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Wenn ihr heute früh hier wart, wisst ihr, dass ich heute Abend eine neue Serie beginnen werde, an der ich schon seit Langem arbeite – eine Serie über die Entstehung.  Ich weiß noch nicht genau, wie lang diese Serie dauern wird, doch ich weiß, dass ich ein wenig Zeit auf eine Einleitung verwenden werde und wir dann direkt bei 1. Mose 1 einsteigen werden und uns Vers für Vers, Satz für Satz, durch die gesamte Schöpfungsgeschichte arbeiten und uns deren Bedeutung durch den Herrn offenbaren lassen werden.

Ich möchte jetzt mit ein paar Dementi beginnen, wenn ihr gestattet, mit ein paar Dingen, die ihr vielleicht bedenken solltet. Erstens bin ich kein Wissenschaftler. Ich behaupte nicht, ein Wissenschaftler zu sein. Jeder ehemalige Lehrer von mir, der mich je in Naturwissenschaften unterrichtet hat, könnte euch das bestätigen. Ich bin Theologe, ich bin Bibellehrer, ich bin Teilzeitphilosoph, aber ich bin kein Wissenschaftler. Wenn es also um wissenschaftliche Fragen geht, muss ich also effektiv auf jemand anders ausweichen und deren Autorität dort vertrauen, wo ich keine Autorität bin. Dies hier wird im Großen und Ganzen keine wissenschaftliche Studie sein, das ist auch gar nicht unsere Absicht, sondern vielmehr eine Studie der Bibel, eine theologische Studie mit ein wenig Rationalität dazwischen.

Zweitens werde ich nicht jede Frage heute Abend beantworten. Ich weiß, dass das, was ich heute Abend nicht sage, Fragen aufwerfen wird. Ich werde zu diesen Fragen kommen, wenn wir uns mit dem Bibeltext befassen. Ich werde mich mit Dingen wie theistischer Evolution befassen. Ich werde mich im Laufe unserer Serie mit Dingen wie der Tag-Zeitalter-Theorie und mit Standpunkten wie progressiver Schöpfung befassen, aber wir werden das nicht alles heute Abend abhandeln können. Ich glaube wirklich, dass ihr die Antwort auf eure Fragen über die Entstehung in erster Linie in den Bibeltexten finden werdet. Fragen wie progressive Schöpfung und theistische Evolution werden eigentlich direkt im Text beantwortet. Wir werden uns also durch den Text von 1. Mose 1 arbeiten, bis in Kapitel 2 hinein, und auf diese Weise die großen Antworten auf die Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Entstehung ergeben, herausarbeiten.

Aber heute Abend möchte ich damit beginnen, mich dem Konzept an sich zuzuwenden; ich möchte quasi in euren Köpfen den Rahmen für die Debatte abstecken. Das ist von zentraler Bedeutung für uns alle und ganz besonders für die Studenten unter uns. Wenn ihr in der Mittelstufe, in der Oberstufe, an der Universität oder irgendwo sonst seid, wo das Umfeld nicht eindeutig christlich ist, werdet ihr indoktriniert mit der These der Evolution, als sei das eine Tatsache, und ihr werdet feststellen, dass das, was ich hier sage, im Widerspruch zu fast allem steht, was ihr sonst so hört. Wir werden heute Abend den Rahmen für diesen Kontrast abstecken und uns der Bibel zuwenden, um dort zu sehen, was die Schrift selbst zu der beliebten Evolutionstheorie zu sagen hat.

Das ist für uns alle wichtig, denn das Verständnis der Entstehung im Buch 1. Mose ist die Grundlage für den Rest der Bibel. Wenn 1. Mose Kapitel 1 und 2 uns nicht die Wahrheit erzählen, warum sollten wir dann irgendetwas anderes in der Bibel glauben? Wenn es im Neuen Testament heißt, dass der Schöpfer unser Erlöser ist, aber Gott nicht der Schöpfer ist, vielleicht ist er dann auch nicht unser Erlöser. Wenn wir in 2. Petrus lesen, dass Gott selbst innerhalb eines Augenblicks das gesamte Universum, wie wir es kennen, auflösen wird, dass Gott innerhalb eines Augenblicks die ganze Schöpfung rückgängig machen wird, dann hat das gewaltigen Einfluss auf seine Schöpfungsmacht … derselbe Gott, der mit einem Wort das Universum auflösen kann, ist ebenso fähig, es so schnell, wie es ihm beliebt, zu schaffen.

Was wir also über die Schöpfung denken, was wir über 1. Mose denken, hat Implikationen für die gesamte Bibel, Implikationen in Bezug auf die Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Schrift, Implikationen für das Evangelium und Implikationen für das Ende der Menschheit – all das hängt davon ab, wie wir die Entstehung im Buch 1. Mose verstehen. Die Frage der Entstehung ist also von zentraler Bedeutung für alle Überlegungen der Menschen. Das wird entscheidend dafür sein, wie wir als Menschen leben. Ohne die Entstehung zu verstehen, ohne sie richtig zu verstehen, können wir uns selbst nicht richtig verstehen. Dann können wir die Menschheit und den Sinn unserer Existenz sowie unser Schicksal nicht richtig begreifen. Wenn wir nicht glauben können, was in 1. Mose über die Entstehung steht, sind wir verloren, was unseren Zweck und unser Schicksal angeht. Ob diese Welt und das Leben auf dieser Welt, wie wir es kennen, zufällig durch Evolution entstanden ist, ohne einen Auslöser, oder von Gott geschaffen wurde, hat gewaltige, umfassende Implikationen für das gesamte menschliche Leben.

Es gibt im Prinzip nur zwei Optionen. Entweder könnt ihr glauben, was in 1. Mose steht, oder nicht. Und das ist keine vereinfachte Darstellung. Ehrlich gesagt, an einen übernatürlichen, kreativen Gott zu glauben, der alles gemacht hat, ist die einzig mögliche, rationale Erklärung für das Universum, für das Leben, für unseren Zweck und unser Schicksal.

Die göttliche Gleichung in der Bibel, die sich in 1. Moses 1,1 findet, steht in direktem Kontrast zu „Niemand mal Nichts = Alles“. „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Ich weiß nicht, wie viel einfacher oder deutlicher man das ausdrücken könnte. Entweder glaubt ihr, dass Gott die Himmel und die Erde geschaffen hat, oder ihr glaubt, dass er es nicht getan hat. Das sind letztendlich die einzig gültigen Optionen, die ihr habt. Wenn ihr glaubt, dass Gott die Himmel und die Erde geschaffen hat, dann bleibt euch nur ein einziger Bericht über diese Schöpfung, und der findet sich in 1. Mose 1 und dann seid ihr gebunden daran den Text in 1. Mose 1 als die einzig angemessene und präzise Beschreibung dieses Schöpfungsaktes zu akzeptieren.

Ich sage es also noch einmal, ihr habt nur zwei Optionen. Entweder glaubt ihr 1. Mose oder ihr glaubt es nicht. Entweder glaubt ihr an den Bericht in 1. Mose, dass Gott die Himmel und die Erde schuf, oder ihr glaubt, dass diese sich irgendwie willkürlich entwickelt haben.

Lasst uns kurz diese Beschreibung in 1. Mose 1,1 betrachten. Die Worte in diesem ersten Vers sind ziemlich bemerkenswert. Sie weisen auf den unglaublichen Verstand Gottes hin. Gott sagt in diesem ersten Vers alles, was es über die Schöpfung zu sagen gibt, und er sagt es mit so wenigen Worten. Die Aussage ist knapp und präzise und geht fast über das hinaus, was ein Mensch schreiben könnte. Ein bekannter Wissenschaftler namens Herbert Spencer starb 1903. Er entdeckte, dass die ganze Realität, alles, was im Universum existiert, sich fünf Kategorien zuordnen lässt - Zeit, Kraft, Bewegung, Raum und Materie. Herbert Spencer sagte, alles, was existiert, existiert in einer dieser Kategorien – Zeit, Kraft, Bewegung, Raum und Materie.

Denkt einmal darüber nach. Zeit, Kraft, Bewegung, Raum und Materie. Das ist eine logische Abfolge. Behaltet das im Hinterkopf und hört euch dann noch einmal 1. Mose 1,1 an. „Am Anfang“, das ist Zeit, „Gott“, das ist Kraft, „schuf“, das ist Handlung/Bewegung, „die Himmel“, das ist Raum, „und die Erde“, das ist Materie. Dies wäre die wörtliche Abfolge, die sich in der deutschen Übersetzung dann als „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“ liest. Alles, was man über alles, was existiert, sagen könnte, wird in diesem ersten Vers gesagt.

Entweder glaubt ihr das oder ihr glaubt es nicht. Entweder glaubt ihr, dass dieser Vers korrekt ist und Gott diese Kraft ist oder ihr glaubt, dass Gott nicht diese Kraft ist, die alles geschaffen hat. Und dann bleibt euch nur noch der Zufall oder Willkür oder Fügung.

Das ist mehr als nur eine nebensächliche Frage. Jemand hat einmal einen Brief an den Präsidenten von Promise Keepers geschrieben und ihn gefragt, wie er zum Thema Schöpfung steht. Ich möchte diese Person jetzt nicht besonders herausgreifen, aber die Antwort auf diesen Brief eignet sich gut zur Veranschaulichung.  Der Assistent des Präsidenten antwortete folgendermaßen: „Sie müssen wissen, dass Promise Keepers zu derartigen Themen keinen Standpunkt bezieht. Wir versuchen sogar ganz konkret, solche Debatten zu vermeiden. Unsere Bemühungen konzentrieren sich darauf, Menschen zusammenzuführen aufgrund der historisch grundlegenden Lehren des orthodoxen Christentums, die in unserem Glaubensbekenntnis reflektiert werden, oder uns auf Dinge zu konzentrieren, die den Leib Christi einen, statt auf Dinge, die ihn tendenziell spalten. Da verschiedene Gemeinden und einzelne Christen unterschiedliche Ansichten über die Schöpfung haben, ist das eines der Dinge, die unserer Meinung nach in die Kategorie der nebensächlichen Lehren fallen; nebensächliche Kategorien wie Geistesgaben, ewige Heilsgewissheit, die Entrückung etc. Kurz gesagt, wenn es um Fragen wie die Schöpfung geht, glauben wir, dass Christen gnädig zueinander sein müssen, wie es in unserem Glaubensbekenntnis heißt – in grundlegenden Fragen Einigkeit, in nicht grundlegenden Fragen Freiheit, in allen Dingen Barmherzigkeit.“

Das ist eine ziemlich aggressive Aussage über die Nebensächlichkeit eines Glaubens an den Bericht in 1. Mose, findet ihr nicht? Sie spricht in keiner Weise den Sachverhalt an, dass ihr, wenn ihr nicht an 1. Mose glaubt, auch nicht an die Bibel glaubt. Ich versuche hier nicht, diese Organisation zu verleumden, sondern einfach zu sagen, dass dies die Meinung der meisten Christen widerspiegelt. Ob die Welt von Gott geschaffen wurde oder zufällig durch Evolution entstanden ist, ohne Auslöser, wird schon seit Langem debattiert. Das wird schon seit Darwin diskutiert. Aber letztendlich läuft die Debatte auf Folgendes hinaus. Entweder glaubt ihr an die Bibel oder ihr tut es nicht. Entweder glaubt ihr 1. Mose oder ihr tut es nicht. Und wenn ihr 1. Mose nicht glaubt, woran glaubt ihr dann? Nun, in den meisten Fällen glaubt ihr an naturalistische Evolution. Manche glauben vielleicht an theistische Evolution und sagen, dass Gott zwar den Anstoß für alles gegeben hat, dann jedoch von der Evolution abgelöst wurde, und sie verleugnen den Bericht in 1. Mose, dass Gott die Welt in sechs 24-Stunden-Tagen geschaffen habe. Anhänger der progressiven Schöpfung würden im Wesentlichen dasselbe behaupten - dass die Schöpfung nicht ablief, wie in 1. Mose beschrieben, sondern vielmehr über einen langen Zeitraum, und dass Gott sich quasi progressiv an dem Prozess beteiligte und parallel zum Prozess der Evolution in gewissen Bereichen kreativ tätig wurde.

Diese Ansichten, theistische Evolution und progressive Schöpfung, verleugnen ebenfalls den eindeutigen Text aus 1. Mose. Ich sage es also noch einmal, entweder glaubt ihr 1. Mose oder ihr tut es nicht. Wenn ihr nicht daran glaubt, habt ihr verschiedene Optionen. Ihr könnt ein Anhänger der theistischen Evolution oder der naturalistischen Evolution sein. Unter Christen gibt es einige, die Anhänger der theistischen Evolution sind, aber unter denen, die die Welt der Ungläubigen ausmachen, finden sich die Anhänger der naturalistischen Evolution. Deshalb bleibt ihnen nur die unglaubliche Vorstellung „Niemand mal Nichts = Alles“.

Douglas Kelly, der mit großer Einsicht über dieses Thema geschrieben hat, sagt: „Es gibt keine Zweifel, dass die biblische Vision des Menschen als von Gott in seinem Ebenbild geschaffen den stärksten Einfluss auf die menschliche Würde, auf Freiheit, auf die Ausdehnung der Rechte des Einzelnen, auf das politische System, auf die Entwicklung der Medizin und auf jeden anderen Bereich der Kultur gehabt hat. Wie sehr unterscheidet sie sich doch von der humanistischen Auffassung, der Mensch sei ein Wesen, das sich einfach entwickelt hat und nicht als Gottes Ebenbild geschaffen wurde, weil es keinen Gott gibt. Solch eine Prämisse hat es den marxistisch-totalitären Staaten leicht gemacht, Millionen ihrer Bürger auszumerzen, einfach aufgrund der Annahme, dass es keine übernatürliche Person gibt, in deren Ebenbild jene Bürger geschaffen wurden, kein Wesen, das diesen Bürgern Würde und ein Existenzrecht verleiht, die unabhängig von dem sind, was der Staat entscheidet.“

Dieser Punkt wurde ausführlich von dem österreichischen Baron Erik von Kühnelt-Leddihn behandelt; er ist vielleicht der größte Gelehrte des Jahrhunderts auf dem Gebiet von Freiheit und Totalitarismus. Er schrieb ein sehr wichtiges Buch mit dem Titel Leftism Revisited: From de Sade and Marx to Hitler and Pol Pot, das sich mit diesen Themen auseinandersetzt. Darin zeigt er, dass die von Gott abgeleitete Würde und Freiheit des Menschen ohne den Glauben, dass der Mensch als Ebenbild eines übernatürlichen Gottes geschaffen wurde, völlig verschwinden. Er sagt: „Für den wahren Materialisten gibt es keinen fundamentalen, sondern nur einen sukzessiven evolutionären Unterschied zwischen einem Menschen und einer Plage, einem giftigen Insekt.“ Er schlussfolgert, dass es letztendlich um die Frage geht, ob der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde oder nur eine Termite in Menschengestalt ist.

Damit hat er völlig recht. Wir haben zwei Optionen. Entweder haben wir uns aus dem Urschleim entwickelt und können nur auf materialistische Weise erklärt werden, was bedeutet, dass wir aus nichts als Materie bestehen, oder wir wurden von Gott geschaffen – nach himmlischem Vorbild in seinem Ebenbild. Diese Diskussion ist nicht rein biologisch, das will ich damit sagen, sie ist nicht nur biologisch, sie ist auch moralisch und geistlich. Bei der Debatte geht es um Fragen zur Würde des Menschen, über das Wesen des Menschen nach himmlischem Vorbild, als Ebenbild Gottes. Das wirft die Frage nach Kontrolle auf, wer ist souverän im Universum, wer hat die Kontrolle? Es wirft die Frage auf, ob es einen universellen Richter gibt? Gibt es ein universelles moralisches Gesetz? Gibt es einen Gesetzgeber? Sollen die Menschen nach Gottes Maßstäben leben? Wird es ein abschließendes Urteil darüber geben, wie Männer und Frauen leben? Gibt es ein endgültiges Gericht?

Seht ihr, das sind die Fragen, zu deren Vermeidung die Evolution erfunden wurde. Die Evolution wurde erfunden, um den Gott der Bibel zu töten - nicht, weil die Anhänger der Evolution, des Materialismus und des Naturalismus Gott als Schöpfer nicht mochten, sondern weil sie Gott als Richter nicht wollten. Die Evolution wurde erfunden, um den Gott der Bibel zu töten, um den Gesetzgeber zu eliminieren, um die Unantastbarkeit seines Gesetzes zu eliminieren, den verbindlichen Maßstab für menschliche Gedanken und menschliches Verhalten. Die Evolution wurde erfunden, um universelle Moral, universelle Schuld und universelle Rechenschaftspflicht abzuschaffen. Die Evolution wurde erfunden, um den Richter zu eliminieren und den Leuten die Freiheit zu geben, zu tun, was sie wollten, ohne Schuld(gefühle) und ohne entsprechende Konsequenzen.

Ich meine, wenn wir diese beiden Alternativen zusammenfassen wollten, würde die materialistische Ansicht sagen: „Die ultimative Realität ist unpersönliche Materie. Es gibt keinen Gott.“
Die christliche Ansicht besagt: „Die ultimative Realität ist ein unendlicher, persönlicher, liebender Gott.“
Die materialistische Ansicht besagt: „Das Universum wurde zufällig geschaffen, ohne einen ultimativen Zweck.“
Die christliche Ansicht besagt: „Das Universum wurde liebevoll von Gott für einen bestimmten Zweck geschaffen.“
Die materialistische Ansicht besagt: „Der Mensch ist das Produkt von unpersönlicher Zeit plus Zufall plus Materie. Infolgedessen hat der Mensch keinen ewigen Wert oder Würde oder irgendeine Bedeutung, mit Ausnahme dessen, was subjektiv daraus abgeleitet wird.“
Die christliche Ansicht besagt: „Der Mensch wurde von Gott in seinem Ebenbild geschaffen und wird von Gott geliebt. Deshalb haben alle Menschen ewigen Wert und Würde. Ihr Wert leitet sich letztendlich nicht aus ihnen selbst ab, sondern aus der Quelle, die über sie hinausgeht, Gott selbst.“ 
Die materialistische Ansicht über Moral besagt: „Moral wird von jedem Individuum gemäß seinen eigenen Ansichten und Interessen definiert. Moral ist letztendlich relativ, weil jede Person die letzte Autorität über ihre eigenen Ansichten ist.“
Die christliche Ansicht besagt: „Moral wird von Gott definiert und ist unveränderlich, weil sie auf Gottes unveränderlichem, heiligen Charakter beruht.“
Die materialistische Ansicht sagt über das Leben nach dem Tod: „Das Leben nach dem Tod bringt Annihilation für alle Ewigkeit oder persönliche Vernichtung für jeden.“
Die christliche Ansicht besagt: „Das Leben nach dem Tod beinhaltet entweder ewiges Leben mit Gott oder ewige Trennung von ihm. Entweder die Herrlichkeit des Himmels oder die Schrecken der Hölle.“

Leute, ich möchte euch etwas sagen. Es ist nicht nebensächlich, welche dieser Meinungen ihr euch zu eigen macht, das ist eine bedeutende Sache, nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Theologie. Wie um alles in der Welt kann das Christentum dies als nebensächliche Themen betrachten? Das ist die Grundlage aller Wahrheit.

Der Apologet Francis Schaeffer sagte, wenn er eine Stunde mit einem Passagier in einem Flugzeug hätte, der den Herrn nicht kennt, würde er die ersten 55 Minuten damit verbringen, darüber zu reden, dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Die letzten fünf Minuten, in denen das Evangelium des Heils präsentiert wird, wären ausreichend, um diesen Menschen wieder dem ursprünglich beabsichtigten Ebenbild Gottes gleichzumachen.

Ein Christ zu sein beginnt nicht damit, dass wir Jesus Christus als Erretter annehmen. Es beginnt vielmehr in 1. Mose 1, Gott schuf die Himmel und die Erde für einen Zweck und ein Schicksal, das er vorherbestimmt hatte. Die Lehre der Schöpfung in 1. Mose richtig zu verstehen und daran zu glauben, sind von grundlegender Bedeutung, hört mir gut zu, um zu akzeptieren, dass die Heilige Schrift ernst zu nehmen ist, wenn sie die wahre Welt anspricht.

Die Leute sagen: „Nun, 1. Mose ist ein Mythos, eine Legende, eine Fantasie, eine Allegorie und eine Tradition und es geht darin nicht wirklich um wahre Fakten in der Realität.“ Doch, das tut es. Das Wort Gottes ist bei jedem beliebigen Thema, das die Realität angeht,  ernst zu nehmen.  Wenn wir es vermeiden, uns damit auseinanderzusetzen, was die Bibel über die Schöpfung des materiellen Universums sagt, dann ist unsere Religion tendenziell von der Realität losgelöst. Dann wird die Schrift tendenziell einer mystischen Kategorie zugeordnet, das Christentum wird in irgendeine dekorative Schublade gesteckt, wie Douglas Kelly sagte, die keine Verbindung zum Raum-Zeit-Kontinuum hat. 

Ihr beginnt mit 1. Mose, manipuliert die Wortwörtlichkeit dieses Textes, und auf einmal habt ihr einen mystischen Ansatz zur Heiligen Schrift gleich zu deren Beginn geschaffen. Der schottische Theologe James Denney argumentierte in den späten 1890ern wie folgt: „Die Trennung von Religion und Wissenschaft bedeutet letztendlich die Trennung von Religion und Wahrheit, und das bedeutet, dass die Religion unter wahrhaftigen Menschen ausstirbt.“ Ihr könnt nicht 1. Mose nehmen, Kapitel 1 aufschlagen und sagen, es sei ein Märchen, keine wahre Geschichte, keine Realität, es reflektiere kein wahres Verständnis der Realität in einem wirklichen Raum und zu einer wirklichen Zeit, ohne dass dies schwerwiegende Implikationen für die restliche Botschaft der Bibel hätte. Die Lehre von der Schöpfung, wie sie in 1. Mose dargestellt wird, ist von grundlegender Bedeutung, denn dort beginnt Gott seine Geschichte. Ihr könnt den Anfang dieser Geschichte nicht verändern, ohne dass sich das auf den Rest der Geschichte und ihr Ende auswirkt. Gott spricht in der Bibel, und er spricht in 1. Mose 1,1 und sagt, er habe die Himmel und die Erde geschaffen. Er ist der Einzige, der in 1. Mose 1,1 sprach und der die ganze Schrift hindurch spricht, bis ganz zum Ende. 

Wenn ihr 1. Mose 1 manipuliert, dann manipuliert ihr das Wort des lebendigen Gottes und ihr nehmt den göttlichen Bericht wahrer Schöpfung in einem wirklichen Raum und zu einer wirklichen Zeit und sagt: „Das stimmt nicht, das ist nicht fundiert, das ist nicht die Wahrheit.“ Das ist ein schwerwiegender Angriff und er löst die Schrift von der Realität und trennt Religion, wahre Religion, von der Realität. Das ist sehr schwerwiegend. 

Die Evolutionstheorie würde das liebend gerne tun. Sie würde Gott liebend gerne als nicht existent erscheinen lassen, sie würde die Schrift liebend gerne als unglaubwürdig hinstellen. Sie will Gott als Gesetzgeber, Richter und Retter zurückweisen. Sie will die Würde des Menschen als geschaffen im Ebenbild Gottes zerstören. Und im Zuge dessen werden die Dinge recht lächerlich, nicht wahr? Laut Evolution ist der Mensch quantitativ besser als die Tiere, d.h. er hat einige Eigenschaften, die Tiere nicht haben, aber qualitativ ist er nicht besser. Quantitativ hat er ein größeres Gehirn, aber qualitativ wurde er nicht als Ebenbild Gottes geschaffen. Deshalb ist es - von einer evolutionären Warte aus - unethisch, die Rechte anderer Tiere zu verletzten, die buchstäblich unsere Brüder sind. 

Und das hören wir heutzutage ständig, nicht wahr? Diese berühmt-berüchtigte Tierrechtsorganisation namens PETA, People for the Ethical Treatment of Animals (~ Menschen für die ethische Behandlung von Tieren), und ihre nationale Direktorin, Ingrid Newkirk, sagte einmal etwas, das einen großen Bekanntheitsgrad erlangt hat: „Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge.“ Kein Unterschied. Alle höheren Lebensformen, wobei eine Ratte ihrer Meinung eine höhere Lebensform ist, sollen als gleichwertig betrachtet werden. 

Es gibt eine sehr merkwürdige Organisation namens The Church of Euthanasia (~Die Kirche der Euthanasie), die glaubt, dass die Rechte von Tieren einen höheren Rang einnehmen als die Rechte von Menschen. Ein Repräsentant dieser Organisation erzählte einem Fernsehpublikum, einem landesweiten Publikum: „Wenn wir Spezies ausrotten wollen, dann lasst uns zuerst die Menschen ausrotten, weil die Menschen nur eine untergeordnete Spezies mit einer untergeordneten Rolle in der gesamten Vielfalt der Natur sind.“

Ihr habt das alles sicherlich schon gelesen. Ich habe von Tierrechtsorganisationen gelesen, die behaupten, Fleisch zu essen sei Mord.  Der Mensch sei ein Tyrann und Kühe zu töten sei Mord. Es gab auch jemanden, der sagte, Hühner zu töten entspräche dem Holocaust, den die Nazis an den Juden begingen. Diese Art von Idiotie kommt auf, weil diese Menschen wirklich glauben, dass der Mensch einfach am Ende einer Kette willkürlicher evolutionärer Ereignisse steht, die keinen Zweck und kein Ziel haben, und dass der Mensch nicht als Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Er hat keine andere inhärente Würde als die im Rahmen jenes evolutionären Prozesses. 

Wisst ihr was? Wenn die Evolution wahr ist, dann könnt ihr nicht mit ihnen streiten. Dann sind wir einfach Tiere. Dann haben wir uns einfach von selbst entwickelt. Und dann ist ihr Argument vielleicht durchaus gerechtfertigt. Alle diese Befürworter der Tierrechte, schreibt Marvin Lubenow, die sich öffentlich zu diesem Thema geäußert haben, sind Anhänger der Evolution. Laut Evolutionstheorie ist es reiner Zufall, dass der Mensch so ein großes Gehirn entwickelt hat. Hätte es gewisse Mutationen bei unseren Vorfahren nicht gegeben und sie hätten stattdessen bei den Vorfahren der Schimpansen stattgefunden, dann wären wir vielleicht da, wo sie sind – im Zoo -, und sie dort, wo wir sind. Demzufolge „habe ich ethisch betrachtet nicht das Recht, meine Überlegenheit, die ich rein zufällig erreicht habe, einzusetzen, um die Rechte anderer Tiere zu verletzen, die ohne eigenes Verschulden nicht dieselben Fähigkeiten entwickelt haben.“ 

Wenn der Mensch nur ein Tier ist, ein Zufallsprodukt der Natur, eine Ansammlung zufälliger Mutationen, worin liegt dann seine Bedeutung? Wo ist seine Würde? Wo ist sein absoluter Wert? Welchem Zweck dient er? Offensichtlich keinem. 

Die Evolution besagt im Wesentlichen, dass Materie sich über einen gewissen Zeitraum per Zufall zum gesamten Universum entwickelte. Jacques Monod gewann den Nobelpreis für Biologie – das ist unvorstellbar  - und in seinem Buch Zufall und Notwendigkeit sagt er Folgendes:  „Der Mensch ist alleine in der teilnahmslosen Unermesslichkeit des Universums, aus dem er zufällig hervortrat.“ Das ist ein Biologe, der den Nobelpreis gewonnen hat. Allein der Zufall ist die Quelle jeder Innovation. Allein der Zufall ist die Quelle aller Schöpfung in der Biosphäre. Er schreibt: „Reiner Zufall, vollkommen frei aber blind, ist die Wurzel des erstaunlichen Gefüges der Evolution.“ Laut Monod ist das also reiner Zufall. 

Der bekannte Verfechter der Evolution, J.W. Burrow, schreibt in seiner Einleitung zu Über die Entstehung der Arten: „Die Natur war laut Darwin das Produkt blinden Zufalls, eines blinden Kampfes und des Menschen, einer einsamen, intelligenten Mutation, die mit den Bestien um seine Nahrung kämpfte. Für manche war das Gefühl des Verlusts endgültig. Es war, als ob eine Nabelschnur durchtrennt worden sei und die Menschen sich als Teil eines kalten, leidenschaftslosen Universums widerfanden. Im Gegensatz zur Natur, wie die Griechen sie sich vorstellten, der Aufklärung und der vernunftorientierten christlichen Tradition, bot die Natur nach Darwin den Menschen keine Anhaltspunkte für menschliches Verhalten und keine Antworten auf moralische Dilemmas.“ Ich meine, er war einfach von jeglicher Bedeutung losgelöst. Er ist eine einsame, intelligente Mutation, die rein zufällig entstand. Er ist Protoplasma, das darauf wartet, Dünger zu werden. Das ist weit entfernt davon, als Ebenbild Gottes geschaffen zu werden. Dieses Konzept der Evolution beraubt den Menschen nicht nur seiner Würde und seiner Bedeutung, es ist mehr als dumm, mehr als vernunftwidrig, mehr als deprimierend, mehr als demütigend, sogar mehr als unmoralisch. Dieses evolutionäre Konzept ist tödlich. Und in unserer Geschichte, unserer neuzeitlichen Geschichte in der westlichen Zivilisation, hat niemand den tödlichen Charakter dieses Gedankens der Evolution besser demonstriert als Adolf Hitler und ihm folgten Josef Stalin und all jene, die Unmengen von Menschen, Millionen von Menschen, massakriert und Völkermord begangen haben. Ihre Überzeugungen und Philosophien waren tief im Innersten von der Evolution geprägt.

Hitler sah in der Theorie der Evolution zum Beispiel die wissenschaftliche Rechtfertigung für seine persönlichen Ansichten, ebenso wie Sozialdarwinisten des 19. Jahrhunderts das für ihre schrecklichen Misshandlungen taten. Es steht außer Frage, dass die Evolution sich von Anfang bis Ende hinter dem Gedankengut der Nazis verbarg. Und dennoch sind sich nur wenige Menschen dessen bewusst, und Hitler schaffte es sogar, ein quasi-christliches Bekenntnis der Staatskirche jener Zeit (für sein Handeln) zu beanspruchen. Erich Fromm schrieb: „Die Religion des Sozialdarwinismus gehört zu den gefährlichsten Elementen des Gedankenguts des letzten Jahrhunderts. Sie fördert die Ausbreitung des rücksichtslosen nationalen und ethnischen Egoismus, indem sie diesen als moralische Norm etabliert. Wenn Hitler überhaupt an etwas geglaubt hat, dann waren es die Gesetze der Evolution, die seine Handlungen rechtfertigten und heiligten, besonders seine Grausamkeiten.“ Wie funktioniert das? Die Evolution ist das Überleben des … was? Des Stärkeren. Hitler hat einfach diese evolutionäre Rolle in die Tat umgesetzt. Er war der Stärkste und deshalb brachte er jeden anderen um, gemäß der These der Evolution, dass er damit die Stärksten aufrechterhielt und dabei half, eine Superrasse zu entwickeln. All das ergab sich aus der Evolutionstheorie. Und Mein Kampf war im Prinzip Hitlers Evolutionstheorie, die politisch umgesetzt wurde, und die Rechtfertigung für die Vernichtung der Massen, die eine Bedrohung für die fortgesetzte Entwicklung der Superrasse darstellten. In Mein Kampf schrieb Hitler: „Wer leben will, muss kämpfen. Wer nicht kämpfen will in einer Welt, wo Kampf ein Gesetz des Lebens ist, hat nicht das Recht zu leben. Ich wüsste nicht, warum der Mensch nicht ebenso grausam sein sollte wie die Natur. Die Natur mag Bastarde nur wenig.“ Und schließlich sagte er: „Alles, was auf dieser Welt nicht reinrassig ist, ist Abschaum.“ Und deshalb vernichtete er die Juden, die Schwarzen, die Zigeuner und förderte damit die natürliche Auslese und erfüllte sich den biologischen Traum der Anhänger der Evolutionstheorie.

Der Leiter der Deutschen Arbeitsfront sagte, Hitlers Massaker seien ein Ausdruck „des Höchsten und Besten der Menschheit“. Julian Huxley, ein Biologe und Anhänger der Evolutionstheorie, schrieb 1964 die Aufsätze eines Humanisten und sagte darin: „Die Evolution ist der mächtigste, umfassendste Gedanke, der je auf der Erde aufgekommen ist.“ Und wisst ihr was?  Er hat Recht. Die Evolutionstheorie ist die größte satanische Lüge, die es auf der Welt gibt, weil sie die Notwendigkeit für einen Schöpfer eliminiert. Die Menschen können Gott vollkommen meiden, besonders den Gott der Bibel. 

Darwin war es egal, ob man einen anderen Gott anbeten wollte. Ich glaube, auch Hitler war es egal, wenn man einen anderen Gott anbeten wollte, nur nicht den Gott der Bibel, nicht den Schöpfergott. Als Darwin anfangs sein Werk Über die Entstehung der Arten veröffentlichte, wurde es von den Wissenschaftlern seiner Zeit größtenteils abgelehnt, weil sie im Großen und Ganzen an göttliche Schöpfung glaubten. Es gab keine andere rationale Erklärung, wenn es eine Wirkung gibt, muss es eine Ursache geben. Als er Über die Entstehung der Arten schrieb, stellten sich fast alle Wissenschaftler dagegen. Später beschrieb Thomas Huxley die Situation im Jahr 1860 mit folgenden Worten: „Die Befürworter von Herrn Darwins Ansichten waren zahlenmäßig extrem unbedeutend. Es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass wir, wenn zu jener Zeit ein Konzil der wissenschaftlichen Gemeinde einberufen worden wäre, von einer überwältigenden Mehrheit verurteilt worden wären.“ 

Es ließ sich nur schwer verkaufen. Selbst Darwin hatte Mühe damit. Wenn ihr irgendetwas von Darwin lest, werdet ihr feststellen, dass all seine Werke ständig voller enormer Zweifel sind. In Kapitel 6 von Über die Entstehung der Arten sagt er zum Beispiel: „Schon lange bevor der Leser zu diesem Theile meines Buches gelangt ist, mag sich ihm eine Menge von Schwierigkeiten dargeboten haben. Einige derselben sind von solchem Gewichte, dass ich nicht an sie denken kann, ohne wankend zu werden.“[1] In seinem Kapitel über den Instinkt gesteht er ein, dass solch einfache Instinkte wie Bienen, die einen Bienenstock bauen, ausreichen könnten, um seine ganze Theorie über den Haufen zu werfen. Und er sagt, wenn man bedenkt, dass das Auge sich durch natürliche Auswahl entwickeln könnte, erscheint ihm dies zugegebenermaßen im höchsten Maße absurd. In seinem Kapitel über Unvollkommenheiten der geologischen Überlieferungen beklagte er, der völlige Mangel an Zwischenformen von Fossilien in allen geologischen Aufzeichnungen „… ist vielleicht die handgreiflichste und gewichtigste Einrede, die man meiner Theorie entgegenhalten kann.“[2] Mit anderen Worten war er zumindest ehrlich genug, zuzugeben, dass die Sache keinen Sinn ergab. 

Darwin schrieb, dass er sich seiner eigenen Unwissenheit zutiefst bewusst sei. In seinen persönlichen Briefen schrieb er, er habe schreckliche Bedenken, sich selbst etwas vorgemacht und sich einer Fantasie gewidmet zu haben. Aber Darwin war entschlossen, sich um jeden Preis von einem persönlichen Gott zu lösen. Er sagte: „Ich bin entschlossen, mich um jeden Preis von Bestimmung und einem persönlichen Gott zu lösen.“ Bis zum Ende seines Lebens trug er diesen Kampf aus und versuchte vergeblich, Gott zu entkommen. Schließlich verkümmerte sein Gefühlsleben unter der Anstrengung dieses Kampfes, seine religiösen Gefühle verschwanden und mit ihnen alles andere – die Welt wurde kalt und tot. Am Ende wurde Darwin anscheinend Gleiches mit Gleichem vergolten. Er hatte das Universum aller Bedeutung beraubt, Gottes beraubt, und damit sich selbst aller Bedeutung beraubt.

James Moore hat eine Biografie Darwins geschrieben, die sich The Life of a Tormented Evolutionist (~Das Leben eines gequälten Evolutionisten) nennt. In manchen seiner Briefe bezog Darwin sich auf seine Theorie als „das Evangelium des Teufels“. Und selbst, nachdem er einen Sieg davongetragen hatte, weil er die Menschen von dem Gott der Bibel befreite, weil er die Menschen freisetzte, damit sie ihre Sünde ohne einen Gedanken an einen Richter genießen können, hatte er zwar erste Schritte getan, um die Schlacht zu gewinnen, aber sein psychologisches Leid ging so tief, dass seine physischen Symptome weiter anhielten. Er tötete Gott buchstäblich nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen Menschen. Ein Autor sagt: „Sein Leben war ein einziger langer Versuch, der Kirche und Gott zu entfliehen. Das ist es, was so vieles erklärt, das andernfalls in seinem Leben und seinem Charakter nicht zusammenpassen würde.“

Lasst uns jetzt hier also die Dinge ins rechte Licht rücken. Es geht hier einzig und allein darum, Gott loszuwerden … den Gott der Bibel und die Autorität der Schrift mit ihren moralischen Implikationen. Und selbst Christen, die 1. Mose aufschlagen wollen, haben in meinen Augen nicht die Freiheit, uns zu sagen, dass 1. Mose 1 nicht das bedeutet, was dort steht. Warum würden wir uns mit denen verbünden wollen, deren Bemühungen direkt gegen die Autorität des Gottes der Bibel gerichtet sind? Ich muss das einfach mal ins rechte Licht rücken.  

Ich möchte jetzt für ein paar Minute ein wenig philosophisch werden. Ich denke, ihr werdet eure Freude daran haben. Am Ende sagt der Evolutionist, der naturalistische Evolutionist, und selbst der theistische Evolutionist, dass die Dinge rein zufällig geschehen … zufällig. Wir schaffen den Gott der Bibel ab, den Gott der Schöpfungsgeschichte in 1. Mose, wir schaffen den Schöpfer ab, und dann bleibt uns der Zufall. Es ist ziemlich interessant, darüber nachzudenken. Das Wort „Zufall“ ist mir immer wieder begegnet, wenn ich die Schriften dieser Leute gelesen habe, und der Mythos, der diesen ganzen Prozess der Evolution, diese ganze unbiblische, irrationale, unmoralische Vorstellung der Evolution, steuert, ist der Zufall …. Zufall. Der Zufall ist die Ursache. In der modernen Wissenschaft nimmt das Wort „Zufall“ eine neue Bedeutung an. Sie wollen nicht, dass Gott die Ursache ist, aber etwas muss die Ursache sein, also wird der Zufall zur Ursache. 

Wenn wir jetzt zur Etymologie des Wortes „Zufall“ zurückgehen, so wurde es einst fast ausschließlich verwendet, um mathematische Wahrscheinlichkeit im Sinne von „Chance“ zu beschreiben. Zum Beispiel in Fällen wie: „Wenn ich dorthin gehe, besteht die Chance, dass ich sie sehe, weil sie vielleicht hier langkommt.“ Oder: „Wenn ich dieses Geld auf dieses Konto einzahle, besteht die Chance, dass xyz geschieht und mir das Summe X einbringt.“ Oder: „Wenn ich in diese Umgebung hinausgehe und dort einige Leute treffe, besteht die Chance, dass Interesse an meinem Geschäft entsteht.“ Es gibt eine mathematische Wahrscheinlichkeit. Das war die ursprüngliche Bedeutung des Begriff. Und dann wurde er etwas ausgeweitet und umfassender angewandt und schloss jedes unvorhersehbare Ereignis ein, jede Art von Wahrscheinlichkeit, egal wie gering, oder jeden Zufall, egal wie scheinbar unmöglich. 

Aber ich möchte euch etwas über Chance oder Zufall erzählen. Der Zufall existiert nicht … er ist nichts. „Zufall“ ist ein Wort, das verwendet wird, um etwas anderes zu beschreiben.  Aber der Zufall an sich ist nichts. Er ist keine Kraft. Er lässt nichts geschehen.  Der Zufall existiert nicht. Er ist nur eine Methode, etwas anderes zu erklären. Der Zufall hat nicht dazu geführt, dass ihr diese Person getroffen habt, ihr seid dahin gegangen, als sie dorthin gegangen ist, deshalb habt ihr sie getroffen. Der Zufall hatte nichts damit zu tun, weil der Zufall nicht existiert. Er ist nichts. Aber in der modernen Evolution wurde er in eine Kraft, eine ursächliche Kraft, verwandelt.  Der Zufall wurde von etwas, das nichts ist, zu etwas, das alles ist, erhoben. Der Zufall bewirkt Dinge. Der Zufall ist der Mythos, der dazu dient, die Chaostheorie der Realität zu untermauern. 

Das wirft so viele Probleme von einem rationalen und philosophischen Standpunkt auf, dass man kaum weiß, wo man beginnen soll. Woher kommt die ursprüngliche Materie, auf die der Zufall einwirkt? Woher kommt die? Dann müsste man sagen: „Nun, diese Materie entstand per Zufall.“ Wisst ihr was? Das klingt lächerlich und ist dennoch die Philosophie, auf die die Evolution sich stützt. Das ist völlig inkohärent und irrational. Aber der Zufall ist das neue Paradigma der Evolution - und das ist das Gegenteil von Logik. 

Wisst ihr, wenn ihr der Logik abschwört und die Logik sagt: „Es gibt ein Universum – jemand hat es gemacht“, was würde die Logik sonst noch sagen? „Da ist ein Gebäude, jemand hat es gemacht. Da ist ein Klavier, jemand hat es gemacht. Da ist ein Universum, komplexer als ein Gebäude, um ein vielfaches komplexer als ein Klavier – jemand, der sehr, sehr mächtig und sehr, sehr intelligent ist, hat es gemacht.“ 

Ihr wendet ein: „Nein, nein, der Zufall hat es gemacht.“ Hört mir zu Leute, das ist rationaler Selbstmord, das ist nicht logisch. Wenn man der Logik abschwört, bleibt einem nur noch Mythos, und die Feinde der Mythologie, die Feinde der Mythologie sind empirische Daten und von Gott gegebene Vernunft. Um also ein Anhänger der Evolutionstheorie zu sein und zu glauben, dass der Zufall Dinge bewirkt, müsst ihr zweierlei tun: die empirischen Daten verwerfen und irrational sein. Aber wenn ihr eure Sünde genügend liebt, werdet ihr das tun. Seht ihr, wenn ihr die empirischen Daten einfach eliminieren könnt, die Beweise, und euch von der von Gott gegebenen Logik abwenden könnt – und diese beiden Dinge sind die Essenz der reinen Wissenschaft -, wenn ihr diese Dinge ablehnen könnt, dann wird die Mythologie wild um sich greifen. Wie ein Autor schrieb: „Der Zufall ist das neue weiche Kissen, auf das die Wissenschaft ihr Haupt bettet.“ Arthur Koestler sagte: „Solang der Zufall herrscht, ist Gott ein Anachronismus.“ Wenn der Zufall herrscht, kannt Gott nicht herrschen. Der Zufall entthront Gott.  Allein die Existenz des Zufalls reißt Gott von seinem souveränen Thron herunter. 

Wenn der Zufall als eine Kraft selbst in seiner schwächsten Form existiert, ist Gott nicht länger Gott. Die beiden schließen sich gegenseitig aus. Entweder gibt es einen Gott, der das Universum geschaffen hat, der souverän herrscht und alles souverän kontrolliert, oder es gibt keinen Gott. Wenn der Zufall existiert, zerstört das die Souveränität Gottes. Wenn Gott nicht souverän ist, ist er nicht Gott. Wenn er nicht Gott ist, dann gibt es keinen Gott und der Zufall herrscht. Das ist erschreckend. 

Aber der Zufall ist keine Kraft. Der Zufall kann nichts bewirken. Der Zufall ist nicht, er existiert nicht. Er hat keine Kraft, irgendetwas zu tun, weil er nichts ist. Er ist ohnmächtig, weil er nichts ist.  Er hat keine Kraft, weil er nicht existiert. Begreift ihr es? Da der Zufall nicht existiert, kann er nichts hervorbringen. Es kann nicht die Ursache irgendeiner Wirkung sein. Doch moderne Anhänger der Evolutionstheorie reden ständig vom Zufall. Das ist nichts weiter als Hokuspokus. Logik und Vernunft ist das älteste und unumstößlichste Gesetz der Wissenschaft. Jeder von euch, der sich jemals mit den rationalen Philosophen auseinandergesetzt hat, erinnert sich sicherlich an die Aussage: „Ex nihilo, nihil fit“ – von Nichts kommt nichts … und der Zufall ist nichts. Das ist rationaler Selbstmord. 

Wenn Wissenschaftler also dem Zufall eine entscheidende Kraft zuweisen, hört mir gut zu, haben sie die Domäne der Vernunft verlassen, die Domäne der Wissenschaft. Sie sind dazu übergegangen, Kaninchen aus dem Hut zu zaubern. Sie haben sich der Fantasie zugewandt. Und dann wird die ganze wissenschaftliche Untersuchung chaotisch und absurd, weil sie nicht wirklich das hervorbringen kann, was sie hervorbringen sollte, denn das lassen sie nicht zu.  Heutzutage wird die Absurdität der Evolution nur selten in Frage gestellt und alle Universitäten und Colleges bombardieren uns damit.  Jedes Mal, wenn ich die Zeitschriften Newsweek oder Time in die Hand nehmen, sehe ich einen weiteren skurrilen Artikel über die Evolution. Da ich National Geographic lese, werde ich auch dort immer wieder damit konfrontiert, und sie versuchen,  uns davon zu überzeugen, dass der Zufall als Kraft existiert. Dass alles spontan durch einen Zufall entstanden ist. Der Nobelpreisträger George Wald, ein brillianter Mann, sagte: „Man muss nur abwarten, die Zeit selbst vollbringt die Wunder. Mit genügend Zeit wird das Unmögliche möglich, das Mögliche wahrscheinlich, und das Wahrscheinliche zu einer Gewissheit.“ Was um alles in der Welt ist das? Das ist einfach zweideutiges Gerede. Das ist absolut bedeutungslos. Selbstschöpfung ist absurd, egal, wieviel Zeit dafür zur Verfügung steht, denn der Zufall existiert nicht … er existiert nicht. 

Ohne Gott gibt es keine Erklärung für das Universum. Ich werde euch eine kurze wissenschaftliche Illustration geben. Habt ihr je von der Quantentheorie gehört? Nun, ihr habt vom Quantensprung gehört. Die Leute sagen: „Jemand hat einen Quantensprung gemacht“, im Sinne eines riesigen Sprungs. Die Quantentheorie geht zurück auf den Wissenschaftler Max Planck, der 1900 die Theorie präsentierte, dass Energie in kleinen Einheiten namens „Quanten“ kommt. Ich werde hier nicht sehr tief schürfen, weil mir das nicht möglich ist. Energie lässt sich jedoch in Einheiten aufspalten und er sagte, diese Einheiten, identifzierbare Einheiten, werden „Quanten“ genannt. 1927 stellte Werner Heisenberg, ein deutscher Physiker, fest, dass ein Photon, dass auf ein Atom trifft, ein Elektron in eine höhere Elektronenbahn befördert. Und wenn das geschieht, wechselt das Elektron von der unteren Bahn auf die obere Bahn, hört jetzt gut zu, und zwar simultan, ohne den Raum dazwischen durchquert zu haben. Das ist ein Quantensprung. Lasst mich das noch einmal wiederholen. Wenn ein Photon auf ein Atom trifft, befördert es ein Elektron simultan von einer niedrigeren Bahn in eine höhere Bahn, aber es überquert nie den Raum dazwischen. Das Elektron hört also an einem gewissen Punkt auf zu existieren und entsteht gleichzeitig an einem anderen Punkt. Das ist der berühmte Quantensprung. Es hört auf zu existieren und entsteht gleichzeitig. 

Die ganze Zeit … das läuft die ganze Zeit, die ganze Zeit in allen Atomen während der gesamten Schöpfungsgeschichte ab. Durch Zufall? Wenn wir sagen, es ist ein Quantensprung, erklärt es das nicht. Es gibt nur eine Sache, die das erklärt, und das ist die fortwährende Schöpfungskraft Gottes. Er erhält das Universum und deren Schöpfung, indem er alle dafür erforderlichen schöpferischen Akte aufrechterhält, bis zu einem einzelnen Elektron in einem Atom. Er erhält alle Dinge, Hebräer 1, durch die Kraft seines Wortes. 

Ich werde zum Abschluss einen letzten Gedanken mit euch teilen. Oder vielleicht warte ich doch lieber bis zum nächsten Mal. Ich warte bis zum nächsten Mal, weil ich nicht damit anfangen und euch dann in der Schwebe lassen will. Mir ist durchaus bewusst, dass einige dieser Dinge nicht leicht zu verstehen sind, und das ist gut, das ist in Ordnung. Wir werden das nächsten Sonntagabend noch einmal machen, dann werde ich erklären, welche Implikationen das im Evangelium hat und dann werden wir zu dem eigentlichen Text in 1. Mose kommen. Lasst uns gemeinsam beten.



[1] Charles Darwin. Über die Entstehung der Arten. (1860), S. 181, Übersetzt von Heinrich Georg Bronn, auf: http://de.wikisource.org/wiki/Entstehung_der_Arten/Sechstes_Kapitel

[2] [Ebd. S.288, auf: http://de.wikisource.org/wiki/Entstehung_der_Arten/Neuntes_Kapitel]

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