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Heute Abend werden wir unsere Serie „Ist die Bibel glaubwürdig?“ fortsetzen. Wir kommen heute zur Frage der Wissenschaft und Schrift. Ich finde das faszinierend, denn die Wissenschaft ist dabei, Dinge zu entdecken, die die Bibel bereits seit Jahrhunderten behauptet. Einer der größten Beweise, eines der größten Produkte biblischer Inspiration, ist die Tatsache, dass sie wissenschaftlich präzise  ist. 

Aldous Huxley sagte einst Folgendes: „Die moderne Wissenschaft macht es unmöglich, an einen persönlichen Gott zu glauben.“ Bertrand Russell, der dafür bekannt war, verantwortungslose Aussagen von sich zu geben, sagte: „Der Mensch ist ein Produkt von Ursachenketten, die über kein vorhersehbares Ziel verfügen; seine Herkunft, Geburt, Hoffnungen und Ängste, seine Liebe und Bekenntnisse sind nichts als die Ergebnisse zufälliger Zusammensetzungen von Atomen [...], die Arbeit aller Zeitalter […] ist dazu verurteilt, mit dem gewaltigen Ende des Sonnensystems vertilgt zu werden.“[1]  „All diese Dinge, wenn auch nicht ganz unbestritten, sind  jedoch so gewiss, dass keine Philosophie, die sie ablehnt, bestehen kann.“ Das Christentum lehnt all das ab und es hat Bertrand Russell längst überdauert. 

Andere haben gesagt, dass Gott in dem Maße, in dem die Wissenschaft Erklärungen für Naturphänomene findet, immer kleiner wird. In dem Maß, in dem die Wissenschaft fortschreitet und uns bewusst wird, dass alles in einem Reagenzglas überprüft und letztendlich als wissenschaftliche Tatsache belegt werden kann, wird die Notwendigkeit Gottes eliminiert. Einst war Gott der Allmächtige; heutzutage ist die Wissenschaft die Allmächtige. Wisst ihr, als Christen wird uns das ständig eingebläut. Gläubige werden konfrontiert mit einem vermeintlichen Konflikt zwischen der Wissenschaft und der Schrift. Man sagt uns, dass das Christentum unter Wissenschaftlern nicht respektiert wird, dass es in der Welt der Wissenschaft keinen Respekt gewinnen kann, weil es unwissenschaftliche Aussagen und wissenschaftliche Fehler macht. Und die Anhänger dieser Welt sagen, dass man sich zwischen Religion und Wissenschaft entscheiden muss, dass man nicht beides haben kann. Entweder die Fakten der Wissenschaft oder die Einbildung der Schrift, aber nicht beides. Und dieser Konflikt dauert an  und beruht auf der Tatsache, dass sowohl die Wissenschaft als auch die Schrift absolute Autorität für sich beanspruchen. Wir zweifeln nicht daran, dass das, was die Bibel behauptet, richtig ist, dass sie absolute Autorität für sich beansprucht, totalitäre Autorität, aber die Wissenschaft tut das ebenfalls. G.H. Clark sagt: „Die wissenschaftliche Methode ist der einzige Weg zur Wahrheit.“

Die Wissenschaftler fordern die absolute Autorität der Wissenschaft und der Glaube fordert die absolute Autorität der Offenbarung. Die Wissenschaft sagt „Man kennt die Wahrheit erst dadurch, dass man sie entdeckt“ und der Christ sagt „Man kann die ultimative Wahrheit nicht wirklich alleine entdecken.“ In Römer 11,33 heißt es: „Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!“ Und deshalb sagen wir: „Kein Mensch kann die ultimative Wahrheit allein durch Empirie entdecken.“ Das geschieht nur, wenn die ultimative Wahrheit von Gott selbst offenbart wird. Man kann nicht auf Erfahrungen vertrauen. Man kann nicht auf Experimente vertrauen. „Nur dem Wort Gottes kann man wirklich vertrauen“, sagt der Christ. Und deshalb gibt es eine grundlegende Dichotomie. Die Wissenschaft sagt: „Wenn es nicht in einem Reagenzglas ist, wenn es sich nicht durch ein Experiment nachvollziehen lässt, wenn es nicht empirisch ist, nicht bewiesen ist, kann ich das nicht schlucken. Nur das, was ich beobachten kann, nur das, was wissenschaftlich ist, kann akzeptabel sein.“ Der Christ sagt: „Nur das, was offenbart wird, kann akzeptiert werden“ denn selbst eure Sinne können euch täuschen, nicht wahr?

Es gibt einige wissenschaftliche Tatsachen, die wir akzeptieren, die aber nicht im Widerspruch zur Schrift stehen. Ich möchte jedoch folgenden Gedanken hinzufügen. Für die Wissenschaft ist Gott nicht erforderlich. Die Wissenschaft ist zu dem Schluss gekommen, dass alles aus einem einzelligen Ding entstand, das in einem Teich herumschwamm. Niemand weiß, woher der Teich kam oder woher dieses einzellige Ding kam, aber so begann alles; und dieser Einzeller veränderte sich. Es teilte sich, immer und immer wieder, bis wir plötzlich existieren. In solch einem System braucht man Gott nicht. Das Christentum postuliert einen Schöpfergott. Beide beanspruchen für sich, recht zu haben, und genau darin liegt der vermeintliche Konflikt. Aber ich möchte dem Folgendes hinzufügen. Es gibt keinen wirklichen Konflikt zwischen der Wissenschaft und der Schrift. Es gibt keinen. 

R. N. Williams sagt: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Wissenschaft und dem, was man Szientismus nennt; damit meinen wir die Theorien eines Wissenschaftlers, der alles durch eine philosophisch gefärbte Brille sieht.“ Es gibt keinen wirklichen Konflikt zwischen der Bibel und der Wissenschaft. Ihr könnt Christ sein und trotzdem ein überaus fähiger Wissenschaftler. Es gibt zum Beispiel Christen wie Galileo, Kepler, Descartes, Leibniz, Newton, Pascal und die Liste geht immer weiter. Es stimmt, dass die Bibel keinen wissenschaftlichen Jargon benutzt, aber das macht sie nicht unwissenschaftlich. Die Bibel verwendet Umgangssprache. Wir verunglimpfen das Wort Gottes nicht und sagen, es ist unwissenschaftlich, weil es sich keiner aktuellen wissenschaftlichen Terminologie bedient. Fakt ist, dass es keinen Widerspruch, keinen wirklichen Konflikt zwischen der Wissenschaft und der Schrift gibt. Der Konflikt entsteht, wenn die Wissenschaft aufhört, Wissenschaft zu sein und anfängt, Religion zu sein. Seht ihr, die Wissenschaft kann sich, per definitionem, nur mit dem befassen, was sich beobachten lässt, was reproduzierbar ist. Wann immer etwas außerhalb reproduzierbarer, experimenteller Tatsachen liegt und die Wissenschaft versucht, über Ursprung und Bestimmung zu reden, wird sie zur Religion, weil sich das nicht beobachten lässt; und genau darin liegt der Konflikt. 

Wisst ihr, diese ganze Bewegung, die als Neo-Orthodoxie bekannt ist, hat sich diesem Konzept bereits unterworfen. Die Bibel ist voller wissenschaftlicher Fehler. Sie haben bereits aufgegeben. Folgende Aussage ist typisch neo-orthodox: „Die Bibel ist nur dann maßgeblich, wenn sie über geistliche Fragen spricht. Wenn sie sich zu wissenschaftlichen Fragen äußert, müssen wir sie als allegorisch und geistlich behandeln, weil sie anfällig für Fehler ist.“ Das bedeutet, dass der Gott, der die Bibel schrieb, viel über geistliche Dinge wusste, aber rein gar nichts über die Wissenschaft. Das ist sehr interessant, wenn ihr glaubt, dass der Gott, der die Bibel schrieb, auch alles erschaffen hat. 

Wisst ihr, zu behaupten, die Teile der Bibel, die sich mit geistlichen Dingen befassen, sind wahr, und die Teile, in denen es um die Wissenschaft geht, sind falsch, ist aus zwei Gründen lächerlich. Erstens verleugnet das die Tatsache, dass die Schrift von Gott inspiriert wurde. Wenn Gott Gott ist, weiß er ebenso viel über die Wissenschaft wie über geistliche Dinge, richtig? Die zweite Sache, die das verleugnet, ist die Irrtumslosigkeit der Schrift – dass die Schrift also korrekt aufgezeichnet wurde. Wenn Gott dieses Buch geschrieben hat, und wenn er es korrekt geschrieben hat – also Inspiration und Irrtumslosigkeit -, dann ist es wissenschaftlich ebenso korrekt wie geistlich. Richtig? Das muss es sein. Denn Gott kann nur die Wahrheit sprechen. Das Neue Testament nennt ihn „Gott, der nicht lügen kann“. Er kennt die Wahrheit der Errettung ebenso wie die Wahrheit der Wissenschaft. Es gibt nichts, was er nicht weiß. 

Wenn die Wissenschaft sich gegen Gottes Offenbarung stellt, ist sie nicht länger Wissenschaft. Dann wird sie zu Unwissenheit. Sie wird zu einer unwissenden Religion, und da liegt der Konflikt. Seht ihr, der Wissenschaftler ist nicht damit zufrieden, einfach zu beobachten, was vor sich geht. Er muss alles in die Vergangenheit und die Zukunft extrapolieren, Herkunft und Bestimmung diskutieren, aber das kann er nicht, weil das keine Wissenschaft ist, weil er das nicht in ein Reagenzglas stecken kann. Das lässt sich nicht reproduzieren. 

Passt jetzt gut auf. Die Wissenschaft kann nur die Gegenwart beobachten. Das ist alles. Die beobachtbare Aktivität eines Mikroskops oder Teleskops oder Reagenzglases ist alles, womit er sich befassen kann. Natürlich hat er vergangene Aufzeichnungen von Tests und Experimenten und ähnliches, auf das er sich stützen kann; aber wenn ihr zur Urgeschichte kommt, wenn der Wissenschaftler zurückgeht zu einer Zeit vor der Geschichtsschreibung, und anfängt, uns zu sagen „Dieses und jenes geschieht in evolutionären Zyklen und XYZ geschieht“, dann lässt sich das nicht beobachten. Es gibt keinerlei Aufzeichnungen darüber. Es ist nicht reproduzierbar. Deshalb lässt es sich nicht wissenschaftlich prüfen. Demzufolge wird es eine Frage des Glaubens. Der Wissenschaftler spekuliert also über prähistorische Ursprünge und über die eschatologische Zukunft; aber über keines dieser Dinge gibt es irgendwelche Aufzeichnungen. Keines dieser Dinge lässt sich in einem Reagenzglas testen. Wenn ihr irgendetwas über prähistorische Fakten und eschatologische Fakten in der Zukunft wisst, ist das nur möglich, weil uns jemand das gesagt hat. Und so war es auch und hier drin steht es. Wenn ihr das leugnet, bleibt nichts als Fantasie übrig.

Das Wort „Wissenschaft“ bedeutet einfach Wissen/Kenntnis. Es ist synonym mit dem Wort „Kenntnis“. So wird es in der Schrift verwendet. Die Wissenschaft kann sich nur mit aktuellen Dingen befassen, mit natürlichen Prozessen der Gegenwart. Wenn sie versucht, die Vergangenheit, die Urgeschichte oder die Zukunft zu interpretieren, kann sie das nicht. Das muss Glaube sein. 

Ich möchte euch sagen, wie die Wissenschaft funktioniert. Sie hat im Prinzip eine Theorie postuliert, die wir „Uniformität“ nennen. Die Theorie der Uniformität besagt, dass alles, was in der Gegenwart mit dem gegenwärtigen Tempo geschieht, immer mit demselben Tempo geschehen ist und dies auch in Zukunft tun wird. Mit anderen Worten, von den Ursprüngen bis zum Ende ist alles eine absolute, gleichbleibende Konstante. Das ist die Theorie der Uniformität, deshalb führt der Wissenschaftler heutzutage sein kleines Experiment natürlicher Prozesse durch und sagt: „Es dauert soundso lange, um dieses oder jenes zu tun. Wenn wir also zurückgehen und es so lange dauert, um ...“ Und dann extrapoliert er seine Uniformität in die Vergangenheit, weit in die Vergangenheit, bis er den Menschen bei Millionen von Jahren eingeordnet hat. Dann ist die Erde Milliarden von Jahre alt, weil er eine Theorie namens „Uniformität“ postuliert hat - dass alles, was jetzt geschieht, auch in der Vergangenheit und in der Zukunft mit derselben Geschwindigkeit geschehen ist oder wird.  

Weiß er das? Nein, das weiß er nicht, weil er keine Informationen darüber hat. Er hat null Informationen darüber. Es gibt kaum etwas, das vor der Zeit des Alten Testaments geschrieben wurde und damals waren Menschen schon Menschen, sie hingen nicht von Bäumen oder waren dabei, sich zu Menschen zu entwickeln. Es gibt nichts aus jener Zeit, keine Aufzeichnungen. Der Mensch nimmt einfach die Abläufe der heutigen Prozesse und extrapoliert sie in die Vergangenheit und geht immer weiter zurück, auf demselben konstanten Niveau, das er heutzutage beobachtet.

Nun, das ist in Ordnung, wenn er das glauben will. Das wird in 2. Petrus 3,4 definiert. Da findet sich die typische Theorie der Uniformität. Die Irrlehrer, die das zur Zeit von Petrus lehrten, und die es heute lehren. Sie sagen: „Wo bleibt die Verheißung seines Kommens?“ Du redest ständig davon, dass Jesus kommen wird. Wo ist er? „Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Das ist eine Aussage über die Theorie der Uniformität. Sie extrapolieren die Prozesse der Gegenwart vom Anbeginn der Schöpfung. Alles ist immer gleich gelaufen...

Wenn ein Wissenschaftler diese Theorie vertreten will, ist das in Ordnung. Das kann er tun. Er kann das durchaus vertreten und verteidigen. Er kann sagen: „Seht ihr, wenn ich zurückgehe und den Prozess heutzutage sehe, dann zurückgehe und Gestein finde und weiß, wie schnell die Veränderungen vor sich gehen und die Veränderungen in den Gesteinsschichten sehe, dann schließe ich daraus, es muss x Millionen Jahre dauern und noch viele weitere Millionen Jahre und so viele Millionen Jahre mehr, um diese Veränderungen zu bewirken, wenn ich das anhand der Veränderungen berechne, die ich heutzutage beobachten kann.“ Also macht er alles passend für seine grenzenlose Vergangenheit und seine grenzenlose Zukunft. Er schlussfolgert, dass alles so weiterlaufen wird, wie es jetzt läuft; dass alles schon immer so gelaufen ist, wie es jetzt läuft. Das ist Uniformität; und er steckt alles darein – die Evolution des Lebens, die Evolution der Galaxien, die Evolution chemischer Elemente, die Evolution von allem; und ihr könnt nicht wirklich beweisen, dass er unrecht hat. Ihr könnt schließlich schlecht zu ihm hingehen und sagen: „Du hast unrecht. Ich werde beweisen, dass du unrecht hast.“ Und ihr könnt das deshalb nicht tun, weil diese Ereignisse sich nicht reproduzieren lassen. Diese Dinge lassen sich nicht reproduzieren. Das geht nicht. Sie unterliegen keinen wissenschaftlichen Tests. Er glaubt nur an Uniformität, weil er daran glaubt, dass er recht hat, nicht, weil er das je verteidigen könnte. Das geht nicht. Es ist einfach eine Frage des Glaubens, dass die Uniformität schon immer wahr war.

Ihr sagt: „Was sagt die Schrift dazu?“ Nun, wir werden uns das hier ansehen. Ohhh, in Vers 4 sagen sie: „... bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ Ach wirklich? „Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; dennoch wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet. So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen.“

Er sagt: „Die Menschen, die behaupten, alle Dinge gehen so weiter, wie sie waren, haben vergessen, dass das nicht stimmt. Haben sie die Sintflut vergessen?“ Und diese Menschen, die denken, dass alle Dinge mit dem gleichen Tempo fortfahren wie schon immer, haben sie den feurigen Tag des Gerichts vergessen? Seht ihr, was die Bibel sagt? Die Bibel sagt, wir sollten lieber an den Katastrophismus glauben. Damit könnt ihr all die Gesteinsschichten erklären. Ihr könnt alle wissenschaftlichen Fakten und Daten erklären und sie wunderbar in das System einfügen, das Gott in seinem Wort beschrieben hat. Leute, es läuft also letztendlich darauf hinaus, ob ihr wirklich an eine Uniformitätstheorie glauben wollt, die ihr nicht beweisen könnt, oder an den Katastrophismus, der von der Bibel verteidigt wird. 

Seht ihr, was ich sage? Es gibt keinen Konflikt zwischen der Wissenschaft und der Bibel. Es gibt nur einen Konflikt auf moralischer Grundlage zwischen einem Menschen und Gott. Ihr könnt beides nicht bestreiten. Ihr könnt den Katastrophismus nicht debattieren, weil ihr diese Naturkatastrophe nicht reproduzieren könnt, aber ihr könnt debattieren, dass der Mensch wirklich gegen Gott kämpft. Ich sage euch, der Uniformitarier, in dessen Gedanken all das konstant abläuft, hat in meinen Augen einen größeren Glauben als derjenige, der an die Bibel glaubt, weil der an nichts glauben muss. Wir haben zumindest die Bibel. Der Konflikt besteht also nicht zwischen der Wissenschaft und der Schrift, sondern zwischen Szientismus, philosophischer Wissenschaft, und der Schrift. Zwischen der Wissenschaft als Religion und dem Wort Gottes. Ein Wissenschaftler sagte einst in dem wissenschaftlichen Newsletter, den ich lese: „Ich lehne die Vorstellung eines transzendenten Gottes ab, welche andere Option habe ich also? Deshalb glaube ich daran.“

Die endgültige Entscheidung ist moralisch. Henry Morris sagt: „Die Bibel bietet eine vollkommen solide Grundlage, um physikalische Prozesse zu verstehen. Sie ist ein gutes Textbuch der Wissenschaft, mit dem wir alle wissenschaftlichen und historischen Daten befriedigend erklären können. Das Problem ist nicht Wissenschaft vs. Schrift, sondern vielmehr, ob ein Mensch sich dem Wort Gottes unterordnen will oder nicht. Es läuft auf Römer 1,28 hinaus, worin der Mensch folgendermaßen definiert wird: „[Sie haben] es für nichts geachtet [...], Gott zu erkennen.“ Sie haben Gott also entsorgt und mussten sich deshalb eine andere Erklärung ausdenken. Nachdem sie seine Offenbarung abgelehnt hatten, ersannen sie die einzig andere Option. Wenn Gott es nicht gemacht hat, ist es einfach so geschehen...“

Ihr sagt: „Gibt es denn wirklich keinen Konflikt? Wie steht es mit all den wissenschaftlichen Dingen, die wir gelernt haben? Stehen die alle in der Bibel? Gibt es wissenschaftliche Fehler in der Bibel?“ Ich möchte euch einige Dinge in der Bibel zum Thema „Wissenschaft“ zeigen. Bedenkt dabei bitte, dass die Bibel sehr alt ist. Wir werden uns das Buch Hiob ansehen, das weit zurückliegt. Und wir werden uns mit einigen Dingen beschäftigten, die im Wort Gottes gesagt wurden und die einfach verblüffend sind, wenn man bedenkt, wie spät in der Geschichte der Menschheit der Mensch sie wissenschaftlich entdeckt hat.

Lasst uns jetzt eine Reihe von Dingen betrachten. Erstens die grundlegenden Prinzipien der Wissenschaft. Alle Wissenschaftler sind sich einig, und ich sage das etwas zögerlich, die meisten jedenfalls sind sich einig, dass einige Dinge als Grundlagen erforderlich sind. Erstens muss die Wissenschaft sich mit Dingen befassen, und das ist Materie. Zweitens muss die Wissenschaft sich mit Ereignissen befassen, und das ist Energie. Drittens muss die Wissenschaft sich mit einer Matrix befassen, innerhalb derer diese Dinge geschehen. Das ist Raum-Zeit, mit Bindestrich. Die Grundlagen der Wissenschaft sind also Materie, Energie und Raum-Zeit. Das ist ein recht simpler Katalog. Jeder respektable Wissenschaftler würde dem zustimmen. Das Universum, passt jetzt gut auf, muss also im Wesentlichen ein Kontinuum aus Raum-Zeit, Materie und Energie sein. Die Wissenschaft sagt uns, dass keines dieser Dinge ohne die anderen existieren kann. Es kann keine Materie ohne Energie geben und ohne einen Ort, in dem sie existieren kann. Seht ihr, was ich hier sage? Alle drei müssen zusammen existieren. Dieses Kontinuum muss gleichzeitig von Anbeginn des Lebens existiert haben, sagt die Wissenschaft. 

Wisst ihr, was erstaunlich ist? In 1. Mose 1,1 ist all das vorhanden. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Das schließt all das ein. Es schließt die Raum-Zeit-Matrix, Energie und Materie ein. Im allerersten Vers der Bibel erschafft Gott die drei grundlegenden Dimensionen der Wissenschaft gleichzeitig und alle angesehenen Wissenschaftler würden zustimmen, dass diese drei Dinge grundlegend erforderlich sind. Nachdem das Universum erschaffen worden war, sagen die Wissenschaftler, waren seine Prozesse dazu bestimmt, auf geregelte Weise abzulaufen.   All die unterschiedlichen Naturphänomene wurden durch diese Kräfte geregelt und erhalten und die Wissenschaft sagt, die Kräfte wirken immer weiter. Weitere Schöpfung war nicht erforderlich, und wisst ihr, das sagt die Bibel ebenfalls. Es gibt einen Block von Materie und Energie, der erschaffen wird und der immer weiter besteht. Er nimmt eine andere Gestalt an, aber er dauert immer weiter an. Die Energie geht nie ganz verloren. Die Materie geht nie ganz verloren. Dasselbe Kontinuum setzt sich immer weiter fort. Spätere Schöpfungen sind nicht erforderlich, und genau das steht in 1. Mose 2,2: „Und so vollendete Gott […] seine Werke, die er machte.“ Gott brachte bei diesem simultanen Anfang genau die richtigen Dinge zusammen; und als er sie zusammengebracht hatte, hörte er auf und die Schöpfung endete an diesem Punkt. Die Wissenschaft stimmt zu, dass es einen Anfang dieser Dinge gab, und daraus entstand dann der Zyklus der Fortpflanzung, aber Energie und Materie bestehen weiterhin.

Das komplette Ende des Schöpfungsaktes wurde von der modernen Wissenschaft unbeabsichtigt in Form des ersten Hauptsatzes der Thermodynamik anerkannt. Es ist das Gesetz der Erhaltung von Masse und Energie, es besagt, dass das Universum Masse und Energie umwandelt. Es ist der allgemeingültigste und sicherste aller wissenschaftlichen Grundsätze. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass heutzutage nichts im bekannten Universum erschaffen wird. Es gibt Dinge, die sich verändern, und Energie wirkt sich auf Materie aus und Materie auf Energie etc. Aber heutzutage wird nichts erschaffen und die Bibel sagt, als Gott sein Werk beendete, beendete er es, und das passt zu den wissenschaftlichen Tatsachen...

Ich möchte euch ein paar interessante Tatsachen zeigen. In Jesaja 40,26 heißt es: „Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.“ Da ist das Gesetz der Erhaltung von Masse und Energie. Als Gott es schuf, sagte er: „Es wird nicht aufhören zu existieren.“ Erhaltung, der erste Hauptsatz der Thermodynamik; und in Nehemia 9,6 lesen wir: „Du bist der HERR, du allein! Du hast den Himmel gemacht, aller Himmel Himmel samt ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was auf ihr ist, die Meere und alles, was in ihnen ist.“ Passt jetzt gut auf. „Du erhältst alles am Leben.“

Auch diese Aussage zeigt wieder, dass die fortwährende Existenz von Masse und Energie integraler Bestandteil von Gottes Schöpfungsakt ist. Wie ich schon sagte, dachten Wissenschaftler versehentlich, sie hätten den ersten Hauptsatz der Thermodynamik entdeckt. In Wirklichkeit hatten sie nur Jesaja 40,26 entdeckt. 

Ich möchte euch noch ein Beispiel nennen. Es stammt aus dem Alten Testament, Prediger 1,9: „Was [einst] gewesen ist, das wird [wieder] sein.“ Habt ihr das verstanden? „Was [einst] gewesen ist, das wird [wieder] sein, und was [einst] geschehen ist, das wird [wieder] geschehen. Und es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Habt ihr das verstanden? Hier ist wieder die Fortsetzung von all dem. „Kann man von irgendetwas sagen: 'Siehe, das ist neu'? Längst schon war es in unbekannten Zeiten, die vor uns gewesen sind!“ So ist es. Gott schuf die Gesamtheit der Masse und Energie und die Wissenschaft sagt, es war eine Einheit. Natürlich lief der Entwicklungszyklus als eine Einheit ab. Wir sagen, Gott hat es erschaffen, aber achtet einmal auf die Übereinstimmung an diesem Punkt. In Prediger 3,14 heißt es: „Ich habe erkannt, daß alles, was Gott tut, für ewig ist; man kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen […] Was da ist, das ist schon vor Zeiten gewesen, und auch was sein wird, ist schon vor Zeiten gewesen.“ Ist das nicht erstaunlich? Das Wort Gottes ist absolut präzise in seiner Verteidigung und Definition des ersten Hauptsatzes der Thermodynamik, der Erhaltung von Masse und Energie. Spontane Erzeugung ist nicht möglich. Das ging noch nie und wird auch nie möglich sein.  

Dann gibt es noch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, das ist das Gesetz der zunehmenden Unordnung oder Entropie. Er besagt, dass Masse oder Energie zwar nie verloren gehen, ihre Fähigkeit, einen produktiven Beitrag zu leisten, jedoch immer weiter abnimmt und schließlich willkürlich wird. Unordnung statt Ordnung. Alle Prozesse werden schließlich aufhören und das Universum wird tot sein, so sagt die Wissenschaft es uns. Ihr fragt, ob das zur Schrift passt? Ja, das tut es. Wusstet ihr, dass der zweite Hauptsatz der Thermodynamik noch keine Anwendung fand, als Gott die Welt schuf? Gott schuf die Welt, sah sich um und sagte: „Es ist“, was?, „gut.“ Aber als der Mensch sündigte, begann der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Die Wissenschaft war bisher nicht in der Lage, zu erklären, wie dieser Hauptsatz funktioniert oder woher er kam. Wir kennen die Antwort darauf. Er kam durch den Sündenfall des Menschen. Als der Mensch sündigte und fiel, sagte Gott in 1. Mose 3,17: „... so sei der Erdboden verflucht“, und das war einfach das Symbol des Fluches, der sich auf alles erstreckte. Selbst die himmlischen Regionen sind verflucht und ihr wisst, wer dort mit all seinen Engeln herumrennt. Satan.

Ich möchte euch etwas in Römer Kapitel 8 zeigen, eine gute Erklärung dafür, woher der zweite Hauptsatz der Thermodynamik kam. In Römer 8,20 heißt es: „Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt.“

Da sehen wir im Prinzip jenes Gesetz, dass die ganze Schöpfung in Unordnung ist, dass sie sich also auflöst. Das ist das Gesetz der Entropie, des Zerfalls der produktiven Fähigkeit von Materie und Energie. Lasst mich jedoch hinzufügen, Leute, dass dieser Zerfall laut diesem Text nur vorübergehend ist. Ihr fragt mich, was ich damit meine? Nun, der Herr wird kommen und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, die nicht mit einem Fluch belegt sind. Seid ihr dafür bereit? Kein Fluch mehr. Kein Tod mehr. Keine Tränen mehr. Kein Kummer mehr. Kein Bedauern mehr. Kein Exil mehr. Keine Probleme mehr. Keine Schmerzen mehr. Kein Verfall mehr. Keine Ungerechtigkeit mehr. Kein Meer mehr. Kein Tempel mehr. Keine Nacht mehr. Keine Sünder mehr … und noch viel mehr, was es nicht mehr geben wird.  

Gott wird dem willkürlichen Verfall des Universums in einen Zustand der Unordnung ein Ende setzen und einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen, wie die, die er das erste Mal vor dem Sündenfall erschaffen hatte, und darin wird der zweite Hauptsatz der Thermodynamik keine Anwendung finden. Beachtet aber bitte, dass dieser zweite Hauptsatz der Thermodynamik sich voll und ganz durch den Fluch erklären lässt, der über die Menschen kam, und die Unordnung und der willkürliche Zerfall der Erde werden von Anfang an deutlich in 1. Mose 3 beschrieben. Erstaunlich. 

Ich möchte euch noch einen interessanten Bereich nennen; das waren bisher nur allgemeine Dinge. Habt ihr euch jemals mit Hydrologie befasst? Ich nicht, bis ich alle Enzyklopädien herausgeholt und begonnen habe, das zu studieren, weil es ein paar interessante Bibelverse gab, von denen ich wusste, dass sie damit zusammenhängen müssen. Hydrologie ist im Prinzip die Wissenschaft, die sich mit dem Wasser der Erde befasst. Wasser verdunstet in die Atmosphäre, sammelt sich in den Wolken und fällt dann in Form von Regen und Schnee wieder auf die Erde nieder, dann verdunstet ein gewisser Teil davon wieder und durchläuft denselben Kreislauf. Ein weiter Teil davon fließt in Ströme, in Seen und Bäche, endet im Ozean, verdunstet im Ozean und der Kreislauf setzt sich immer weiter fort. Ein Teil des Regens und Schnees, der fällt, sickert in die Erde ein und deshalb haben wir einen Grundwasserspiegel unter der Erde, der ebenfalls Wasser enthält.

Dieser ganze Kreislauf der Hydrologie und der hydrologische Kreislauf des Wassers, das nach oben aufsteigt, wieder hinabfällt und so weiter hat die Welt bis zum 17. Jahrhundert wirklich verwirrt. Bis dahin glaubten die Menschen tatsächlich an unterirdische Reservoirs – dass es im Erdinneren riesige unerschöpfliche Wasserreservoirs gab. Sie glaubten nicht, dass es Wasser gab, um sie wieder aufzufüllen, deshalb stellten sie sich gigantische Reservoirs vor. Männer wie Mariotte und Perrault und Halley aus England erschienen im 17. Jahrhundert auf der Bildfläche und präsentierten das moderne Konzept der Hydrologie, wonach Wasser in die Wolken aufsteigt, wieder auf die Erde hinabfällt, in die Erde sickert, unterirdische Wasserreservoirs bildet sowie Ströme, Meere etc. füllt. Die Wissenschaft hat das entdeckt und studiert. Verdunstung, Transport und Niederschlag etc.  

Wenn sie einfach Jesaja 55 gelesen hätten, hätten sie die ganze Sache verstanden. Sie mussten nicht bis zum 17. Jahrhundert warten. Hört euch einmal Jesaja 55,10 an. „Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet...“ Einen Moment mal. Dort steht, dass er nicht dorthin zurückkehrt. Das ist der Kreislauf, nicht wahr? Er kehrt erst dahin zurück, wenn er seine Aufgabe erledigt hat. Gott lässt den Regen fallen, dieser befeuchtet die Erde. Er sammelt sich wieder, verdunstet und steigt vom Meer und vom Festland wieder in die Wolken auf. Deshalb steht dort: „Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der ißt - genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“ Er sagt: „Das Wort wird denselben samentragenden Kreislauf durchlaufen wie der Regen, bevor dieser wieder in die Wolken aufsteigt. Das ist wissenschaftlich präzise.“

In Prediger 1,6 heißt es: „Der Wind weht gegen Süden und wendet sich nach Norden; es weht und wendet sich der Wind, und zu seinen Wendungen kehrt der Wind wieder zurück. Alle Flüsse laufen ins Meer, und das Meer wird doch nicht voll.“ Ist das nicht erstaunlich? Wisst ihr, warum alle Flüsse ins Meer laufen und das Meer nicht voll ist? Weil es dasselbe Wasser ist, das einfach immer einen Zyklus durchläuft. Es ist dasselbe Wasser. Es gibt keinen wirklichen Verlust von Masse oder Energie. Derselbe Zyklus läuft immer wieder ab. Das Buch Prediger, Salomo hat es gesagt. Lange Zeit hat das niemand verstanden. In Hiob, dem ersten Buch, das je in der Schrift geschrieben wurde, heißt es in Kapitel 36,27-28: „Denn er zieht Wassertropfen herauf; sie sickern als Regen für seinen Wasserstrom herab, den die Wolken niederrieseln, auf viele Menschen herabtropfen lassen.“ Das älteste Buch der Bibel beschreibt den Prozess der Verdunstung und des Niederschlags.

In Psalm 135,7 lesen wir: „Er läßt Dünste aufsteigen vom Ende der Erde her, er macht Blitze beim Regen.“ Dunst steigt also auf und Regen fällt herab. Die Schrift beschreibt den Wasserkreislauf und die Charakteristika der Verdunstung. Ihr könnt Hiob 26,8 zum Thema Verdunstung lesen oder Hiob 28,11 über Ströme. Ihr könntet Psalm 33,7 lesen und etwas über die Wasserspeicher im Ozean. In Hiob 38,22 heißt es: „Bist du auch bis zu den Vorratskammern des Schnees gekommen, und hast du die Speicher des Hagels gesehen?“ Hiob sagt, diese Dinge werden in den Wolken gespeichert. Das war etwas, was die Menschen zu seiner Zeit nie wirklich verstanden. Seht ihr, Gott hat den gesamten Wasserkreislauf gemacht. Er konnte ihn erklären, nicht wahr? Da gibt es keinen Konflikt mit der Wissenschaft. Absolute Präzision.

Noch ein Beispiel – Astronomie. Astronomie ist faszinierend. Vermutlich, weil wir sie alle sehen können. Wir alle sehen das Wunder der Astronomie. Es ist einfach verblüffend; aber die moderne Astronomie, die Studie der Sonnensysteme, begann erst ungefähr ab dem 17. Jahrhundert, die alten Ideen zu ersetzen. Erinnert ihr euch an die alte Vorstellung, die Erde sei eine flache Scheibe und sei von dem Weltfluss Oceanus umgeben, wie man zu sagen pflegte? „Wenn man dumm genug ist, durch das Tor von Perikles zu segeln“, das ist die Straße von Gibraltar, „dann fällt man in das Nichts.“ Und dann umsegelten einige Leute das Kap der guten Hoffnung in Südafrika, die ganze Küste Afrikas entlang, und diese Theorie befand sich auf sehr dünnem Eis. 

Wisst ihr, dieser Gedanke der Erde als flache Scheibe, die einfach nur da sitzt, während das ganze Sonnensystem, die Himmelskörper, der Himmel sich um die Erde drehen und diese flache Scheibe das einfach beobachtete, diese Ansicht ist seit langem überholt. Laut Ansicht der Ptolemäer - was natürlich die berühmte Ansicht war, bis die Theorie von Kopernikus aufkam – war die Erde, wie der griechische Philosoph sagte, flach und befände sich in einer hohlen Kugel. Es sei wie das Innere einer großen Blase, eines großen Balls. Natürlich befassten sie sich nie mit der Frage, was sich außerhalb der Kugel befand, was eine schwierige Frage ist. Aber sie hatten jedenfalls diese hohle Kugel und die Sterne steckten innerhalb dieser Kugel wie kleine Juwelen; und die Kugel drehte sich einfach immer weiter und die flache Erde sah einfach zu, wie sie sich drehte. Das war alles. Der Himmel wurde gestützt, weil es einen großen Stab gab, der in der gesamten Himmelskugel und der kleinen flachen Erdscheibe steckte. Der ganze Himmel konnte sich auf diesem Stab drehen. Denkt lieber nicht zu lange darüber nach.  

Aber glaubt mir, das war von 1472 bis 1543 eine verbreitete Auffassung, als Kopernikus lebte.  Er erschien auf der Bildfläche und präsentierte die Tatsache, dass die Erde sich bewege. Sie hielten ihn für verrückt. Dann kamen Leute wie Tycho Brahe, Kepler und Galileo im 17. Jahrhundert und das war wirklich die Geburtsstunde der modernen Astronomie. Die verblüffendste Tatsache der modernen Astronomie ist die unendliche Größe und Vielfalt des physikalischen Universums. Sie entdeckten, dass das Universum kein Ende hat. Dass es keine kleine Kugel ist, in der eine Reihe kleine Dinge steckten. Das Universum ist endlos. Das ist die verblüffende Erkenntnis der modernen Astronomie.

Wisst ihr, dass das schon in Jesaja 55,9 steht? Wisst ihr, dass Hiob in Hiob 22,12, dem ältesten Buch der Bibel, sagt: „Ist Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch die höchsten Sterne, wie hoch sie stehen!“ Die Erkenntnis, dass das Universum weit entfernt ist. Jeremia spielte selbst darauf an, dass das Sonnensystem gewaltig und weit entfernt ist. Ich glaube, es ist Jeremia 31,37, wo er sagt: „So spricht der HERR: Wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der HERR.“ Ich mag diesen Vers aus zwei Gründen. Er sagt mir, dass der Himmel sich nicht messen lässt. Er sagt mir auch, dass Israel nicht verworfen werden kann. 

Wenn jemand kommt und sagt: „Weißt du, ich bin nicht so sicher, was Israel angeht … ich glaube, es ist eine Art Bündnis und ich glaube, Israel ist permanent abgesondert“, dann würde ich sagen: „Ach wirklich? Nun, dann sagt mir, wie groß die Himmel sind.“ Denn der Tag, an dem man den Himmel messen kann, ist der Tag, an dem Gott Israel verwirft. Ach ja? So steht es da. Es ist auch interessant sich mit Jeremia 33,22 auseinanderzusetzen. „Wie man das Heer des Himmels nicht zählen und den Sand am Meer nicht messen kann, so will ich den Samen meines Knechtes David mehren.“  Auch hier gewinnt man wieder einen Eindruck davon, dass es unmöglich ist, die Sterne zu zählen. Es ist unmöglich. Die Sterne sind gewaltig. Sie sind unzählbar.  

Aber wisst ihr, bevor das Teleskop im 17. Jahrhundert erfunden wurden, sagte Departa, es gäbe 1.022 Sterne. Punkt. Ptolemäus sagte: „Du hast unrecht. Es gibt 1.056.“ Heutzutage sagen unsere Wissenschaftler uns, dass es über 100 Milliarden in unserer Galaxie gibt, und wie viele Milliarden Galaxien gibt es? Die Bibel wusste das alles. Ihr könnt sie nicht messen. Sie sind unzählbar. Sie sind unzählbarer als der Sand am Meer. Stellt euch nur einmal vor, wie viel Sand ihr von allen Meeren der Welt anhäufen könntet, und selbst das würde für die Anzahl der Sterne nicht ausreichen. Sie sind weit dort draußen. Sie können nicht gemessen werden. Sie können nicht gemessen werden. Die Bibel sagt, sie ließen sich nicht messen, sie ließen sich nicht zählen. Und wisst ihr, die Wissenschaft hat vor Kurzem entdeckt, dass die Sterne auch alle unterschiedlich sind. Es gibt eine große Vielfalt unter ihnen, sie sind nicht alle gleich. Die frühen Wissenschaftler glaubten, sie seien alle gleich. Was immer sie waren, es war alles dasselbe.  Heutzutage hat man festgestellt, es unendliche Varianten und Größen gibt und die Wissenschaftler heutzutage sind damit beschäftigt, ihre Größen und Vielfalt zu katalogisieren. Ist euch bewusst, dass das schon in 1. Korinther 15,41 steht? Dort heißt es: „Einen anderen Glanz hat die Sonne und einen anderen Glanz der Mond, und einen anderen Glanz haben die Sterne“, hört euch das jetzt gut an, „denn ein Stern unterscheidet sich vom anderen im Glanz“.

Die Bibel hätte nur ein einziges Mal sagen müssen: „Alle Sterne sind gleich“, und dann könnte man sie wegwerfen, nicht wahr? Das wäre falsch gewesen. Das steht da nicht. Sie macht nie einen Fehler. Seht ihr, Gott weiß ebenso viel über die Sterne, wie er über die Errettung weiß. Ja. Umlaufbahnen sind auch eine interessante Sache. Die haben mich immer fasziniert. Ich weiß noch, als ich ein kleines Kind in der Schule war. Der Lehrer hatte einen großen Ball mit kleinen Bällen, die sich darum drehten, wisst ihr, und ich hielt das immer für eine verblüffende Sache.  Und wenn man innehält, erkennt man, dass alles sich in einer Umlaufbahn um irgendetwas befindet, alles im ganzen Universum befindet sich in einer Umlaufbahn. Das ganze dreht sich in verrückter Panik, es ist verblüffend. Alles im Universum geht irgendwohin. Erstaunlich.  

Laut Wissenschaftlern sind diese Umlaufbahnen so absolut, dass sie sich auf die genaue Stunde vorhersagen. Wusstet ihr das? Sie können einen Sonnen- oder Mondfinsternis vorhersagen, nicht wahr, auf die genaue Stunde. Wisst ihr, warum sie das können? Weil die Umlaufbahnen jener Planeten absolut konstant sind. Die Wissenschaft war verblüfft, als sie das feststellte. Dabei sollte sie nicht verblüfft sein. In Jeremia 31,35-36 steht: „So spricht der HERR, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei Nacht […]: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der HERR, dann soll auch der Same Israels aufhören, allezeit ein Volk vor meinem Angesicht zu sein!“  Die Ordnung der Sterne, die sich laut Gott nicht ändern wird...

Ich sage euch, Leute, ihr könnt all dieses Zeug messen, weil Gott all diese Dinge mit einer absolut perfekten Geschwindigkeit erhält, sodass sie sich mathematisch erfassen lassen. Verblüffend. Es steht alles in Jeremia. Sie hätten wissen müssen, dass es für alles eine feste Umlaufbahn gab...

Ihr fragt: „Wusste Jeremia, was er das sagte?“ Natürlich verstand Jeremia nicht alles, was er sagte. Meine Güte, was für eine Rechtfertigung der Schrift. Tja. Hier ist ein interessanter Vers, der mir gerade eingefallen ist. Psalm 19,7. Die Wissenschaftler haben sich über diesen Vers ein wenig lustig gemacht. Darin geht es um die Sonne. In Vers 7 heißt es: „Sie geht an einem Ende des Himmels auf und läuft um bis ans andere Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.“ Die alte, inzwischen überholte und falsche Ansicht war, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Erinnert ihr euch daran? Das war die Meinung damals. Die Sonne dreht sich um die Erde. Und sie sagen: „Seht euch einmal diese Aussage in der Bibel an. Sie geht an einem Ende des Himmels auf und läuft um bis ans andere Ende, nicht?“ Sie meinen, die Sonne läuft in einem Kreis um den Globus, und sie pflegten zu lachen: „Haha, ist das nicht komisch? Die Sonne dreht sich um die Erde.“  

Aber die Worte des Psalmisten bekamen eine neue Bedeutung, denn wisst ihr, was die Wissenschaft in den letzten Jahren entdeckt hat? Sie hat entdeckt, dass die Sonne, Achtung, sich mit unserem gesamten Sonnensystem tatsächlich in einer Umlaufbahn durchs All bewegt. In der Bibel steht, dass sie von einem Ende des Himmels zum anderen läuft. Wissenschaftler haben berechnet, dass unser gesamtes Sonnensystem, mitgeschleppt von der Sonne, sich mit einer Geschwindigkeit von knapp 116.000 km/h in einer riesigen Umlaufbahn bewegt; es würde 2 Millionen Jahrhunderte dauern, diese Umlaufbahn vollständig zu durchlaufen. Leute, wir bewegen uns mit 116.000 km/h von einem Ende des Himmels zum anderen, rotieren dabei und drehen uns um die Sonne. 

Wisst ihr, es ist noch nicht allzu lange her, dass die Wissenschaftler glaubten, der Mond sei ein großer Leuchtkörper. Vor Jahrhunderten sagte Hiob in Hiob 25,5: „Siehe, sogar der Mond leuchtet nicht hell.“ Hiob wusste schon vor Jahren, dass der Mond kein Leuchtkörper ist. Ihr seht also, die Bibel ist in den allgemeinen Grundsätzen korrekt. Sie ist korrekt in Bezug auf die Astronomie. Sie ist korrekt in Bezug auf die Hydrologie. 

Ich möchte euch noch ein weiteres Beispiel nennen. Geologie. Wenn die Bibel über wissenschaftliche Dinge im Zusammenhang mit der Geologie spricht – das ist übrigens die Wissenschaft der Erde, und ich kann sehr viel darüber sagen. Es gibt viele unterschiedliche Aspekte – Geophysik, Geochemie und alles andere; aber nur, um euch auf ein paar Dinge hinzuweisen, habe ich hier eine interessante Studie. Ich habe die Encyclopedia Britannica gelesen und mich dabei mit dem Thema Isostasie befasst. Das ist das Studium des Gleichgewichts der Erde und dieses ganze Feld wurde erst 1959 wirklich verstanden. Es befasst sich mit der Tatsache, dass die Erde perfekt ausbalanciert ist, dass es ein Gleichgewicht gibt, dass die Landmasse und Berge und Täler und Wasser stützt, dass das Ganze perfekt ausbalanciert ist und dass dieses Gleichgewicht absolut verblüffend ist. Dieses Ergebnis bildete die Grundlage der Geophysik. Wusstet ihr, dass das Wasser im Meer einen Druck gegen das Ufer ausübt, der die Berge aufrecht erhält? Das ist eine verblüffende Sache und die Erde hat an unterschiedlichen Stellen Gestein unterschiedlichen Gewichts, um das auszubalancieren. Verblüffend. 

Aber was daran ist eigentlich verblüffend? In Jesaja 40,12 lesen wir: „Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefaßt? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen?“ Und jetzt hört euch Psalm 104 an: „Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, daß sie nicht wankt für immer und ewig.“  Ist das nicht fantastisch? „Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, daß sie nicht wankt für immer und ewig […] Die Berge stiegen empor, die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast.“ Gott sagte im Alten Testament: „Ich habe die Erde so gemacht, dass sie ausgewogen ist.“

Ich sage euch, Leute, die Bibel macht keine wissenschaftlichen Fehler. Es gibt keine Widersprüche zwischen der Wissenschaft und der Bibel. Derselbe Gott, der die Bibel schrieb, ist der Gott, der die Welt schuf und alle Welten im Universum. Es gibt einen Unterbereich der Geologie, der sich Geodäsie nennt und sich mit der Form der Erde befasst. Es ist ganz klar, dass die Erde sphärisch ist, also im Prinzip rund. Die Menschen früher dachten, sie sei was? Flach. Wie ich euch schon gesagt habe, dachten sie, wenn man weit genug segelt, fällt man hinab ins Nichts. Das war wirklich dumm, denn Jesaja sagte ihnen, wie die Erde war. Ich liebe Jesaja 40,22. Dort heißt es: „Er ist es, der über dem Kreis der Erde thront.“ Könnt ihr das glauben? Chug, CHUG, ist ein hebräisches Wort, das übersetzt „Sphäre“ bedeutet. In Hiob 38, dem ältesten Buch, heißt es in Vers 14: „Sie [die Erde] verwandelt sich wie Siegelton.“ Was bedeutet das? Das bezieht sich auf die kleinen Tonbehälter, die die Leute damals zum Schreiben benutzten. Während diese noch weich waren, steckte man einen Stock hindurch und rollte sie dann über diesen Abdruck. Hiob sagte: „Sie rotiert auf einer Achse.“ Jesaja sagte: „Sie ist eine Sphäre.“ Jeder dachte, die Erde sei flach. 

Nehmt zum Beispiel die Schwerkraft, da geht es wieder um Geologie. Nehmt die Schwerkraft. Erst Newton stellte im 17. Jahrhundert wirklich die endgültigen Gesetze der Schwerkraft auf, und Hiob sagte in Kapitel 26,7: „Er hängt die Erde über dem Nichts auf.“ Es gibt Schwerkraft. Nun, es gibt noch andere Dinge, über die wir sprechen könnten, aber ihr seht, dass die Bibel allgemein in spezifischen Bereichen wie Hydrologie, Astronomie und Geologie korrekt ist. 

Hier ist ein weiterer Gedanke. Meteorologie. Das ist erstaunlich. Das Grundprinzip der Meteorologie ist der Kreislauf der Atmosphäre. Galileo entdeckte im 17. Jahrhundert, dass Winde Strömungen hatten. Er entdeckte, dass der Wind kreisförmig bläst. Hätte er Prediger 1,6 gelesen, hätte er dort Folgendes gesehen: „Der Wind weht gegen Süden und wendet sich nach Norden; es weht und wendet sich der Wind, und zu seinen Wendungen kehrt der Wind wieder zurück.“ Seht ihr, die Bibel wusste, was die Wissenschaft erst sehr viel später herausfand. Ist euch klar, dass vor Galileo kein Wissenschaftler jemals wusste, dass Luft etwas wiegt? Erst Galileo stellte das fest. In Hiob 28,25 heißt es: „Als er dem Wind sein Gewicht gab...“ Auch hier ist die Bibel wieder korrekt.  

Und noch ein weiterer Gedanke – Physiologie. Wir könnten mit diesem Thema immer weiter machen, aber nehmt nur einmal die Wissenschaft der Physiologie. Die Bibel ist überaus präzise in diesem Bereich. Erst William Harvey entdeckte 1628 den Kreislauf als Schlüssel des Lebens. Erst zu jener Zeit begriffen die Menschen, dass es das Blut ist, das uns am Leben erhält. Vorher hat man jedes Mal, wenn jemand krank wurde, einen Aderlass durchgeführt. Erinnert ihr euch daran? Sie entnehmen euer Blut. Heutzutage erhalten Menschen eine Blutspende, wenn sie krank werden. Wir wissen, dass dieses Blut Leben sendet. Aber erst William Harvey verstand das richtig im Jahr 1628. In 3. Mose 17,11 heißt es: „Denn das Leben des Fleisches ist im Blut.“ Ihr meint, das sei eine geistliche Aussage? Das stimmt. Ihr meint, es geht um Opfer? Das stimmt. Aber es ist auch wissenschaftlich korrekt, nicht wahr? Die Bibel macht keine Fehler. 

1953 wurde ein medizinisches Buch mit dem Titel Personality Manifestations in Psychosomatic Illness veröffentlicht. Es wurde ein wirklich wichtiges Buch und heutzutage wissen wir viel über psychosomatische Erkrankungen. In diesem Buch wird erörtert, wie Emotionen schwächende und sogar tödliche Krankheiten verursachen können. Das Buch enthielt Diagramme des emotionalen Zentrums im Gehirn, von dem die Nervenfasern sich zu jedem Bereich des Körpers verzweigen. Wegen dieser verschachtelten Verbindungen mit dem emotionalen Zentrum des Gehirns, das all diese Nervenimpulse durch das System schickt, ist es verständlich, dass jegliches emotionale Trauma, emotionaler Stress oder Unruhe in diesem emotionalen Zentrum Impulse durch die Fasern des Nervensystems schicken kann, die alles von Kopfschmerzen zu juckenden Füßen und ernsthaften Problemen auslösen können. Dieses Buch sagte, und es ist natürlich ein anerkanntes korrektes Buch, dass das emotionale Zentrum Krankheiten auf drei Weisen auslöst. Erstens, Veränderungen in der Menge des Blutflusses. Eine gute Illustration dafür ist ein Mensch, der wirklich zornig wird. Das Blut strömt automatisch in sein Gesicht. In vielen Fällen wird dieser Mensch rot oder ein Mensch, dem etwas peinlich ist, wird rot. Emotionaler Stress kann den Blutfluss erhöhen oder reduzieren und dadurch Krankheiten auslösen.  

Zweitens kann emotionaler Stress im Zentrum des Nervensystems die Ausschüttungen bestimmter Drüsen beeinflussen. Wart ihr schon einmal nervös, bevor ihr eine Rede halten musstet, und habt einen trockenen Mund bekommen? Die Emotionen, die in eurem Hirn ablaufen, senden bestimmte Impulse durch euer Nervensystem, das die Drüse stoppt, die für die Flüssigkeit in eurem Mund zuständig ist. Wenn der emotionale Stress zu stark wird, wird durch diese Emotionen zum Beispiel mehr Thyroxin als üblich ausgeschüttet. Das gelangt in den Blutkreislauf. Es produziert einen Kropf und sogar tödliche Herzerkrankungen, alles bedingt durch Emotionen.

Nicht nur das. Die dritte Art, wie Emotionen sich auf die physische Gesundheit auswirken, ist durch Muskelverspannungen. Die Nerven wirken sich auf die Muskeln aus, die Muskeln spannen sich an und werden verhärtet. Ihr sagt jetzt: „Das ist ja schön und gut, dass sie all das entdeckt haben. Aber was hat das mit dem zu tun, worüber du redest?“ Nun, ihr sollt wissen, dass die Bibel all das vorweggenommen hat. Die Bibel wusste, dass eure Emotionen für eure Gesundheit überaus wichtig sind. Hört euch einmal Sprüche 16,24 an: „Freundliche Worte sind wie Honigseim, süß für die Seele und heilsam für das Gebein.“ Seht ihr, Gott wusste, dass emotionaler Stress, Zorn, Kritik, was auch immer die bitteren Worte waren, eure physische Gesundheit beeinträchtigen kann, und das steht genau hier. Es ist unmöglich, dass die Leute damals das klinisch entdeckten. Gott offenbarte das. In Sprüche 17,22 heißt es: „Ein fröhliches Herz fördert die Genesung, aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“ Ein glücklicher Mensch ist ein gesunder Mensch, stimmt's? Ein unglücklicher Mensch ist ein ungesunder Mensch.  

Ich möchte jetzt zum Schluss noch etwas hinzufügen. Das kleine Buch, das McMillan geschrieben hat, und das den Titel None of These Diseases trägt, enthielt ein paar interessante Dinge. Ich werde euch nur ein oder zwei Gedanken daraus vorlesen. Hört gut zu. „Viele hundert Jahre hatte die gefürchtete Krankheit Lepra unzählige Millionen von Menschen in Europa getötet. Das Ausmaß dieser schrecklichen Krankheit unter Europäern wird von Dr. George Rosen, Professor für Öffentliche Gesundheit an der Columbia University, beschrieben: 'Lepra war die Plage, die den größten Schatten auf den Alltag der Menschen im Mittelalter warf.' Die Furcht vor allen anderen Krankheiten zusammen lässt sich kaum vergleichen mit dem Terror, den Lepra auslöste. Nicht einmal der Schwarze Tod im 14. Jahrhundert oder das Auftreten von Syphilis gegen Ende des 15. Jahrhunderts lösten einen derartigen Angstzustand aus. Im frühen Mittelalter, während des 6. und 7. Jahrhunderts, breitete Lepra sich zunehmend aus und Europa wurde zu einem ernsthaften gesellschaftlichen und gesundheitlichen Problem. Lepra war besonders unter den Armen verbreitet und erreichte einen schrecklichen Rekord im 13. und 14. Jahrhundert. Was hatten die Ärzte zu bieten, um das stetig zunehmende verheerende Wüten von Lepra zu stoppen? Manche lehrten, Lepra käme durch den Verzehr heißer oder scharfer Speisen, durch Pfeffer, Knoblauch und das Fleisch befallener Schweine. Andere Ärzte sagten, Lepra werde durch eine ungünstige Konstellation der Planten ausgelöst. Ihre Vorschläge zur Vermeidung von Lepra waren natürlich vollkommen nutzlos. 

Eine weitere Plage, die das finstere Mittelalter wirklich finster machte, war der Schwarze Tod. Allein im 14. Jahrhundert kostete dieser Killer jedem vierten Menschen das Leben, geschätzte 60 Millionen. Das war die größte Katastrophe in den Annalen der Menschheit. Diese Plage erfasste alles in ihrem Weg und brachte Panik und Verwirrung in ihrem Gefolge. Die Toten wurden Hals über Kopf  in riesige Gruben geworfen, die eilig ausgehoben worden waren, damit sie dort verwesen konnten. Überall in den Häusern und Straßen lagen Leichen. Der Küster und der Arzt wurden in dasselbe tiefe und weite Grab geworfen. Der Erblasser und seine Erben und Testamentsvollstrecker wurden auf denselben Karren geworfen, in denselben Laderaum. Was brachte die großen Plagen des finsteren Mittelalters unter Kontrolle?“ George Rosen gibt uns die Antwort.

„Die Kirche übernahm die Leitung, da die Ärzte nichts zu bieten hatten. Als Richtlinie bediente sich die Kirche des Konzepts der Ansteckung aus dem Alten Testament. Dieses Konzept und die praktischen Konsequenzen werden klar und deutlich in 3. Mose definiert. Nachdem Lepra diagnostiziert worden war, wurde der Patient abgesondert und von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Die Kirche bediente sich dieser Regeln aus 3. Mose, um Lepra zu bekämpfen. Sie vollbrachte diese große Leistung und merzte die Krankheit methodisch aus. Die Vorgehensweise findet sich in 3. Mose 13,46: „ … Solange die Plage an ihm ist, soll er völlig unrein bleiben, [denn] er ist unrein; er soll abgesondert wohnen und außerhalb des Lagers seine Wohnung haben.“ Andere Historiker zollen der Bibel Anerkennung für den Anbruch eines neuen Zeitalters in der effektiven Bekämpfung von Krankheiten. Die Gesetze zur Bekämpfung von Lepra in 3. Mose 13 gelten als das erste Modell der Gesetze der Hygiene.“ Das ist ein Zitat von Arturo Castiglioni, der A History of Medicine geschrieben hat. Ihr seht, die Bibel kannte die Lösung für diese Probleme. 

Es gibt noch andere physiologische Probleme, auf die die Bibel die Antwort hat. In dem kleinen Buch None of The Diseases könnt ihr mehr darüber lesen. Das waren nur ein paar Beispiele für heute Abend. Wir könnten Biologie, Archäologie, Anthropologie etc. hinzufügen und würden jedes Mal feststellen, dass die Bibel dazu etwas zu sagen hat und jedes Mal absolut präzise ist. Freunde, es gibt nur eine Möglichkeit, wie diese Wahrheit bekannt sein konnte, und das ist, dass der Gott, der die Welt schuf, sie offenbarte. Ist die Bibel glaubwürdig? Meine Freunde, die Wissenschaft sagt mir, dass sie es ist. Die Wissenschaft hat die Bibel noch nie widerlegt, sondern sie vielmehr bestätigt. Im Endeffekt, behaupte ich, hat die Wahrheit gewonnen. Jesus sagte Folgendes: „Dein Wort ist Wahrheit.“ Es ist wahr in Bezug auf jedes Thema, zu dem es sich irgendwie äußert. Und das ist das Produkt seiner Inspiration.

[Gebet]

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