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Wir beten den Herrn auch an, wenn wir ihn in seinem Wort reden hören. Und heute früh stammt unser Text aus Matthäus Kapitel 25 und wir werden uns mit Versen 19-30 befassen ... Matthäus 25, 19-30. Wir kommen zu dieser wunderbaren Ölbergrede zurück, der Predigt unseres Herrn über seine Wiederkunft, die sich auf Matthäus 24 und 25 erstreckt. Ein wirklich großartiger Abschnitt in der Schrift.

Das ist übrigens unsere zwölfte Botschaft in diesem Abschnitt von Matthäus 24 und 25.

T.S. Eliot, der berühmte Dramatiker, schrieb ein Stück mit dem Titel “Mord im Dom.“ Und an einer Stelle in diesem Stück legt er dem Chor überaus interessante Worte in den Mund. Es sind Worte, die die Leere des Lebens wiedergeben. Und der Chor sagt einstimmig: „Im Laufe der Jahre haben wir immer weiter gelebt, gelebt und teilweise gelebt.“

Als ich darüber in Bezug auf diesen Text nachdachte, dachte ich, das sei vielleicht ein passender Ansatz für diesen Text. Denn in dem vor uns liegenden Text gibt es drei Knechte, von denen zwei leben und einer nur teilweise lebt. Einer steht für die Leere des Lebens, die Nutzlosigkeit des Lebens, die Wertlosigkeit des Lebens, wenn Chancen und Privilegien leichtsinnig vergeudet werden. Das ist die zentrale Botschaft unseres Textes. Die Tragödie vergeudeter Chancen.

Und in der Gemeinde Jesu Christi gibt es unter den Lebenden jene, die nur teilweise leben. Unter denen, die wahre Kinder Gottes sind, befinden sich auch jene, die falsch sind. Unter den Wahren gibt es die Falschen. Wir haben all das durch das Matthäusevangelium gelernt. Es gibt fruchtbaren Boden und unfruchtbaren. Es gibt Häuser mit Fundamenten und ohne Fundamente. Es gibt Menschen, die auf dem breiten Pfad und auf dem schmalen Pfad wandeln, durch das breite Tor und das schmale Tor gehen. Es gibt jene, die Brautjungfern mit Öl sind und jene, die Brautjungfern ohne Öl sind. Es gibt Weizen und Unkraut. Und jetzt gibt es wahre Knechte und falsche Knechte in dem Gleichnis, mit dem wir uns befassen.

Wie ich euch so oft gesagt habe, bin ich sehr besorgt darüber, dass die Gemeinde in ihren eigenen vier Wänden, in ihrer Organisation, in ihrer Struktur, Menschen zu dulden scheint, die nicht wirklich leben … die den Herrn nicht wirklich kennen, die nicht wirklich mit Gott wandeln. Vielleicht sind sie einfach wie der Geschäftsmann, der gerade sein Geschäft eröffnet hatte, es war nagelneu, er hatte gerade sein Büro organisiert und saß hinter seinem Schreibtisch und wartete auf seinen ersten Klienten. Ein Mann kam zur Tür herein. Sobald dieser Mann das Büro betrat, begann der Geschäftsinhaber sein Theater, er griff sofort nach dem Telefonhörer und hielt ein langes Gespräch mit dem Präsidenten ab. Im Gespräch ging es größtenteils darum, dem Präsidenten zu sagen, wie er Dinge tun sollte. Und darum, angebliche Fragen des Präsidenten auf sehr scharfsinnige und weise Art zu beantworten. Und nachdem der Mann lange Zeit vor dem Schreibtisch gestanden und zugehört hatte, legte der Mann hinter dem Schreibtisch den Telefonhörer auf und sagte: „Entschuldigen Sie, dass ich Sie habe warten lassen, das war der Präsident. Was kann ich für Sie tun?“

„Oh“, sagte dieser, „nichts, ich bin nur gekommen, um das Telefon anzuschließen.“

Leider gibt es manche Menschen, die uns glauben machen möchten, dass sie Gespräche mit Gott führen, aber sie haben keine Verbindung. Und die Gemeinde darf eine derartige Situation nicht dulden. Die Gemeinde muss das enthüllen. Es gibt Brautjungfern ohne Öl in ihren Lampen. Es gibt Häuser ohne Fundament. Es gibt Unkraut, das wie Weizen aussieht. Es gibt Boden, der eine Weile fruchtbar zu sein scheint, der aber nicht tief genug ist. Im Reich Gottes gibt es quasi ein Fangnetz, in dem die Guten von den Schlechten abgesondert werden. Und es gibt wahre und falsche Knechte.

Das Bild des Gleichnisses vor uns ist das Bild von Gottes Reich. Innerhalb des nach außen sichtbaren Reiches, innerhalb der Gemeinde quasi, existiert sowohl das Wahre als auch das Falsche. Wir sehen es in diesem Gleichnis, wie wir es schon so viele Male zuvor gesehen haben. Es ist wiederum ein Gleichnis, das zur Warnung dient. Der Herr sagt einfach, ich komme zurück und wenn ich komme, werde ich die Wahren von den Falschen absondern, ich werde Weizen und Unkraut voneinander trennen, ich werde das Haus mit Fundament von dem Haus ohne Fundament trennen, ich werde den fruchtbaren und den unfruchtbaren Boden feststellen. Wir werden herausfinden, ob ihr wirklich auf dem Weg in den Himmel seid oder nicht. Wir werden die Schafe und die Böcke voneinander absondern. Alle Unterscheidungen werden vorgenommen werden, wenn ich in meiner Herrlichkeit komme; ihr solltet also lieber bereit sein.

Warum? Zurück zu Kapitel 24,36: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein mein Vater.“ Alle von uns müssen bereit sein für die Wiederkunft des Herrn, weil niemand weiß, wann er kommen wird. In Vers 42 heißt es: „So wacht nun, da ihr nicht wißt, in welcher Stunde euer Herr kommt.“ Und noch einmal in Vers 44: „Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“ In Vers 50 heißt es wieder: „Zu einer Stunde, die er nicht kennt.“ Und dann in Kapitel 25, Vers 13: „Darum wacht! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.“

Seht ihr, die Jünger hatten in Kapitel 24,3 die Frage gestellt: „Wann wird dies geschehen?“ Und Jesus sagt jetzt, in seiner Antwort auf diese Frage, fünf Mal: „Das wisst ihr nicht, niemand weiß es und niemand kann es wissen.“ Nur Gott weiß es. Die Zeit der Wiederkunft Christi ist uns nicht bekannt. Wir kennen weder den Moment noch die Stunde. Wir wissen um die allgemeine Szene, weil sie im Detail in Kapitel 24,4-35 beschrieben wird. Wir kennen den allgemeinen Hintergrund, aber wir kennen den genauen Moment nicht. Und wir wissen nicht, in welcher Generation er kommen wird, also müssen wir in allen Generationen auf die Wiederkunft des Herrn vorbereitet sein.

Um zu unterstreichen, dass wir jederzeit bereit sein müssen, gibt unser Herr uns zwei Gleichnisse über Bereitschaft. Das erste, in den ersten zwölf Versen, ist das Gleichnis von den zehn Jungfrauen. Das zweite, in den Versen 14 bis 30, ist das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Beide unterstreichen die Notwendigkeit, bereit zu sein, wachsam zu sein, auf die Wiederkunft des Herrn vorbereitet zu sein. Das Gleichnis der Brautjungfern, das ich euch letztes Mal erzählt habe, betont die Beobachtung, die Wachsamkeit. Das Gleichnis der anvertrauten Talente betont die Arbeit, das Dienen, die Erfüllung unserer Pflichten. Wir halten nicht träge und faul Ausschau, sondern arbeiten gleichzeitig. Wir sind wachsam, bereit, und auf seine Wiederkunft vorbereitet, aber bis er kommt, dienen wir ihm gewissenhaft und treu. Diese beiden Gleichnisse stellen also das Gleichgewicht her zwischen den Perspektiven, die Christen haben müssen.

Wenn wir uns noch einmal Versen 14 bis 30 zuwenden, sehen wir dort einen Aufruf zur Bereitschaft. Und was wird hier betont? Was müssen wir wissen, um auf die Wiederkunft Christi vorbereitet zu sein? Was müssen die Menschen wissen, um auf die herrliche Rückkehr des Herrn Jesus Christus, der die Welt richten und sein Reich errichten wird, vorbereitet zu sein? Erstens, und wir werden die ersten beiden besprechen und dann mit den nächsten beiden weitermachen, müssen wir wissen, welche Verantwortung uns übertragen wird.

Im Rahmen des Reiches Gottes wurde uns eine große Verantwortung übertragen. Bitte achtet auf Vers 14: „Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte.“ Was ist so? Das Reich Gottes. „Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab. Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab.“

Das Gleichnis ist ganz einfach. Es ist die Geschichte eines Mannes, der viele Knechte hat; er verreist und überlässt ihnen die Verantwortung für sein Hab und Gut. Und er verteilt sein Eigentum - fünf, zwei und eins – und überträgt ihnen eine Verantwortung, die ihren Fähigkeiten entspricht. Hier geht es darum, dass sie den Besitz so verwalten sollen, dass er bei seiner Rückkehr einen Profit daraus gezogen hat. Da er lange Zeit weg sein wird, will er keinen potenziellen Gewinn verlieren; er will sichergehen, dass er mit der Wirtschaft Schritt hält und seine Chancen maximiert. Also überträgt er den Knechten die Verantwortung für diese Dinge, gemäß ihren Fähigkeiten.

So ist es auch im Reich Gottes. Im Reich unseres Herrn – und wir reden hier vom sichtbaren Reich, dem äußerlichen Reich, dem externen Reich, das als jene definiert ist, die zur Gemeinde gehören, die zur Versammlung von Christen gehören, seien sie echt oder unecht, Weizen oder Unkraut. Hier geht es um das nach außen sichtbare Reich Gottes, im Gegensatz zum inneren, himmlischen, unsichtbaren, echten Reich der Erlösten, auf das hier nicht Bezug genommen wird.

Im Reich Gottes wird es also wahre und falsche Knechte geben, ebenso wie es, laut Kapitel 25,1, im Reich Gottes Jungfrauen geben wird, die vorbereitet sind, und jene, die es nicht sind. Im Reich Gottes gibt es also einen Mann, der seinen Knechten gemäß ihren Fähigkeiten Verantwortung überträgt. Und wir haben letztes Mal gesagt, dass das ein Privileg des Evangeliums ist. Mit anderen Worten ist es das Privileg des Kontakts mit der Wahrheit Gottes, mit der heilbringenden, erlösenden Wahrheit Christi. Manche Menschen sind Fünfen. Sie haben gewaltige Privilegien erhalten, gewaltige Privilegien. Manche von euch in dieser Gemeinde würden auf dieser Skala mindestens als Fünf gelten, weil ihr große Privilegien erhalten habt, indem ihr das Evangelium hört und versteht, indem es für euch artikuliert und demonstriert und vorgelebt wird. Andererseits gibt es Menschen, die auf dem Niveau des Knechts stünden, der ein Talent erhielt. Sie hatten nur wenig Berührung mit dem Evangelium und sind in eine Versammlung von Erlösten gekommen, die sehr wenig wissen, die in ihrem Verständnis der göttlichen Wahrheit recht primitiv und naiv sind.

Aber das unterscheidet sich. Gott gibt uns unterschiedliche Privilegien. Wenn ihr die Fähigkeiten einer Person, ihre Privilegien und Chancen zusammennehmt, kommt ihr zu einer Zahl, die Gott ihnen im Hinblick auf Talente gegeben hat. Und das ist es, was er hier zu sagen versucht. Wir haben verschiedene geistliche Privilegien, je nachdem, wie sehr wir mit dem Evangelium in Berührung kommen. Manche haben eine stark vereinfachte Version gehört und vielleicht sehr selten. Andere haben es in seiner ganzen Komplexität gehört, viele, viele Male und gehören zu den Privilegierteren. Und das ist die Verantwortung, die uns übertragen wird.

Vergesst nicht, dass er hier über Menschen im Reich Gottes spricht. Das sind diejenigen, die sichtbar identifiziert wurden. Ich möchte das noch ein wenig veranschaulichen. Ich habe letzte Woche mit einem Mann gesprochen, der zu mir sagte: „Ich habe Sonntag deine Gemeinde besucht“, es war wohl letzten Sonntag. „“Ich bin am Sonntag in deine Gemeinde gekommen.“ Und er sagte: „Ich habe an diesem einen Sonntag in deiner Gemeinde mehr gelernt als während meines gesamten Lebens in meiner eigenen Gemeinde.“

Das ist eine recht schockierende Aussage für einen Menschen, aber das illustriert, was ich euch hier begreiflich machen möchte. Es gibt Menschen, die nur sehr geringe Privilegien bekommen haben. Sie gehen vielleicht schon lange in eine Gemeinde, aber sie hören jede Woche dieselbe Predigt, mit einer etwas anderen Einleitung und einem etwas anderen Schluss vielleicht. Und vielleicht ruft der Prediger an unterschiedlichen Stellen aus, aber es ist im Prinzip dasselbe. Es gibt andere, die die Bandbreite der Botschaft Christi gehört haben. Manche waren in einer Bibelschule oder in einer Gemeinde, wo das Wort Gottes gelehrt wird, oder sie haben in Bibelkreisen gesessen oder fantastische Bücher gelesen oder was auch immer. Es variiert also. Und wir haben diese Verantwortung, die uns übertragen wurde, das ist unser Privileg, das ist unsere Chance, das Evangelium zu verbreiten. Und manche Menschen mit all diesen Privilegien reagieren nicht. Nun, genau darum geht es bei diesem Gleichnis.

Das bringt uns zu Punkt zwei, der Reaktion. Unsere Reaktion auf die Verantwortung. Von der Verantwortung zur Reaktion, Vers 16. Was tun wir mit geistlichen Chancen? „Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente.“ Hier ist eine Person, der auf die Investition, die der Herr ihm gegeben hat, 100% Gewinn erzielt. Er hat seine geistlichen Privilegien maximal ausgeschöpft. Er hat Gott im Gegenzug uneingeschränkt gedient. Er ist ein wahrer Gläubiger. Er ist ein echter Christ. Er gab dem Herrn alles, was er hatte. Er erzielte einen Gewinn von 100%. Und es ist mir egal, was für eine Art von Geschäftsmensch ihr seid, ein Gewinn von 100%, egal auf was, ist gut. Das ist maximaler, ausgezeichneter, hervorragender Gewinn.

Es geht hier darum, dass er die Art von Mensch illustriert, die das meiste aus den sich ihm bietenden geistlichen Chancen macht, der an das Evangelium, das er gehört hat, geglaubt hat und dem Herrn ein ganzes Leben des Dienstes zurückgegeben hat.

Und dann lesen wir in Vers 17: „Und ebenso der, welche die zwei Talente [empfangen hatte], auch er gewann zwei weitere.“ Der Knecht, der die zwei empfangen hatte, tat dasselbe. Er hatte begrenzte Privilegien im Vergleich zu Fünf, aber er hat die Privilegien, die er hatte, genutzt. Er schöpfte die Chance, die Gott ihm gegeben hatte, voll aus und gab Gott ebenfalls uneingeschränkten Dienst zurück, den er aufgrund der Privilegien und Chancen leistete, welche er erhalten hatte.

Und das ist eine wunderbare Sache, zu wissen, dass es Menschen geben wird, die im Hinblick auf Chancen keine Fünf sind, sondern nur eine Zwei. Aber wenn sie im Hinblick auf ihre Chancen nur eine Zwei sind, erwartet Gott nur eine Gegenleistung für das, was sie haben. Versteht ihr das? Das nimmt ein wenig von der Last, sich zu wünschen, jeder könnte die höchsten Privilegien genießen. Die ersten beiden geben dem Herrn also eine maximale Gegenleistung von Engagement und Dienst aus ganzem Herzen. Und sie werden als wahre Gläubige bezeichnet, als jemand, der wirklich aus ganzem Herzen dient. Es ist keineswegs so, dass alle Gläubigen mit solch einer überschwänglichen Reaktion dienen werden, aber das ist das Vorbild, das Beispiel, das höchste Kennzeichen wahrer Liebe und wahren Dienstes, Dienstes aus ganzem Herzen. Sie setzten also ihre Privilegien ein.

Dann kommt ihr zu Vers 18: „Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.“ Das ist das Kennzeichen eines falschen Dieners. Er strengte sich in keiner Weise an, er tat gar nichts. Er tat nichts. Er tat überhaupt nichts. Es investierte nichts. Er ist kein wahrer Gläubiger. Er ist eine Jungfrau ohne Öl. Sein Leben trägt keine Frucht. Sein Leben zeichnet sich nicht durch innere Gnade aus. Da ist nichts, er dient in keiner Weise. Er tat nichts. Er vergrub es und das war’s. Er illustriert denjenigen, der Privilegien erhält, aber die Chance, die ihm gegeben wurde, nicht nutzt und keine Gegenleistung dafür erbringt. Wenn er das Evangelium hört, reagiert er nicht darauf. Und obwohl er es nur eingeschränkt gehört hat, ist er dennoch dafür verantwortlich.

Hört mir jetzt gut zu. Ihr könntet es auf Stufe 5 hören und nicht reagieren. Ihr könntet es auf Stufe 3 oder 2 oder 4 hören, egal welcher, und nicht darauf reagieren. Und wenn ihr euch fragt, warum es die Person mit einem Talent ist, die nicht reagiert, liegt es daran, dass unser Herr illustrieren will, dass die Person, bei der es scheinbar am ehesten entschuldbar wäre, keinerlei Entschuldigung dafür hat. Versteht ihr das? Wenn die Person mit den gewaltigen Privilegien, den Privilegien auf Stufe 5, nicht reagiert, könnte man denken, Gott würde ihn verdammen, dass Gott ihn verdammt aus Wut darüber, dass er solche Privilegien vergeudet hat, weil er übermäßig schuldig war, weil es eine Schuld im Überfluss war, und dass die Hölle nur für jene Menschen bestimmt ist, denen gewaltige Privilegien gewährt wurden, welche sie vergeudet haben. Um sicherzugehen, dass das hier nicht impliziert wird, wählt unser Herr denjenigen, der nur ein sehr eingeschränktes Privileg hatte, und er lässt uns wissen, dass die Hölle für Menschen ist, die auch ein sehr eingeschränktes Privileg vergeuden. Jeder Mensch, der mit dem Evangelium in Berührung kommt und in das äußerlich sichtbare Reich Gottes gebracht wird – ein Teil der Gemeinde -, hat keinerlei Entschuldigung mehr, wenn er auf irgendeine Weise mit der heilbringenden Wahrheit von Jesus Christus in Berührung gekommen ist, egal wie eingeschränkt das Privileg innerhalb der Gemeinde sein mag …. wenn sie diese Chance vergeuden, haben sie keine Entschuldigung dafür.

Das führt uns zur Abrechnung. Die Verantwortung, die Reaktion und die dritte Sache, über die wir Bescheid wissen müssen, um bereit zu sein, ist die Abrechnung. In Vers 19 heißt es, es wird eine Zeit der Abrechnung kommen: „Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen.“ Er war lange Zeit abwesend. Hier wird wieder impliziert, wie ich euch bereits vorhin sagte, dass unser Herr ihnen sagt, seine Ankunft würde sich verspäten; genauso wie in 25,5, wo er sagte, der Bräutigam ließ auf sich warten. So teilt Jesus seinen Jüngern auf indirekte Weise mit, dass er sein Reich nicht so bald errichten wird, wie sie es glauben. Nach langer Zeit wird der Herr dann kommen. Während der Zeit vor seiner Ankunft werden Männer und Frauen diese Privilegien haben, manche auf Stufe 5, andere auf Stufe 2 und wieder andere auf Stufe 1. Aber es wird der Tag kommen, wenn der Herr zurückkehrt und abrechnet. Dieses Wort ist ein Handelsbegriff und bedeutet, Konten miteinander zu vergleichen. Er wird zurückkommen, einen Blick in die Bücher werfen und darauf, was sie mit dem Privileg gemacht haben. Die Zeit des Gerichts wird gekommen sein. Die Zeit wird gekommen sein, um die Herzen zu offenbaren. Es ist eine Zeit, in der die geleisteten Dienste bewertet werden, in der festgestellt wird, wer die wahren Diener waren. Wie in Versen 31 bis 46 beschrieben, ist es eine Zeit, in der die Schafe von den Böcken geschieden werden. Die Böcke ziehen für immer aus dem Reich Gottes hinaus, während die Schafe einziehen.

Wenn Jesus kommt, werden also Weizen und Unkraut voneinander getrennt. Der fruchtbare und der unfruchtbare Boden werden voneinander getrennt. Die Häuser mit und ohne Fundament werden voneinander getrennt. Das Netz wird eingeholt und das, was darin enthalten ist, wird voneinander getrennt. Es ist also ein Bild des Gerichts, die Zeit, in der der Herr Gut und Böse voneinander scheidet. In Vers 19 lesen wir also, dass der Mann zurückkehrt, um sich zu vergewissern, was seine Knechte getan haben.

In Vers 20 erfahren wir, was dann geschah. „Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach“, und ich möchte, dass ihr es in der griechischen Wortfolge hört, „Herr, fünf Talente hast du mir übergeben, siehe, fünf weitere Talente habe ich gewonnen.“ Die Betonung liegt hier auf den fünf Talenten. Und er ist sehr gespannt, denn er kann dem Urteil mit Spannung und Begeisterung und Vorfreude entgegensehen, weil er weiß, was er mit seinen Privilegien getan hat. Er weiß, was er mit seiner Chance getan hat. Er weiß, dass er dem Herrn gedient hat und deshalb wird er, um mit den Worten von Johannes im Neuen Testament zu sprechen, Freimütigkeit am Tag des Gerichts haben. Er wird Freimütigkeit am Tag des Gerichts haben. Oder, wie Johannes es auch ausdrückt, er wird sich nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft. Weil er weiß, dass er etwas vorzuweisen hat für die Chance, die ihm gewährt wurde. Er ist sehr aufgeregt.

Und so sollte es bei jedem Gläubigen sein. In unseren Herzen sollte keine Furcht vor der Wiederkunft des Herrn herrschen, sondern nur große Vorfreude, weil es unser Privileg sein wird, ihm in diesem Moment zu zeigen, welchen Dienst wir ihm erwiesen haben. Es wird uns eine Freude sein, sagen zu können: „Ja, das Privileg, dass du mir gewährt hast, habe ich angenommen, habe darauf reagiert und dir den dir gebührenden Dienst als Gegenleistung erwiesen.“

Und darauf liegt hier die Betonung. „Herr, du hast mir fünf Talente übergeben“, sagt uns, dass er weiß, dass Gott die Quelle von allem war. Hier gibt es kein Ego. Hier gibt es keine Prahlerei. Hier gibt es keinen Hochmut. Hier gibt es keine Art von selbsternannter Geistlichkeit. Er sagt, du hast mir fünf Talente gegeben, ich erkenne die Quelle all meiner Privilegien an, ich erkenne die Quelle jeder Chance an, jeder Verantwortung, ich habe das, was ich habe, deinetwegen, nicht meinetwegen. Du hast mir fünf Talente gegeben, aber siehe … und das ist ein Ausruf, ein Ausdruck der Überraschung, der Verwunderung, der Freude … ich habe noch fünf weitere Talente dazugewonnen. Ja, ich erkenne an, dass du die Quelle bist, aber ich freue mich auch, dass ich treu darauf reagiert habe.

Es ist nicht anders als das, was der Apostel Paulus in folgenden Worten an Timotheus schrieb: „Denn ich werde schon geopfert und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe. Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird“, 2. Timotheus 4,6-8. Er sagt zu Timotheus: „Siehe, ich bin bereit, zu gehen, ich weiß, dass ich eine Belohnung erhalten werde, wenn ich dort ankomme.“ Und das ist kein Egoismus, sondern ein Gefühl der Erfüllung. Das ist ein Gefühl der Freude. Das ist ein Wunsch, die Welt zu verlassen, um beim Herrn zu sein, den ihr geliebt habt und dem ihr gedient habt, um diese gute Sache, die er seinen Knechten verheißt, von seiner Hand zu erhalten.

Und der Herr erkennt Integrität im Herzen dieses Knechts. Betrachtet einmal Vers 21. Er weiß, dass der Knecht nicht prahlerisch ist. Sein Herr sagte etwas zu ihm - das griechische Wort dafür besteht aus nur zwei Buchstaben, Epsilon und ... nun, es ist einfach ein „e“ und ein „u“. „U“ ... das ist es. Es bedeutet „ausgezeichnet“ … ausgezeichnet … ausgezeichnet, sagt er. Guter, von Natur aus guter, innerlich guter, wahrlich guter und zuverlässiger, vertrauenswürdiger, treuer Knecht. Und er sagt hier nicht: „Das hast du gut gemacht und ich konnte dir darin vertrauen“, er sagt: „Du bist gut und du bist vertrauenswürdig.“ Es ist eine Charakterisierung. Er kommentiert nicht nur den Dienst des Knechtes, er kommentiert seinen Charakter – ausgezeichneter, guter und vertrauenswürdiger Knecht.

Es ist recht erstaunlich, nicht wahr, dass der heilige Gott, der Gott des Universums, der Herr Gott, den wir lieben und dem wir dienen, uns je ansehen und sagen könnte: „Recht so, du guter und treuer Knecht“, oder? Das kommt ganz gewiss nicht durch das Gesetz, sondern durch die Gnade des Evangeliums, nicht wahr? Es ist nicht das Produkt unserer eigenen Kraft, sondern der Kraft des Heiligen Geistes. Aber, ach, was für ein wunderbarer Tag wird das sein, wenn diejenigen, die dem Herrn Jesus wahrhaftig gedient haben, mit ihm einziehen werden und ihm in jenem Moment ihren treuen Dienst zeigen und von ihm die Worte „Recht so, du guter und treuer Knecht, du hast deine Privilegien und deine Chancen maximal ausgeschöpft“ hören. Und so sollte es sein. Diese Belobigung wird jede Medaillenverleihung übertreffen, die es je auf der Welt geben könnte; jene unvergängliche Krone der Gerechtigkeit zu erhalten, die der Herr all jenen verleihen wird, die seine Erscheinung liebgewonnen haben.

Was bedeutet es, seine Erscheinung liebgewonnen zu haben? Sehnsüchtig darauf zu warten, weil ihr wisst, wenn ihr dorthin kommt, werdet ihr etwas vorzuweisen haben, nicht wahr? Weil ihr ihm treu gedient habt. Ehrlich gesagt wäre die Belobigung alleine schon genug gewesen ... die Belobigung alleine wäre schon genug gewesen. Ich meine, es hätte mir gereicht, einfach zu hören: „Recht so, MacArthur, du bist ein guter und treuer Knecht“, das ist genug. Aber der Herr ist so großzügig und so barmherzig, dass er es dabei nicht bewenden lässt. Er sagt zu dem Diener: „Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen.“ Du hast dich als vertrauenswürdig und gut erwiesen und wenn du mit wenigen Dingen gut umgehen kannst, werde ich dir viele Dinge anvertrauen.

Und wisst ihr was? Was ihr in der Ewigkeit tut und was ich im Reich des Herrn Jesus Christus tue im Hinblick auf die Dienste, die wir ihm erweisen, hängt unmittelbar von meinem Dienst hier ab. Das ist richtig. Das ist richtig. Denn die Ewigkeit wird eine Zeit des Dienens sein. Das Reich wird eine Zeit des Dienens sein. Diejenigen, die auf der Erde leben, wenn der Herr kommt, die gute und treue und gläubige Diener sind, werden in ihrer physischen Gestalt in das Reich einziehen, und diejenigen, die sich als treu erwiesen haben, werden dort mehr Verantwortung übertragen bekommen, als sie hier schon hatten. Mehr Privilegien dort, als sie sie hier schon hatten. Um es als einfaches Prinzip auszudrücken: Belohnungen für den Gläubigen sind im Grunde genommen größere Chancen, zu dienen.

Mit anderen Worten, wenn wir in das Reich Gottes einziehen, wenn wir in den Himmel einziehen, werden wir nicht auf einer Wolke sitzen und für immer und ewig Harfe spielen. Letzten Sonntag sagte ein kleines Mädchen zu mir: „Der Himmel scheint mir sehr langweilig zu sein.“ Ich verstehe das. Ich dachte früher auch, er sei langweilig. Ich dachte darüber nach, in den Himmel einzuziehen … was würde man tun, wenn man Basketball spielt? Jeder würde jedes Mal den Korb treffen. Wenn ihr Golf spielen würdet, würde jeder jedes Mal beim ersten Schlag einlochen. Ich meine, was tut man bei absoluter, äußerster Perfektion?

Nun, der Himmel wird nicht langweilig sein. Wenn der Dienst am Herrn hier die größte Freude unseres Lebens ist und der Himmel die ultimative Freude ist, dann ist der Himmel der ultimative Dienst. Und auch der Himmel und das Reich Gottes vor dem ewigen Himmel und der neuen Erde werden eine Zeit des Dienens sein, eine Zeit des großartigen und herrlichen Dienens. Und das Ausmaß des Dienstes, den ihr leisten werdet, wird dann durch die Art von Dienst bestimmt, die ihr hier leistet. Wenn ihr hier in den kleinen Chancen, zu dienen, die Gott euch gibt, treu seid, wird er euch zum Herrn über viele Dinge dort einsetzen. Das ist wunderbar.

Ihr sagt: „Mit anderen Worten, wird es im Himmel Menschen von unterschiedlichem Rang geben.“ Nun, ich werde versuchen, das für euch aufzuklären. Ja und nein …. als erstes würde ich Nein sagen. Im Himmel haben wir alle ewiges Leben, nicht wahr? Ihr könnt nicht mehr oder weniger ewiges Leben haben. Ewiges Leben ist ewiges Leben, Punkt, Absatz. Wir werden alle wie Jesus Christus sein. Ihr könnt nicht mehr wie Christus sein als ich. Wir alle werden genau wie Christus sein. Wir alle werden perfekt sein ohne Sünde. Und man kann nicht mehr perfekt sein als perfekt. Man kann also nicht mehr ewig sein als ewig. Man kann nicht mehr wie Christus sein, als wie Christus zu sein. Man kann nicht mehr perfekt sein als perfekt. In gewissem Sinne wird also jeder in der Ewigkeit gleich herrlich sein. Und das kommt im Gleichnis der Knechte zum Ausdruck, die im Feld arbeiteten, erinnert ihr euch? Manche arbeiteten eine Stunde, manche zwölf, aber sie alle erhielten denselben Lohn. Weil wir einerseits alle gleichermaßen in Herrlichkeit enden werden. Wir alle werden auf demselben Niveau gewinnen.

Aber, obwohl das wahr ist, ist es auch wahr, dass es zweifelsohne unterschiedliche Niveaus des Dienstes geben wird. Es wird unterschiedliche Niveaus des Dienstes im Reich Gottes geben. Für diejenigen, die in das Reich Gottes einziehen, sowie für alle von uns in der Ewigkeit – je nach den Fähigkeiten, die Gott uns gegeben hat. Der Dienst im Reich Gottes verlangt unterschiedliche Arten von Menschen, die unterschiedliche Dinge tun, nicht wahr? Und ich glaube, die Ewigkeit wird ebenso sein. Manche von uns werden in der Ewigkeit sehr unterschiedliche Aufgaben haben. Wir werden nicht alle dieselbe Aufgabe haben. Wir werden Gott nicht alle auf dieselbe Weise dienen. Aber selbst die Engel, die Gott dienen, haben unterschiedliche Ränge, nicht wahr? Engel und Erzengel und Seraphim und Cherubim und Fürstentümer und Gewalten und Herrscher und all das – ich glaube, in unserem verherrlichten Zustand werden wir eine besondere Nische finden, in der wir dienen. Und diese Nische, in der wir dienen, wird mit dem Dienst zusammenhängen, den wir hier geleistet haben. Okay? Und der Dienst, den wir hier leisten können, hängt in gewissem Maße von dem göttlich vorherbestimmten Privileg des Evangeliums ab, sodass unser Dienst in der Ewigkeit letztendlich von Gottes souveräner Wahl für uns und unsere Reaktion auf diese Wahl abhängt.

Gleichwohl möchte ich Folgendes sagen. Wenn ihr in den Himmel einzieht, werdet ihr nicht das Gefühl haben, einen relativen Dienst zu leisten. Ihr werdet nicht sagen: „Nun, ich bin ein Hausmeister im linken Flügel und ich schiebe diesen heiligen Besen für immer vor mir her, während so-und-so da oben ist und Solos im Chor singt.“ Nein, ich glaube nicht, dass wir den Unterschied auf irgendeine Weise spüren werden. Ich glaube nicht, dass es relativ sein wird, ich denke, es wird absolut sein. Jeder von uns wird genauso sein wie Christus, absolut perfekt, absolut sündenlos, in vollem Besitz von ewigem Leben. Welchen Dienst auch immer wir also leisten, er wird auf immer und ewig vollkommen zufriedenstellend sein. Versteht ihr das? Es wird kein Gefühl der Ungleichheit geben oder das Gefühl, mehr oder weniger Privilegien als jemand anders zu haben. Denn die Privilegien, die wir dort haben, werden völlig übereinstimmen mit unseren ewigen, von Gott vorherbestimmten und gegebenen Fähigkeiten.

Wir werden also in jeder Weise auf höchstem Niveau tätig sein. Wenn die Menschen also sagen: „Werden wir in der Ewigkeit alle identisch sein?“ Dann lautet die Antwortet „Ja“. „Und wir werden dennoch unterschiedlich sein?“ Die Antwortet lautet „Ja“. Und wir lassen Gott jene Widersprüche lösen, die unseren Verstand übersteigen. Aber hier sagt er zu dem, der fünf hatte, du warst treu mit den fünf, die ich dir gegeben habe, du warst treu über wenigem, ich werde dich über vieles setzen. Dasselbe mit dem, der zwei hat. Betrachtet einmal Vers 22: „Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: ‚Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen.‘“ Sein Herr sagte dasselbe zu ihm: „Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen.“ Dieselbe Sache.

Bitte achtet darauf, dass ein weiterer Teil der Belobigung am Ende von Vers 21 und am Ende von Vers 23 folgt: „Geh ein zur Freude deines Herrn.“ Was für eine wunderbare Aussage. Wir werden nicht nur verbal vom Herrn gelobt, wir werden nicht nur die Fähigkeit erhalten, ihm für immer und ewig zu dienen, sondern wir werden auch in die Freude des Herrn selbst einziehen. Das ist unvorstellbar. Wir werden ebenso froh sein wie der Herr. Wir werden ebenso zufrieden sein wie der Herr. Und stellt euch die Zufriedenheit im Herzen unseres Herrn vor, zu wissen, dass die Erlösung vollbracht ist, zu wissen, dass Satan geschlagen ist, zu wissen, dass die Sünde beseitigt ist, zu wissen, dass das gerechte Reich Gottes für immer und ewig errichtet ist, zu wissen, dass er letzten Endes und für immer verherrlicht ist. Stellt euch nur einmal die vollendete Freude eines vollkommen vollendeten Heilsplans vor. Das ist dieselbe Freude des Herrn, in die auch wir einziehen werden. Es ist jene Freude, so heißt es in Hebräer 12,2, die Jesus sah, als er ans Kreuz ging. Es heißt, er erduldete das Kreuz um der vor ihm liegenden Freude. Und dieselbe Freude, unsere Erlösung herbeizuführen, dieselbe Freude, die Sünde zu zerstören, Gerechtigkeit zu erheben, jene Freude, die unser Herr erlebt, werden auch wir erleben. Einfach eine unglaubliche und wunderbare Sache.

Ich möchte euch kurz zwei Verse in Lukas 19 zeigen, um euch einen weiteren kleinen Einblick zu geben. Hier ist das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden. Es ist ein anderes Gleichnis, aber es illustriert einen weiteren Punkt, mit dem wir uns befassen müssen. In Lukas 19,17 sagt Jesus zu seinem Diener in diesem Gleichnis – es ist ein anderes Gleichnis mit einem anderen Argument -: „Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben.“ Okay, du bekommst also Vollmacht über zehn Städte. Vers 19: „Er aber sprach auch zu diesem: ‚So sollst auch du über fünf Städte gesetzt werden.‘“ Das ist alles, was ihr wissen müsst; jetzt könnt ihr zu Matthäus zurückkehren. Ich möchte das noch kommentieren.

In jenem Gleichnis gibt es Diener, denen verschiedene Beträge anvertraut wurden. Und derjenige, der das meiste tat, war Herrscher über das meiste. Derjenige, der ein geringeres Ergebnis vorzuweisen hatte, war im Hinblick auf Städte Herrscher über weniger. Ich denke, was ihr hier seht, ist als erstes ein Bild des Einzugs in das Reich Gottes. Während der Zeit, in der unser Herr auf der Erde regiert, wird es Menschen geben, die im Reich Gottes leben. Mit anderen Worten wird es Menschen wie euch und mich geben, die am Leben sind. Sie werden die Drangsal überleben und erlöst sein. Die Gemeinde wird während der Drangsal weggenommen werden. Menschen werden errettet werden. Der Herr wird kommen, sie werden immer noch am Leben sein. Er wird sein Reich errichten. Er wird sie nicht töten, sie werden lebendig, mit physischen Leibern, in das Reich einziehen. Wir werden in verherrlichten Leibern herunterkommen, sodass das Reich Gottes aus dem Herrn bestehen wird, der herrscht, physischen Menschen auf der Erde, und diesen geistlichen, übernatürlichen, verherrlichten Leuten, die bereits beim Herrn sind und in ihren verherrlichten Leibern zurückkehren werden. Und sie werden sich unter seiner Herrschaft dort vermischen.

Ich glaube, er wird gewisse Positionen, gewisse Herrschaften, gewisse Verantwortungen zuteilen. Und jenen, die größere Fähigkeiten haben – wie in ihrer Treue vor seiner Wiederkunft bewiesen – gibt er ein größeres Ausmaß an Herrschaft. So wie jene mit geringeren Fähigkeiten ein geringeres Ausmaß an Herrschaft erhalten werden. Wir sollten also nicht vergessen, dass Gott die Dinge zwar souverän vorherbestimmt hat und die Ewigkeit und das Reich Gottes ein gewisses Maß an Gleichheit versprechen, es aber auch ein gewisses Maß an absoluter Ungleichheit in dem Sinne geben wird, dass wir alle auf unterschiedliche Weise dienen und herrschen und den Herrn ehren werden, auf eine Weise, die für uns einzigartig ist – im Hinblick auf unser Privileg, unsere Fähigkeit und den Dienst, den wir dem Herrn leisten. Okay? Wir müssen all diese Dinge in Erinnerung behalten. Und Gott hat es souverän so vorherbestimmt, dass wir alle letzten Endes, wenn er alle von uns erlöst hat, perfekt in den Plan passen, ihm für immer und ewig Ehre zu erweisen und auf dem Niveau zu herrschen und zu führen, das er für uns vorherbestimmt hat und für das wir uns treu erwiesen haben.

Okay, lasst uns jetzt wieder zu unserem Gleichnis zurückkehren. Der Mann mit den fünf Talenten wird dreifach gelobt. Erstens auf verbale Weise, dann wird ihm Verantwortung für noch größere Dinge übertragen und dann wird er zur Freude des Herrn einziehen. Der zweite Mann, der auch den zwei Talenten treu war, erhält dasselbe dreifache Lob. Was für ein herrlicher Tag das sein wird, wenn wir diese Belobigungen erhalten; wir, die wir dem Herrn gedient und den Erretter geliebt haben.

Dann Vers 24: „Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: ‚Herr, ich kannte dich, daß du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das deine.“ Und das ist völlig anders. Wir gehen vom frohen Teil der Geschichte über zum sehr, sehr traurigen Teil, sehr traurig. Hier ist einer, die sich zum Glauben bekannte. Er sagt, er ist ein Knecht. Er gehört zum Haushalt. Er ist quasi im Testament. Er sagt, er sei ein Haushalter. Er sagt, sein Ziel im Leben sei, seinem Herrn zu dienen. Aber zwei Dinge verraten diesen Typen. Erstens bringt er keine Frucht hervor. Er produziert nichts. Er bringt keine Frucht hervor.

Erstens würden wir also sagen, dass er durch seinen Mangel als Nichtgläubiger identifiziert wird … durch seinen Mangel. Zweitens durch seinen Angriff … durch seinen Angriff. Er greift den Charakter seines Herrn an. Er erweist sich nicht als liebender Knecht, der seinen Herrn respektiert und liebt. Betrachtet noch einmal Vers 24; dort sagt er: „Ich kannte dich“, und das ist seine Meinung, „daß du ein harter Mann bist.“

Er ist nicht ein Mensch, der gegen Gott ist. Er ist kein Atheist. Er ist nicht gegen Christus. Er ist kein schlechter, niederträchtiger, Gott hassender, Christus ablehnender Mensch. Er sagt, er sei ein Knecht. Er sagt, er würde dazu gehören. Er verschwendet das Besitztum seines Herrn nicht, wie der untreue Haushalter in Lukas 16. Er gibt es nicht alles aus für ein ausschweifendes Leben, wie der verlorene Sohn in Lukas 15. Er veruntreut es nicht, wie der unbarmherzige Knecht in Matthäus 18. Nein, er tut nur einfach nichts damit. Er ist nicht beispielhaft für ein verschwenderisches, böses, niederträchtiges, jämmerliches Leben, er ist beispielhaft für einen Menschen, der einfach eine Chance vergeudete. Und das ist tragisch. Er lebte im Umfeld der Erlösung. Er sagte, er habe dem Herrn gedient, aber das hatte er nicht. Und das wissen wir zuerst dadurch, dass er keine Frucht trug. Er verbarg das Talent in der Erde. Es war sein Mangel, der bewies, dass da nichts war. Und dann war es sein Angriff. Seht einmal auf das, was er sagt: „Du bist ein harter Mann.“ Er verwendet das griechische Wort skleros, von dem sich das Wort „Sklerose“ ableitet, Arteriosklerose, eine Verkalkung oder Verhärtung der Arterien. Du bist hart. Du bist unversöhnlich, unerbittlich, unnachgiebig, gnadenlos, ungnädig, unfreundlich, es mangelt dir an Mitgefühl, du bist zu hart, du hast kein Verständnis.

Das ist nicht richtig. Er … agiert aus Furcht, seht ihr? Er sagt: „Du bist einfach zu hart, du bist zu hart. Religion ist zu schwer für mich. Ich konnte einfach nicht … ich konnte einfach nicht dem Maßstab gerecht werden, den du vorgegeben hast. Es ist einfach zu viel. Und ich wusste, dass du ein sehr harter Mensch bist. Und da ich das wusste, habe ich so gehandelt, wie ich es getan habe.“ Die Religion ist voll von Menschen, die diese Ausrede vorbringen würden: „Nun, es war zu viel für mich, ich bin einfach zur der Einsicht gelangt, dass du ein zu harter Gott bist, zu unnachgiebig, zu verurteilend und zu vorschnell wertend und zu unbarmherzig.“ Und dann sagt er: „Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast.“ Wisst ihr, was das bedeutet? Die Ernte eines Anderen stehlen. Wenn ihr erntet, was ihr nicht gesät habt, bringt ihr die Ernte eines Anderen ein. Das ist richtig. Und wenn ihr sammelt, wo ihr nicht ausgestreut habt, sammelt ihr den Weizen von einem Anderen ein.

Er sagt: „Ich weiß zwei Dinge über dich; erstens, du bist hart und unbarmherzig. Zweitens, du nimmst Dinge von anderen Menschen.“ Kennt er denselben Gott, den wir kennen? Kennt er denselben Herrn, den wir kennen? Wer, der den Herrn wirklich kennt, könnte ihn als ungnädig, unbarmherzig, an Mitgefühl mangelnd beschreiben? Er kennt den Herrn überhaupt nicht. Er kennt seinen Herrn überhaupt nicht. Er gibt vor, ein Knecht zu sein, aber er kennt seinen Herrn nicht. Wie könnte er das sagen, dass du mitleidlos, unfreundlich, ungnädig bist und dann zu dir sagen, dass du sogar den Nutzen ziehst aus den Dingen, die wir für dich tun? Das offenbart ein Herz, das nicht anbetet. Wisst ihr, was die größte Freude meines Lebens ist? Dem Herrn zu dienen, damit er den Nutzen daraus hat; ist das nicht auch euer Verlangen? Jeder, der sagt „Ich will das nicht tun, weil du die ganze Ehre bekommst“, versteht nicht, wer der Herr ist. Das Herz eines solchen Menschen zeichnet sich nicht durch Unterordnung aus. Er dient dem Herrn hier nicht. Er ist blind gegenüber der Freundlichkeit seines Herrn. Er ist blind gegenüber der Gnade seines Herrn. Er ist blind gegenüber der Barmherzigkeit seines Herrn. Er ist blind gegenüber dem Mitgefühl seines Herrn. Und er ist ebenso blind gegenüber der Ehre seines Herrn und der Majestät seines Herrn und der Herrlichkeit seines Herrn und dem Wert seines Herrn.

Ich bete, dass all mein Dienst zu seinem Lob sein wird, ihr nicht? Ich will nichts davon. Hier gab es kein Gefühl der Ehre des Herrn. Es gibt kein Gefühl des Wertes des Herrn. Kein Gefühl des großen, unschätzbaren Privilegs, Gott zu dienen. Hier ist kein anbetendes Herz. Das hier ist kein anbetendes Herz. Dieser Mann greift Gott an. Er greift ihn an. Er nennt ihn ungnädig und unwürdig, die Ernte der Arbeit anderer einzubringen. Also sagt er in Vers 25: „Ich fürchtete mich, ich fürchtete mich“, sagt er, „vor so einem unnachgiebigen, ungnädigen Gott.“

Und was meint er damit? Nun, er meint wahrscheinlich, er hätte Angst, falls er versuchen würde, es zu investieren, um etwas dazuzugewinnen und es dann verlieren sollte, dass er bestraft würde. Und wenn er etwas dazugewönne, dass der Herr es ihm ohnehin wegnähme. Er könnte also nicht gewinnen, er würde in jedem Fall verlieren. Wenn er es verlöre, hätte er verloren. Wenn er etwas gewönne, hätte er verloren. Also hatte er Angst vor dem Herrn und verbarg es in der Erde und kam zu dem Schluss, es sei am besten, einfach dafür zu sorgen, dass er es dem Herrn bei dessen Rückkehr zurückgeben könnte. Er sagt hier im Griechischen: „Hier, du hast das, was dir gehört. Schön und gut.“ Aber das ist eine Ausrede. Das ist einfach so viel Schwachsinn, um es umgangssprachlich auszudrücken.

Vers 26: „Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: ‚Du böser und fauler Knecht.‘“ Haltet hier bitte inne. Er sagt nicht: „Oh, du armer fehlgeleiteter Kerl, deine Theologie ist völlig verfahren.“ Er wusste es besser. Jener Mann war Teil der Gemeinde von Knechten, er kannte das Wesen seines Herrn. Das war ihm offenbart worden, er kannte es. Und jeder, der mit der Gemeinde der Erlösten assoziiert ist, kennt unseren Herrn, nicht wahr? Ihr kennt die Charakteristiken. Ihr könnt die Schrift lesen. Ihr könnt die Botschaft hören. Er ist ein Gott der Gnade und Barmherzigkeit und des Mitgefühls. Er sagt nicht: „Du fehlgeleiteter Knecht.“ Er sagt: „Du böser und fauler Knecht, du bist böse in dem Sinne, dass du deine bösen Bestrebungen verfolgt hast. Du hast das Geld genommen und es im Boden vergraben, du hast dieses Talent einfach versteckt, du hast dieses Privileg nicht genutzt, weil es dir im Weg war, deiner Bosheit im Weg war, deiner faulen Lebensweise im Weg war, und du wolltest deine Bosheit nicht aufgeben und dich in meinem Dienst abmühen, weil dir nicht danach war. Du bist ein böser und fauler Knecht.“

Übrigens treten Bosheit und Faulheit in der Schrift zusammen auf, ganz gewiss in den Sprüchen, in einem Kapitel nach dem nächsten, wo Trägheit und Faulheit und Bosheit Zwillinge sind. Und deshalb sagt er: „Du bist ein böser und fauler Knecht. Du hast das Böse gewählt und dich nicht bemüht, Nutzen aus dem Privileg zu ziehen, die erlösende Wahrheit Gottes zu hören.“

Und dann sagt er Folgendes, was sehr interessant ist. Er sagt nicht, dass es wahr ist, er greift es einfach vom Knecht auf und sagt .... lasst mich mal sehen, ob ich das so vorlesen kann, wie es beabsichtigt ist: „Du böser und fauler Knecht! Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe?“ Mit anderen Worten sagt er: „Ach, tatsächlich? Das wusstest du, ja? Du wusstest, dass ich hart war und eine Gegenleistung erwartete? Du wusstest das?“ Und dann sagt er effektiv in Vers 27: „[Wenn du das wusstest], dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen, das Meine mit Zinsen zurückerhalten.“

Mit anderen Worten, wenn dein Problem wirklich darin bestand, dass du mich für einen harten Mann gehalten hast und dachtest, ich wollte etwas nehmen und ernten, für das jemand anders gearbeitet hatte, wenn du wusstest, dass es das war, was ich wollte, warum hast du es dann nicht zumindest den Wechslern gegeben, damit ich ein bisschen Zinsen bekommen hätte? Er sagt zu ihm: „Du bist ein Lügner. Dir war es egal, was für ein Mensch ich war. Du hast erst analysiert, was für ein Mensch ich war, als du eine Ausrede brauchtest. Du hast deine böse, faule Lebensweise fortgeführt und deine geistliche Chance ignoriert – aus keinem anderen Grund, als dass dein eigener Wunsch nichts mit deiner Theologie zu tun hatte. Und nutze das nicht als Entschuldigung.“

Das ist ein sehr gut angeführtes Argument. Er sagt, du hättest mein Geld zu den Wechslern bringen können, das ist ein Wort für Bankiers. Im Römischen Reich gab es ein Banksystem. Man nahm sein Geld und gab es den Bankiers und sie zahlten einem Zinsen. Dann nahmen sie das Geld, das man ihnen gab, wie wir es heute tun, und verliehen es an jemand Anderen. Der maximale Kreditzinssatz zur Zeit des Römischen Reichs, so sagt uns die Geschichte, lag bei ungefähr 12 Prozent. Also verliehen sie Geld zu einem Zinssatz von 12 Prozent; denjenigen, die das Geld einzahlten, zahlten sie wahrscheinlich um die sechs Prozent oder wie viel auch immer. Man konnte also sein Geld einzahlen und mindestens sechs Prozent bekommen. Am Ende von Vers 27 sagt er: „Ich hätte das Meine mit tokos zurückerhalten sollen“, das bedeutet einfache Zinsen, einfache Zinsen. Vielleicht wäre es nur ein Talent plus 0,06 gewesen, ich weiß es nicht. Aber es wäre keine hundertprozentige Rendite gewesen, wie fünf für fünf oder zwei für zwei, aber zumindest hättest du etwas damit tun können.

Er sagt hier zu ihm: „Wenn du wirklich dachtest, ich sei ein Gott, den man fürchten muss, dann hättest du zumindest das getan.“ Es war übrigens einfacher, das zu tun, als ein Loch zu graben. Man ging einfach durch das Stadttor an einem Tag, an dem die Bankiers dort waren, übergab ihnen das Geld, unterzeichnete ein Schriftstück, schloss die Transaktion ab und das war’s. Das erforderte sehr wenig Anstrengung. Wenn du mich wirklich gefürchtet hättest, hättest du wenigstens das getan. Aber die Ausrede hat weder Hand noch Fuß.

Übrigens noch eine Anmerkung dazu. Es ist interessant, dass Jesus das hier als etwas Gebührliches zu betrachten scheint. Es ist gut, sein Geld zu investieren und eine Rendite zu erhalten und es ist sogar zulässig, Zinsen dafür zu erhalten – das nur für den Fall, dass einige von euch sich darüber unsicher waren.

Aber der Herr sagt zu ihm: „Du bist als Lügner bloßgestellt worden. Du hast das Talent nicht vergraben, weil du Angst vor mir hattest, denn wenn du Angst vor mir gehabt hättest, hättest du selbst angesichts deiner Faulheit etwas getan, damit ich zumindest eine kleine Rendite bekomme. Du hast es vergraben, weil du so böse und faul warst, dass es dir einfach egal war. Du hast dein Privileg völlig vergeudet, du hast es völlig vergeudet.“

Jedes Mal, wenn ich daran denke, denke ich an Judas, der die klassische Illustration in der gesamten Menschheitsgeschichte ist für jemanden, der sein Privileg vergeudet hat.

Und so gehen wir von der Verantwortung zur Reaktion und zur Abrechnung. Und schließlich zur Belohnung. Was geschieht mit diesen Knechten? Zuerst Vers 28: „Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat.“ Warum ihm? Nun, er konnte es am besten tragen. Er war derjenige mit den größeren Fähigkeiten. Ach, das ist ein wunderbarer Gedanke hier. Es ist ein großartiges Konzept. Ich möchte versuchen, ob ich euch das vermitteln kann.

Heutzutage gibt es in der Gemeinde viele Leute, die „dem Herrn dienen“, nicht wahr? Es gibt Menschen, die die Kollekte einsammeln, die euer Auto für euch parken, die eure Kinder unterrichten, die Bibelverse abhören, die mit jungen Leuten arbeiten, die mit Senioren arbeiten, die die Gemeinde saubermachen, die einen Hauskreis bei sich abhalten, die im Chor singen - es gibt viele Dienste, die für den Herrn erbracht werden. Seid ihr euch bewusst, dass einige dieser Dienste von Menschen geleistet werden, die zwar der äußerlich sichtbaren Gemeinde angehören, aber nicht erlöst sind? Das ist euch klar, oder? Natürlich. Es gibt Menschen in der Gemeinde, die Unkraut sind, nicht wahr? Aber das sind nicht immer diejenigen, die herumsitzen und nichts tun. Manchmal ist das Unkraut rege am Gemeindeleben beteiligt. Als ich damals zur Grace Church kam, gab es ein Ehepaar im Vorstand, die keine Christen waren. Das ist nicht ungewöhnlich, ob ihr es glaubt oder nicht, denn Satan ist sehr schlau. Aber es gibt in der Gemeinde Menschen, die „dienen“, ohne erlöst zu sein. Gelegentlich wird das offensichtlich, nicht wahr? Wir finden das heraus.

Ich erinnere mich noch, wie ich einst herausfand, dass eine Frau, die meine Kinder in der Kinderstunde unterrichtete, keine Christin war. Wir fanden es heraus, weil sie mit ihnen während des Gottesdienstes an einem Sonntagmorgen in eine Bäckerei ging und wir uns fragten, warum sie das tat .... es erschien uns eine unpassende Zeit dafür. Aber sie hatte absolut kein Interesse an dem, was in der Gemeinde vor sich ging. Sie hatte sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet, bevor wir ein System zur Überprüfung eingeführt hatten; das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir jetzt eins haben. Eine nette Frau, aber sie verstand nicht, worum es ging. Sie dachte, sie würde Gott dienen, aber sie konnte ihm nicht dienen, weil sie Gott nicht kannte. Aber im Hinblick auf das äußerlich sichtbare Reich Gottes verrichtete sie ihren Dienst.

Ihr könnt euren Fernseher einschalten und jemanden sehen, der vorgibt, dem Herrn im Reich Gottes zu dienen, und der sichtbar und nach außen hin mit der Gemeinde identifiziert wird. Aber in Wahrheit ist dieser Mensch nicht einmal erlöst. Und glaubt mir, es gibt Menschen, die umhergehen – ich weiß nicht, wie viele es sind, das weiß nur der Herr – und Lieder über Jesus singen, aber keinen blassen Schimmer haben, wer er ist.

Es gibt also Menschen, die dem Herrn „dienen“, aber der Tag des Gerichts wird kommen, wenn jeder Dienst, den sie ihrer Meinung nach je verrichteten, von ihnen genommen und jemandem gegeben werden wird, der ein wahrer Knecht ist, damit er diesen Dienst verrichtet. Versteht ihr das? Im Reich unseres Herrn Jesus Christus, und in der gesamten Ewigkeit, wird es also keinen Dienst geben außer dem, der von wahren Gläubigen vollbracht wird. Und das, was vorgetäuschte Gläubige jetzt darbieten, wird es dann nicht mehr geben. Und das ist mit der Aussage in Vers 28 gemeint, wo es heißt: „Darum nehmt ihm das Talent weg“, nehmt ihm sein Privileg weg, nehmt ihm diese Chance, das Evangelium zu verbreiten, weg, nehmt ihm dieses Privileg, seine Privilegien zu nutzen, weg und gebt es einem Anderen. „Denn wer hat“, und hier zitiert er den Grundsatz, den er auch in Matthäus 13,12 anführt, also muss es einer gewesen sein, den unser Herr häufig verwendete, „denn wer hat, dem wird gegeben werden.“

Mit anderen Worten werden diejenigen, die nachweislich Frucht getragen haben, die ihre Privilegien und Chancen genutzt haben, mehr erhalten, sie werden im Überfluss haben. Von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen, was er hat. Und hier wird impliziert, dass er es nicht wirklich hat, aber das, was er dem Anschein nach hat, wird ihm weggenommen werden. Das ist eine wunderbare Aussage. „Von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.“ Wie kann man etwas haben, wenn man nichts hat? Das ist ein Rätsel. Von demjenigen, der nicht hat, wird das genommen werden, was er hat? Wenn er nichts hat, was könnte man ihm wegnehmen?

Nun, es geht hier darum, dass er es nicht wirklich hat, sondern es nur zu haben scheint. Und was er zu haben scheint, wird ihm weggenommen werden und einem Anderen gegeben werden, der wahrhaftig dienen kann.

Was geschieht also bei der Belohnung? Erstens erhält der wahre und treue Knecht noch mehr Privilegien, mehr Chancen zu dienen, mehr göttliche Fähigkeiten, zu dienen. Und ich glaube, diese Menschen haben gefragt: „Nun, warum hat er es dem gegeben, der zehn hatte, und nicht dem, der vier hatte?“ Ich weiß es nicht. Vielleicht, weil er aufgrund seiner größeren Fähigkeit besser damit umgehen konnte als der, der zwei hatte. Ich weiß es nicht, das müsst ihr den Herrn fragen, wenn ihr in den Himmel einzieht. Aber er entschied sich dafür, es demjenigen zu geben, der zehn hatte. Vielleicht lautet die beste Antwort darauf, und das ist zumindest meine Meinung, dass Gott in seiner Souveränität den Dienst demjenigen zuweist, für den er sich in seiner Herrlichkeit entscheidet. Aber eins ist sicher. Er nimmt den Dienst den Hochstaplern weg. Ihr sagt jetzt: „Was geschieht dann mit ihnen?“ Vers 30: „Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“

Wenn sich je irgendjemand gefragt hat, ob dieser Knecht ein Christ ist, dann sollte sich die Frage damit erledigt haben, nicht wahr? Denn das ist die Definition der Hölle. Das ist die Definition der Hölle. Es ist genau wie Matthäus 22,13, als der Mann ohne festliches Gewand zum Hochzeitsmahl kam, er hatte also keine Gerechtigkeit. „Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.“ Und das haben wir im Matthäusevangelium immer wieder gelesen. Matthäus beschreibt die Hölle als Finsternis, weil Gott das Licht ist, wie Johannes sagt, und in ihm ist keinerlei Finsternis; also ist die Abwesenheit Gottes äußerste Finsternis. Und die Hölle ist ein Ort, an dem Gott nicht ist und nie sein wird. Und sie ist ein Ort der Qual, wie die Aussage „Heulen und Zähneknirschen“ illustriert, in der die ungelinderten Schmerzen der Trennung von Gott zum Ausdruck kommen.

Also, Leute, ich möchte das nur ganz kurz zusammenfassen. Im Reich Gottes, in der Gemeinde, in der Versammlung der Erlösten, wird es diejenigen geben, die vorbereitet sind und dem Herrn dienen und es wird diejenigen geben, die unvorbereitet sind und nach außen hin zwar aktiv sein mögen, aber nicht für die Wiederkunft Jesu bereit sind. Und wenn der Herr kommt, wird es eine Trennung und Absonderung geben, die auf dem Dienst beruht, den sie für den Herrn erbracht haben. Alle Ausreden werden außer Acht gelassen, falscher Dienst wird beendet werden und das, was sie zu tun scheinen, wird einem Anderen gegeben werden, der diesen Dienst für die Dauer des Reiches und die Ewigkeit verrichten wird.

Und was das Gleichnis hier sagen will, wird in Vers 13 ausgedrückt. Sorgt einfach dafür, dass ihr bereit seid, wenn der Tag kommt. Und vielleicht müsst ihr auf diesen Tag nicht bis zur Wiederkunft Christi warten, vielleicht kommt dieser Tag in dem Moment, in dem ihr sterbt, und das könnte sehr bald sein. Wenn die Gemeinde entrückt wird und ihr noch hier seid, könntet ihr während der Drangsal sterben und nicht am Leben sein, wenn Christus wiederkehrt. Ihr könntet sterben, bevor die Gemeinde noch entrückt wird. Aber in dem Moment, in dem ihr Gott gegenübersteht, wird das zu einer Realität, egal, ob euer Dienst wahr oder falsch war. Es ist eine furchteinflößende Sache, aber es gibt Brautjungfern ohne Öl in ihren Lampen. Es gibt Knechte, die denken, es wird in Ordnung sein, wenn der Herr kommt, und das ist es nicht ... das ist es nicht.

Nun, lasst uns unsere Köpfe zum Gebet neigen.

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