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Heute werden wir uns dem Thema „Inspiration“ zuwenden. Zu Beginn möchte ich euch kurz etwas erzählen, das uns in den letzten Wochen widerfahren und mir zur Kenntnis gelangt ist. Ich halte das für einen guten Ausgangspunkt für unsere Predigt. Ein sehr bekannter Songwriter namens Bill Gaither, der schon viele Lieder geschrieben hat - nicht zu verwechseln mit Bill Gothard, der keine Lieder schreibt - schreibt Unmengen von Liedern und ist sehr bliebt. Vor Kurzem bat jemand Bill Gaither darum, seine Interpretation seines Liedes The King is Coming zu erklären. Die meisten von euch haben das gehört.

Die Person, die diese Frage stellte, erhielt einen Brief, in dem stand: „Was die Interpretation des Liedes The King is Coming angeht, von allen Liedern war dieses Lied wirklich ein Geschenk Gottes. Bill und Gloria“, das sind Herr und Frau Gaither, „geben nicht vor, Theologen zu sein. Das Lied kam ihnen sehr spontan in den Sinn und sie sind nicht daran interessiert, die theologischen Aspekte dahinter zu diskutieren. Sie sind sogar der Meinung, dass eine Analyse dieses Liedes eine Manipulation der Inspiration des Heiligen Geistes darstellen würde, der dieses Lied inspirierte.“

Das ist eine sehr verblüffende Behauptung über ein Lied. Dass ein Lied vom Heiligen Geist inspiriert wurde. Was bedeutet es, wenn wir sagen, etwas ist inspiriert? Zugegeben, die Theologie des Liedes The King is Coming ist verwirrend. Es enthält die Ereignisse der Entrückung und der Wiederkunft, die alle gleichzeitig geschehen. Aber es ist ein schönes Lied und ich mag es und im restlichen Brief ging es darum, dass das Wichtige ist, dass Jesus wiederkehrt. Und das ist wichtig.

Aber die Bibel nimmt für sich in Anspruch, inspiriert – von Gott eingegeben – zu sein. Ist das Lied The King is Coming ebenso inspiriert wie die Bibel? Können wir sagen, dass der Heilige Geist Songwriter dazu inspiriert hat, ein Lied zu schreiben, sowie er Paulus inspirierte, den Römerbrief zu schreiben? Was meinen wir, wenn wir sagen, die Bibel ist von Gott inspiriert? Werden Menschen heutzutage immer noch von Gott inspiriert? Werden Menschen von Gott inspiriert, wenn sie Lieder oder Bücher schreiben oder Predigten halten oder lehren oder Entscheidungen fällen? Ist das Inspiration vom Heiligen Geist, der ihnen Weisheit gibt?

Wie steht es mit dem Begriff „Inspiration“? Der Begriff „inspirieren“ ist kein griechischer Begriff. Inspiratio kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „einhauchen“. Und das ist ein wenig irreführend. In 2. Timotheus 3,16 heißt es: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“  Oder alle Schrift ist von Gott inspiriert. Der lateinische Begriff Inspiration ist keine ganz adäquate Übersetzung des Wortes theopneustos, „von Gott eingehaucht“. Es sollte eigentlich nicht eingehaucht, sondern ausgeatmet heißen.

Alle Schrift wird von Gott ausgeatmet, nicht eingehaucht/eingeatmet. Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass die Bibel von Gott ausgeatmet wird. Es geht nicht darum, dass Gott in die Worte des Menschen atmet. Es geht nicht darum, dass Gott in die Gedanken des Menschen atmet. Es geht vielmehr darum, dass Gott seine Worte ausatmet. Wir glauben, dass die Bibel Gottes Atem ist. Wir glauben, dass Gott jedes einzelne Wort davon geschrieben hat. Gott hat es gegeben. Gott hat es offenbart. Was hier drinsteht, ist das, was Gott gesagt hat.

Ist es richtig, denselben Anspruch für ein Lied zu erheben? Ist die Predigt eines Menschen wirklich Kapitel 22 des Johannesevangeliums? Könnten wir meine Predigt von heute früh über die Apostelgeschichte nehmen und sie zwischen Kapitel 23 und 24 einfügen und sagen, sie sei von Gott geschrieben? Sollte das Lied The King is Coming wirklich als Offenbarung Kapitel 23 hinzugefügt werden? Ist es wirklich von Gott inspiriert? Nun, es ist interessant, darüber nachzudenken, denn am Ende der Offenbarung steht: „Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.“

Ich glaube also nicht, dass dieses Lied ans Ende der Offenbarung gehört. Nicht aufgrund dieser Aussage. Sollten wir Lieder in jede Sprache übersetzen und sie als Atem Gottes in die Bibel mit aufnehmen? Sind Bücher, die veröffentlich werden über Visionen von Menschen und Mitteilungen, die Menschen von Gott erhielten, wirklich biblisch, irrtumslos, unfehlbar, maßgeblich und wirksam das Wort Gottes? Steht David Wilkersons Vision auf gleicher Stufe mit der Apostelgeschichte? Wie steht es mit Zungenreden? Wie steht es mit zeitgenössischen Prophezeiungen?

Ich weiß noch, als ich in Jerusalem war und ein Mann mitten in einem Abendmahl auf dem Ölberg aufstand und eine Prophezeiung abgab. „Gott hat gesprochen.“ Und dann ließ er eine lange Prophezeiung vom Stapel. Steht das wirklich auf gleicher Stufe mit der Offenbarung Gottes? Steht er auf gleicher Stufe mit jenen Autoren, die das Wort Gottes niederschrieben? Irgendjemand wird jetzt vielleicht einwerfen: „Hey, MacArthur, jetzt übertreibst du aber.“ Ich hoffe, ihr sagt das.

Jemand anders sagt dann vielleicht: „Nun, du verstehst einfach nicht, dass es verschiedene Grade der Inspiration gibt. Manche Dinge sind mehr inspiriert als andere.“ Tatsächlich? „Bill Gaither und David Wilkerson und andere Leute, die Visionen haben und Lieder schreiben – und das könnte jeder sein – sind einfach nicht so inspiriert wie Paulus oder David oder Moses oder Johannes oder Jakobus oder Petrus. Sie sind nicht so inspiriert. Sie sind weniger inspiriert. Weißt du, manche Dinge sind in größerem Ausmaß inspiriert als andere. Und diejenigen, die die Bibel schrieben, waren am meisten inspiriert.“

Hört mir jetzt gut zu. „Inspiriert“ im Sinne einer biblischen Definition bedeutet „von Gott eingegeben.“ Entweder ist etwas also das Wort Gottes oder es ist nicht das Wort Gottes. Es ist nicht mehr oder weniger das Wort Gottes. Es gibt keine Abstufungen. Es ist nicht ein klein wenig von Gottes Wort oder ein wenig mehr von Gottes Wort oder noch mehr Gottes Wort. Entweder ist es Gottes Wort oder es ist nicht Gottes Wort. Entweder ist es von Gott eingegeben oder nicht. Entweder hat Gott es ausgeatmet oder nicht.

Es kann nicht mehr oder weniger von Gott ausgeatmet sein. Man könnte etwas zum Beispiel als das Höchste oder das Beste oder das Meiste bezeichnen. Das ist der höchste Berg oder die beste Uhr oder das meiste Geld. Wenn das zutrifft, gibt es keinen höheren Berg als den höchsten Berg, keine bessere Uhr als die beste Uhr und nicht mehr Geld als das meiste Geld. Es gibt nichts Höheres als das Höchste. Es gibt nichts Besseres als das Beste. Es gibt nicht mehr als das Meiste.

Und wenn Gott sagt, etwas ist das Meiste und das Beste und das Höchste, gibt es auch keine mehr oder weniger inspirierte Schrift Gottes. Gott ist absolut. Gottes Wort ist absolut. Eine Inspiration, etwas von Gott Eingegebenes, erlaubt keine Abstufungen. Weder Lieder noch Bücher, Visionen, Gedichte oder Predigten sind inspiriert. Punkt. Der Kanon der Schrift ist abgeschlossen. Das ist es, was wir glauben.

Ihr fragt mich, woher dieser Glaube kommt? Nun, in Offenbarung 22, 18 heißt es: „Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht.“ Ihr sagt: „Aber da geht es nur um das Buch der Offenbarung.“ Na gut, das Buch der Offenbarung ist das letzte Buch der Bibel. Dort steht also, ihr sollt diesem Buch nichts hinzufügen. Ist es nicht interessant, dass es das letzte Buch in der Bibel ist? Wenn ihr der Bibel irgendetwas hinzufügt, müsstet ihr es diesem Buch hinzufügen, und das ist verboten.

Ihr fragt mich, ob es etwas Besonderes gab, das ein Buch zu einem Buch der Bibel machte? Ja, es war eine Frage der Autorenschaft. Im Alten Testament gab es Tests, anhand derer beurteilt wurde, ob ein Buch wahr war und von Gott verfasst wurde. Und diese Tests waren ganz eindeutig und es gab nie ein Problem. Im Neuen Testament waren die Autoren entweder Apostel, die mit Jesus zusammen waren, oder Leute, die in engem Kontakt zu den Aposteln standen, welche mit Jesus zusammen waren. Danach gab es keine Bibelautoren mehr.

Heutzutage gibt es keine inspirierten Autoren. Man kann das Wort „inspirierend“ zwar sehr allgemein verwenden. „Ich war inspiriert“ zum Beispiel, ohne dass ihr damit meint, dass Gott etwas durch euch geschrieben hat, wie er es durch Paulus tat. Das ist Ketzerei, Leute, zu behaupten, ihr hättet eine inspirierte Offenbarung von Gott erhalten. Das ist nicht wahr.

Ich sag es nur ungern, aber es stimmt, dass keine einzige meiner Predigten je von Gott inspiriert war. Keine Predigt, egal von wem, ist von Gott inspiriert. Predigten sind einfach Verkündigungen, basierend auf dem, was bereits von Gott eingegeben wurde. Gott spricht nicht durch mich, um euch direkte Offenbarungen zu geben.  Er schickt mir meine Predigten nicht von oben herab. Andernfalls ständen sie auf einer Stufe mit der Heiligen Schrift und dann hätte ich das Recht, als einer der Autoren der Bibel in das Neue Testament aufgenommen zu werden.

Seht ihr, ihr müsst also ganz genau verstehen, was „Inspiration“ bedeutet. Das ist kein Wort, mit dem man einfach so um sich wirft. Eine der fürchterlichen Irrlehren, die heute umgehen, ist, dass jedermanns Vision oder Stimme aus dem Himmel oder Inspiration durch den Heiligen Geist ebenso gut ist wie die Schrift.

Wisst ihr, das ist nicht allzu weit entfernt vom traditionellen Katholizismus, der die Bibel plus Tradition akzeptiert. Und wir sehen, selbst im Namen des Christentums, alle möglichen Dinge, die als Offenbarung und Inspiration Gottes verbreitet werden. Ich höre mir das Lied The King is Coming gern an, und es geht mir jetzt nicht spezifisch um dieses Lied, es dient nur als Illustration, aber derselbe Gott, der das Buch der Offenbarung schrieb, hat nicht The King is Coming geschrieben, denn damit würde das, was im Buch der Offenbarung steht, ganz klar durcheinandergebracht werden.

Und derselbe Gott, der die klaren Worte Gottes schrieb, hat nicht meine Predigten gehalten, die so oft verworren sind. So müssen wir die Inspiration verstehen. Ich möchte euch zwei Dinge geben – die Definition von Inspiration und eine Verteidigung dafür. Erstens die Definition von Inspiration – was meinen wir damit? Lasst uns ganz allgemein darüber reden. Denkt dran, „Offenbarung“ ist ein wichtiges Wort und ihr bekommt hier einen echten Theologiekurs. Offenbarung bedeutet, dass Gott sich selbst und seinen Willen offenbart. Offenbarung bedeutet, dass Gott sich selbst und seinen Willen offenbart.

Inspiration ist die Art und Weise, auf die er das tat. Offenbarung bedeutet, dass Gott sich selbst offenbart, sich uns zu erkennen gibt, und Inspiration ist der Heilige Geist, der diese Offenbarung nimmt und sie durch menschliche Autoren verfassen ließ, die das Alte und Neue Testament geschrieben haben, um die genauen und maßgeblichen Worte der Botschaft, die Gott niedergeschrieben sehen wollte, zu Papier zu bringen.

Um unsere Definition zu verdeutlichen, möchte ich gerne ein paar Dinge betrachten. Zuerst: Was ist Inspiration nicht? Wisst ihr, es gibt viele Leute, die die Bibel aus vielerlei Gründen verwenden. Viele Leute sagen, die Bibel sei inspiriert und man weiß nicht wirklich genau, was sie meinen und muss sie deshalb um eine Definition bitten. Ich möchte euch deshalb einige Dinge aufzeigen, die Leute behaupten, die jedoch nicht wahr sind.

Zuerst, biblische Inspiration ist kein hohes Niveau von menschlicher Errungenschaft. Es ist kein hohes Niveau von menschlicher Errungenschaft. Deshalb nennen wir das „natürliche Inspiration“. Es gibt Menschen, die behaupten, die Bibel ist ebenso wenig inspiriert wie die Odyssee von Homer, Mohammeds Koran, die Göttliche Komödie von Dante oder die Tragödien von Shakespeare.

Mit anderen Worten, wer auch immer dieses Ding zusammengestellt hat, war einfach ein hochgradiges Genie, und es steckt voller Fehler und Probleme und enthält viel fehlbare Dinge, die wir nicht glauben können, aber in gewissen Teilen ist es Ethik, in gewissen Teilen Moral und seine Einblicke in die Menschheit etc. offenbaren ein Genie auf sehr hohem Niveau.

Es erhebt die menschlichen Autoren auf das Niveau von Genies, verleugnet Gott jedoch vollkommen. Gott hat diese Bücher nicht geschrieben. Kluge Menschen haben das getan. Nun, das ist interessant. Das funktioniert einfach nicht. Der Grund dafür, dass das nicht funktioniert, ist, dass kluge Menschen nicht ein Buch schreiben würden, das sie alle verdammt. Kluge Menschen würden nicht ein Buch schreiben, das das Heil außerhalb ihrer selbst im perfekten Opfer Jesu Christus darbringt. Kluge Menschen und selbst die klügsten könnten sich nie eine Person wie Jesus Christus ausdenken. Sie konnten sich noch nicht einmal eine fiktive Person wie Christus ausdenken, der in seiner Reinheit und Liebe und Gerechtigkeit und Perfektion alles übertraf, was es je im menschlichen Bewusstsein gegeben hatte.

Wo haben die Autoren ein Vorbild für Jesus Christus gefunden, wenn sie ihn sich ausgedacht haben? Der Mensch ist damit beschäftigt, Bücher zu schreiben, die ihn selbst preisen und erheben. Er schreibt keine Bücher, die ihn selbst verdammen. Und übrigens, wenn das nur Genie auf hohem Niveau war, warum fügen die Menschen dem nicht immer wieder etwas Neues hinzu? Und wenn die Genies, die das angeblich geschrieben haben, das tatsächlich getan haben, warum haben sie nicht andere Dinge geschrieben, die hier sind?

Ich meine, wenn Petrus so klug war, warum haben wir nur ein paar kurze Briefe von ihm? Wenn er ein Genie war, warum haben wir dann nicht mehr von ihm? Warum haben wir nicht das, was wir von Shakespeare haben, wenn es Genie auf hohem Niveau ist?

Und die Bibel sagt in 2. Petrus 1: „Vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Ich möchte euch noch einen zweiten Gedanken mitteilen. Inspiration ist kein hohes Niveau von menschlicher Errungenschaft. Zweitens, Inspiration bezieht sich nicht nur auf die Gedanken der Autoren. Das ist interessant und ich gehe diese Dinge nur kurz durch, aber ich möchte euch ein wenig Hintergrund geben. Das sind Dinge, die in den prominenten, theologischen Hochschulen und Gemeinden unserer Welt gelehrt werden.

Inspiration bezieht sich nicht nur auf Gedanken. Deshalb wird es „gedankliche Inspiration“ oder „konzeptionelle Inspiration“ genannt. Dass Gott den Autoren nie die Worte gab, sondern nur allgemeine Ideen und sie diese in ihre eigenen Worte fassten. Als hätte er ihnen blitzartig den Gedanken eingegeben, dass Liebe eine schöne Sache ist und sie sich dann hingesetzt und 1. Korinther 13,1-13 niedergeschrieben hätten. Paulus setzte sich einfach hin, begann mit den Worten „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete ...“ und schrieb alles nieder, weil er die Liebe im Sinn hatte und Gott ihm den Gedanken eingegeben hatte, aber sonst nichts, nichts Spezifisches, keine Worte.

Hier wird der Standpunkt vertreten, dass Gott Konzepte vorgab, dass Gott den allgemeinen Trend der Offenbarung vorgab, dass aber die Menschen frei waren, zu sagen, was sie wollten, und deshalb gibt es so viele Fehler in der Bibel. Verbale Inspiration wird verleugnet. Es wird ebenfalls verleugnet, dass Gott diese Worte geschrieben hat. Und das bedeutet, dass jede Form von Exegese oder expositorische Wort-für-Wort-Studie dämlich ist. Ich würde sagen, die allgemeine Richtung der Neoorthodoxie-Maschinerie ein Verfechter dieses Standpunkts war, der sich am äußeren Ende des Spektrums befand und eher liberal war. Das war lange Zeit ihr Standpunkt, bis sie in der Moderne mit neuen philosophischen Aspekten konfrontiert wurden. Aber sie sagten immer: „Nun, Gottes Gedanken sind da, aber die Worte sind einfach Worte von Menschen.“

Wisst ihr, was Paulus in 1. Korinther 2,13 sagte? Er sagte Folgendes: „Wir reden nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind.“  Markiert euch diese Stelle: „Die Worte sind die Worte des Heiligen Geistes“, sagt Paulus. Paulus behauptete, dass es nicht nur um Konzepte und Gedanken ging, sondern um Worte.

In Johannes 17,8 sagte Jesus: „Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben.“ Wisst ihr, dass es im Alten Testament 3.808-mal Ausdrücke wie „So spricht der Herr“ gibt? Das Wort des Herrn erging. Gott sagte etwas 3.808-mal. Diese Ausdrücke könnten wohl kaum wortlose Konzepte vermitteln. Gott kommuniziert in Worten. Könnt ihr euch vorstellen, Gedanken ohne Worte zu kommunizieren? Es ist sehr schwierig, einen Gedanken ohne Worte zu projizieren.

Paulus sagt in Galater 1,11: „Ich lasse euch aber wissen, Brüder, daß das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt.“ Ich habe dieses Evangelium nicht von Menschen erhalten. „Ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ Mit anderen Worten sagt er, alles, was ich euch lehre, habe ich durch die Offenbarung Christi erhalten.

Als Moses sich zum Beispiel herausredete, weil er dem Herrn aufgrund seines Sprachfehlers nicht dienen wollte, sagte Gott nicht: „Ich werde deine Gedanken inspirieren. Ich werde mit deinem Verstand sein und dich lehren, was du denken sollst.“ Nein, nein, Gott sagte vielmehr: „Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst.“ Gott gab keine Gedanken ein. Gott gab Worte ein. Das ist das Wort Gottes. Und 40 Jahre später sagte Moses in 5. Mose 4,2: „Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.“

Nehmt nichts weg von den Worten, fügt den Worten nichts hinzu, Gott hat euch diese Worte durch mich geboten. Wisst ihr, eines der größten Argumente gegen gedankliche Inspiration ist eine Aussage in 1. Petrus 1,10. Die Propheten schrieben viel über den Messias. Dort steht: „Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, die von der euch zuteil gewordenen Gnade geweissagt haben. Sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete.“

Ich möchte euch kurz sagen, was das bedeutet. Der Geist gab ihnen Prophezeiungen, sie schrieben sie nieder und lasen sie dann, um herauszufinden, was sie bedeuteten. Versteht ihr, was daran so verblüffend ist? Der erstaunliche Teil daran ist, dass sie Worte empfingen, ohne diese zu verstehen. Mit anderen Worten schrieben sie Worte nieder und verstanden nicht einmal die ganze Implikation dessen, was sie schrieben.

Gott gab ihnen nicht Gedanken ein, die sie dann in ihre eigenen Worte kleideten. Gott gab ihnen Worte, die sie wiedergeben mussten, um die Gedanken zu verstehen. Inspiration ist verbal. Hört euch einmal an, was Jesus in Matthäus 24,35 sagte. Er sagte: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“  Es sind die Worte in der Bibel, die Gott geschrieben hat. Deshalb legen wir so großen Wert auf Pronomina, Präpositionen und einige Konjunktionen. Alles Dinge in der Schrift, die unbedeutend erscheinen.

Erinnert ihr euch, als Paulus sagte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes?“ Und Jesus antwortete: „Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Er sprach einfach die Worte aus, die Gott ihm eingab. Gott offenbart die Worte, nicht die Gedanken.

Ein Autor sagte: „Gedanken sind mit Worten verknüpft wie die Seele mit dem Leib. Was die Vorstellung von Gedanken angeht, die ohne die Worte inspiriert werden, welche ihnen Ausdruck verleihen, könnte man ebenso gut von einer Melodie ohne Noten oder einer Summe ohne Zahlen reden. Es kann keine Geologie ohne Felsen oder Anthropologie ohne Menschen geben. Es kann keine Melodie ohne Musik geben, ebenso wenig, wie es eine göttliche Aufzeichnung von dem, was Gott gesagt hat, ohne Worte geben kann.“

Gedanken werden durch Worte transportiert und Gott offenbarte seine Gedanken in Worten. Wir glauben, dass Worte inspiriert sind. In 1. Korinther 14,37 heißt es: „Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, daß die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind.“ Paulus sagte, wenn ihr geistlich sein wollt, solltet ihr erkennen, dass das, was ich sage, das Wort Gottes ist.

Die Inspiration erstreckt sich also nicht nur auf Gedanken. Sie erstreckt sich bis auf die präzisen Worte. Deshalb nennen wir das „verbale Offenbarung“. Ihr wisst, dass es nicht allzu viele Leute gibt, die das noch glauben. Das ist der Punkt, an dem der Liberalismus ansetzt. Das ist die Zerstörung der Gemeinde. Ich möchte euch einen weiteren Gedanken nennen. Inspiration ist nicht ein Akt Gottes am Leser.

Es gibt heutzutage Menschen, die lehren etwas, das ich als „existenzielle Inspiration“ bezeichnen würde. Mit anderen Worten sind nur die Teile der Bibel, die euch spontan anspringen, inspiriert. Ihr lest sie und bekommt eine Art ethische Gänsehaut. Und wenn das passiert, ist dieses Wort für euch inspiriert. Es ist nicht maßgeblich oder autoritativ. Die Liberalen sagen, die Aufzeichnung an sich hier sei nicht von Gott geschrieben worden. Sie sei menschlich, fehlbar und manche Menschen hätten gewisse Dinge bezeugt und niedergeschrieben, aber es sei nicht Gottes Offenbarung, es sei ein Zeugnis von Gottes Offenbarung in ihrem Leben. Und sie bekamen ihre ethische Gänsehaut und schrieben es nieder.

Und es steckt irgendwie da drin und sie sagen, das Wort Gottes wird zum Wort Gottes, wenn es euch spontan anspringt. Andernfalls ist es nicht das Wort Gottes. Mit anderen Worten, wenn es einfach nur da sitzt, ist es nicht das Wort Gottes. Wenn ihr es lest und sagt „Wunderbar, ist das nicht toll“, wird es für euch zu Gottes Wort. Wenn es bei euch einschlägt, wenn ihr in Ekstase verfallt, wenn ihr emotional werdet. Ansonsten ist es nicht autoritativ, es enthält einfach nur das Wort Gottes.

Das ist eine überaus hinterlistige Aussage. Die Bibel enthält das Wort Gottes. Nein, die Bibel ist das Wort Gottes. Sehr gut, setzen. Die Bibel ist das Wort Gottes. Es geht nicht nur darum, dass sie es enthält, sondern dass sie es ist. Und es nicht nur eine geistliche Erfahrung. Rein existenziell. Wisst ihr, das ist der Punkt, an dem wir zur Theologie kommen – wo die Leute euch nicht einmal erzählen wollen, was ihnen ethische Gänsehaut verursacht hat. Ich meine, sie wollen nicht einmal darüber reden.

Wenn ihr also einen Theologen fragt: „Ist die Bibel für dich zu einer Inspiration geworden, zu etwas von Gott Eingegebenem?“ „Oh ja“, und dann erzählt er euch von einer Erfahrung aus erster Hand. Oder er erzählt euch von seinem Schritt zum Glauben, seinem „Vertrauensvorschuss“. Ihr fragt ihn, was das war? Und er antwortet: „Äh, das lässt sich nicht so genau definieren. Das ist etwas Existenzielles, das geschieht.“ Ihr antwortet: „Das verstehe ich nicht.“ Wer tut das schon? Ein Liberaler erscheint auf der Bildfläche und sagt: „Wir müssen die Bibel entmythologisieren.“ Das ist das große Wort, das sie verwenden. Wir müssen den Mythos loswerden. Also durchforsten sie die Bibel und entmythologisieren sie und entfernen alles daraus wie die Präexistenz Christi, die jungfräuliche Geburt, die Gottheit Christi, die Wunder, den stellvertretenden Tod, Jesu Auferstehung, seine Himmelfahrt, seine Wiederkehr, das Gericht - sie entfernen all das und sagen, es sei historisch falsch, aber geistlich und existenziell ist es wahr und es springt euch spontan an.

Ich verstehe das nicht. Sie lehnen den historischen Charakter der Schrift ab, sagen aber immer noch, die Schrift hätte etwas. Das finde ich unsinnig, denn wenn die Bibel von Anfang bis Ende in historischer Hinsicht lügt, warum sollte ich ihr in geistlicher Hinsicht glauben? Ich meine, ganz ehrlich Leute, wenn die Bibel an den Stellen lügt, wo sie sich historisch prüfen lässt, warum würde ich an ihren geistlichen Gehalt glauben, den ich nicht prüfen kann? Es scheint mir, als ob Gott, wenn er wollte, dass ich dem geistlichen Charakter der Bibel vertraue, dafür sorgen würde, dass der historische und verifizierbare Charakter der Bibel ihre Wahrheit bekräftigen würde. Meint ihr nicht?

Ann Gelder sagt: „Solche Menschen weigern sich, zu glauben, dass Gott das Wunder vollbrachte, uns durch Inspiration eine unfehlbare Bibel zu geben, aber sie glauben bereitwillig, dass Gott täglich das größere Wunder vollbringt, die Menschen dazu zu befähigen, in den fehlbaren Worten des Menschen irgendwelche unfehlbaren Worte Gottes zu finden und zu sehen.“

Wie ist es möglich, eine göttlich korrekte Erfahrung zu haben, die auf einem falschen Buch basiert? Und genau das haben sie uns erzählt. Kierkegaard sagt: „Nur die Wahrheit, die erbaut, ist Wahrheit für dich.“ Schwachsinn. Wenn die ganze Bibel in jedem anderen Bereich eine Lüge ist, warum sollte ich an ihre geistlichen Aussagen glauben? In Johannes 17 sagte Jesus: „Dein Wort ist Wahrheit.“ Wahrheit. Nein, Inspiration ist nicht die Inspiration des Lesers.

Ich möchte euch einen weiteren Gedanken nennen. Fundamentalisten wie wir, die an die Bibel glauben, sind immer wieder niedergemacht worden und man sagt, wir lehren, dass die Bibel mechanisch diktiert wurde. Gott führte einem Autor buchstäblich die Hand, Letzterer war eine Art Automat oder Roboter. Und er hat das einfach alles niedergeschrieben – hmmmmmmm, seht ihr, und das war’s. Das nennt sich die Diktattheorie. Und niemand glaubt je daran, aber die Liberalen beschuldigen uns gerne, dass wir daran glauben, Gott hätte einfach alles diktiert und die daran beteiligten Leute seien mehr oder weniger Sekretärinnen und Stenografen, ohne intellektuelle Beteiligung.

Aber es ist ein bisschen schwierig, das aufrechtzuerhalten, wenn man die Bücher liest, denn dort findet sich Persönlichkeit, nicht wahr? Jedes Buch hat einen anderen Charakter. Jeder Autor einen anderen Stil. Diese Einzigartigkeit ist erstaunlich. Natürlich stimmt es, dass Gott sich des Diktats hätte bedienen können, um uns die Wahrheit zu vermitteln. Ich meine, es wäre nicht korrumpiert worden. Er hätte einfach alles diktieren können. Er hätte nicht einmal einen Menschen gebraucht. Er hätte einfach mit den Fingern schnippen können, es hätte existiert und wäre in unseren Häusern gelandet.

Ihr sagt jetzt: „Warum tat er das nicht?“ Das weiß ich nicht, aber er hat es nicht getan. Es stimmt, dass Gott das hätte tun können, aber wenn ihr die Bibel lest, werdet ihr feststellen, dass er Menschen dafür benutzte. Es gibt viele Variationen im Stil. Es gibt Variationen in der Sprache und im Vokabular. In den unterschiedlichen Autoren werden unterschiedliche Persönlichkeiten sichtbar. Und habt ihr jemals bemerkt, dass ihr die Emotionen des Autors zum Zeitpunkt der Niederschrift lesen könnt?

Ihr könnt fühlen, was er fühlt. Das haben wir gesehen, als wir Paulus durchgearbeitet haben. Gott nutzte Autoren laut 2. Petrus, die „durch die Kraft des Heiligen Geistes getrieben wurden.“  Sie waren ein Teil davon. Sie wurden mitgerissen. Ihr fragt: „Wie hätte Gott das schreiben können und es Gottes Worte sein können und gleichzeitig schreibt Paulus es und es sind seine Worte?“ Weil Gott Paulus zu dem Mann gemacht hatte, der er sein sollte.

Ich möchte euch zeigen, was ich damit meine. Gott formte die Persönlichkeit des Autors. Gott kontrollierte seine Herkunft und sein Umfeld. Und Gott kontrollierte sein Leben, um ihn zu dem Menschen zu machen, der er sein sollte. Wenn dieser Mensch genau so war, wie Gott das wollte und vorgesehen hatte, dann lenkte und kontrollierte er die freie und bereitwillige Entscheidung dieses Menschen, sodass er die Worte Gottes niederschrieb. Gott machte ihn zu dem Menschen, der die Art von Gedanken hegen würde, die Gott nutzen konnte, um seine Wahrheit zum Ausdruck zu bringen. Und Gott wählte buchstäblich die Worte aus dem Leben dieses spezifischen Menschen, seiner eigenen Persönlichkeit, aus, seine eigenen Worte, sein eigenes Vokabular, seine eigenen Emotionen.

Die Worte waren die Worte des Menschen, aber in der Realität war sein gesamtes Leben so sehr von Gott beeinflusst, dass es Gottes Worte waren. Also kann ich ebenso gut sagen, dass Paulus den Römerbrief geschrieben hat, wie ich sagen kann, dass Gott ihn geschrieben hat. In beiden Fällen hätte ich recht. Hört euch einmal 2. Samuel 23,2 an: „Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.“ Er sagte: „Ich war es und meine Zunge, aber Gottes Wort kam heraus.“ Fantastisch.

Heilige Männer Gottes wurden vom Heiligen Geist getrieben. Sie waren Autoren, nicht Sekretäre. Sie setzten ihre Persönlichkeit voll und ganz ein. Wenn ihr Jeremia lest, den weinenden Propheten, könnt ihr sehen, wie er weint. Es ist alles da. Ihr lest die göttliche Ohnmacht in seinem Herzen, wie ein Feuer, das heiß brennt, und dann geht ihr zu Amos und in seinem Inneren brüllt ein Löwe und ihr könnt ihre Persönlichkeit dort sehen, sie ist da.

Inspiration ist nichts von diesen Dingen. Ich möchte schnell zwei Abschnitte mit euch durchgehen und euch zeigen, was Inspiration wirklich ist. In 2. Timotheus 3,16 heißt es: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“  Das könnte man einfach als „Alle Schrift ist von Gott geatmet“ übersetzen. Alle pasa graphe theopneustos, drei Worte. Alle Schrift Gott eingehaucht.

Alle Schrift ist der Atem Gottes. Alles Geschriebene. Lasst uns uns diesen drei Worten zuwenden und sehen, was sie bedeuten. Theopneustos kommt von theos und pneu – das ist eine Wurzel, die mit Atem zu hat, davon leiten sich pneumatische Reifen oder Pneumonie oder all diese Begriffe ab. Es ist also von Gott geatmet. Was meinen wir genau, wenn wir sagen, die Bibel ist von Gott geatmet oder eingehaucht? Alle Schrift wurde von Gott eingehaucht. Ihr solltet euch das an den Rand schreiben, damit ihr bei der Inspiration nicht durcheinander kommt.

Von Gott eingehaucht oder geatmet – Gott tut alles durch seinen Atem. Das bedeutet, was aus seinem Mund herauskommt, sein Wort. Wir befassen uns jetzt in der Bibel damit, welche Art von Offenbarung das ist. Besondere Offenbarung, stimmt's? Welche andere Art von Offenbarung ist es? Natürliche Offenbarung. Wisst ihr, dass natürliche Offenbarung auf dieselbe Weise entstanden ist? Die gesamte Schöpfung entsprang dem Atem aus Gottes Mund. Psalm 33,6: „Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht, und ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.“

Gott rief das Universum durch seinen Atem ins Leben. Und dann Gott rief die Bibel durch seinen Atem ins Leben. Besondere Offenbarung im Anschluss an natürliche Offenbarung. Was auch immer die Schrift sagt, hat Gott gesagt. Erstaunlicherweise fühlte Paulus sich sogar frei, die Schrift zu personifizieren, als würde Gott sprechen. In Galater 3,8 lesen wir: „Da es nun die Schrift [...] verkündigt: ‚In dir sollen alle Völker gesegnet werden.‘“ Die Schrift sagt oder verkündigt – interessant. Er personifiziert die Schrift als sprechenden Gott. Galater 3,22: „Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben.“

Er personifiziert die Schrift tatsächlich. Hier spricht die Schrift. Was auch immer die Schrift sagt, hat Gott gesagt. Wisst ihr, in 2. Mose sagte Gott zum Pharao: „Aber ich habe dich eben dazu bestehen lassen.“ Wusstet ihr, dass Gott das zu Pharao gesagt hat? Hört einmal auf das, was Paulus in Römer 9,17 sagte: „Denn die Schrift sagt zum Pharao …“ - wie steht es damit? „Eben dazu habe ich dich aufstehen lassen.“ Was immer die Schrift sagte, ist dasselbe, was Gott sagte.

In 2. Mose heißt es: „Gott sprach“, hier steht: „Die Schrift sagt.“ Wenn die Schrift spricht, spricht Gott. Seht ihr, wenn ihr dieses Wort in die Hand nehmt und lest, ist es in jeder Hinsicht Gottes Stimme. Gott ist der Autor dessen, was in der Schrift festgehalten wird. Gott ist der Autor dessen, was in der Schrift steht.

In Apostelgeschichte 13,32 steht: „Und wir verkündigen euch das Evangelium, daß Gott die den Vätern zuteil gewordene Verheißung an uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte, wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ‚Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.‘ Daß er ihn aber aus den Toten auferweckte, so daß er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so ausgesprochen: ‚Ich will euch die heiligen [Gnaden-]Güter Davids geben, die zuverlässig sind.‘ Darum spricht er auch an einer anderen Stelle: ‚Du wirst nicht zulassen, daß dein Heiliger die Verwesung sieht.‘“

Wisst ihr, wer in all diesen Fällen diese Psalmen geschrieben hat? David. Aber in all diesen Fällen steht dort „Spricht er, spricht er, spricht er.“ Und worauf bezieht „er“ sich? Gott. Es war David, ja, es war auch Gott. Das ist Inspiration. Erinnert ihr euch, dass die Gesamtheit der Schrift in Römer 3,2 in folgendem Ausdruck auf den Punkt gebracht wird? „Die Aussprüche“, von wem?, „Gottes.“ Die Schrift ist die Aussprüche Gottes.

Meine Lieben, die Bibel ist das Wort Gottes. Samuel schrieb: „Das Wort des Herrn [war] selten; es brach sich keine Offenbarung Bahn.“ Und dann rief Gott Samuel dreimal. Erinnert ihr euch an die Geschichte? Und Samuel antwortete: „Rede, denn dein Knecht hört.“ Und dann heißt es weiter in 1. Samuel 3: „[Samuel] ließ keines von allen seinen [Gottes] Worten auf die Erde fallen.“ Habt ihr das gehört? Samuel bewahrte jedes einzelne Wort, das Gott sprach.

Jesaja sah den Herrn in seiner Heiligkeit in Jesaja 6 und sagte: „Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen“, und dann schreibt er nieder, was Gott sagte. „Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen?“ Er schrieb die Worte Gottes nieder. Jeremia schrieb: „Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen: Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, Und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt!“ Hört jetzt gut zu. „Du sollst reden, was ich dir gebiete […] Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund“, Jeremia 1,4-9.

Hört einmal auf Jeremia 5,14: „… so will ich meine Worte in deinem Mund zu einem Feuer machen und dieses Volk zu Holz, so daß es sie verzehren wird.“ Und in Kapitel 15 reagierte Jeremia auf Gott und sagte: „Als ich deine Worte fand, verschlang ich sie.“ Deine Worte - nicht Gedanken, sondern Worte. Dann erhielt er eine Verheißung des Herrn. „Wenn du das Edle vom Unedlen scheidest, sollst du sein wie mein Mund“, sagte Gott.

Jeremia, du bist mein Mund. Ja, dies sind die Worte Gottes. Hesekiel: „Alle meine Worte, die ich zu dir rede, sollst du in dein Herz aufnehmen und mit deinen Ohren hören! Und du sollst hingehen […] und sollst zu ihnen reden.“ Gott sagte: „Ich werde dir die Worte eingeben und du sagst sie ihnen.“ Erinnert ihr euch an Apostelgeschichte Kapitel 22? Dort erfahren wir von der Begegnung zwischen Paulus und Ananias und der Bekehrung von Ananias. Und in Apostelgeschichte 22,14 heißt es: „Der Gott unserer Väter hat dich vorherbestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören; denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge für ihn sein von dem, was du gesehen und gehört hast.“

Paulus schrieb an die Galater und sagte: „Als es aber Gott, der mich vom Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte,  ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zu Rate.“ Gott berief mich zur Verkündigung und ich brauchte keinen Unterricht. Ich musste nicht unterwiesen werden. Gott gab mir die Worte.

Johannes schrieb in Offenbarung 1: „Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme […], die sprach: ‚[…] Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden […] Schreibe, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen soll.“ Die Autoren der Bibel, seien sie aus dem Alten Testament oder dem Neuen Testament, wurden also beauftragt, die Offenbarung Gottes in Gottes eigenen Worten niederzuschreiben.

Ich möchte zu einem interessanten Abschnitt in Apostelgeschichte 24,14 kommen. Dort lesen wir das, als Paulus sich vor Felix verteidigt. „Das bekenne ich dir aber, daß ich nach dem Weg, den sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter auf diese Weise diene, daß ich an alles glaube, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht.“ Wollt ihr wissen, welche Meinung Paulus zur Schrift hatte? Man sollte an alles darin glauben. Meint ihr, er hat die Integrität der Schrift angezweifelt? Ich kann nicht verstehen, wie die Menschen heutzutage und die Liberalen einfach daherkommen und die Schrift verleugnen können, wenn jemand wie der Apostel Paulus sagt: „Ich glaube an alles, was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht“, also im Alten Testament.

Die Schrift ist von Gott eingegeben. Das ist der erste Punkt. Der zweite Punkt findet sich ebenfalls in 2. Timotheus 3,16. Ist es nicht interessant, wie viel Schrift von Gott eingegeben wurde? Wie viel? Alles. Und dieses pasa „alle“ kann mit „jedes“ übersetzt werden. Alles oder jedes. Manche von euch werden vielleicht sagen: „Meinst du alle Schrift, wie in 2. Timotheus 3 erwähnt wird? Das bezieht sich nur auf das Alte Testament!“ Das ist ein großes Argument, das sie vorbringen. Es kann sich nicht auf das Neue Testament beziehen, weil das Neue Testament zu dem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist. Es wurde noch nicht zusammengestellt. Paulus bezieht sich also nur auf das Alte Testament. Und dann lassen sie uns in Bezug auf das Neue Testament hängen. Sie können das Neue Testament niedermachen.

Okay, ich möchte euch jetzt etwas sagen. Alle Enten watscheln. Wir wissen, dass das eine Tatsache ist. Alle Enten watscheln. Was ich versuche, zu beweisen? Bedeutet das, dass nur alle Enten der Vergangenheit gewatschelt sind? Nein, auch Enten der Gegenwart watscheln. Und wie steht es mit Enten in der Zukunft? Auch Enten in der Zukunft werden watscheln. Mit anderen Worten, wann immer Enten leben, watscheln sie. Ihr guckt etwas komisch. Ihr fragt euch, worauf ich damit abziele, richtig?

Ich will sagen, dass die Aussage „Alle Schrift ist von Gott eingegeben“ sich nicht nur auf Schrift in der Vergangenheit bezieht, sondern auf alle Schrift, ob sie schon geschrieben wurde, derzeit geschrieben wird oder künftig noch geschrieben werden wird. Ich glaube deshalb, dass 2. Timotheus 3,16 sich auf die gesamte Schrift beziehen kann. Was schon geschrieben wurde, was derzeit geschrieben wird und was künftig geschrieben werden wird. „Alle Schrift ist von Gott eingegeben“ schließt alle Gruppen von Schriften ein, die als Bibel oder Heilige Schrift klassifiziert werden. Alle von ihnen sind von Gott eingegeben.

Die Schrift wurde von Paulus als ein Aggregat verstanden und er wusste, dass er ihr etwas hinzufügte. Und er wusste, es würde andere Leute geben, die ihr etwas hinzufügen würden. Und er macht diese Aussage, die für die Bücher gilt, die zu seiner Zeit gerade geschrieben wurden sowie die Bücher, die in der Zukunft noch geschrieben werden sollten. Alle Schrift. Wisst ihr, was Jesus gesagt hat? Hört einmal auf Johannes 10,35: „Die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden.“ Jesus sagte, alle Schrift ist authentisch. Nichts davon kann verletzt werden. Alles, und damit meinte Jesus alles, was schon geschrieben war, zu seiner Zeit geschrieben wurde oder in Zukunft geschrieben werden sollte – alles, was in die Kategorie „Heilige Schriften Gottes“ gehörte, konnte nicht außer Kraft gesetzt werden. Alles.

Was ist die Schrift? Das ist das andere Wort, graphe, wovon wir „Graphit“ ableiten und Graphit steckt in einem Bleistift, mit dem wir schreiben können. Graphe bedeutet einfach „Schreiben“, sämtliche Schreiben. Ob ich damit meine, dass alles Geschriebene von Gott eingegeben ist? Das ist etwas heikel. Nun, von welchen Schriften rede ich? Lasst uns zu Vers 15 zurückgehen, da sehen wir das. „Und weil du von Kindheit an die“, welche Art von Schrift, „heiligen Schriften kennst.“ Alle heiligen Schriften sind von Gott eingegeben.

Der Apostel Paulus sagt nichts Neues über die Autoren. Er sagt nicht, dass alle Autoren von Gott inspiriert werden. Nein, nein, nein, er sagte alle Schriften. Es sind nicht die Autoren, die inspiriert sind. Wenn man sagt, Paulus sei inspiriert gewesen, ist das technisch gesehen nicht korrekt. Paulus war nicht inspiriert, der Römerbrief war inspiriert und Korinther, Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, 1. und 2. Thessalonicher, 1. und 2. Timotheus, Titus, Philemon – sie waren inspiriert oder von Gott eingegeben.

Nicht Paulus – die Bibel redet nicht von inspirierten Menschen, wusstet ihr das? Die Bibel sagt nicht, dass Jesaja inspiriert war. Oder dass Paulus inspiriert war oder David oder Johannes – nein, nicht die Menschen, sondern die Botschaft. Deshalb konnte ein Mensch eine inspirierte Botschaft schreiben und dann nie wieder eine andere für den Rest seines Lebens, denn es war die Botschaft, die von Gott eingegeben oder inspiriert war, nicht der Mensch. Die einzige Schrift, die von Gott inspiriert ist, ist die Heilige Schrift.  Das ist Vers 15. Schreibt euch das auf – die Heilige Schrift, die gesamte Heilige Schrift, wurde von Gott ausgeatmet.

Und, meine Lieben, die Heilige Schrift kann nicht außer Kraft gesetzt werden. Meine Güte, wenn ihr anfangt, euch mit einigen dieser Leute zu unterhalten, die diesen oder jenen Vers aus der Schrift nehmen wollen und selbst entscheiden wollen, was drin bleibt und was nicht. Wisst ihr, nach welchem Prinzip sie normalerweise vorgehen? Sie haben dieses Ding, das sie „Geist Jesu“ nennen. Das ist der große liberale Rausch. Der Geist Jesu, was immer zum Geist Jesu passt, akzeptiert man, was nicht passt, lehnt man ab. Ihr lest also einen Abschnitt und dort steht, Gott habe die Kanaaniter ausgelöscht. Oh nein, nein. Das passt nicht zum Geist Jesu, der liebevoll und sanft war. Also schmeißen wir das einfach raus.

Oder sie kommen zum Neuen Testament und die Säuberung des Tempels missfällt ihnen. Oh nein, das steht dort nicht. Das steht nicht in der Schrift. Das schmeißen wir raus, das entspricht nicht dem Geist Jesu. Sie haben bereits entschieden, was der Geist Jesu ist. Es ist quasi wie die Comicfigur Caspar Milquetoast, die die ganze Zeit nur turteltaubenhaft durch die Gegend zieht. Er hat kein Urteilsvermögen, kein Gefühl für Gerechtigkeit oder sonst etwas. Er war einfach nur das, was andere von ihm erwarteten. Sie machen es so und schmeißen alles raus, was ihnen nicht passt.

Aber hört gut auf das, was Jesus sagte: „Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ Und im nächsten Vers heißt es. „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute so lehrt, der wird der Kleinste genannt werden im Reich der Himmel.“ Gott wollte nicht, dass irgendjemand sein Wort manipuliert. Die Schrift kann nicht außer Kraft gesetzt werden, weil alle Schrift von Gott eingegeben ist.

In Lukas 16,17 heißt es. „Es ist aber leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein einziges Strichlein des Gesetzes falle.“ Ein winziger, unendlicher Punkt. Es ist einfacher für das Universum zu vergehen, als dass das geschehen könnte. Ich sage euch, Gottes Wort ist ewig.

Wisst ihr, was gesagt wurde, und das ist wirklich ein Ding, was in Markus 7,13 zu den Pharisäern gesagt wurde? „Und so hebt ihr […] das Wort Gottes auf.“ Ist das nicht ein Ding? Ihr habt es mit euren lausigen Traditionen und falschen Interpretationen zerstört. Die Schriften können nicht außer Kraft gesetzt werden. Alle Schrift ist von Gott eingegeben. Alle Schrift. Hier steht es.

Ich möchte noch zu einer anderen Textstelle gehen. 2. Petrus 1,20-21: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen“, und zwar gleich von Anfang an, „daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.“ Hier geht es um den Ursprung. Es gibt keinen privaten Ursprung oder Herkunft der Schrift. „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Keine Schrift wurde privat, von Menschen, hervorgebracht. Keine Schrift entsprang den Gedanken eines Menschen. Das ist es, was wir dort lesen.

Das Schlüsselwort hier, das ich für wichtig halte, ist, dass es nicht privaten Ursprungs ist, „denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Sie wurden vom Heiligen Geist getrieben, es waren nicht ihre Worte, sondern Gottes Worte. Der Ursprung lag nicht bei ihnen, sondern bei Gott.

Beachtet bitte diesen kleinen Gedanken. „Denn niemals wurde eine Weissagung …“ Ihr werft jetzt vielleicht ein, dass es hier nur um Weissagung geht. Worauf bezieht „Weissagung“ sich hier? Hört mir gut zu. „Weissagung“ bedeutet nicht nur, etwas vorherzusagen. Wir erwähnen das Wort „Weissagung“ oder „Prophezeiung“ und jeder denkt sofort an die Wiederkehr. Das Wort „Weissagung“ ist sehr viel umfassender als das. Wusstet ihr, dass die fünf Bücher Mose Weissagungen sind? Ob das ein Witz sein soll?

Nein, Moses war ein Prophet, und wenn ein Prophet sprach, weissagte er. Ihr fragt: „Wo ist die Vorhersage?“ Es gibt keine Vorhersage. Es gibt einige, wie die Vorhersage des Messias, aber im Wesentlichen bestanden Prophezeiungen oder Weissagungen im Aussprechen oder Verkünden. Es musste nicht prophetisch oder vorausschauend sein. Das ist nur eine Art von Prophezeiung. Er sagt hier, dass eine Weissagung eine Kommunikation von Gott ist. Und sämtliche Kommunikation von Gott wurde nicht „durch menschlichen Willen hervorgebracht“, sondern die Menschen wurden vielmehr benutzt, „vom Heiligen Geist getrieben.“ Die Inspiration hat so funktioniert.

Beachtet bitte, dass keine Weissagung den Menschen entsprang, Vers 20 – keine einzige. Jede einzelne Weissagung kam von Gott. Und in Vers 21 folgt eine Erklärung von Vers 20: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

Was ist also Inspiration? Inspiration ist Gottes Offenbarung, die uns durch Autoren kommuniziert wird, welche ihren eigenen Verstand und ihre eigenen Worte nutzen, aber dennoch hat Gott ihr Leben und ihre Gedanken und ihr Vokabular so arrangiert, dass sie von sich aus genau die Worte wählten, die Gott vor Anbeginn der Welt dazu bestimmt hatte, um diese Wahrheit niederzuschreiben.

Ihr sagt, das sei ein Wunder. Ja, das ist richtig. Das ist ein Wunder. Und wir glauben, wenn ihr einen Anteil an dem haben wollt, was sich vollumfängliche Verbalinspiration nennt, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist, dass jedes Wort darin inspiriert ist. Die ganze Schrift, uneingeschränkt. „Verbal“ bedeutet jedes einzelne Wort davon. Wir glauben, dass die Bibel der Atem Gottes ist. Was sind die Schlussfolgerungen einer solchen Definition? Was bedeutet das für uns? Wir sagen, dass die Bibel von Gott in diesem Sinne inspiriert ist. Was bedeutet das?

Okay, ich möchte euch die Schlussfolgerungen jetzt nennen. Seid ihr bereit? Erstens, die Schrift ist unfehlbar. Wenn Gott sie geschrieben hat, ist sie unfehlbar. Das bedeutet, sie ist absolut autoritativ. Sie ist unfehlbar. Erinnert ihr euch an Psalm 19,8? „Das Gesetz des HERRN ist“, was?, „vollkommen.“ Vollkommen. Es wurde von Gott verfasst, der nicht lügen kann.

Das ist Gottes Wort. Ihr fragt mich, ob es irgendwelche Fehler gibt? Die Urschriften, die ursprünglichen Manuskripte sind absolut unfehlbar. Keine Fehler. Im Verlaufe der Generationen haben Menschen, Schriftgelehrte, geringfügige Änderungen daran vorgenommen, aber in ihrem heutigen Zustand enthält die Bibel so wenige Schriftfehler, Auslassungen oder Ergänzungen und die meisten davon sind offensichtlich und uns bekannt, sodass wir sagen können, das Wort Gottes in seiner Gesamtheit ist das Wort Gottes selbst, wie es in den ursprünglichen Sprachen war.

Glaubt ihr, dass Gott die Bibel am Anfang eingeben konnte? Glaubt ihr das? Glaubt ihr, wenn er es am Anfang eingeben konnte, dass er es so fortführen und bewahren konnte, wie es ihm gefiel? Wäre das ein großes Problem? Er hat das Universum durch die Worte seines Mundes erschaffen. Er hält es durch das Wort seiner Kraft aufrecht. Hätte er nicht diese besondere Offenbarung erschaffen und bewahren können? Wir glauben, dass er das getan hat. Die Bibel ist also zunächst einmal unfehlbar und irrtumslos.

Hört euch einmal Sprüche 30,5-6 an: „Alle Reden Gottes sind geläutert“, und jetzt achtet auf Folgendes, „[…] Tue nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst.“ Wenn jemand auf der Bildfläche erscheint und eine neue Offenbarung oder eine neue Inspiration hinzufügen will, lasst sie in die Kategorie von Offenbarung 22,18 oder Sprüche 30,5-6 fallen.

„Das Gesetz des HERRN ist vollkommen.“ „ALLE Reden Gottes sind geläutert.“ Meine Lieben, wenn ich biblische Autoren irgendwo Fehler zugestehe, dann werde ich große Mühe haben, ihnen an anderen Stellen zu glauben. Was noch? Die Schrift ist unfehlbar und irrtumslos, sie ist auch vollständig. Sie ist vollständig. Wusstet ihr, dass das alles ist, was ihr braucht? Ihr braucht keine Vision. Ihr braucht keine neue Offenbarung. Ihr braucht keinen großartigen Akt Gottes. Ihr braucht keine Stimmen vom Himmel. Der Kanon ist abgeschlossen. Das Wort Gottes ist abgeschlossen.

Wisst ihr, wenn wir uns die Geschichte der Gemeinde im Lauf der Jahrhunderte ansehen, wurde der Bibel nichts hinzugefügt. Das Einzige, was nahe daran herankommt, sind die Apokryphen, die die katholische Kirche in der Mitte platziert hat –eine Sammlung von Büchern, die in den 400 Jahren zwischen dem Alten und dem Neuen Testament geschrieben wurden. Und sie sind fehlerhaft. Sie sind offensichtlich nicht von Gott inspiriert. Sie enthalten zu viele Probleme, zu viele Fehler, zu viele Widersprüche. Sie vertreten Errettung durch Werke etc. Aber abgesehen von den Apokryphen hat niemand im Verlauf der Kirchengeschichte etwas hinzugefügt. Es ist so offensichtlich, dass Gott diese Bücher geschrieben hat. Da klafft so ein gewaltiger Abgrund. Wenn ihr auf die eine Seite eures Tisches die großartigsten Bücher legt, die jemals von Menschen geschrieben wurden, und die Bibel auf die andere Seite, liegt dazwischen eine so gewaltige Kluft, dass sie sich mit nichts vergleichen lässt.

Diese Bücher - unser Neues Testament hat ihre Authentizität gefordert. Verfasst von einem Apostel oder jemandem, der einem Apostel nahestand, und, meine Lieben, es gibt keine Apostel mehr, glaubt mir. In Epheser 2,20 heißt es, die Apostel waren die Grundlage der Gemeinde. Wir befinden um im 20. Jahrhundert, wir verlagern die Grundlage nicht auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Keine weiteren inspirierten Schriften. Keine weitere Inspiration durch den Heiligen Geist.

Wir kommen noch immer in den Genuss der Erleuchtung durch den Heiligen Geist. Wenn der Heilige Geist zum Beispiel ganz plötzlich die Suchscheinwerfer auf einen Vers richtet und uns dieser Vers buchstäblich anspringt. Kennt ihr das? Wenn die Bedeutung uns plötzlich klar wird. Das ist Erleuchtung. Das Wort Gottes ist also unfehlbar, irrtumslos und vollständig. Außerdem ist es verbindlich. Verbindlich, das bedeutet, wenn es spricht, solltet ihr besser darauf reagieren.

Hört euch einmal Jesaja 1,2 an – ich liebe diese Stelle. „Hört, ihr Himmel, und horche auf, o Erde.“ Warum? „Denn der HERR hat gesprochen.“ Das sagt eigentlich alles. Das ist Gottes Stimme. Ihr solltet besser zuhören. Ich möchte noch eine Sache hinzufügen, denn das Wort Gottes ist der Atem Gottes und auch hinlänglich. Ihr braucht nichts Anderes. Es ist hinlänglich. Ihr sagt: „Was meinst du damit?“ Erinnert ihr auch an unseren Vers in 2. Timotheus? Hört euch einmal Folgendes an: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes“, was?, „ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“

Fehlt hier irgendetwas? Was wollt ihr, außer Vollkommenheit? Was wollt ihr, außer zu jedem guten Werk ausgerüstet zu sein? Ihr fragt: „Meinst du damit, dass die Bibel abgeschlossen ist?“ Schaut euch einmal Vers 15 an. Dort sagt Paulus zu Timotheus: „Weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.“ Das ist alles, was ihr braucht, um errettet zu werden, und in Versen 16 und 17 steht, das ist alles, was ihr braucht, um vollkommen zu werden. Perfekt, reif, voll ausgewachsen, das ist es. Hinlänglich.

Wenn jemand zu euch kommt und sagt: „Du brauchst dieses und jenes. Meine Güte, hast du dies gehabt, hast du das gehabt?“, könnt ihr sagen: „Das brauche ich nicht. Das brauche ich nicht. Alles, was ich brauche, ist das hier. Der Geist Gottes durch das Wort Gottes ist hinlänglich.“ Weise zur Errettung und um euch vollkommen zu machen.

Die Bibel ist hinlänglich für jeden Menschen, für jedes Bedürfnis. Hört einmal zu. In Römer 15,4 heißt es: „Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvor geschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen.“ Paulus sagt, alles, was wir brauchen, ist die Schrift. Das ist hinlänglich. Wir brauchen nichts Anderes. In Offenbarung 1,3 heißt es: „Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht!“

Jakobus drückte es folgendermaßen aus: „Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergeßlicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.“ Ein Stück davor steht: „Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.“

Täter des Wortes zu sein, bedeutet glückselig zu sein. Das ist hinlänglich. Mehr ist nicht nötig. Das Wort Gottes ist alles. Es ist unfehlbar. Es ist irrtumslos. Es ist vollkommen. Es ist verbindlich. Es ist hinlänglich. Und zuletzt, es ist wirksam.

Erinnert ihr euch an diesen Vers aus Hebräer 4,12?: „Das Wort Gottes ist lebendig und“, was?, „wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ Es ist lebendig und wirksam. Wisst ihr das? Wie viele von euch können sagen: „Amen, das Wort Gottes ist lebendig und wirksam“? Ich sage euch, es ist lebendig und wirksam in meinem Leben. Es zerreißt mich. Euch auch?

Ich meine, einer der Gründe dafür, dass ich weiß, dass Gott es geschrieben hat, ist, dass es mir Dinge über mich selbst sagt, die nur er und ich wissen. Und ich weiß sie in der Regel erst, wenn er sie mir sagt und ich sie erkenne. In Jesaja 55,11 heißt es: „Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt.“ Das ist wirklich wirksam. Dieses Buch ist mächtig. Es kann uns weise machen zur Errettung. Es kann uns vollkommen machen.

Hört einmal auf das, was Paulus zu den Thessalonichern sagte: „Denn unser Evangelium ist nicht nur im Wort zu euch gekommen, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geist.“ Ein mächtiges Buch. Ihr nehmt das Wort Gottes und den Geist Gottes und habt Dynamit, Freunde, Dynamit. Meine Lieben, wir sollen treu und umsichtig auf dem Fundament dieses inspirierten Wortes Gottes stehen. Es ist traurig, dass es eine Welt voller Menschen gibt, die das nicht tun. Und Jesus klassifizierte sie mit folgenden Worten: „Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes.“ Habt ihr das gewusst? „Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.“

Wollt ihr wissen, wie man einen erretteten Menschen von einem nicht erretteten unterscheidet? Der eine hört auf das Wort Gottes, der andere nicht. Meine Lieben, lasst uns darauf hören. Das ist Gottes Wort an uns.

[Gebet]

 

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