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Heute Abend werden wir über ein Thema sprechen, das vielleicht nicht gerade das ist, was wir als Beweis für die Bibel erwarten würden, nämlich Wunder. Denn manche Menschen sind der Meinung, dass die Wunder in der Bibel genau das Problem in Bezug auf die Bibel sind. Wenn wir die Wunder bloß abschaffen könnten, könnte es viel mehr Leute geben, die an die Bibel glauben. Andererseits glaube ich, dass einer der größten Beweise dafür, dass es sich hier um das wahre Wort Gottes handelt, eben genau darin besteht, dass die Bibel Wunder enthält, und darüber werden wir heute Abend sprechen.

Was genau ist ein Wunder? Irgendwomit müssen wir beginnen. Also fangen wir einfach damit an. Was ist ein Wunder? Eine präzise Definition eines Wunders ist sehr wichtig, und damit meine ich insbesondere eine biblische Definition, weil der Begriff heutzutage so locker verwendet wird. Wir sagen: „Du wirst nie glauben, was passiert ist, als ich heute nach Hause gefahren bin. Dieser Typ hat eine rote Ampel überfahren und mich um Haaresbreite verpasst. Ich sage dir, das war ein Wunder.“ Oder: „Weißt du eigentlich, dass ich kein Geld hatte und in der Post einen Scheck über 50$ erhalten habe? Ich preise Gott für dieses Wunder.“ Oder: „Weißt du eigentlich, dass ich mit Frau Sowieso reden wollte und ihr dann beim Spätkauf begegnet bin? Was für ein Wunder.“ Oder wenn ihr ein Kleid nach Hause bringt und es gerade so passt. „Guck mal, Schatz, es ist ein Wunder, dass mir das passt.“ Alles ist ein Wunder.

Was aber ist ein Wunder? Die Definition in Webster's Dictionary ist ziemlich kläglich. Sie ist zugeschnitten auf die Mentalität der heutigen Zeit. Sie ist nicht ganz so extrem, wie wir gerade durch Beispiele gezeigt haben, aber laut Webster handelt es sich um ein Ereignis oder einen Effekt in der physischen Welt, der von den bekannten Naturgesetzen abweicht oder unsere Kenntnis dieser Gesetze überschreitet. Und das ist eine verblüffende Definition, weil Webster zweimal dasselbe sagt. Er sagt, ein Wunder ist etwas, das in der physischen Welt geschieht und von den bekannten Gesetzen abweicht. Ich möchte euch an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass er nicht sagt, dass dieses Ereignis von den Naturgesetzen abweicht. Er sagt, es weicht wovon ab? Den bekannten Naturgesetzen oder es übersteigt unsere Kenntnis dieser Gesetze. Nun, das ist dasselbe. Webster erklärt Wunder also als Naturphänomen, nicht als etwas Übernatürliches.

Websters Definition von Wundern trifft nicht auf Gott zu. Und das ist in Ordnung für die Definition der Menschen heutzutage. Wisst ihr, wir sagen, wenn ein Mensch auf dem Mond landet? Das ist ein Wunder.  Oder wenn wir einer Sache nur knapp entronnen sind, dann ist das ein Wunder.  Oder wenn etwas, das wir uns nicht erklären können, geschieht, ist das ein Wunder. Deshalb sagen wir dann, es handele sich einfach um irgendein physikalisches Gesetz, dass wir noch nicht entdeckt haben. Aber das gilt nicht für die Bibel. Das ist keine biblische Definition eines Wunders.  Denn diese Definition eines Wunders lässt nur Spielraum für Unwissenheit, nicht für übernatürliche Kraft. Und ein wahres Wunder ist ein Akt übernatürlicher Intervention.

Was Webster mit diesem Konzept impliziert, und was die meisten Leute implizieren würden, ist, dass ein Wunder nur etwas ist, das geschieht und das wir nicht erklären können. Aber die Bibel definiert ein Wunder als etwas, das geschieht, weil Gott in die natürliche Welt eingreift und etwas Übernatürliches tut. Und schon anhand dieser Definitionen sieht man, dass die natürliche Welt hier ist und die übernatürliche Welt dort draußen. Ich habe das schon früher so illustriert, dass wir in einer kleinen Kiste leben und alles in dieser Kiste durch Naturgesetze charakterisiert wird. Aber Gott befindet sich außerhalb unserer kleinen Kiste und jedes Mal, wenn er unsere Kiste mit seinem Finger anstupst, löst er Wellen aus. Er greift durch das Übernatürliche in das Natürliche ein.

Es ist erstaunlich, dass es christliche Theologen gibt, die sich die Definition von Webster zu eigen gemacht haben. Und sie sagen dasselbe, dass die Wunder, die Christus vollbracht hat, und sogar die Wunder zu Zeiten des Alten Testaments, sich durch physikalische Gesetze oder Naturgesetze erklären ließen, wenn uns diese Gesetze nur bekannt wären. Dr. Carnell sagte in seinem Buch sogar, wenn ein Wissenschaftler lange genug suchen würde, würde er am Ende des Wunders irgendein Naturgesetz finden. Also wenn ihr das tun wollt, braucht ihr das Übernatürliche nicht, richtig? Der Mensch versucht also, das Unnatürliche durch seine eigene Unwissenheit zu erklären, statt durch das Übernatürliche.

Was also ist ein Wunder? Ich möchte euch eine einfache Definition geben? Ein Wunder ist eine Einmischung in die Natur durch eine übernatürliche Kraft. Ein Wunder ist etwas außerhalb unserer kleinen Kiste, das in unsere kleine Kiste eindringt, etwas außerhalb unserer Welt, das in unsere Welt kommt, Wellen schlägt und Kreise zieht. Wunder sind Ereignisse in der externen Welt, die durch die Kraft Gottes herbeigeführt werden. Ein Wunder ist Gott, der im Universum und der normalen Natur eingreift, um einen übernatürlichen Akt auszuführen. Die Bibel beschreibt Wunder, insbesondere im Neuen Testament, in der Regel mit drei Begriffen. Zeichen, Wunder und Kraftwirkungen. Und das gibt euch eigentlich die Definition von Wundern. Sie waren Kraftwirkungen, die Wunder hervorbringen sollten, um als Zeichen zu dienen.

Wozu dient ein Zeichen? Wozu dient ein Zeichen? Um auf etwas hinzuweisen. Wisst ihr, wenn ihr reist und in Arizona ankommt, dann klettert ihr nicht auf das Zeichen und sagt: „Jetzt bin ich in Arizona“, denn das Zeichen sagt: „Willkommen in Arizona.“ Oder wenn ihr nach Bakersfield unterwegs seind und ein Zeichen sagt „Bakersfield“, dann setzt ihr euch nicht auf das Zeichen und sagt: „Ich bin in Bakersfield.“ Nein, das ist nur ein Zeichen, das euch dort hinführt. Ihr seid noch nicht angekommen. Wunder haben keinen Eigennutzen. Sie sind was? Sie sind ein Zeichen, und Zeichen sind dazu da, uns irgendwo hinzuführen oder auf etwas aufmerksam zu machen.

Wisst ihr, wohin Wunder zeigen sollen? Außerhalb der Kiste. Wunder sind von Gott dazu gedacht, in die natürliche Welt einzudringen, um dieser zu zeigen, dass es eine übernatürliche Welt gibt. Wenn ihr ständig versucht, Wunder durch Vernunft wegzurationalisieren, handelt ihr einfach wie Atheisten. Ihr lasst Gott nicht zu. Wunder sind Kraftwirkungen, die Wunder hervorbringen, welche uns zu Gott führen. Das sind die drei Begriffe, die verwendet werden.

Wenn der Naturalismus wahr ist, naturalistischer Atheismus, und ihr glaubt, dass es keinen Gott gibt, dann sind alle Wunder unmöglich, weil es niemanden außerhalb der Kiste gibt. Stimmt's? Ich meine, wenn es nur die natürliche Welt gibt, wenn ihr an Naturalismus glaubt und ihr euch einfach nur in eurer Kiste befindet, dann gibt es nichts da draußen, keinen Gott, dann wird es keine Wunder geben, weil dort draußen nichts geschehen kann, um in die Kiste einzudringen. Aber ich sage euch etwas. Dann werdet ihr große Probleme haben, zu erklären, wo die Kiste herkam.

Ich möchte eure Aufmerksamkeit jetzt auf etwas sehr Grundlegendes lenken. Wenn ihr die Tatsache akzeptiert, dass es eine geistliche, übernatürliche Kraft gibt, wenn es eine Quelle der Schöpfung außerhalb der Kiste gibt, wenn es dort oben jemanden gibt, dann können wir Wunder ganz einfach zugestehen, oder? Denn wenn das Übernatürliche existiert, und wir sind per definitionem natürlich und es ist das Übernatürliche, dann kann es Einfluss auf das Natürliche nehmen. Wenn ihr also eine übernatürliche Kraft außerhalb zugesteht, dann müsst ihr auch Wunder zugestehen, denn ein Wunder ist einfach eine Offenbarung, dass das, was da ist, da ist.

Jetzt passt einmal auf, wie alles auf Folgendes hinausläuft. Wenn es einen Gott gibt, dann muss es was geben? Wunder. Ich meine, man würde schließlich nicht sagen „Gott existiert“ und Gott dann nicht handeln lassen; sagen, er existiert, aber er hat nie etwas getan. Einen Moment mal. Wenn Gott existiert, dann handelt Gott, denn Existieren bedeutet Handeln, stimmt's? Wenn ihr aufhört zu handeln, hört ihr auf zu existieren. Wenn Gott da ist, dann sind Wunder gültig. Und wenn Gott einmal etwas erschaffen hat, warum kann er das nicht wieder tun? Wenn Gott einmal ein Wunder vollbracht hat, und wenn wir mal ehrlich sind, wenn ihr nicht an Wunder glaubt, aber an Gott, dann müsstet ihr zumindest an ein Wunder glauben, nicht wahr? Welches ist das? Das Wunder der Schöpfung. Das muss ein Wunder sein. Wenn es dort draußen einen Gott gab und nichts existierte, dann erschuf er alles aus dem Nichts und dann ist das ein Wunder. Wenn ihr also zugestehen könnt, dass er ein Wunder vollbracht hat, warum sollte es dann ein Problem sein, wenn er noch mehr vollbracht hat?

Seht ihr, jeder, der an Gott glaubt, muss an Wunder glauben. Geht also nicht zur Bibel und sagt: „Ich akzeptiere die Bibel als das Wort Gottes, wenn ihr die Wunder entfernt.“ Das ist lächerlich. Das ist, als würdet ihr sagen: „Ok, Gott, du darfst existieren, aber du darfst nichts tun.“ Existieren bedeutet Handeln. Wisst ihr, was mich verblüfft? Diese sogenannten christlichen Theologen, die die Bibel entmythologisieren wollen. Sie wollen sie um alle Wunder bereinigen. Sie fangen am Anfang an und ziehen alle Wunder raus. Und sie sagen: „Wir glauben an Gott.“ Das ist so albern. Wenn ihr an Gott glaubt, dann lasst ihn das tun, was er getan hat.  

Sie sind diejenigen, die auf der Bildfläche erscheinen und sagen: „Weißt du, Jona wurde nicht von einem großen Fisch verschluckt. In Wirklichkeit hing hinter dem Schiff ein Schlauchboot, das den Namen ‚Großer Fisch‘ trug, und in dieses Schlauchboot hat man ihn gesetzt.“ Das ist die Erklärung von George Adam Smith. Ich habe diese Woche auch William Barclay gelesen und der sagte, die Speisung der 5.000 sei ein wundervolles Wunder gewesen. Wisst ihr, worin das Wunder bestand? Das Wunder bestand darin, dass jeder selbstsüchtig war und als der kleine Junge sein Mittagessen mit ihnen teilte, fühlten sich alle schuldig und teilten ebenfalls ihr Essen mit den Anderen. Das ist die Auffassung von William Barclay. Das Wunder bestand also darin, dass eine große Menge selbstsüchtiger Menschen anfing, mit anderen zu teilen. Das ist es, was er sagt. Oh.

Wisst ihr, was ich ihm sagen würde, wenn er hier wäre? Das ist er nicht. Aber wisst ihr, was ich sagen würde? Ich würde sagen: „Ich möchte dir eine Frage stellen. In deinen Kommentaren im Neuen Testament glaubst du an Gott.“ „Ja.“ „Du glaubst an einen dreieinigen Gott.“ „Ja.“ Und das tut er. „Du glaubst an den Herrn Jesus Christus und seine Gottheit, seine uneingeschränkte Gottheit.“ „Ja.“ „Du glaubst an das Sühneopfer durch das Blut, das er am Kreuz vergossen hat. Du glaubst an seine Auferstehung.“ Oh, all diese Dinge. Er glaubt an alles. Er lehrt die Lehre Gottes, die Lehre Christi und die Lehre der Errettung. „Warum um alles in der Welt lässt du Gott dann nicht einfach Gott sein und ein Wunder wirken?“ Ich meine, das ergibt keinen Sinn. Töricht. Wenn Gott existiert, lass ihn handeln.

Und wisst ihr was? Wenn es einen Gott gibt, dann glaube ich, dass er etwas tun wird. Ihr etwa nicht? Wenn es einen übernatürlichen Gott gibt und ich diesen Gott kennen will, dann werde ich das Buch finden, das über übernatürliche Aktivitäten spricht. Würdet ihr das kaufen? Wenn es einen übernatürlichen Gott gibt und ich diesen Gott kennen will, dann werde ich das Buch finden, das über einen Gott spricht, der Dinge auf übernatürliche Weise tat. Und wisst ihr, wo dieses Buch ist? Direkt hier.

Wisst ihr, wenn ich die Wunder in dieser Bibel lese, sage ich: „Das muss eine Offenbarung Gottes sein, denn schau dir nur die Wunder an.“ Wenn ihr alle Wunder darin streicht, gibt es da keinen Gott mehr. Dann bleibt nur noch Philosophie und davon brauchen wir nicht noch mehr. Wenn ihr auf der Suche nach einem wahrlich heiligen Buch seid, wenn ihr euch die alten und heiligen Bücher der Welt anseht und unter allen das einzig wahrhaftige finden wollt, muss das ein Buch sein, das Wunder enthält. Da muss so sein. Das Buch, das Gott offenbart, muss Wunder enthalten, denn die Offenbarung Gottes ist ein Wunder. Es ist das Übernatürliche, das in das Natürliche eindringt, und das ist ein Wunder.

Ich möchte jetzt noch einen Schritt weitergehen und ihr werdet das, während wir es durcharbeiten, verstehen, sofern ihr es jetzt noch nicht versteht. Aber damit ein Wunder wirklich passt, muss es drei Eigenschaften haben. Das ist die Einleitung. Erstens muss es spürbar sein. Damit meine ich, dass es von den Sinnen wahrgenommen werden muss. Es wäre nutzlos, wenn Gott in irgendeiner Ecke ein Wunder vollbringt, wo niemand etwas davon weiß oder wenn er in einer weit entlegenen Ecke des Universums ein paar Wunder vollbringt. Ich meine, das würde niemandem helfen, oder? Das würde uns nicht zu Gott führen. Das wäre keine Kraftwirkung, um Wunder hervorzubringen, die uns zu Gott hinführt. Nein, er tut Dinge, die spürbar sind. Und damit meine ich, dass ein Wunder zu den Sinnen passen muss, um ein legitimes Wunder zu sein. Es muss wahrnehmbar sein und es muss ein Zeugnis für seine Wahrnehmung geben. Es muss etwas geben, dass jemand gesehen oder gehört oder gefühlt und bezeugt hat.

Zweitens muss es ganz eindeutig ein Wunder sein. Es muss ganz deutlich die Offenbarung der Kraft und Gegenwart Gottes sein. Es muss alle Naturgesetze übersteigen, sodass es keine andere Erklärung dafür gibt. Wahre Wunder müssen also zunächst einmal von den Sinnen wahrgenommen werden. Zweitens müssen sie so stark sein, dass sie ganz deutlich Gott offenbaren und keine andere Erklärung haben.

Drittens müssen sie einen göttlichen Zweck erfüllen. Wunder müssen, damit sie nützlich sind, einen göttlichen Zweck haben. Und damit meine ich Folgendes. Gott ist kein Zauberer, der herumgeht und Tricks vollführt, um Leute zu unterhalten. Ihr wisst, dass Jesus das nie tun würde, nicht wahr? Er würde nie einfach Leute unterhalten. Gott wirkt keine Wunder, um die menschliche Neugier zu befriedigen. Gott wirkt keine Wunder, um uns zu unterhalten. Gott wirkt Wunder, um uns seine Person zu offenbaren. Wunder müssen also von den Sinnen wahrgenommen werden. Sie müssen eindeutig jede natürliche Erklärung übersteigen. Und sie müssen einen göttlichen Zweck erfüllen.

Wenn die Bibel ein Buch der Wunder ist, werden die darin enthaltenen Wunder spürbare Wunder sein, die von den Sinnen wahrgenommen werden. Es werden keine abstrakten, merkwürdigen Dinge sein. Sie werden außerdem klar und stark in ihrer Offenbarung von Gottes Gegenwart sein. Und drittens werden sie einem göttlichen Zweck dienen. Und wisst ihr was? Wenn ihr die Bibel aufschlagt, werdet ihr feststellen, dass die Wunder der Bibel diese Anforderungen erfüllen.

Ich lese die Bibel und all diese Wunder und sage mir: „Wow. Diese Leute haben diese Dinge wahrgenommen. Sie haben diese Dinge gesehen und Zeugnis abgelegt über das, was sie gesehen haben. Das waren glaubwürdige Leute.“ Wisst ihr, es ist nicht die Anzahl der Zeugen, die mir wichtig ist, es ist vielmehr ihre Qualität. Stimmt’s? Sie haben jene Wunder gesehen und daran geglaubt und sie niedergeschrieben. Und sie haben nie versucht, sie zu verteidigen. Sie haben sie einfach niedergeschrieben. Sie haben nicht gesagt: „Ich weiß, das ist lächerlich, aber ich schreibe es trotzdem nieder.“ Und nicht nur das, diese Wunder waren ganz eindeutig die Offenbarung Gottes, und so haben die Autoren es festgehalten. Und drittens hatten sie immer einen göttlichen Zweck.

Wie ich schon sagte, wenn ihr erst einmal die Existenz Gottes zugebt, der der Schöpfer von allem ist, dann werdet ihr seine Schöpfungskraft nicht einschränken. Ich meine, wenn es ihn gibt, lasst ihn etwas tun. Wenn ihr zugebt, dass er einmal einen Schöpfungsakt vollbracht hat, dann kann er das wieder tun und alle Wunder sind letzten Endes Schöpfung, weil jedes von ihnen einzigartig ist, nicht wahr? Es ist etwas, das es nie zuvor gegeben hat. Es ist außerhalb der natürlichen Welt.

Wenn ich also ein Buch in die Hand nehme, ein heiliges Buch, und das keine Wunder enthält, dann werfe ich es weg. Denn wenn es keine Wunder enthält, dann sagt es mir nicht wirklich etwas über das Übernatürliche, das in die Welt des Natürlichen eindringt. Und wenn es mir darüber nichts erzählt, ist es ein von Menschen geschriebenes Buch. Und wenn ich ein Buch finde, das Wunder enthält, dann will ich sichergehen, dass diese Wunder von den Sinnen und glaubwürdigen Zeugen wahrgenommen werden, dass sie ganz klar und eindeutig göttlich sind und es dafür keine andere Erklärung gibt und dass sie drittens einen Zweck erfüllen, der auf Gott gerichtet ist. Und so authentifiziert die Bibel sich selbst durch den Charakter ihrer Wunder.

Ich möchte euch zu dem ersten Wunder führen, das Gott je in Bezug auf den Menschen vollbracht hat, und das befindet sich in 1. Mose 1.  Das erste Wunder kommt gleich in Vers 1: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“

Habt ihr bemerkt, dass die Bibel mit einer Annahme beginnt? Die Bibel beginnt mit der Annahme, dass Gott existiert. Stimmt’s? Ihr sagt: „Nun, warum beweist die Bibel das nicht?“ Weil das in jedem Menschen steckt. Die Kenntnis Gottes steckt in jedem Menschen, wie wir in Römer 1 lesen. Das ist einfach grundlegend. Übrigens, Leute, ich möchte noch schnell Folgendes hinzufügen. Es gibt in der Schrift kein Argument für die Existenz Gottes. Es gibt keine Theorie, die bewiesen werden muss. Es ist eine Tatsache, die es zu bekräftigen gilt. Die Bibel versucht nie, zu beweisen, dass Gott existiert. Die Bibel bekräftigt, dass er existiert. Wenn jemand zu euch kommt und sagt „Es gibt keinen Gott“, dann soll er das beweisen. Wenn also ein Atheist zu mir sagt „Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt“, sage ich einfach: „Ich glaube, dass es einen Gott gibt. Die Bibel bestätigt, dass es einen Gott gibt. Beweis mir, dass es keinen Gott gibt.“ Das können sie nicht. Also lasst sie es beweisen.

Achtet jetzt bitte einmal auf Folgendes. Wenn ihr den ersten Satz der Bibel akzeptiert, dann habt ihr keine weiteren Probleme mit Wundern. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Hört mir gut zu. Das Wort „schuf“, barah, bedeutet, etwas aus dem Nichts zu schaffen. Wenn ihr glaubt, dass Gott alles aus dem Nichts geschaffen hat, ist das ein Wunder. Und wenn ihr das in 1. Mose 1,1 zugesteht, warum würde euch dann irgendein anderes Wunder in der Bibel jucken? Denn, meine Freude, das ist das größte Wunder, rein vom Umfang her. Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott eines Tages an den Rand von nichts trat und alles durch sein Wort schuf? Das ist ein Wunder, das Wunder der Schöpfung, das erste Wunder.

Und wisst ihr, wenn ihr Kapitel 1 durcharbeitet, werdet ihr erstaunt sein, wie der Geist Gottes das beschreibt. Alles steckt in diesem ersten Vers. Jede einzelne Kategorie, die die Wissenschaft für Dinge hat, steckt in diesem Vers. In Vers 2 heißt es: „Die Erde aber war wüst und leer“, tohu und bohu, Leere und  Formlosigkeit. „Und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ Gott erschafft, und die Schöpfung ist formlos.

Dann nimmt die Schöpfung in Versen 2 bis 13 Gestalt an. Gott erschafft das Licht in Vers 3. Und er nennt es „Tag“ und er nennt die Finsternis „Nacht“. Vers 6: „Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, die bilde eine Scheidung zwischen den Wassern! Und Gott machte die Ausdehnung und schied das Wasser unter der Ausdehnung von dem Wasser über der Ausdehnung. Und es geschah so.“ Bei der Schöpfung arrangierte Gott Wasser über der Erde und Wasser auf der Erde.

Wusstet ihr, dass die Erde zu diesem spezifischen Zeitpunkt von einem Wasserdampf bedeckt war? Und die Sonnenstrahlen, die schädlichen Strahlen, wurden herausgefiltert und deshalb lebte jeder so lange. Deshalb lebte Methusalah über 900 Jahre und Adam über 900 Jahre und so entstanden riesige, monströse Tiere und Pflanzen, weil die Sonnenstrahlen durch diese Hülle von Feuchtigkeit – das Wasser oberhalb der Erde - gefiltert wurden, welche die Erde bedeckte. Und Gott teilte die Wasser.

In Vers 9 heißt es: „Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, damit man das Trockene sehe!“ Dann schuf Gott das trockene Land. Am ersten Tag schuf er also Licht, am zweiten Tag Wasser und Luft und am dritten Tag Festland und Pflanzen. Da ist also die Gestalt. Im Verlauf der nächsten drei Tage kam die Fülle. Am vierten Tag kamen die Lichter; in Vers 14 heißt es, die Himmelsausdehnung solle so geteilt sein, dass es Zeichen gäbe, „zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre.“ „Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein […] zwei große Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages“, das ist die Sonne, „und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht.“ Und er machte auch die Sterne. Am fünften Tag kam die Fülle des Festlandes, Vögel und Fische, und am sechsten Tag Tiere und der Mensch.

Zuerst haben wir also Formlosigkeit in Vers 2. In Versen 3 bis 13 kommt dann die Form. Und in Versen 14 bis 27 kommt die Fülle. Hier findet sich eine wunderbar detaillierte und wunderschöne Beschreibung der Schöpfung. An dieser Stelle gibt es einen Einwand, der immer wieder von Leuten vorgebracht wird: „Aber das ist nur ein Mythos. Das sind nur die Gedanken von jemandem. So ist das nicht geschehen.“ Ich möchte nur ein paar interessante Dinge zeigen.

Diese spezifische Beschreibung in 1. Mose enthält keinen einzigen wissenschaftlichen Fehler. Es ist nie auch nur ein Fehler nachgewiesen worden. Und selbst die Abfolge der Schöpfung passt zu dem, was Wissenschaftler entdeckt haben. Romanes und McCosh, die nicht gläubig sind, sondern einfach Wissenschaftler, ohne jeden Glauben an Gott, schreiben in ihrem Buch: „Die Reihenfolge, in der die Flora und Fauna“, also Pflanzen und Tiere, „laut dem Bericht von Moses auf der Erde erschienen sein sollen, entspricht den Anforderungen der Evolutionstheorie und den Beweisen der Geologie.“

Ich sage euch dazu Folgendes. Moses, der das geschrieben hat, war kein Geologe. Ich sage euch noch etwas. Er war nicht am Leben, als das geschah. Aber Gott gab ihm wahre Offenbarung. Der eminente Wissenschaftler Sir William Dawson sagt: „Die Reihenfolge, in der die Schöpfung erscheint, und mit der die Bibel ihre Geschichte beginnt, stimmt so eng überein mit den Ergebnissen, die durch geologische Untersuchungen ermittelt wurden, dass die Übereinstimmungen starke Aufmerksamkeit hervorgerufen haben und gerechtfertigterweise als Beweis für die gemeinsame Autorenschaft von Natur und der Bibel betrachtet wurden.“ Wissenschaftler sagen, was hier in 1. Mose geschieht, passt zu den Fakten.

Jetzt kommt die Wissenschaft jedoch daher und sagt: „Die Bibel behauptet, das alles geschieht in sechs Tagen“, und  das macht sie verrückt, wisst ihr. Sie lehnen das ab, weil sie ein geologisches Datierungssystem haben. Sie sagen, die Elemente und die Sterne und die Galaxien entwickelten sich vor 20 Milliarden Jahren. Sie sagen euch nicht, woraus sie sich entwickelten, sie entwickelten sich einfach. Vor fünf Milliarden Jahren entwickelten die Erde und das Sonnensystem sich.

Vor drei Milliarden Jahren entwickelte das Leben sich. Vor einer Milliarde Jahren entwickelten sich Mehrzeller. Vor 600.000.000 Jahren entwickelten sich komplexe wirbellose Meeresbewohner. Vor 350.000.000 Jahren entwickelten sich Wirbeltiere im Meer und Pflanzen an Land. Vor 250.000.000 Jahren entwickelten sich Amphibien und Insekten. Vor 200.000.000 Jahren entwickelten sich Reptilien und blühende Pflanzen. Fragt mich nicht, welche Verbindung es zwischen ihnen gab. Vor 100.000.000 Jahren entwickelten sich Säugetiere und Vögel. Vor 50.000.000 Jahren entwickelten sich die Vorfahren von Menschenaffen und Menschen. Und vor 3.000.000 Jahren entwickelte sich der moderne Mensch. So sieht ihr Zeitplan aus.

Wenn ihr sie mit dem sechstägigen Schöpfungsbericht aus 1. Mose konfrontiert, haben sie damit ein paar Probleme. Ihre Schöpfung erstreckt sich über mindestens 20 Milliarden Jahre. Ihr werft jetzt ein: „Nun, woher haben sie all diese Aussagen?“ Sie haben ihre eigenen Methoden, zu datieren. Als Grundlage dafür nehmen sie Fossilien. Sie sagen, wenn sie Fossilien in Ablagerungsgestein finden, entscheiden sie, dass die Fossilien aufgrund des Alters des Gesteins ein gewisses Alter haben. Und dann machen sie es anders herum und sagen, das Gestein hätte ein gewisses Alter aufgrund der Fossilien. Und sie benutzen alle möglichen Methoden.

Manche Christen sagen dann: „Nun, das müssen wir akzeptieren. Das sind Wissenschaftler.“ Also denken sie sich etwas aus, das sie „theistische Evolution“ nennen, oder progressiver Kreationismus, was besagt: „Wir glauben an den Bericht in 1. Mose, aber das waren nicht wirklich Tage. Das bezieht sich auf viele Millionen Jahre, die vergangen sind.“ Ich glaube, Gott weiß, wie man kommuniziert. Er weiß, was er tut. Wenn er gesagt hat, es geschah in sechs Tagen, dann hat er genau das gemeint, denn Gott weiß, wie man etwas Anderes als das sagen könnte. Es mangelt ihm nicht an Worten. Er besitzt einen Wortschatz.

Darüber hinaus möchte ich einen weiteren interessanten Gedanken mit euch teilen. Ich weiß nicht, ob ihr diesen Vers jemals unter diesem Blickwinkel gelesen habt, aber hört euch einmal 2. Mose 20, 11 an. „Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht.“ Ist das nicht interessant? „Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der HERR den Sabbattag gesegnet und geheiligt.“ Jetzt sagt mir bitte Folgendes: War der jüdische Sabbattag ein Zeitraum von Millionen von Jahren? Der jüdische Sabbat war ein Tag. Und Moses, dem die Worte von Gott eingegeben wurden, sagte, ebenso wie Gott in sechs Tagen erschaffen und sich am siebten Tag ausgeruht hat, so sollt ihr sechs Tage arbeiten und am siebten Tag ruhen. Freunde, die Parallele ist offensichtlich. Er meinte nicht, ihr sollt 20 Milliarden Jahre arbeiten und dann könnt ihr für 1.000.000 Jahre ein Nickerchen halten.

Das Wunder ist also offensichtlich. Es ist spürbar. Ihr sagt: „Nun, wie kann ich das Wunder der Schöpfung verifizieren?“ Kneift euch. Ihr existiert. Schaut nach oben. Schaut euch um. Ich meine, es ist offensichtlich, dass irgendetwas das getan hat. Es ist verifizierbar. Es ist spürbar. Es ist eindeutig. Für mich beweist das Gott. Ich meine, was sonst? Es muss Gott beweisen. Jemand muss das gemacht haben.

Ihr nehmt eure Armbanduhr auseinander, steckt sie in eure Tasche und schüttelt sie darin herum und wartet ab, wie lange es dauert, bevor ihr sie ticken hört. Jemand, der weiß, was er tut, muss dieses Ding zusammensetzen, sonst wird es nie ticken, und das Gleiche gilt für die Welt. Es ist absurd, sich vorzustellen, alles sei aus dem Nichts entstanden.

Ich habe mir hier ein Zitat aufgeschrieben, das ich interessant fand. In diesem spezifischen Buch hieß es: „Der Autor von 1. Mose ist nicht damit zufrieden, die grundlegenden Schritte zur Erschaffung des Universums allgemein zu beschreiben, sondern führt absichtlich 13 elementare Schritte der Schöpfung auf und legt eine sehr eindeutige Abfolge fest, in der diese ausgeführt wurden, und diese Schritte sind in 1. Mose 1 beschrieben. Die moderne Wissenschaft hat durch sorgfältige Forschung und unter Bezug auf die fossilen Überlieferungen herausgefunden, dass diese 13 Schritte der Schöpfung, die in 1. Mose beschrieben sind, nicht nur korrekt benannt sind, sondern auch in der korrekten Reihenfolge stehen. Der einfache Mensch scheint irgendwie der Meinung zu sein, dass fossile Überlieferungen die Bibel unglaubwürdig machen, während sie in Wirklichkeit eine überzeugende Bestätigung ihrer übernatürlichen Kenntnis sind.“

Hier ist eine These, die ihr ernsthaft in Erwägung ziehen solltet. Ohne die Vorteile der fossilen Überlieferungen und der Forschung der letzten Jahrhunderte, so schätzt Dr. Peter Stoner, hätte jemand eine Chance von 31 x 1020, das ist eine 31 mit 3, 6, 9, 12, 15, 18, 21 Nullen, er hätte diese eine Chance von 31 x 1020, diese 13 Schritte zu ermitteln und in die richtige Reihenfolge zu bringen. Moses setzte sie in die richtige Reihenfolge, ohne auch die geringste Kenntnis der Wissenschaft. Aber Gott wusste, wie er das tat. Und selbst die Wissenschaft, so blind sie auch für den Ursprung der Dinge ist, kann die Reihenfolge entdecken. Und wenn sie sie entdeckt, bestätigt sie das Wort Gottes bis ins kleinste Detail. Das ist faszinierend.

Ihr sagt jetzt: „Aber wie steht es mit diesen Dingen zur Datierung? Sie haben Radiokarbon und Kalium-Argon und Strontium-Rubidium und Thorium-Blei und all diese Methoden dafür.“ Ich habe etwas Faszinierendes in einer Zeitschrift namens Science gelesen; da stand Folgendes. Da stand, dass man vor Kurzem Lava aus Kilauea, einem Vulkan auf Hawaii, datiert hat. Und jetzt folgt das Zitat: „Die Lavaproben wurden, auf der Grundlage von Kalium, als 22.000.000 Jahre alt datiert, oder vielleicht auch 200 Jahre alt.“ Geringfügige Spanne.

Eine weitere interessante Sache, die ich entdeckt habe, ist, dass die gegenwärtige Wachstumsrate der Bevölkerung ungefähr 2 Prozent pro Jahr beträgt. Bei 3,5 Milliarden[1] Menschen auf der Welt und einer Wachstumsrate von 2 Prozent stellt uns das vor eine interessante Statistik. Wenn wir von der Evolutionstheorie ausgehen, wie viele Jahre würde es dauern, um 3,5 Milliarden Menschen zu erzeugen? So viele haben wir momentan. Bei einer uniformitären Perspektive der Evolution, wie viele Jahre brauchen wir, um bei so vielen Menschen anzugelangen? Denn sie behaupten, so sei das geschehen, der Mensch habe sich von alleine entwickelt. Wisst ihr, wie viele Jahre es dauert, um auf Grundlage der Uniformitarier, mit einer Wachstumsrate von zwei Prozent pro Jahr, bei 3.5 Milliarden Menschen anzugelangen? 1.100 Jahre; das würde uns zurück zum 9. Jahrhundert führen. Weiter nicht.

Nun, lasst uns annehmen, die Wachstumsrate läge nicht bei 2 Prozent, sondern vielleicht nur bei 0,5 Prozent. Dann würde es 4.300 Jahre dauern. In 4.300 Jahren könnte man 3.5 Milliarden Menschen zeugen. Hmm. Wisst ihr was? Wenn die Bevölkerung 1.000.000 Jahre lang nur um 0,5 Prozent wachsen würde, würde die Gesamtbevölkerung bei 102.155 liegen. Ihr wollt wissen, wie viel das ist? Nun, im gesamten Universum gibt es nur 1080 Elektronen. So viel Zeit braucht man nicht, um 3,5 Milliarden Menschen zu erzeugen. Hört mir gut zu. Das ist ein Wunder. Und wisst ihr was? Ich habe nichts dagegen, denn das sagt mir, dass Gott existiert.

Ich möchte euch ein zweites Wunder präsentieren. Schlagt in euren Bibeln bitte einmal 1. Mose 6 und 7 auf. Da findet ihr das zweite große Wunder im Buch der Gesetze, dem Pentateuch, nämlich die Sintflut. Leute, das ist ein Wunder. Hier fordert Gott Noah auf, einen schwimmenden Sarg zu bauen, und das war es größenmäßig, 450 x 75 x 45 entspricht ungefähr der Größe eines guten Sargs, und er sollte ihn mitten in der Wüste bauen. Und dann erschuf Gott ein Wunder. Fantastisch, was da geschah. Gott vollbrachte ein Wunder.

Geht jetzt einmal zu Kapitel 7. Wir werden uns das nur einen Moment lang ansehen. „Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus! Denn dich [allein] habe ich vor mir gerecht erfunden unter diesem Geschlecht.“ Die Arche zu bauen war eine Sache, wisst ihr, und immer weiter zu sagen „Ich weiß, dass Gott hier wirkt.“ Aber er ging hinein und saß dort und das war ein weiterer Akt des Gehorsams. „Nimm von allem reinen Vieh je sieben und sieben mit dir, das Männchen und sein Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen; auch von den Vögeln.“ Und dann gibt er ihm Anweisungen für alle Tiere.

Manche Leute sagen: „Das ist doch lächerlich. Wie soll dieser Mann all diese Tiere in die Arche treiben? Woher wissen die Tiere, ob sie männlich oder weiblich sind? Und auf welcher Grundlage wird entschieden, wer auf die Arche darf und wer ertrinkt?“ Das sind all die albernen Argumente, die sie vorbringen. Hört mir gut zu. Das ist kein Problem für den Gott, der diese Tiere erschaffen hat. Gott hatte mit den Tieren sehr viel weniger Probleme als mit den Menschen.

Es gibt eine interessante Aussage. Ich glaube, sie steht in Jesaja 1,3. Dort heißt es: „Ein Ochse kennt seinen Besitzer, und ein Esel die Krippe seines Herrn, [aber] Israel hat keine Erkenntnis; mein Volk hat keine Einsicht.“  Zieht nicht über die Tiere her. Gott hat die Tiere einfach organisiert. Sie sind alle dort hineingegangen.

Und es geschah etwas Unglaubliches. Gott brach einfach alles auf. In Vers 11 heißt es: „[Gott brach] alle Quellen der großen Tiefe auf.“ Das Wasser schoss hervor, „und die Fenster des Himmels öffneten sich“ und so weiter, das Himmelszelt um die Erde herum brach auf und kam auf die Erde herab.  Der Wasserdampf existierte nicht mehr. Denn der Dampf, der als Schutz vor den Sonnenstrahlen diente, wurde eliminiert. Und die gewaltige Sintflut kam herab, 40 Tage Regen und 150 Tage Wasser.

Und wisst ihr was, Leute? Das ist fantastisch. Denn das Wasser bedeckte die ganze Erde. Der Berg Ararat war über 5.000 Meter hoch und das Wasser bedeckte diesen Berg. Und man kann Wasser nicht einfach dorthin schütten, wo man es haben will. Das Wasser sucht sich seinen eigenen Pegel. Das war eine weltweite Sintflut. Und daher kommt das Ablagerungsgestein und die Fossilien. Das sind nicht Fossilien aus lauter verschiedenen Epochen. Es sind einfach all die Dinge, die in der Sintflut zusammengespült wurden.

Es braucht keine große Eiszeit über 1.000.000 Jahre, um die verschiedenen Dinge zu formen. Dafür reicht eine große Riesenflut. Und gerade die Existenz von Fossilien beweist eine gewaltige Naturkatastrophe. Rhodes, Zim und Shaffer, die ein Buch über Fossilien geschrieben haben und auch ungläubig sind, sagen: „Damit ein Fossil entsteht, muss eine Pflanze oder ein Tier in der Regel harte Teile gehabt haben, wie zum Beispiel Knochen, eine Schale oder einen Panzer oder Holz, und es muss schnell begraben worden sin, um dem Verfall entgegenzuwirken, und es muss über lange Zeit ungestört bleiben.“ Es muss schnell begraben werden – eine drastische Katastrophe.

Die Arche landete auf dem Berg Ararat, in über 5.000 Metern Höhe, nachdem sie 150 Tage lang geschwommen war. Und es dauerte noch weitere zweieinhalb Monate, bevor die Gipfel anderer Berge zu sehen waren. Das ist ein Wunder. Das Wunder der Sintflut, die die ganze Welt bedeckte. Ihr fragt mich: „Wieso denkst du, sie hätte die ganze Welt bedeckt?“ Nun, schon deshalb, weil sie den Berg Ararat sonst nicht hätte bedecken können, ohne auch alles andere zu bedecken, da Wasser sich seinen eigenen Pegel sucht. Außerdem heißt es in 2. Petrus 3,5: „Dabei übersehen sie aber absichtlich, daß es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes und daß durch diese Wasser die damalige Welt infolge einer Wasserflut zugrundeging.“ Petrus sagt, die Welt wurde von Wasser überschwemmt. Das ist ein Wunder. Und es ist heutzutage verifizierbar. Wisst ihr, dass man selbst heutzutage noch nach der Arche sucht? Ich habe erst kürzlich mit jemandem telefoniert, der gerade von einer Sommerexpedition zurückgekehrt war. Und Navorro verfügt angeblich über Fotos der Arche. Ich weiß nicht, ob man die Arche finden wird, aber das ist interessant.

Was ich auch interessant finde, ist, dass es fast überall auf der Welt Geschichten einer Sintflut gibt. Von Europa über die Südsee nach Nord- und Südamerika bis zum Fernen Osten, überall haben die Menschen Geschichten über eine Sintflut. Es gibt Zeugen, die das belegen. Das Zeugnis von Fossilien, das Zeugnis des Ablagerungsgesteins, die Zeugnisse all dieser Berichte über eine Sintflut in allen Ecken der Welt. Ein Wunder. Lasst Gott Gott sein.

Und noch ein Wunder, 1. Mose 11. „Und die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und sie ließen sich dort nieder.“ Das ist schon in Ordnung, ich vermute, sie haben dort eine Stadt. „Und sie sprachen zueinander: Wohlan, laßt uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Und sie sprachen: Wohlan, laßt uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht.“  Und sie konnten sich nicht mehr bremsen. Sie wollten eine Zikkurat bauen. Das ist ein heidnischer Tempelturm. Sie wollten einen falschen Gott anbeten. Selbstverherrlichung. Götzenanbetung.

Deshalb tat der Herr etwas Interessantes. In Vers 6 heißt es: „Und der HERR sprach: Siehe, sie sind ein Volk, und sie sprechen alle eine Sprache, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns! Und jetzt wird sie nichts davor zurückhalten, das zu tun, was sie sich vorgenommen haben. Wohlan, laßt uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren.“ Das ist ein kurzes Gespräch zwischen den Gliedern der Dreieinigkeit. „‚Wohlan, laßt uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht.‘  So zerstreute der HERR sie von dort über die ganze Erde, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Daher gab man ihr den Namen Babel.“ Dieses Wort kommt natürlich aus dem Hebräischen und bedeutet „verwirren“. Der Herr verwirrte die Sprache der ganzen Welt. Daher kamen die unterschiedlichen Sprachen. Gott zerstreute einfach alle Menschen. Gott sagte: „Ich werde ihre Götzenanbetung vernichten. Ich werde sie auf der ganzen Welt zerstreuen und sie alle verschiedene Sprachen sprechen lassen, sodass sie nicht mehr zusammenkommen können, um etwas auszuhecken.“

Eine der großen Verheißungen des Tausendjährigen Reichs besagt, dass das rückgängig gemacht werden wird und im Reich Gottes jeder dieselbe Sprache sprechen wird. Wird das nicht großartig sein? Das ist ein Wunder. Aber wisst ihr was? Das Faszinierende an diesem Wunder ist, dass es eine ganz klare und einleuchtende und sehr verantwortungsvolle Erklärung dafür ist, woher die unterschiedlichen Sprachen kamen. Ich meine, es gab nichts Derartiges, sie hatten anfangs alle eine gemeinsame Sprache und davon gab es nur einige Variationen, aber ohne große Unterschiede, aber ganz plötzlich, peng, gibt es überall Leute, die sehr unterschiedliche Sprachen sprechen.

Manche Wunder betreffen also jeden. Sie betreffen uns, sie alle. Die Schöpfung betrifft uns. Wir existieren. Die Sintflut betraf uns. Wir leben auf der Erde, die dieser Sintflut standgehalten hat. Und der Turmbau von Babel betraf uns. Wir sprechen Deutsch.

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Eine zweite Sache. Wunder, die sich auf Nationen auswirkten. Ich will nur einen kurzen Blick darauf werfen. Manche Wunder betrafen Nationen. Und zur Zeit Mose konnte es 25 davon geben. Aber lasst mich zu 2. Mose 14 gehen und das Wunder der Teilung des Roten Meeres betrachten. Erinnert ihr euch noch? Die Kinder Israels entkamen aus Ägypten und der Pharao war hinter ihnen her. Und glaubt mir, Leute, wenn es irgendeinen Zweifel an diesem Wunder gibt, es gab einen Haufen Zeugen dafür, eine ganze Nation, manche Leute sagen, es seien 3.000.000 gewesen. Reichlich Zeugen.

Hier ist ein weiteres sichtbares Wunder, für das es keine andere Erklärung gibt, als dass es sich um ein Wunder handelt, und es offenbart Gott als den Erretter. Es erfüllt einen göttlichen Zweck. Es zeigt Gott als den Erretter. Die Schöpfung offenbarte Gott als den Schöpfer. Die Sintflut offenbarte Gott als den Erretter. Der Turmbau von Babel offenbarte Gott als Richter. Alle von ihnen dienen einem göttlichen Zweck, sie deuten auf Gott hin. Und hier, bei der Überquerung des Roten Meers, wird Gott wieder als Erlöser und Richter offenbart, denn er erlöst Israel und richtet über die Ägypter.

Es hat immer schon Leute gegeben, die dieses Wunder kritisieren. Lasst und Vers 13 betrachten und dort beginnen: „Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wieder sehen in Ewigkeit! Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein! Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den Kindern Israels, daß sie aufbrechen sollen! Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand über das Meer und zerteile es, damit die Kinder Israels mitten durch das Meer auf dem Trockenen gehen können!“

Er ist direkt am Meer, den Pharao im Rücken, der ihn bedrängt. Er kann nirgendwohin außer zum Meer. Er sagt: „Wie kommen wir dahin?“ Und der Herr sagt: „Erhebe einfach deinen Stab und das Ding wird sich teilen und ihr könnt auf trockenem Boden durchlaufen.“  „Ich aber, siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie ihnen nachziehen; dann will ich mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erkennen, daß ich der HERR bin.“

Auch hier sehen wir wieder, wie Gott sich offenbart. Er wirkt ein Wunder, um zu offenbaren, dass er Gott ist. Und glaubt mir, es muss ein ziemliches Gerede in der Hauptstadt Ägyptens gegeben haben, als ihnen klar wurde, dass ihre ganze Armee ertrunken war. Nachdem sie bereits all die Plagen gehabt hatten, die Gott offenbart hatten, waren sie wahrscheinlich ziemlich überzeugt, dass Gott wahrhaftig Gott war.

In Vers 19 lesen wir: „Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und trat hinter sie; und die Wolkensäule vor ihnen machte sich auf und trat hinter sie. So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und sie war [für die einen] Wolke und Finsternis, und [für die anderen] erleuchtete sie die Nacht, so daß diese und jene die ganze Nacht nicht zusammenkamen.“ Gott trennte die Ägypter und die Israeliten einfach durch die Wolkensäule, damit die Israeliten sich in der Nacht erholen konnten.

Nun, ihr wisst ja, was geschah. In Vers 21 heißt es: „Als nun Mose seine Hand über das Meer ausstreckte, da trieb der HERR das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind hinweg; und er machte das Meer zu trockenem Land, und die Wasser teilten sich. Und die Kinder Israels gingen mitten in das Meer hinein auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen wie eine Mauer zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken. Die Ägypter aber jagten ihnen nach und zogen hinter ihnen her, alle Rosse des Pharao, seine Streitwagen und seine Reiter, mitten ins Meer. Und es geschah, als die Morgenwache kam, da schaute der HERR aus der Feuersäule und der Wolke auf das Heer der Ägypter und verwirrte das Heer der Ägypter. Und er löste die Räder von ihren Streitwagen und brachte sie ins Gedränge.“ Das könnte auch darauf hinweisen, dass sie im Schlamm feststeckten.

Dann heißt es. „Da sprachen die Ägypter: ‚Laßt uns vor Israel fliehen, denn der HERR kämpft für sie gegen die Ägypter!‘ Da sprach der HERR zu Mose: ‚Strecke deine Hand aus über das Meer, damit die Wasser wieder zurückfluten über die Ägypter, über ihre Streitwagen und über ihre Reiter!‘ Da streckte Mose seine Hand aus...“, und den Rest der Geschichte kennt ihr ja. Das Meer schloss sich wieder und ertränkte sie alle. Leute, das ist ein Wunder. Dafür gibt es keine andere Erklärung.

Manche Leute haben versucht, Erklärungen dafür anzubieten. Jemand sagte zum Beispiel, und das habe ich diese Woche gelesen, dass es am nördlichen Ende des Roten Meeres einen kleinen Bereich namens Bitterseen gibt. Und diese Bitterseen befinden sich an der nördlichen Spitzes des Roten Meeres. Und dieser Typ behauptet, dass die Bitterseen, obwohl sie abgetrennt waren, zur damaligen Zeit über einen Sumpf mit dem Roten Meer verbunden waren. Und zwischen den Bitterseen und dem oberen Ende des Roten Meeres gab es einen kleinen Sumpf, der vielleicht 5-7,5 cm tief war.

In Wirklichkeit seien sie durch den Sumpf gewatet. Und ein Südostwind habe durch den Kanal geweht und die steife Brise hielt das Wasser in den Bitterseen und im Roten Meer kam die Ebbe, hinterließ ein Stück trockenes Land und sie liefen durch dieses kleine Stück von 5-7,5 cm tiefen Sumpf.

Freunde, das ist schwach. Hört mir gut zu. Wenn die Kinder Israels über einen flachen Sumpf liefen, bedeutet das ein noch größeres Wunder. Dann erklärt mir bitte, wie die gut ausgebildete ägyptische Armee in 5 cm tiefem Wasser ertrank. Ich sage euch, was dieser starke Ostwind war. Es war der Atem Gottes. Das war es. Gott schlug eine Schneise. Das ist ein Wunder.

Warum wollt ihr euch Sorgen machen über dieses Wunder? Wenn ihr an Gott glaubt, lasst das Wunder in Ruhe. Wenn Gott existiert, lasst ihn machen. Lasst ihn sich selbst offenbaren. Es ist so albern, dass ein mickriger kleiner unbedeutender Mensch hier unten sitzt und sagt: „Nein, nein, Gott, das lassen wir nicht zu. Das muss sich logisch erklären lassen.“

Ich möchte euch noch ein Wunder nennen, 2. Mose 16. Das ist das Wunder des Engelskuchens. Ihr erinnert euch sicherlich daran. Manna. In 2. Mose 16,14-22 könnt ihr das nachlesen. Ich werde das jetzt nicht vorlesen, sondern euch nur daran erinnern, dass Gott den Israeliten während ihrer 40 Jahre in der Wüste Manna gab. Er speiste sie mit etwas, das er schuf. Lasst ihn Gott sein. Leute, schon die Tatsache, dass diese Bibel ein Wunder aufzeichnet, sagt mir, dass es Gottes Buch ist, richtig?

Ich möchte euch ein paar Wunder nennen, die einzelne Personen betreffen. Schlagt einmal 4. Mose 22 auf. Wunder, die nicht nur die Welt und Nationen betreffen, sondern einzelne Personen. Wir kommen jetzt zu dem Wunder des sprechenden Esels von Bileam. Erinnert ihr euch daran? Interessant. Ich meine, mehr als nur interessant. Faszinierend. In 4. Mose 22,21 heißt es: „Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten der Moabiter.“ Er macht sich auf den Weg, er ist ein Prophet, der Geld für seine Arbeit nimmt, und er tut das Falsche. „Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, dass er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg.“ Der Engel des Herrn stand direkt vor Bileam. Er reitet vor sich hin auf seinem Esel und plötzlich steht der Engel da. Zwei Knechte waren bei ihm.

„Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand.“ Das Tier sieht den Engel. „Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde“, und dann heißt es, „Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen“. „Was machst du da?“ Und dieses Vieh geht in ein Feld. Und Bileam hat nichts gesehen, aber das Tier sieht den Engel des Herrn dort mit einem großen Schwert.

„Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad zwischen den Weinbergen.“ Das Tier geht in einen Weinberg und läuft dort umher und der Engel kommt dorthin. Vers 24: „Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah ...“, hier ist ein kleiner schmaler Bereich, mit Mauern auf beiden Seiten, und der Engel steht in der Mitte, die Eselin kann nirgends hin; was geschieht also?

In Vers 25 heißt es: „Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr.“ „Was machst du da?“ Er konnte nichts sehen. „Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie in die Knie unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams und er schlug die Eselin mit dem Stecken.“ 

Jetzt ist er wirklich wütend auf das Tier. Dummes Tier. Was macht dieses Tier? Das Tier ist ihm vertraut. Ich meine, er reitet wahrscheinlich jeden Tag darauf. Und plötzlich spielt das Tier verrückt, geht hierhin und dorthin, und quetscht seinen Fuß gegen die Mauer. Nun, wollt ihr wissen, was dann geschah? Das ist sehr interessant. In Vers 28 heißt es: „Da tat der HERR der Eselin den Mund auf und sie sprach zu Bileam: ‚Was hab ich dir getan, dass du mich nun dreimal geschlagen hast?‘“ Hast du ein Problem, Bileam? Meint ihr nicht, dass Gott Humor hat? Ihr wendet ein: „Das würde niemand glauben. Kein logisch denkender Mensch würde das je glauben.“

Wisst ihr, einer der logischsten Menschen in der ganzen Bibel, einer der am meisten geschätzten Heiligen Gottes, er je gelebt hat, war der Apostel Petrus. Lest seine Bücher und entscheidet selbst, ob er zurechnungsfähig war. Lest seine Bücher und entscheidet selbst, ob er bei klarem Verstand war. Und hört ihm zu, wenn er Folgendes sagt. In 2. Petrus 2,15 spricht er von Irrlehrern und sagt über sie: „Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen und sind dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, gefolgt, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte;  aber er bekam eine Zurechtweisung für seinen Frevel: das stumme Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.“ Petrus glaubte an dieses Wunder und Petrus war ein glaubwürdiger Zeuge, Leute. Ich glaube, dass es ein Wunder ist.

Und so sagt der Esel: „Warum schlägst du mich? Was habe ich dir getan?“ „Bileam sprach zur Eselin: ‚Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten!‘“ Wisst ihr, das Wunder besteht nicht darin, dass der Esel zu Bileam gesprochen hat, sondern dass Bileam geantwortet hat. Ich wäre wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen, wisst ihr.

Was wird ein Kritiker dazu sagen? Er will glauben, dass es einen Gott gibt, aber nicht an so etwas glauben. Deshalb habe ich mich mit einigen Dingen vertraut gemacht, die die Kritiker behaupten. Manche sagen, er sei in einer Trance gewesen. Bileam war in einer Trance, als das Tier sprach. Und ich dachte so bei mir: „Es wäre ziemlich schwierig, in einer Trance zu sein, nachdem ein Esel gerade dein Bein gegen eine Mauer gequetscht hat. Sehr unwahrscheinlich.“

Ein anderer Kritiker sagte, dass Bileam die Angewohnheit hatte, zu sich selbst zu sprechen, und zwar in dem Ausmaß, dass er einfach sich selbst antwortet und der Zeuge das einfach dahingehend missverstand, dass das Tier gesprochen hätte. Noch jemand anders sagte, Bileam sei es so gewohnt, zu dem Esel zu sprechen, dass er, als der Esel als Antwort darauf iahte, so mit dem Stil dieses Eselsschreis vertraut war, dass er interpretierte, was der Esel sagte.

„Bileam sprach zur Eselin: ‚Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach dass ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten!‘ Die Eselin sprach zu Bileam: ‚Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben?‘“ Na, nun mach mal halblang. Habt ich das je zuvor getan? Bevor du mich tötest, dies war das erste Mal.“ „Er sprach: ‚Nein‘. Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand.“ Das ist ein Wunder.

Ich sage euch etwas. Er hat es begriffen. Wisst ihr, was erstaunlich ist an diesem Wunder? Es ist so interessant. Der Esel gab keine große, tiefschürfende Wahrheit von sich. Er sprach wie der Esel. Ich meine, das muss die Art von Gedanken gewesen sein, die der Esel gehabt haben müsste, wenn er Gedanken hätte. Gott setzte ein Wunder ein, um diesen falschen Propheten zu stoppen.

Was mich völlig verblüfft und was ihr auch zur Kenntnis nehmen solltet, ist die völlige Abwesenheit einer Entschuldigung dafür, dass das dort steht. Wisst ihr, wenn ich das niederschreiben würde, würde ich sagen: „Also, Leute, ich werde jetzt etwas sagen, das ihr nicht glauben werdet. Es gab einmal diesen Mann, der auf einem Esel ritt.“ Man müsste ein paar Bemerkungen einstreuen, um sie auf den Schock vorzubereiten. Aber wisst ihr, was an den Autoren der Bibel erstaunlich ist? Egal, wie merkwürdig und befremdlich und komisch das Wunder war, sie haben es nie verteidigt. Sie haben nur ihre Aussage zu Papier gebracht. Sie haben es nur bestätigt. 

Denkt einmal darüber nach. Das hier wurde von Moses geschrieben. Moses. Ein Genie. Ein Mann, der am Hof von Pharao groß wurde und die höchste Stellung einnahm. Ein Mann, der ein genialer Führer war, der etliche Millionen Menschen durch die Wüste führte. Ein Mann, der sich Gott ergeben hatten, bis zu dem Punkt, wo Gott ihn benutzte, um die Offenbarung der zehn Gebote und viele andere Gesetze zu kommunizieren, um die Dinge festzuhalten, die Gott von seinem Volk verlangte. Ein Mann auf höchstem Niveau, der den Pentateuch schrieb, mit all seinen tiefschürfenden Wahrheiten und großen Lehren, der die allumfassende Geschichte des Anfangs schrieb. Der Mann, der den scharfsinnigen Bericht der Schöpfung schrieb.

Der Mann, der uns Gottes großes Gesetz gab, ohne jegliche Unsicherheit und ohne sich dafür zu verteidigen, schreibt eine Geschichte über ein Gespräch mit einem Esel. Das hat irgendwie etwas Faszinierendes. Das ist ein Wunder. Und das sagt mir, dass Gott am Wirken ist. Und wenn Gott in diesem Buch wirkt, Leute, dann ist das die Art von Buch, die ich will, denn ich will Gott kennen. Stimmt's?

Ich möchte euch noch ein Wunder nennen. Elisa in 2. Könige 4. Wir könnten einige Wunder im Zusammenhang mit Elia und Elisa nennen. Aber wir bleiben jetzt bei Elisa. Der Sohn der Schunamitin starb, erinnert ihr euch daran? Vers 18 wäre ein guter Anfang. 2 Könige 4,18: „Als aber das Kind groß wurde, begab es sich, dass es hinaus zu seinem Vater zu den Schnittern ging und sprach zu seinem Vater: ‚O mein Kopf, mein Kopf!‘ Er sprach zu einem Knecht: ‚Bringe ihn zu seiner Mutter!‘“ Typisch Vater. „Und der nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter und sie setzte ihn auf ihren Schoß bis zum Mittag; da starb er.“ Das muss ziemlich schlimm gewesen sein, meint ihr nicht? Ihren kleinen Sohn zu halten, bis er starb?

„Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes.“ Erinnert ihr euch, sie hatte eine Kammer für Propheten, die sie Elisa zur Verfügung stellte? Sie schloss die Tür hinter ihrem kleinen Sohn und ging hinaus, „... und rief ihren Mann und sprach: ‚Schicke mir einen der Knechte und eine Eselin; ich will eilends zu dem Mann Gottes und bald zurückkommen.‘“ Ich muss den Mann Gottes finden, Elisa. „Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute weder Neumond noch Sabbat.“ Es gab gewisse Zeiten, wann man sich traf. Sie sagte: „Lass es gut sein. Es ist alles in Ordnung.“ Sie wollte ihm nicht das Herz brechen, sie wollte ihn nicht bekümmern, sie wollte ihn nicht stören. Gewaltiger Glaube. 

„Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knecht: ‚Treib an und halte mich nicht auf beim Reiten, bis ich dir’s sage!‘ So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als aber der Mann Gottes sie kommen sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: ‚Siehe, die Schunamitin ist da! So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob es ihr, ihrem Mann und ihrem Sohn gut gehe.‘ Sie sprach: ‚Gut!‘“ Das ist Glaube, nicht wahr?

„Als sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, umfing sie seine Füße; Gehasi aber trat herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: ‚Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt, und der HERR hat mir's verborgen und nicht kundgetan!‘“ Sie hat ein Problem, aber Gott hat es mir nicht offenbart. „Sie sprach: ‚Wann hab ich einen Sohn erbeten von meinem Herrn? Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen?‘ Er sprach zu Gehasi: ‚Gürte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin, und wenn dir jemand begegnet, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so danke ihm nicht, und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz‘. Aber die Mutter des Knaben sprach: ‚So wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Ich lasse nicht von dir!‘“

„Da machte er sich auf und ging ihr nach. Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben aufs Antlitz: da war aber keine Stimme und kein Empfinden. Und er ging zurück, Elisa entgegen und sagte ihm: ‚Der Knabe ist nicht aufgewacht‘. Und als Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bett. Und er ging hinein und schloss die Tür hinter sich zu und betete zu dem HERRN und stieg aufs Bett und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und breitete sich so über ihn; da wurde des Kindes Leib warm. Er aber stand wieder auf und ging im Haus einmal hierhin und dahin und stieg wieder aufs Bett und breitete sich über ihn. Da nieste der Knabe sieben Mal.“ Das ist das erste Zeichen, wenn die Atmung zurückkehrt. Und Elisa rief Gehasi und sprach: ‚Ruf die Schunamitin!‘ Und als er sie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: ‚Da, nimm hin deinen Sohn!‘“ Das ist das Wunder der Auferstehung.

Ihr fragt: „Keine Mund-zu-Mund-Beatmung?“ Das behaupten die Kritiker. „Na klar. Wisst ihr, der Junge lag im Sterben und er ging nach oben und gab ihm Mund-zu-Mund-Beatmung.“ Wisst ihr, was zweimal in diesem Text steht? Dass er was war? Tot. Er war tot. Das ist ein Wunder. Das ist nicht einfach Mund-zu-Mund-Beatmung. Das ist kein Halbkoma, wo die Körperwärme ihn wieder zum Leben erweckt. Ganz und gar nicht. Auferstehung. Wenn ihr an Gott glaubt, warum macht ihr euch dann Gedanken über die Auferstehung? Lasst ihn Gott sein.

Wir könnten über Daniel und seine Freunde sprechen. In Kapitel 3 wurden sie in den glühenden Ofen geworfen. Wisst ihr, was die Kritiker darüber sagen? Sie sagen, ein feuchter Wind kam auf und trieb das Feuer auf eine Seite. Das einzige Problem daran ist, dass der Ofen im Erdboden war und sie von oben herabgelassen wurden. Und wisst ihr, was mit all den Leuten geschah, die sie herabließen? Sie verbrannten. So heiß war es außen. Wenn es draußen schon so heiß war, dann blies innen kein feuchter Wind.

Es gab also Wunder, die alle Menschen, Nationen und einzelne Personen betrafen. Ihr sagt jetzt: „Gibt es auch Beispiele dafür im Neuen Testament?“ Oh, im Neuen Testament heilten Petrus und Johannes einen Lahmen. Petrus und die anderen wurden aus dem Gefängnis befreit. Philippus wurde vom Heiligen Geist durch die Luft getragen. Paulus heilte einen Krüppel. Paulus trieb Geister aus und heilte die Kranken. Paulus erweckte Eutychus wieder zum Leben. Und so geht es immer weiter.

Hört mir gut zu, Freunde. Dies hier ist ein Buch über Gott. Wisst ihr, woher ich weiß, dass es über Gott ist? Weil es was enthält? Wunder. Wenn ihr meine Wunder eliminiert, habt ihr Gott eliminiert. Die Schöpfung muss keine Evolution sein. Die Sintflut muss kein Platzregen sein, bei dem die Gullies überschwemmt sind. Die Sprachverwirrung ist kein Mythos. Die Teilung des Roten Meeres ist keine Wanderung durch 5 cm tiefen Sumpf. Manna muss kein Tamariskenzweigklümpchen sein. Bileams Esel muss keine Trance sein. Elisa Wiederbelebung des toten Jungen ist nicht einfach eine Mund-zu-Mund-Beatmung. Der glühende Ofen wurde nicht einfach durch feuchten Wind abgekühlt. Lasst Gott sein. Lasst ihn handeln.

Und, meine Lieben, dies ist eine Aufzeichnung seiner Werke. Und weil das wundersame Werke sind, ist es meiner Meinung nach göttlich. Diese Wunder entfremden mich nicht von der Bibel. Sie ziehen mich vielmehr zu ihr. Denn ohne Wunder habt ihr keinen Gott. Dann habt ihr keine Bibel. Dann habt ihr keine Errettung. Dann habt ihr keine Hoffnung. Aber mit diesem Buch voller Wunder, das sich als Gottes Offenbarung erwiesen hat, gibt es Hoffnung.

[Lasst uns beten.]



[1]Anm. d. Üb.: Zahl aus dem Jahr 1974

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