sie haben jetzt die Tempelanlage verlassen, nur Jesus mit den Jüngern, heißt es hier. Sie sind auf dem Rückweg nach Bethanien, wo sie bei Lazarus und dessen Familie unterkommen werden, auf den Ölberg gegangen. Und Jesus hält oben auf dem Berg inne, lässt sich nieder und sie sagen zu ihm: „Wann wird das sein?“ Ihr könnt euch ihre fiebrige Erregung vorstellen, die gewaltige Erwartung, dass diese Dinge sich in allernächster Zukunft ereignen müssen, einfach aufgrund dessen, was sie bereits in der Woche erlebt haben. Es fügt sich alles zusammen. Sie haben den Vorläufer gesehen, Johannes den Täufer, und danach den Messias. Er wirkte Wunder, er lehrte, er predigte und jetzt wurde er mit Hallelujas und Hosianna begrüßt und hatte den Tempel geläutert und jetzt spricht er davon, dieses idumänische Gebäude niederzureißen und das muss bedeuten, das große, erhabene Gebäude aus Hesekiel würde errichtet werden und er würde sein Reich errichten und die Menschen werden sagen: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn.“ Also sagen sie: Wann? Und noch später, in Apostelgeschichte 1, sagen sie: „Stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her?“ Sie glaubten, es stünde unmittelbar bevor.

Und sie fragen nicht nur nach dem Zeitpunkt, sondern in Vers 3 auch: „Was ist das Zeichen deiner Ankunft…?“; das Wort „Ankunft“, parousia, bedeutet „Gegenwart“. Es bedeutet nicht, dass sie dachten, er würde weggehen und zurückkehren, sondern, dass sie dachten, er würde in seiner ganzen Fülle kommen. Parousia bedeutet „Gegenwart“, die volle Gegenwart der messianischen Herrlichkeit. „Was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?“ Wonach sollen wir Ausschau halten? Wird ein Engel mit einer Posaune aus dem Himmel kommen? Was ist es? Ist es eine unheilvolle Rekonstruktion des Tempels auf übernatürliche Weise? Ist es die Zerstörung des Tempels? Was ist es? Was ist das Ereignis, das dein Kommen in deiner ganzen Fülle signalisiert?

Nach dieser Frage predigt unser Herr dann die Botschaft über sein Kommen. Und er nennt ihnen die Dinge, nach denen sie Ausschau halten sollen, die Zeichen, nach denen sie Ausschau halten sollen. Und nicht für sie, weil sie schon lange tot sind, sondern für alle, die jemals die Schrift lesen werden. Beginnend in Vers 4 sehen wir die Zeichen der Wiederkunft, die Zeichen der Wiederkunft.

Ich möchte hier nur kurz anmerken, damit ihr nicht verwirrt seid, dass die Entrückung der Gemeinde nirgendwo in Matthäus 24 oder 25 diskutiert wird. Hier nicht. Wir warten auf einen späteren Zeitpunkt, um das ganz zu verstehen. Dies hier ist eine Botschaft, die im Kontext jener Juden über die Wiederkunft Christi gepredigt wird. Die Entrückung ist ein Thema, das in den Episteln auftaucht. Wir werden uns damit zu einem späteren Zeitpunkt befassen. Wir werden wahrscheinlich irgendwo bei dieser Studie etwas darüber einfließen lassen. Aber Jesus gibt ihnen eine Beschreibung der Zeit seines zweiten Kommens und der Zeichen, die dem vorausgehen.

Er beginnt in Vers 4 und nennt ihnen eine Reihe allgemeiner Zeichen, nach denen die Menschen, die zu jenem Zeitpunkt in der Zukunft leben werden, Ausschau halten sollten. Er sagt ihnen nicht, wann in der Zukunft. Er sagt es ihnen nicht, weil jeder Gläubige immer mit einem Gefühl des unmittelbaren Bevorstehens gelebt hat, dass Christus in jedem Moment kommen könnte. Deshalb nennt er ihnen keine Zeit. Er nennt ihnen einfach Zeichen.

Bitte beachtet, dass das erste Zeichen Verführung ist. Vers 4: „Viele werden kommen und verführen.“ Und Vers 5 sagt dasselbe. Das zweite Zeichen ist Zwietracht, Kriege, Kriegsgerüchte etc. ... Vers 7, Nationen, die sich gegeneinander erheben, und Königreiche, die sich gegeneinander erheben. Drittens, Verwüstung … Hungersnöte, Erdbeben. Das vierte Zeichen ist Entweihung. Vers 9, sie werden die Heiligen ausliefern. Fünftens, Abtrünnigkeit … viele von ihnen werden Anstoß nehmen und einander verraten und einander hassen usw. Und schließlich Verkündigung, in Vers 14, die weltweite Verkündigung des Evangeliums des Reiches.

Jesus sagt also, haltet Ausschau nach Verführung, Zwietracht, Verwüstung, Entweihung, Abtrünnigkeit und Verkündigung. Das sind die Zeichen. Und wir sind diese im Detail durchgegangen und ich habe euch Parallelen aus Offenbarung 6 bis 19 gezeigt. Keines dieser Zeichen geschah im Gemeindezeitalter, keines davon geschah bei der Zerstörung von Jerusalem. Ab Vers 4 gibt es keine Diskussion über die Zerstörung Jerusalems. Das ist diesem Text absolut fremd. Und das ist erstaunlich, weil ich diese Woche ungefähr 12 Kommentare gelesen habe, von denen 11 die Zerstörung Jerusalems irgendwo hier ansiedeln, und der letzte Kommentar sich nicht sicher ist. Es gibt hier keinen Verweis auf die Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. Dies ist in der Zukunft, vor der Ankunft des Herrn Jesus Christus. Die Zerstörung Jerusalems war ein Gericht für die damalige Zeit, um ihrer selbst willen, gerichtet an die Menschen jener Zeit. Sie ist nicht das Ende der Weltzeit, nicht das Zeichen der Ankunft des Messias … das liegt in der Zukunft.

So, diese sechs Dinge markieren also die Endzeit. Ich habe euch den Schlüssel dazu gezeigt. Bitte achtet einmal auf Vers 8. All diese Dinge um Vers 8 herum sind der Anfang der Wehen. Wenn bei euch etwas wie „Not“ steht, dann hilft uns das bei der Interpretation dieses Textes nicht, wenn das so in eurer Ausgabe der Schrift steht. Es geht um Wehen, das ist der griechische Ausdruck. Erinnert ihr euch, dass ich euch gefragt habe, wann Wehen auftreten? Am Anfang der Schwangerschaft? Während der gesamten Schwangerschaft? Nein, sie setzen ganz am Ende der Schwangerschaft ein. Und wenn die Wehen einsetzen, wisst ihr, dass die Geburt kurz bevorsteht. Jesus hatte absichtlich die Illustration der Wehen ausgewählt, so wie die alten Propheten die Männer sahen, die, gleich einer Gebärenden, die Schmerzen durchlebten, die das Reich Gottes einleiten würden. All diese Ereignisse häufen sich an in dem Moment, in dem das Reich Gottes kommt, und sie verlaufen parallel zu den Siegeln und Posaunen und Zornesschalen aus dem Buch der Offenbarung. Ihr erinnert euch sicherlich, dass die Siegel über einen längeren Zeitraum geöffnet werden. Und die Posaunen dann über einen kürzeren. Und die Zornesschalen dann schnell hintereinander, so wie die letzten Schmerzen bei der Geburt eines Kindes immer häufiger und intensiver auftreten. Es ist also ein plastisches Bild.

All diese Dinge haben also nichts mit der Entrückung der Gemeinde zu tun. Sie haben nichts mit der Zerstörung Jerusalems zu tun. Sie haben etwas mit der Zeit der Bedrängnis und der Beschleunigung der Ereignisse, schmerzlicher Ereignisse, zu tun, die die Errichtung des messianischen Reiches herbeiführen. Er vermittelt ihnen also dieses große Bild allgemeiner Dinge, aber er weiß, dass das nicht wirklich hinter ihrer Frage steckt, denn die lautete: Was ist das Zeichen? Was ist das eine Ereignis, das uns signalisiert, dass die Zeit gekommen ist? Ist es, dass wir Kriege sehen könnten und Verführung und Verführer und Abtrünnige, und dass wir sehen würden, dass das Evangelium verkündigt wird ?… das könnten wir sogar heutzutage sehen. Es könnte viele Dinge geben, die wir sehen. Wie wissen wir, dass der Zeitpunkt wirklich gekommen ist? Also sagt er: „Okay, ich werde euch ein Zeichen geben, dass die ganze Sache einleitet.“ Und in Vers 15 sagt er: „Wenn ihr nun […] seht …“ Lasst uns hier einen Moment innehalten. Wenn ihr das seht … das Ende von Vers 15 … solltet ihr das besser verstehen.

Er gibt ihnen also einige allgemeine Zeichen, die Wehen ganz am Ende der Weltzeit, die die Geburt des Reiches Gottes einleiten. Aber hier gibt er ihnen den Auslöser, der all das in Bewegung setzt. Das ist ein wirklich fantastischer Vers. Und wir werden heute nicht an diesem Vers nicht vorbeikommen, weil er so voller Wahrheit steckt. Wir werden ihn heute früh nicht einmal ausführlich behandeln, aber er ist ein Schlüsselvers zum Verständnis dieser Überleitung, von dem, was er bis Vers 14 gesagt hat, zu dem, was er in Versen 15 bis 31 sagen wird; ein sehr zentraler Vers.

Wenn ihr, die ihr zu jener Zeit lebt, und er verwendet hier das prophetische „ihr“, wie wir beim letzten Mal angemerkt haben, wenn ihr, die ihr zu jener Zeit lebt, das seht, dann wisst ihr, dass ihr euch in der Zeit der Bedrängnis befindet. Hier ist der Auslöser, durch den die Wehen in Versen 4 bis 14 auf der Erde in Bewegung gesetzt werden. Hier ist das Schlüsselereignis.

Ihr fragt: „Welches Ereignis ist das?“ Seht es euch an. „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf) ...“ Wenn ihr das seht, könnt ihr verstehen. Das ist das Zeichen.

Lasst uns jetzt einmal Daniel 11 aufschlagen; vielleicht werde ich das hier ein wenig vertiefen, damit ihr besser versteht, worauf wir hinarbeiten.

In Daniel 11 begegnen wir einer sehr wichtigen Persönlichkeit. Wir nennen ihn den Antichrist. Hier wird er eigensinniger König genannt, „der König, der tun wird, was ihm beliebt,“ der sich weder um die Sehnsucht der Frauen noch um irgendeinen Gott kümmern wird. In Vers 37 lesen wir, dass er sich gegen alle großtun wird. Stattdessen wird er den Gott der Festungen verehren, den Gott der Macht usw. Und das ist eine Beschreibung des großen Antichristen, des großen eigensinnigen Königs, der tut, was er will, der seine Abneigungen und seinen Hass offen zur Schau stellt, gegen den wahren Gott und seinen Christus, und er errichtet seine eigene Macht und seine eigene Stärke.

Und was geschieht, wenn ihr das biblische Bild zusammensetzt? In Daniel 2 finden wir heraus, dass das Römische Reich in der Endzeit auferstehen werden wird, die endgültige Form des Römischen Reiches hat zehn Zehen. Und es ist das territorial rekonstruierte Rom. Das alte Römische Reich nahm Westeuropa und natürlich auch einen Teil Osteuropas ein, aber in der endgültigen Form des Römischen Reiches, die durch das Kommen des Messias zerstört wird, offenbart es dieses große Bild, die letzte Form einer zehnzehigen Repräsentation des Römischen Reiches, das vom Messias zerstört wird, der der Stein genannt wird, der sich ohne Zutun von Menschenhänden losriss. Der Messias kommt also und zerstört ein letztes Bündnis aus zehn Nationen, das wie das alte Römische Reich ist.

Aber aus diesem System wird, laut Daniel und dem Buch der Offenbarung, ein großer Führer hervorgehen. Und dieser Führer wird aus jenem europäischen Bündnis hervorgehen und ein Erretter Israels werden. Er wird derjenige sein, der der Beschützer Israels ist. Sie werden eine Allianz mit ihm eingehen, wie wir bald sehen werden, zu ihrem eigenen Schutz vor der arabisch-russischen Allianz, die in einer endgültigen Form gegen sie vorgehen wird, wie in Hesekiel 38 beschrieben. Sie tun das zu ihrem eigenen Schutz. Er ist übrigens derjenige, der in Jesaja 10 erwähnt wird, auf den sie sich stützen und der sie schlägt. Denn mitten in dieser Allianz zerstört er sie.

Israel ist eine Allianz mit diesem Mann eingegangen. Er hat die Kontrolle. Die Mächte der Welt ziehen in Israel ein, wie in Kapitel 11 von Daniel beschrieben; es wird dort im Detail beschrieben. Zur Zeit des Endes aber, Vers 40, kommt der König des Südens und der König des Nordens, all diese Mächte kommen und dann kommen Gerüchte aus dem Osten, von jener großen Armee aus dem Osten. Und aus diesem anfänglichen Konflikt werden der Antichrist und seine westliche Macht siegreich hervorgehen. Aber es ist zu diesem Zeitpunkt, wo er seine Allianz mit Israel geschlossen hat und Israels Beschützer geworden ist, dass die Welt kommt, um ihn zu bekämpfen, um Israel zu bekämpfen und einzunehmen. In jener Schlacht gewinnt er … er gewinnt. Und als er gewinnt, begeht er den Gräuel der Verwüstung, wie wir in Daniel sehen werden.

Lasst uns jetzt zu Matthäus zurückkehren. Wir werden jetzt damit beginnen, all diese Fäden aufzunehmen und zusammenzufügen. In Matthäus 24 befassen wir uns jetzt nur mit diesem einen Vers, Vers 15: „Wenn ihr nun den Gräuel …“ Was genau ist ein Gräuel? Bdelugma, das ist ein merkwürdiges Wort, es bedeutet im Prinzip „etwas, das abscheulich“, „etwas, das verabscheuungswürdig“, „etwas, das für Gott absolut widerwärtig“ ist. Dieses Wort wird in erster Linie verwendet, um über Dinge zu reden, die mit Götzenanbetung zu tun haben. Es wird in Offenbarung 17,4-5 verwendet, um über die Gräuel der falschen religiösen Systeme zu sprechen, die als „Geheimnis, Babylon, die Große, die Mutter der Huren“ bezeichnet wurden. Es wird in Offenbarung 21,27 verwendet, um über die Tatsache zu sprechen, dass es im endgültigen Himmel nichts geben wird, das Gräuel verübt oder Gott widerwärtig ist. Das Alte Testament assoziiert diesen Begriff in erster Linie mit Götzenanbetung und den Artefakten und Aktivitäten, mit den Bräuchen und Ritualen und Zeremonien und Götzen, die mit der Götzenanbetung einhergehen. Es ist also ein Wort, das im Grunde genommen mit heidnischen Göttern zusammenhängt, mit Götzen, die dem einen wahren Gott widerwärtig sind.

Ihr werdet vielleicht bemerken, dass hier im Griechischen ein Genitiv steht, es ist die verabscheuungswürdige Sache, die verheert, die verwüstet, die ruiniert, die entweiht. Es wird also in der Zukunft Israels ein großes Ereignis geben, bei dem eine götzendienerische Handlung vorgenommen werden wird, die für Gott ein Gräuel ist, die für Gott verabscheuungswürdig ist, und das wird zur Ruinierung und zur Zerstörung und zur Verwüstung und zum Verlust der heiligen Stätte führen. Seht ihr sie dort? Die heilige Stätte.

Was genau ist diese heilige Stätte? Manchen Menschen sagen, es sei das Land. Andere Menschen sagen, es sei die Nation, die Menschen. Nun … was? Wieder andere Menschen sagen, es sei die Stadt Jerusalem. Was ist diese heilige Stätte? Ich denke, in Apostelgeschichte 21,28 wird sehr einfach beschrieben, was das ist. Hier kommt Paulus nach seiner Reise zu den Heiden nach Jerusalem zurück. Er wollte sein Bekenntnis zu den Juden bekräftigen. Er wollte ihnen vergewissern, dass er in keiner Weise ein Verräter an ihnen sei. Deshalb ging er in den Tempel, um sich, zusammen mit einigen seiner jüdischen Freunde, einem Reinigungsritual zu unterziehen. Und als er dort drin war, waren dort auch einige Juden aus Asien, die ihn dort gekannt hatten und wussten, dass er das Evangelium verkündete. Also begannen sie einen Aufstand. Und in Apostelgeschichte 21,28 brachten sie folgende Anschuldigung gegen Paulus vor: „Ihr israelitischen Männer, kommt zu Hilfe! Dies ist der Mensch“, damit meinen sie Paulus, „der überall jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese Stätte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht.“ Und „heilige Stätte“ kann hier nichts anderes sein als der Tempel. Es kann nichts anderes sein als der Tempel. Und ich sehe keinen Grund dafür, warum es irgendetwas anderes in Matthäus 24,15 bedeuten sollte. Es ist der Tempel, die heilige Stätte.

Das ist nichts Neues für uns. Das Alte Testament nennt ihn das „Heiligtum“. Es gab das Heiligtum und dann gab es natürlich noch das Allerheiligste. Aber der Ort in seiner Gesamtheit wurde die „heilige Stätte“ genannt, der Ort, der für Gott abgesondert war. Und es ist ein spezifischer Ort. Ich denke also, dass das ganz deutlich auf den Tempel hinweist.

Wenn diese Sache also im Tempel errichtet wird, befindet sich dort etwas, was Gott verabscheut, und was den Tempel verwüstet, ruiniert und zerstört.

Ihr sagt jetzt: „Nun, woher wissen wir, was das ist?“ Nun, Vers 15 hilft uns dabei und gibt uns einen zentralen Hinweis, seht ihr ihn dort? Es ist der Gräuel der Verwüstung, nicht nur irgendeine Verwüstung, nicht nur irgendein Ereignis, sondern das, von dem Daniel der Prophet gesprochen hat. Das, von dem Daniel der Prophet gesprochen hat. Jetzt müssen wir lediglich zurückgehen und nachlesen, was Daniel gesagt hat. Lasst uns das tun. Kapitel 11.

Der erste Teil von Kapitel 11, dieses recht langen Kapitels, widmet sich einigen historischen Dingen, und der spätere Teil den Dingen der Endzeit. Achtet einmal auf Vers 31, wenn ihr Kapitel 11 lest. Hier, in Vers 31, finden wir eine sehr anschauliche Beschreibung einer interessanten historischen Figur. Übrigens ist mir nicht bewusst, dass irgendein Bibelkommentar, den ich je gelesen habe - zumindest hat kein achtbarer Gelehrter -, unabhängig von seinem Standpunkt zur Prophezeiung, dies je anders interpretiert hätte als einen Verweis auf eine historische Figur namens Antiochus Epiphanes.

Er hat das Volk Israel in großem Maße verfolgt. Wenn ihr eine katholische Bibel habt oder euch die Apokryphen beschaffen könnt, findet ihr dort die Bücher 1. Makkabäer und 2. Makkabäer. Wenn ihr darin nachschlagt, findet ihr detaillierte Informationen über Antiochus, weil die Bücher zu seiner Lebenszeit geschrieben wurden, ungefähr 400 Jahre nach den Prophezeiungen von Daniel und vor dem Zeitalter des Neuen Testaments. Aber dort lest ihr, dass er versuchte, die jüdische Religion zu vernichten. Und dabei ermordete er Tausende von Juden, einschließlich Männern, Frauen und sogar Kinder. Seine schlimmste Handlung, was die jüdische Geschichte angeht, war die Entweihung des Tempels. Er verübte ein Gräuel in dem Tempel, indem er hineinging und ein Schwein auf dem Altar schlachtete und dann Schweinefleisch in den Hals der Priester steckte und einen Gott an jenem Ort errichtete. Ein Gräuel … ein griechischer Gott. Ich glaube, es war Zeus.

Das war also eine Zeit … es war mehr als nur eine Handlung; er errichtete Zeus dort und der Tempel verwahrloste, die Juden gingen nie wieder hinein. Sie würden sich dem Ort nicht mehr nähern. Sie würden sich einem entweihten Ort nicht nähern. Und die täglichen Opfer wurden völlig beendet. Und genau das sagte Daniel in Kapitel 11,31 über ihn voraus. Er würde kommen, das Heiligtum entweihen - das tat er, indem er ein Schwein auf dem Altar schlachtete -, das tägliche Opfer abschaffen - und genau das geschah, es wurden keine weiteren Opfer dort dargebracht, der Ort war so verabscheuungswürdig, dass er verwahrloste, die Juden kehrten nie dorthin zurück. Und das ist vollkommen richtig. Und das änderte sich erst, als die makkabäische Revolution seine Macht stürzte und sie in der Lage waren, zu ihrer eigenen Religion zurückzukehren.

Dieses Sakrileg, das von Antiochus Epiphanes im 2. Jahrhundert v. Chr. begangen wurde, ist ein Vorgeschmack und eine Vorschau auf das endgültige Sakrileg, das in der Endzeit begangen werden wird. Es wird sehr ähnlich sein … sehr ähnlich. Und Daniel spricht in Kapitel 9 darüber. Lasst uns also Kapitel 9 aufschlagen. Übrigens erwähnt Daniel den Gräuel der Verwüstung dreimal … dreimal.

Ich möchte nicht viel Zeit darauf verwenden, weil wir keine Zeit haben, aber in Kapitel 9 spricht Daniel eine gewaltige Prophezeiung über die Heilsgeschichte Israels. In Vers 24 spricht er von 70 Wochen … 70 heptads … Jahrwochen, die Wochen sind hier Jahrwochen, 70 Jahrwochen, 70 mal 7 oder 490 Jahre und sagt: „Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünde abzutun, um die Missetaten zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.“

Hier steht’s, Leute. Vierhundertneunzig Jahre bis zum Ende, 490 Jahre bis zum Reich des Messias, wenn die Sünde abgetan wird und Gerechtigkeit im Reich Gottes herrscht. Ihr sagt jetzt: „Wow! Wenn wir herausfinden könnten, wann dieser Zeitraum beginnt, könnten wir herausfinden, wann er endet.“ Nun, im nächsten Vers können wir herausfinden, wann er beginnt. „So wisse und verstehe: Vom Erlaß des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems ...“ Wann war das? Das war Artaxerxes. Artaxerxes erließ um 440 einen Befehl, den Tempel und die Stadt wiederaufzubauen und erlaubte den Juden, das zu tun. Damit begann es. Ihr könnt also anfangen, von dem Zeitpunkt an zu zählen … sieben Wochen, zweiundsechzig Wochen, das sind 69 Wochen. Es werden 69 Wochen vergehen bis zum Messias, dem Fürsten, 69 Wochen bis zum Messias, dem Fürsten.

Und es war genau auf den Tag kalkuliert, an dem der Messias kam.

Wie viele Wochen bleiben also noch übrig? Eine Woche. Das ist eine nicht klar definierte Woche, und da liegt das Problem. Wir wissen, dass die 69. Woche endete, als der Messias kam. Aber die 70. Woche ist noch nicht gekommen. Es gibt also eine unbestimmte zeitliche Lücke zwischen der 69. und der 70. Woche.

In Vers 26 wird ein Prinz erwähnt, der in der Zukunft kommen wird. Dieser Prinz wird kommen und Verwüstung mit sich bringen. Da ist wieder dieses Wort, das Ruinierung, Verheerung bedeutet. Und er wird kommen und für eine Woche einen Bund mit Israel schließen. Und mitten in dieser Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen … genauso, wie Antiochus Epiphanes es tat. Wir wissen, dass er nicht über Antiochus redet, denn all das hängt mit dem Kommen des Messias zusammen, nicht wahr? All das hängt mit dem Ende der Sünde und dem Ende der Übertretungen und dem Ende des Bösen und der Herbeiführung ewiger Gerechtigkeit und der Salbung des Allerheiligsten und der Zeit des Reiches Gottes zusammen. Es muss also der Zeitpunkt der Wiederkunft Christi sein.

Aber er wird bis zur Hälfte der sieben Jahre warten, also dreieinhalb Jahre, 42 Monate, 1260 Tage, und dann die Opfer aufhören lassen, und er wird neben dem Flügel Gräuel der Verwüstung aufstellen. Da ist der Gräuel der Verwüstung. Und er wird das tun, bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt. Mit anderen Worten wird er es bis zum Ende der Zeit und dem Tag von Gottes endgültigem Gericht tun. Der künftige Herrscher, der künftige Prinz, der Prinz, der eigensinnige König, das kleine Horn, der Antichrist, das Tier aus dem Meer - egal, wie ihr ihn nennen wollt -, der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens wird in jener letzten Woche einen Bund mit Israel schließen.

Hier sehen wir also die Ankunft Christi und unmittelbar davor einen siebenjährigen Zeitraum. Dieser siebenjährige Zeitraum wird eingeleitet, wenn Israel einen Bund mit diesem Prinzen eingeht, mit diesem König, der der Anführer des westlichen Bündnisses ist, welches Israels Beschützer sein wird. Mitten in jener Woche wendet er sich gegen Israel, stoppt ihre Opfer, errichtet einen Götzen mitten im Tempel, stoppt all ihre Anbetung, veranlasst sie, diesen falschen Gott anzubeten, diesen falschen Götzen, bringt Gräuel über diese Stätte, sodass sie verfällt und die Juden nicht mehr in ihre Nähe gehen.

Schlagt jetzt einmal Daniel Kapitel 12 auf und hört in diesen letzten Momenten sehr aufmerksam zu. In Daniel Kapitel 12, Vers 11, erwähnt er es noch einmal. „Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] beseitigt […] wird“, damit ist der Gräuel der Verwüstung, der Gräuel, der zur Verwüstung führt, errichtet; bitte beachtet hier, dass er errichtet wird, es geschieht nicht innerhalb eines Momentes, er wird dauerhaft. Darum heißt es in Matthäus 24,15: „… an heiliger Stätte stehen [wird].“ Es ist keine vorübergehende Sache, es ist etwas, dass dort errichtet ist und ein Gräuel ist, das die Stätte ruiniert, und es ist permanent dort. Es steht da.

Von der Zeit an, da das beständige Opfer beseitigt und der Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird, sind es 1290 Tage. Ihr sagt jetzt: „Moment mal, von der Mitte aus betrachtet sind 1290 Tage aber 30 Tage mehr als dreieinhalb Jahre. Woher sind die zusätzlichen 30 Tage gekommen? In Offenbarung 12,6 heißt es, es werden 1260 Tage sein, bei Daniel sind es 1290. Woher kommt diese Differenz?“ Ich glaube, das lässt sich leicht beantworten. In Offenbarung 12,6 heißt es, die Zeit der Bedrängnis werde 1260 Tage dauern. Aber Daniel führt uns darüber hinaus. Es wird 1290 Tage geben; warum die zusätzlichen 30 Tage? Ich denke, die beste Erklärung dafür ist die, dass unser Herr in jenen 30 Tagen nach dem Ende der Drangsal, wenn er zum Ölberg kommt, wie es in Sacharja heißt, ein großes Tal schafft, in dem alle Nationen der Welt versammelt werden, um gerichtet zu werden. Und ich glaube, Daniel hat zusätzlich 30 Tage veranschlagt, um uns einen Zeitrahmen für das Gericht über die Nationen zu geben, das in Matthäus 25 als das Scheiden von Schafen und Böcken beschrieben wird, bei dem alle Menschen, die am Ende der Drangsal noch auf der Erde leben, vor dem Herrn versammelt werden, und sich einem Gericht unterziehen müssen, ob sie in den Himmel oder die Hölle kommen. Und es ist dieser Zeitraum von 30 Tagen, den wir hier sehen, den Daniel zu dem Text in Offenbarung hinzugefügt hat.

Seht euch außerdem auch Daniel 12,12 an: „Wohl dem, der ausharrt und 1.335 Tage erreicht!“ Jetzt gibt es da noch einmal 45 weitere Tage. Die Glückseligen werden weitere 45 Tage ausharren. Ich meine, hier wird impliziert, dass in diesem Zeitraum von 1290 Tagen ein Gericht stattfindet, und ich glaube, das wird hier beschrieben. Es gibt einen Zeitraum von 30 Tagen, in dem jenes Gericht der Nationen stattfindet. Wohl denen, die die nächsten 45 Tage erreichen. Was ist das? Ich glaube, dieser nächste Zeitraum von 45 Tagen, der zu 1335 Tagen führt, ist eine Übergangszeit für die Errichtung des Reiches Gottes. Der Herr errichtet seinen Thron in Jerusalem. Der Herr verleiht uns Führungspositionen, macht uns zu Repräsentanten als Gesandte auf der ganzen Welt, und errichtet sein Reich, er beginnt, die Nationen zu sich zu bringen, er beginnt, die Regeln und Grundsätze für das Tausendjährige Reich des Messias zu verbreiten, und das geschieht in jenen 45 Tagen.

Daniel sieht also den Gräuel der Verwüstung. Das Buch der Offenbarung beinhaltet 1260 Tage, bis zum Ende der Drangsal. Dann noch 30 weitere Tage für das Gericht der Nationen. Und 45 weitere Tage zur Errichtung des Tausendjährigen Reiches und dann ins Reich Gottes. Die Prophezeiung ist so deutlich. Aber die Sache, die all das auslöst, ist der Gräuel der Verwüstung, die Entweihung der heiligen Stätte.

Ihr sagt jetzt: „Nun, okay, das habe ich verstanden. Aber was ist das?“ Ich möchte euch zeigen, was das ist. Geht einmal zu Offenbarung 13; deutlicher als dort kann man es nicht beschreiben. Wir sollten euch für diese Botschaft heute früh einen akademischen Abschluss verleihen. Meine Güte … In Offenbarung 13 begegnen wir dem Antichristen. Er ist das Tier und steigt auf. In Offenbarung 13,5 heißt es: „Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate lang zu wirken“, das sind dieselben dreieinhalb Jahre. Er agiert nur für 1260 Tage, dreieinhalb Jahre, 42 Monate. Länger übersteht er nicht. Das ist sein Zeitraum. Dieser Zeitraum von 30 Tagen kommt nach dem Ende der Drangsal. 42 Monate redet er also seine Lästerungen. Seht ihr, er beginnt mit diesem netten, friedlichen Pakt. Er schließt einen Bund. Mittendrin beginnt er seine Gotteslästerung. Er beginnt, Gott zu lästern. In Vers 6 tut er sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott. Er lästert seinen Namen, sein Zelt und die, welche im Himmel wohnen.

Zu jenem Zeitpunkt in der Mitte jener Woche beginnt er, Gott anzugreifen. Und wir sehen ganz genau, wie er angreift. Achtet auf folgende Beschreibung. „Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden. Und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volksstamm und jede Sprache und jede Nation: und alle, die auf der Erde lebten, werden“, ...was?..., „es anbeten.“ Was ist der Gräuel der Verwüstung? Wer ist der Götze, der in der heiligen Stätte errichtet wird? Er ist es. Er errichtet sich selbst als Götzen. Er erhebt sich selbst zum Objekt der weltweiten Anbetung.

Und am Anfang von Vers 11 trefft ihr seinen Vasallen, den falschen Propheten, der ebenfalls ein Tier ist. Er steigt auf und tut große Zeichen und Wunder. Am Ende von Vers 14 besteht seine Aufgabe darin, die Welt dazu zu bringen, das Bild des Tieres anzubeten. In Vers 15 verleiht er dem Bild des Tieres einen Geist, damit es sprechen kann ... usw. Ich bezweifle, dass das angesichts all der Robotertechnik, die wir heutzutage haben, überhaupt noch ein Problem sein würde. Es könnte so fantastisch sein, dass wir nicht einmal wüssten, dass es kein Mensch ist. Aber vielleicht wäre es doch ein Mensch. Wer weiß, welche satanischen Dinge sich aus einer derartigen Situation ergeben können. Aber er bringt die ganze Welt dazu, anzubeten und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. Da ist der Gräuel.

Antiochus Epiphanes errichtete einen griechischen Gott. Dieser hier wird sich selbst zum Gott erheben. Könnt ihr euch das jetzt vorstellen? Je näher wir dem Ende der Menschheitsgeschichte kommen, desto verletzlicher wird Israel sein. Und um sich vor diesem Inferno zu schützen, das sie vermeiden wollen, werden sie sich mit einer anscheinend freundlich gesinnten westeuropäischen Macht verbünden, die von einem Prinzen, einem Führer, einem großen Führer, einem attraktiven Führer, geleitet wird. Dieser spezielle Führer wird ihre Stärke, ihre Unterstützung, ihre Hilfe sein. Zu irgendeinem Zeitpunkt wird die Welt wegen ihres Hasses auf Israel gegen ihn und Israel vorgehen. Er wird sie alle schlagen und in jenem Moment wird er sein wahres Inneres offenbaren und auch die Macht über Israel übernehmen. Er wird ihre heilige Stätte entweihen. Nachdem er jetzt die Welt besiegt hat und ihm alle zu Füßen liegen, macht er sich zum Objekt ihrer Anbetung. Er wird zum Gott aller Götter, vor dem die Welt sich verneigen muss, und errichtet den Gräuel der Verwüstung. Von dem Moment an, in dem er den errichtet und die täglichen Opfergaben, die zu jener Zeit in jenem wiederaufgebauten Tempel dargebracht werden, stoppen und die Juden nicht mehr in die Nähe dieses Ortes gehen ... von diesem Moment an beginnt die große Drangsal. Sie dauert 42 Monate, 1260 Tage, dreieinhalb Jahre, gefolgt von einem 30-tägigen Zeitraum des Gerichts und einem 45-tägigen Zeitraum des Übergangs zum Tausendjährigen Reich.

Es gibt vielleicht noch eine andere Textstelle, die ihr beachten solltet, und das ist natürlich der Hinweis von Paulus auf diesen Menschen, der das tut, in 2. Thessalonicher 2. Dort heißt es in Vers 4, dass er „sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.“ In Vers 9 kommt er aufgrund der Wirkung des Satans, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit usw. Er kommt also und setzt sich selbst als Gott ein. Da ist der Gräuel der Verwüstung.

Ich möchte das jetzt ganz schnell abschließen. Ich möchte euch einige Dinge direkt aus unserer modernen Geschichte vorlesen. Was wird Israel dazu bringen? Ich sage es euch. Es ist die Furcht vor den Russen und den Arabern. Ich habe mit einigen führenden Männern in Israel geredet, als ich dort war, sowohl beim Militär als auch mit Lehrern und anderen, und sie haben Angst vor den Arabern. Sie haben keine Angst vor ihren physischen Fähigkeiten, sie haben keine Angst vor ihren geistigen Fähigkeiten, sie vertrauen ihnen einfach nicht, weil sie wissen, dass der Hass so tief verwurzelt ist. Sie haben Angst vor Russland. Wann immer es ihnen gelingt, ein Waffenlager der Araber zu beschlagnahmen, sind es immer russische Waffen. Sie wissen, dass es eine russisch-arabische Allianz gibt, und sie wissen um den tief verwurzelten Hass. Und sie wissen, dass dies der Feind ist, den sie fürchten müssen. Und sie sind immer mehr von dieser russisch-arabischen Allianz umgeben.

Es fasziniert mich, dass die Bibel in Hesekiel 38 sagt, dass das Königreich des Nordens, Russland, Rosch, gegen Israel ausziehen wird. Und Persien wird mit dem König des Nordens verbündet sein. Das frühere Persien bedeckte das Territorium, auf dem sich heutzutage Iran und Afghanistan befinden. Vor fünf Jahren konnte ich nicht verstehen, welche Rolle Afghanistan dabei spielte; jetzt weiß ich es. Afghanistan ist jetzt von den Russen besetzt und wird von den Russen kontrolliert. Libyen im Süden - bis vor wenigen Jahren wussten wir nicht, warum Libyen Bestandteil einer ähnlichen Prophezeiung war. Inzwischen wissen wir es aufgrund von Ghaddafi, und wir wissen, wohin er tendiert. Es gibt eine kreisende russische Allianz, die eine gewaltige Bedrohung für Israel darstellt. Und wir verstehen das nicht. Aber lasst mich euch helfen, das zu verstehen.

Lance Lambert, Experte für den Islam, sagte Folgendes: „Das Kernstück des Islams ist der dogmatische Glaube, dass der Islam triumphieren muss. Letztendlich sind diejenigen, die bekennen, dass Mohammed nicht der Prophet ist und dass der Koran nicht das ultimative Wort Gottes ist, nur des Todes würdig. Weststaatler können sich nicht vorstellen, dass es Nationen gibt, deren gesamte Politik und Programmatik auf der islamischen Theologie basieren. Aber genau das geschieht im Iran, in Libyen und Saudi-Arabien. Es ist dasselbe, was wir hier erlebten mit dem Aufstieg des Faschismus in Italien unter Benito Mussolini oder dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland unter Adolf Hitler. Es ist nicht nur eine Frage der Ideologie, es ist eine Frage der Theologie. Muslime glauben tatsächlich, dass ihr Gott ihnen Öl als Waffe gegeben hat, um den endgültigen Sieg zu erringen. Könnt ihr nicht sehen, dass Israel eine Beleidigung des Islams ist? Eine jüdische Nation mit einer jüdischen Führung, eine jüdische Armee, das ist in den Augen des Islam obszön. Aus diesem Grund sagt die Bibel, es wird einen Krieg nach dem anderen geben, alle innerhalb jener nur wenige Quadratmeter großen Fläche, wo einst der Tempel stand und wo jetzt der Felsendom und die El-Aqsa-Moschee stehen. Ist es nicht interessant, dass der syrische Präsident Assad jedes PLO-Mitglied entwaffnet hat, das Syrien betreten hat? Sie wissen, dass sie in diesem kleinen und wunderbaren Land Libanon Terroristen für den Umsturz der gesamten freien Welt heranziehen. Die PLO hat eine weltweite Basis für den Terrorismus etabliert. Das KGB-Weltzentrum für Terrorismus befindet sich sogar in Beirut.“

Wir wissen, dass die islamische Welt den Juden hasst. Und es ist ein theologischer Krieg. Und jene Soldaten dort drüben haben mir erzählt, es sei ganz einfach, Abkommen und Pakts würden nichts bedeuten. Wenn Allah sagt, töte Juden, dann töten sie Juden. Dazu braucht es lediglich jemanden wie Khomeini oder jemand anders, der sich hinstellt und sagt: „Allah sagt, tötet die Juden.“ Das hat nichts mit Verheißungen oder irgendetwas Anderem zu tun.

Und Russlands Hass ist genauso. Arcadi Pouschek (?) ist ein russischer Jude, geboren in Moskau, der an der Universität von Moskau studiert hat. Sein Hauptfach war marxistische Philosophie. Er wurde einer der führenden sowjetischen Journalisten und schrieb für die Iswestija und Prawda. Er wurde Radio- und Fernsehmoderator. Nachdem die Ernüchterung eingesetzt hatte, wurde er zu einem aktiven Dissidenten, reiste durch die ganze UdSSR und dokumentierte sowjetische Verstöße gegen Helsinki-Vereinbarungen, besonders in Bezug auf ihre Verfolgung von Juden und Christen.

Schließlich wurde Poluschek Christ. Er schreibt Folgendes: „Der Kommunismus war meine Religion. Als Kind handelte mein erstes Lied von Lenin, mein erstes Gedicht von Stalin, mein Traum bestand darin, Mitglied der Kommunistischen Partei zu werden. Fast 15 Jahre lang war ich das. Deshalb ist es so schwer für mich, meine marxistische Ideologie abzulegen, weil sie meine Religion ist. Ist es nicht eine wunderbare Idee, ein Paradies auf Erden zu errichten? Der Kommunismus ist die einzige Ideologie, die das verheißt. Seit 65 Jahren bekämpfen sie das Christentum und töten Millionen von Christen in sowjetischen Lagern und Gefängnissen. Der Kommunismus kann nur dort existieren, wo keine andere Ideologie existiert. Sie haben alle anderen Ideologien getötet … aber das Christentum wächst weiterhin und deshalb stellt es eine solche Gefahr dar.

Seit ich in den Westen gekommen bin, habe ich festgestellt, dass ihr Weststaatler auch einer Gehirnwäsche unterzogen wurdet. Hier ist es gut, liberal zu sein. Konservativ zu sein ist schlecht. Wenn man einen Feind mit dem schlimmstmöglichen Schimpfnamen belegen will, nennt man ihn einen Nazi oder Faschisten, niemals einen Kommunisten, obwohl Stalin weitaus mehr Menschen getötet hat als Hitler. Und jede kommunistische Gesellschaft heutzutage basiert auf Macht und Ermordung, Furcht und Gehirnwäsche. Hochrangige Gemeindefunktionäre aus der Sowjetunion kommen in den Westen, um über Religionsfreiheit in Russland zu sprechen. Die Sowjets benutzten diese Menschen als Diplomaten, als Teil ihrer Propagandamaschinerie, um euch glauben zu machen, dass es in Russland Gewissensfreiheit gäbe. Als Junge in den Straßen von Moskau wurde ich viele Male geschlagen, weil ich Jude war. Dort herrscht echter Antisemitismus. Ich bin nur durch sehr ungewöhnliche Umstände in die Universität von Moskau gekommen.“

Und es geht weiter, hört gut zu. „Die Sowjetunion ist das mächtigste Reich in der Geschichte. Wie jedes andere Reich muss es weiterhin wachsen. Deshalb versucht es immer, nach Afrika, in den Nahen Osten etc. zu expandieren. Aber der Nahe Osten ist für die Sowjets ein ganz besonderer Ort. Nicht nur wegen des Öls und der Militärstrategie, sondern weil die Sowjets die Juden hassen, sowjetische Funktionäre hassen Juden aus tiefstem Herzen. Sie wollen den Staat Israel zerstören. Es gibt eine gewisse dämonische Dimension dabei, die sich einfach nicht erklären lässt.“

Wollt ihr wissen, warum sie angreifen werden? Weil sie von Satan selbst dazu getrieben werden, der den Hass auf die Juden erzeugt hat in seinem Versuch, dieses Volk auszulöschen. Und wenn ihr eine russisch-arabische Allianz wachsen seht, wisst ihr, dass das Bild der Prophezeiung sich zu einem Ganzen zusammenfügt. Sie werden von dieser Macht umzingelt sein. Sie werden versuchen, zu entkommen, indem sie eine Allianz mit einem Mann eingehen, der ebenfalls von Satan getrieben wird. Sie denken, sie hätten Sicherheit gefunden, und er entpuppt sich als ihr Verräter, er verwüstet und zerstört die Nationen der ganzen Welt, einschließlich Israel. Er macht sich selbst zu Gott und das läutet die Drangsal ein.

Wie sollten sie reagieren, sobald dieser Auslöser in Bewegung gesetzt wird? Das ist die Predigt für nächsten Sonntag. Lasst uns beten.